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Vorrichtung zur Erleichterung der richtigen Einstellung bei der intraoralen Röntgen- aufnahme von Zähnen.
Bei einem der zur Aufnahme von Zähnen üblichen Verfahren, nämlich bei der intraoralen Aufnahme, erfolgt diese im Munde auf einem zwischen dem Alveolarfortsatze und der Zunge liegenden kleinen Film. Bei dieser Art der Aufnahme erhält man ein schärferes Bild mit mehreren Einzelheiten als bei der extraoralen Aufnahme, weil einerseits der in den Mund gelegte Film unmittelbar an den Zahn bzw. an den Alveolarfortsatz angelegt werden kann und weil anderseits die Strahlen lediglich durch den aufzunehmenden Zahn hindurchgehen müssen.
Bei den intraoralen Aufnahmen ist es von besonderer Wichtigkeit, dass der aufzunehmende Zahn und dessen Wurzel im ganzen Umfange ohne Verzerrung auf den Film gelangen. Der Film liegt nämlich nicht parallel zur Zahnlängsachse, sondern schliesst mit dieser einen spitzen Winkel ein, indem er den freien Rand des Zahnes unmittelbar berührt, von der Wurzel jedoch sich allmählich entfernt. Verläuft der "Hauptstrahl" zur Filmebene senkrecht, erhält man ein verkleinerte, und wenn der Hauptstrahl senkrecht zur Längsachse des Zahnes gerichtet ist, ein vergrössertes Zahnbild. Dieses ist nur dann mass-und formgetreu, wenn der Hauptstrahl R senkrecht zu der den Winkel a. zwischen der Zahnlängsachse fund der Filmebene 2 halbierenden Geraden 3 verläuft (Fig. 1).
Zur Erleichterung der genauen Einstellung der Hauptstrahlrichtung schlug Dieck ein zirkelartiges Gerät vor, dessen einen Schenkel man an den Zahn und den andern an den Film anlegt, wobei der dritte, bewegliche Teil des Gerätes die zur Winkelhalbierenden senkrechte Richtung, in welche der Hauptstrahl einzustellen ist, selbsttätig anzeigt.
Dieses Gerät hat sich aber in der Praxis nicht bewährt und fand auch keine Verbreitung, weil es in die Mundhöhle eingeführt werden muss und weil seine Handhabung umständlich ist und seine genaue Einstellung grosse Gewandtheit und Handfertigkeit erfordert.
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Längsachsen senkrecht zur Richtung der die Winkel zwischen der Filmebene und den Zahnlängsachsen halbierenden Geraden verlaufen. Die Richtung und die gegenseitige Entfernung dieser Stifte wird auf empirischem Wege bestimmt derart, dass in der entsprechenden Stellung des Stiftträgers jeder Stift die zur richtigen Aufnahme je eines ihm entsprechenden Zahnes gehörige Hauptstrahlrichtung anzeigt.
Wird nun der am Aufnahmeapparat in bekannter Weise angeordnete und die Richtung des Hauptstrahles selbsttätig anzeigende Aufsatz in Richtung der Längsachse des dem aufzunehmenden Zahn beigeordneten Stiftes eingestellt, erhält man eine richtige und getreue Aufnahme.
Ein vollständiger Satz enthält vier Schienen, u. zw. je eine für den rechten und linken Oberkiefer und je eine für den rechten und linken Unterkiefer. Auf jeder Schiene sitzen acht Stifte. Die Krümmung der Schienen entspricht der mittleren Proportionalen der üblichen Krümmungen des Ober-bzw. Unterkiefers.
Ein richtiges Bild wird nur dann erhalten, wenn die Schiene in richtiger Stellung an dem Kiefer anliegt. Die genaue Richtung der zu den Oberkiefern gehörigen Schienen ist die Marge infraorbitalis und der obere Rand des Porus aeustieus externs. Die genaue Richtung der zu den Unterkiefern gehörigen
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Schienen ist die parallele Lage zum Rand des Unterkieferbeines um 1 cm über dessen Rand von der Mitte des Kieferbeines bis dessen Ecke.
Die dem aufzunehmenden Zahn entsprechende Schiene wird auf ein Stativ angebracht, das aus mehreren miteinander gelenkig verbundenen Stangen besteht. In diesem Stativ werden die einzelnen
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Lage in beliebiger Weise befestigt.
Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, u. zw. zeigt Fig. 1 die Bedingung der richtigen, Aufnahme ; Fig. 2-eine Vorderansicht und Fig. 3 einen Grundriss.
Auf dem in der oben geschilderten Weise gebogenen Träger 4 sind die Stifte 5 befestigt, deren Längsachsen senkrecht zu den die Winkel zwischen dem Film und den Zähnen halbierenden-Geraden verlaufen. Der Träger ist bei der dargestellten Ausführungsform mittels des Kugelgelenkes 6 auf dem Ende des Armes 7 des aus gelenkig verbundenen Stangen 7, 8, 9 bestehenden Stativs lösbar und auswechselbar befestigt. Die Befestigung erfolgt bei der dargestellten Ausführungsform mittels des Klemmarmes 10, sie kann jedoch auch mittels einer Schraube oder in anderer Weise erfolgen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Erleichterung der richtigen Einstellung bei der intraoralen Aufnahme der Zähne, gekennzeichnet durch einen an das Gesicht bzw. an den in Betracht kommenden Halbkiefer anzu-
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eines Stiftes senkrecht zu der, den Winkel zwischen je einer Zahnlängsachse und der Ebene eines auf den betreffenden Zahn angebrachten Films halbierenden Geraden verläuft.
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