AT116625B - Dampfkraftanlage. - Google Patents

Dampfkraftanlage.

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Eugen Patsch Ing
Erste Bruenner Maschinen Fab
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Dampfkraftanlage. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, zur Vergrösserung der Leistung einer Dampfmasehinenanlage der bestehenden Anlage eine Hochdruck-Gegendruckmaschine vorzuschalten. Auch die Verlegung der Anzapfstelle beispielsweise zwischen bestehende Maschinenanlage und vorgeschaltete Maschine ist bekannt. 



  Bei der vorliegenden Anordnung handelt es sich nun um eine besondere Schaltung zweier parallel auf eine Welle arbeitender oder elektrisch gekuppelter Dampfmaschinen, die vorzugsweise auch für Vergrösserungen bestehender Dampfmasehinenanlagen Verwendung finden kann. 



   Das Grundsätzliche der neuen Anordnung besteht darin, dass einer in zwei Stufen als Gegen-   druekmaschine   auf die Verbraucher arbeitenden   Hoehdruckmaschine   hinter dem ersten Zylinder eine zweite Maschine, die als Kondensations-,   Anzapf-oder Gegendruckmaschine   ausgebildet sein kann, angegliedert ist, die mit der ersteren Maschine parallel auf dieselbe Welle arbeitet oder elektrisch gekuppelt ist. Die Regelung erfolgt dabei so, dass der zweite Zylinder der ersten Maschine in an sich bekannter Art auf Gegendruck, der Hochdruckteil und die zweite Maschine aber auf Gleichhaltung des Druckes im Aufnehmer hinter dem ersten Zylinder der Hoehdruckmasehine geregelt werden. 



   Ein Ausführungsbeispiel ist in der Figur dargestellt. Es ist   ader Hochdruckzylinder, b   der Niederdruckzylinder der ersten Maschine, c und   d   der   Hochdruck- und Niederdrnckzylinder   der zweiten Maschine. 



  Beide arbeiten hier beispielsweise parallel auf   die Welle/'. Die erste Maschine   arbeitet als Gegendruckmaschine auf einen Verbraucher p, die zweite Maschine ist hier beispielsweise eine Kondensationsmaschine, e ist der Kondensator. 



   Der   Niederdruckteil   b wird in an sieh bekannter Weise durch einen Druckregler g so geregelt, dass nur jeweils die im Verbraucher p benötigte Dampfmenge hindurchströmt. Der Hochdruckteil a und die zweite Maschine werden durch die   Regler h und i   so geregelt, dass der Druck im Aufnehmer gleichgehalten wird. 



   Die Arbeitsweise der Anlage ist folgende : Der Hochdruckdampf strömt durch die Leitung k dem   Hoehdrnckzylinder   a zu. Aus dem Aufnehmer l strömt der im Verbraucher p benötigte Dampf durch die Leitung m dem Zylinder b zu und durch die Abdampfleitung n in den Verbraucher p. Der andere Teil des Dampfes gelangt durch die Leitung o zu der Maschine   c,     cl   und schliesslich in den Kondensator e. 



   Sinkt nun beispielsweise   der Dampfbedarf im Verbraucher p,   so stellt der Regler g geringere Füllung des Zylinders b ein. Gleicher Leistungsbedarf vorausgesetzt, steigt daraufhin der Druck in 1, der Zylinder   a   stellt, durch die Tourenstellvorrichtung beeinflusst, kleinere Füllung ein und die Maschine a, b hat nun die Tendenz, der   Masehille e, d vorzueilen,   solange bis durch den   Leistungsregler i die Maschine c, d durch     grössere     Füllungseinstellung entsprechend   Leistung übernommen hat. Ein etwaiges Absinken des Druckes in   wird dann durch grössere Filllungseinstellung   der Maschine a, b wieder ausgeglichen, solang bis Gleichgewichtszustand eintritt. 



   Steigt der Dampfbedarf im Verbraucher p, so stellt der Regler g grössere Füllung des Zylinders b ein, was grössere Füllung des Zylinders a und, gleichen Leistungsbedarf vorausgesetzt, in weiterer Folge 
 EMI1.1 
 Tendenz vorzueilen, was aber, da ja beide Maschinen auf die gleiche Welle arbeiten, sich in der Füllungs- änderung auswirkt, solang bis zwischen Dampfbedarf und Leistungsbedarf wieder Einklang erzielt ist. 



   Bei gleichbleibendem Bedarf im Verbraucher p und steigendem Leistungsbedarf bleibt der Zylinder b von der Regelung unberührt und die   übrige Maschinengruppe   verhält sieh so wie eine 

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 die zweite Maschine eine (ein-oder zweizylindrige) Gegendruekmaschine, so muss an Stelle des Kondensators ein Speicher oder ein weiterer Dampfverbraucher den der vergrösserten Leistung entsprechenden Mehrdampf in an sich bekannter Weise aufnehmen. 



     PATENT ANSPRÜCHE   :
1. Dampfkraftanlage mit zwei parallel auf eine Welle arbeitenden oder elektrisch gekuppelten Dampfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Maschine als eine Zweizylinder-Gegendruckmaschine ausgebildet ist, deren zweiter Zylinder auf Füllung in Abhängigkeit vom Verbraucherdruck und deren erster Zylinder auf Leistung geregelt wird, wobei der Dampf für die zweite Maschine aus dem Aufnehmer zwischen beiden Zylindern der ersten Maschine entnommen wird.

Claims (1)

  1. 2. Dampfkraftanlage nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Zylinder der ersten Maschine und die-zweite Maschine auf Gleichhaltung des Druckes im Aufnehmer geregelt werden.
    3. Dampfkraftanlage nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Maschine als Kondensationsmaschine ausgebildet ist. EMI2.2
AT116625D 1928-06-16 1928-06-16 Dampfkraftanlage. AT116625B (de)

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