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Verfahren zur Herstellung von Bremsbacken.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Bremsbacken für Kiaftwagen und andere Fahrzeuge.
Gegenwärtig bestehen die Bremsbacken aus zwei oder mehreren Segmenten, die durch Giessen aus Aluminium, Eisen, Stahl oder einem andern Metall hergestellt werden. Eine zweite Methode der Herstellung dieser Art von Stücken ist das Auftiefen oder Treiben. Da man im allgemeinen Segmente von 1- oder T-förmigem Querschnitt erhalten will, so muss man die Arbeit in zwei Stufen ausführen, d. i. zuerst zwei Stücke von rechtwinkeligem Querschnitt herstellen und diese dann durch Nieten oder elektrische Schweissung miteinander verbinden.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, das die Mängel der beiden ändern beseitigt und sowohl eine grössere Festigkeit als auch billige Herstellung zu erreichen gestattet.
Das Verfahren besteht darin, dass man von einem 1- oder T-förmigen Profil ausgeht, den Steg an den Enden auf eine seiner Höhe gleiche Länge abschneidet, den oder die Flansche auf die Schnittstelle des Steges niederbiegt und schliesslich das Profilstück biegt.
Die Erfindung betrifft weiter folgende Punkte : a,) die Anbringung von Platten, Rollen oder Ansätzen am Ende der Backen, an welchen die Betätigungsvorrichtungen der Bremse angreifen ; b) bei
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Enden der Backen, die dort angelötet oder angeschweisst werden und an die Stelle von FormstÜcken aus Aluminium treten.
In den zur beispielsweisen Veranschauliehung der Erfindung dienenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine Draufsicht zweier Segmente. Fig. 2 und 3 sind Schnitte nach den Linien 2-2 bzw. 3-3 der Fig. 1.
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Fig. 11 und 12 sind ähnliche Ansichten einer Abänderung. Fig. 13 und 14 zeigen eine Abänderung, bei welcher die Platten durch Rollen ersetzt sind. Fig. 15 veranschaulicht schematisch die Einhängung von Federn in die Segmente. Fig. 16 und 17 veranschaulichen schematisch zwei weitere Herstellungsarten der Backen.
Die Segmente 1 und 2, von denen beispielsweise zwei angenommen sind, bestehen zunächst aus einem T-Eisen oder anders Metall von gleichem Querschnitt, wobei die Abmessungen die marktgängigen sind (Fig. 4). An einem der Enden 3 des T-Eisens wird der Steg 4 auf eine seiner Höhe gleichkommende
Länge abgeschnitten (Fig. 5), sodann wird in der Hitze das freigelegte Ende des Flansches 5 auf die Schnitt- stelle des Steges niedergebogen (Fig. 6) und bei 6 und 7 (Fig. 1 und 2) mit dem Steg am besten elektriseh verschweisst.
Sodann wird nach irgendeinem bekannten Verfahren, beispielsweise mit Hilfe einer Lehie oder eines aus Scheiben von gewünschtem Durchmesser bestehenden Trägers, um deren Achse sieh eine in einer Haube befestigte Biegerolle bewegt, das weissglühend gemachte T-Eisen zu einem Segment vom gewünschten Halbmesser gebogen und am andern Ende 8 des T-Eisens wird der Steg abgeschnitten und der Flansch darauf niedergebogen und festgeschweisst, wie beim erstgenannten Ende 3.
Das so erhaltene Stück ist ein bei 9 aufgeschnittener Ring (Fig. 8) mit zwei einander gegenüberstehenden ebenen Enden 5, an welche in irgendeiner geeigneten Weise, beispielsweise durch Schweissen. die Platten 15a befestigt sind, auf welche das zur Betätigung der Bremse dienende Organ wirkt, das übrigens auch unmittelbar auf die ebenen Enden 5 wirken könnte. Damit man dieses Stück als Bremsbacke verwenden könne, d. i. den Drehzapfen, Anschlag usw. tragen könne, muss man an einer geeigneten Stelle ein Gussstück-M aus Aluminium oder ein auf das T-Eisen selbst aufgegossenes Metallstück (Fig. 1, 2,3) aufbringen, das am gespaltenen Ring in vorher gebohrten Löchern 11 verankert ist.
Man braucht dann in dem Gussstück die für gewisse Verwendungsweisen der Bremse erwünschten Löcher 15 sowie das Loch 16 zu bohren, das zur Aufnahme des Drehzapfens dient, und schliesslich das Stück, wie bei 12 gezeigt, entzweizuschneiden. Man erhält so die beiden Segmente oder Bremsbacken 1 und 2, die in Fig. 1, 2 und 3 dargestellt sind.
Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 9 und 10 wird das Profileisen der ganzen Höhe nach abgeschnitten, d. i. sowohl der Steg als auch der Flansch, und es werden Platten Sb an die Enden des Profileisens bei 5a angeschweisst. Diese Platten können unmittelbar als Angriffsflächen für den Betätigungsdaumen dienen (Fig. 9 und 10) oder es können an ihnen weitere Platten 15a in irgendeiner geeigneten Weise, z. B. durch Schrauben 3a befestigt werden (Fig. 11 und 12). Im ersteren Falle (Fig. 9
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und 10), welcher besonders billige Bremsen darstellt, können die Platten 5b zementiert und bei der Temperatur gehärtet werden, auf welche sie beim Anschweissen oder Anlöten an den Steg gebracht werden.
Die Enden der Backen können statt der Platten auch Rollen 16 (Fig. 12 und 14) tragen, die am Steg durch Kappen 17 befestigt werden, welche man am Steg durch Nieten, Löten oder elektrisches oder anderes Schweissen befestigen kann.
Es ist mit Bezug auf Fig. 1 bis 3 bemerkt worden, dass es vorteilhaft sei, an der Gelenkstelle der
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mit zwei Backen durch ein oder mehrere freiliegende Rohre ersetzt weiden, die man in den Stegen der
Segmente 1, 2 durch Löten, elektrisches oder anderes Schweissen befestigen kann.
In Fig. 9 und 10 ist eine Art der gelenkigen Verbindung der Segmente oder Backen dargestellt, bei welcher je ein halbes Rohr 18 an dem Steg jedes der Segmente 1 und 2 angelötet oder angeschweisst ist. Die gelenkige Verbindung könnte auch in der in Fig. 11 und 12 dargestellten Weise dadurch erzielt werden, dass man an jedes Ende ein Rohrstück-Ma anlötet oder anschweisst.
Die Segmente oder Backen der Bremse könnten auch aus zwei Winkeleisen aufgebaut werden, die vor oder nach dem Krümmen durch Nieten, Punktschweissung oder in anderer Weise miteinander ver- bunden werden, wodurch gleichfalls ein T-Profil entsteht, wie Fig. 16 zeigt, oder die Backen können von einem U-Eisen gebildet werden,. das gleichfalls gekrümmt wird (Fig. 17).
Die Erfindung betrifft weiters eine besondere in Fig. 15 dargestellte Ausführungsform. Die Segmente 1, 2 sind mit Löchern 19 versehen, die gegenüber den Schlitzen 20 etwas versetzt sind, was die Federenden ähnlich wie bei einem Bajonettverschluss einzuhängen und auszuheben gestattet.
Die vorstehend beschriebenen Verfahren sind nicht nur bei der Erzeugung ganzer oder halber
Segmente anwendbar, sondern auch bei der Erzeugung von Teilen von Segmenten, beispielsweise von Dritteln oder Vierteln von Segmenten.
Die gelenkige Verbindung der Segmente könnte in beliebiger Weise erfolgen, insbesondere könnte man an der Gelenkwelle beliebige Formstücke aus schmiedbarem Guss, gepresstem Stahl, Aluminium usw. mit Hilfe des Steges oder Flansches des Profileisens befestigen.
Die Einzelheiten können mannigfach abgeändert werden, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Backen oder Segmenten für die Bremsen von Kraftwagen und andern Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente aus Metall von marktgängigem T-, 1-, U-usw. Profil oder aus solchen Profilstücken, die durch die Verbindung von winkelförmigen Profileisen zusammengestellt werden, gebildet werden, indem der oder die Stege an den Enden abgeschnitten und die Flansche auf die Schnittstellen der Stege niedergebogen werden, hierauf das Profilstück zu einem Kreisbogen vom gewünschten Halbmesser gebogen und dieser Ring schliesslich in zwei Segmente zerschnitten wird.