<Desc/Clms Page number 1>
Selellzelle.
EMI1.1
den einen bzw. andern Zuleitungsdraht leitend angeschlossen sind. Auf die geeignet abgeschliffene End- fläche eines aus hochkant gestellten Blättchen bestehenden blockes wird ein geschmolzenes Selen in dünner Schicht aufgetragen und sodann durch thermische Behandlung in bekannter Weise sensibilisiert.
Es ist schon vorgeschlagen worden, die leitenden Blättchen aus einem durch geschmolzenes Selen
EMI1.2
ist. Bei genauer Untersuchung dieser Erscheinung wurde gefunden, dass die von geschmolzenem Selen benetzbaren Metalle auch eine mehr oder minder grosse Affinität zu Selen habt-n, so dass sich Selenide dieser Metalle bilden. Die elektrische Leitfähigkeit dieser Selenide ist ansehnlich grösser als die des be- lichteten Selens und ausserdem schreitet die Selenidbildung in der Selenschicht selbst fort, als ob das Metall sich im Selen fortschreitend löste.
Infolgedessen wird bei fortschreitender Selenidbildung die Lichtempfindliehkeit der Selenzelle kleiner und hört schliesslich auf. sobald eine Selenidbrücke zwischen benachbarten, an verschiedene Zuleitungsdrähte angeschlossenen leitenden Blättchen hergestellt ist.
Bei manchen von geschmolzenem Selen benetzbaren Metallen, wie Silber, schreitet die Selenid-
EMI1.3
bei andern, von geschmolzenem Selen benetzbaren Metallen, wie Gold oder Kupfer, das Fortschreiten der Selenidbildung so langsam ist. dass ihre Lebensdauer mehrere Monate oder auch Jahre betragen kann.
EMI1.4
sowohl vom geschmolzenen Selen benetzbare als auch vom geschmolzenen Selen nicht benetzbare leitende Blättchen verwendet ;
das Wesen der Erfindung besteht darin. dass die von geschmolzenem Selen nicht benetzbaren Blättchen an die Zuleitungsdrähte angeschlossen sind und die Elektroden bilden, während die vom geschmolzenen Selen benetzbaren Blättehen, neben oder zwischen den vom geschmolzenen Selen nicht benetzbaren Blättchen angeordnet sind und ausser unmittelbarer leitender Verbindung mit den Zuleitungsdrähten steben.
Die von geschmolzenem Selen benetzbaren Blättchen bewirken, dass das auf den Block aufgetragene geschmolzene Selen durch Kapillarwirkung eingesaugt und dadurch die Dicke der Selenschicht in einem die gewünschte hohe Lichtempfindlichkeit sichernden Grad verringert wird, während die von geschmolzenem Spien nicht benetzbaren Blättchen das Fortschreiten der Selenide in hohem Masse verzögern und dadurch die Lebensdauer der Zelle vergrössern.
In der Zeichnung zeigen Fig. 1, 2 und 3 schematische vergrösserte Draufsichten beispielsweiser AusführungenderErfindung.
In allen Figuren bezeichnen 1 und 2 die Zuleitungsdrähte, die vollgezogenen Linien 3, 4 die an die Zuleitungsdrähte 1 bzw. 2 unmittelbar angeschlossenen, von geschmolzenem Selen nicht benetzbaren, als Elektroden dienenden leitenden Blättchen, 5 sind die in strichpunktierten Linien angedeuteten,
<Desc/Clms Page number 2>
von geschmolzenem Selen benetzbaren leitenden Blättchen, die punktierten Linien 6 stellen die isolierenden Glimmerblättehen dar und die Linien 7 deuten den Umriss der Selenschichte der Zelle an.
In Fig. 1 ist nur je ein von geschmolzenem Selen nicht benetzbares leitendes, als Elektrode die-
EMI2.1
isoliert. Ausserhalb des Blättchenpaares 3, 4 sind von geschmolzenem Selen benetzbare Blättehen 5 angeordnet, die voneinander und von den Blättchen. 3, 4 durch Glimmerblättehen 6 isoliert sind und dazu dienen, die Dicke der Selenschicht 7 durch Kapillarwirkung zu verringern, ihre Sensibilisierung zu erleichtem und ihre Empfindlichkeit zu erhöhen.
In Fig. 2 sind mehrere von geschmolzenem Selen nicht benetzbare Blättchen. 3 in Parallelschaltung an den Zuleitungsdraht angeschlossen ; ebenso sind mehrere von geschmolzenem Selen nicht benetzbare Blättchen 4 an den Zuleitungsdraht 2 angeschlossen und jedes Blättchen 4 liegt zwischen zwei Blättchen 8. Zwischen jedem Blättchen 3 und dem benachbarten Blättchen 4 liegt ein von diesen beiden durch Glimmer-
EMI2.2
der Selenschichte an.
In Fig. 3 sind statt einzelner, von geschmolzenem Selen nicht benetzbarer Blättchen, 3 und 4 Paare aus solchen parallelen Blättchen vorgesehen. Die sämtlichen Blättchenpaare 8 liegen in Parallelschaltung am Zuleitungsdraht, die Blättchenpaare 4 liegen in Parallelschaltung am Zuleitungsdraht 2.
Zwischen den beiden Blättchen jedes Paares. 3 oder 4 liegt ein von geschmolzenem Selen benetzbares leitendes Blättchen J ; das von den Blättchen dieses Paares nicht isoliert ist, aber ausser unmittelbarer Verbindung mit den Zuleitungsdrähten, 1, 2 steht. Benachbarte Blättchenpaare'3, 4 sind durch zwischengelegte Glimmerblättehen 6 voneinander isoliert. 7 deutet den Umriss der Selenschicht an.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Selenzelle des Kondensatortypus unter Verwendung von hochkant gestellten und durch Glimmerlamellen voneinander isolierten leitenden Blättchen, aus zweierlei Metallen, von denen das eine von geschmolzenem Selen benetzbar ist, während das andere von geschmolzenem Selen nicht benetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die von geschmolzenem Selen nicht benetzbaren Blättchen an die Zuleitungen angeschlossen sind und die Elektroden bilden, während die von geschmolzenem Selen benetzbaren Blättchen neben den durch geschmolzenes Selen nicht benetzbaren Blättchen angeordnet sind und ausser unmittelbarer Verbindung mit den Zuleitungsdrähten stehen.
EMI2.3