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Verfahren zur ssildzel'Iegnng bezw. -zusammensetzung.
Um bei drahtloser Bildübertragung das Auftreten dunkler Streifen in dem übertragenen Bilde, die durch Auslösehungen der Empfangsintensität während der Übertragung mehrerer nebeneinanderliegender Zeilen entstehen, zu vermeiden, wird gemäss einem Verfahren für Bildzerlegung bzw. -zusammensetzung so vorgegangen, dass mehrere Bildzeilen, die zeitlich unmittelbar nacheinander abgetastet bzw. geschrieben werden, räumlich nicht unmittelbar nebeneinander liegen.
Die vorliegende Erfindung beschreibt einige Ausführungsformen dieses Verfahrens und Einricr- tungen zur Durchführung desselben, deren gemeinsame Grundlage darin besteht, dass der Bildträger, d. h. die Sendevorlage bzw. das Empfangspapier oder Film, in Abschnitte eingeteilt wird, die dem Abstand zweier zeitlich unmittelbar nacheinander zu überragender Zeilen entsprechen, und Zeilen aus diesen verschiedenen Abschnitten in die Bahnen von abwechselnd arbeitenden Abtast-und Schreiborganen bzw. gleichzeitig in die Bahn eines einzigen derartigen Organs gebracht werden.
Auf der Zeichnung zeigen die Fig. 1 und 2, u. zw. 1 für das Trommelsystem und 2 für fortlaufenden Bildstreifen, eine Ausführungsform mit mehreren Abtast-bzw. Schreiborganen, Fig. 3 und 4 zwei Aus- führungsformen mit nur einem Abtast-und Sehreiborgan.
Für die photoelektrische Bildabtastung auf der Senderseite bzw. für die photogiaphische Bildschrift auf der Empf ngerseite kann man hienach mehrere einander abwechselnde Lichtpunkt in örtlich verschiedener Lage vorsehen. Eine Abänderung, die im Rahmen der Erfindung verbleibt, bestände darin, bei nicht photographisch bewirktem Bildempfang die Lichtpunkte durch andere registrierende Mittel, z. B. elektrochemische Schreibkontakte, sinngemäss zu ersetzen.
Im folgenden beschränken wir uns auf die beiderseits mit Licht arbeitenden Vorrichtungen, bei denen also die Bewegung und der Wechsel der Lichtpunkt relativ zur Empfangsbildfläche unter Zuhilfenahme synchronisierender Organe genau in der gleichen Weise erfolgt wie bei der senderseitigen Abtastung. Die Fig. 1 erläutert die Anwendung der Erfindung für einen Trommelschreiber bekannter Art, während in Fig. 2 eine Anordnung zugrunde gelegt ist, welche geeignet ist, die auf einem fortlaufenden Telegraphierstreifen oder-band befindliehen Zeichen in Faksimile zu übertragen, u. zw. in der Weise, dass die Lichtpunkt den Streifen quer zu seiner Fortbewegungsrichtung in Zeilen überstreichen.
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geführt werden soll.
Sinngemäss gilt das Folgende natürlich ebenso auf der Empfängerseite, denn der Unterschied, dass dort in ihrer Helligkeit gesteuerte Liehtpunkte die Film-oder Registrierpapierfläche bestreichen, während senderseitig Liehtpunkte von konstanter Helligkeit auf die Vorlage auftreffen, ist in diesem Zusammenhange unwesentlich. Die Bildtrommel ist um eine Achse 3 drehbar und gleich-
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bei jeder Umdrehung um einen geringen Betrag axial verschiebbar.
Die Trommelfläche wird gemäss der Erfindung durch drei zweckmässig in gleichem Abstande voneinander befindliche Lichtpunkte 14, 15, 16 in stetem Wechsel nach der Reflexionsmethode mit Hilfe der ringförmig oder ähnlich gestalteten Photozelle 6 abgetastet, durch deren innere Öffnung die auftreffenden Strahlen hindurchgehen. Dazu dienen drei Lichtquellen 8, 9, 10 bzw. drei verschiedene Teile einer und derselben Lichtquelle, z. B. der
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Glühspirale einer Nitralampe, wovon kleine Ausschnitte durch Löcher in der Blende 11 durehgelassen und durch das Objektiv 7 auf die Trommelfläehe in Form der Lichtpunkte 14, 15, 16 abgebildet werden.
Um eine Trägerfrequenz für die Bildzeichen einzuführen, kann eine das Licht schnell unterbrechende Loch- oder Schlitzscheibe 12 in bekannter Weise in den St. ahlengang eingeschaltet werden. Dafür, dass nun bei jeder Umdrehung nur einer von den drei Lichtpunkten 14, 15, 16 wirksam ist, sorgt eine gleich-
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Stern, als Schlitzscheibe oder Schlitztrommel, ausgebildet sein und erforderlichenfalls auch ruckartig durch ein Malthesergetriebe bewegt werden kann. Eine gleiche Weehselblende muss natürlich auf der Empfangsseite vorgesehen sein und doit im gleichen Rhythmus und in gleicher Phase die Lichtpunkte umzuschalten gestatten wie auf der Senderseite.
Das zu sendende Bild beliebiger Art möge nun den Teil 2'der Trommelfläehe einnehmen. Der Lichtpunkt M berührt in der gezeichneten Lage eben den Rand des Bildfeldes, während die Lichtpunkt 15
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natürlich in weiten Grenzen, je nach den Erfordernissen des Empfanges, d. h. nach der Periodendauer der Schwunderscheinungen (fadings), gewählt werden ; im vorliegenden Fall möge er die Breite von zehn Abtastzeilen betragen. Vom Beginn der Übertragung ab wird dann der Lichtpunkt 16 der Reihe nach die erste, die vierte, die siebente, die zehnte Bildzeile usw. schreiben, während die Lichtpunkt M und 1. 5 zunächst an der Übertragung noch nicht mitwirken.
Es bleibt also, da durch die Tätigkeit der Wechselblende 13 der Lichtpunkt 16 nur bei jeder dritten Zeile eingeschaltet ist, zunächst ein Zwisehenraum
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schiebung der Bildtrommel in Richtung des Pfeiles 5 der Bildrand in die Zone des Lichtpunktes 1. gelangt, so beginnt dieser nunmehr die Zeilen 2, 5, 8, 11 usw. abzutasten. Nach einer weiteren gleichen Zeit- spanne fängt auch der Lichtpunkt 14 an, sich an der Übertragung zu beteiligen, u. zw. fallen ihm die
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punkte zu erreichen.
Man sieht, dass bei diesem Schema keine einzige Bildzeile doppelt abgetastet bzw. auf der Empfangsseite beschrieben wird, dass aber niemals die beiden Nachbarzeilen einer beliebigen Zeile unmittelbar vor oder nach ihr selber abgetastet bzw. beschrieben werden, dass vielmehr längere Zeitzwischenräume dazwischen liegen. Die Gesamtdauer der Übertragung der ganzen Bildfläche 8'
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um die Breite der Zone 2 entspricht.
Was vorstehend mit Bezug auf drei Abtastlichtpunkte ausgeführt ist, gilt natürlich auch für jede andere Anzahl derselben, die den Verhältnissen entsprechend gewählt werden kann. Im allgemeinen wird man mit zwei, höchstens drei Lichtpunkten auskommen. Fig. 2 erläutert den gleichen Vorgang für den erwähnten kontinuierlich arbeitenden Faksimiletelegraphenschreiber, u. zw. hier der Einfachheit halber für die Empfangsseite. Der dem Sendestreifen entsprechende photographische Film oder Papierstreifen 18 ist über die Rollen 19 geführt und wird durch einen sender-und empfängerseits synchronen Antrieb in der Richtung der Pfeile, 20 durch die Lichtabtast- bzw. Schreibzone hindurchgefiihrt. Die
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erfolgt also parallel zu den Achsen der Führungsrollen 7. 9.
Die besondere Vorrichtung zur synchronen und konphasen Ausführung dieser Bewegung sender- und empfängerseits interessiert hier nicht. Die Fiihrung des Telegraphenstreifens ist so eingerichtet, dass das untere Rollenpaar 7. 9 um sehr geringe fein einstellbare Beträge verschoben und dadurch bei genügender Spannung des Streifens die Justierung der von den Lichtpunkten 14, 1. 5, 16 bestrichenen Zeilen im Sinne der Erfindung erfolgen kann, d. h.
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markierungen besser zu unterscheiden. Durch die passende Wahl der zwischen zwei Lichtpunkten liegenden Streifenlänge wird für einen ausreichenden zeitlichen Abstand der Abstastung bzw. Beschriftung von aneinandergrenzenden Querzeilen gesorgt.
Während bei Trommelapparaten gemäss Fig. l eine Mehrzahl von einander abwechselnden Abtastbzw. Sehreibpunkten vorgesehen und damit eine gewisse, Komplikation der Bauweise des Apparates in Kauf genommen werden muss, kann man bei Übertragung band-oder streifenförmiger Telegramme puch mit einem einzigen Abtast- oder Schreibpunkt auskommen. Dies geschieht dadurch, dass die Ab- schnitte des streifen-oder bandförmigen Bild-oder Telegrammtlägers so nebeneinander angeordnet werden, dass der quer oder schräg zur Laufrichtung des Trägers bewegte Lichtpunkt oder dessen Äquivalent zeitlich nacheinander die verschiedenen Abschnitte überstreicht. Die Bewegung von Abtastund Schreibpunkt erfolgt synchron und konphas.
Denkt man die Zeilen, die von diesen Punkten auf den Träger gezogen werden, laufend numeriert, so werden im ersten Abschnitt die Zeilen 1, 4,7... übertragen, im zweiten die Nummern 2,5,8..., imdritten die Nummern 3,6,9..., alsojede Zeile nur einmal.
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Die übertragenen Zeilen können einander teilweise überlappen, um eine noch bessere "Deckung'" bei Fadings zu ergeben und eine bessere Auslese des Zeichenbildes bei Störungen zu erhalten.
Zur Sicherung des oder der einmal eingestellten Sprungintervalle gegen Verschiebungen, Vererrungen oder Dehnungen des Bildträgers (Film, Telegrammstreifen usw.) versieht man diesen letzteren zweckmässig mit einer führenden Perforation. Die Perforation von Telegraphierstreifen ist an sieh bei Telegraphiereinrichtungen mit automatischer Sendung bekannt. Während sie bei der bisher bekannten Benutzung lediglich dazu bestimmt ist, bei der Vorwärtsbewegung des Telegrammstreifens die Lage der Abtastlochungen für die Sendekontakte zu sichern, dient sie im Falle der vorliegenden Erfindung dazu, bei der ein-oder mehrmaligen Wiederkehr eines bereits abgetasteten Abschnittes in die zweite, dritte usw.
Abtastzone, mit Sicherheit das Ergebnis herbeizuführen, dass die abgetasteten Sprungzellen
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sowohl für den Sendestreifen als auch für den photographisch empfindlichen Empfangstreifen, gleichgültig, ob dieser aus Photopapier oder Filmmaterial besteht, angewendet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Bildzerlegung bzw.-Zusammensetzung, bei welchem mehrere Bildzeilen, die zeitlieh unmittelbar nacheinander zerlegt bzw. zusammengesetzt werden, räumlich nicht unmittelbar nebeneinander liegen, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildträger (Senderbild, Empfangsfilm, Telegramstreifen) entsprechend der räumlichen Trennung der unmittelbar nacheinander zu übertragenden Zeilen in Abschnitte geteilt wird und Zeilen aus verschiedenen Abschnitten in die Bahnen von abwechselnd arbeitenden Abtast-und Schreiborga. nen bezw. gleichzeitig durch die Führung des Bildträgers in die Bahn eines einzigen derartigen Organs gebracht werden.