AT115802B - Verfahren zur Bildzerlegung bezw. -zusammensetzung. - Google Patents

Verfahren zur Bildzerlegung bezw. -zusammensetzung.

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AT115802B
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Inventor
Fritz Dr Schroeter
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Telefunken Gmbh
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   ssildzel'Iegnng bezw. -zusammensetzung.   



   Um bei drahtloser Bildübertragung das Auftreten dunkler Streifen in dem übertragenen Bilde, die durch   Auslösehungen   der   Empfangsintensität   während der Übertragung mehrerer nebeneinanderliegender Zeilen entstehen, zu vermeiden, wird gemäss einem Verfahren für Bildzerlegung bzw. -zusammensetzung so vorgegangen, dass mehrere Bildzeilen, die zeitlich unmittelbar nacheinander abgetastet bzw. geschrieben werden,   räumlich   nicht unmittelbar nebeneinander liegen. 



   Die vorliegende   Erfindung   beschreibt einige Ausführungsformen dieses Verfahrens und   Einricr-   tungen zur Durchführung desselben, deren gemeinsame Grundlage darin besteht, dass der Bildträger, d. h. die Sendevorlage bzw. das Empfangspapier oder Film, in Abschnitte eingeteilt wird, die dem Abstand zweier zeitlich unmittelbar nacheinander zu überragender Zeilen entsprechen, und Zeilen aus diesen verschiedenen Abschnitten in die Bahnen von abwechselnd arbeitenden Abtast-und Schreiborganen bzw. gleichzeitig in die Bahn eines einzigen derartigen Organs gebracht werden. 



   Auf der Zeichnung zeigen die Fig. 1 und 2, u. zw. 1 für das Trommelsystem und 2 für fortlaufenden Bildstreifen, eine Ausführungsform mit mehreren   Abtast-bzw. Schreiborganen,   Fig. 3 und 4 zwei Aus-   führungsformen   mit nur einem Abtast-und Sehreiborgan. 



   Für die photoelektrische Bildabtastung auf der Senderseite bzw. für die photogiaphische Bildschrift auf der   Empf ngerseite   kann man hienach mehrere einander abwechselnde Lichtpunkt in   örtlich   verschiedener Lage vorsehen. Eine   Abänderung, die im   Rahmen der Erfindung verbleibt, bestände darin, bei nicht photographisch bewirktem   Bildempfang die Lichtpunkte durch   andere registrierende Mittel, z. B. elektrochemische Schreibkontakte,   sinngemäss zu   ersetzen.

   Im   folgenden beschränken   wir uns auf die beiderseits mit Licht arbeitenden   Vorrichtungen,   bei denen also die Bewegung und der Wechsel   der Lichtpunkt relativ zur Empfangsbildfläche unter Zuhilfenahme synchronisierender Organe genau in der gleichen Weise erfolgt wie bei der senderseitigen Abtastung. Die Fig. 1 erläutert die Anwendung   der Erfindung für einen Trommelschreiber bekannter Art, während in Fig. 2 eine Anordnung zugrunde gelegt ist, welche geeignet ist, die auf einem fortlaufenden Telegraphierstreifen oder-band befindliehen Zeichen in Faksimile zu übertragen, u. zw. in der Weise, dass die Lichtpunkt den Streifen quer zu seiner Fortbewegungsrichtung in Zeilen   überstreichen.   
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 geführt werden soll.

   Sinngemäss gilt das Folgende natürlich ebenso auf der Empfängerseite, denn der Unterschied, dass dort in ihrer Helligkeit gesteuerte Liehtpunkte die   Film-oder Registrierpapierfläche   bestreichen, während senderseitig Liehtpunkte von konstanter Helligkeit auf die Vorlage auftreffen, ist in diesem Zusammenhange unwesentlich. Die   Bildtrommel   ist um eine Achse 3 drehbar und gleich- 
 EMI1.2 
 bei jeder Umdrehung um einen geringen Betrag axial verschiebbar.

   Die   Trommelfläche   wird gemäss der Erfindung durch drei zweckmässig in gleichem Abstande voneinander befindliche Lichtpunkte 14,   15,   16 in stetem Wechsel nach der Reflexionsmethode mit Hilfe der ringförmig oder   ähnlich   gestalteten Photozelle 6 abgetastet, durch deren innere Öffnung die auftreffenden Strahlen hindurchgehen. Dazu dienen drei Lichtquellen 8, 9, 10 bzw. drei verschiedene Teile einer und derselben Lichtquelle, z. B. der 

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 Glühspirale einer Nitralampe, wovon kleine Ausschnitte durch Löcher in der Blende 11 durehgelassen und durch das Objektiv 7 auf die   Trommelfläehe   in Form der   Lichtpunkte 14, 15, 16   abgebildet werden.

   Um eine Trägerfrequenz für die Bildzeichen einzuführen, kann eine das Licht schnell unterbrechende   Loch- oder Schlitzscheibe 12   in bekannter Weise in den St. ahlengang eingeschaltet werden. Dafür, dass nun bei jeder Umdrehung nur einer von den drei Lichtpunkten 14, 15, 16 wirksam ist, sorgt eine gleich- 
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 Stern, als Schlitzscheibe oder Schlitztrommel, ausgebildet sein und erforderlichenfalls auch ruckartig durch ein Malthesergetriebe bewegt werden kann. Eine gleiche Weehselblende muss natürlich auf der Empfangsseite vorgesehen sein und doit im gleichen Rhythmus und in gleicher Phase die Lichtpunkte umzuschalten gestatten wie auf der Senderseite. 



   Das zu sendende Bild beliebiger Art möge nun den Teil 2'der   Trommelfläehe   einnehmen. Der Lichtpunkt M berührt in der gezeichneten Lage eben den Rand des Bildfeldes, während die Lichtpunkt   15   
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 natürlich in weiten Grenzen, je nach den Erfordernissen des   Empfanges,     d.   h. nach der Periodendauer der   Schwunderscheinungen (fadings), gewählt   werden ; im vorliegenden Fall möge er die Breite von zehn   Abtastzeilen   betragen. Vom Beginn der Übertragung ab wird dann der   Lichtpunkt 16   der Reihe nach die erste, die vierte, die siebente, die zehnte Bildzeile usw. schreiben, während die Lichtpunkt M und   1. 5   zunächst an der Übertragung noch nicht mitwirken.

   Es bleibt also, da durch die Tätigkeit der Wechselblende 13 der Lichtpunkt 16 nur bei jeder dritten Zeile eingeschaltet ist, zunächst ein   Zwisehenraum   
 EMI2.3 
 schiebung der Bildtrommel in Richtung des Pfeiles 5 der Bildrand in die Zone des Lichtpunktes   1.   gelangt, so beginnt dieser nunmehr die Zeilen 2,   5,     8,   11 usw. abzutasten. Nach einer weiteren gleichen Zeit-   spanne fängt auch   der Lichtpunkt 14 an, sich an der   Übertragung   zu beteiligen, u. zw. fallen ihm die 
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 punkte zu erreichen.

   Man sieht, dass bei diesem Schema keine einzige Bildzeile doppelt abgetastet bzw. auf der Empfangsseite beschrieben wird, dass aber niemals die beiden Nachbarzeilen einer beliebigen Zeile unmittelbar vor oder nach ihr selber abgetastet bzw. beschrieben werden, dass vielmehr längere   Zeitzwischenräume dazwischen liegen.   Die Gesamtdauer der   Übertragung der ganzen Bildfläche 8'   
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 um die Breite der Zone 2 entspricht. 



   Was vorstehend mit Bezug auf drei   Abtastlichtpunkte ausgeführt   ist, gilt natürlich auch für jede andere Anzahl derselben, die den Verhältnissen entsprechend gewählt werden kann. Im allgemeinen wird man mit zwei, höchstens drei Lichtpunkten auskommen. Fig. 2 erläutert den gleichen Vorgang für den erwähnten kontinuierlich arbeitenden Faksimiletelegraphenschreiber, u. zw. hier der Einfachheit halber für die Empfangsseite. Der dem Sendestreifen entsprechende photographische Film oder Papierstreifen 18 ist über die Rollen 19 geführt und wird durch einen   sender-und empfängerseits synchronen   Antrieb in der Richtung der Pfeile,   20   durch die   Lichtabtast- bzw. Schreibzone hindurchgefiihrt.   Die 
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 erfolgt also parallel zu den Achsen der Führungsrollen   7. 9.

   Die besondere Vorrichtung zur synchronen   und konphasen Ausführung dieser Bewegung sender- und empfängerseits interessiert hier nicht. Die   Fiihrung des Telegraphenstreifens ist   so eingerichtet, dass das untere   Rollenpaar 7. 9 um sehr geringe   fein einstellbare Beträge verschoben und dadurch bei genügender Spannung des Streifens die Justierung der von den Lichtpunkten   14,   1. 5, 16 bestrichenen Zeilen im Sinne der Erfindung erfolgen kann, d. h. 
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   markierungen   besser zu unterscheiden. Durch die passende Wahl der zwischen zwei Lichtpunkten liegenden Streifenlänge wird für einen ausreichenden zeitlichen Abstand der   Abstastung   bzw. Beschriftung von aneinandergrenzenden Querzeilen gesorgt. 



   Während bei Trommelapparaten   gemäss Fig. l   eine Mehrzahl von einander abwechselnden Abtastbzw. Sehreibpunkten vorgesehen und damit eine gewisse, Komplikation der Bauweise des Apparates in Kauf genommen werden muss, kann man bei   Übertragung band-oder streifenförmiger Telegramme   puch mit einem einzigen Abtast- oder Schreibpunkt auskommen. Dies geschieht dadurch, dass die   Ab-   schnitte des   streifen-oder bandförmigen Bild-oder Telegrammtlägers   so nebeneinander angeordnet werden, dass der quer oder schräg zur Laufrichtung des Trägers bewegte Lichtpunkt oder dessen Äquivalent zeitlich nacheinander die verschiedenen Abschnitte überstreicht. Die Bewegung von Abtastund Schreibpunkt erfolgt synchron und konphas.

   Denkt man die Zeilen, die von diesen Punkten auf den Träger gezogen werden, laufend numeriert, so werden im ersten Abschnitt die Zeilen 1, 4,7... übertragen, im zweiten die Nummern 2,5,8..., imdritten die Nummern 3,6,9..., alsojede Zeile nur einmal. 

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Die übertragenen Zeilen   können   einander teilweise überlappen, um eine noch   bessere "Deckung'"   bei Fadings zu ergeben und eine bessere Auslese des Zeichenbildes bei Störungen zu erhalten. 



   Zur Sicherung des oder der einmal eingestellten   Sprungintervalle   gegen Verschiebungen, Vererrungen oder Dehnungen des Bildträgers (Film, Telegrammstreifen   usw.)   versieht man diesen letzteren zweckmässig mit einer führenden Perforation. Die Perforation von Telegraphierstreifen ist an sieh bei   Telegraphiereinrichtungen mit automatischer Sendung bekannt.   Während sie bei der bisher bekannten Benutzung lediglich dazu bestimmt ist, bei der Vorwärtsbewegung des Telegrammstreifens die Lage der   Abtastlochungen   für die Sendekontakte zu sichern, dient sie im Falle der vorliegenden   Erfindung   dazu, bei der ein-oder mehrmaligen Wiederkehr eines bereits abgetasteten Abschnittes in die zweite, dritte usw.

   Abtastzone, mit Sicherheit das Ergebnis herbeizuführen, dass die abgetasteten Sprungzellen 
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 sowohl für den Sendestreifen als auch für den photographisch empfindlichen Empfangstreifen, gleichgültig, ob dieser aus Photopapier oder Filmmaterial besteht, angewendet. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zur   Bildzerlegung bzw.-Zusammensetzung,   bei welchem mehrere   Bildzeilen,   die zeitlieh unmittelbar nacheinander zerlegt bzw. zusammengesetzt werden, räumlich nicht unmittelbar nebeneinander liegen, dadurch gekennzeichnet, dass der   Bildträger   (Senderbild, Empfangsfilm, Telegramstreifen) entsprechend der räumlichen Trennung der unmittelbar nacheinander zu übertragenden Zeilen in Abschnitte geteilt wird und Zeilen aus verschiedenen Abschnitten in die Bahnen von abwechselnd   arbeitenden Abtast-und Schreiborga. nen   bezw. gleichzeitig durch die Führung des Bildträgers in die Bahn eines einzigen derartigen Organs gebracht werden.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere zweckmässig gleichabständig eingestellte Abtast- bzw. Schreiblichtpunkte, die abwechselnd durch Blenden oder äquivalente Mittel freigegeben werden und Zeilen verschiedener Ordnungszahl bestreichen, derart, dass benachbarte Zeilen mit grösseren Zeitabständen abgetastet bzw. geschrieben werden.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Empfängerseite die Lichtpunkte durch umschaltbare elektrochemische Schreibkontakte sinngemäss ersetzt sind.
    4. Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine solche Einstellung des Vorschubes der Bildtrommel bzw. des Faksimiletelegrammstreifens, dass die Zeilen einander teilweise überlappen.
    5. Einrichtung zU Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein einziger Abtast-und Schreibpunkt vorgesehen ist, der die nebeneinander geführten Abschnitte eines band-oder streifenförmigen Bildträgers zeilenweise nacheinander bestreicht.
    6. Einrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Mittel solcher Art, dass die Führung des Abtast-oder Schreibpunktes über den Bildstreifen merklich schräg zur Laufrichtung des Bild-oder Telegrammträgers erfolgt. EMI4.2 des Abtastpunktes zwischen den verschiedenen Abtastbeieichen entstehende niederfrequente Ton zur Synchronisierung oder zur Beeinflussung der Gleichlaufregelung benutzt wird.
    8. Einrichtung nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstände der Tastbzw. Schreibzonen in den verschiedenen Abschnitten veränderlich einstellbar gemacht sind, zum Zwecke der Anpassung der Schreibzonen an die Sehwankungsperioden der Signalintensität bzw. der Erzeugung einer Geheimschrift.
    9. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der band- oder streifenförmige Telegrammträger auf der Sende-bzw. auf der Empfangsseite mit Lochungen versehen ist, welche zur übereinstimmenden Führung und zur Sicherung der richtigen Zeilenlage der einzelnen Bildstreifenabschnitte in den einzelnen Abtastzonen dienen.
AT115802D 1928-02-06 1928-12-12 Verfahren zur Bildzerlegung bezw. -zusammensetzung. AT115802B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DET34640D DE514897C (de) 1927-05-21 1928-02-06 Einrichtung zur Bildzerlegung bzw. -zusammensetzung
DET34840D DE539408C (de) 1927-05-21 1928-03-14 Einrichtung zur Bildzerlegung bzw. -zusammensetzung nach dem Sprungzeilenverfahren

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AT115802B true AT115802B (de) 1930-01-10

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