AT114313B - Brennkraftmaschine mit Drehkolben und kreisendem Widerlager. - Google Patents

Brennkraftmaschine mit Drehkolben und kreisendem Widerlager.

Info

Publication number
AT114313B
AT114313B AT114313DA AT114313B AT 114313 B AT114313 B AT 114313B AT 114313D A AT114313D A AT 114313DA AT 114313 B AT114313 B AT 114313B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rotary piston
abutment
internal combustion
combustion engine
rotary
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alphonse Demuynck
Original Assignee
Alphonse Demuynck
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alphonse Demuynck filed Critical Alphonse Demuynck
Application granted granted Critical
Publication of AT114313B publication Critical patent/AT114313B/de

Links

Landscapes

  • Sealing Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Brennkraftmaschine mit   Drehkolben und kreisendem Widerlager.   



   Die Erfindung bezweckt, eine Maschine zu schaffen, die im Vergleich zu den bisherigen   Brennkraft-     masehinen   mit Drehkolben und kreisendem Widerlager eine bessere Ausnutzung der Energie bei der Ausdehnung eines vorher verdichteten und entzündeten Gemisches gestattet, wobei die Explosion zum Teil in einer besonderen Kammer, zum Teil im eigentlichen Arbeitsraum der Maschine stattfindet. 



   Die Maschine gemäss der Erfindung gehört zu jener Gruppe, bei der Drehkolben und Widerlager zahnartig ineinandergreifen, wobei der Boden der Aussparungen des Drehkolbens von einer beweglichen Dichtungsplatte gebildet wird. Während bisher diese Dichtungsplatte eine geringe Beweglichkeit nur in radialer Richtung unter der Wirkung der Fliehkraft hatte, wird die Dichtungsplatte erfindung gemäss mit dem Drehkolben gelenkig und unter Belassung eines geringen Spieles derart verbunden, dass die Platte nicht nur unter der Wirkung der Fliehkraft in radialer Richtung, sondern auch in tangentialer Richtung eine geringe Beweglichkeit gegenüber dem Drehkolben besitzt und dadurch mit ihrer vorderen   Endfläche   gegen eine entsprechende Fläche am Drehkolben zur dichten Anlage gelangt.

   Hiedurch wird eine besonders wirksame Abdichtung des Arbeitsraumes und damit eine weitgehende Ausnutzung der durch die Ausdehnung des entzündeten Gemisches zur Verfügung stehenden Energie erzielt. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise   Ausführungsform   des Erfindungsgegenstandes dargestellt. 



  Fig. 1 ist ein Querschnitt durch ein Maschinenelement und Fig. 2 ein axialer Längsschnitt durch das Gehäuse eines Elementes. Die vollständige Maschine wird durch Nebeneinandersetzung einer ungeraden Anzahl dieser Elemente auf dieselbe Triebwelle erhalten. 



   Der Drehkolben 1 ist eine volle Scheibe, die drei bogenförmige Aussparungen, Ausdehnungkammern 2, besitzt, die sich über die ganze Breite der Scheibe, das ist in der Richtung der Drehachse, erstrecken. Diese Kammern sind voneinander durch volle   Scheidewände 3   von zahnförmiger Ausbildung getrennt. Die Form des Zahnprofils hängt nur von der Bedingung ab, dass eine dichte Berührung mit den entsprechenden Flächen der Zähne 11 des Widerlagers 4 gewährleistet ist, zwischen welchen   Flächen   keinerlei Kräfte übertragen werden sollen. Jede der   Scheidewände   ist mit zwei oder mehreren Dichtungleisten 5 an den Seiten-und Stirnflächen versehen, welche Leisten bei Anlage an die Gehäusewände infolge der Fliehkraft eine genügende Dichtung ergeben.

   Um die Abnutzung des Drehkolbens durch Reibung an der Innenwand des Gehäuses 6 zu verringern-diese Reibung kann infolge der Wärmeausdehnung eintreten, da das Gehäuse 6 durch den Wassermantel viel kräftiger gekühlt wird als der Drehkolben-, muss zwischen der Gehäuseinnenwand und dem Drehkolben im kalten Zustand der Maschine ein geringes Spiel bestehen, wobei die Abdichtung in befriedigendem Masse durch die Dichtungsleisten 5 gesichert erscheint. 



   Der zylindrische Boden der Ausdehnungskammern wird durch bewegliche segmentförmige Dichtungsplatten 8 gebildet, die dieselbe Breite wie der Drehkolben 1 besitzen. Diese Platten tragen Ansätze 9, die in entsprechende Ausnehmungen im Körper des Kolbens 1 eintreten und in diesen mit einem Spiel von Bruchteilen eines Millimeters durch Bolzen 10 festgehalten werden.

   Obwohl die Platten durch   diefliehkraftradialnach auswärts   bewegt werden, werden sie durch das Abrollen des Widerlagers 4   zurück-     gedrückt.   Da die Umfangsgeschwindigkeit des an die Platten anliegenden Teiles des Widerlagers 4 grösser 
 EMI1.1 
 Platten auch in der Drehrichtung des Widerlagers verschoben, so dass sie in tangentialer Richtung unter Druck mit ihrer vorderen Endfläche gegen die Vorderwände der die Platten aufnehmenden Nuten im 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Kolben 1 anliegen.   Der Abschluss der Arbeits- bzw. Explosionskammer wird auf diese Weise sicher gewähr-   leistet. 



   Das sich drehende Widerlager 4 ist als Scheibe ausgebildet, die im wesentlichen dieselben Ab- messungen hinsichtlich Durchmesser und Dicke aufweist wie der Drehkolben   1,   und trägt die erwähnten
Zähne 11, zwischen denen sich Ausnehmungen 12 befinden, wobei die Flanken der Widerlagerzähne unter leichter rollender Berührung mit den Flanken der Zähne   3   des Drehkolbens   1   zum Eingriff gelangen. 



   Das den Drehkolben 1, das Widerlager 4, die Explosionskammer 13 und das Steuerorgan 14 ent- haltende Gehäuse 6 ist in einem einzigen Stück gegossen und von einem äusseren Mantel   1. 5   umgeben, in dem das bei 16 zugeführte und bei 17 abströmende Kühlwasser umläuft. 



   Das Steuerorgan 14 ist als Drehschieber ausgebildet und besteht aus einem feststehenden Hohlzylinder mit einer einzigen Durchbrechung, der von einem drehbaren Zylinder mit drei Durchbrechungen umgeben ist. Letzterer dreht sich mit derselben Winkelgeschwindigkeit wie der Drehkolben 1 und das Widerlager 4. Das verdichtete Gemisch wird mittels eines Gebläses in den mittleren Hohlzylinder eingedrückt und tritt durch dessen einzige Öffnung sowie eine Öffnung des Drehschiebers in die Explosionskammer   1. 3   ein. Der sich drehende Zylinder des Drehschiebers kann gegebenenfalls auch etwas in axialer Richtung hin und her bewegt werden, um übermässig grossen Verschleiss infolge fester Ablagerungen zu verhindern.

   Das Gebläse zur Förderung des zündbaren Gemisches zum Drehschieber, das beliebige Bauart aufweisen kann, wird auf dem Wellenende angeordnet und soll je nach der Drehgesehwindigkeitentsprechend der grösseren oder geringeren Drosselung der   Eintrittsöffnung-eine veränderliche Gemisch-   menge liefern, so dass im Zylinder 14 ein genügender Druck herrscht, um während der kurzen Einlasszeit beide Explosionskammern 13, 20 bis zu einem bestimmten Verdichtungsgrad füllen zu können. Der   Drehsehieber   muss vollständig abgeschlossen haben, sobald die Kante des Drehkolbenzahnes 3 die Öffnung der Verpuffungskammer 13 teilweise freigelegt hat, in welchem Augenblick die Zündkerze 18 das Gemisch entflammt.

   Die gesamte Verbrennungskammer setzt sich also aus zwei Räumen zusammen, der eigentlichen Verpuffungskammer 13 und dem im Augenblick der Zündung zwischen dem Drehkolbenzahn      und dem Widerlager 4 bzw. dessen Zahn 11 eingeschlossenen Raume   20,   der sich in der kurzen Füllzeit mit Brenngemisch aufladen konnte. Der Inhalt dieser beiden Räume wird derart berechnet, dass die verbrannten Gase eine genügende Entspannung erreicht haben werden, bevor der folgende Zahn des Drehkolbens die   Verpuffungskammer   13 verschliesst und bevor die Entleerung durch die   Auspufföffnung-19   erfolgt. Diese Vorsichtsmassnahme ist unerlässlich zur Verhütung der Selbstentzündung der unmittelbar in die Verbrennungsräume eintretenden Frischgase durch die Abgase. 



   Die Spannkraft der Explosionsgase wird einerseits von den festen Seitenflächen des Gehäuses ohne Wirkung aufgenommen, und anderseits gehen die Resultierenden der auf die   Zylinderflächen   des Widerlagers 4 und den zylindrischen Boden der   Ausdehnungskammern   2 einwirkenden Einzeldrücke durch die Drehkörperachsen und werden von diesen aufgenommen. Nur der Druck auf die   rückwärtige   Fläche des Drehkolbenzahnes ergibt das Drehmoment, das an die Welle abgegeben wird. 



   Um ein möglichst gleichmässiges Drehmoment zu erhalten, ist es vorteilhaft, die eben beschriebenen Elemente in Mehrzahl nebeneinander auf dieselbe Welle arbeiten zu lassen, wobei jedes Drehkolbenund Widerlagerpaar vorzugsweise auch sein eigenes Gehäuse 6, 15 (Fig. 2) hat. Diese Gehäuse werden 
 EMI2.1 
 eine gute Zentrierung der verschiedenen Einheiten sichern soll, und schliesslich durch Verbindungsanker mit Schraube und Mutter zu einem festen Blocke vereinigt. 



   Die Zahl der Ausdehnungskammern bei je einem Drehkolben kann auch auf zwei herabgesetzt oder z. B. auf vier erhöht werden, je nach dem angenommenen Durchmesser und der für eine Zündung einzulassenden Gemischmenge. Das Widerlager und die Steuerorgane (z. B. Drehschieber) werden selbstverständlich einer solchen Abänderung angepasst. Ein auf dem Wellenende des Drehkolbens vorgesehenes 
 EMI2.2 
 lagers und des Drehschiebers.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Brennkraftmaschine mit Drehkolben und kreisendem Widerlager, welche Teile zahnartigineinandergreifen, wobei der Boden der Aussparungen des Drehkolbens von einer beweglichen Dichtungsplatte gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass diese Diehtungsplatte (8) mit dem Drehkolben gelenkig und unter Belassung eines geringen Spieles derart verbunden ist, dass die Platte nicht nur in üblicher Weise unter der Wirkung der Fliehkraft in radialer Richtung, sondern auch in tangentialer Richtung eine geringe Beweglichkeit gegenüber dem Drehkolben besitzt und dadurch mit ihrer vorderen Endfläche gegen eine entsprechende Fläche am Drehkolben zur dichten Anlage gelangt.
AT114313D 1926-06-05 1927-06-04 Brennkraftmaschine mit Drehkolben und kreisendem Widerlager. AT114313B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE114313X 1926-06-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT114313B true AT114313B (de) 1929-09-25

Family

ID=3863285

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT114313D AT114313B (de) 1926-06-05 1927-06-04 Brennkraftmaschine mit Drehkolben und kreisendem Widerlager.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT114313B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10340061A1 (de) * 2003-08-28 2005-03-31 Hinz, Rüdiger Vorrichtung, insbesondere Drehkolbenmaschine, mit Drehkolben, Verbrennungskraftmaschine und Pumpe

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE10340061A1 (de) * 2003-08-28 2005-03-31 Hinz, Rüdiger Vorrichtung, insbesondere Drehkolbenmaschine, mit Drehkolben, Verbrennungskraftmaschine und Pumpe

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2233014A1 (de) Aufladbare rotationskolbenbrennkraftmaschine
DE1601830C3 (de) Parallelachsige Umlaufkolbenmaschine bestehend aus axial hintereinander angeordneten Kompressions- und Brennkraftmaschinen
DE495392C (de) Drehkolben-Brennkraftmaschine
DE2232592C3 (de) Lade- und Abgas-Rotationskolbenmaschine
DE687573C (de) Drehkolbenbrennkraftmaschine mit in der Kolbentrommel verschiebbaren und auf im Gehaeuse vorhandenen Gleitbahnen gefuehrten Schieberkolben
DE656229C (de) Drehkolbenbrennkraftmaschine
DE2448828A1 (de) Rotationsbrennkraftmaschine mit zwischenkammer
DE426366C (de) Verbrennungskraftmaschine
DE2411769A1 (de) Mit zykloider drehbewegung arbeitender verbrennungsmotor, der eine durchgehende ringkammer aufweist
DE2218132A1 (de) Drehkolben-brennkraftmaschine
DE3321270A1 (de) Drehkolbenmotor
DE525354C (de) Drehkolben-Brennkraftmaschine
DE2157450A1 (de) Viertakt-rotormotor mit hoeherem wirkungsgrad und geringerer entwicklung von giftgasen
DE539136C (de) Drehkolben-Brennkraftmaschine
DE2510583C3 (de) Rotationskolbenmaschine
DE2230596A1 (de) Drehkolben-verbrennungsmotor
DE843769C (de) Drehkolben-Brennkraftmaschine mit sphaerischer Umlauftrommel
AT358879B (de) Heiss- bzw. druckgasmaschine mit offenem kreislauf mit wenigstens zwei trochoidalen zylindern
DE590523C (de) Gasturbine mit einer im Laeufer der Turbine angeordneten Kolbenmaschine zur Verdichtung und Verbrennung des Gemisches
DE527818C (de) Anlassvorrichtung fuer Drehkolben-Brennkraftmaschinen
DE2304111A1 (de) Innenachsige schwenkkolben-brennkraftmaschine, hauptsaechlich fuer den antrieb von kraftfahrzeugen
CH228736A (de) Explosionsmotor.
DE2353008A1 (de) Schwingkolbenmaschine
AT134547B (de) Kraftmaschine mit kreisendem Kolben und radial verschiebbarem Widerlager.
DE668216C (de) Explosionsturbine mit Treibgasverdichtung in Kolbenmaschinen