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Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines strömenden Kälteträgers für zahn- ärztliche Zwecke.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erzeugung eines strömendeu
Kälteträgers für zahnärztliche Zwecke, bei welchem strömende Luft unter der Einwirkung eines Kühl- mittels auf die erforderliche Tieftemperatur abgekühlt wird und besteht darin, dass als Kühlmittel die
Dämpfe flüssiger Luft verwendet werden.
In der praktischen Ausführung werden die Dämpfe flüssiger Luft im Gegenstrom an der abzukühlenden und durch ein Gebläse od. dgl. zum Strömen gebrachten Luft entlang geführt. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die Verdampfung der flüssigen Luft durch einen in diese eingeleiteten regelbaren Luftstrom hervorgerufen und überwacht, so dass die Geschwindigkeit der Verdampfung und damit der Grad der Abkühlung der Gebrauchsluft durch Veränderung der zur Verdampfung in die flüssige Luft eingeführten Luftmenge geregelt wird. In der praktischen Ausführung dieses Verfahrens wird die zur Verdampfung der flüssigen Luft erforderliche Luftmenge mittels einer Abzweigleitung der in strömende Bewegung gesetzten Gebrauchsluft entnommen und gleichzeitig Vorsorge dafür getroffen, dass diese Luft getrocknet und gegebenenfalls auch noch desinfiziert wird.
Gegenüber bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art, bei denen die Gebrauchsluftleitung mittels entspannter Kohlensäure auf die erforderliche Tieftemperatur abgekühlt wurde, bringt das Verfahren nach der Erfindung wesentliche Vorteile. Durch die Überwachung und Regelung der Verdampfung des flüssigen Kühlmittels kann man an der Ausströmungsdüse der Gebrauchsluftleitung nicht nur jeden zur Anästhesierung notwendigen Temperaturgrad, sondern auch einen beliebig langsamen Temperaturabfall erzielen, durch den jede Beschädigung und Zerstörung lebenden Gewebes verhindert wird. Bei den bisher bekannt gewordenen Vorrichtungen ähnlicher Art konnte man das nur mittels an der Ausströmdüse vorgesehener Erwärmungsvorrichtungen erzielen.
Die nach der Erfindung in Anwendung kommenden Dämpfe flüssiger Luft kann man nach Gebrauch gefahrlos entweichen lassen, da sie in keiner Weise gesundheitsschädlich sind.
An Stelle von flüssiger Luft können auch andere bei tiefen Temperaturen wieder verdampfende flüssige Gase (z. B. Sauerstoff) verwendet werden.
Eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Einrichtung ist in der Zeichnung schematisch erläutert.
Die Gebrauchsluft wird mittels des Turbokompressors A in strömende Bewegung gesetzt und durch die mit einem Ventil b versehene Leitung a in einen Trockner B gedrückt, in dem sie getrocknet und gegebenenfalls desinfiziert wird. Die in B der Luft entzogene Feuchtigkeit wird von Zeit zu Zeit mittels eines Ablasshahnes c entfernt. Aus B gelangt die Luft durch eine Leitung d in den Kühlapparat C, in dem sie mittels Oberflächenkühlung nach dem Gegenstromprinzip auf die gewünschte Temperatur gekühlt wird. Aus C wird sie durch einen Schlauch e, an dem ein Abstellhahn f angebracht ist, der Verbrauchsstelle zugeführt.
Die als Kühlmittel in Anwendung kommenden kalten Dämpfe, die durch Berührung warmer mit flüssiger Luft in dem Behälter D erzeugt werden, treten durch die Leitung I in den Kühlapparat C ein und durchströmen ihn im Gegenstrom zur Gebrauchsluft, der sie dadurch einen grossen Teil ihrer Wärme entziehen und gelangen danach durch die Leitung g ins Freie. Eine Abzweigung i der Gebrauchsluft-
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leitung d führt dem Behälter, D die zur Verdampfung der flüssigen Luft nötige warme Luft zu. Durch das Reglerventil k wird die Verdampfungsluftmenge und mittels der dadurch beeinflussten Kühlmittel- menge und ihrer Strömungsgeschwindigkeit die Temperatur der Gebrauchsluft nach Bedarf geändert.
In der Kühlmittelleitung t ist unmittelbar vor ihrem Austritt aus dem Behälter D ein Absperrventil h angeordnet, das ebenfalls zum Regeln der Temperatur der Gebrauchsluft benutzt werden kann, in der Hauptsache aber dazu dient, die flüssige Luft nach Gebrauch der Einrichtung bis auf eine kleine Ausgleichsöffnung von der Aussenluft abzuschliessen.
Mittels des Verfahrens nach der Erfindung ist es möglich, Luft von Zimmertemperatur bis zu der zur Anästhesierung notwendigen Tieftemperatur beliebig langsam abzukühlen und ebenso langsam wieder zu erwärmen. Im Behälter D kann auch irgend ein anderes flüssiges Gas verwendet werden (z. B. flüssiger Sauerstoff). Flüssige Luft und flüssiger Sauerstoff sichern den Vorteil, dass man die Dämpfe dieser Gase durch das Rohr g gefahrlos entweichen lassen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung eines strömenden Kälteträgers für zahnärztliche Zwecke, bei welchem strömende Luft mittels Oberflächenkühlung auf die erforderliche Tieftemperatur abgekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Kühlmittel die Dämpfe flüssiger. Luft od. dgl. verwendet werden.