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Schaltungsanordnung zum stufenweisen Schalten von Hilfszellen, insbesondere für
Fernsprechanlagen.
Es ist häufig erforderlich, in von Sammlerbatterien gespeisten Stromkreisen einzelne Hilfszellen zweeks Einhaltung der richtigen Betriebsspannung des Speisestromes ein-oder auszuschalten. Die Hilfszellen können als Zusatz-oder Gegenzellen in den Stromkreis eingeschaltet sein. Diese Ein-oder Ausschaltung erfolgte bisher durch die bekannten Kurbel-oder Spindelzellenschalter, welche die Hilfszellen in bestimmter Reihenfolge ein-oder ausschalten. Für manche Zwecke, z. B. für die Schaltung von wenigen Hilfszellen eignen sich die bekannten, hauptsächlich für Licht und Kraftanlagen gedachten normalen Zellensehalter nicht besonders, da sie verhältnismässig teuer sind und das Ein-bzw. Ausschalten von Zellen nur in bestimmter Reihenfolge gestatten.
Die Zellen, welche hiebei immer zuerst eingeschaltet werden, sind dadurch ausserordentlich stark beansprucht und werden in verhältnismässig kurzer Zeit zerstört.
Die Erfindung bezweckt nun, diesen Übelstand zu vermeiden und eine gleichmässige Abnutzung aller Zellen herbeizuführen, was dadurch erreicht wird, dass den Sammlerzellen einzelne unabhängig voneinander zu betätigende Schalter zugeordnet sind, mittels welchen die Zellen wahlweise in beliebiger Anzahl und Reihenfolge ohne Unterbrechung eines bestehenden Speisestromkreises ein-oder ausgeschaltet werden können.
Sind die Hilfszellen als Gegenzellen in den Speisestromkreis eingeschaltet, dann tritt noch folgender Übelstand auf ; durch die dauernde Aufladung der Gegenzellen wird die Kapazität dieser Zellen immer grösser, die Zellen werden überladen und sehr schnell unbrauchbar. Die gemäss der Erfindung verwendeten Schalter besitzen nun eine Zwischenstelle, in der eine von dem Schalter beherrschte überladene Zelle soweit entladen wird, bis ihre normale Betriebsspannung erreicht ist.
Die Erfindung sei nun an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles beschieben. Mit ZB ist die Speisebatterie eines Fernsprechamtes bezeichnet. Am Pluspol der Batterie liegt direkt Erde, während die vom Minuspol abgehende Leitung über drei Hebelschalter S'i, und 83, von denen jeder eine Gegenzelle beherrscht, geführt ist. Die Schalter sind so ausgebildet, dass, wenn z. B.
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berührt, bevor der Schenkel al den Kontakt 1 verlassen hat. Wird der Schalter noch weiter nach unten gedreht, dann wird zunächst die Berührung des Schenkels al mit dem Kontakt 1 aufgehoben und darauf der Schenkel 1 in Verbindung mit dem Kontakt 7 gebracht und der Widerstand TVi1 über die Kontakte 4 und 7 kurzgeschlossen.
Der Widerstand W i1 ist ebenso. gross wie der innere Widerstand der Zelle 1. Ebenso
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und In.
Je nachdem, wieweit die Klemmenspannung der Speisebatterie ZB über der normalen Betriebsspannung liegt, z. B. beim Laden der Speisebatterie, werden eine, zwei oder alle drei Gegenzellen in den Speisestromkreis eingeschaltet ; ist die Klemmenspannung der Batterie ZB gleich der Betriebsspannung, dann werden alle drei Gegenzellen ausgeschaltet. In der gezeichneten Stellung sind alle drei Gegenzellen in den Stromkreis für die Speisebatterie ZB eingeschaltet. Der Stromkreis verläuft vom Pluspol der Batterie ZB über die Leitung zum Amt, Gegenzelle III, Kontakt 3, Schenkel Hg des Schalters 83, Gegen-
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zum Minuspol der Batterie ZB.
Durch Umlegen eines oder mehrerer Schalter in die andere Endstellung können nun die diesen Schaltern zugeordneten Gegenzellen aus dem Stromkreis für den Speisestrom ausgeschaltet werden, ohne den Stromkreis zu unterbrechen. Wird z. B. der Schalter Si in die untere Endstellung gebracht, dann verläuft der Stromkreis über die Gegenzelle Ill, Kontakt 3, Schenkel ctg, Gegenzelle 1I, Kontakt 2, Schenkel a", Kontakte 7 und 4 und Schenkel bl. In entsprechender Weise wird der Stromkreis beim Umlegen eines anderen Schalters, wie aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich, verändert ; es können also sämtliche Gegenzellen ein-oder ausgeschaltet oder ohne Rücksicht auf die Reihenfolge eine oder zwei Zellen eingeschaltet sein.
Es sei nun angenommen, dass z. B. die Gegenzelle 11 überladen ist. Der Schalter wird dann in die Zwischenstellung gebracht, so dass der Schenkel noch auf den Kontakt 2 und der Schenkel b2 auf dem Kontakt 5 steht. Da der Widerstand Wiz, wie oben gesagt, gleich dem Widerstand der Zelle 11 bei deren normaler Betriebsspannung ist, wird der Strom aus der Batterie ZB so lange über den Widerstand Tri,
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Widerstand Wiz und ein Teil des Stromes über die Gegenzelle 11. Die Gegenzelle wird dann auf der richtigen Spannung gehalten, da bei weiterem Sinken ihrer Spannung ihr innerer Widerstand kleiner würde, als der Widerstand Wiz und daher wieder ein grösserer Teil des Stromes auf der Batterie ZB über die Zelle fliessen würde und sie soweit aufladen würde,
bis der Widerstand der Zelle gleich dem Widerstand ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zum wahlweisen Ein-und Ausschalten von Hilfszellen, insbesondere für Fernsprechanlagcn, dadurch gekennzeichnet, dass den Hilfszellen (z. B. Gegenzellen) einzelne, unabhängig voneinander zu betätigende Schalter , , ssg) zugeordnet sind, mittels welchen die Zellen (1, 11, 111) wahlweise in beliebiger Anzahl und Reihenfolge ohne Unterbrechung eines bestehenden Speisestromkreises ein-oder ausgeschaltet werden können.