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Vorrichtung zum Biegen und Pressen schwerer Fassrümpfe.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mit der man Rümpfe von schweren Fässern, die z. B. zum Versand von Bier od. dgl. verwendet werden und eine Wandstärke von etwa 30 bis 50 mm haben, fertigbiegen kann, nachdem man die Dauben an ihrem einen Ende in bekannter Weise durch einen Kopfreifen verbunden und durch einen Arbeitsreifen in der gespreizten Lage festgestellt hat. Nach der Erfindung ist in einem Gestell oberhalb einer feststehenden Presskegelform ein Reifentreiberkopf mit daran aussehwingbar gelagerten Treibern auf und ab bewegbar gelagert.
Durch die Betätigung der Treiber wird zunächst der Rumpf mit den gespreizten Daubenenden ein Stück in den Kegel hinein- gedrückt, so dass die Dauben vorgebogen werden, worauf durch abwechselndes Aufsetzen der Treiber
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schieben des Arbeitsreifens an diejenigen Stellen (die"Kniffstellen") veranlasst wird, die je nach dem Mass der Einpressung bzw. Biegung der Dauben bruchgefährdet sind, wonach die endgültige Pressung des Rumpfes vorgenommen wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, u. zw. Fig. 1 eine an sich bekannte Reifenauftreibvorrichtung mit gemäss der Erfindung auf dem Fundament befestigter Biegeform vor Beginn des Biegens in Vorderansicht und teilweisem Schnitt, Fig. 2 die Reifenauftreibvorrichtung und die Biegeform nach Beginn des Biegens während des Auftreiben des Arbeitsreifens und Fig. 3 die Reifenauftreibvorrichtung und die Biegeform nach Beendigung des Biegens.
Die Vorrichtung besitzt ein Fundament 1, dessen Säulen 2 die Traverse 3 tragen. Über der Traverse lagert die Riemenscheibenwelle 4 mit dem Kegelrädervorgelege 5, durch das die lange Spindel 6 angetrieben wird. An dem an den Säulen 2 geführten Kopf 7 hängen in bekannter Weise ausschwingbar die Treiber 8.
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bzw. Fassreifen benutzt. Auf dem Fundament 1 ist eine an sich bekannte Pressform 9 befestigt, die mehrteilig ausgebildet ist, damit man den hineingepressten Fassrumpf bequem herausnehmen kann.
Der zu biegende Fassrumpf ist in bekannter Weise dadurch vorgearbeitet, dass seine Dauben an dem einen Fassende durch den Kopfreifen 10 zusammen-und durch einen darunter aufgeschobenen Arbeitsreifen 11 in der Spreizlage festgehalten werden. Man stellt diesen Fassrumpf mit dem gespreizten Ende auf die Form 9 auf und drückt mit Hilfe der Treiber 8 gegen den Kopfreifen 10, bis die gespreizten Enden etwa an der Linie a-b (Fig. 1) angekommen, d. h. bis die Dauben etwas vorgebogen sind. Alsdann setzt man die Treiber 8 auf den Arbeitsreifen. H auf (Fig. 2) und schiebt diesen bis an die Linie c-d heran, so dass die sogenannte Kniffstelle der Dauben überdeckt und gesichert ist. Erst jetzt erfolgt das Hineinpressen des Fassrumpfes in die Form 9 (Fig. 3).
In der Regel wird sich der Arbeitsreifen 11 nicht mit einem Male an die Kniffstelle heranbringen lassen. Vielmehr ist es notwendig, dass man abwechselnd einen Druck auf den Kopfreifen 10 und auf den Arbeitsreifen 11 ausübt und dadurch den Arbeitsreifen mit dem Fortschreiten des Vorbiegevorganges allmählich an die Stelle heranbringt, die während des Vorbiegens als gefährdet erscheint. Gegebenenfalls kann man mehrere Arbeitsreifen 11 nebeneinander
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gefährdet erscheinen. Der bzw. die Arbeitsreifen 11 sind an ihren unteren Rändern zweckmässig nach aussen ausgebördelt, damit sie in den konischen Fassbauch nicht einsehneiden. In die Form 9
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