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Die bisher bekannten Imprägnierbehälterarten bestehen nebst dem eigentlichen Behälter samt Zubehör, wie Heizrohrsystem, Massezuführungsvorrichtung u. dgl., noch aus einem oder mehreren besonderen sogenannten Tellern, welche zur Aufnahme des Kabels dienen. Diese Teller sind bei den meisten Imprägnierbehälterarten herausnehmbar angeordnet, um das Kabel vor der Imprägnierung auf den oder, nach dieser, von dem Teller abzurollen. Bei manchen Bauarten sind die Teller durch Trommeln ersetzt, welche ebenfalls ausserhalb des Behälters mit dem z. B. zu imprägnierenden Kabel versehen und umgekehrt wieder von diesem befreit werden. Nebst dieser Art der Behälterkonstruktion besteht noch eine solche, bei der durch besondere Vorrichtungen das Kabel auf den im Behälter sich befindlichen und drehbar angeordneten Teller aufgewickelt werden kann.
Mit steigender Betriebsspannung wird der Durchmesser der Kabelseele und ihr Gewicht grösser. Um die Kabelseele nicht der Gefahr eines Bruches oder einer Quetschung auszusetzen, müssen Behälter und Teller oder die Trommel von entsprechendem Durchmesser sein. Da bei den meisten Systemen die Teller oder Trommeln samt der Kabelseele aus dem Behälter gehoben werden müssen, um den Maschinen, wo sie weiter verarbeitet werden, näher gebracht zu werden, stösst man beim Wachsen des Durchmessers wegen des Gewichts von Kabel und Teller auf grosse Schwierigkeiten.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es nun, an Stelle der herausnehmbaren oder im Behälter selbst drehbar angeordneten Teller oder Trommeln den Kessel selbst so zu konstruieren, dass es möglich wird, ihn bei dem Einlegen oder Entfernen des Kabels aus dem Behälter um seine Achse rotieren zu lassen.
Bei der erfindungsgemässen Konstruktion wird Arbeitszeit und Raum gespart. Es entfällt zunächst das Wickeln der Kabelseele auf den Teller oder die Trommel und alle Arbeit, die mit dem Einlegen der letzteren verbunden ist. Die Kabelseele kann nun unmittelbar in den Kessel eingelegt werden, wozu seine Drehbarkeit verhilft. Es entfällt auch der sonst zur Lagerung der leeren Teller oder Trommeln nötig gewesene Raum, welcher nun anders ausgenützt werden kann. Es entfallen ferner die Teller und Trommeln, wodurch eine Ersparnis an Materialkosten erzielt wird.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des Erfindungsgedankens angedeutet.
In der linken Hälfte ist ein Kessel vollkreisförmiger, in der rechten ein solcher mit kreisringförmiger Grundfläche zu sehen. In beiden Fällen bezeichnen gleiche Buchstaben die gleichen Konstruktionsteile. A ist der eigentliche Kessel, welcher auf einer Tragkonstruktion aus Eisenträgern ruht. Diese Tragkonstruktion ist mit einer Anzahl Achsen o-o, die je ein Rad R tragen, ausgerüstet. Die Räder R rollen über das in einem Kreis geführte Geleise G. Der Antrieb der Achsen kann z. B. motorisch erfolgen. In der linken Hälfte der Abbildung ist der Motor mit dem Kesselkörper fest verbunden und arbeitet direkt auf eine der Achsen o-o.
In der rechten Hälfte ist eine andere Ausführungsform des Antriebes gezeigt, bei der der Antriebsmotor ortsfest gelagert ist und ein auf seiner Welle fest gekeiltes Zahnrad in einen gleitend angeordneten kreisförmig gebogenen Zahnkranz eingreift, mit welchem weiters auch ein mit dem Laufrad R festverbundenes Zahnrad kämmt. Es ist jedoch erfindungsgemäss weiters möglich, auch die Rotationen des Behälters so zu bewirken, dass der Zahnkranz unmittelbar an dem
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Antriebsart ist nicht dargestellt. Die Stromzuführung geschieht im ersteren Falle auf eine z. B. bei Drehkranmotoren übliche Weise
Im Kesselkörper A ist der siebartig perforierte Aufnehmer B gelagert. Dieser verbleibt normal im Behälter und wird nur gelegentlich, z.
B. beim Reinigen der Heizschlangen, herausgenommen. Der Kessel wird durch einen : Deckel C abgeschlossen.
Zwischen dem Kesselkörper A und dem Aufnehmer B ist das Heizschlangensystem H verteilt. Die Zuführung des Dampfes, des Imprägniermittels, ferner der Anschluss aller andern erforderlichen ortsfesten Rohrsysteme an den Behälter erfolgt stets nur zu der Zeit, in welcher der Behälter nicht rotiert.
Die Beschickung des Kessels mit dem Kabel oder seine Entleerung erfolgt. während der Rotation des. Kessels, deren Geschwindigkeit den Arbeitsbedingungen'angepasst wird. Wichtig ist, dass nach der Beschickung die Rotation noch so weit fortgesetzt werden muss, bis die zusammengehörigen. ortsfesten und-rotierenden Rohranschlüsse genau gegenüberliegen.. Die einzelnen in einem Kessel zu behandelnden Kabel lEi, ,. Xg liegen übereinander auf quer durch den Kessel gelegten Stangen : S.
In der Zeichnung sind nur die für die Erfindung wesentlichsten Bestandteile des Kessels aufgenommen. Viele, mehr mit dem Betriebe zusammenhängende Elemente,-wie'Rohr- anschlüsse, Überwachungsapparate u. dgl., fehlen entweder ganz oder sind nur angedeutet.
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'l. Druck-und vakuumfester sowie heizbarer Kessel zum Trocknen, Vulkanisieren oder zur Imprägnierung von elektrischen Kabeln od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass der Kessel um seine Achse rotierbar angeordnet ist zum Zwecke, während der Rotation Kabel in sich aufzunehmen bzw. seinem Innenraum Kabel entnehmen zu können.