AT113251B - Als Glied einer Transformatorkaskade verwendbarer, isoliert aufgestellter Einsphasentransformator. - Google Patents

Als Glied einer Transformatorkaskade verwendbarer, isoliert aufgestellter Einsphasentransformator.

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AT113251B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Als Glied einer   Transformatorkaskade verwendbarer,   isoliert aufgestellter   Einphasentransformator.   



   Zur Erzielung ausserordentlich hoher Spannungen hat man bisher zwei oder mehrere isoliert aufgestellte Einphasentransformatoren zu einer sogenannten Transformatorkaskade kom- biniert, indem man jedem Transformator   ausser der Niederspannungs-Primärwicklung   und der   Hochspannungs-Sekundärwicklung noch   eine dritte Wicklung meist niederer Spannung gab, welche zum Anschluss bzw. zur Speisung der Primärwicklung eines zweiten gleieliartigen
Transformators der Kaskade diente, dessen Sekundärwicklung zur   Erzeugung höherer Spannungs-   stufen mit der Sekundärwicklung des Vordertransformators in Reihe geschaltet war und dessen dritte Wicklung gegebenenfalls zur Speisung eines weiteren derartigen Transformators der Kaskade diente.

   Die Schwierigkeit dieser Kombination der Transformatoren lag in der Isolation der
Wicklungen gegeneinander und gegen Eisen, weil sich bei der üblichen Bauart der Transfor- matoren sehr grosse Spannungsdifferenzen zwischen den benachbarten Teilen der verschiedenen
Wicklungen bzw. zwischen Wicklung und Eisen einstellen konnten. Man war daher bestrebt, die Potentialeinstellung zwangsweise derart zu gestalten, dass sieh eine möglichst geringe
Potentialdifferenz zwischen den benachbarten Teilen des Transformators ergab. Diese erzwungene
Potentialverteilung auf die betreffenden Teile wurde durch leitende Verbindungen erreicht, welche die in ihrer Potentiallage steuerbaren Teile des Transformators mit geeigneten Punkten der einpolig geerdeten Hochspannungswicklung verbanden.

   Das Potential der so gesteuerten Teile wurde dabei so gewählt, dass es angenähert dem Mittelwert der Potentiale benachbarter Teile entsprach. Diese Steuerung der Potentialverteilung hat aber grosse Nachteile. Die leitende Verbindung nur je eines Punktes zweier getrennt und somit voneinander gut isolierter Stromkreise wäre an sich zwar nicht schädlich, weil sie keine Erhöhung der Strombeanspruchung der
Transformatorwicklungen zur Folge hat und daher ohne Einfluss auf den Belastungszustand der
Transformatoren ist. Anders liegt aber der Fall, wenn aus irgendeinem Grunde die Isolation zwischen diesen Stromkreisen auch an anderer Stelle durchbricht. Dann stellt die genannte Massnahme einen direkten   Kurzschluss   des Transformators dar, welcher ihn zerstört und die ganze Anlage gefährdet.

   Die Potentialsteuerung durch leitende Verbindung getrennter Stromkreise der Transformatoren ist also möglichst zu vermeiden und stellt nur eine ungünstige Lösung der gestellten Aufgabe dar. 



   Aufgabe der Erfindung ist nun, eine günstige Potentialverteilung mit Mitteln zu erreichen, welche die angegebenen Nachteile nicht besitzen. Es wird zu diesem Zweck von einer Er- scheinung Gebrauch gemacht, die auf der kapazitiven Beziehung jedes isolierten Körpers zu seiner Umgebung beruht. Befindet sich ein isolierter Körper in der Nähe anderer Körper ver- schiedenen Potentials, dann nimmt er selbst ein Potential an, welches etwa dem Mittelwert derjenigen Potentiale entspricht, die er annehmen würde, wenn die vorhandenen Körper einzeln sein Potential bestimmen würden. Es findet in ihm gewissermassen ein Ausgleich verschiedener gleichzeitig in ihm erzeugter Potentiale zu einem Mittelwert statt.

   Die Höhe dieses Ausgleichs- wertes ist aber verschieden, je nach der Stellung des Körpers zu den andern, und es lässt sich in jedem Falle eine Lage finden, in welcher der   Ausgleichswert   ein solcher ist, dass die jeweils maximale   Potentialdifferenz zwischen diesem Körper und den ändern ein Minimum   

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 wird. Diese Erkenntnis lässt sich auf die Anordnung der verschiedenen Transformatorwicklungen anwenden, indem man ihnen eine solche Lage gegeneinander und gegen Eisen gibt, dass die 
 EMI2.1 
 durch die Potentialsteuerung der Wicklungen erreicht wurde. 



   Die Erfindung bezieht sich somit auf einen als Glied einer Transformatorkaskade verwendbaren, isolierL aufgestelltenEinphasentransformalor mit mehreren (mindestens drei) Wicklungen. nämlich einer Primärwicklung niederer Spannung, einer   Sekundärwicklung   hoher Spannung und einer dritten Wicklung meist niederer Spannung, welche zum Anschluss bzw. zur Speisung der   Primärwicklung eines zweiten gleichartigen   Transformators der Kaskade dient, dessen   Sekundärwicklung   zur Erzielung höherer Spannungsstufen mit der   Sekundärwicklung   des Vordertransformators in Reihe geschaltet ist und dessen dritte Wicklung gegebenenfalls zur Speisung eines weiteren derartigen Transformators der Kaskade dienen kann.

     Erfindungsgemäss   sollen die Wicklungen des Transformators derart angeordnet sein, dass allein durch die kapazitive Verkettung der Wicklungen gegeneinander und gegen Eisen eine solche Potentialverteilung auf die Wicklungen erreicht wird, dass sich von selbst eine möglichst geringe Potentialdifferenz zwischen benachbarten Wicklungen sowie jeweils zwischen Wicklung und Eisen einstellt. Die Beanspruchung der Isolation der Transformatoren wird bei dieser Ausführung auf den minimal überhaupt erreichbaren Wert gebracht. 



   Die Erfindung sei an Hand der Ausführungsbeispiele der Fig. 1 und 2 näher erläutert. In der Zeichnung ist eine Kaskade von zwei zweischenkligen Einpllasentransformatoren Tl und   12   dargestellt. Die Transformatoren seien isoliert aufgestellt, so dass auch das Potential des Eisenkörpers steuerbar ist. 



   In Fig. 1 bedeuten   T,   den ersten (Vorder-) Transformator der Kaskade, T2 den zweiten (Hinter-) Transformator der Kaskade, P1   bzw. P2   sind die Primärwicklungen niederer Spannung, Q1', Q1", Q2', Q2" die Sekundärwicklungen hoher Spannung,   Zl   bzw. Z2 die dritten Wicklungen 
 EMI2.2 
 P2 des Transformators T2 und die Wicklung P2 überträgt die aufgenommene Energie auf die Wicklungen Q2' Q2" und gegebenenfalls   bei weiteren Kaskadentransformatoren   auf den nächsten Transformator der Kaskade. Die beiden Wicklungen Q1' und Q1" bzw. Q2', Q2" sind parallel 
 EMI2.3 
 bindungsleitung   Lg   in Reihe geschaltet. Der Anfang A der   Sekundärwicklung   Q1 ist geerdet.

   Das Ende E der   Sekundärwicklung   Q2 besitzt somit gegen Erde eine Spannung gleich dem 
 EMI2.4 
 mitte von Q2 besitzt. Durch die dargestellte symmetrische Anordnung aller drei Wicklungen in bezug auf die gezeichneten Symmetrieachsen S1 bzw. S2 wird nun folgende Potentialeinstellung der Wicklungen erreicht :
1. Die Wicklung P1 ist kapazitiv eng gekoppelt mit den benachbarten Windungen der Wicklungen Q/, Q1", welche infolge der Erdung des Punktes A Erdpotential besitzen. Das Potential der Wicklung P1 wird aber vorwiegend bestimmt durch das speisende Primärnetz, welches selbst auch annähernd Erdpotential besitzt. Es ist somit zweifellos, dass sich das Potential von P1 nicht wesentlich anders einstellen wird, als das Potential der benachbarten Windungen der Wicklungen   ss/,     Qlll.   



   2. Der Stromkreis der Wicklungen (Z1-P2) ist mit den Endwindungen der Wicklungen   Q/ Q und   den Anfangswindungen der Wicklungen Q2',   Q2'I   eng gekoppelt. Alle diese   Windungen haben das der Sekundärspannung des Transformators T1 entsprechende Potential. 



  Sie wurden also dem Stromkreis annähernd dieses Potential aufdrücken. Anderseits ist die   

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 EMI3.1 
 Da nun Fi das Potential der Wicklungsmitte der   Sekundärwicklung   von   Tl, F2   das Potential   der Wicklungsmitte der Sekundärwicklung   von T2 besitzt, und da das erstgenannte Potential dem halben, das zweite dem eineinhalbfachcn Wert der   Sekundärspannung eines   Transformators entspricht, so stellt sich das Potential des Stromkreises   (Zl -P2) anf   den Mittelwert dieser Potentiale ein, welcher ebenfalls dem einfachen Wert der Sekundärspannung eines Transformators entspricht.

   Also sowohl die kapazitive Verkettung mit den Wicklungen   Ql,   Q2 wie auch mit dem Eisen   fi,   F2 bewirkt, dass sich das Potential des Stromkreises   (Z-.P2)   auf den Wert der   Sekundärspannung eines   Transformators einstellt. Die sich hiebei ergebende Potentialdifferenz gegen benachbarte Wicklungsteile ist 0, gegen Eisen dagegen gleich dem halben Wert der Sekundärspannung, wie es annähernd auch bei   der Wicklung-Pi der Fall war.   



   3. Die Wicklung Z2 ist mit den Endwindungen der Sekundärwicklungen Q2',   92" und   mit dem Eisen F2 kapazitiv verkettet, sie wird also ein zwischen den entsprechenden Potentialen liegendes Potential gegen Erde annehmen, welches also grösser als die   eineinhalbfache,   
 EMI3.2 
 hier kleiner als die   halbe Sekundärspannung   eines Transformators. Für den Fall, dass die Wicklung Z2 zum Anschluss einer weiteren   Primärwicklung     P3   dient, stellt sich das Potential des Stromkreises   Z-JPg in analoger Weise auf das   Endpotential der   Sekundärwicklung   des Transformators T2 ein, wie sich das Potential   von ZZi- auf   das Endpotential   der Sekundär-   Wicklung des Transformators T1 eingestellt hat. 



   Man erkennt hieraus, dass allein durch Anordnung der Wicklungen unter Einfluss ihrer kapazitiven Verkettung die Potentiale der Wicklungen sich von selbst so einstellen, dass sich keine den halben Wert der Sekundärspannung eines Transformators übersteigende Potentialdifferenz zwischen benachbarten Teilen des Transformators ergibt, ein Resultat, das bisher nur durch leitende Verbindungen der steuerbaren Stromkreise mit   Punkten   der geerdeten Hoch-   spannungssekundärwicklung   erreicht wurde. 



   Eine Verbesserung der beschriebenen und dargestellten Einrichtung erhält man durch Einführung einer vierten Wicklung gemäss Fig. 2. In Fig. 2 ist die Bedeutung der Buchstaben 
 EMI3.3 
 Wicklung in der Mitte der Schenkel, u. zw. liegt jede Wicklung symmetrisch zu den   Symmetrieachsen 81   und   82.   Ferner wird jede dieser Wicklungen von den parallel geschalteten Teilen der zugehörigen   Sekundärwicklung     flankiert,   welche demnach jeweils zu beiden Seiten neben den Niederspannungswicklungen angeordnet sind. Den bisher genannten Wicklungen jedes Schenkels gegenüber und auf dem ganzen Schenkel gleichmässig verteilt liegt je eine Hälfte einer (vierten) Wicklung   (Z)/,   D1" bzw.

   D2', D2"), wobei die Hälften dieser vierten Wicklung derart miteinander verbunden sind, dass sie die Streufelder der drei anderen Wicklungen kompensieren. Diese vierte Wicklung hat ausser dem Zweck der Kompensation der Streufelder noch die Aufgabe, die   Sekundärwicklung   von der Übertragung   der : der Primärwicklung   zugeführten Energie auf die dritte Wicklung zu entlasten. Das Potential dieser vierten Wicklung stellt sich wegen ihrer symmetrischen Anordnung von selbst derart ein, dass es dem Potential des zugehörigen Eisenkörpers gleich ist.

   Dies ist aus der engen kapazitiven Verkettung dieser Wicklung, hauptsächlich mit der   Sekundärwicklung,   leicht zu erkennen, denn die kapazitive Verkettung besteht in jedem Transformator in gleicher Weise mit   Sekundärwindungen   niedrigen, mittleren und hohen Potentials, so dass sich als Ausgleichs-bzw. Mittelwert des Potentials der vierten Wicklung jeweils ein Potential ergibt, welches dem Potential der Wicklungsmitte der 
 EMI3.4 
 Transformators. 



   Die angegebenen Ausführungsbeispiele erschöpfen die Möglichkeit einer der Erfindung entsprechenden Wicklungsanordnung nicht. So können an Stelle konzentrierter auch untermischte Wicklungen verwendet werden und es ist die Zahl der Wicklungen pro Transformator durchaus nicht auf drei oder vier   beschränkt.   In jedem Falle lässt sich schon durch die Anordnung und symmetrische Lage der Wicklungen zu einer durch die Schenkelmitte gelegten Symmetrieachse erreichen, dass sich unter Einfluss der kapazitiven Verkettung der Transformatorteile gegeneinander von selbst eine möglichst geringe Potentialdifferenz zwischen benachbarten Wicklungen ergibt. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Als Glied einer Transformatorkaskade verwendbarer, isoliert aufgestellter Einphasentransformator mit mehreren (mindestens drei) Wicklungen, nämlich einer Primärwicklung niederer Spannung, einer Sekundärwicklung hoher Spannung und einer dritten Wicklung meist niederer Spannung, welche zum Anschluss bzw.
    zur Speisung der Primärwicklung eines zweiten <Desc/Clms Page number 4> gleichartigen Transformators der Kaskade dient, dessen Sekundärwicklung zur Erzielung höherer Spannungsstufen mit der Sekundärwicklung des Vordertransformators in Reihe geschaltet ist und dessen dritte Wicklung zur Speisung eines weiteren derartigen Transformators der Kaskade dienen kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklungen des Transformators derart angeordnet sind, dass allein durch die kapazitive Verkettung der Wicklungen gegeneinander und gegen Eisen eine solche Potentialverteilung auf die Wicklungen erreicht wird, dass sich von selbst eine möglichst geringe Potentialdifferenz zwischen benachbarten Wicklungen einstellt.
    2. Transformator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der drei Wicklungen symmetrisch zu einer durch die Mitten der beiden Transformatorschenkel gelegten Geraden (Ni- angeordnet ist, wobei die sekundäre Hoohspannungswicklung aus zwei parallelen EMI4.1 Symmetrieachse liegen, während sich die beiden Wicklungen mit entgegengesetztem Wicklungssinn auf verschiedenen Seiten der Symmetrieachse befinden und auf beide Schenkel (C1, B1 oder C2, B2) des Transformators (T, bzw. T2) verteilt angeordnet sind.
    3. Transformator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärwicklung EMI4.2 Schenkel (Bp die dritte Wicklung (Z1) und die Sekundärwicklung (Ql, $1 derart nebeneinander angeordnet sind, dass sich die Primärwicklung (PI.) bzw. die dritte Wicldung (ZJ als konzentrierte Wicklung in der Mitte des zugehörigen Schenkels befindet und somit von den parallelen Teilen der Sekundärwicklung des gleichen Schenkels flankiert wird, dass dabei aber beiden Wicklungen jedes Schenkels die jeweils auf die ganze Schenkellänge verteilte Hälfte einer vierten Wicklung (dol) gegenübersteht,.
    wobei die beiden Hälften (T) j/und. D/) dieser vierten Wicklung derart miteinander verbunden sind, dass sie die Streufelder der drei anderen Wicklungen kompensieren (Fig. 2).
    5. Transformator'nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Transformatoreisen in an sich bekannter Weise mit dem Spannungsmittelpunkt der Sekundärwicklung des Transformators. leitend verbunden ist.
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