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Rollgang mit elektrisch angetriebenen Eillzelrollen.
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warmem Walzgut ist bekannt. Insbesondere sind auch Rollen so eingerichtet worden, dass bei feststehenden äusseren Gehäusen die innenliegenden Rotore der Elektromotoren mit den sich drehenden Achsen der Rollen verbunden sind. Ferner brachte die Verwendung von Rollgängen mit angeflanschten Elektromotoren als Einzelrollenantriebe eine Verbesserung insofern als eine Anzahl bewegter Maschinenteile vermieden wurde, denn die gute Instandhaltung besonderer Rollgangsantriebsmaschinen und der grossen Menge Räder, Wellen sowie Lager ist für den Betriebsleiter eine sehr mühselig und zeitraubende Arbeit.
Bei solchen Rollgängen mit angeflanschten Rollenmotoren wurde das übliche Heisslaufen und die starke Abnutzung der Lager sehr vermindert, Brechen von Antriebswellen und Rädern war infolge vollständigen Fehlens derselben nicht mehr zu befürchten, die Zahl der Schmierstellen war sehr verringert, kurzum die fortgesetzten kostspieligen Reparaturarbeiten waren bei solchen Rollgängen nicht mehr erforderlich, ein Grund, weswegen Rollgänge mit angeflanschten Rollenmotoren in den letzten Jahren steigende Verwendung fanden.
Wenn nun auch diese Rollgänge gegenüber den Räder-und Sehubstangenrollgängen grosse Vorteile aufweisen, so besitzen sie doch auch noch gewisse Nachteile, die bisher nicht beseitigt worden sind. Als solche sind anzuführen: Für jede Rolle müssen mindestens drei Lager vorhanden sein, wenn der Motor starr aussen an der Rollenwelle angeflanscht ist. In diesem Falle ist eine besondere Flanschkupplung erforderlich. Bei besserer Bauart des Rollganges sind sogar für jede Rolle vier Lager erforderlich. Beim Ausbauen der Rolle mit Motor müssen entweder die Lagerkörper von den Rahmen abgeschraubt werden oder die Lager sind zweiteilig auszuführen. Die Verwendung von Walzlagern macht Schwierigkeiten, da ein Abziehen von der Achse an allen Stellen nicht ohne weiteres möglich ist.
Die Rollgangsrahmen sind genau zu bearbeiten, besonders an den Lagerstellen. Bei der Konstruktion derselben ist zu berücksichtigen, dass ausser der Rollenlagerung auch noch die Lagerung der Elektromotoren anzubringen ist, infolgedessen ein Längsbalken des Rahmens zur Aufnahme der Motoren eine seitliche Verbreiterung zu erfahren hat oder doch mit Flanschen für diesen Zweck zu versehen ist. Eine einseitige Senkung des Motors oder der Rolle infolge schlechter Lagerung führt zu Klemmungen der Rolle bzw. Motorwelle oder zum Verschwinden des ohnehin kleinen Luftspaltes zwischen Anker und Motorgehäuse. Bei Rollgängen mit Umkehrbetrieb erhöht sich das Schwungmoment der Rollen durch das Vorhandensein einer sich mitdrehenden Achse, einer Kupplung und eines besonderen Motorankers unerwünschterweise.
Der Schmiermittelverbrauch ist wegen der grösseren Anzahl Lager entsprechend gross. Zuletzt ist noch als Nachteil zu erwähnen, dass die Fundamente wegen des breiten Rollgangsrahmens, der, wie beschrieben. auf einer Seite die Motoren zu tragen hat, entsprechend teuer werden. Eine besondere Verankerung der Motoruntersätze im Fundament verteuert es durch Anlage einer besonderen Reihe von Fundamentankern.
Ausser den Unannehmlichkeiten bei der notwendigen Verwendung von Zwischenmitteln, verlängerten Achsen, dritten Lagern und Kupplungen treten noch die Schwierigkeiten auf, wenn ein Roll- gang zwischen zwei feste Ständer mit engem Durchgang eingebaut werden soll. Durch die geringe Verhältniszahl zwischen der nutzbaren Förderbreite und der notwendigen Gesamtbreite der Rojlgänge wird
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es unter Umständen unmöglich, einen derartigen RolJgang zwischen zwei gegebenen festen Ständern einzubauen.
Erfindungsgemäss werden nun die oben beschriebenen Nachteile und Schwierigkeiten dadurch behoben, dass die an sieh bekannten Elektromotoren mit rotierenden Gehäusen ohne irgendwelche Zusätze nur in besonderer Bauart zu Rollgängen zusammengestellt werden mit den neuen, bisher nicht bekannten Wirkungen, dass die Fortbewegung des Fördergutes ohne jegliche Zwischenglieder zwischen den Antriebsmotoren und dem Fördergut stattfindet, dabei die grösstmögliche Verhältniszahl zwischen nutzbarer Förderbreite und Gesamtbreite erreicht wird, imd dass infolge der zu bewegenden geringen Massen ein öfteres Umsteuern in der Drehrichtung sowie ein rascheres Anfahren ohne erhöhten Stromstoss, also erhöhte Arbeitsleistung bei geringstem Kraftverbrauch,
möglich ist. Dadurch wird erreicht, dass besondere Motoren nicht mehr angekuppelt zu werden brauchen und für jede Rolle nur zwei Lager, ; die-bequem in den Rollenböden, untergebracht werden können, vorhanden sind. Eine besondere Kupplung zwischen Rolle und Motor ist also erspart, ebenso mindestens ein Lager. Die Lager, gleichgültig ob Gleitlager oder Wälzlager, lassen sieh in bequemer Weise links und rechts von den Wellen abziehen. Sie können immer einteilig sein, was für Wälzlager wichtig ist. Die Rollen, die mit ihren feststehenden und an den Enden mit Vierkanten ausgebildeten Achsen in Schlitzen des Rollgangsrahmens liegen, können, ohne vorher auch nur eine einzige Schraubenverbindung lösen zu müssen, ohne weiteres nach oben herausgenommen werden.
Ein Bearbeiten der Rollgangsrahmen ist nicht erforderlich, da ein geringes Schiefliegen der Rolle ihren Lauf durchaus nicht beeinträchtigt, etwa durch Verklemmen in den Lagerstellen.
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mit schlitzförmigen Vertiefungen zur Aufnahme der Vierkantzapfen. Eine einseitige Senkung und Verziehen des Rollgangsrahmens schadet den Rollen in keiner Weise. Genietete Rahmen aus Trägern oder
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von in Bewegung befindlichen Antriebsorganen ist das Schwingmoment der Rollen auf das geringste Mass gebracht und ein sehr leichtes Umkehren des Rollganges möglieh. Die zu beschleunigenden und die zu verzögernden Massen werden ausser durch das Fördergut nur durch die Rollen selbst gebildet.
Der Schmiermittelverbrauch ist geringer als bei Rollgängen mit angekuppelten Motoren. Das Fundament des Rollganges, falls bei grösseren Rollgängen überhaupt ein solches erforderlich ist, kann sehr klein und billig gehalten werden.
In der Zeichnung stellen dar : Fig. l den Grundriss eines Teiles eines Roilganges, dessen Einzelrollen in bekannter Weise von je einem seitlich angebauten Elektromotor angetrieben werden. Fig. 2- den Längsschnitt durch einen Elektromotor, wobei der Anker des Motors die Rollgangsrolle bildet.
Fig. 3 den Längsschnitt durch einen Elektromotor, dessen Läufer sich um eine feststehende Achse dreht und dabei ganz oder teilweise die zur Fortbewegung des lose daraufliegenden Fördergutes dienende Rolle bildet. Fig. 4 den Grundriss eines Teiles eines Rollganges, dessen Einzelrollen durch die Elektromotoren nach Fig. 3 ausgebildet und die beispielsweise an einem Stromumformer angeschlossen sind. Fig. 5 den Längsschnitt durch einen Elektromotor mit einem aus zwei konzentrisehen Zylindern bestehenden Läufer. Der äussere Zylinder kommt mit dem oft heissen Fördergut in Berührung, der innere Zylinder dient zur Erzeugung des Drehmomentes. Zwischen beiden Zylindern befindet sich eine gegen Wärme und elektrischen Strom isolierende Zwischenschicht.
Fig. 6 den Längsschnitt durch einen Elektromotor mit einem aus zwei konzentrischen Zylindern bestehenden Läufer. Zwischen den beiden Zylindern befindet sich ein weiter Luftspalt, der einesteils als isolierende. schicht gegen Wärme und elektrischen Strom dient, andernteils verhindert, dass ein den äusseren Zylinder eindruckender schwerer Stoss sich auf den inneren Zylinder fortsetzt und somit den inneren elektrischen Teil vor Beschädigungen bewahrt.
Fig. 7 die Anordnung eines Teiles eines Rollganges, dessen Einzelrollen durch dip-Elektromotoren nach Fig. 3,4, 5 oder 6 ausgebildet sind, bei welchem das Fördergut selbst direkt oder indirekt durch bekannte Mittel die Stromzuführung zu den unter ihm liegenden Elektromotoren einschaltet und sie bewegen
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sobald das Fördergut sie verlassen hat.
Die Rollgangsrollen j ! (Fig. 1) sind in Lagern 2 gelagert, die von den Rahmen 3 getragen werden.
Die Rollenachsen ragen an einem Ende auf eine bedeutende Entfernung vor, und diese Verlängerungen tragen in bekannter Weise die Eurzschlussanker von Elektromotoren 5, die an ein Drehstromnetz 6 angeschlossen sind. Der Rollgang mit den seitlich angeordneten Elektromotoren erfordert eine betracht- liche Breite.
Diese Breite kann etwas vermindert werden, wenn die seitwärts liegenden Elektromotoren erfindungsgemäss nach Fig. 2 ausgebildet werden derart, dass sie zwischen die Rahmen zu liegen kommen, und der innenliegende Anker in seiner Verlängerung zu einer Rollgangsrolle 7 benutzt wird, die sieh
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Achse JM verbunden, die an den Enden mit Hilfe von Verkanten od. dgl. unmittelbar in dem Rahmen 19 ruht. Der Läufermantel. M dreht sich um die Feldmagnete 12 und um die Achse 18. Er bildet ganz oder teilweise die zur Fortbewegung des lose daraufliegenden. Fördergutes dienende Rolle Die mit dem Läufer-
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Zur Vermeidung von Wärmestauungen im Innern des Motors können die Stirnwände mit L'sichern 20 versehen werden, die ständig Kiihlluft durchströmen lassen. Die ruhenden, mit der Achse verbundenen Feldmagneten12 bestehen, wie bekannt, aus genuteten Blechseheiben. Die Wicklungen 22 werden vor dem Einbau der Feldmagnete angebracht. Die Stromzuführung 23 geschieht durch die hohlgebohrte Achse 18.
Bei etwa vorkommenden Reparaturen an einem Elektromotor kann dieser in wenigen Minuten nach oben aus dem Rollgangsrahmen herausgenommen und ein Ersatzmotor eingebaut werden. Nach
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äusseren Gesamtbreite erreicht. Die glatten Abdeckplatten 14 können wieder sämtlich in der gleichen Ebene liegen. Das Fördergut wird in der einfachsten und besten Weise ohne jegliche Zwischenelemente fortbewegt. Der zur Verwendung gelangende Strom ist am zweckmässigsten Drehstrom. Es könnte aber auch Gleichstrom verwendet werden, jedoch würde in diesem Falle der Aufbau des Elektromotors verwickelter und teurer.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung, die angewendet wird, wenn geeigneter Drehstrom nicht verfugbar ist und Gleichstrom aus dem Stromnetz benutzt werden muss. In solchen Fällen findet ein Umformer 24 Verwendung, der den Gleichstrom aus den Leitungen 21 in Drehstrom umformt, der dann durch Leitun-
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wendet, wenn der vorhandene Drehstrom nicht geeignet ist, bei den Läufermänteln 26 die gewünschte Umdrehungszahl zu erreichen.
Durch einen Anlasswiderstand 27 wird erzielt, dass die Elektromotoren nicht plötzlich, sondern allmählich ihre Umdrehungszahl annehmen. Ferner können durch geeignete, bekannte Schalter die Umdrehungszahlen der Elektromotoren sowie deren Drehrichtung geändert werden.
Es ist offensichtlich, dass jede Art von Elektromotoren Anwendung finden kann, bei denen die Läufer die zur Fortbewegung dienenden Rollen bilden, selbst wenn ihre Bauart nicht so einfach ist wie die des in Fig. 3 dargestellten Elektromotors.
Die Elektromotoren in der Ausführungsform nach Fig. 3 haben sich in der Praxis zum Fördern von kaltem und warmem Walzgut tadellos bewährt. Beim Fördern von sehr heissem Walzgut könnten aber die Läufer eine zu hohe Temperatur annehmen, so dass sie sich verziehen und schädlich auf die Feldmagnete einwirken könnten. Für solche Fälle werden die Läufer nach Fig. 5 aus zwei konzentrischen Zylindern 31 und 32 gebildet, zwischen denen eine Schicht 33 angeordnet ist, die als Isolierung gegen Elektrizität und gegen die von aussen kommende Wärme dient. Der äussere Zylinder kommt mit dem heissen Walzgut in Berührung, während der innere Zylinder das Drehen des Läufers tätigt.
Für solche Fälle, wo man damit rechnen muss, dass heftige Stösse auf die Läufer wirken oder gewalzt Stäbe auf den Rollgang fallen können, wird nach Fig. 6 zwischen den beiden konzentrischen Zylindern 34 und 35 ein Luftraum 36 vorgesehen, so dass der innere Zylinder rund bleibt, selbst wenn der äussere Zylinder eingebeult wird. Dieser Luftraum dient auch zur Isolierung gegen die von aussen kommende Hitze und kann so angeordnet werden, dass ein Lftstrom z. tr Kühlung dauernd von der einen Stirnseite der Zylinder nach der andern Stirnseite gehen kann.
Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Elektromotoren als Rollgangsrollen ist der, dass jeder einzelne Elektromotor durch das Fördergut selbst mittels bekannter Mittel bequem in und ausser Betrieb gesetzt werden kann, wodurch die oft lang andauernden Leerläufe vermieden werden und eine erhebliche Strommenge gegenüber den jetzigen Betrieben gespart wird. In Fig. 7 ist die Anordnung dargestellt. Das in der Richtung des Pfeiles bewegte Fördergut 37 hat kurz vor dem nosh in Ruhe befindlichen
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M dass der Läufermantel 39 Uraftstrom erhielt und in Umdrehung kam, um das mittlerweile ankommende Fördergut weiter abrollen zu lassen.
Nachdem durch die Bewegung das Fördergut 37 den Läufer 41 verlassen hat, kann der von dem Fördergut niedergedrückt Hebel des Schalters 40 in die Höhe gehen md den Schäker 40 öffnen, so dass der Läufer 41 keinen Uraftstrom mehr erhält und zum Stillstand kommt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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