AT112783B - Gleitlagerachsbüchse. - Google Patents

Gleitlagerachsbüchse.

Info

Publication number
AT112783B
AT112783B AT112783DA AT112783B AT 112783 B AT112783 B AT 112783B AT 112783D A AT112783D A AT 112783DA AT 112783 B AT112783 B AT 112783B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
bearing axle
bushing according
oil
axle bushing
shell
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
G & J Jaeger Ag
Hans Schulz Dipl Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by G & J Jaeger Ag, Hans Schulz Dipl Ing filed Critical G & J Jaeger Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT112783B publication Critical patent/AT112783B/de

Links

Landscapes

  • Sliding-Contact Bearings (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Bei Achslagern mit gleitender Lagerreibung geben die infolge schlechter Schmierung der Laufflächen eintretenden unzulässigen Erwärmungen, besonders im Eisenbahnbetrieb zu häufigen Störungen Anlass. Die Erfindung bezweckt die Behebung dieser Störungen und erreicht dabei nicht nur eine wesentlich bessere Schmierung, sondern gleichzeitig auch eine günstigere Schmiermittelaufspeicherung und leichtere Zugänglichkeit der Laufflächen. 



   Die Erfindung möge an Hand eines auf anliegender Zeichnung zur Darstellung gebrachten Aus- 
 EMI1.2 
   biichse   und Fig. 2 einen Querschnitt, teils nach der Linie 2-2, teils nach der Linie der Fig. 1 ; Fig. 3 und 4 bringen in grösserem Massstabe in einem   Längs-und Querschnitt   die Gestaltung des die Verteilung des Schmiermittels über die Laufflächen vermittelnden Schmiermittelraumes zur Darstellung ; 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 angebracht, dass die keilförmigen, nach der Traglinie c verlaufenden Hohlräume zur Aufnahme eines nach unten abgestützten Ölkeiles bilden.

   Bei der aus Fig. 3 und 4 ersich'lichen Schale erfolgt die Abstützung durch eine Leiste e, welche gleichzeitig dazu dient, die horizontalen Zapfendrücke aufzunehmen und den Zapfen zu verhindern, seine Lage in horizontaler Richtung zu den   Keilräumen d zu   ändern. Damit der Zapfen auch in vertikaler Richtung seine Lage zu den Räumen nicht zu ändern vermag, was bei Eisenbahnfahrzeugen mit lose aufliegender   Tragschale   beim Springen der Achse eintreten kann, ist die Tragsehale noch mit einer den Zapfen von unten umgreifenden Stützschale verbunden. 



   In den Hohlräumen d münden nach dem   Rücken   der Keilform zu Kanäle f, welche mit Ölsammelrillen g auf der Oberfläche der Schale in Verbindung stehen. Diesen Rillen wird im Betrieb mittels der Ölmitnehmerscheibe h und des Abstreifers i dauernd Öl zugeführt, so dass zwischen Schenkel und Lagerschale ständig ein Ölkeil erhalten wird.

   Infolge des allmählichen Verlaufes dieses Ölkeiles nach der Traglinie zu geht dieser Ölkeil in der   Belastungszone   des Lagers in einen hauchdünnen Ölfilm über, wie man ihn für eine zweckmässige   Lagerschmierung   braucht. 
 EMI1.5 
 mitnehmerscheibe h aufruhende, in einem entsprechend gestalteten Ansatz k des Gehäuses geführte Abstreifer streift mit einer messerförmig zugespitzten Kante das 01 über die ganze Breite der Scheibe h ab, wobei es auf die bogenförmige Wandung   f   des Abstreifers und bei   stärkerer Ölzufuhr auch noch   auf die sich anschliessende, bogenförmig gestaltete untere Wandung   1I/.   des Führungsansatzes k aufläuft. 



  Abstreifer und Führung sind nicht nur in der Auflaufrichtung des Öles, sondern auch quer dazu bogen- 
 EMI1.6 
 wird. Der Abstreifer ist in dieser Weise mit zwei im Spiegelbild zueinanderliegenden   Ableitungsrinnen   ausgebildet, so dass er bei beiden Drehrichtungen gleich wirksam ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Damit das von der   Ölmitnehmerscheibe abgestreifte und sich   vermöge der ihm von der Scheibe mitgegebenen Energie in der Leitrinne des Abstreifers fortbewegende Öl auch dann noch sicher zu den Auffangrillen   g   der Lagerschale gelangt, wenn, wie es bei besonders langsamem Umlauf möglich ist, die Bewegungsenergie des Öles kleiner als sein Fórtbewegungswiderstand in der Leitrinne werden sollte, ist unterhalb der bogenförmigen Leitrinnen      noch eine Abflussnase n angebracht, über welche das   O !   nach Aufzehrung seiner kinetischen Energie unter Ausnutzung seines statischen Arbeitsvermögens in eine zweite tiefer gelegene Rinne geleitet wird, welche ebenfalls zu den Auffangrillen   z   führt.

   Bei langsamem Umlauf nimmt das Öl seinen Weg über die Nase n, während es bei steigender Umdrehungszahl am Ende der Rinne   l   abfliesst. Die Wirkung des Abstreifers wird durch axiale Verschiebungen der Achse gegenüber dem Gehäuse nicht beeinflusst. Ebenso vermag der Abstreifer   Verlagerungen   in vertikaler Richtung, beispielsweise infolge eintretenden Verschleisses zu folgen. 



   Um die erläuterte   Ölfilmbildung   für eine   möglichst   lange Betriebsdauer zu   siehern,   wie es insbesondere im Eisenbahnbetrieb erwünscht ist, ist ferner noch der die   Axialdrücke der Lagersehale   aufnehmende   Zapfenbund p durch Versehraubung q   von dem Zapfen a abnehmbar gemacht.

   Man ist dadurch in der Lage, die Schale in axialer Richtung ein-und ausbauen zu können, ohne das Gehäuse anheben zu müssen, Da hiebei die Eintrittsstelle des Zapfens in das Gehäuse wesentlich günstiger als bei festem Zapfenbund gegen   Ölaus- und Staub eintritt abgedichtet zu   werden vermag, kann der   Ölsammelraum r   des Gehäuses, in welchem das von der Scheibe h im Überfluss geförderte Öl   zurücksinkt,   bis zu einer erheblich höheren Füllhöhe ausgenutzt werden. Das Lager bedarf weniger Wartung wegen der länger ausreichenden Füllung, wie auch wegen seiner längeren Lebensdauer infolge des besseren   Staubschntzes.   



  Eine weitere nützliche Wirkung des angeschraubten Zapfenbundes ist der Fortfall der bisher zwischen Achszapfen und Zapfenbund vorhandenen Abrundung, welche die Aufnahme der axialen   Stösse   beeinträchtigte und ebenfalls eine Ursache für viele   Heissläufer     bildete. Auch ermöglicht   der abnehmbare   Zapfenbund die eingangs erläuterte Trag-und Stützschale aus einem Stück herzustellen, wodurch sich nicht nur die Verwendung besonderer Stützmittel zur Sicherung der Zapfenlage zum Ölkeil erübrigt,   sondern auch die Schale in sich wesentlich stabiler wird und man infolgedessen auch Material von entsprechend geringerer Widerstandsfähigkeit ohne Nachteil zu den Lagerschalen benutzten kann.

   Wo erwünscht, können auch, um an Material und Arbeit zu sparen, Lagerschale und Gehäuse aus einem Stück hergestellt werden. Zweckmässig kann auch, wie es auf der Zeichnung angedeutet wurde, der   vorgeschraubte   Zapfenbund p gleichzeitig als   Ölmitnehmerscheibe   h ausgebildet werden. 



   Um die in axialer Richtung in das Gehäuse eingesetzte Lagerschale gegen axiale Verschiebungen zu sichern, sind bei dem dargestellten   Ausführungsbeispiel   an der Stirnseite der Schale Lappen s angebracht,, welche am Gehäuse zur Anlage kommen. Gegen diese Lappen legen sich beim Verschluss des Gehäuses mit dem Deckel verbundene Bolzen   M,   so dass die Lage der Schale im Gehäuse in axialer Richtung festliegt, während durch Abschrauben von Deckel und Zapfenbund der axiale Ein-und Ausbau unmittelbar freigegeben wird. 



   Die Dichtung der Eintrittsstelle des Zapfens in das Gehäuse wird bei der in Fig. 1 und 2 dargestellten Achsbüchse durch einen   Rotgussdichtungsring v   mit Spritznase und vorgelagertem Ölfangraum bewirkt. Der am Gehäuse ausserdem noch vorgesehene Stossdämpfungsraum   1V   dient dieser Dichtunganordnung zum Schutz gegen Ölschläge und Überfluten und damit gegen Ölverluste und Verschmutzungen, wie sie beim Auflaufen von Eisenbahnfahrzeugen auf Bremsschuhen und Wagenkippern eintreten können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1.   Gleitlagerachsbüchse   mit keilförmigen, in Richtung der Traglinie des Lagers verlaufenden Schmiermittelräumen zwischen Achsschenkel und Lagerschale, dadurch gekennzeichnet, dass die keilförmigen Hohlräume nach unten durch einen die horizontale Zapfenführung bewirkenden   Sehalenteil   begrenzt sind.

Claims (1)

  1. 2. Gleitlagerachsbüchse nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der keilförmige Hohlraum in seiner Lage zum Achszapfen durch eine mit der Tragschale verbundene Stützschale gesichert ist.
    3. Gleitlagerachsbüchse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragbzw. Trag-und Stützschale mittels eines abnehmbaren, an der Stirnseite des Achsschenkels befestigten, den Axialdruck aufnehmenden Zapfenbundes axial in bezug auf den Zapfen gesichert ist.
    4. Gleitlagerachsbüchse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerschale mittels durch Gehäuse bzw. Gehäusedeckel abgestützte, an der dem Gehäusedeckel zugekehrten Schalenstirnseite liegender Anschalgflüchen axial in bezug auf das Gehäuse gesichert ist.
    5. Gleitlagerachsbüchse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der abnehmbare Zapfenbund gleichzeitig als Ölmitnehmerscheibe ausgebildet ist.
    6. Gleitlagerachsbüchse nach Anspruch 1 mit einem das Schmiermittel von einer Mitnehmerscheibe in die Zuführungskanäle leitenden, nachgiebig auf der Ölmitnehmerscheibe aufruhenden Abstreifer, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstreifer als eine sich tangential an den Umfang der Ölmitnehmerscheibe anschliessende, bogenförmige Leitrinne ausgebildet ist. <Desc/Clms Page number 3>
    7. Gleitlagerachsbüchse nach Anspruch 6 mit einem nachgiebig auf der Ölmitnehmerscheibe aufruhenden, in einer Führung gleitenden Abstreifer, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Wandung (m) der Abstreiferführung nach einem sich an die Leitrinnenkrümmung anschliessenden Bogen ausgebuchtet ist.
    8. Gleitlagerachsbüchse nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die bogenförmigen Leitrinnen am Abstreifer im Spiegelbild zueinander angeordnet sind.
    9. Gleitlagerachsbüchse nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Ölabstreifer unterhalb seiner bogenförmigen Leitrinne eine das Öl bei langsamem Umlauf zu den keilförmigen Schmiermittelräumen der Lagerschale führende Abflussnase angebracht ist. EMI3.1
AT112783D 1926-11-26 1926-11-26 Gleitlagerachsbüchse. AT112783B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT112783T 1926-11-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT112783B true AT112783B (de) 1929-04-10

Family

ID=3627826

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT112783D AT112783B (de) 1926-11-26 1926-11-26 Gleitlagerachsbüchse.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT112783B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2435562C2 (de) Labyrinthdichtung
WO2007115791A1 (de) Einbaustück zur aufnahme eines walzenzapfens
DE3146916A1 (de) Vorrichtung zur verbesserung der ausstroemung eines kuehl- und spuelfluids aus einer drosselbuchse sowie zugehoerige drosselbuchse
DE2842780C2 (de) Dichtungsanordnung für drehbar gelagerte Wellen
DE2731313C2 (de) Dichtungsvorrichtung für Walzenlager
EP0857258A2 (de) Vorrichtung zum ankuppeln der kühlmedienführung eines rotationsteiles
AT112783B (de) Gleitlagerachsbüchse.
DE1528963A1 (de) Gegenueber Verunreinigungen bestaendige Stroemungsmittelzufuhranlage
DE2832903C2 (de) Rührwerksmühle - Lager
DE60452C (de) Schleuderpumpe
CH682318A5 (de)
CH673325A5 (de)
DE1000236B (de) Abdichtungseinrichtung fuer die Antriebswelle einer Zentrifugalpumpe fuer das Umwaelzen der Waschfluessigkeit in einer Waschmaschine
DE1510920B2 (de) Einrichtung zum Halten der Mantelhülsen bei Streckwerken von Spinnereimaschinen
DE1053252B (de) Horizontales Zweischeiben-Segmentgleitdrucklager
EP4107014B1 (de) Radnaben-wälzlageranordnung mit einer abgedichteten drehdurchführung einer druckluftversorgungsleitung eines kraftfahrzeugreifens
AT113037B (de) Achslager für Eisenbahnfahrzeuge.
AT134114B (de) Schmiervorrichtung für Lager.
AT265784B (de) Wellendichtung, wahlweise als berührungslose oder Berührungsdichtung einsetzbar
DE1802662C3 (de) Achsbuchse für Radsätze von Eisenbahnfahrzeugen
AT317294B (de) Gleitlager für Segmentalbewegungen ausführende Bauteile von Seilbahnen
DE610102C (de) Lager fuer Losraeder
AT218779B (de) Lagerung des Mähbalkens von Motormähern
DE102023205727A1 (de) Vorrichtung zum Abdichten eines Walzenlagers
DE700112C (de) Kapselgeblaese mit zentrisch zum Gehaeuse gefuehrten Schaufeln und exzentrisch in ihm gelagertem Laeufer