AT112174B - Verfahren und Vorrichtung zur Energieversorgung und Tempierung elektrischer Geschoßzünder. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Energieversorgung und Tempierung elektrischer Geschoßzünder.

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AT112174B
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Rheinische Metallw & Maschf
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  Verfahren und Vorrichtung zur Energieversorgung und Temperung elektrischer   Geschosszünder.   



   Es sind elektrische Geschosszünder   (Zeit- oder Aufschlagzünder   mit einstellbarer Verzögerung) vorgeschlagen worden, bei denen die Einstellung verschiedener Zündzeitpunkte durch verschiedene Bemessung der Grösse der der Zeitzündvorrichtung zugeführten elektrischen Energie erfolgt. Die Zünder enthalten eine Stromerzeugungsanlage, z. B. ein Element oder einen Generator, der bei oder nach dem Abschuss während des   Geschossfluges   oder erst beim Auftreffen des Geschosses auf ein Ziel in Tätigkeit tritt und durch geeignete Mittel (Regelvorrichtungen oder Widerstände) einen Strom veränderlich einstellbarer Grösse abzugeben vermag.

   Dieser Strom dient zum Ingangsetzen des Zeitzünders, also beispielsweise für die Betätigung eines elektrischen Zeitauslösers zum Freimachen eines gespannten Schlagbolzen oder zum Schliessen eines Kontaktes, gegebenenfalls wird sein verbleibender Rest hernach noch als Zündstrom über den Zündsatz geschickt. Je nach der vor dem Abschuss vorgenommenen Einstellung der Regelvorrichtung des Zünders und der damit   erzielten Grosse   des elektrischen Stromes wird die Entzündung des Zündsatzes und damit die Detonation des Geschosses nach kürzerer oder längerer Zeit bewirkt. 



   Man hat auch schon den Brandsatz von Brennzündern für Geschosse oder Bomben auf elektrischem Wege mittels einer vom Geschoss getrennten Stromquelle erst während der   Gesehossbewegung   nach dem Abschuss in Brand gesetzt. Jedoch muss auch hier die Temperung des Ziinders, also die Einstellung auf den beabsichtigten Sprengzeitpunkt vor dem Abschuss, vorgenommen werden, ohne dass die nach dem Abschuss sich ferner abspielenden Vorgänge weiterer menschlicher Beeinflussung zugänglich wären. 



   Das Verfahren nach der Erfindung und die dazugehörige Vorrichtung bezwecken, diesen Vorgängen und Wirkungen auch nach dem Abschuss eine beabsichtigte und bestimmte Richtung geben zu können. Unter Verwendung von elektrischen Zündern, bei denen die Einstellung verschiedener Zündzeitpunkte durch verschiedene Bemessung der Grösse der ihnen zugeführten elektrischen Energie erfolgt, verfährt die Erfindung so, dass der elektrischen Zeitzündeinrichtung die zu ihrem Ingangsetzen und gegebenenfalls zugleich zur Entzündung des   Zündsatzes   erforderliche elektrische Energie in der zur Erzielung des jeweils vorgesehenen Sprengzeitpunktes erforderlichen Stärke nach dem Abfeuern des Geschosses von einer vom Geschoss getrennten Stromquelle aus übermittelt wird.

   Dabei erhält das Geschoss entweder die gesamte zum Ingangsetzen der Zeitzündvorrichtung und gegebenenfalls auch die zur eigentlichen Entzündung des Zündsatzes erforderliche elektrische Energie von der von ihm getrennten Stromquelle oder nur einen bestimmten, der Grösse nach regelbaren Teilbetrag davon, der sodann im Verein und Zusammenarbeit mit dem Strom einer im Geschoss selbst befindlichen zweiten Energiequelle die Entzündung zu dem beabsichtigten Zeitpunkt bewirkt. Die   Tempienmg,   d. i. die Einstellung des Zünders auf einen bestimmten Zündzeitpunkt, erfolgt demnach ohne eine besondere zeitraubende, die   Schussfolge beeinträchtigende   Massnahme. 



   Zur Ausübung dieses Verfahrens wird entweder neben die Bahn des Geschosses eine diesem gegen- über ruhende, an eine einen Strom regelbarer Grösse abgebende Stromquelle geschlossene Leitung gelegt, aus der die elektrische Zündeinrichtung des Geschosses beim Vorbeistreichen während des Geschoss- 
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   Zweckmässig wird der zur Aufladung des elektrischen Zünders dienende Teil der Stromanlage, der den Stromfluss in den elektrischen Zünder übermittelt oder dort einen Induktionsstrom erzeugt, also beispielsweise die Kontaktstelle oder eine Erregerspule, vor der   Geschützrohrmündung   angeordnet, so dass die Aufladung und das Ingangsetzen des elektrischen Zeitzünders erst erfolgen ; nachdem das Geschoss die Rohrmündung schon verlassen hat.

   Dadurch ist für den Zünder eine zuverlässige Rohrsicherung erreicht, auch erfolgen sodann etwaige im Zünder durch sein Ingangsetzen ausgelöste mechanische Bewegungsvorgänge erst, wenn das Geschoss einer Beschleunigung   überhaupt   nicht mehr oder nur noch in so geringem Masse unterliegt, dass diese Bewegungsvorgänge   mechanischer Teile nicht durch Trägheits-     kräfte gestört   oder sogar ganz ausgeschaltet werden. 



   Die Zeichnung veranschaulicht in schematischer Darstellung ein   Ausführungsbeispiel   einer Vor- richtung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung in Verbindung mit einem   Geschütz   ; Fig. 2 zeigt die Inneneinrichtung   eines dazugehörigen Geschosses-mit elektrischem Zeitzünder   ebenfalls in schematischerDarstellung. 



   Das Aufladen und Einstellen des   elektrischen Geschosszünders nach   dem Abfeuern des Geschosses erfolgt bei der in Fig. 1 dargestellten Anlage mittels Fremderregung durch eine um einen Teil der Geschoss- bahn gelegte Erregerspule. Um diese der unmittelbaren Einwirkung der Treibgase zu entziehen, ist es zweckmässig, die Treibgase zwischen der   Rohrmündung   und der Erregerspule möglichst nach der Seite hin abzulenken, was durch die auch zur Erreichung anderer Zwecke vorteilhafte Zwischenschaltung einer auf die   Mündung   des Rohres   a   aufgesetzten Mündungsbremse b geschehen kann. Um den vor der
Fangwand b'liegenden zylindrischen   Rohrteil   ist die Erregerspule c gelegt, die über einen Regel- widerstand d und einen Strommesser e an eine Stromquelle f geschlossen ist.

   Der Regelwiderstand d dient zur Veränderung der der Spule c zugeführten elektromotorischen Kraft und somit zur Änderung der Feldstärke des von der Spule c erzeugten Kraftlinienfeldes. Er kann unmittelbar am Geschütz oder von diesem getrennt an einem besonderen Stand angebracht sein ; auch kann, wie im gezeichneten   Ausführungsbeispiel   angedeutet ist, eine zweite Regelvorrichtung   'vorgesehenaein, so   dass die Einstellung der Feldstärke des von der Spule   cerzeugten Kraftlinienfeldes   sowohl am   Geschütz   selbst als auch von einem davon entfernter liegenden Stand aus vorgenommen werden kann. 



   Das in Fig. 2 zur Erläuterung der Wirkungsweise der Anlage beispielsweise.dargestellte Geschossg besitzt in seinem vorderen Teile eine um seinen   äusseren   Umfang, dicht hinter dem als Führungsteil im 
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 der unter dem Druck einer Feder m teilweise aus dieser herausgetreten ist. Der Eisenkern   I   ist mit einem um die Achse   n   im   Geschosskörper   drehbar gelagerten Hebel o gelenkig verbunden, der an seinem einen Ende mit einer verschieblichen   Zahnstange   verbunden ist und in Anlage mit einem Anschlag g2 unter dem Druck der auf den Eisenkern   i !   wirkenden Feder m in seiner Ruhelage verharrt.

   An der Zahnstange   p   sitzt ein bewegliches Kontaktstück q zum Schliessen der Leitung s, die den Kondensator k mit den in 
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 dabei die Feder m zusammen und schwenkt zugleich den Hebel o im Sinne der   Pfeilrichtung a ;. Dadurch   wird der an der Zahnstange p sitzende Schliesskontakt q durch Anlaufen an einen Anschlag des Geschosskörpers aus der bisherigen Sicherungslage in eine Lage geschwungen, die bei einem darauffolgenden Zurückkehren der Zahnstange p in ihre Ausgangslage die vom Kondensator k zum Zündsatz   t'führende   Leitung   s'zu schliessen   gestattet.

   Sobald die Zünderspule h während des weiteren   Gesehossfluges   durch das Feld der Erregerspule c hindurchgetreten ist, hört die Stromerzeugung und damit die magnetische 
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 der Stange p und des Schliesskontaktes q wird dadurch verzögert, dass nunmehr die Zahnstange p über ein Getriebe 1t einen Flügel v in Drehung versetzt. Beim darauffolgenden   Schliessen   der Leitung s' vermittels des Kontaktes q entlädt sieh die   Kondensatorladlmg   über den   Zündsatz)', es entsteht zwischen     dep     im Zündsatz &gamma;eingebetteten Polen s eine Funkenbrücke.   die den   Zündsatz   zur Entzündung bringt. 

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   Die Grösse der in der Geschossspule k erzeugten und in der Zünderspule i zur Wirkung gelangenden elektromotorischen Kraft ist abhängig von der Feldstärke des von der Spule c am Geschützrohr erzeugten Kraftlinienfeldes. Je grösser die Feldstärke in der Erregerspule c ist, desto mehr wird der Eisenkern   l   im   Geschosszünder   in die Magnetspule i hineingezogen und desto längere Zeit verstreicht, bis nach dem Durchgang des Geschosses durch die Erregerspule c der Stromkreis vom Kondensator k über die Initial.   zündung &gamma;geschlossen   wird. 



   Der Regelwiderstand cl im Stromkreis zu der Erregerspule c ist mit einer   Teilung   versehen, die für jede eingestellte Widerstandsgrösse und für jeden bei dem Geschütz zur Verwendung gelangenden 
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 auch an dem in den Stromkreis zur Erregerspule c gelagerten Strommesser e angebracht sein, so dass Änderungen in dem von der   Stromquelle/gelieferten   Strom und damit auch Änderungen der Zünd zeitpunkte ohne weiteres erkennbar werden und durch Einschalten einer   ändern   Widerstandsgrösse zur Erzielung des beabsichtigten Zündzeitpunktes ausschaltbar sind. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Energieversorgung und Tempierung elektrischer   Geschosszünder,   bei denen die Einstellung verschiedener Zündzeitpunkte durch verschiedene   Bemessung der Grösse   der ihnen zuge- 
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 des Geschosses die zu ihrem Ingangsetzen und gegebenenfalls zugleich zur eigentlichen Entzündung des   Zündsatzes   erforderliche elektrische Energie in der zur Erzielung des jeweils vorgesehenen Sprengzeitpunktes erforderlichen Stärke nach dem Abfeuern des Geschosses von einer vom Geschosse getrennten 
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Claims (1)

  1. Energie von der vom Geschoss getrennten Energiequelle an die Geschosszündeinrichtung auf drahtlosem Wege erfolgt, beispielsweise vermittels eines in die Bahn des Geschosses gelegten ruhenden Kraftlinienfeldes regelbarer Stärke, das beim Durchgang des Geschosses nach dem Abschuss in dessen elektrischer Zündeinrichtung einen Induktionsstrom von der zur Erzielung des beabsichtigten Sprengzeitpunktcs erforderlichen Stärke erzeugt.
    3. Geschütz mit Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Geschützrohrmündung mit dem Rohrfest verbunden ein von einem elektrischen Strom regelbarer Stärke gespeister Kraftfelderzeuger angeordnet ist, der der elektrischen Zeitzündeinrichtung des Geschosses beim Durchgang den zum Ingangsetzen des Zeitzünders erforderlichen Strom induziert.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschoss einen Teil der zum Ingangsetzen oder zur eigentlichen Entzündung des Zeitzünders erforderlichen elektrischen Energie entweder schon vor dem Abschuss in einem Elektrizitätsspeicher gebunden mit sieh führt oder mittels eines Generators erst während des weiteren Gesehossfluges erzeugt und der elektrischen Zeitzündeinrichtung des Geschosses nur der andere Teil der erforderlich Energiemenge von einer vom Geschoss getrennten Stromquelle aus in einer dem beabsichtigten Sprennzeitpunkt entsprechenden Stärke übermittelt wird, EMI3.4
AT112174D 1926-09-01 1927-07-04 Verfahren und Vorrichtung zur Energieversorgung und Tempierung elektrischer Geschoßzünder. AT112174B (de)

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