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Fliissigkeits-Lagerbehälter.
Die Erfindung bezieht sich auf Lagerbehälter für Flüssigkeiten, die mit einem schwimmfähigen Verschlussdeckel versehen sind, an dessen Aussenrand ein ausdehnbaren bzw. zusammenziehbares Organ zum Abdichten des zwischen Deckel und Behälterwand vorhandenen Spaltes angeordnet ist. Dieses Organ, das die aus der Flüssigkeit aufsteigenden Gase auffängt, umfasst einen in den Behälter einsetzbaren Ringkörper, der aus mehreren, durch biegsame Zwischenstücke verbundenen Segmenten besteht.
Diese aus Metall hergestellten Segmente des Ringeinsatzes sind derart bemessen und angeordnet, dass
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durch welchen Gase und Dämpfe nicht rasch durchströmen können. Obwohl der enge Ringschlitz oben offen ist, werden bei Benützung des Behälters für Öle die Dämpfe im unteren Teil des Schlitzes bleiben, da sie ungefähr doppelt so schwer wie Luft sind. Bei starkem Wind werden sie jedoch durch den Ringschlitz hindurch abgesaugt. Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein Lagerbehälter, der mit einer zweiten Dichtung oder Hilfsdichtung versehen ist, welche den Verdampfungsverlust dadurch verringert, dass sie das Austreten von Dämpfen durch den Ringschlitz verhindert.
Eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes besteht in den Mitteln zur Verbindung des Ringkörpers mit dem Schwimmdeckel und zur Sicherung seiner Segmente im geeigneten Abstand von der Behälterwand.
Die Zeichnung zeigt den Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel, u. zw. ist Fig. 1 ein Senkreehtsehnitt eines der Erfindung gemäss ausgebildeten Flüssigkeitslagerbehälters, Fig. 2 ein Teil einer Draufsicht, bei welcher der Schwimmdeckel zum Teil weggebrochen ist, damit das Abzugsrohr zur Abfuhr des Wassers von der Deckeloberfläche sichtbar ist, Fig. 3 stellt in grösserem Massstabe die Hilfsdichtung an dem oberen Rand des Ringkörpers und dessen Führung dar, und Fig. 4 ist ein Teil einer Innenansicht des Schwimmdeckels mit zum Teil weggebrochenem Kranz.
Der Flüssigkeitslagerbehälter besitzt eine Mantelwand l, bestehend aus übereinandergreifenden Metallplatten, die durch Niete 7 verbunden sind. In dem Behälter befindet sich ein Deckel B, der bei Normalzustand auf der im Behälter befindlichen Flüssigkeit schwimmt. Von dem Rand des Deckels ragt ein Kranz C aufwärts, dessen Durchmesser beträchtlich kleiner als die lichte Weite des Behälters ist.
An der Innenseite der Behälterwand ist ein ausdehnbarer, bzw. zusammenziehbarer Ringkörper oder Ringschuh verschiebbar angeordnet, der aus mehreren, durch biegsame Zwischenstücke 2 (Fig. 1) verbundenen Segmenten D besteht und dessen oberer Rand durch ein biegsames, zweckmässig aus gasdichtem Stoff bestehendes Verbindungsorgan. 2 ( ( an den oberen Rand des Kranzes C angeschlossen ist,
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Rand des Deckels B aufsteigenden Gase bildet.
Damit der Verlust an Gasen, die durch den engen Ringraum zwischen der Behälterwand A und dem Ringkörper D aufsteigen können, verringert wird, ist an dem oberen Rand des Ringeinsatzes eine Hilfsdiehtung E angeordnet. Diese besteht aus biegsamem Material, zweckmässig feuerfestem Stoff und ist an dem Einsatz derart befestigt, dass sie ständig an der Innenfläche der Behälterwand gleitet.
Die Befestigung kann auf beliebige Art erfolgen ; zweckmässig ist es, jedes Segment des Einsatzes nahe seinem oberen Rand einwärts zu biegen und mit einem nach aussen gerichteten wagrechten Flansch 3 (Fig. 3) zu versehen, an welchem der Hilfsdichtungskörper E befestigt ist, so dass eine Ringnut entsteht, in welche das Dichtungsorgan E vermöge seiner Biegsamkeit ausweichen kann, wenn es über die Nietköpfe der Behälterwand oder die Stösse der die Wand bildenden Bleche geführt wird. Das ausdehnbare und
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zusammenziehbare Organ am Umfange des Schwimmdeckels, welches die Hauptdiehtung bildet, kann Änderungen seines Halbmessers erfahren.
Bei normaler Wirkungsweise werden die Teile D bzw. deren obere Ränder, an welchen die Hilfsdichtung E angebracht ist, in einem im wesentlichen gleichbleibenden Abstand von der Mantelwand des Behälters gehalten. Dementsprechend erleidet die biegsame Dichtungeinrichtung geringe Änderungen, und sie kann daher eine Hilfsdichtung zum Abschluss des oberen Endes des Ringschlitzes zwischen der Behälterwand und dem Ringkörper der Hauptdichtung bilden.
Um zu verhindern, dass die Hilfsdichtung E zwischen dem Ringkörper und den Nietköpfen oder den Absätzen am Behältermantel geklemmt wird, wenn der Deckel steigt oder fällt, und um das richtige GleitendesRingkörperslängsderBehälterwandzuunterstützen, wird jeder der Teile D mit einer oder mit mehreren aufwärtsgerichteten Führungs- oder Gleitstücken F versehen (Fig. 1, 2, 3). Diese Führungstücke sind an ihrem oberen Ende nach innen geneigt. Sie sind an der Aussenfläche der Segmente D derart befestigt, dass sie zwischen die Mantelwand des Behälters . und die Hilfsdichtung E reichen.
Sie bewirken eine bedeutende Verringerung des Druckes, der durch die an der Behälterwand befindlichen Nietköpfe
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hindern sicher das Klemmen der Hilfsdichtungseinrichtung B zwischen den oben erwähnten Teilen der Behälterwand und dem Flansch 3 des Einsatzringes ; wobei praktisch genommen durch sie ermöglicht wird, die Einrichtung E an solchen Teilen des Ringkörpers, nämlich dem Flansch 3, anzubringen, die in unmittelbarer Nähe der Innenfläche des Behältermantels angeordnet sind.
Die Teile D des Ringkörpers werden von dem Schwimmdeckel durch Stützen G getragen und in geeigneter Stellung zur Behälterwand gehalten. Diese Stutzen bestehen zweckmässig aus einem Stück starken Federdrahtes, der winkelförmig gebogen ist, indem seine Schenkel 5, 6 von einer den Scheitel des Winkels bildenden Windung 7 oder mehreren solchen Windungen ausgehen. Der vertikale Schenkel 6 jeder Stütze liegt an der Aussenfläche des Kranzes C an und ist an diesem mit seinem oberen Ende befestigt, beispielsweise durch eine querliegende Klemmplatte 8, die mit dem Kranz G durch Schrauben 9 verbunden ist.
Der geneigte Schenkel 5 der Stütze ist mit seinem oberen Ende an den mit ihm zusammenwirkenden Teil D gelenkig angeschlossen, u. zw. ist er zweckmässig mit einem wagrecht liegenden Zapfen 5a versehen, der in ein an dem Teil D befestigtes Lager 10 eingreift (Fig. 3,4).
Der Schwimmdeckel B ist mit einem Sammelbecken 11 für das Regenwasser versehen. Zur Abfuhr des Regenwassers dient ein biegsamer Schlauch H, in dem sich seiner ganzen Länge nach ein federnder
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deren Durchmesser vom unteren Ende des Schlauches zum oberen Ende zunimmt. An das obere Ende des Schlauches H ist ein in das Becken 11 reichendes Metallrohr 14 angebracht ; das untere Ende des Schlauches endet in ein Metallrohr 15, welches das Rohr 14 unten ca. 90 kreuzt und in der Nähe des Behälterbodens durch die Wand A nach aussen führt. Der im Schlauch angeordnete Draht 12 reicht in das Rohr M, und da er durch dieses festgehalten wird, bildet er einen Träger für den Schlauch und verhindert, dass dieser beim Steigen und Fallen des Deckels geknickt wird.
Die Scheiben 13 sichern den Schlauch in einer für die Leitung des Wassers geeigneten Neigung, wenn sich der Deckel B in tiefer Stellung befindet.
Damit die Dichtungseinrichtungen auch bei vollständiger oder fast vollständiger Füllung des Behälters wirksam sind, wird an den oberen Rand des Mantels A ein Aufsatz J angeschlossen, entlang welchem der Ringkörper dann gleitet, wenn er infolge der Füllung des Behälters so hoch steht, dass er um ein beträchtliches Stück über den oberen Rand des Mantels reicht. Der Aufsatz J braucht also nicht flüssigkeitsdicht zu sein, sondern bildet eine Fortsetzung des Behältermantels nur um der Dichtung- einrichtung. E eine Gleitfläche zu bieten, so dass der Abschluss der schmalen, den Ringkörper umgebenden Ringöffnung auch bei gänzlicher Füllung des Behälters möglich wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Flüssigkeitslagerbehälter, dessen Schwimmdeckel mit einem entlang der Behälterwand verschiebbaren ringförmigen Dichtungskörper verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Hilfsdichtungseinrichtung (E) für den zwischen dem Hauptdichtungskörper (D, und der Behälterwand (A) vorhandenen Spalt besitzt, die zweckmässig an dem Hauptdichtungskörper angebracht ist.