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Schwimmerloser Vergaser.
Die Erfindung betrifft einen Vergaser für Brennkraftmaschinen, bei welchen die Brennstoffzufuhr ohne Verwendung eines Schwimmers allein durch ein von einem Luftdruckkolben gesteuertes Ventil geregelt und der hinzutretende Brennstoff durch den Saugluftstrom zerstäubt wird und besteht in der weiteren Ausbildung der in dem Patent Nr. 103661 beschriebenen Konstruktion.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der neuen Vergaserkonstruktion dar, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Ansicht von der dem Motor zugewendeten Stirnseite aus gesehen, Fig. 3 den Vergaser im senkrechten Längsschnitt nach Linie A-A der Fig. 2 und Fig. 4 im wagrechten Längsschnitt nach Linie B-B der Fig. 2.
Der Luftventilkörper a ist an einer Stirnseite an den Saugraum des Motors angeschlossen ; neben diesem, im rechten Winkel dazu und durch die Injektordüse b damit verbunden, ist der Brennstoffventilkörper c zur Aufnahme des Brennstoffventils n angeordnet. Das Luftventil fist durch ein Rohr g mit einem Bowdenzug verbunden ; das Ventil wird durch eine Schraubenfeder i auf den Ventilsitz e, der mit dem Gehäuse ein Stüek bilden kann, gedrückt. Auf dem ortsfesten Injektor b sitzt das auf letzterem verschiebbare Ventilrohr g.
Dem Seitenarm I des Injektors b fliesst vom Brennstoffventilkörper c aus der Brennstoff mit Hilfe eines durch die feine Öffnung heintretenden Luftstromes zu und tritt so, durch Düsenwirkung vorzerstäubt, durch den Kanal I der Injektordüse b in diese ein, um hier durch den ebenfalls rechtwinklig dazu gerichteten Hauptluftstrom der Injektordüse zum zweiten Male ausgiebig zerstäubt und gemischt zu werden.
Im Zylinderraum des Ventilkörpers sitzt das Brennstoffventil n und ruht unten auf einer Verbindungsstange o mit dem Steuerkolben p so auf, dass das Ventil n bei der tiefsten Stellung des Kolbens p den Brennstoffzufluss an seinem Sitz im Ventilgehäuse c abschliesst. Zur Betätigung des Steuerkolbens p ist dieser auf seiner Oberseite durch einen Kanal q mit einem unter dem Saugzug des Motors stehenden Raum m des Luftventilkörpers verbunden, während seine Unterseite unter dem durch die Bodenöffnungen r vermittelten Atmosphärendruck steht. Durch den Saugzug wird der Steuerkolben p infolge des auf seine untere Fläche wirkenden äusseren Luftdruckes gehoben und damit auch das Brennstoffventil n.
Am Ende des Vergasers nach der Motorseite zu ist ein Lufttrichter d eingebaut, dessen kleinste Durchtrittsöffnung nach der Motorstärke kalibriert ist.
Vor seiner kleinsten Durchtrittsöffnung besitzt dieser Luftrichter Kommunikationsöffnungen k zu dem äusseren Ringraum m, der durch einen Kanal q mit dem oberen Zylinderraum des Steuerkolbens p verbunden ist, so dass der obere Zylinderraum unmittelbar unter dem Saugzug des Motors steht.
Um den Brennstoffzufluss in Abhängigkeit von dem eingeführten Luftquantum zu bringen, ist folgende Anordnung getroffen : Zur Übertragung der Bewegung des Steuerkolbens p auf das Brennstoffventil n ist zwischen beide ein Übertragungshebel o gelegt, um zum Anheben des Brennstoffventils n mit weniger Hubkraft des Kolbens p auskommen zu können. Der Drehpunkt t des Hebels o liegt rechts ; dann kommt am kürzeren Hebelarm wirkend und oben aufruhend die Spindel des Brennstoffventils n.
Weiterhin greift auf der Unterseite des Hebels am grösseren Hebelarm wirkend der Differentialdruckkolben p an.
Um nun auf sehr einfache Weise das richtige Verhältnis dieser Hebelarmlängen einstellen zu können, ist folgende Anordnung getroffen : Die Drehachse t des Hebels o ist zwecks Verschiebung in einem Gleitstück u gelagert, das in der Längsrichtung des Hebels o verschoben und mittels einer Einstellschraube v
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festgestellt werden kann. Verschiebt man die Drehachse t des Hebels o nach rechts, so wird der Druckunterschied vom Kolben p und Brennstoffventil n auf den Hebel geringer, d. h. beide Drücke gleichen sich mehr aus, aber auch die Hubwege nähern sich einander.
Der Kolben p ist zweckmässig ganz aus Metall hergestellt und ist das Kolbengehäuse unten mit einer Metallkappe abgeschlossen, die mit mehreren Luftlöchern r versehen ist, damit auf die Unterseite des Kolbens der äussere Luftdruck wirken kann.
Der Hebel o ist zweckmässig in einen Kanal im Innern des Ventilgehäuses c eingebaut ; diesem Kanal ist das der Hebellagerung dienende Gleitstück u angepasst.
Der die Öffnungsbewegung des Brennstoffventils vermittelnde Hebel o wird ausserdem noch vom Luftventil f aus beeinflusst, indem von letzterem aus die Maximalöffnung des Brennstoff Ventils ? begrenzt wird.
Zu diesem Zweck ist ein um die Achse y schwingbarer Doppelhebel s angeordnet, dessen einstellbare Gleitbahn x auf dem Zapfen w des Luftventil aufliegt. Um die Grösse des Hubes und den Verlauf des Hubes des Ansohlagstiftes z beim Öffnen und Schliessen des Luftventils f einstellen zu können, ist die Gleitbahn x an einem am Hebelarm sitzenden Stift Xl drehbar und mit Hilfe der Schraube x2 mit Mutter und Gegenmutter in ihrer Neigung einstellbar.
Zur Begrenzung des Öffnungshubes des Brennstoffventils n ist an dem rechten Arm des Hebels 8 der senkrechte Stift s angebracht,-der beim Anheben des Brennstoffventils n als Anschlag für den Hebel o dient. In der geschlossenen Stellung des Luftventil müsste eigentlich der Anschlagstift z des Hebels s auf dem Hebel o oben aufruhen.
Um nun aber das Ventil auch gleichzeitig für den Leerlauf verwenden zu können, ist folgende Einrichtung getroffen : Der Anschlagstift zist als Schraube ausgebildet und so in seiner Länge einstellbar, u. zw. derart, dass er in der Anfangsstellung der beiden Hebel nicht auf den Hebel o aufruht, sondern einen solchen Abstand besitzt, dass sieh letzterer schon beim Leerlauf-so viel drehen bzw. das Brennstoffventil n so weit anheben kann, dass die für den Leerlauf erforderliche Brennstoffmenge eben noch durchfliessen kann. Mit Hilfe einer Feder s'wird der Hebel s mit seinem linken Hebelarm stets kraftschlüssig auf den Zapfen w des Luttventils f aufgedrückt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schwimmerloser Vergaser für Brennkraftmasohinen, bei dem ein Brennstoffzufuhrventil durch einen von äusseren Luftdruck betätigten Kolben entsprechend dem Brennstoff bedarf angehoben wird, wobei der Kolbenhub durch einen vom Luftzufuhrventi] gesteuerten Anschlag begrenzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagglied von einem Hebel (o) gebildet wird, an dessen grösserem Hebelarm der vom Überdruck der äusseren Luft gesteuerte Kolben (p) angreift und an dessen kleinerem Hebelarm das Brennstoffventil aufliegt.