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IGNAZ HORNICK IN WIEN.
Signallaterne.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildenden Neuerungen haben in erster
Linie den Zweck, das bisher übliche Austauschen der farbigen Signalgläser, welche Mani- pulation mit einer Reihe von Nachteilen verbunden ist, zu vermeiden und weiters auch den, die, die Lampe nach aussen abschliessenden Glasscheiben und mithin auch die Lampe selbst gegen äussere Einflüsse besser, als dies bisher der Fall war, zu schützen.
Beiliegende Zeichnung zeigt eine Signallaterne mit den daran angebrachten Neuerungen und zwar in Fig. 1 teilweise im Längsschnitt und in der Ansicht, in Fig. 2 in einem
Schnitte nach A-B der Fig. 3 und in Fig. 3 in einem Querschnitte, während Fig. 4 ein
Detail darstellt.
Um die Nachteile, welche sich bis nun durch das Austauschen der Signalgläser er- gaben, z. B. Beschmutzen oder Zerbrechen der Gläser, Zeitverlust beim Auswechseln, Ver- legen der Gläser u. dgl., zu vermeiden, werden vorliegender Erfindung nach so viele Signal- gläser in der Laterne untergebracht, als dieselbe Signale geben soll ; jedes Signalglas ist in einem Rahmen gefasst und dieser Rahmen in vertikalen Führungen geführt.
Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform ist eine solche mit zwei farbigen
Signalgläsern, nämlich rot und grün.
Der Laternenraum 1 ist durch eine Wand 2 mit kreisförmigem Ausschnitt 3 in zwei
Räume geteilt, in deren einem sich eine Lampe 4 bekannter Konstruktion befindet. An der
Wand 2 sind vertikale Doppelführungen 5, 6 angeordnet, in welchen die in Rahmen Î,.'3 gelagerten Signalgläser 9, 10 unabhängig voneinander auf-und abgeschoben werden können.
Zu diesem Zwecke sind die Rahmen 7, 8 durch Stäbe 11, 12 mit Führungsstücken 18, 14 verbunden, welche in an einer Zwischenwand 15 angeordneten Führungen 16, 17 vertikal geführt und mit Stiften oder Ansätzen 18, 19 verstehen sind. Zum Verstellen der Signal- gläser bei geschlossener Tür 20 dient eine zwischen den Wänden J'5, : j, 20 drehbar und ver- schiebbar angeordnete und von aussen handzuhabende Stange 29, welche auf die erwähnten
Stifte 18, 19 einwirkt. Der Zeichnung nach ist die Stange 29 eine Hülse, welche mittelst einer in der Decke der Laterne vernieteten Stange 30 geführt ist, derart, dass sie mittelst des nach aussen ragenden Handgriffes 31 auf-und abgeschoben werden kann.
Diese Hülse wird durch eine Feder 82 stets in der höchsten Stellung zu erhalten gesucht und endet oben in einen Querarm 33, welcher durch Drehen der Stange in den Bereich des einen oder anderen Stiftes 18, 19 gebracht worden kann. Durch Verdrehen und Hinaufschieben bezw. Herabziehen der Hülse kann man eines der beiden Signalgläser in die unwirksame bezw. wirksame Stellung bringen.
Jedes Signalglas bezw. dessen Rahmen wird in der tiefsten (eingeschalteten) und in der höchsten (ausgeschalteten) Stellung festgestellt, damit dasselbe die ihm erteilte Stellung auch durch die Erschütterungen der Wagen beim Fahre nicht verändere. Behufs Fest- stellens der Signalgläser in der tiefsten Stellung sind die Doppelführungen 5, 6 an ihrem unteren Ende ausgefüllt ; überdies bestimmen auch die Führungsstücke 13, 14 das Ende der Bahn nach unten.
Zur Feststellung der Signalgläser bezw. der Rahmen in der höchsten Stellung dienen Federn 21, 22, welche an der Zwischenwand 15 mit ihrem unteren Ende befestigt und oben derart ausgebaucht sind, dass sich die Stäbe 11, 12 bei gehobenem
Signalglase auf die Federn aufsetzen und erst durch starkes Anziehen des Handgriffes 31
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durch aus dem Rahmen ausgestanzte Federn 24 in demselben festgeklemmt (Fig. 2 und 4).
Eine weitere Neuerung bezieht sich auf den Schutz der Lampe 4 gegen äussere Einflüsse, welcher allerdings schon zum Teil durch die Innenanordnung der Signalgläser erreicht wird.
Bei den bekannten Signallaternen ist die Lampe durch die aussen befindlichen Signalgläser nur sehr mangelhaft geschützt, weil diese-Gläser leicht zerbrochen werden können und alsdann die Lampe den äusseren EinSilsseA preisgegeben ist.
Vorliegender Ausführung nach wird ein wirksamer Schutz der Lampe dadurch erzielt, dass der Reflektor 25 (Fig. 1 und 3) an der dreh-oder schiebbaren Tür 26 angeordnet ist (Fig. 1 links) bezw. hinter der Tür in das Gehäuse eingeschoben wird (Fig. 1 rechts) und zu beiden Seiten mit farblosen Gläsern 27, 28 versehen ist (Fig. 1 rechts), so dass im Falle einer Beschädigung der äusseren Glasscheibe 28, die innere ; besser geschützte Glasscheibe 27 zur Wirkung gelangt. In Fig. 1 links fehlt die innere Glasscheibe, weil nach dem Zerbrechen der äusseren Scheibe die jeweilig eingeschaltete Signalscheibe sstezw. der Lampe genügend Schutz bietet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Heben und Senken der Signalgläser von Signallaternen bei geschlossener Tür, gekennzeichnet durch eine in der Laterne verschiebbar angeordnete, nach aussen ragende und auf die Signalgläser einwirkende Stange (2. 9).