AT109954B - Verfahren zur Unterscheidung von Japanperlen mit Perlmutterkern gegenüber echten Naturperlen. - Google Patents
Verfahren zur Unterscheidung von Japanperlen mit Perlmutterkern gegenüber echten Naturperlen.Info
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Description
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Verfahren zur Unterscheidung von Japanperlen mit Ferlmutterltern gegenüber echten Naturperlen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Unterscheidung von Japanperlen mit Perlmuttrrkern gegenüber echten Naturperlen. Die Perlmutterkerne bei Japanperlen sind dadurch charakterissiert, dass sie eine mehr oder weniger ebenflächige Schichtung der Perlmuttersubstanz aufweisen. Hierauf beruht das Unterseheidungsverfahren. Man bringt zu diesem Zwecke die zu untersuchende Perle in ein magnetisches oder elektrisches Feld, das ruhend oder bewegt sein kann, und setzt die Perle der Einwirkung dieses Kraftfeldes aus. Eine Naturperle mit einem kugeligen Kern bleibt in dem Feld in der Ruhelage, während die Japanperle mitdemebenflächiggesehiehtetenPermutterkem sich so einzustellen bestrebt ist, dass die Schichtung der Kraftlinien möglichst parallel verläuft.
Erfindungsgemäss wird diese Änderung des Kraftfeldes oder der Lage der Perle gegenüber diesem Kraftfeld entweder auf eine Anzeigevor- richtung übertragen oder unmittelbar durch die Lageänderung der Perle gemessen. Dies kann auf ver- schiedene Weise geschehen. Beispielsweise kann man die Perle an einem Faden schwebend oder in einer
Flüssigkeit schwimmend dem Kraftfeld aussetzen, wobei im ersteren Falle die auf die Perle in verschiedenen
Stellungen durch das elektrische oder magnetische Feld ausgeübten Richtkräfte durch den Verdrehung- widerstand des Aufhängefadens oder einer Feder oder in sonst üblicher Weise gemessen werden können.
Die etwaige unregelmässige äussere Form der Perle hat zwar auch eine Veränderung des Kraftfeldes bzw. eine Lageänderung der Perle zur Folge, jedoch lange nicht in der Grössenordnung wie die durch die
Struktur des Perlmutterkernes bedingte. Man kann überdies die unregelmässige Veränderung des Kraft- feldes dadurch ausgleichen, dass man die Perle in einem Mittel untersucht, das die gleichen magnetischen
Eigenschaften wie die Perlensubstanz aufweist und das die unregelmässige Form der Perle zu einer Kugel ausgleicht, beispielsweise Stearinsäure. Man kann auch die zu untersuchende Perle innerhalb des Kraft- feldes relativ zu diesem bewegen und die durch diese Relativbewegung bewirkte Feldänderung auf die
Anzeigevorrichtung übertragen.
Beispielsweise verwendet man hiezu zwei gegeneinander etwas verstimmte elektrische Sehwingungskreise, die einen bestimmten Interferenzton ergeben, und verändert diesen
Interferenzton, indem man die Perle in das Feld eines Kondensators bringt und dort bewegt. Bei Perlen mit verhältnismässig dünner äusserer Schale kann man das angegebene Verfahren noch derart mit einem optischen Verfahren verbinden, dass die Perle durch die Lageänderung im Kraftfeld in eine zur optischen Untersuchung günstige Richtung gebracht und dann in bekannter Weise mit Hilfe eines
Mikroskopes weiter untersucht wird.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert.
Nach Fig.] ist 1 ein Elektromagnet, zwischen dessen beide Polschuhe 2 die Perle 3, an einem
Kokonfaden 4 hängend, gebracht wird. Eine echte Perle bleibt bei Erzeugung des Kraftfeldes ruhig hängen, während eine Japanperle sich solange dreht, bis sich ihr Kern den Kraftlinien entsprechend eingestellt hat. Mit dem Kokonfaden wird eine bekannte Anzeigevorrichtung, etwa ein Zeiger oder ein
Spiegel verbunden.
Gemäss Fig. 2 schwebt die Perle 3 in dem Behälter 6 in einer Flüssigkeit von angenähert gleichem spezifischen Gewicht.
Gemäss Fig. 3 ist der Behälter 6 mit zwei Flüssigkeiten gefüllt, von denen die eine ein grösseres und die andere ein kleineres spezifisches Gewicht hat als die Perle, derart, dass die Perle zwischen den beiden Flüssigkeiten schwimmt.
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hineingebracht wird, verändert wird. Des weiteren aber tritt eine charakteristische Feldänderung ein, wenn eine Japanperle mit Perlmutterkern relativ'zu einem Felde bewegt, z. B. gedreht wird. Eine Perle ohne Perlmutterkern ruft in einem solchen Felde, nur wenn sie nicht kugelförmig ist, eine geringe Ver- änderung hervor.
Bewegt man aber eine Japanperle im Feld, so machen sich erhebliche Feldstärken- änderungen bemerkbar, die bei elektrischen Feldern Kapazitätsänderungen, bei magnetischen Feldern Induktion von Strömen bewirken, weil hiebei die Schichtungsrichtung verschiedene Stellungen zur Richtung der Kraftlinien einnimmt.
Gemäss Fig. 4 ist ?'ein normaler, kleiner elektrischer Schwingungsgenerator. der durch die Röhren erregt wird. Dieser induziert auf ein rückgekoppeltes System 8, das in üblicher Weise aus der Selbstinduktion (Spule) 10 und der Kapazität (Kondensator 11 mit dazwischen befindlicher Perle) besteht. so dass in dem im Ereise befindlichen Telephon 9 ein Interferenzton zu hören ist. Wird nun die Kapazität des Kreises. 8 dadurch geändert, dass im Feld des Kondensators 11 eine Japanperle gedreht oder gerollt wird, so ändert sich dementsprechend die Schwingungszahl und damit der Interferenzton. Bei einer echten Perle tritt eine solche Kapazitätsänderung praktisch nicht auf.
Gemäss Fig. 5 ist 7 wieder der von einer Röhre 12 erregte Schwingungskreis. Die Schwingungen werden auf das im Kreise 20 liegende Anzeigegerät 13 unmittelbar über die Spule 14 zur Einwirkung gebracht. Ausser diesem Weg steht den Schwingungen noch der Weg über den Kreis 15 und den damit gekoppelten Kreis 16 zur Verfügung. Durch diese zwei auf dieselbe Welle genau abgestimmten Kreise entsteht in den Spulen 17 und 18 eine Phasenverschiebung von 1800 gegenüber der Schwingung im Generator 7, so dass die Schwingungen, die über 17 und 18 auf 13 kommen, die entgegengesetzte Phase haben wie die Schwingungen, die fiber 14 kommen. Die Schwingungen kompensieren sich also, so dass 1 :) keinen Ausschlag zeigt.
Wird aber nun im Kondensator 19 des Kreises 16 durch Drehen einer Japanperle eine Kapazitätsänderung bewirkt, so ändert sich die Phase in dem Kreise 16 und es wird die Kompensation in j gestört : daher gibt dieses Gerät schon bei der kleinsten Kapazitätsänderung einen Ausschlag.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Unterscheidung von Japanperlen mit Perlmutterkern gegenüber echten Natur- perlen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Perlen der Einwirkung von magnetischen oder elektrischen Kraftfelder aussetzt und die durch die ebenflächige Schichtung des Perlmutterkernes bewirkteÄnderung des Kraftfeldes oder der Lage der Perle gegenüber diesem Kraftfelde auf eine Anzeigevorrichtung Über- trägt bzw. durch die Lageänderung der Perle unmittelbar misst.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu untersuchende Perle innerhalb des Kraftfeldes frei beweglich angeordnet ist, so dass sie sich der ebenflächigen Sehiehtung des Kernes entsprechend zu den Kraftlinien einstellen kann.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Perle in dem magnetischen oder elektrischen Feld ausgeübte Richtkraft gemessen wird.4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Perle in einer Flüssigkeit von etwa gleichem spezifischem Gewicht schwebend dem Kraftfeld ausgesetzt wird.5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Perle zwischen zwei Flüssigkeiten dem Kraftfeld ausgesetzt wird, von denen die eine ein grösseres und die andere ein kleineres spezifisches Gewicht als die Perle hat.6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zu untersuchende Perle innerhalb des Kraftfeldes relativ zu diesem bewegt wird und die durch diese Relativbewegung bewirkte Feldänderung auf die Anzeigevorrichtung überträgt.7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Perle zwischen die Platten eines Kondensators gebracht und eine Relativbewegung der Perle gegenüber dem Kondensator bewirkt wird. indem entweder die Perle gegenüber dem ruhenden Kondensator oder sowohl die Perle als auch der Kondensator bewegt werden, worauf die durch die Relativbewegung bewirkte Kapazitätsänderung auf die Anzeigevorrichtung übertragen wird.8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensator, in dessen Feld die Perle gebracht wird, in einem elektrischen Schwingungskreis angeordnet ist. der mit einem andern Schwingungskreis gekoppelt ist, derart, dass die durch die Perle verursachte Änderung der Kapazität eine Änderung der akustischen oder elektrischen Interferenz der Schwingungssysteme bewirkt.9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Perle in das Feld eines Schwingung- EMI2.2
Publications (1)
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