AT109897B - Elektrisch gedichteter Vakuumhahn bzw. -schliff. - Google Patents

Elektrisch gedichteter Vakuumhahn bzw. -schliff.

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Marie Anna Dr Schirmann
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  Elektrisch gedichteter Vakuumhahn bzw. -schliff. 



   Bisher waren, um eine   zuverlässliche Abdichtung gegen   das Durchsickern von Gasen zu erhalten, bloss Hähne und Schiffe bekannt, zwischen deren   Schliffflächen   sich kleine Mengen mehr oder weniger zäher   Flüssigkeiten   befanden. Solche Hähne und Schiffe haben aber den für viele physikalische und chemische Apparaturen grossen Nachteil der Dampfabgabe aus den   Dichtungs- bzw. Sperrflüssigkeiten,   sowie des Eindringens der   Dichtungsflüssigkeiten   in das Apparaturinnere. 



   Das Ideale wären Hähne und Schiffe, die jedweder   Dichtungs-bzw. Sperrflüssigkeit   entbehren könnten, ohne dabei an Dichtigkeit etwas einzubüssen. Die Anmelderin hat nun vor kurzem in einer wissenschaftlichen Abhandlung"Neue Kunstgriffe in der Vakuumtechnik", Physikalische   Zeitséhrfft,   27, 667, 1926, die   prinzipielle Möglichkeit   erörtert, Hähne bzw. Schliffe mit Kegelstumpfmantel-   flächen   mit kleinem Öffnungswinkel ohne   Dichtungs-bzw.   Sperrflüssigkeit vermöge starker Zusammenpressung hochglanzpolierter   Schlififlächen   durch elektrische (Coulombsche) Anziehungskräfte dicht zu erhalten und verschiedene prinzipiell mögliche Materialkombinationen angegeben.

   Unter einem "elektrisch   gedichteten"Vakuumhahn bzw.-schliff   ist darin ein solcher verstanden, bei welchem statt der   molekularen Anziehungskräfte   der Adhäsion bei der sogenannten Schmiermitteldichtung die elektrostatischen Anziehungskräfte die Abdichtung besorgen. Und da man es vermöge geeigneter Materialanordnung der elektrisch abzudichtenden   Hahn-bzw. Schliffkombinationen   so einrichten kann, dass das ganze dabei auftretende elektrische Spannungsgefälle auf der zwischen den beiden aufeinanderliegenden fein polierten   Schliffflächen   noch eingeschlossenen äusterst dünnen Gasschicht liegt, go sind die mit verhältnismässig kleinen Betriebsspannungen erzielten Anziehungskräfte sehr gross (JohnsenRahbek-Effekt). 



   Die in obiger Abhandlung theoretisch erörterten elektrisch gedichteten   Vakuujnhähne   bzw.-schliffe lassen sich nun nicht ohne die in dieser Patentanmeldung beanspruchte Kombination. mit adsorptiver Schmiermitteldichtung mikroskopischer Dicke nach entsprechender Herstellungsweise in die Praxis brauchbar einführen. 



   Da man für die elektrische Abdichtung Flächen verschiedenen Materials praktisch niemals so polieren kann, dass selbst bei sehr grossen Gegeneinanderpressungen die eingeschlossene Gasmenge, und somit also ein Gasdiffusionskanal ins Vakuum ganz verschwindet, ist in der Tat zur vollständigen Abdichtung noch ein Dichtungszwischenmittel erforderlich, das mikroskopisch dünn, flüssig und dabei weder beweglich noch Dämpfe abgebend ist.

   Als solche zur vollständigen elektrischen Abdichtung praktisch noch notwendige mikroskopisch dünne, kontinuierlich zusammenhängende, dauerhafte Dichtungszwischenschichten, die vorgenannten Bedingungen entsprechen, sind adsorptiv (einsaugend) gebundene 
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 sobald die Gegeneinanderpressung durch die elektrostatischen   Kräfte   beginnt, sofort an die zweite   Schlifffläche   gleichfalls adsorptiv gebunden (eingesaugt), wodurch eine vollständige Abdichtung der   Schliffflächen   erzielt wird (Wasserhaut W in Fig. 1, 2 und 3), die keine Schmiermittelflüssigkeit bzw. 



    - dämpfe   im Vakuum verursachen kann. 



   Zwecks Aufbringung solcher mikroskopisch dünnen, festhaftenden, durch keine   gewöhnlichen   physikalischen oder chemischen Operationen abtrennbaren Flüssigkeitshäutchen (Sorptions-bzw. Quellschichten) müssen die Träger-Schlifflächen zuerst eine ihrem Material und dem   Flüssigkeitsschicht-   

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 material entsprechende Reinigungsvorbehandlung (z. B. Spülen, Ablösen, Beizen, Trocknen, Erhitzen, Abpumpen usw.) erfahren haben und dann einer reinen, mit dem Dampf der betreffenden Flüssigkeit beladenen Atmosphäre für einige Zeit ausgesetzt werden. 



   Bei den in obiger Arbeit angegebenen gewöhnlichen Hahn-bzw. Sehlifformen, die grösstenteils 
 EMI2.1 
 Schmiermitteldichtung kombinierten elektrisch gedichteten Schliffen zur Wirkung kommen zu lassen, werden die Schlifflächen der Schiffe und Hähne als ebene Flächen bzw. als Kegelmantelflächen mit grossem Öffnungswinkel ausgebildet. Fig. 2 stellt einen solchen elektrisch gedichteten Schliff, Fig. 3 
 EMI2.2 
 Drehachse senkrecht zu den   Schliffflächen   ausgebildet ist. 



   Die drei Abbildungen   (Fig. l,   Fig.   2'und Fig. 3   im Grund-und Aufriss) sollen nun das Wesen der Erfindung verdeutlichen. 



   Fig. 1 stellt einen elektrisch gedichteten Vakuumschliff mit zusätzlkher   adsorptiver Flussigkeits-   hautdichtung dar. Dies ist noch eine Schlifftype ungünstiger Bauart, also mit einer Kegelstumpfmantel-Schlififläche von sehr kleinem   Öffnungswinkel &alpha;. MK   ist der Metallkonus, IM   der #Isolier"-   mantel samt der Metallschicht MM und W die an beide Schliffflächen adsorptiv gebundene flüssigkeitshaut ; Sp ist die angelegte elektrische Spannung. 
 EMI2.3 
 R2 das mit der   Isolierschlif@fläche IM   verbundene Isolierrohr ; MM ist die Metallbelegung auf IM ; W wieder die adsorptiv an beide   Schliffläcl1en   gebundene Wasserhant, Sp die angelegte elektrische Spannung. 



   Fig. 3 stellt   einen #elektrisch gedichteten" Vakuumhahn mit zusätzlicher adsorptiver   Flüssigkeitshautdichtung, u. zw. mit ebenen Schliffflächen, dar.    und   sind die zu verbindenden Röhren, die beide mit der   Isolierschlifffläche. ZM (mit Metallbelag MM   aussen) gleichsam als   Schliffmantelfläehe   verbunden sind.   MK     die Metallschlifffläche, gleichsam Schliffkonus   mit isolierter Handhabe H (letztere ist der Deutlichkeit halber in den   Grundriss     nicht eingezeichnet). Beide Sehlifffläehen   liegen aufeinander und sind um eine lose eingebaute   Achse J.   gegeneinander drehbar. MK hat einen   Bohl1lngskan. al B,   der 
 EMI2.4 
 Spannung. 



   Obige Erörterungen für Vakuumhähne und-schliffe gelten ebenso auch   für Überdruekhähne   und -schliffe. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.5 
 hängende, an beide Schliffflächen adsorptiv gebundene Flussigkeitshaut (z. B. Wasserhaut) geschieht und die für eine derartige Dichtung notwendige Zusammenpressung beider   Schliffflächen durch elektrische   Spannung vermöge der durch diese Schmiermittelzwischenschicht zwischen den   Schliffflächen   gesteigerten   elektrostatischen Kräfte   erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Elektrisch gedichteter Vakuumhahn bzw. -schliff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlififlächen zwecks Aufbringung einer mikroskopisch dünnen, kontinuierlich zusammenhängenden, festhaftenden, durch keine gewöhnlichen physikalischen oder chemischen Operationen EMI2.6
    3. Elektriseh gedichteter Vakuumhahn bzw. -schliff nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sehlifffläehen als ebene Flächen bzw. Kegelstumpfmantelflächen mit grossem Öffnungswinkel ausgebildet sind.
AT109897D 1926-11-30 1926-11-30 Elektrisch gedichteter Vakuumhahn bzw. -schliff. AT109897B (de)

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