AT109004B - Mehrphasen-Kollektor-Nebenschlußmotor mit vom Netz gespeistem Ständer. - Google Patents

Mehrphasen-Kollektor-Nebenschlußmotor mit vom Netz gespeistem Ständer.

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AT109004B
AT109004B AT109004DA AT109004B AT 109004 B AT109004 B AT 109004B AT 109004D A AT109004D A AT 109004DA AT 109004 B AT109004 B AT 109004B
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rotation
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control device
voltage
brush
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Wilhelm Ing Welsch
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Aeg
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    Nehrphasen-Kollektor-Nebenschlussmotor   mit vom Netz gespeistem Ständer. 



   Es ist eine Regelungsart von Drehstromkollektormasehinen bekannt geworden, bei der ein Induktionsregler (Drehtransformator), im folgenden kurz Regler genannt, mit dem einzigen Bürstenjoch der Maschine derart gekuppelt ist, dass sich das letztere mit annähernd der halben Winkelgeschwindigkeit, in elektrischen Graden gemessen, bewegt. Hiebei kann die Phasenverschiebung entweder durch einen Spannungsunterschied zwischen dem festen Spannungsvektor, der etwa der   Motorständerwicklung   entnommen wird, und dem drehbaren Vektor des Reglers kompensiert werden oder aber durch eine Abweichung der   Kupplungsübersetzung   vom Verhältnis 1 : 2, ebenfalls stets auf elektrische Grade bezogen, entsprechend einem Zurückbleiben der Bürsten gegenüber dem Drehsinn bei übersynchronem und einem Voreilen der Bürsten bei untersynchronem Lauf.

   Auch können diese Mittel gleichzeitig angewendet werden. 



   Fig. 1 stellt beispielsweise die Schaltung für ein Drehstromsystem in   Dreibürstenselialtung   dar. 



    ; t bezeichnet   die Motorständerwicklung, b den   Kollektoranker, f diejenigen Wicklungsteile   des Motor- 
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 schraffierte Fläche der Grad der durch   Spannungsunterschied   bewirkten Phasenkompensierung veranschauliebt, sie ist in der Gegend des Synchronismus am stärksten. Die gestrichelte Kurve zeigt den in den   über-und untersynchronen   Stellungen stark anwachsenden Grad der durch Bürstenvor-bzw. 



  - nacheilung bewirkten Phasenkompensierung. 



   Will man nun einen derartigen Motor für verschiedene Drehrichtungen ausführen, so wird man ausser einer Umkehrung des Drehfeldes eine Umkehrung der Kompensationsspannungen vornehmen müssen, wie dies bei Kollektornebenschlussmotoren, deren Ständer vom Netz gespeist ist, allgemein 
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 verkleinert werden. Es ergibt sich dann jedoch in der neuen Drehrichtung ein völlig verschiedener. nämlich grösserer Regelbereich. Ausserdem ergibt, wie leicht einzusehen ist, ein Regler, dessen drehbarer Vektor kleiner als der feste Vektor ist, eine günstigere Ausnutzung als Spartransformator als bei umgekehrtem Verhältnis der Vektoren. Bei der Kompensierung durch Vor-oder Nacheilung der Bürsten müsste die Kupplungsübersetzung, etwa eine Zahnradübersetzung, die beispielsweise kleiner als 1 : 2 ist, umgetauscht werden gegen eine solche, die grösser als 1 : 2 ist.

   Diese Umtausehung könnte nur in der dem Synchronismus entsprechenden Bürstenstellung geschehen. Bezüglich der verschiedenen Kupplungs- übersetzungen ist erwähnenswert, dass diejenige für den kürzeren   Bürstenweg   wegen der beweglichen Kabelzuführungen vorzuziehen ist. 



   Die Erfindung vermeidet die genannten Schwierigkeiten dadurch, dass bei Übergang auf die andere Drehrichtung die Bürsten den bei der   ursprünglichen   Drehrichtung benutzten Verschiebungsbereich 00-1800 verlassen und auf den Nachbarbereich von 1800-3600 übergeführt werden, während 

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 der Kompensierung gleichzeitig angewandt sind. Es entspricht der grosse Kreis dem Anker bzw.   Kommu-   tator, die jeweilige Bürstenstellung b einer Phase ist eingezeichnet.

   Ferner bedeutet 0-1 eine Phase des festen Spannungsvektors mit dem Verkettungspunkt 0,   1-2   den drehbaren Spannungsvektor, dessen Ende 2 an die Bürsten angeschlossen ist. 0-2 ist also die aufgedrückte Ankerspannung mit der Arbeitskomponente 0-3 und der Kompensationskomponente 2-3, die senkrecht auf der Bürstenachse steht. 



   In Fig. 3, die der übersynchronen Drehzahl entspricht, sind die TeiLspannungen gleichphasig, die Kompensierung wird lediglich durch Verschiebung der Bürsten entgegen der durch den Pfeil angedeuteten Drehrichtung erreicht. Bei der   halbnbersynchronen   Stellung, Fig. 4, kommt die Kompensierung teils durch eine Komponente des   Spannungsunterschiedes   der Vektoren, teils durch eine Abweichung der Bürsten von der   450-Stellung   zustande. Bei der synchronen Stellung, Fig. 5, ist die Arbeitsspannung Null, die Komponente 2-3 wirkt voll als Kompensationsspannung. Der Deutlichkeit wegen ist der Vektor 1-2 etwas gegen den Vektor 0-1 verschoben gezeichnet, so dass der Punkt 3 nicht genau mit dem Nullpunkt zusammenfällt. Fig. 6 und 7 entsprechen dem   halb-bzw. volluntersynchronen   Lauf.

   Während also der   Regler 360  zurücklegt, drehen sich   die Bürsten um weniger als   180 .   Es kann leicht 
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 des Leistungsfaktors des untersynchronen zugunsten des   übersynchronen   Laufes. 



   Bei Übergang von Linkslauf auf Rechtslauf ist ausser einer Vertauschung zweier Netzphasen erfindungsgemäss nur erforderlich, in der äussersten   untersynehronen   Stellung die Bürsten um das doppelte 
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  Man hat dann den untersynchronen Lauf für Rechtslauf. Zur Erhöl ung der   Motorgeschwindigkeit   bewegen sich nunmehr Bürsten und Regler erfindungsgemäss im gleichen Drehsinne wie vorher und wieder mit der gleichen Übersetzung wie vorher gekuppelt, u. zw. die Bürsten auf dem zweiten (linken) Halbkreise, der Regler um weitere   360 .   Für die neue Drehrichtung (Rechtslauf) sind alle Diagramme das genaue Spiegelbild (auf die senkrechte Achse bezogen) der dargestellten   Diagramme. Durch   die neue Anordnung wird demnach erreicht, dass unter Vermeidung aller elektrischen Umschaltungen ausser der Vertauschung der Netzphasen und unter Beibehaltung der gleichen mechanischen   Übersetzung   für beide Drehrichtungen eine Kompensierung über den ganzen doppelseitigen Drehzahlbereich erzielt wird. 



   Der tote Winkel   b-C-V, um   den die Bürsten beim   Umschalten - am   besten stromlos-zu 
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 unter Umständen empfehlenswert   ist. Während   die Bürsten von Hand oder motorisch in dem toten Winkel verstellt werden, steht der Regler still. Hiezu kann ein Zahnrad verwendet werden, bei dem einige Zähne fehlen, so dass vorübergehend der Regler abgekuppelt ist. Auf diese Weise kann zur   Durchmessung   
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 bzw.   Hilfsmotors   angewandt werden. 



   Völlig vermieden wird die vorübergehende Entkupplung des Reglers vom   Bürstenjoeh,   wenn man sich auf eine Kompensierung durch Spannungsunterschied der Vektoren   beschränkt.   Die Übersetzung zwischen Bürstenjoch und Regler von 1 : 2 bleibt dann dauernd bestehen. Es lässt sich hierbei erfindungsgemäss auch in den äussersten Geschwindigkeitsbereichen eine Kompensierung dadurch erreichen, dass der in diesem Fall für grössere Spannung zu wählende Regler in diesen äussersten Bereichen nicht ausgenutzt wird, dass also der Regler anstatt von 0  bis 360  beispielsweise nur von   90 bis270  und dieBürsten   
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 Winkel beträgt dabei für den Regler 180  und für die Bürsten 900. 



   Die toten Drehungswinkel können erfindungsgemäss dazu benutzt   werden ; durch   eine Kontaktschienen- oder Nockenanordnung die Netzphasen aus-oder umzuschalten. 



   Der Abfall der Motordrehzahl bei Belastung ist, hauptsächlich im   untersynchronen   Lauf, vielfach unerwünscht.   Erfindungsgemäss   wird nun das eigene Drehmoment des Reglers dazu benutzt, selbsttätig einen Ausgleich des Drehzahlabfalles bei Last zu schaffen.

   Das Drehmoment des Reglers ist bekanntlich verhältnisgleich der mit seinem Kraftfluss in Phase befindlichen Stromkomponente.   In   vorliegender Schaltung besitzt der Regler in der der   äussersten     untersynchronen   Motordrehzahl entsprechenden Stellung den positiven Höchstwert des   Drehmomentes,   beim synchronen Lauf geht die Drehmomentkurve des Reglers durch Null hindurch und erreicht bei der äussersten   übersynchronen   Drehzahl des Motors einen negativen   Höchstwert.   Ausserdem wächst das   Reglerdrehmoment   mit zunehmender Last. Man schaltet 
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 und Schnecke betätigte Schneckenrad, und den drehbaren Teil des Reglers bzw. das mit ihm etwa durch Zahnräder gekuppelte Biirstenjoch eine Drnckfeder ein. 



   An Hand von Fig. 8 sei die Anordnung erläutert. Es sei   (f   das mittels Handrad und Schnecke 
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 des Reglers im   untersynchronen Lauf   so wählen, dass es das   Reglersystem   bei feststehendem Schneckenrad dem Druck der Feder   l   entgegen nach rechts dreht. Jede Zunahme der Last wird also, besonders bei grosser Entfernung vom Synchronismus, mit einer Drehung des Reglers im Sinne einer Drehzahlerhöhung beantwortet. Übersynchron hat das Drehmoment die umgekehrte Richtung, die Anschläge   h und i   verhindern jedoch eine Drehung im falschen Sinne. 



   Die Wirkungsweise dieser Einrichtung geht aus Fig. 9 hervor. In derselben bedeutet o die Drehzahlkurve bei Leerlauf, p jene bei Vollast, u. zw. in Abhängigkeit von der Stellung des Reglers. Die beschriebene Einrichtung zum Ausgleich des Drehzahlabfalles bei Last erzeugt dann im untersynchronen Lauf, auf gleiche Handradstellung bezogen, die gestrichelt   gezeichnete Drehzahlkurve q. Im übersyn-   
 EMI3.1 
 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Regelvorrichtung für   Mehrphasen-Kollektornebenschlussmotoren   mit vom Netz gespeistem Ständer, bei welchen Geschwindigkeit und Phasenkompensation mittels Induktionsregler unter gleichzeitiger Bürstenversehiebung eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang von einer Drehrichtung zur andern sowohl für die Bürsten als für den Induktionsregler unmittelbar oder über einen toten Winkel   anschliessende   Stellungsbereiche benutzt werden, die bei den Bürsten angenähert 
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 bewegt werden.

Claims (1)

  1. 2. Regelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Drehrichtung die drehbare Teilspannung der dem Anker aufgedruckten Spannung kleiner als die feste Teilspannung gewählt ist und gleichzeitig die Bürstenverdrehung kleiner als die halbe Reglerverdrehung.
    3. Regelvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Übergang EMI3.3 Drehwinkel des einen der beiden Teile gelöst ist und während der Drehung um diesen toten Winkel die Netzanschlüsse aus-bzw. umgeschaltet werden.
    4. Regelvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler, der mit dem Bürstenjoch im Übersetzungsverhältnis 1 : S gekuppelt ist, für grössere Spannung gewählt ist, aber seine äussersten Bereiche, z. B. von 0 bis 90 und von 2700 bis 360 unausgenutzt bleiben, wobei der Motor auch in den äussersten Geschwindigkeitsbereichen durch den Spannungsunterschied der beiden Teilspannungen kompensiert wird.
    5. Regelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler und das Bürstenjoch auch während der Drehung durch die toten Winkel gekuppelt bleiben.
    6. Regel Vorrichtung für Motoren nach Anspruch') oder den Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass bei jeder Drehrichtung durch das eigene Drehmoment des Reglers eine selbsttätige Bewegung seines drehbaren Teiles (k) dem Druck einer Feder (I) entgegen herbeigeführt wird, um einen Ausgleich des Drehzahlabfalles bei Last im untersynchronen Geschwindigkeitsbereich zu erhalten, während für Übersynchronismus das sich umkehrende Eigendrehmoment des Reglers durch Anschläge (h, i) unwirksam gemacht ist.
AT109004D 1925-10-05 1926-10-04 Mehrphasen-Kollektor-Nebenschlußmotor mit vom Netz gespeistem Ständer. AT109004B (de)

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