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Eisenbahndruclduftbremse.
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Speisung der zweiten Leitung aus dem Hauptluftbehälter dagegen die letztere in Tätigkeit gesetzt wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Verbindung mit einer
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Fig. l eine allgemeine Anordnung einer einfach wirkenden Bremse, Fig. 2 eine allgemeine Anordnung einer Doppelbremse, Fig. 3 und 3 a. das Steuerventil mit der Umstellvorrichtung zum Abbremsen der Nutzlast und der Vorrichtung für unmittelbares Lösen der Bremse, Fig. 4 die Führerbrcmsventile und Fig. 5 das Entbremsventil im Schnitt, Fig. 6 ein sehnellwirkendes Steuerventil.
In Fig. 1 ist der von einer (nicht gezeichneten) Luftpumpe gespeiste Hauptluftbhälter mit JL der Bremsventilluftbehälter mit B und das Führerbremsventil mit F bezeichnet. Von dicscm führen zwei Leitungen, von denen die eine mit Leitung 1 (Hauptleitung) die zweite mit Leitung II (Nebenleitung bezeichnet sei, durch den ganzen Zug, wobei die Leitung 7 zum Aufladen der Hilfshift- behälter LI, L2 und zur Einleitung des Bremsvorgangs dient und die Leitung II zur síufenweisen Ver-
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sind, wird in bekannter Weise Pressluft als Kraftvorrat für die betreffenden Bremszylinder aufgespeichert.
Durch eine Umschaltvorrichtung P kann ein Bremszylinder und der dazugehörige Hilfsluftbehälter, beispielsweise Ll1 aus dem Dmckluftkreis ausgeschaltet und das Bremsgestänge G* des betreffenden Bremszylinders unwirksam gemacht werden. Die Leitungen I und 11. für die an den Wagenenden ein
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aus den Hilfsluftbehältern durch die Leitungen 10 und 15, den Kanal 93 im Schleppschicber 62 und die Bohrung 67 in die Kammer 92.
Sie strömt einerseits durch die Bohrung 68 und 70 und anderseits unter dem offenen Ventil 75, die Bohrungen 69 und 70 in die Kammer 20, treibt den Kolbensehieber r in die linke Endlage,strömt über den Kanal 7 und die Bohrungen 17 und 18 zu den Bremszylindern und bewirkt das Anziehen der Bremse.
Wenn nun der Druck in der Kammer 20 einen bestimmten Grad erreicht hat, wird der Ventilkolben 71, welcher durch eine Feder 72 in seiner oberen Endlage gehalten war, nach unten gedruckt und das Ventil 75 geschlossen. Die Zufuhr von Druckluft aus den Hilfsluftbehältern zu den Bremszylindern
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in der Hauptleitung sinkt, geht der Kolben 54 etwas nach links und schliesst das Abstufungsventil 73, während der Schieber 62 in der gleichen Stellung bleibt, so dass dadurch das Überströmen der Druckluft aus dem Hilfsluftbehälter nach der Kammer 20 unterbrochen ist.
Es genügt dem Lokomotivführer, die Grösse der Druckverminderung in der : Hauptleitung zu regeln und die Wiederholung der Bewegung des Kolbens 54 und des Abstufungsventils 73 zu veranlassen, um stufenweise den Druck im Bremszylinder bis zu einem grössten Werte zu erhöhen.
Durch eine Öffnung 13 (Fig. 3) ist die eine Seite des Kolbensehiebers Ymit dem Bremszylinder C*s, somit über die Leitungen 17 und 18 auch mit C, verbunden. Sobald in die Bremszylinder Druckluft aus den Hilfsluftbehältern strömt, erhält diese auch Zutritt hinter den Kolben 8. Da die wirksame Druckfläche des Kolbens 8 etwas grösser ist als diejenige des Kolbens 9, so geht nach Druckausgleich zwischen der Kammer 20 und den Bremszylindern der Kolbenschieber nach rechts und schliesst die Bohrung 7.
Bei weiterer Bremsung, d. h. bei stärkerer Druckverminderung in der Leitung 1 strömt wieder Druckluft aus dem Hilfsluftbehälter in die Kammer 20, drückt den Schieber Y wieder nach links und öffnet der
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der Kammer 20 und den Bremszylindern wird der Kanal 7 wieder geschlossen. Bei jeder weiteren Druek- verminderung in der Hauptleitung wiederholt sich das Spiel des Kolbenschiebers Y.
Beim Lösen der selbsttätigen Bremse wird der Handgriff K des Führerbremsventils F in die
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bzw. 1* verbunden und über die Kanäle 60,70, die Kammer 61, Nuten 63, 64, - Steuerschieberraum und Leitungen 10 und 15 gefüllt werden. Die Bremse ist geladen, aber noch nicht gelöst. Da das Laden dem Lösen vorangeht, ist die Bremse unerschöpfbar. In der Füllstellung des Bremsventilgriffes K kann aber auch eine beliebige oder völlige Lösung der Bremse dadurch bewirkt werden, dass durch Abwärtsdiücken des Handgriffes je das Entbremsventil E durch die Platte 9 von seinem Sitz abgehoben wird.
Infolge der dadurch in der Leitung II und damit auch in der bzw. den Kammern 20 eingeleiteten Druckverminderung, wird der Steuerschieber Y, infolge des Überdruckes im Bremszylinder auf den Kolben 8, so weit nach rechts verschoben, bis die Bohrung 7 freigelegt wird. Die Bremszylinder sind über die Kanäle 18, 17 und 7 mit dem Aussenluftkanal19 so lange mit der Aussenluft verbunden, bis der Druck im Bremszylinder unter den in der Leitung 11 und in der Kammer 20 herrschenden gesunken ist, worauf der Schieber Y wieder zurückgeht und die Bohrung 7 schliesst. Dieses Spiel wiederholt sich bei jeder weiteren Druckverminderung in der Nebenleitung, bis das Bremsgestänge unter der Wirkung der Federn in seine Ruhelage zurückgekehrt ist.
In der Füll-und Lösestellung des Handgriffes K wird das Entlüftungsventil E (Fig. 5) durch die Nase 27 der Platte 9 gehoben, die Leitung 11 entlüftet und die Hilfsluftbehälter gefüllt. In der Fahrstellung des Bremsventils F1 erfolgt das Heben des Ventils 2 bzw. das Entlüften der Leitung 11 durch die Nase 29 der Platte 9.
Da die Verminderung des auf die Bremskolben wirkenden Druckes nach Massgabe der Veränderung des Druckes in der Leitung 11 erfolgt, ist ein stufenweises Lösen der Bremse möglich.
Soll statt des #beladenen" der #leere" Wagen abgebremst werden, so wird der Hahn V vermittels des
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Verbindung der Hilfsluftbehälterleitung 10 mit dem Kanal 21 und anderseits die Verbindung zwischen dem Bremszylinder C2 und der Bohrung 7 unterbrochen und der Bremszylinder Cj durch Verbindung mit dem Aussenluftkanal 23 ausgeschaltet.
In Fig. 6 soll die Verbindung der Einrichtung für stufenweises Lösen und Unerschöpfbarkeit der Bremse mit dem bei der Westinghousebremse verwendeten sogenannten schnellwirkenden Steuerventil gezeigt werden.
:. \1it dem Gehäuse 80 des Westinghousesteuerventils ist ein den Differentialkolben T enthaltender Block 81 verbunden. Der Kanal 82 fühlt zur Nebenleitung, welche mit dem Führerbremsventil in Verbindung steht.
Bd gew öhnliehei wie bei einer Sehnellbi emsung strömt Pressluft vom Hilfsbehälter über 21 nach der
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zum Bremszayiinder. Der Kolben S steht wiederum unter dem Einfluss der Bremszylinder1uft ; da er grösser ist als der Kolben 9, schliesst er nach Druckausgleich zwischen Kammer 20 und Bremszylinder den Kanal 7.
Soll die Bremse ganz oder stufenweise gelöst werden, so müssen vorerst die Hauptleitung und der Hilfsluftbehälter aufgefüllt werden, wobei der Kolben 54 mit dem Schieber 62 in die in Fig. 6 gezeichnete Stellung gelangen, so dass die Kammer 20 über die Öffnung 55, die Aussparung im Schieber 62 und den Kanal 83 mit der Nebenleitung verbunden wird. Wird nun in der Nebenleitung, daher auch in der Kammer 20 eine beliebige Druckverminderung vorgenommen, so hebt sich der Kolben Y infolge des Bremszylinderdruckes auf den Kolben 8 in die gezeichnete Stellung. Druckluft aus dem Bremzylinder strömt nun über die Kanäle 17, 7 und 19 so lange ins Freie, bis zwischen dem Bremszylinder und der Nebenleitung Druckausgleich eintritt, worauf der weitere Luftaustritt ins Freie durch den Kolbenschieber Y unterbrochen wird.
Durch entsprechende Druckverminderung in der Nebenleitung kann die Bremse in jeder beliebigen Abstufung gelöst werden.
Die Anwendung des Erfindungsgegenstandes ist natürlich nicht nur auf Einkammerbremsen beschränkt, wie auch die Anordnung und Bauweise der Steuerventile nicht auf das in der Zeichnung schematisch dargestellte Beispiel beschränkt ist. Die Anordnung der Bremszylinder kann in beliebiger Weise erfolgen, wenn bei den für die Bremszylinder nötigen Verbindungen mit dem Steuerventil berücksichtigt wird, dass normalerweise die Druckluft der Leitung I nicht unbenutzt ins Freie strömt, sondern in die Leitung 11 abgelassen wird und die Hilfsluftbehälter nachgefüllt werden können, ohne die Bremsen lösen zu müssen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eisenbahndruekluftbremse mit zwei durchgehenden Leitungen, von denen die Leitung 1 zum Bremsen und Aufladen der Hilfsluftbehälter dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung 11 unter Zuhilfenahme von für die Bremszylinder vorgesehenen Entladevorriehtungen dazu benutzt wird, um während des Aufladen der Hilfsluftbehälter durch die Leitung I die unmittelbare Verbindung zwischen Bremszylinder und Aussenluft abzusperren und nachher beim Lösen der Bremse durch Druckverminderung in der Leitung 11 den Druck im Bremszylinder zu vermindern, d. h.
die Bremse stufenweise zu lösen, das Ganze zum Zweck, nicht nur die Aufladung der Hilfsiuftbehälter vom Entladevorgang der Bremszylinder unabhängig zu machen, sondern auch sowohl die Unerschöpfliehkeit der Bremse, als deren selbsttätige Wirkung zu erreichen.