AT108469B - Eisenbahndruckluftbremse. - Google Patents

Eisenbahndruckluftbremse.

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AT108469B
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compressed air
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Oswald Huwyler
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Oswald Huwyler
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Description


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    Eisenbahndruclduftbremse.   
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 Speisung der zweiten Leitung aus dem Hauptluftbehälter dagegen die letztere in Tätigkeit gesetzt wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Verbindung mit einer 
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Fig.   l   eine allgemeine Anordnung einer einfach wirkenden Bremse, Fig. 2 eine allgemeine   Anordnung   einer Doppelbremse, Fig. 3 und   3 a.   das Steuerventil mit der Umstellvorrichtung zum Abbremsen der Nutzlast und der Vorrichtung für unmittelbares Lösen der Bremse, Fig. 4 die   Führerbrcmsventile   und Fig. 5 das   Entbremsventil im Schnitt,   Fig. 6 ein sehnellwirkendes Steuerventil. 



   In Fig. 1 ist der von einer (nicht   gezeichneten) Luftpumpe gespeiste Hauptluftbhälter mit JL   der Bremsventilluftbehälter mit B und das Führerbremsventil mit F bezeichnet. Von dicscm führen zwei Leitungen, von denen die eine mit Leitung 1   (Hauptleitung)   die zweite mit Leitung II (Nebenleitung bezeichnet sei, durch den ganzen Zug, wobei die Leitung 7 zum Aufladen der Hilfshift-   behälter LI, L2   und zur Einleitung des Bremsvorgangs dient und die Leitung II zur síufenweisen Ver- 
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 sind, wird in bekannter Weise Pressluft als   Kraftvorrat   für die betreffenden Bremszylinder aufgespeichert.

   Durch eine Umschaltvorrichtung P kann ein Bremszylinder und der dazugehörige Hilfsluftbehälter,   beispielsweise Ll1 aus   dem   Dmckluftkreis ausgeschaltet   und das   Bremsgestänge G* des betreffenden   Bremszylinders unwirksam gemacht werden. Die Leitungen I und   11.   für die an den Wagenenden ein 

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 aus den Hilfsluftbehältern durch die Leitungen 10 und 15, den Kanal 93 im Schleppschicber 62 und die Bohrung 67 in die Kammer 92.

   Sie strömt einerseits durch die   Bohrung 68   und 70 und anderseits unter dem offenen Ventil 75, die Bohrungen 69 und 70 in die Kammer 20, treibt den Kolbensehieber   r   in die linke Endlage,strömt über den Kanal 7 und die Bohrungen 17 und 18 zu den Bremszylindern und bewirkt das Anziehen der Bremse. 



   Wenn nun der Druck in der Kammer 20 einen bestimmten Grad erreicht hat, wird der Ventilkolben 71, welcher durch eine Feder 72 in seiner oberen Endlage gehalten war, nach unten gedruckt und das Ventil 75 geschlossen. Die Zufuhr von Druckluft aus den Hilfsluftbehältern zu den Bremszylindern 
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 in der   Hauptleitung sinkt,   geht der Kolben 54 etwas nach links und schliesst das Abstufungsventil 73, während der Schieber 62 in der gleichen Stellung bleibt, so dass dadurch das Überströmen der Druckluft aus dem Hilfsluftbehälter nach der Kammer 20 unterbrochen ist.

   Es genügt dem   Lokomotivführer,   die Grösse der Druckverminderung in   der : Hauptleitung zu   regeln und die Wiederholung der Bewegung des Kolbens 54 und des Abstufungsventils 73 zu veranlassen, um stufenweise den Druck im Bremszylinder bis zu einem grössten Werte zu erhöhen. 



   Durch eine Öffnung 13 (Fig. 3) ist die eine Seite des Kolbensehiebers Ymit dem   Bremszylinder C*s,   somit über die Leitungen 17 und   18     auch mit C,   verbunden. Sobald in die Bremszylinder Druckluft aus den Hilfsluftbehältern strömt, erhält diese auch Zutritt hinter den Kolben 8. Da die wirksame   Druckfläche   des Kolbens 8 etwas   grösser   ist als diejenige des Kolbens 9, so geht nach Druckausgleich zwischen der Kammer 20 und den Bremszylindern der Kolbenschieber nach rechts und schliesst die Bohrung 7. 



  Bei weiterer Bremsung, d. h. bei stärkerer Druckverminderung in der Leitung 1 strömt wieder Druckluft aus dem   Hilfsluftbehälter   in die Kammer 20, drückt den Schieber Y wieder nach links und öffnet der 
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 der Kammer 20 und den Bremszylindern wird der Kanal 7 wieder geschlossen. Bei jeder weiteren Druek-   verminderung   in der Hauptleitung wiederholt sich das Spiel des Kolbenschiebers Y. 



   Beim Lösen der selbsttätigen Bremse wird der Handgriff K des Führerbremsventils F in die 
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   bzw. 1*   verbunden und über die Kanäle 60,70, die Kammer 61, Nuten   63,     64, - Steuerschieberraum   und Leitungen 10 und 15 gefüllt werden. Die Bremse ist geladen, aber noch nicht gelöst. Da das Laden dem Lösen vorangeht, ist die Bremse unerschöpfbar. In der Füllstellung des Bremsventilgriffes K kann aber auch eine beliebige oder völlige Lösung der Bremse dadurch bewirkt werden, dass durch   Abwärtsdiücken   des   Handgriffes je   das Entbremsventil E durch die Platte 9 von seinem Sitz abgehoben wird. 



   Infolge der dadurch in der Leitung II und damit auch in der bzw. den Kammern 20 eingeleiteten   Druckverminderung,   wird der Steuerschieber Y, infolge des Überdruckes im Bremszylinder auf den Kolben   8,   so weit nach rechts verschoben, bis die Bohrung 7 freigelegt wird. Die Bremszylinder sind über die Kanäle   18,   17 und 7 mit dem Aussenluftkanal19 so lange mit der Aussenluft verbunden, bis der Druck im Bremszylinder unter den in der Leitung 11 und in der Kammer 20 herrschenden gesunken ist, worauf der Schieber Y wieder zurückgeht und die Bohrung 7 schliesst. Dieses Spiel wiederholt sich bei jeder weiteren Druckverminderung in der Nebenleitung, bis das Bremsgestänge unter der Wirkung der Federn in seine Ruhelage zurückgekehrt ist. 



   In der   Füll-und Lösestellung   des Handgriffes K wird das Entlüftungsventil E (Fig. 5) durch die Nase 27 der Platte 9 gehoben, die Leitung 11 entlüftet und   die Hilfsluftbehälter gefüllt.   In der Fahrstellung des Bremsventils F1 erfolgt das Heben des Ventils 2 bzw. das Entlüften der Leitung 11 durch die Nase 29 der Platte 9. 



   Da die Verminderung des auf die Bremskolben wirkenden Druckes nach Massgabe der Veränderung des Druckes in der Leitung 11 erfolgt, ist ein stufenweises Lösen der Bremse   möglich.   



   Soll statt   des #beladenen" der #leere" Wagen abgebremst   werden, so wird der Hahn V vermittels des 
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 Verbindung der   Hilfsluftbehälterleitung   10 mit dem Kanal 21 und anderseits die Verbindung zwischen dem Bremszylinder C2 und der Bohrung 7 unterbrochen und der Bremszylinder Cj durch Verbindung mit dem Aussenluftkanal 23 ausgeschaltet. 



   In Fig. 6 soll die Verbindung der Einrichtung für stufenweises Lösen und Unerschöpfbarkeit der Bremse mit dem bei der Westinghousebremse verwendeten sogenannten schnellwirkenden Steuerventil gezeigt werden. 



     :. \1it   dem Gehäuse 80 des Westinghousesteuerventils ist ein den   Differentialkolben T enthaltender   Block 81 verbunden. Der Kanal 82 fühlt zur Nebenleitung, welche mit dem Führerbremsventil in Verbindung steht. 



   Bd   gew öhnliehei wie bei   einer Sehnellbi emsung strömt Pressluft vom Hilfsbehälter über 21 nach der 
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 zum   Bremszayiinder. Der Kolben S   steht wiederum unter dem Einfluss der   Bremszylinder1uft   ; da er grösser ist als der Kolben 9,   schliesst   er nach Druckausgleich zwischen Kammer 20 und Bremszylinder den Kanal 7. 



   Soll die Bremse ganz oder stufenweise gelöst werden, so müssen vorerst die Hauptleitung und der   Hilfsluftbehälter     aufgefüllt   werden, wobei der Kolben 54 mit dem Schieber 62 in die in Fig. 6 gezeichnete Stellung gelangen, so dass die Kammer 20 über die Öffnung 55, die Aussparung im Schieber 62 und den Kanal 83 mit der Nebenleitung verbunden wird. Wird nun in der Nebenleitung, daher auch in der Kammer 20 eine beliebige Druckverminderung vorgenommen, so hebt sich der Kolben Y infolge des Bremszylinderdruckes auf den Kolben 8 in die gezeichnete Stellung. Druckluft aus dem Bremzylinder strömt nun über die Kanäle 17, 7 und 19 so lange ins Freie, bis zwischen dem Bremszylinder und der Nebenleitung Druckausgleich eintritt, worauf der weitere Luftaustritt ins Freie durch den Kolbenschieber Y unterbrochen wird. 



   Durch entsprechende Druckverminderung in der Nebenleitung kann die Bremse in jeder beliebigen Abstufung gelöst werden. 



   Die Anwendung des Erfindungsgegenstandes ist natürlich nicht nur auf Einkammerbremsen   beschränkt,   wie auch die Anordnung und Bauweise der Steuerventile nicht auf das in der Zeichnung schematisch dargestellte Beispiel   beschränkt   ist. Die Anordnung der Bremszylinder kann in beliebiger Weise erfolgen, wenn bei den für die Bremszylinder nötigen Verbindungen mit dem Steuerventil berücksichtigt wird, dass normalerweise die Druckluft der Leitung I nicht unbenutzt ins Freie strömt, sondern in die Leitung 11 abgelassen wird und die   Hilfsluftbehälter   nachgefüllt werden können, ohne die Bremsen lösen zu müssen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Eisenbahndruekluftbremse mit zwei durchgehenden Leitungen, von denen die Leitung 1 zum Bremsen und Aufladen der   Hilfsluftbehälter   dient, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung 11 unter Zuhilfenahme von für die Bremszylinder vorgesehenen Entladevorriehtungen dazu benutzt wird, um während des Aufladen der   Hilfsluftbehälter   durch die Leitung   I   die unmittelbare Verbindung zwischen Bremszylinder und Aussenluft abzusperren und nachher beim Lösen der Bremse durch Druckverminderung in der Leitung 11 den Druck im Bremszylinder zu vermindern, d. h.

   die Bremse stufenweise zu lösen, das Ganze zum Zweck, nicht nur die Aufladung der   Hilfsiuftbehälter   vom Entladevorgang der Bremszylinder unabhängig zu machen, sondern auch sowohl die   Unerschöpfliehkeit   der Bremse, als deren selbsttätige Wirkung zu erreichen.

Claims (1)

  1. 2. Eisenbahndruckluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Bremszylinder vorgesehenen Entladevorriehtungen zwischen dem Steuerorgan des Steuerventils und dem Bremszylinder angeordnet sind.
    3. Eisenbahndruckluftbremse nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass für die Verwendung der Bremse als Doppelbremse, zwiwchen dem Hauptluftbehälter und der Leitung 11 ein zweites Führer- bremsventil eingeschaltet ist, durch welches die Leitung 11 abwechslungsweise aus dem Hauptiuitbehä ! ter bzw. der Leitung I gespeist wird.
    4. Eisenbahndruckluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftausströmungskanal der Steuerventile mit dem des Führerbremsventils durch die Leitung 11 so verbunden ist, dass die Druckluft aus der Leitung 1 in die Leitung 11 abströmen und zum beliebigen Lösen der Bremse benutzt werden kann.
    5. Eisenbahndruckluftbremse nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung 11 in ein Entbremsventil (E) mündet, das mit dem Bremsventil so verbunden ist, dass das Entbremsventil zum beliebigen Lösen der Bremse nur in der Füllstellung des Bremsventils betätigt werden kann, so dass sowohl dem vollständigen als auch dem stufenweisen Lösen der Bremse das Laden zwangläufig vorangeht.
    6. Eisenbahndruekluftbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein als Kolbenschieber ausgebildetes Steuerorgan (Y) so in das Steuerventil eingeschaltet ist, dass der eine Kolben vom Bremszylinderdruck und der andere Kolben durch Hilfsbehä1terdruck zum Anziehen oder durch den Druck in der Leitung 11 beim Lösen der Bremse derart beeinflusst wird, dass nach Druckausgleich zwischen Bremszylinder und Hilfsbehälter der Verbindungskanal (7) geschlossen wird, zum Zweck, bei einer Druckverminderung in der Leitung 11 den Bremszylinder nicht über die Leitung 11, sondern unmittelbar mit der Aussenluft zu verbinden, indem der Bremszylinderdruck auf das Steuerorgan (Y) beide Kolben so lange nach rechts verschiebt und den Bremszylinder über die Kanäle (7 und 23) mit der Aussenluft verbindet,
    bis zwischen der Leitung Il und dem Bremszylinder Druckausgleich eingetreten ist.
    7. Eisenbahndruckluftbremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Bremsventil (F1) der selbsttätigen Bremse und dem Bremsventil (F2) der unmittelbaren Bremse ein Doppelrückschlagventil (E) derart eingeschaltet ist, dass die Leitung 11 wahlweise durch das Bremsventil (F) oder (F2) gespeist werden kann.
AT108469D 1925-11-11 1925-11-11 Eisenbahndruckluftbremse. AT108469B (de)

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