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Ableseeinrichtung für Messinstrumente.
Es ist bekannt, dass die Ablesung an Messinstrumenten, insbesondere an Winkelmessinstrumenten umständlich, zeitraubend und die Quelle von Fehlern und Irrtümern ist, ganz abgesehen davon, dass das Auge durch die üblichen, für das Ablesen dienenden optischen Hilfsmittel ungemein angestrengt wird.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung an solchen Instrumenten, welche es ermöglicht, die Ablesung mit freiem Auge rasch und mit grosser Sicherheit auszuführen. Die Erfindung besteht im Wesen darin, dass der behufs Gewinnung einer Ablesung zu verstellende Teil des
Instrumentes mit einer Anzeigevorrichtung derart verbunden ist, dass die Verstellung des Instrumentes auf das Anzeigewerk übertragen wird, woselbst der Ablesewert oder ein hiezu in gewählter Beziehung stehender Wert aufgezeigt wird.
Die Übertragung der Bewegung des Instrumententeiles auf das Anzeigewerk erfolgt zwangläufig etwa mit Hilfe von Zahngetrieben, endlosen Bändern, Ketten und sonstigen geeigneten Hilfsmitteln und der Mechanismus der Anzeigevorrichtung ist dabei ein solcher, dass für jeden Betätigungssinn des Instrumententeiles eine entsprechende Verstellung der Anzeigemittel zugelassen wird.
Zweckmässig wird die Anzeigevorrichtung ähnlich einem Zählwerk derart ausgestaltet, dass sie ausschliesslich den der jeweiligen Messung entsprechenden Wert ersichtlich macht.
Die Einrichtung kann an allen Instrumenten angebracht werden, woselbst bei der Messung Teile des Instrumentes eine Bewegung erhalten, die zu der zu messenden Grösse in einem bekannten Verhältnis steht. Die Bewegung des Instrumententeiles, welche der Grösse des zu messenden Wertes entspricht, kann etwa auf einen Zeiger einer Anzeigevorrichtung übertragen werden, der vor einer Skala spielt und wobei das Übersetzungsverhältnis zwischen Bewegung des Instrumententeiles und jener des Zeigers so gewählt ist, dass schon einer geringen Bewegung des Instrumentes ein grosser Ausschlag des Zeigers vor der Skala entspricht.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Einrichtung für ein Universalinstrument in Ansicht bzw. teilweise im Schnitt veranschaulicht. Das Visierfernrohr 1 des Instrumentes ist, wie üblich, mittels Achsen 5 in einem Gabelbock drehbar gelagert, der auf einer Kreisseheibe 9 aufsitzt, die ihrerseits auf dem Stativ 14 in bekannter Weise drehbar gelagert ist. Auf der Achse 5 des Fernrohres sitzt ein Präzisionszahnrad 2 auf, welches mit einem kleinen Zahnrädchen 3 in Eingriff steht, welches unter Zwischenschaltung einer bekannten Totgangausgleichsvorrichtung 15 den Antrieb der Anzeige-und Ablesevorrichtung 6 bewirkt. Diese Anzeigevorrichtung wird von einem Arm 7 getragen, der fest auf dem Gabelsblock 4 angebracht ist.
Wird das Fernrohr 1 behufs Gewinnung einer Ablesung um seine Achse 5 geschwenkt, so wird unter Vermittlung des Kegelgetriebes 2,3 das Anzeigewerk betätigt, das vor Fenstern den Wert der Ablesung in Graden, Minuten, Sekunden ersichtlich macht.
Die untere Kreisscheibe 9 ist gleichfalls als Kegelrad ausgebildet und steht mit dem Kegelrad 11 der Anzeigevorrichtung 12 in Eingriff und bewirkt unter Vermittlung der Totgangausgleichsvorrichtung 16 bei Drehung der Scheibe 9 die Betätigung des Anzeigemechanismus des Werkes 12, so dass hinter Fenstern desselben die Werte der jeweiligen Ablesung erscheinen. Die Anzeigevorrichtung 12 wird vom Arm 17 getragen, der vom Dreifuss 13 des Instrumentes ausgeht.
Die Anzeigevorrichtungen werden zweckmässig so eingestellt, dass der Nullwert ihrer Ablesung der Nullstellung des Instrumentes entspricht, so dass die hinter den Fenstern erscheinende Ablesung
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unmittelbar dem Grössenwert der Messung entspricht ; selbstverständlich kann der Nullstellung des Instrumentes auch irgend ein anderer gewählter Wert der Ablesung entsprechen. Wenn gewünscht, kann auch bei der Anzeigevorrichtung eine Einrichtung getroffen werden, um diese bei jeder beliebigen Stellung des Instrumentes in die Nullstellung bringen zu können. Desgleichen werden die Anzeigevorrichtungen zweckmässig mit einer Rektifiziereinriehtung ausgestattet, durch welche eine Beseitigung der etwa durch Abnützung der Übertragungsmittel möglichen Ungenauigkeit erzielt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Messinstrumenten, insbesondere an Winkelmessinstrumenten zur raschen und fehlerlosen Ablesung, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der behufs Gewinnung von Ablesungen zu verstellenden Instrumententeile mit einer Anzeigevorrichtung verbunden ist, derart, dass die Verstellung des Instrumententeiles auf. die zugehörige Anzeigevorrichtung unter Antrieb derselben übertragen wird und der Ablesewert selbst oder ein hiezu in einer gewählten Beziehung stehender Wert, in Ziffern ersichtlich wird.
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