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Maschine zum Formen hohler Glasgegenstände.
Die Erfindung bezieht sich auf Maschinen zur Herstellung von Glasflaschen oder andern Glasartikeln, die in Formen geblasen werden. Es sind Maschinen dieser Art wohl bekannt, bei denen ein Wagen um eine vertikale Achse drehbar ist, der eine Anzahl von in Gruppen. angeordneten Formen trägt, welche Gruppen je eine glatte Form, in die ein Glasposten eingebraeht und zum Teil vorgeformt wird, ferner
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fertig geblasen wird. Da der Formenwagen sich dreht, so gelangen die glatten Vorformen nacheinander in eine Stellung, wo sie durch ihr oberes offenes Ende mit einem Glasposten beschickt werden, der von einer selbsttätigen Speisevorrichtung abfällt.
Wenn eine solche Vorform beschickt ist, wird ein Blaskopf über die Form gebracht, der das obere Ende der Form, an dem also die Beschickung erfolgt, abschliessen
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mit dieser befindlichen Halsform gebildet wird. Ferner wird durch den Hals der Vorform Druckluft eingeblasen, so dass der Glasposten in dieser Form teilweise zur Flasche od. dgl. geformt wird.
Nun wird die Vorform geöffnet, der blossgelegte Formling ist in aufrechter Lage von der Halsfol1n gehalten. Diese wird nun um eine wagrechte Achse umgekehrt, wobei der Formling um eine von der Halsform nach abwärts
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Der fertiggeformte Glasgegenstand verbleibt zwecks hinreichender Abkühlung noch eine Zeit in der Endform ; diese wird schliesslich geöffnet, und der Glasgegenstand ruht auf der Bodenplatte, die nun etwas gesenkt und geneigt wird, wodurch der fertige Gegenstand aus der Maschine befördert wird.
Gemäss der Erfindung wird eine Einrichtung vorgesehen, um den von der verschwenkten Halsform herabhängenden Formling zu zentrieren und in dieser Lage zu halten, bevor sich die Endform um ihn schliesst. Ein Zweck dieser Einrichtung ist der, ein rasches Umschwenken des Formlings bei seinem Transport von der Vor-in die Fertigform zu ermöglichen und ihn dabei vor Erschütterungen und Beschädigungen zu bewahren, wenn er nach dem Verschwenken in seiner Endstellung anlangt und zur Ruhe kommt ; ein anderer Zweck der Einrichtung ist der, den Formling genau zu zentrieren, bevor sich die Fertigfol1ll um ihn schliesst.
In der Zeichnung ist eine Glasblasmaschine gemäss der vorliegenden Erfindung beispielsweise
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einrichtung. der Glasmasse strichliert gezeichnet, Fig. 2 und 3 in Draufsicht die Fertigformteile in Offenund Schliessstellung samt der Zentriervorrichtung, Fig. 4 und 5 in Seitenansicht die Zentriervorrichtung in und ausser Tätigkeit und Fig. 6 in teilweisem Längsschnitt die Zentriervorrichtung mit den an sie an-
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die Fertigformen und die Bodenplatte trägt, einem mittleren Teil 36 und einem oberen Teil 57 besteht, von denen der Zwischenteil 36 mit den glatten Vor-und den Halsformen ausgerüstet ist, während der Oberteil 37 die Blasköpfe und Fülltrichter trägt.
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eines in eine ringförmige Zahnstange 43 eingreifenden Triebrades 42 angetrieben. Bei der Drehung des Wagens gelangen die glatten Vorformen der Reihe nach unter eine Speispvorriehtung 46 beliebiger Konstruktion, die synchron mit der Drehbewegung des Wagens arbeitet und in jede solche Vorfonn, sobald
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der den aus der Vorrichtung 46 abgegebenen Glasposten in die Form leitet. Jeder Trichter ist auf einer
Grundplatte 48 montiert, die zwischen an dem oberen Wagenteil 37 angebrachten Führungen 49 radial verschiebbar ist. Auf jeder Grundplatte 48 ist ferner ein Blaskopfmeehanismus 50 angebracht.
Durch Ver- schiebung der Grundplatten 48 können abwechselnd der Führungstnchter 47 und der Blaskopf 50 in Übereinstimmung mit der darunter befindlichen Vorform 45 gebracht werden. Eine fest angebrachte
Platte 51 ist an der Unterseite mit einer exzentrischen oder wellenförmigen Nut 52 versehen, in die eine
Gleitrolle 53 reicht, die mittels Schwinghebels 54 und der Stange 55 die verschiebbare Grundplatte 48 betätigt.
Wenn die Form 45 unter die Speisevorrichtung gelangt, befindet sich die Grundplatte 48 in vorgeschobener Lage, in der der Trichter 47 genau über der Form 45 liegt. Sobald sich die Form über ihre Beschiclungsstelle hinausbewegt, verschiebt sich die Platte 48 nach einwärts, wodurch der Blaskopf über die Form gelangt.
Wenn der aus der Vorform blossgelegte Formling durch Verkehren der Halsform nach unten geschwungen ist, muss er, bevor sich die Fertigform um ihn schliesst, bezüglich dieser zentriert werden. Diesem Zweck dient eine Zentrierplatte 126 (Fig. 2-6), die von einem um den Zapfen 128 beweglichen Arm 127 getragen wird. Der Zapfen 128 ist in einem an dem Hohlzapfen 107 angeordneten Joch 129 gelagert. Um den Zapfen 107 sind die Arme 104, 105, die die Teile der Endform tragen, beweglich. Der Arm 127 ist mit einer Rolle 131 versehen, die in die Kurvennut eines mit dem Arm 104 verbundenen
Segmentes 132 eingreift, das somit beim Öffnen und Schliessen der Fertigform um die Achse des Hohlzapfens 107 bewegt wird.
Wenn der Formling in der glatten Form vorgeformt wird, befindet sich die zugehörige Endform in geöffnetem Zustande, sie ist jedoch noch nicht vollständig geöffnet. Wenn der Formling nach unten schwingt, ist die Zentrierplatte 126 in solcher Lage, dass zwischen ihr und dem Formling 133 ein entsprechender Abstand verbleibt ; dadurch wird verhindert, dass der Formling beim Umkehren zu plötzlich an die Zentiierplatte trifft und dadurch möglicherweise beschädigt oder gebrochen wird. Hat der Formling die Ruhelage erreicht, so werden die Teile der Fertigform mittels der Nutenscheibe. ? ? gänzlich geöffnet.
Dabei schwingt auch das genutete Segment 132 aus, wodurch der Zentrierfinger 126 hinlänglich nach vorwärts bewegt wird und den Formling in die Vertikallage einstellt, so dass er bezüglich der Fertigform zentriert ist. Hierauf wird die Bodenplatte 151 durch irgendwelche geeignete Mittel angehoben und mit dem Formling in Berührung gebracht, so dass dieser in der zentralen Stellung verbleibt. Die Fertigform wird nun geschlossen, wobei der Zentriel'ar1l1 127 in die in Fig. 5 ersichtliche Stellung zurückschwingt und so für die sieh schliessenden Formhälften den Weg frei gibt. Die Zentrierplatte 126 ist mittels der Schraubenmutter 135 einstellbar.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Formen hohler Glasgegenstände mit einem drehbaren Wagengestell, dessen einer Teil eine Reihe von Vorformen und umkehrbarer Halsformen trägt, während an einem andern Teil eine Anzahl von Fertigformen angeordnet sind, die aus an schwingbaren Armen befestigten zueinander beweglichen Formhälften bestehen, wobei für jede Fertigform einebewegliche Bodenform vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass getrennt von der Fertigform für den Formling eine Zentriervorrichtung (126, 127) angeordnet ist, durch welche der Formling bezüglich der Fertigform zentriert wird und die von einer an der einen Formhälfte angeordneten und mit dieser bewegten Daumenleiste (132) od. dgl. an dem Formling zur Wirkung gebracht wird.