AT107594B - Verfahren zum Aufspalten von Kohlenwasserstoffen. - Google Patents

Verfahren zum Aufspalten von Kohlenwasserstoffen.

Info

Publication number
AT107594B
AT107594B AT107594DA AT107594B AT 107594 B AT107594 B AT 107594B AT 107594D A AT107594D A AT 107594DA AT 107594 B AT107594 B AT 107594B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
retort
splitting
vapors
coke
oil
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
V L Oil Processes Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by V L Oil Processes Ltd filed Critical V L Oil Processes Ltd
Application granted granted Critical
Publication of AT107594B publication Critical patent/AT107594B/de

Links

Landscapes

  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Aufspalten von Kohlenwasserstoffen. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Spalten von Kohlenwasserstoffen, insbesondere   Mineralölen   und den Produkten der Kohledestillation. Gemäss des neuen Verfahrens werden die Öle in Dampfform in zwei aufeinanderfolgenden Spaltretorten erhitzt, zuerst in einer Vorspaltretorte, in der Kohlenstoff abgelagert wird, dann in der Hauptspaltretorte, die mit einem Katalysator beschickt ist und in der keine wesentliche Kohlenstoffabscheidung mehr stattfindet. Die aus dieser Retorte abziehenden Dämpfe werden dann in Kühlern von den verdichtbaren Bestandteilen befreit und die permanenten Gase abgesaugt. In der Vorspaltretorte ist Koks oder ein anderes kohlenstoffhaltiges Material angeordnet, das als Träger für den ausgeschiedenen Kohlenstoff und auch als Reagens wirkt und durch eine Förderschraube oder dgl. stets in Bewegung gehalten wird.

   Der hier abgeschiedene Kohlenstoff kann samt dem Träger in Abständen selbsttätig ausgetragen werden. 



   Die Zeichnung veranschaulicht in beispielsweiser Ausführungsform eine Anlage   zur Ausführung   des Verfahrens, u. zw. in Fig. 1 im Grundriss, in Fig. 2 im Aufriss. 



   Die beiden Retorten, die   Vorretorte-A   und die   Hauptretorte   B liegen in einem gemeinsamen Feuerraum   C,   werden also auf gleiche Temperatur erhitzt. E ist eine   Tieftemperaturverkohlungsretorte,   die mit der Vorspaltretorte   A   durch die Rohrleitung D verbunden ist und aus der die Produkte der Tieftemperaturverkohlung von Kohle. Ölschiefer od. dgl. direkt in die Vorspaltretorte übergehen, wobei sie einen Staubfänger e passieren. In der Retorte A liegt eine durch   Riemenantrieb   od. dgl.   bewegte Förder-   schnecke zur Fortbewegung des Kokses und des darauf abgelagerten Kohlenstoffes. Die aus   A   abziehenden Dämpfe treten in die Retorte B durch ein Verbindungsrohr über.

   Beim Verlassen der Retorte B gelangen sie in die Luftkühler F, in denen sieh die Schweröle   absondern,   während die verbleibenden Dämpfe durch wassergekühlte Vorlagen G und H streichen, in denen auch die   fluchtigeren   Bestandteile fraktioniert niedergeschlagen werden. Die Bewegung der Dämpfe besorgt die Saugpumpe J, die in der Apparatur einen geringen Unterdruck aufrecht erhält und die aus dem   Schlusskühler   austretenden   permanenten   Gase mit leichtem Druck durch den Ölwäscher K und den Gasometer L in den Gasbehälter drückt. Die   Schweröl   können zwecks nochmaliger Spaltung durch Zeigleitungen und gegebenenfalls durch eine Pumpe wieder in die Spaltretorte zurückgeleitet werden. 



   Aus einem   Ölbehälter     JY1   kann Mineralöl in die Vorspaltretorte A eingespritzt werden, wenn es sich darum handelt, nicht nur die Produkte der Tieftemperaturverkohlung zu spalten. Man kann den   Behälter   und die Retorte E gleichzeitig anschliessen oder die Spaltretorte A nur aus einer der beiden Quellen speisen. In jedem Fall kann ein Teil der permanenten Gase durch die   Ammoniakbehälter n und   die Zweigleitung   jV   wieder in das Einlassrohr a der Vorspaltretorte A geleitet werden. um als Träger   zur Überführung der   Dämpfe in die Retorte zu dienen und ihnen eine kleine Menge Ammoniak   beizumengen,   aus dem beim 
 EMI1.1 
 



   Die beiden Retorten   A   und B werden auf   450-600 , im Mittel   auf   5000 C erhitzt. Aus   den Dämpfen werden in dem Luftkühler   P die Über 4500 C   siedenden Öle niedergeschlagen, während in den Vorlagen C die Bestandteile mit mittlerem Siedepunkt, etwa bis zu 200 C. sich verdichten. Letztere können nach dem Durchgang durch einen Vorwärmer wieder in die   Retortendiise   eingeführt werden. Die   Leichtöle   werden in dem Kühler H aufgefangen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Retorte E kann auf 400-6000 erhitzt werden. Das am Besehickungsende der Retorte bei e' eintretende Material wird zweckmässig auf   200-250'vorgewärmt,   um den Wasserdampf abzutreiben. 



   Der Koks od. dgl. in der Retorte   A   dient nicht lediglich als Träger, sondern beeinflusst auch den Spaltvorgang und fördert die Zersetzung der Kohlenwasserstoffdämpfe. Durch die Teilung des Spaltprozesses in zwei Stufen wird die Ausbeute an Leichtölen erhöht und ein stärker gesättigtes Endprodukt erhalten. 



   Was den in der Retorte im zweiten   Verfahrenssehritt   zu verwendenden Katalysator betrifft, so können verschiedene Katalysatoren verwenden werden. Besonders geeignet sind poröse Massen aus einem Gemisch von Eisen und Nickel mit oder ohne Zusatz geringer Mengen von Aluminium und Mangan ; diese Massen können durch Reduktion von Gemischen von Oxyden und Oxalaten oder Azetaten dieser Metalle und Erhitzung der reduzierten Metalle bis zur Sinterungstemperatur erhalten werden, wodurch schwammige Massen entstehen. 



   Die Entfernung der überschüssigen Kohle aus der ersten Retorte erfolgt einfach dadurch, dass eine   gewöhnliche   Transportschnecke den in die Retorte eingeführten Koks in ständiger Bewegung erhält, wobei der Koks mit der darauf abgelagerten Kohle am Austrittsende hinausbefördert und frischer Koks am Eintrittsende beständig nachgefördert wird. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :  
1. Verfahren zum Aufspalten von Kohlenwasserstoffen durch Erhitzen der Dämpfe in zwei aufeinanderfolgenden Stufen, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Stufe die Einleitung des Aufspaltens der Öldämpfe in Gegenwart eines festen porösen Materials, wie Koks, erfolgt, auf welchem der abgeschiedene Kohlenstoff abgelagert wird, worauf die Öldämpfe in der zweiten Stufe mit einem Katalysator in Berührung treten, wobei das Aufspalten ohne erhebliche Abscheidung von Kohle beendigt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Material ständig in Bewegung gehalten wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüehen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Verfahren die in einer Tieftemperaturverkohlungsretorte entstehenden Produkte unmittelbar unterworfen werden. EMI2.1
AT107594D 1924-10-31 1925-10-12 Verfahren zum Aufspalten von Kohlenwasserstoffen. AT107594B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB107594X 1924-10-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT107594B true AT107594B (de) 1927-10-25

Family

ID=9973731

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT107594D AT107594B (de) 1924-10-31 1925-10-12 Verfahren zum Aufspalten von Kohlenwasserstoffen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT107594B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2654635A1 (de) Verfahren zur herstellung von kohlenwasserstoffoelen durch spaltende kohlehydrierung
DE1935467A1 (de) Verfahren zur verzoegerten Verkokung von aromatischen Einsatzmaterialien
AT107594B (de) Verfahren zum Aufspalten von Kohlenwasserstoffen.
US2334583A (en) Process for converting heavy petroleum oil into vapors and coke
US1940725A (en) Process for treating carbonaceous material
DE704232C (de) Verfahren zur Beheizung des Hydriergutes bei der katalytischen Druckhydrierung kohlenstoffhaltiger Stoffe in zwei Stufen
GB244875A (en) Improvements in or relating to the cracking and separating of mineral oils
US1954972A (en) Hydrogenation of oils
US2167339A (en) Hydrogenation of cyclic hydrocarbons
DE2030410C3 (de) Verfahren zur thermischen Spaltung von Kohlenwasserstoffen
DE2803985A1 (de) Verfahren zum verfluessigen von kohle
DE958496C (de) Verfahren zur katalytischen hydrierenden Raffination von Kohlenwasserstoffen, die bei Raumtemperatur fluessig oder fest sind, bei erhoehter Temperatur und erhoehtem Druck in der Gasphase und/oder Fluessigphase in Gegenwart von Leuchtgas, Kokereigas, Schwelgas oder aehnlichen Wasserstoff enthaltenden Gasen
DE634100C (de) Verfahren zur Herstellung niedrigsiedender Kohlenwasserstoffe aus hoeher siedenden Produkten
DE874439C (de) Verfahren zur Druckhydrierung von Kohlen, Teeren und Mineraloelen unter Verwendung mehrerer hintereinandergeschalteter Waemeaustauscher
DE654024C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen, auch niedrigsiedenden, aus Kohlen, Teeren, Mineraloelen, deren Destillations-, Umwandlungs- oder Extraktionsprodukten oder Rueckstaenden
DE650087C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffen, auch niedrigsiedenden, aus Kohlearten, Teeren, Mineraloelen u. dgl.
DE668949C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenwasserstoffoelen, insbesondere Benzinen, aus festen kohlenstoffhaltigen Stoffen
US1971834A (en) Coking heavy petroleum oil
DE720825C (de) Verfahren zur Druckhydrierung fester Brennstoffe
DE602444C (de) Verfahren zur Hitzebehandlung von fluessigen Kohlenwasserstoffen
DE647852C (de) Verfahren zur Herstellung niedrigsiedender Kohlenwasserstoffe aus hoehersiedenden Kohlenwasserstoffen
US1894257A (en) Production of liquid hydrocarbons
DE370324C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Steigerung des Gehalts an freiem Wasserstoff in den bei der Destillation von Kohle sich entwickelnden Gasen
DE397860C (de) Verfahren zur Herstellung gasfoermiger und fluessiger Olefine
DE531005C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Diphenyl