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Schalter, dessen bewegliche Kontakte beim Ausschalten durch besondere Federn be- schleunigt werden.
Es ist üblich, bei elektrischen Schaltern-in erster Linie bei Ölschaltern-Federn vorzusehen, durch die die beweglichen Kontakte beim Ausschalten beschleunigt werden, in der Absicht, eine möglichst hohe Aussehahgeschwindigkeit zu erreichen. Diese Federn werden gewöhnlich während des Einschaltvorganges gespannt. Bei der gebräuchlichsten Form der Ölschalter, bei der das Einschalten durch Heben eines Schaltmessers oder einer die Schaltmesser mehrerer Phasen tragenden Traverse geschieht, setzt sich die Einsehaltarbeit aus drei Teilen zusammen. Zunächst ist das während des ganzen Hubes gleiche Gewicht der beweglichen Teile zu heben. Sodann ist am Schluss der Bewegung der Druck bzw. die Reibung der zur Berührung kommenden Kontakte zu überwinden.
Und schliesslich ist die während des Einschaltvorganges gleichmässig zunehmende Arbeit des Spannens der Ausschaltfedern zu leisten.
Da bei hohen Spannungen die bewegten Teile grosse Abmessungen besitzen, müssen die zu ihrer Beschleunigung dienenden Federn ein grosses Arbeitsvermögen haben. Da aus elektrischen Gründen ausserdem schnell eingeschaltet werden muss, die kräftigen Federn also in kurzer Zeit gespannt werden müssen. wird die zum Einschalten erforderliche Kraft sehr gross, so dass schon die Schalter für die heute üblichen Spannungen von Hand nicht mehr ordnungsgemäss eingeschaltet werden können.
Gegenstand der Erfindung ist die Zerlegung der bisher in einem Vorgang zu leistenden Arbeit in
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gespannt, so dass bei diesem nur noch das Traversengewicht und der Kontaktdruck zu überwinden ist.
Da das Spannen der Federn nicht in einer vorgeschriebenen Zeit vorgenommen werden muss, ist bei Verwendung einer geeigneten Übersetzung hiezu nur eine kleine Kraft nötig. Werden zum Einschalten des Schalters die bekannten Kraftspeicher benutzt, die zu passender Zeit vermittels eines kleinen Motors aufgeladen werden, so kann man die Aussehaltfedern durch den gleichen Motor spannen. Es muss dann das eine Mal mit dem Kraftspeicher, das andere Mal mit der Ausschaltfeder gekuppelt werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch dargestellt. Die Traverse a hängt unter Zwischenschaltung einer isolierenden Stange b an einem doppelarmigen Hebel c, der um den Punkt d drehbar ist.
Die gezeichnete Stellung ist die Einschaltstellung, während die Ausschaltstellung der Traverse und des Hebels gestrichelt angedeutet ist. Das Einschalten erfolgt durch eine in Richtung des Pfeiles e wirkende Kraft, die im vorliegenden Falle von einem Federkraftspeicher t ausgeübt werden möge. Neben dem Drehpunkt cl liegt der Drehpunkt g eines zweiten Hebels h, der mit seinem einen Ende auf den ersten Hebel c drückt. während auf das andere Ende dieAusschaltfeder t in der Weise wirkt, dass durch seinen Druck die Aussehaltbewegung des Hebels c und der Traverse a beschleunigt wird. Durch eine in der Pfeilrichtung k wirkende Kraft kann die Feder i gespannt und der Hebel h bewegt werden, ohne dass der Hebel c sich mitbewegen müsste.
Wenn der Schalter ausgeschaltet ist (gestrichelte Stellung), wird zunächst dadurch, dass man z. B. den zum Aufladen von t dienenden, nieht gezeichneten Motor in der Richtung des Pfeiles k angreifen lässt, die Feder i gespannt. Sodann werden durch den Kraftspeicher t die von dem Druck des Hebels h befreiten Teile a, b, c in die Einschaltstellung gebracht und hier zweckmässig mit dem Hebel h in der Weise verklinkt, dass das Ausschalten nur durch Freigabe dieses letztgenannten Hebels möglich ist.
Da die bei t zur Vpr-
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fügung stehende Kraft nur so gross gewählt zu werden braucht, wie zur Überwindung des Traversen, gewichts und des Kontaktdruck nötig ist, ist sie nicht fähig, die Traverse in die Einschaltstellung zu bewegen, bevor die Feder i gespannt worden ist und dadurch der Hebel c von dem Druck des Hebels A entlastet ist. Ausserdem kann noch eine an sich bekannte Verriegelung vorgesehen werden, welche ein Umschalten der Einschaltkraft auf die Traverse a unmöglich macht, solange nicht die Aussehaltfeder i
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besten zusammenfallen ; die beiden Hebel werden also auf einer einzigen Welle, voneinander unabhängig drehbar, gelagert.
Die zum Einschalten nötige Kraft kann man dadurch noch weiter verringern, dass man der linken Hälfte des Hebels c ein solches Übergewicht gibt, dass die an der rechten Seite hängenden beweglichen Teile dadurch ausbalanciert werden. Die Ausschaltfeder i ist dann natürlich entsprechend zu verstärken, weil grössere Massen zu beschleunigen sind und das Gewicht der Teile a und b nicht mehr im Ausschaltsinne wirkt.