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Österreichische PATENTSCHRIFT Ni-10654. CARL NIELSEN IN ODENSE (DÄNEMARK).
Aufpumpvorrichtung für Luftradreifen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Aufpumpvorrichtung für Luftrad- reifen, bei welcher die Kolbenstange der parallel zur Achse der Radnabe angebrachten
Pumpe in eine hin-und hergehende Bewegung versetzt wird, und zwar vermittelst einer wellenförmigen Rollbahn, welche am Gestelle angebracht ist, während die Kolbenstange eine Rolle trägt, die während der Rotation des Rades auf der Rollbahn läuft.
Den bisher bekannten Anordnungen dieser Art haftet gewöhnlich der bedeutende Übel- stand an, dass die Kolbenstange während der Bewegung nach innen im Pumpencylinder. ausser einer Beanspruchung in der Richtung der Achse auch einer solchen senkrecht zur
Achse unterworfen wird, welch letztere Beanspruchung Reibungen zwischen der Kolben- stange und deren Stopfbüchse und ausserdem oft eine Biegung der Kolbenstange zur folge hat, wodurch die Pumpe unbrauchbar wird.
Diese Nachteile sind bei der vorliegenden Erfindung dadurch vermieden, dass die
Rollbahn in achsialer Richtung des Rades federnd gemacht ist und aus einer Fläche be- steht, die durch die Bewegung einer Geraden erzeugt gedacht werden kann, welche auf der
Achse des Rades senkrecht steht und sich längs derselben verschiebt, während sie um dieselbe rotiert.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt und zeigt : Fig. 1 die erwähnte An- ordnung im teilweisen Schnitt, Fig. 2-5 veranschaulichen zur Fig. 1 gehörende Details, während Fig. 6 und 7 zwei andere Ausführungsformen der Erfindung zeigen. a ist die Radnabe, an welcher der Pumpencylinder b befestigt ist. In diesem Cylinder ist ein Kolben c angebracht, dessen Kolbenstange d durch den Cylinderdeckel e nach aussen dringt und eine Rolle f aus Leder, Ebonit oder dgl. trägt, deren Achse auf der Achse des Rades senkrecht steht.
Die Rolle f sitzt auf einer mit einer festen Scheibe 9 ver- sehenen Nabe h, auf deren Ende eine Scheibe i derart geschraubt werden kann, dass die
Rolle f zwischen den beiden Scheiben 9 und i festgespannt ist, so dass die Scheiben als
Stütze für die Rolle dienen. Zwischen dem Kolben c und dem Cylinderboden ist eine
Feder k angebracht. In der Seitenwandung des Cylinders ist eine Öffnung vorgesehen, durch welche die Luft von aussen in den Cylinder einströmen kann ; von dem Boden des
Cylinders geht eine Leitung 11. aus, welche die zusammengedrückte Luft nach dem Luft- reifen 0 fÜhrt.
An einem am Gestelle q befestigten Arm r ist ein federndes Band s von hufeisen- . ihnlicher Form angebracht, dessen Enden von der Mittelebene des Rades um etwas weniger als die Länge eines Kolbenhubes weiter entfernt sind, als der Mittelteil des Bandes. Die Oberfläche des Bandes bildet eine, in sich selbst zurücklaufende Schraubenfläche, deren Leitlinie in der Achse des Rades liegt. Während der Rotation des Rades läuft die Rolle y, welche durch die Feder k beeinflusst wird, auf der Rollbahn des federnden Bandes s, wobei der Kolben c in eine hin-und hergehende Bewegung versetzt wird.
Da die Schenkel des
Bandes s federnd sind, so wird derjenige Schenkel, auf welchem die Rolle läuft, während sie den Kolbon in den Cylinder hineinbewegt, sich anfangs ein wenig nach aussen biegen und hierauf in dem Masse, als die Rolle sich dem festen unterstützten Teil des Schenkels nähert, infolge seiner Elastizität, das Bestreben haben, in seine ursprüngliche Lage zu- rückzukehren, wodurch der Schenkel auf die Rolle einen Druck in der Richtung der
Kolbenstange ausübt. Durch das Federn des Schenkels wird somit die bei der Bewegung
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Radachse parallel ist, so bleibt sie auch stets senkrecht auf der Erzeugenden des Bandes s, welche die Rolle jeweilig berührt, und es kann daher kein radialer Seitendruck auf die Kolbenstange d entstehen.
Sobald der erwünschte Druck im Luftschlauch o erreicht ist, wird ein zwischen zwei im Cylinder b befestigten Platten t und u angebrachtes Schieberstück v nach oben bewegt (Fig. 1 und 3), wodurch ein Arm 'des Schieberstückes mit einer Aussparung der Kolbenstange in Eingriff kommt und die letztere dadurch in der innersten Stellung im Pumpencylinder fixiert. Der Kolben c bleibt daher, während der weiteren Rotation des Rades, so lange in Ruhe, bis der Druck im Luftreifen 0 wieder unter das Normale gesunken ist, in welchem Falle der Arm M\ durch eine auf denselben wirkende Feder $ (Fig) 3) wieder ausser Eingriff mit der Kolbenstange. gebracht wird, sodass die Pumpe wieder in Wirksamkeit gelangt. Das Schieberstück v kann vermittelst einer passenden Anordnung bewegt werden.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist das federnde Band s statt auf einem Arme des Rahmens an einem Ansatz desselben befestigt. Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform ist das Band s an dem Ende der Kolbenstange d angeordnet, während die Rolle f am Gestelle angebracht ist. Die Enden des Bandes s werden von zwei federnden Armen 6 gestützt, die an einem die Nabe a umgebenden Ring 7 drehbar befestigt sind. Das Band s wird ferner durch einen an der Kolbenstange d befestigten, federnden Arm 8 unterstützt.
Der Pumpencylinder b kann an der Nahe a befestigt sein und zwar vermittelst eines um diese beiden Teile gelegten Bandes y, dessen Enden umgebogen und mit Gewinden für eine Schraube z derart versehen sind, dass man durch das Anziehen dieser Schraube das
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geschaltet, welcher mit Lagern für diese zwei Organe sowie mit Ösen 2, durch welche das Band y geführt ist, versehen ist.
Damit man bei verschiedenen RaJnaben dieselbe Form für den Sattel 1 anwenden kann, besteht diejenige Stützfläche des Sattels 1, welche mit der Nabe in Berührung steht, nur aus zwei schmalen Flächen (Fig. 5).
Um ein Verschieben des PumpencyUnders in der Richtung der Achse zu verhindern, ist durch dessen Wand durch den Sattel 1 und durch die Wand der Nabe ein Stift 3 geführt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aufpumpvorrichtung für Luftradreifen, bei welcher die Kolbenstange der Pumpe vermittelst einer Rolle bewegt wird, welche auf einem Metallband oder dgl. läuft, dadurch gekennzeichnet, dass das Band federnd ist und eine in sich selbst zurücklaufende Schraubenfläche bildet, deren Erzeugende eine auf der Radachse senkrechte gerade Linie ist.