AT105260B - Gleichrichter, insbesondere für radiotelephonische Zwecke. - Google Patents

Gleichrichter, insbesondere für radiotelephonische Zwecke.

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AT105260B
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Franz Kraincuk
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Franz Kraincuk
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Gleichrichter, insbesondere für radiotelephonische Zwecke. 



   Bei den üblichen Detektoranordnungen wird zumeist eine   Metallspitze   unter veränderlichem
Druck der Oberfläche eines Kristalls gegenübergestellt und durch Versuche wird die verhältnismässig geringe Anzahl von wellenempfindlichen Stellen des Kristalls ermittelt. 



   Anstatt dessen wurde auch schon vorgeschlagen (D. R. P. Nr. 308.424), zur Erhöhung der mecha- nischen   Unempfindliehkeit   gegen Stösse nicht die   Bruchfläche   eines Kristalls, sondern die hochglänzende ebene Spaltfläche zu benutzen und als Gegenkontakt nicht eine Spitze, sondern eine Blattfeder zu verwenden, so dass durch einfache Drehung immer neue Flächenteile miteinander zur Berührung gebracht werden können. Von diesen bekannten Anordnungen unterscheidet sich der Gegenstand der Anmeldung   hauptsächlich   durch die Wahl des wellenempfindlichen Materials, indem statt der ebenen   Kristallfläehe   eine polierte   Metallfläche,   die mit einer homogenen   Schwefelsilbersehichte   bedeckt ist, zur Anwendung kommt.

   Als Gegenkontakt dient ein tangential angelegter Metalldraht. 



   Die Herstellung des Detektormaterials erfolgt in der Weise, dass eine Messing-oder Alpakaplatte zunächst zwecks Reinigung gelbgebrannt und dann ziemlich stark versilbert wird. Die glatte Fläche wird nach dem Versilbern durch Kratzen mattiert und hierauf poliert. Nunmehr wird der Gegenstand in eine heisse, doch nicht kochende Lösung von Schwefelleber getaucht, die von einer Handvoll grobkörniger Schwefelleber mit einem halben Liter Wasser hergestellt wurde, und an der Oberfläche in Schwefelsilber übergeführt und dann an der Luft getrocknet. An Stelle der galvanischen Versilberung kann auch mit andern Metallen gearbeitet werden, doch steht nach den bisherigen Erfahrungen Silber an erster Stelle. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines solchen Detektors in Fig. 1 in Ansieht, in Fig. 2 in Draufsicht bei abgenommenem Oberteil veranschaulicht. 



   Die Einrichtung besteht aus zwei parallelen Leisten 1, l'aus Hartgummi, die durch zwei kleine Säulen 2,   2'aus   Messing zu einem starren Rahmen verbunden sind. In der   Verlängerung der Säulen   befinden sich die Stecker 3, 3'. Am Fusse der Säule 2 ist eine Bandfeder   4   festgelegt, an deren freiem Ende ungefähr   über der Mitte   der betreffenden Leiste 1 eine Fassung 5 für den Gleichrichter befestigt ist, der aus einem durch eine Klemmschraube   12   festgehaltenen Zapfen 6 und einem   Plättchen   7 besteht, das die oben erwähnte glatte Fläche besitzt.

   Am gegenüberliegenden Fusse der Säule   !' ist eine   Band feder 8 drehbar gelagert, die am freien Ende einen gewundenen Draht 9 trägt, dessen Ende annähernd parallel zur Ebene des   Plättchen   7 verläuft. Am äussersten Ende ist der Draht zu einer kleinen   Krücke   10 ausgebildet, die das   Plättchen   mit einer kleinen Fläche unter Spannung berührt, wenn eine in der Leiste l' gelagerte, gegen die Bandfeder 8 wirkende Stellschraube 11 angezogen wird. An den oberen Enden der Säulen 2,2'können   Klemmen-M, 1 : T'vorgesehen   sein, falls die Vorrichtung nicht als Stecker benutzt wird.

   Bei wechselndem Druck gegen die Fläche des   Plättchens   bewegt sich die   Krücke   in einer mit der   Zeichenfläche   zusammenfallenden Ebene, gleitet also auf dem Gleichrichter. Auf diese Weise ist nur durch Drehung der Stellschraube eine Verlegung der   Berührungsfläche   möglich, u. zw. ohne   nennenswerte   Druckänderung, da dieselbe in gewissen Grenzen von dem gewundenen und daher elastischen Draht kompensiert wird. Durch Verschwenkung der Feder 8 um ihr Lager kann die   Berührungsfläche beliebig   
 EMI1.1 
   Plättchens   überall die gleiche Wirkung ergibt, u. zw. ist dieselbe derjenigen, welche bei Berührung der empfindlichsten Punkte von guten Detektorkristallen erzielt werden kann, mindestens gleichwertig.

   Ein Hauptvorteil liegt jedoch darin, dass das lästige und oft erfolglose Suchen von empfindlichen Punkten gänzlich entfällt, da es nur auf den richtigen Druck der Feder gegen die glatte Fläche des Gleichrichters 

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 ankommt. Überdies sind im Gegensatz zu den Kristalldetektoren Stösse vollkommen ungefährlich. 



  An Stelle einer Berührung bloss mit dem Ende des Drahtes kann auch eine solche auf grösserer Fläche erfolgen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Gleichrichter, insbesondere für radiotelephonische Zwecke, gekennzeichnet durch die Anordnung eines versilberte, polierten   Metallplättchens,   das mit einer Schichte von Schwefelsilber überzogen ist und von einem Metalldraht tangential berührt wird, so dass infolge der Homogenität der Oberfläche'die Wellenempfindlichkeit an allen Stellen dieselbe ist und das lästige Aufsuchen besonders empfindlicher Stellen entfällt.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Gleichrichters nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktdraht an dem freien Ende einer Bandfeder befestigt ist, die unter der Wirkung einer Stellschraube steht. EMI2.1
AT105260D 1925-02-06 1925-02-06 Gleichrichter, insbesondere für radiotelephonische Zwecke. AT105260B (de)

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