<Desc/Clms Page number 1>
Österreichische
EMI1.1
EMI1.2
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abänderung und Ergänzung der durch Patent Nr. 9365 geschützten Einrichtung für selbsttätige Geschütze insofern, als dieselbe im wesent-
EMI1.3
bevor der Gasdruck in dem Rohre etwa bis auf atmosphärischen Drnek heruntergegangen ist. Dies tritt erst dann ein, wenn der Rücklauf bis auf einen Rest beendet ist, welcher nicht mehr genügt, um den Verschluss zur Aufnahme eines neuen Geschosses zu öffnen.
AusdiesemGrundemussderVerschlusskeilwährenddesRücklaufesingeschlossener Stellung verbleiben und das Öffnen desselben bis zum Vorlauf verschoben werden. Hier- durch wird selbstverständlich die Feuergeschwindigkeit verringert.
Bei Geschützen mit langem Rücklauf dagegen n'mmt der Gasdruck bis etwa auf atmosphärischen Druck bereits ab, lange bevor der Rücklauf beendet ist ;. daher liegt bei
EMI1.4
am Vorwärtsgehen verhindert und der Verschluss geöffnet, worauf der Anschlag bei weiterem Vorlauf des Rohres aus der Bahn der Stange herausgeführt wird und letztere, der Wirkung der Feder folgend, den Verschlusskeil schliesst.
Bei der vorliegenden Erfindung dagegen öffnet die am Rücklauf teilnehmende Stange,
EMI1.5
ist, beim Rücklauf zunächst den Verschluss, spannt hierdurch die Verschlussfeder, so dass nach beendetem Rücklauf geladen werden kann, so dass ferner, nachdem das eingesetzte
Geschoss den Auszieher, sowie den durch diesen gesperrten Verschlusskeil entriegelt hat, die Verschlussfeder den Verschlusskeil in die Verschlussstellung führen kann. Zu dem Zwecke wird die am Rücklauf teilnehmende Stange bereits beim Rücklauf des Rohres durch einen in ihrer Bahn befindlichen Anschlag am Rückwärtsgehen verhindert und der Verschluss geöffnet.
Da bei der im Patent Nr. 9365 beschriebenen Einrichtung die Verschlussfeder an einem, dem Rücklauf nicht unterworfenen Teil befestigt ist, so würde dieselbe bei langem
Rücklauf eine so grosse Länge erhalten, dass sie nicht mehr die genügende Spannung liefern und ausserdem andere Unzuträglichkeiten zur folge haben würde. Aus diesem Grunde wird weiterhin die Feder mit beiden Enden an dem Rücklauf unterworfenen Teilen be- festigt und während des Rücklaufes beim Öffnen des Verschlusses nur so weit gespannt, als sie zum Schliessen des Verschlusses Spannkraft erlangen muss. Ihre Länge ist also im
Gegensatz zu der durch Patent Nr. 9365 geschützten Einrichtung unabhängig von der Grösse des Rücklaufes gemacht.
Die Erfindung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt und zwar zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht des geladenen, verschlossenen und zum Abfeuern bereiten geschütztes,
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Fig. 6 das Geschütz in Seitenansicht bei'- vollendetem Rllcklauf und in Begriff, in die Feuerstellung zurückzukehren,
Fig. 7 und 8 Einzelheiten für den Auszieber.
Die dem Auszieher zufallende Aufgabe ist dieselbe, wie bei dem Gegenstande des Patentes Nr. 9365 und besteht demgemäss darin, den Verschlusskeil in seiner offenen Stellung zu verriegeln und ihn durch die eingesetzte Patrone entriegeln zu lassen, damit er, der Wirkung seiner Feder zu folge, sich selbsttätig schliessen kann. Der Auszieher 3 (Fig. 7 und 8) bewegt sich, wie bekannt, in einer Nut 4 und hat einen Ansatz 6, welcher
EMI2.2
dem einen Ende sitzt eine Klaue 5, während der an dem anderen Ende befindliche An- schlag 9 den Auszieher in der in Fig. 8 gezeichneten Stellung zurückhält, bis er durch die eingeführte Patrone befreit wird, wie im Patent Nr. 9365 beschrieben.
Der mit der Nabe 15 drehbar gelagerte Handhebel, welcher zum Schliessen und Öffnen des Verschlusses dient, ist als zweiarmiger Hebel ausgebildet ; an dem einen Arm 15 greift die Feder 22 bei 21 an, an dem anderen, durch die Augen 17 gebildeten Arm die Stange 20 vermittelst des Bolzens 18. Das andere Ende der Feder 22 ist an einem Auge 25 eines gleichfalls dem Rücklauf unterworfenen Teiles, z. B. des Rohres selbst, befestigt. Die
Stange 20 wird in einer Hülse 23 geführt, welche an einem, dem Rücklauf nicht unter- worfenen Teile, z. B. an der Wiege 27 (Fig. 3) befestigt ist und wird von einer Feder 24 beständig niedergedrückt (Fig. 3). Etwa in der Mitte besitzt die Stange 20 oben einen
Höcker 26, unten dagegen eine Rast 28, ihr freies Ende 29 dient als Stütze, wie weiter unten beschrieben wird.
Das drehbare Ende der Stange 20 und die Nabe 15 des Hand- hebels 16 sind mit Nasen 30 und 31 versehen, welche zusammenwirken. Die Hülse 23 besitzt einen Ansatz 32, gegen welchen die Rast 28 der Stange 20 stösst.
Die Wirkungsweise des Geschützes ist folgende :
Beim Abfeuern nehmen die Teile die in Fig. 1 gezeigte Stellung ein. Das Rohr läuft zurück und zwar zunächst so weit, wie es Fig. 4 zeigt. Hierbei wird die Stange 20 mitgenommen, welche mit ihrer l {ast 2 gegen don Ansatz 32 der festen Hülse 23 stösst.
Von diesem Augenblicke an wird die Stange 20 aufgehalten, das Rohr setzt jedoch seinen
Rücklauf fort ; in folge dessen übt die festgehaltene Stange 20 auf den Arm 17 des Hand- hebels eine Zugwirkung aus, schwingt diesen nach hinten, so dass der Verschlusskeil nieder- fällt und die Feder 22 spannt. Diese Stellung ist in Fig. 5 veranschaulicht. Der Hebel 16 schwingt soweit, bis die Nasen BO und 31 aufeinanderliegen. Hierdurch wird das Gewicht des Verscblusskeiles auf die Stange 20 übertragen und der Verschlussbolzen 33 entlastet.
Da der Höcker 26 der Stange 20 innerhalb der Hülse 23 liegt und die Feder 24 gegen- drückt, so wird gegen den Aufprall des Verschlusskeiles auf die Stange 20 ein elastischer
Stiltzpunkt gebildet. Dieser nachgiebige Stützpunkt bewirkt aber ferner, dass dem an dem einen Ende der Stange 20 aufruhenden Gewichte des Verschlusskeiles die Stange 20 nach- geben und sich soweit drehen kann, dass die Rast 28 von dem festen Ansatz 32 der Hülse 23 abgehoben wird. In folge dessen folgt die Stange 29 dem weiteren Rücklauf des Rohres gemäss Fig. 6, in welcher Stellung der Rücklauf beendet ist. Das Rohr kann geladen werden, bevor es in die Feuerstellung zurückkehrt.
Die eingesetzte Patrone entriegelt in bekannter Weise den Verschlusskeil und die Feder 22 hebt ihn in die Verschlussstellung, so dass die Feuerbereitschaft gleichzeitig mis dem Vorlauf des Rohres erreicht ist.
Es ist ersichtlich, dass die Länge der Feder 22 unabhängig von der Grösse des RückI laufes ist, so dass die Grösse ihrer Ausdehnung und Zusammenziehung stets unveränderlich bleibt. Die einzige Rücksicht, welche hinsichtlich ihrer Abmessungen zu nehmen ist, besteht
EMI2.3
Wenn die Feder 22 entfernt oder die Stange 20 vom Handhebel 16 abgenommen wird, dann kann der Verschlusskeil von Hand geöffnet und geschlossen werden, wie bei einem gewöhnlichen Schnellfeuergeschütz.
Obgleich din vorliegende Erfindung an dem bekannten Hotchkiss-Schnellfeuorgeschütz dargestellt ist, so kann dieselbe auch ganz oder teilweise an anderen Geschützen ange- wendet werden.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.