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Selbsttätiger Feuermelder.
Die Erfindung betrifft einen selbsttätigen Feuermelder, bei welchem durch Ausdehnung eingeschlossener Luft ein elektrischer Kontakt geschlossen wird, indem mehrere voneinander unabhängig arbeitende Luftausdehnungskammern mit zwei Expansionskammern in Verbindung stehen, deren eine eine kleine Luftaustrittsöffnung hat, während die andere mit den Luftausdehnungskammern in Verbindung steht, welche beim Expandieren der Luft den Alarmkontakt herstellen. Die bekannten Apparate dieser Art haben den Nachteil, dass sie infolge ungünstiger Anordnung ihrer einzelnen Teile bereits bei durch gewöhnliche Einflüsse, wie z. B. Sonnen-oder Heizwärme hervorgerufener, langsamer Temperatursteigerung der sie umgebenden Luft in Tätigkeit treten.
Es fehlen bei ihnen Mittel, welche die der Luft in den Ausdehnungskammern unter normalen Umständen während eines längeren Zeitraumes zugeführte Wärme ableiten, bevor die dadurch ausgedehnte Luft auf die die Kontakte betätigenden Ausdehnungskammern zur Wirkung kommt. Desgleichen fehlen hiebei Mittel, welche dafür sorgen, dass eine allmählich erfolgende Ausdehnung und Drucksteigerung der Luft ausgeglichen wird. Man ist deshalb meist gezwungen, die Entfernung der Kontakte voneinander zu vergrössern. Das bringt aber wiederum den Nachteil mit sich, dass die unmittelbar auf die Kontakte einwirkenden Ausdehnungskammern in geringem Umfange fast ständig arbeiten und deshalb verhältnismässig schneller der Abnutzung unterworfen sind, wodurch die Betriebssicherheit des Apparates gefährdet wird.
Erfindungsgemäss werden nun diese Nachteile dadurch beseitigt, dass die Luftausdehnungskammern unabhängig voneinander angeordnet sind und jede derselben durch ein dickwandiges Rohr geringen Durchmessers mit der gemeinsamen Kammer in Verbindung steht, die mit der Aussenluft durch eine nicht absperrbare Öffnung verbunden ist. Im weiteren Verfolg der Erfindung steht die gemeinsame Kammer durch ein starkwandiges Rohr geringen Durchmessers mit den den Alarmkontakt herstellenden Ausdehnungskammern in Verbindung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 einen Vertikalschnitt, Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch den Apparat.
1 ist der Fuss des Apparates, durch welchen die Klemmschraube 25 isoliert geführt ist, 2 der mit Lufteintrittsöffnungen versehene Mantel, der oben durch die Haube 3 abgeschlossen ist. 4 ist eine Auf- hängevorrichtung für den Apparat. In dem Mantel 2 sind die Kammern 5 und 6 fest eingebaut und stehen in fester Verbindung mit drei übereinanderliegenden Gruppen 7, 8 und 9 von je neun Stück drei- eckiger, röhrenförmiger Korper aus ganz dünnem Blech, in welchen die eingeschlossene Luft expandieren
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wand in eine obere und eine untere Hälfte geteilt sind und in welche die Rohrbündel 7 und 8 bzw. 8 und 9, bzw. 7 und 9 münden.
Der obere Teil der Kammer 10 steht durch das enge aber dickwandige Rohr 14, der obere Teil der Kammer 11 durch das Rohr 15 und der obere Teil der Kammer 13 durch das Rohr 16 mit der Kammer 5 in Verbindung (in Fig. 1 ist nur das Rohr 14 zu sehen, da das Rohr 15 durch die Röhrenbündel 7 und 8 verdeckt ist und das Rohr 16 vor der Schnittebene liegt). Die Kammer 5 besitzt an ihrer Decke einen Stutzen 18, in dessen Inneren 19 eine poröse Masse irgendwelcher Art eingesetzt ist, welche die Kommunikation der Luft regelt. Die Kammer 5 ist durch das enge, aber dickwandige, lange Rohr 17 mit der unteren Kammer 6 verbunden, die ihrerseits wieder durch den Stutzen 20 mit mehreren Expansionskörpern oder Ausdehnungskammern 21 in Verbindung steht.
Letztere sind von dem Träger 22 umgeben, welcher eine in entsprechender Weise isoliert angeordnete, mit einer Platinspitze 24 versehene
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geführten Polklemme 25 in leitender Verbindung und ist so eingestellt, dass sich bei Ausdehnung der Expansionskörper 21 eine an der unteren Kammer 21 angebrachte Kontaktplatte gegen den Platinkontakt legt. Auf diese Weise wird ein an die Polklemme 25 sowie an eine zweite, mit dem Gehäuse leitend verbundene Klemme 26 angelegter Stromkreis durch Vermittlung des Gehäuses geschlossen und eine in dem Stromkreis liegende Alarmvorrichtung betätigt.
Durch die mehrfache Unterteilung und zweckmässige Anordnung der Luftausdehnungskammern
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den Kammern 7, 8, 9 und der gemeinsamen Kammer 5 wird bei langsam erfolgender Temperatursteigerung der in den Kammern 7, 8 und 9 befindlichen Luft ein Teil der Wärme durch die wegen ihrer Dicke verhältnismässig kalten Wandungen der Verbindungsrohre M, 15 und 16 aufgenommen. Setzt sich die Temperatursteigerung der Luft in den Kammern weiter fort, so nimmt die dicke Wandung des Verbindungsrohres 17 zwischen der gemeinsamen Kammer 5 und der Zwischenkammer 6 einen weiteren Teil der Wärme auf.
Ausserdem werden damit im Zusammenhang stehende allmählich erfolgende Drucksteigerungen der Luft im Innern der Kammern 7, 8, 9 und 5 durch den die Kammer 5 ständig mit der Aussenluft verbindenden, mit einer porösen Masse ausgefüllten Stutzen 18 ausgeglichen, so dass also nur plötzlich erfolgende Temperatur-bzw. Drucksteigerungen der Luft in den einzelnen Kammern sich bis in die an die Zwischenkammer 6 anschliessenden Expansions-oder Ausdehnungskörper 21 fortsetzen, diese ausdehnen und den Alarmkontakt herstellen.
Da die Expansionskörper 21 bei langsamer Zunahme der Temperatur überhaupt nicht beeinflusst werden, so wird ihre Abnutzung geringer und ihre Lebensdauer länger sein als bei den bekannten Apparaten, bei welchen schon eine geringe, allmählich erfolgende Temperatursteigerung der in der Ausdehnungskammer vorhandenen Luft genügt, um ihre Expansionskammern in Tätigkeit zu setzen. Ausserdem wird es durch die Erfindung ermöglicht, den Abstand der Kontakte voneinander verhältnismässig klein einzustellen, so dass schon bei geringer, durch plötzliche Temperatursteigerung der Luft bewirkter Ausdehnung der Expansionskörper 21 der Strom geschlossen und eine beliebige Alarmvorrichtung betätigt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Feuermelder, bei welchem durch Ausdehnung eingeschlossener Luft ein elektrischer Kontakt geschlossen wird, indem mehrere voneinander unabhängig arbeitende Luftausdehnungskammern mit zwei Expansionskammern in Verbindung stehen, deren eine eine kleine Luftaustrittsöffnung hat, während die andere mit den Ausdehnungskammern in Verbindung steht, welche beim Expandieren der Luft den Alarmkontakt herstellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftausdehnungskammern (7, 8, 9) unabhängig voneinander übereinander angeordnet sind und jede derselben (7, 8 und 9) durch ein dickwandiges Rohr geringen Durchmessers (14, 15, 16) mit der gemeinsamen Kammer (5) in Verbindung steht, die mit der Aussenluft durch eine nicht absperrbare Öffnung (18, 19)
verbunden ist.