AT103588B - Phonographischer Wiedergabeapparat mit Plattenteller und zwei Tonarmen mit Schalldosen, die durch die gleiche Tonaufzeichnung erregt werden. - Google Patents

Phonographischer Wiedergabeapparat mit Plattenteller und zwei Tonarmen mit Schalldosen, die durch die gleiche Tonaufzeichnung erregt werden.

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AT103588B
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Heinrich Kuechenmeister
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Heinrich Kuechenmeister
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 Element erregt. Dieser Zeitabstand darf höchstens 1/6 Sekunde und muss mindestens   1/40   Sekunde betragen. 



  Erfolgt die Wiedergabe z. B. in einem grösseren Zeitabstand, etwa in dem   von'/5 Sekunde,   so vernimmt das   menschliche Ohr   die Töne der beiden   Membranen od.   dgl. getrennt. während bei einem Zeitabstand von etwa   Veo   Sekunde nur eine einfache Verdopplung der Tonstärke, nicht aber jene höchst auffallende Veredelung des Tones nach dem neuen Veifahren der Tonwiedergabe erreicht wird. 



   Der neue Effekt tritt am besten bei einem   Zeitabstand   von etwa   Vic-Vso Sekunde   hervor. Bei der Wiedergabe von   Tonstücken   mittels einer Sprechn   as.'hine mithilfe   von zwei Sehalldosen ist während der ganzen Spiedlauer ein Abstand der zwei Schallstifte zu wahren, der dem als Optimum angegebenen 
 EMI1.3 
 beträgt. 



   Der Effekt ist ein ähnlicher, wie er in Räumen mit vorzüglicher Resonanz, also in solchen mit geeigneten den Ton reflektierenden Raumstellen, beobachtet wird. Der grosse Vorteil ist, dass man nach vorliegender Erfindung solche Resonanz künstlich erzeugen kann, die das menschliche Ohr am angenehmsten berührt und dem   Tonstück   den Charakter edler Fülle gibt, während bisher die günstigste Raumresonanz, die von dem Verhältnis des direkten Abstandes zwischen Instrument und Hörer und der Länge des Reflexionsweges zwischen Instrument, Wand und Hörer abhängt, noch nicht willkürlich hergestellt werden konnte. 



   In der Figur ist eine Sprechmasehine in Draufsicht gezeigt, die die Wiedergabe durch zwei Sehalldosen mit dem besonderen neuen Klangeffekt erlaubt. Um den nötigen Abstand zwischen den Schallstiften zu erzielen, müssen die   Tonarme   getrennt angeordnet werden. Dabei ist es   zweckmässig,   sie auf derselben Seite des Plattentellers anzuordnen, damit der Ton vom zweiten Tonarm nicht einen längeren Weg durch ein gebogenes Rohr zu laufen hat, um in den   Sehalltrichter   zu gelangen. 



   Die auf der gleichen Seite des Plattentellers 1 angeordneten Tonarme 3 und 4, die bei 5 und 6 in die Sehalltrichter münden, sind von wesentlich verschiedener Länge. Das   Kniestiick   des längeren   Tonarmes, welches   die Schalldose 7 mit Sehallstift 11 trägt, ist spitzwinklig umgebogen, während das 
 EMI1.4 
 rechtwinklig ist. 



   Die Tonarmdrehachsen sind so angeordnet und die Länge der Tonarme ist so gewählt, dass der Winkel, den die vom Mittelpunkt des Plattentellers nach   den Aufliegepunkten   der beiden Schallnadeln verlaufenden   Radien einschliessen, während   der ganzen Spieldauer annähernd der gleiche bleibt. 



   Wenn daher der Abstand der Schallstifte 11 und 12 in der   Allfangsstellung   bei natürlicher Grösse etwa 9 ein beträgt, so wird er in der   Schlussstellung,   die durch   Strichelung   angedeutet ist, nur   noh   etwa 4'5 cm betragen. Damit ist gewährleistet, dass während der ganzen Spieldauer der zur Erlangung des beabsichtigten Effektes günstigste Zeitabstand von etwa   Vio-o   Sekunde bei der Wiedergabe gewahrt   bleibt ; denn bei gleichmässigem Drehen des   Plattentellers wird ja in der gleichen Zeit im Anfang des 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Abspielens ein etwa doppelt so weiter Weg von einem Punkt auf der äussersten Tonspirale zurückgelegt, wie beim Schluss auf der innersten.

   Eine Anordnung, bei der sich die Schallstifte gegen Schluss der Platte nicht entsprechend nähern wurden, würde eine gedehntere Wiedergabe des Tones am Schluss als am Anfang 
 EMI2.1 
 vermieden wird. 



   Zur Aufreehterhaltung eines   gleichmässigen   Tempos bei der Wiedergabe hat es sich ferner als zweckmässig erwiesen, den Plattenteller nicht von seinem Zentrum 2 her anzutreiben, sondern von der Seite durch einen   Reibungsantrieb 13, der   bei vorliegender Anordnung, z. B. als Rädchen mit Gummiseheibe, ausgebildet ist. Die beiden Tonarme 3 und 4 mit je einer Schalldose bewirken nicht nur durch den Druck ihre3 Gewichtes auf die Platte eine stärkere Reibung, sondern sie können durch ihre Anbringung auf einer Seite auch-die Platte zum Schaukeln bringen, wenn diese nicht mit genügend grosser Kraft fortbewegt wird. Die normalen Bewegungsmechanismen reichen aber bei zentralem Antrieb dafür nicht aus, während sie bei dem peripheren Antrieb nach vorliegender   Erfindung genügen.   



   Man hat bereits gelegentlich vorgeschlagen, von Sprechapparàten mit Plattentellern die Tonaufzeichnung durch zwei hintereinander angeordnete Schalldosen abzunehmen. Die Erkenntnis, dass der Eindruck der Wiedergabe ganz charakteristisch verändert wird, wenn der Abstand der beiden Sehalldosen mehrere Zentimeter beträgt, hat aber bisher gefehlt ; im Gegenteil man hat praktisch nur vorgeschlagen, die Schallstifte möglichst eng aufeinander folgen zu lassen, um eine reine Tonwiedergabe zu gewährleisten.

   Auch hat man noch nicht darauf geachtet, die Tonarme so anzuordnen, dass der Abstand der Schallstifte auf dem äusseren Plattenrand etwa doppelt so gross ist wie am Ende der Tonspirale, damit sich der Abstand in gleichem   Masse   verkleinert, wie die Geschwindigkeit eines sich auf der Schallplatte bewegenden Punktes abnimmt, je mehr er sich dem Innern der Schallplatte nähert. Nur die Aufrechterhaltung eines zeitlich immer gleichen Abstandes vermeidet eine sonst am Schluss bei den grösseren Abständen auftretende Doppeltönigkeit. 



   Endlich ist es auch noch nie vorgeschlagen worden, für Sprechapparate mit zwei Schalldosen, die sich auf derselben Seite des Plattentellers befinden, den Aussenantrieb durch Reibungskupplung zu benutzen und dadurch das sonst entstehende Schaukeln zu vermindern und in seiner ungünstigen Wirkung aufzuheben. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Phonographischer Wiedergabeapparat mit Plattenteller und zwei Tonarmen mit Schalldosen, die durch die gleiche   Tonaufzeichnung   erregt werden, gekennzeichnet durch eine solche   Grundrissaufteilung   der Tonarmdrehachsen und des Plattentellerzentrums und eine solche Wahl der Länge der Tonarme, dass der Abstand der beiden Schallstifte während der ganzen   Spieldauer in   Grenzen erhalten wird, denen ein Zeitabstand in der Erregung der beiden Schalldosen von höchstens   1/0   bis mindestens 1/40 Sekunde entspricht.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Tonarmdrehachsen so angeordnet sind und die Länge der Tonarme so gewählt ist, dass der Winkel, den die vom Mittelpunkt des Plattentellers nach den Aufliegepunkten der beiden Schallnadeln verlaufenden Radien einschliessen, während der ganzen Spieldauer annähernd der gleiche bleibt.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der die zwei Schalldosen tragende Plattenteller durch einen an sich bekannten Reibungsrollenantrieb vom Rand des Plattentellers aus angetrieben wird.
AT103588D 1924-02-02 1925-01-22 Phonographischer Wiedergabeapparat mit Plattenteller und zwei Tonarmen mit Schalldosen, die durch die gleiche Tonaufzeichnung erregt werden. AT103588B (de)

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AT103588D AT103588B (de) 1924-02-02 1925-01-22 Phonographischer Wiedergabeapparat mit Plattenteller und zwei Tonarmen mit Schalldosen, die durch die gleiche Tonaufzeichnung erregt werden.

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