AT102960B - Verfahren zur Herstellung fester Alkoholseifen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fester Alkoholseifen.

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AT102960B
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Richard Dr Falck
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Herstellung   fester   Alkoholseifen.   



    Die bisher in den Verkehr gebrachten festen Spiritusseifen haben entweder die Form eines handlichen, harten Seifenstückes, ähnlich den Toilettenseifen, oder aber sie besitzen die Form einer Creme, die für den Gebrauch in Tuben od. dgl. abgefüllt wird. Diese Seifen dienen sowohl Wasch-wie Desinfektionszwecken und sind insbesondere in der Cremeform als Träger medizinisch wirksamer Stoffe   
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 den gewöhnlichen Seifenhydrogelen. Sie besitzen eine ziemlich Festigkeit und einen verhältnismässig hohen, über Körperwärme liegenden Schmelzpunkt. Die Festigkeit entspricht aber eine gewisse
Sprödigkeit, sie zerspringen beim Eindringen des Messers, wie auch etwas bei stärkerem Druck in rund- liche Stücke. Den Alkohol enthalten sie noch nicht in hinreichend fester Bindung, er lässt sich durch Absaugen und Drücken leicht auspressen.

   Bei der   salbenförmigen   Scifenform ist die Haltbarkeit infolge- dessen eine beschränkte, indem sich wahrscheinlich infolge des beim Verreiben verwendeten Druckes schon nach verhältnismässig kurzer Zeit eine Scheidung flüssiger und fester Teile vollzieht. Während z. B. kurz nach Verreibung der Seife zu einer Salbe und Abfüllung derselben in Tuben ein ganz gleich- mässiger Strang aus dem Behälter herausgepresst werden kann, so nimmt man schon nach einigen Wochen wahr, dass beim Ausdrücken aus der Tube neben der Creme eine Flüssigkeit, welche wesentlich aus
Spiritus bzw. flüssigem Seifenspiritus besteht, austritt. 



   Weitere Versuche haben   nun   gezeigt, dass die Erzeugnisse, die in den bisherigen Apparaturen herstellbar sind, die beschriebenen Eigenschaften beibehalten, wie immer man die Verhältnisse der
Bestandteile verändern mag. Werden dagegen vollkommen entwässerte Seifen und   höehstprozentiger  
Spiritus des Handels in einem Verhältnis, in welchem sie eine Lösung in der bisher benutzten Apparatur nicht mehr eingehen, in geschlossenen Gefässen, z. B. in Autoklaven bei erhöhtem   Atmosphärendruck   und bei einer über dem Siedepunkt des Alkohols liegenden Temperatur erhitzt, so entstehen Produkte, die sich in ihren   physikalischen Egenschaften   sowie den hiedurch bedingten Wirkungen erheblich von den bisherigen Erzeugnissen unterscheiden. 
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 bei einer verhältnismässig hohen Temperatur erstarren.

   Sie bilden dann undurchsichtige streifig-fädige, an Pilzfleiseh erinnernde Massen, die den bisherigen strukturlosen Seifengelen durchaus   unähnlich   sind. Unter dem Mikroskop betrachtet, erscheint der neue Körper zumeist als aus einem Aggregat feiner, nadelförmiger bzw. körniger Elemente bestehend, die filzartig ineinandergreifen. 



   In dem neuen Produkt ist die Haftfestigkeit des Alkohols soweit verändert, dass der Austritt desselben aus der unter Druckanwendung hergestellten Salbe sowie der zu niedrige Schmelzpunkt die Brauchbarkeit nicht mehr beeinträchtigen. Das feste   Stück zerfällt auch   bei stärkerem Druck nicht in rundliche Stücke und lässt sich mit dem Messer wie gewöhnliche Seife bearbeiten. Trocknet man die Seifenschnitzel an der Luft, so behalten sie denselben streifigen Charakter, während die Trockenrückstände der bekannten Alkoholseifen einem mehr oder weniger gealterten   Kieselsäuregel   gleichen. 



   Da die neuen Seifen auch beim Gebrauch den Alkohol fester gebunden halten, sind sie in ihrer Schaumbildung und Reinigungskraft den bisherigen Seifen um 100% und darüber überlegen. 

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   Das Verfahren kann beispielsweise wie folgt ausgeübt werden : 45 Teile geschnitzelter, möglichst entwässerter Seifen werden mit 55 Teilen hochprozentigem Spiritus in einem Autoklaven bei einer Temperatur von   1200 C   unter einem Druck von 6 Atm.   1Y2   Stunden lang erhitzt. Es resultiert nach dem Erkalten eine sehr harte Alkoholstrukturseife, deren Schmelzpunkt bei 90  C liegt, welche an der Saugpumpe auch beim Pressen nur ganz wenig Alkohol abgibt und sich mit dem Messer, ohne zu zerfallen, herrichten lässt. 



   Durch Mischung der mikrogeformten Strakturalkoholseife mit der früheren strukturlosen Gelseife lassen sich vorzugsweise für medizinische Zwecke in der Salbenform Präparate erzielen, die einen Teil der Seife durch Schmelzen oder Erweichen in die Haut eindringen lassen, während ein anderer unschmelzbarer Teil, der den Alkohol festhält, in den oberen Hautschichten bestehen bleibt und die Wirkungsdauer verlängert. Das gleiche gilt für Mischungen anderer Seifengrundlagen und medikamentöse Zusätze. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung fester Alkoholseifen durch Erwärmen von harter Seife in hoch prozentigem Spiritus, dadurch gekennzeichnet, dass Seife und Spiritus in möglichst vollkommen entwässerter Form in geschlossenen Gefässen unter Druck bei einer über dem Siedepunkt des Alkohols liegenden Temperatur erhitzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung salbenförmiger Spiritusseife für medizinische und kosmetische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass nach Anspruch 1 gewonnene Spiritusseifen mit den nach den bisherigen Verfahren hergestellten amorphen Gelspiritusseifen vermischt, werden.
AT102960D 1923-11-13 1924-11-11 Verfahren zur Herstellung fester Alkoholseifen. AT102960B (de)

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