AT102808B - Membran-Schallapparat. - Google Patents

Membran-Schallapparat.

Info

Publication number
AT102808B
AT102808B AT102808DA AT102808B AT 102808 B AT102808 B AT 102808B AT 102808D A AT102808D A AT 102808DA AT 102808 B AT102808 B AT 102808B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
membrane
steam
sound
sound apparatus
pressure medium
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Fried Krupp Germaniawerft Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEK87778D external-priority patent/DE414236C/de
Application filed by Fried Krupp Germaniawerft Ag filed Critical Fried Krupp Germaniawerft Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT102808B publication Critical patent/AT102808B/de

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K9/00Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers
    • G10K9/02Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers driven by gas; e.g. suction operated
    • G10K9/04Devices in which sound is produced by vibrating a diaphragm or analogous element, e.g. fog horns, vehicle hooters or buzzers driven by gas; e.g. suction operated by compressed gases, e.g. compressed air

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Details Of Valves (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    MembraM-Schallapparat.   



   Die   Erfindung bezieht sich auf Membranschallapparate nach   Art des unter dem   Namen Tyfon"   bekannten Schallapparates, bei welchen das Zuführungsrohr für das Druckmittel durch das Gehäuse des Schallapparates hindurchgeführt ist und in der Mitte der Schallmembran mündet. Betreibt man diese Art von   Membransehall-iendern   mit gewöhnlicher Pressluft, so springen sie jederzeit leicht an und arbeiten so exakt,   dlss   derartige Apparate z. B. ohne weiteres zum Morsen verwendet werden können. 



   Will man solche Apparate dagegen mit einem Druckmittel betreiben, dessen Temperatur erheblich über der Aussentemperatur liegt (z. B. Dampf oder heisse Abgase) oder erheblich darunter (z. B. Kohlensäure), so ergeben sich erhebliche Schwierigkeiten. Trifft nämlich ein solches z. B. sehr heisses Druckmittel die den Schall erzeugenden   Met. lllteile (Membran,   Gehäuse und   Schalltrichter),   so ergeben sich folgende Übelstände. 



   Die Membran wird an der Austrittsstelle des Druckmittels, also in ihrer Mitte, stark erhitzt und dehnt sich an dieser Stelle stärker aus als am Rande, der noch mit der kalten Luft in Berührung steht. 



  Es kann also keine gleichmässige Ausdehnung der Membran zustande kommen. Die Membran verzieht sich infolgedessen und spricht in diesem   Zut mue   sehr schlecht an. Es entstehen deshalb so lange unregelmässige und unreine Töne, bis die ganze Membran die Temperatur des Druckmittels angenommen hat. 



   Auch d ts Gehäuse und der Schalltrichter sind im Augenblicke der ersten Betätigung des Membransenders ebenfalls noch kalt und kühlen ihrerseits das heisse Betriebsmedium zuerst stark ab, so   dass   auch aus diesem Grunde die   Schallbildung zunächst   ausbleibt. Diese setzt in demselben Masse ein, in dem Gehäuse und Trichter sich allmählich erwärmen. Hiezu kommt noch bei mit Dampf betriebenen Schallapparaten eine starke   Kondematiomwirkung an denjenigen   Stellen, an denen der Dampf auf die kalten   Gehäuse- und Trichterwandungen   trifft, wodurch ebenfalls das Eintreten der Schallschwingungen verhindert oder verzögert wird. Erst nach einer gewissen Zeit, wenn nämlich die schallerzeugenden Teile sich ebenfalls erwärmt haben, setzen allmählich klarere und reinere Töne ein.

   Vor diesem Zeitpunkt ist kein zuverlässiges   Signalgeben   (z. B. für Ausweiehsignale auf Schiffen oder bei Kraftfahrzeugen) und noch   weniger natürlich   ein Morsen mit einem solchen Apparat möglich. 



   Die Erfindung bezweckt, diese Übelstände zu vermeiden. Dies wird im wesentlichen dadurch erreicht, dass die   schallerzeugenden   Teile durch das Druckmittel selbstständig auf der Temperatur des Druckmittels gehalten werden. 



   Auf der Zeichnung ist die Erfindung   beispie1webe veranschaulicht, u.   zw. zeigt die Fig. 1 einen mit Dampf betriebenen, am Schornstein eines Schiffes angeordneten Membranschallapparat in einer Seitenansicht teilweise im Schnitt, während in den Fig. 2 und 3 in grösserem Massstabe zwei verschiedene   Ausführungen   der dabei verwendeten Schallmembranplatten veranschaulicht sind. In den Fig. 4 und 5 ist eine andere   Ausführungsform   des Schallapparates in zwei zueinander senkrechten   Längsschnitten   dargestellt. 



   Es soll zunächst die Ausführungsform nach den Fig. 1-3 beschrieben werden, die hauptsächlich da in Betracht kommt, wo der Unterschied zwischen den Temperaturen des Treibmittels und der Aussenluft nicht sehr gross ist. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der Schallapparat besteht aus einem Gehäuse A, einer daran befestigten Membran B, einem Schalltrichter   0   und einem   Zuführungsstutzen   D für das Druckmittel. Letzterer ist durch das   Gehäuse A   hindurchgeführt und mündet in der Mitte der Membran B. Mit der ringförmigen Überwurfmutter, mit der die Membran B am Gehäuse befestigt ist, ist der Erfindung gemäss ein Hohlkörper   E   verbunden worden, der mit Öffnungen et, e2 für die Zu-und Ableitung eines   Heiz- oder Kühlmittels   versehen ist. Der Schallapparat kann in seiner praktischen Anwendung beispielsweise mittels eines Winkelbleches F am Schornstein G eines Schiffes fest angebracht werden.

   Dabei ist an den Zuführungsstutzen D des Gehäuses A unter Zwischenschaltung eines Dampfabsperrventils Hein Dampfzuleitungsrohr J angeschlossen. Von einem Doppelhebel hl des   Absperrventils     H   führt eine Zugleine K, durch die das Ventil H geöffnet und der Schallapparat in Betrieb gesetzt werden kann, nach der (nicht dargestellten) Kommandobrücke des Schiffes. Unmittelbar unterhalb des Absperrventils   H   ist von der Hauptdampfleitung J eine engrohrige Dampfleitung L abgezweigt, die oben in die Öffnung   e1   der Heizkammer E 
 EMI2.1 
 oder ins Freie führen kann. 



   Da auf diese Weise ständig eine geringe Dampfmenge durch die Kammer B fliesst, bleibt sie immer heiss und heizt ihrerseits durch Wärmestrahlung die Membran B des   Schallapparates.   Wird nun mit einem so eingerichteten Schallapparat ein Signal abgegeben, so trifft der heisse Dampf selbst bei längerem Stillstand des Apparates stets auf eine genügend warme Membran, so dass die mit Bezug auf diesen Teil eingangs   erwähnten Übelstände   nicht mehr eintreten können. Die Membran eines so konstruierten Schallapparates wird also stets gut ansprechen, so dass ein Versagen von Signalen ausgeschlossen ist. 



   Um hiebei ausserdem auch der Kälteeinwirkung vom Sehalltrichter her entgegenzuwirken, kann die Membran B selbst noch mit Einrichtungen versehen sein, die eine Wärmeabgabe der beheizten Membran an die im Gehäuse A beiindliche kalte Luft verhindern. Bei der in Fig. 2 veranschaulichten Membran, die in bekannter Weise aus zwei durch einen Niet verbundenen Lamellen zusammengesetzt ist, geschieht dieser Wärmeschutz durch einen in der äusseren Lamelle vorgesehenen ringförmigen Hohlraum N, in dem eine isolierende Luftschicht eingeschlossen ist,   während   bei der Ausführungsform der Membran nach Fig. 3 den beiden Metallamellen eine Asbestschicht 0 od. dgL vorgelagert ist, die durch ein dünnes am Rande umgebördeltes Messingblech an der Membran festgehalten wird. 



   Durch die beschriebene Anordnung einer Zweigdampfleitung L, M wird ausser der Beheizung der Membran noch der Vorteil erreicht, dass in an sich bekannter Weise in der Dampfzuleitung J unterhalb des Absperrventils H immer frischer Dampf vorhanden ist, so dass an dieser Stelle sich kein Kondenswasser bilden kann, das   erfahrungsgemäss   den Betrieb des Schallapparates ebenfalls empfindlich stört. 



   Von dem oben beschriebenen Schallapparat unterscheidet sich der in den Fig. 4 und 5 veranschaulichte Schallapparat im wesentlichen dadurch, dass statt der Membran der Schalltrichter beheizt ist. Bei diesem Schallapparat, der insbesondere da mit Vorteil Anwendung finden kann, wo die Temperaturunterschiede gross sind, wie z. B. bei   Lokomotiv-und Schiffsbetrieb,   ist der Schalltrichter 0 von einem Heizmantel 01 umgeben, der auch das Gehäuse   L des Schalltrichters mitumschliesst.   Das   Gehäuse A,   
 EMI2.2 
 das einen als Heizraum dienenden Hohlraum R in sich einschliesst.

   In diesen Heizraum   R   mündet eine vom Dampfkessel kommende Leitung J, die mittels eines Flansches il an den   Mantel el. angeschlossen   ist, wodurch gleichzeitig der ganze Apparat an einem Winkelblech F befestigt ist. Am unteren Ende des   Heizraumes R   ist eine Ausbuchtung   c2   vorgesehen, von der ein Rohr M nach einem (nicht dargestellten) Kondenswasserbehälter führt. Der Innenraum des   Zuführungsstutzens   D steht mit dem Heizraum R durch ein Ventil   H   in Verbindung, dessen Spindel durch die Wand des Gehäuses nach aussen geführt ist. 



  Das Ventil   H   wird im   Ruhezustände durch   eine Feder   S   auf seinen Sitz gedrückt und kann mittels eines 
 EMI2.3 
 sich ein mit Luft gefüllter isolierender Hohlraum. 



   Die Dampfzuleitung J und der   Heizraum J !   sind ständig vom Heizdampf erfüllt. Dabei wird das in der Heizkammer sich niederschlagende Kondenswasser durch das Rohr M abgeleitet, dessen Querschnitt so bemessen ist, dass nur das Kondenswasser, aber kein Dampf abfliessen kann. 



   Zum Abgeben eines Signales wird mittels der Zugstange   J (und   des   Hebels   das Ventil H geöffnet. 



  Es strömt dann Dampf aus dem oberen Teil der Heizkammer R in den Zuführungsstutzen D und gegen die Membran B, wodurch diese in bekannter Weise in Schwingungen versetzt wird. Der Dampf entweicht 
 EMI2.4 
 
Der in der   Heizkammer R befindliche   Dampf überträgt seine Wärme unmittelbar auf den Schall- trichter 0, den   Zuführungsstutzen   D und das Gehäuse A sowie durch Leitung und Strahlung auch auf die Membran B. Da somit alle schallerzeugenden Teile ständig auf der Temperatur des Dampfes gehalten werden, so springt genau wie beim Betriebe mit Druckluft die Membran beim Öffnen des Ventils H sofort an und der Schallsender gibt von Anfang an klare zum Morsen geeignete Töne. 



   Um eine noch wirksamere Heizung (oder Kühlung) zu erzielen, kann man natürlich auch die ScHall- trichterbeheizung nach Fig. 4 und 5 mit der Deckelbeheizung nach Fig. 1 noch miteinander verbinden.

Claims (1)

  1. EMI3.1 der Aussenluft wesentlich abweicht (z. B. Dampf, Abgase oder Kohlensäure), dadurch gekennzeichnet, dass die schallerzeugenden Teile (z. B. die Membran) durch das Druckmittel selbstständig auf der Temperatur des Druckmittels gehalten werden.
    2. Membranschallapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Aussenseite der Schallmembran (B) eine Heiz (KÜhl) kammer angeordnet ist.
    3. Mit Dampf betriebener Membranschallapparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizkammer in eine, zum Zweck der Verhinderung des Kondensierens des Zudampfes angeordnete (bei Dampfpfeifen an sich bekannte), enge Zweigdampfleitung eingeschaltet ist.
    4. Membranschallapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalltrichter rings von einem Mantel umgeben ist, der von dem Druckmittel durchströmt wird.
    5. Membranschallapparat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung des Druckmittels zur Membran vom Hohlraum des Mantels des Schalltlichters aus erfolgt.
    6. Für Membranschallapparate nach Anspruch 1 bis 5 bestimmte Membran für die Verwendung von Dampf als Druckmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (B) gegen die im Gehäuse (A) (befindliche kalte Luft wärmeisoliert ist.
    7. Aus mehreren dicht aneinander liegenden Lamellen zusammengesetzte Membran nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Gehäuse (A) des Schallapparates zugekehrte Lamelle mit einer ringförmigen im zusammengesetzten Zustande der Membran einen Hohlraum bildenden Ausdrehung versehen ist.
    8. Membran nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus mindestens einer Metallplatte und einer dieser nach dem Gehäuse des Schallapparates hin vorgelagerten Wärmeschutzplatte besteht, und dass beide Teile, z. B. mittels eines sie übergreifenden umgebördelten Messingbleches od. dgl., zu einem Ganzen vereinigt sind.
AT102808D 1923-12-01 1924-11-17 Membran-Schallapparat. AT102808B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEK87778D DE414236C (de) 1923-12-01 1923-12-01 Membranschallapparat, der durch ein Druckmittel betrieben wird, dessen Temperatur von der Aussenluft wesentlich abweicht
DEK91247D DE418307C (de) 1923-12-01 1924-10-10 Membran-Schallapparat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT102808B true AT102808B (de) 1926-03-25

Family

ID=27664428

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT102808D AT102808B (de) 1923-12-01 1924-11-17 Membran-Schallapparat.

Country Status (4)

Country Link
AT (1) AT102808B (de)
DE (1) DE418307C (de)
DK (1) DK35191C (de)
FR (1) FR589832A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR589832A (fr) 1925-06-05
DK35191C (da) 1925-10-26
DE418307C (de) 1925-09-02

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT102808B (de) Membran-Schallapparat.
DE414236C (de) Membranschallapparat, der durch ein Druckmittel betrieben wird, dessen Temperatur von der Aussenluft wesentlich abweicht
DE1931847B2 (de) Dampfbuegeleisen
AT90635B (de) Torfpresse.
DE667862C (de) Sammelluftheizungsanlage
AT122606B (de) Thermostat.
DE68912701T2 (de) Wiederverwendbarer Sauerstoffinhalator.
DE135178C (de)
DE571067C (de) Fluessigkeitserhitzer mit kuenstlicher Zugerzeugung
DE1753161C3 (de) Anordnung bei Durchlauferhitzern, insbesondere fur Warmwasser Umlaufheizung
AT77857B (de) Vorrichtung zur Signalisierung niedrigen Wasserstandes in Dampfkesseln.
DE678609C (de) Vorrichtung zum Erzeugen von ueberhitztem Dampf von atmosphaerischem oder etwas hoeherem Druck fuer Koch-, Sterilisier- und andere Zwecke
DE607769C (de) Vorrichtungen zum Kuehlen und Trocknen von Generatorgasen
DE573230C (de) Luftbefeuchtungsvorrichtung
DE605603C (de) Vorrichtung zur Regelung des Wasserzulaufs zu Luftbefeuchtern an Heizkoerpern
AT61921B (de) Kachelofen.
AT145238B (de) Kondenstopf für Dampfheizungen.
AT90200B (de) Dampfheizung mit wärmeempfindlichem Regler für die Frischdampfzufuhr an Eisenbahnwagen u. dgl.
DE763426C (de) Regelung einer Eisenbahnwagenheizung
DE2041726C3 (de) Dampf-Luftbefeuchter mit einem Regelventil
AT141560B (de) Einrichtung zur Konstanthaltung der Raumtemperatur in Eisenbahnwagen.
AT71131B (de) Bogenlampe.
DE579248C (de) Doppelwandige Haartrockenhaube mit eingebautem Motor
DE569567C (de) Vorrichtung zum Entlueften von Dampfheizkoerpern
DE929614C (de) Niederdruckdampfheizung fuer Eisenbahnfahrzeuge