AT102417B - Einrichtung zum Einbringen zweier oder mehrerer Schallstifte in die gleiche Phonogrammträgerrille. - Google Patents

Einrichtung zum Einbringen zweier oder mehrerer Schallstifte in die gleiche Phonogrammträgerrille.

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AT102417B
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Heinrich Kuechenmeister
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Heinrich Kuechenmeister
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zum Einbringen zweier oder mehrerer Schallstifte in die gleiche Phono- grammträgerrille. 



   Es sind eine ganze Reihe von Patenten bekannt, welche die Abnahme von Phonogrammes mit
Hilfe von zwei oder mehreren Sehalldosen behandeln. Diese Apparate haben sich aber in der Praxis nicht einfahren können, da es äusserst schwierig, oft unmöglich ist, zwei oder mehrere Schalldosen mit der Hand so auf einem Phonogrammträger aufzusetzen, dass die Sehallstifte in die gleiche Rille des Phonogrammes gelangen. Der Versuch gelingt so selten, dass die Einführung von Apparaten mit zwei Schalldosen an   diesem Übelstand scheitern musste. Offenbar   können die Bewegungen der Hand nicht so fein abgestuft werden, um für jeden Benutzungsfall das Einbringen der Stifte zweier oder mehrerer Schalldosen in die gleiche Phonogrammrille zu gewährleisten.

   Wird aber eine Schalldose nur   um   Bruchteile eines Millimeters weiter gerückt als die andere, so gelangt sie schon in eine andere Rille, so dass sich ein verworrenes Spiel ergeben muss. 



   Die Erfindung betrifft nun eine mechanische Einbringevorriehtung für zwei oder mehrere Schallstifte, bei welcher die allerhand   Zufäl1igkeiten   unterworfene und von der besonderen Geschicklichkeit abhängende Tätigkeit der Hand keine Rolle mehr spielt. Das automatische Einbringen der Schalldosen in die gleiche Rille erfolgt so. dass die Schalldosen erst auf den rillenfreien Plattenrand gesetzt und dann allmählich selbsttätig an die erste Rille herangezogen werden.   Der Versuch, die Schalldosen von   vornherein so auf die Platte   hcrabzusenken,   dass die Stifte in die erste Rille des Phonogrammträgers hineingelangen, führte zu keinem befriedigenden Ergebnis. 



   Die Schallarme werden beispielsweise mit Verlängerungen oder Hebeln versehen, an welche das Einbringen sichernde, mechanische Zug-oder auch Druckvorrichtungen so angreifen, dass ein selbsttätiges Einsetzen unter allen   Daständen   gesichert ist. 



   Man kann dies z. B. dadurch erreichen, dass die die Stifte bzw. Schalldosen haltenden Träger für zwei oder mehrere Schalldosen für Druck oder Zug   kraftsehlüssig   miteinander durch kraftüber- 
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 Bewegungen auszuführen gezwungen sind. 



   Es hat sich herausgestellt, dass die Anlegung der Stifte leichter gelingt und mit der geringsten Abnutzung der Platte erfolgen kann, wenn sich die Platte schon dreht. Dabei muss das bekannte Vibrieren der Stifte beseitigt werden, was in der Weise geschehen kann, dass die   Schalldosen dem Einfluss zweier.   in   verschiedenen Richtungen wirkender Kräfte unterworfen werden.   



   Bei Anwendung der so ausgebildeten Einrichtung wird das   Einsetzen oder Einbringen zweier   oder mehrerer Sehalldosen mechanisch   selbsttätig bewirkte man   ist nicht mehr auf die bisher übliche Handbetätigung angewiesen, so dass dadurch die grösste überhaupt   mögliche   Sicherheit für das Einbringen in die gleiche Phonogrammträgerrille gegeben ist. 



     Um das Verständnis für   die Erfindung zu erleichtern, soll eine der vielen   möglichen Ausführungen   der beanspruchten Einrichtung bildlich gezeigt und erläutert werden, wozu in der Zeichnung eine schematische Darstellung angegeben ist. Es kommt darauf an, die Schalldosen selbsttätig so an die Rille heranzubewegen, dass alle Schallstifte gleichzeitig in dieselbe Rille gelangen. 

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  In der Abbildung sind im perspektivischen Bild zwei Tonarme   a   und b gezeigt, die sieh nach unten in hebelartige Verlängerungen, sogenannte Schwinghebel e und   il,   fortsetzen. An den freien Enden dieser Hebel sind Ösen   it   und   m   angebracht, an die beiderseitig Schnüre e und h angreifen. 



   Die Schnur e, die auch als Kette oder Seil ausgeführt sein kann, läuft über die am Kasten festgemachte   Rolle f und trägt   das   Einziehgewicht   g, welches also mit Hilfe der Schnur e bestrebt ist, die 
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 halten. Man wird das Haltegewicht   7e   etwas grösser ausführen als das   Einzielgewicht g   und bei Beginn des Spieles durch eine   Auslösevorrichtung   die Gewichtsdifferenz umkehren, so dass dann nur das Ein-   ziehgewicht   in Tätigkeit tritt. Die hiezu dienenden Auslöse- bzw. Schaltvorrichtungen können mannigfaehe Bauart haben und bilden ihrer Konstruktion nach nicht den Gegenstand der Erfindung. 



   Bei vielen fertigen Platten   ist eine äussere Erhöhung   am Rande nicht vorhanden, so dass die Schallstifte durch bei der neuen Einrichtung verwendete zusätzliche   Kraft   von der Platte heruntergezogen werden könnten. Um dies zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung ein dicht neben der Platte liegender, am Kastenboden befestigter, künstlicher Rand verwendet, der z. B. als einstellbare, die Platte überhöhende Leiste, ausgebildet sein kann, deren Länge wenigstens dem grössten Stiftabstand in der am weitesten   ausgesehwungenen   Stellung entspricht. Dieser sogenannte künstliche Rand ersetzt den sonst auf den üblichen Platten befindlichen, gleich bei der Fabrikation herausgearbeiteten Rand auf der Platte. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Einbringen zweier oder mehrerer Schallstifte in die gleiche Phonogrammträgerrille, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den äusseren phonogrammrillenfreien Plattenrand gesetzten Sehalldosen durch eine selbsttätig wirkende Einbringvorrichtung so an die Rillen herangezogen werden, dass ihre Stifte hiedurch gleichzeitig in dieselbe Rille gelangen.

Claims (1)

  1. 2. Einriehtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Vermittlung ihrer Träger kraftschlüssig miteinander verbundenen Schalldosen durch, z. B. mittels eines Gewichtes (g) ausgeübte, Zugwirkung auf die Träger selbsttätig mit ihren Stiften in die gleiche Phonogrammrille gezogen werden.
    3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vermeidung des Tanzens der Stifte die Schalldosen dem Einfluss einer weiteren, in entgegengesetzter Riehtung wirkenden zusätzlichen Kr. ft (Gewieht k) unterworfen werden. EMI2.2
    5. Einrichtung nach Anspruch l oder 3 für glattrandige Platten, dadurch gekennzeichnet, dass dicht neben der Platte (a) ein besonderer, einstellbarer, die Platte überhöhender Rand angebracht ist, dessen Länge wenigstens dem grössten Abstand der Stifte voneinander entspricht. EMI2.3
AT102417D 1924-02-28 1925-02-09 Einrichtung zum Einbringen zweier oder mehrerer Schallstifte in die gleiche Phonogrammträgerrille. AT102417B (de)

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