AT101928B - Verfahren zur Befestigung von Ösen und Haken mit Hohlschaft und Ösen und Haken zur Ausführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Befestigung von Ösen und Haken mit Hohlschaft und Ösen und Haken zur Ausführung des Verfahrens.

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  Verfahren zur Befestigung von Ösen und Haken mit   Hohlschaft mud   Ösen   und Haken   zur   Ausführung   des Verfahrens. 



   Bei der Befestigung der bekannten aus Eisenblech oder anderem, verhältnismässig harten Metall bestehenden Ösen und Haken mit Hohlschaft (wie Hohlnieten,   Schnürösen   und Schnürhaken) tritt der Übelstand ein, dass der Schaftrand bei seinem   Umbördeln     aufreisst. Dadurch   verlieren die Ösen oder Haken an Widerstandskraft, während bei eisernen Ösen oder Haken trotz Anbringung von rostschützenden Überzügen eine Rostbildung an den Rissstellen nicht zu vermeiden ist. Ausserdem haben die sich mit den Rissen bildenden scharfen Kanten und Vorsprünge einen   erhöhten Verschleiss   der Strümpfe und
Schnürbänder zur Folge. 



   Diese Mängel werden durch das Befestigungsverfahren gemäss der Erfindung beseitigt. 



  Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass der Schaftrand zunächst durch   Umfalten   nach innen doppelt gelegt und der dadurch sozusagen gesäumte Rand dann in der   bekannten Weise   gebördelt oder gerollt wild. Durch das Umlegen nach innen wird der Sehaftrand für das nachfolgende
Bördeln so   verstärkt,   dass er sich gleichmässig zu einem Flansch oder Wulst rollt, ohne zu reissen. 



   Das Säumen oder Umlegen des Schaftrandes nach innen geschieht zweckmässig unmittelbar vor dem Bördeln oder Rollen mittels derselben Werkzeuge, die das Bördeln oder Rollen bewirken. Zu diesem Zwecke erhalten die   Schaftränder   der Ösen oder Haken bei der Herstellung der letzteren eine besondere Gestalt oder. Vorform, die entweder aus einer   am Schaftrand   vorgesehenen   ringsumlaufenden,   nach   aussen vorspringenden Sicke   oder aus einem ebenfalls am Schaftrand angeordneten, nach innen ragenden
Flansch oder Kragen besteht. 



   Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von nach der Erfindung ausgebildeten Ösen und Haken in Verbindung mit den   hauptsächlichsten   Arbeitsstufen des   Herstellungs-und   des Befestigungsverfahrens in vergrössertem   Massstabe   dargestellt. Die Fig. 1 bis 8 zeigen das erste Beispiel und die Fig. 9 bis 15 das zweite Beispiel. In Fig. 16 ist ein Bördelgesenk dargestellt, das vorteilhaft zur Befestigung der Ösen und Haken benutzt wird. 



   Die   Sehnürösen nach   den Fig. 1 bis 7 werden, wie an sich bekannt, aus einem fortlaufenden Blechstreifen a in der Weise hergestellt, dass in regelmässigen Abständen Teile des   Blechs@reifens   zur Bildung   der Ösenschäfte   in die Form von zylindrischen oder schwach konischen Hülsen b mit Boden gezogen, darauf ringsum den oberen Rand einer jeden Hülse der   Ösenflansch   c geprägt, dann der Hülsen boden gelocht und schliesslich die Öse durch Ausstanzen des Flansches vom Blechstreifen getrennt wird. Dieses bekannte Verfahren wird gemäss der Erfindung   dahin abgeändert, dass   der Blechstreifen a nach vollendetem Ziehen der die Schäfte ergebenden Hülsen b und dem Prägen der Flansche c einer Zwischenbehandlung unterzogen wird.

   Diese Zwischenbehandlung besteht darin, dass die Hülsenwandungen bzw. die noch den Boden d enthaltenden Ösenschäfte gestaucht werden. Zu diesem Zwecke wird der Blechstreifen a mit den Hülsen b in das in Fig. 1   dargestellte Gesenk t eingebracht,   das die Schäfte mit etwas Spiel   umschliesst,   worauf auf das Werkstück die je mit einem   Führungsdorn   versehenen Pressstempel g gesenkt werden, die sich mit ihrer Schulter auf den Ösenflansch c aufsetzen und dann den 
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 Dabei bildet sich am unteren Ende eines jeden Schaftes eine nach aussen vorspringende ringsumlaufende Sicke h   (Fig.   2). Hierauf erfolgt, wie üblich, das Lochen bzw.

   Ausstanzen der   Schaft böden d (Fig. 3).   worauf   schliesslich   die Ösen durch Ausstanzen der Flansche c vom Blechstreifen   n   getrennt   werden (Fig. 4)   

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 Die Ösen können dann, wie üblich, mit einem rostschützenden Überzug versehen sowie erforderlichenfalls am Flansch lackiert werden. 



   Infolge der durch die Stauchung des Schaf : es entstandenen Sicke h am Schaftrande vollzieht sich die Befestigung der Ösen mittels der üblichen Bordel-oder Rollgesenke in wesentlich anderer Weise als bisher. Der durch den Oberstempel gegen das Bördel-oder Rollgesenk gedrückte Schaftrand legt sich, bevor das Bördeln beginnt, zunächst um einen etwa der halben Höhe der Sieke h entsprechenden Betrag nach innen um (Fig. 5), wodurch er verdoppelt oder gewissermassen gesäumt wird. Der Schaftrand wird dadurch für das unmittelbar an das Säumen sich anschliessende Bördeln so verstärkt, dass ein Platzen oder Reissen desselben nicht mehr eintritt. Aus diesem Grunde wird der Schaftrand nicht mehr, wie bisher, einfach seitlich ausgebreitet, sondern er rollt sich gleichmässig nach aussen um, so dass er, wie in Fig. 6 gezeigt, einen ungeteilten, gewölbten Flansch i bildet.

   Wenn die Dicke des Leders od. dgl., an dem die Öse befestigt wird, dies gestattet, wird der Schaftrand sogar nach Erreichung seines   gross-ein   Durchmessers wieder nach innen gerollt, so dass er, wie in Fig. 7 dargestellt, eine vollständige Ringwulst bildet. Dies hat den Vorteil, dass der Rand des den Ösenschaft enthaltenden Loches im Lader od. dgl. durch den nach innen rollenden Schaftrand zusammengezogen wird, wodurch eine besonders wirksame Befestigung der Öse erreicht wird. 



   Bei der zur Bildung der Sicke erfolgenden Stauchung werden gleichzeitig der ganze Ösensehaft b sowie die Übergangsstelle vom Schaft zum Flansch   c,   d. i. die Stelle m in Fig. 4 bis 7, etwas zusammengestaucht. Dadurch werden die durch das Ziehen der Schäfte entstandenen Spannungen im Blech wieder 
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 dass beim Bördeln des Schaftrandes durch den in der Achsenrichtung des   Ss n verlaufenden Druck   der Ösenflansch c an seiner Übergangsstelle m in den Schaft eine Formveränderung erleidet, wobei zugleich der Lacküberzug abspringt, tritt infolgedessen nicht mehr ein. 



   Dadurch, dass die Stauchung der Schäfte b bzw. die Anbringung der Sicken h vor dem Ausstanzen der   Schaftboden geschieht,   wird ferner erreicht, dass die Lochstempel die   Schaftböden glatt ausschneiden   
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 dass die unmittelbar an die Böden d sich anschliessenden Teile der Schaftwandungen nach aussen ge-   kröpft   sind. 



   Die vorstehend beschriebene Ausbildung der   Schaftränder   ist natürlich ausser bei   Sehnürösen   auch bei Hohlnieten sowie bei   Schnürhaken   anwendbar. Fig. 8 zeigt beispielsweise einen nach der Erfindung ausgebildeten   Schnürhaken,   dessen Schaft b gestaucht und dadurch am Rande mit einer Sicke t versehen ist. 



   Die Sehnürösen nach den Fig. 9 bis 14 werden ebenfalls aus einem fortlaufenden Blechstreifen   ru   in der Weise hergestellt, dass in regelmässigen   Abständen   Teile des Blechstreifens zur Bildung der Ösenschäfte in die Form von zylindrischen oder schwach konischen Hülsen b mit Boden gezogen, darauf rings 
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 in ihn wird ein Loch n gestanzt, dessen Durchmesser etwas kleiner ist, als die lichte Wei'e des unteren Schaftendes beträgt.

   Es bleibt somit am unteren Schaf rand ein Teil des Ösenbodens in Form eines nach innen gerichteten Flansches oder Kragens o stehen, so dass die fertige Öse die in Fig. 11 gezeichnete Gestalt besitz
Bei der Befestigung dieser Öse mittels der bekannten   Bördel- oder Rollwprkzeuge   wird   zunächst   durch den mittleren, nach oben vorstehenden und in der Regel   konischen   Dorn des Untergesenks der Kragen o sowie gegebenenfalls der sich unmittelbar daran anschliessende Teil der   Schaftwandung   in der in Fig. 12 und 13 dargestellten Weise nach oben umgelegt, bis er schliesslich dicht an der   Innen-   wandung des Schaftes anliegt (Fig. 5).

   Der Schaftrand wird also wieder vor dem Bördeln verdoppelt oder sozusagen gesäumt und dadurch so verstärkt, dass er bei dem unmittelbar an das Säumen sich   anschliessenden Bordel-oder   Rollvorgang durch das Zusammenwirken mit dem rinnenförmigen Teil des Untergesenks gleichmässig nach aussen   umgerollt,   wird, ohne dass ein Platzen oder Reissen des Schaftrandes      eintritt. Er bildet dann je nach der Dicke des Gegenstandes, an dem die Öse befestigt wird, entweder einen ununterbrochenen, gewölbten Flansch il wie in Fig. 14 oder eine vollständige   Ringwu'st   ähnlich der Fig. 7 des ersten Beispiels. 



   Auch diese Ausbildung des Schaftrandes ist wieder ausser bei   Sehnürösen   auch bei Hohlnieten und   Schnürhaken   anwendbar. Fig. 15   zeigc beispielsweise   einen Schnürhaken, dessen Schaftrand einen nach innen gerichteten Flansch oder Kragen o besitzt. 



   Der Schaftrand braucht na'ürlich nicht um den in der Zeichnung der Deutlichkeit halber verhältnismässig gross angegebenen Betrag nach innen umgelegt oder gesäumt zu sein, vielmehr genügt praktisch schon ein schmaler Saum. Das Wesentliche ist, dass infolge des Umlegens des Schaftrandes niehtmehrwie bisher der geschnittene, einfache Rand, sondern die Kante des durch Umlegen des Schaftes gebildeten Saumes mit dem Bördel- oder Rollgesenk zusammenwirkt. Das Umlegen oder Säumen des 

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   Schaftrandes   könnte statt bei der Befestigung der Ösen oder Haken, d. h. unmittelbar vor dem Bördeln oder Rollen, gegebenenfalls auch schon bei der Herstellung der Haken und Ösen, also in einem vom Bördeln oder Rollen des Schaftrandes zeitlich und räumlich getrennten Arbeitsgang erfolgen. 



   Das Verfahren und die Ausbildung des   Ösen-oder Hakenschafts   gemäss der Erfindung sind in erster Linie für Ösen und Haken aus Eisenblech oder einem anderen verhältnismässig harten Metall bestimmt, sie können aber vorteilhaft auch bei anderen Metallen, wie beispielsweise Messingblech, Aluminiumblech od. dgl. benutzt werden, um auch hier das gleichmässige, rissefreie Umrollen des Schaftrandes sicherzustellen. 



   Die Befestigung de'Ösen und Haken gemäss der Erfindung kann mit Hilfe der bekannten und   gebräuchlichen   Werkzeuge erfolgen. Es kann jedoch mit Vorteil auch das in Fig. 16 dargestellte Rollgesenk p benutzt werden, das sich von den bekannten Bördel-oder Rollgesenken dadurch unterscheidet, dass es an seinem Aussenrande ein wenig hinterdreht ist und infolgedessen einen e'was nach innen ge-   krümmten   Rand q besitzt. Dadurch wird die durch das Säumen des Schaftrandes angestrebte Wirkung, dass der   Sehaftrand   sich gleichmässig und ohne Rissebildung zu einer Ringwulst rollt, wesentlich begünstig. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Befestigung von Ösen und Haken mit Hohlschafr, insbesondere aus Eisen-, Me   sing-oJer Aluminiumblech, dad rch gekennzeichnet,   dass der Sch ftrand zunächst durch Umfalten nach innen verdoppelt und der dadurch verdoppelte bzw. gesäumte   Sehaftrand   dann in bekannter Weise gebördelt oder gerollt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlegen des Sehaftrandes nach innen und das Bördeln oder Rollen desselben in einem fortlaufenden Arbeitsgange durch die Befestigungswerkzeuge geschieht.
    3. Ösen und Haken zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ösen- oder Hakenschaft (b) an seinem Rande eine ringsumlaufende Sicke (h) besitzt.
    4. Ösen und Haken zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekenii- zeichnet, dass der Schaftrand einen nach innen vorspringenden Flansch oder Kragen (o) besitzt.
    5. Verfahren zur Herstellung von Ösen und Haken nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ösen- oder Hakenschaft (b) in seiner Achsenrichtung zusammengestaucht'wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stauchung des Ösen-oder Hakeu- sehaf, es (b) vor dem Ausstanzen des Schaftbodens geschieht.
    7. Verfahren zur Herstellung von Ösen und Haken nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den Boden (d) des gezogenen Schaftes ein Loch (n) gestanzt wird, dessen Durchmesser klei@er ist als die lichte Weite des unteren Schaftendes.
    8. Werkzeug zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet', dass der Aussenrand (q) des Rollgesenkes (p) etwas nach innen gekrümmt bzw. hhi erdreht is'.
AT101928D 1924-06-16 1924-06-16 Verfahren zur Befestigung von Ösen und Haken mit Hohlschaft und Ösen und Haken zur Ausführung des Verfahrens. AT101928B (de)

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