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Verfahren und Schleiferstein zur Herstellung von Holzschliff.
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Zur Erfüllung der Bedingung des Lösens der Fasern in der Längsrichtung erhält die Steinschleif- fläche normale Sehäririllen in Form einer schraubenartigen Linie, welche eine kleine Ganghöhe, dafür aber eine sehr grosse Schräglage besitzt, d. h. der Höhenunterschied auf einer Schraubenlinie im Abstande eines Durchme : sers ibt gross im Verhältnis zur Ganghöhe. Dadurch wird erreicht, dass bei der Umdrehung des 8chleiferste : nes die schraubenartige Sehärfrille, die bei nicht vorhandener Schräglage eine langsam fortlaufende Bewegung ausführen würde, nunmehr eine pendelnde Bewegung macht.
Man erzielt damit eine hin-und hergehende bürstende Wirh-ung der Schärfeillen, die ein Abstreifen der Fasern in der Längsrichtung des Holzes hervorruft.
Das Losreissen der gelockerten Fasern von den unaufgeschlossenen Nachbarzelleii bewirkt dann
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drehende Bewegung ausführt. Vermehrt wird der Grad der Trennungsmöglichkeit bei gleichem Kraftaufwand, wenn der Druck gegen das Schleifholz abwechselnd bei jeder Umdrehung des Schleifersteines vermehrt oder vermindert wird. Dies wird dadurch erreicht, dass der Sehleiferstein eine unrunde Schleiffläche erhält, d. h. dass die Schle@fersteinkrystalle bei jeder Umdrehung und bei gleichem Anpressungsdruek des Holzen an den Schleiferstein mehr oder weniger genähert und von ihm entfernt werden.
Die genäherten Krystalle graben sich in die gelockerten Faserbündel ein und reissen dieselben ab, die sich entfernenden
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Der Schleiferstein Cl gemäss Fig. 1 kann als Umdrehungskörper von rhomboidischem Achsenquerschnitt gedacht sein. Die Drehachse b des Schleifersteines wird dann schräg zur Entstehungsachse d in einen kleinen Winkel gelegt.
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bewegt wird. Gleichzeitig erhält die Lagerung der Schärfrolle eine gleichmässige seitliche Bewegung in der Richtung des Pfeiles 1.
Ein weiteres Mttel, den unrunden pendelnden oder schwingenden Gang zu erzielen, besteht darin, dass man die Drehachseb der Schleifsteine, wiein Fig. 3 gezeigt, exzentrisch und parallel zur stereometrischen Mittelachse d des zylindrischen Schleifersteines anordnet. Man erhält dann z. B. bei einem zylindrischen Stein für alle Querschnitte dieselbe Exzentrizität während des Ganges.
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Ausserdem lässt sich die Anordnung gemäss Fig. 4 so treffen, dass die Drehachse b des Schleifer- steines mit der stereometrisehen Achse des zylindrischen Schleifersteines zwar zusammenfällt, aber schräg zur Längsachse e liegt, die in diesem Falle die Drehzapfenachse für Kurbeln ( ; 1 ist, in denen kugelgelenkartige Zapfenstümpfe (1, des Schleifersteines frei beweglieh gelagert sind. So erhält man in der durch die stereometrische Achse in der Anpressungsrichtung des Holzes gelegten senkrechten Drehebene für
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form des Schleifersteines einen schwach elliptischen Querschnitt darstellt. Das Abrichten des Schleif ersteines erfolgt in derselben Weise wie bei Schleifersteinen gemäss Fig. 1 und 2.
Die so geformten Schleifersteine erhalten dann auf der Schleiffläche eine zur Drehachse b stark geneigte sehraubenartige Schärfrille s, welche mittels der an sich bekannten Schärfrolle o erzeugt wird, die für diese Zwecke besonders gelagert ist, u. zw. derart, dass sie während jeder Umdrehung des zu bearbeitenden Steines einmal zwangläufig in der Pfeillinie 11-l1a hin und her, u. zw. zumindest um die
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mässige seitliche Bewegung in der Richtung des Pfeiles 1.-Alle drei Bewegungen 1, II-IIa, III-IIIa der Schärfrolle c werden auf einmal mit Hilfe einer besonders gebauten Schärfvorrichtung ausgeführt.
Die Exzentrizität der Steinkörper a, die Schräglage der Schärflinie kann je nach Bedürfnis verschieden gewählt werden.
Die Eigenart des gerillten Steines zeigt sich beim Schleifvorgang insofern, als die Schärfrille die regelmässig hin-und herwandert, eine raspelndeWirkung auf das Holz in Längsrichtung der Fasern ausübt fortwährend neue angriffsflächen schafft und diese in wirksamer Weise zur Losreissung vorbereitet, während die Auf-und Niederbewegung des Kornes am angepressten Holz infolge der Exzentrizität des Steines ein regelmässig wiederholtes Angreifen und Wiederabrücken vom Holz und nachhaltiges Aufschliessen der gelockerten Fasern bewirkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Holzschliff, bei dem die Faser zuerst in ihrer Längsrichtung genügend gelockert und hierauf aus ihrem Gefüge in der Querrichtung losgerissen wird, dadurch gekenn-
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