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Widerstand entgegensetzt.
Nach den Erfahrungen von A. Tschirsch, A. Farner und Stillman, sind diese Stoffe nicht etwa Harze pflanzlichen Ursprunges, sondern, nach ihrer Zusammensetzung aus Harzen, Säuren, Wachsarten. Farbstoffen und stärkehaltigen Materialien, sind sie entweder gänzlich tierischen Ursprunges oder zum Teil tierischen Ursprunges. Ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften sind demnach auch ganz verschieden von dem Verhalten der Harze.
Nach der Erfindung wird eine bestimmte Menge gewöhnlichen Schellackes geschmolzen und die Erwärmung bis üb : r den Schmelzpunkt hinaus fortgesetzt. Dadurch wird das Material vollständig unlöslich, nachdem es wieder feste Beschaffenheit angenommen hat. Die Erhitzung findet in der Luft statt und durch diese andauernde Erhitzung wird der Schmelzpunkt des Materials erhöht.
Schellack kann in einer passenden Lösung flüssig gemacht werden und diese Flüssigkeit oder Lösung kann dann mit einem Metallsalz behandelt werden, so dass das Endprodukt eine bestimmte Menge Metall enthält. Aus dieser Flüssigkeit wird während der Behandlung eine Metallaekverbindung chemisch
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ausgesetzt werden.
Bei der andauernden Erhitzung dieser Verbindung findet rasch eine Verflüssigung jener Bestand- teile st : 1tt, die leicht in gasförmigen Zustand übergehen. Dies muss jedoch hier vermieden werden, da sonst das Endprodukt zu porös würde. Die Porosität wird dadurch verhindert, dass während der Erhitzung die Temperatur sorgfältig geregelt wird und dass während der Erhitzung Holzkohle oder ähnliche Stoffe, zugesetzt werden. Jedenfalls wird bei der andauernden Hitzebehandlung der Schellack fest und unlöslich. Nachdem einmal die Festigkeit durch andauernde Erhitzung herbeigeführt ist, kann auch dieser Schellack nicht mehr durch nachträgliche Erhitzung wieder weich gemacht werden.
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anderseits, sind verhältnismässig schwach. Diese Sprödigkeit der Stossstellen wird jedoch nach der vorliegenden Erfindung vermieden.
Der gewöhnliche Schellack wird von seinen Unreinheiten befreit, indem er in einer heissen Kalilösung, Ätzkali o. dgl. behandelt wird. Nach Filtration erhält man ein Natriumsalz des Schellacks in einer reinen Lösung. Aus dieser Lösung wird Schellack, durch Zusatz eines löslichen Bl isalzcs, beispielsweise Bisiazetat, ausgefällt. Der Niederschlag erscheint in Form kleiner Blätter und wenn ein Überschuss von Bleiazetat vorhanden ist, so bleibt dieser Überschuss in Lösung.
Dieser Schellack wird in bekannter Weise geschmolzen und die Erhitzung wird nach d, r Ver- flüssigung ontweder ohne Temperaturerhöhung oder unter Erhöhung der Temperatur fortgesetzt, bis
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voneinander liegen. Durch die Zufügung von Holzkohle werden manche der flüchtigen B ftandteile mit eingeschlossen und das Erzeugnis ist dann ein festes nicht poröses Material.
Andere Metalle, wie Barium, Magnesium, Aluminium oder Zink, können an Stelle des Bleues benutzt werden.
Die Bleischellackverbindung, die auf diese Weise gewonnen wird, hat eine Schmelztemperatur
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lich erhöht ; selbst wenn die Temperatur bei der fortgesetzten Erhitzung nicht höher ist, als die Schmelztemperatur, so ist doch der Schmchzpunkt der Masse nach der Erhärtung beträchtlich höher. Die Eigenschaft grösserer Haltsfähigkeit und Klebefähigkeit wird dadurch verbessert und diese Schellackbki-
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gesetzt wird oder nicht, es ist immer eine Erhöhung der Schmelztemperatur über die Normalschmelz- temperatur des Schellacks notwendig, um das erwünschte Ergebnis zu erreichen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von dackähnlichen Kitten, Klebstoffen u. dgl. wobei dU" ungelöste
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dem Schmelzen so lange fortgesetzt wird, bis das Material fest wird (erhärtet).