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Flüssigkeitsstandsanzeiger mit Stopfengläsern und Entleerungskanälen.
Die Erfindung betrifft Flüssigkeitsstandsanzeiger, die aus einem mit dem Kesselinneren kommunizierenden, metallenen Rohrkörper bestehen, in dem zur Beobachtung des Flüssigkeitsspiegels mit Glasstopfen gasdicht verschlossene Schaulöcher angebracht sind.
In Fig. 1 ist ein solcher Flüssigkeitsstandsanzeiger im Längsschnitt teilweise dargestellt. Der Wandungsquersehnitt von der Stärke a des Rohrkörpers 1 wird durch die von der Glasfassung 4 und dem Stopfenglas 3 auf die Dichtungsflächen 5 geäusserte Pressung erheblich beansprucht, weshalb das Mass a bzw. die Länge der Schaulöcher 7 auch mit Rücksicht auf den gegebenen Druck in dem kleinsten zulässigen
Querschnitt des Hohlraumes 2 eine gewisse Grösse nicht unterschreiten darf. Es würde sonst Gefahr einer Deformation der Dichtungsflächen 5 oder eines Reissens des Rohrkörpers 1 der Länge nach bestehen.
Nach Fig. 1 ragen die Glasstopfen 3 mit ihrer Basis 6, die hier beispielsweise als Reflexionskegelfläche ausgebildet ist, in den Hohlraum 2 des Rohrkörpers 1 hinein. Das Mass a bestimmt also unmittelbar auch die Dicke des Glasstopfens 3.
Sehr dicke Glasstopfen beeinträchtigen einerseits wegen Lichtabsorption, anderseits wegen des geringen Gesichtsfeldes (Winkel a.) die bequeme Beobachtung des Flüssigkeitsstandes. Es ist daher erwünscht, die Glasstärke D so klein als möglich zu halten.
Trifft man nun die in Fig. 2 dargestellte Anordnung, bei der die Basis 6 der Glasstopfen 3 nicht mehr in den Hohlraum 2 hineinragt, sondern ganz oder teilweise in den Schaulöchern 7 liegt, so kann das Mass D derart klein gewählt werden, dass die beschriebenen Nachteile der in Fig. 1 dargestellten Anordnung nicht mehr auftreten. Die Ausführung nach Fig. 2 hat jedoch den Nachteil, dass in den Winkelräumen 8 infolge Adhäsion beim Sinken des Flüssigkeitsstandes eine gewisse Flüssigkeitsmenge, wie in Fig. 2 angedeutet, stets haften bleibt. Im Falle der häufig gewählten Schrägstellung des Flüssigkeitsstandsanzeigers kann diese Flüssigkeitsmenge überhaupt keinen Abfluss finden.
Diese kleinen Flüssig- keitsmengenerregen im Beobachteroft Zweifel über die Höhe desWasserstandes, ja sie sind sogar im Stande, ihn zu täuschen.
Nach der Erfindung sollen diese Nachteile dadurch vermieden werden, dass vom tiefsten Punkt des Schauloches aus, nahe beim Stopfenglas eine Bohrung durch die Wand geführt wird, durch die die dort zurückbleibende Flüssigkeitsmenge in den Rohrkörper abfliessen kann. Die Bohrungen brauchen nur geringen Querschnitt zu haben, so dass sie die Wand a nicht merldich schwächen.
In Fig. 3 und 4 sind Ausführungsbeispiele dargestellt.
Dabei sind Stopfengläser von geringer Dicke D in tiefe Schaulöcher 7 eingesetzt. Die Schaulöcher 7 sind nahe an den Dichtungsflächen 5 entweder durch schräge Kanäle (Fig. 3) oder durch einen alle übereinanderliegenden Schaulöcher schneidenden Kanal 10 (Fig. 4) kommunizierend mit dem Hohlraum 2 de3 Rohrkörpers 1 verbunden. Die Kanäle 9 bzw. 10 haben im Vergleich zum Hohlraum 2 einen sehr engen Querschnitt, so dass die Festigkeit der Wandung nicht unzulässig beeinflusst wird. Bei sinkendem Flüssigkeitsstande werden durch diese Entleerungskanäle 9 bzw. 10 die an den Winkelräumen 8 haften bleibenden Flüssigkeitsmengen infolge der entstehenden Druckdifferenz stets abfliessen. Eine Täuschung des Beschauers über die Höhe des Flüssigkeitsstandes kann nicht mehr erfolgen.