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Die Erfindung betrifft eine Fachstrickmaschine mit mindestens einem Nadelbett, welches zumindest einen Führungskanal aufweist, in dem ein Maschenbilder und eine Niederhalteplatine angeordnet sind.
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An Flachstrickmaschinen finden häufig Nadelbetten mit eingesetzten Maschenbildern Verwendung, die Richtung Kammspalt eine Maschenbildungskante aufweisen. In einer dafür vorgesehenen Nut an der fordern Spitze des Nadelbetts sind häufig ein Maschenbilder und eine Niederhalteplatine eingesetzt.
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Beispielsweise aus der
CN 208667989 U ist eine Niederhalteplatine bekannt, welche an ihrer Unterseite große Ausnehmungen aufweist. Die seitliche Abstützung des Maschenbilders und der Nadel durch die Niederhalteplatine ist daher sehr weit entfernt von der Maschenbildungskante des Maschenbilders bzw. dem Nadelhaken. Bei der Verwendung solcher Niederhalteplatinen besteht somit die Gefahr, dass die Maschenbilder aufgrund der nach hinten verlagerten Abstützung beim Kulieren im Bereich dieser Ausnehmungen verdrängt werden, d. h. eine Bewegung quer zur Bewegungsrichtung der Nadel bzw. in Nadelbettlängsrichtung ausführen. Eine solche Bewegung ist nicht erwünscht.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Flachstrickmaschine bereitzustellen, bei der Maschenbilder und damit Maschenbildungskanten ortsfest und in genauem Teilungsabstand positioniert werden und während des Maschenbildungsprozesses in dieser Position verbleiben.
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Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Flachstrickmaschine mit mindestens einem Nadelbett, welches zumindest einen Führungskanal aufweist, in dem ein Maschenbilder und eine Niederhalteplatine angeordnet sind, wobei die Niederhalteplatine einen im Bereich einer Nadelbettspitze angeordneten Abstützabschnitt zur zumindest mittelbaren Abstützung des Maschenbilders in Nadelbettlängsrichtung aufweist. Durch diese Abstützung des Maschenbilders kann dieser insbesondere während des Maschenbildungsprozesses zumindest weitestgehend ortsfest angeordnet bleiben. Insbesondere kann eine Bewegung in Richtung Nadelbettlängsrichtung bzw. quer zur Nadelbewegungsrichtung, verhindert werden. Dabei kann sich der Maschenbilder unmittelbar an der Niederhalteplatine abstützen. Es ist jedoch auch denkbar, dass sich der Maschenbilder über ein weiteres Element an der Niederhalteplatine abstützt. Insbesondere erfolgt eine Abstützung des Maschenbilders im Bereich der Maschenbildungskante. Ein abstützungsfreier Bereich wird vermieden. Die Abstützung ist nicht vom Kammspalt nach hinten verlagert, sondern erfolgt in Kammspaltnähe.
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Der Führungskanal im Nadelbett kann beispielsweise dadurch ausgebildet sein, dass eine den Führungskanal bildende Nut in das Nadelbett eingefräst wurde. Alternativ ist es denkbar, dass in eine eingefräste Nut des Nadelbetts ein Steg, insbesondere ein Hauptsteg, eingesetzt ist und dessen abgesetzte Spitze zusammen mit der eingefrästen Nut einen Führungskanal für den Maschenbilder und die Niederhalteplatine bildet. Ebenso ist es denkbar, dass in eine eingefräste Nut des Nadelbetts ein Steg, insbesondere ein Hauptsteg eingesetzt ist, der nicht über eine abgesetzte Spitze zur Ausbildung einer Führungsnut für den Maschenbilder und die Niederhalteplatine verfügt und stattdessen eine separates Einlegeteil als Füllstück eingesetzt ist. Die Führungsnut für Maschenbilder und Niederhalteplatine wird nun durch ein separates Füllstück auf der einen Seite und durch eine gefräste Wand auf der anderen Seite gebildet.
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Weiter ist es denkbar, dass eine separat eingefräste Nut im kammspaltnahen Bereich vorgesehen ist, die als Führungsnut für Maschenbilder und Niederhalteplatine dient.
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Im Nadelbett, insbesondere in dessen vorderen, kammspaltnahen Bereich, können nebeneinander eine Nadel, eine Niederhalteplatine und ein Maschenbilder angeordnet sein. Die Nadel und die Niederhalteplatine, können relativ zum Nadelbett bewegbar sein. Insbesondere können sie quer zur Nadelbettlängsrichtung bewegbar sein.
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Die Niederhalteplatine kann insbesondere unterhalb ihres Kontaktbereichs zum Gestrick den Abstützabschnitt aufweisen. Der Abstützabschnitt kann sich in Richtung Kammspalt und von der Nadelauflage nach unten erstrecken. Der Abstützabschnitt kann den benachbarten Maschenbilder zumindest größtenteils abdecken. Der Abstützabschnitt kann im Bereich eines Nadelhakens angeordnet sein. Durch den Abstützabschnitt wird der Wirkungsbereich der Niederhalteplatine zum Maschenbilder hin vergrößert, wodurch sich der Freiraum zwischen Maschenbilder und Nadel (oder Nadelbett) zum Kammspalt hin verringert. Somit kann der Maschenbilder nicht mehr oder nur noch unwesentlich quer zur Nadelbettlängsrichtung ausweichen. Durch den Abstützabschnitt wird der Maschenbilder beim Kuliervorgang der Nadel in seiner vorgegebenen Position stabilisiert.
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Um eine möglichst großflächige Abstützung des Maschenbilders zu erreichen, kann sich der Abstützabschnitt bis zu einer kammspaltnahen Kante des Nadelbetts erstrecken. Eine kammspaltnahe Kante ist dabei eine Kante ganz vorne am Nadelbett, an die sich der Kammspalt anschließt.
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Der Abstützabschnitt kann unterhalb einer Nadelauflage angeordnet sein. Somit kann der Maschenbilder unterhalb der Anordnung der Nadel abgestützt werden.
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Die Kontur des Abstützabschnitts kann an die Kontur der Nadelbettspitze und/oder eine Stegspitze angepasst sein. Der optional vorgesehene Steg bildet dabei eine Führung für die Nadel. Wenn der Abstützabschnitt an die Kontur der Nadelbettspitze und/oder der Stegspitze angepasst ist, weist der Abstützabschnitt eine größtmögliche Fläche auf, um den Maschenbilder abstützen zu können.
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Der Abstützabschnitt kann, insbesondere bei Blickrichtung in Nadelbettlängsrichtung, deckungsgleich mit der Nadelbettspitze sein. Auch dadurch wird eine möglichst großflächige Ausgestaltung des Abstützabschnitts erreicht.
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Die Niederhalteplatine kann mit ihrem Abstützabschnitt zwischen einer Nadel und dem Maschenbilder angeordnet sein. Dadurch kann eine besonders gute Stabilisierung des Maschenbilders erfolgen.
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Die Niederhalteplatine kann eine Aussparung für ein durch eine Nadel eingezogenes Garn aufweisen. Somit kann Garn durch die Aussparung aufgenommen werden und verhindert werden, dass das Garn den Maschenbilder auslenkt.
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Die Stabilisierung des Maschenbilders kann vorteilhafterweise während des Kuliervorgangs der Nadel erfolgen, wenn der Hakenraum der Nadel deckungsgleich mit dem Maschenbilder ist.
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Weiterhin kann im Führungskanal für die Niederhalteplatine und den Maschenbilder ein separates Füllstück angeordnet sein. Das separate Füllstück kann zur zusätzlichen Abstützung des Maschenbilders dienen. Insbesondere können zwei benachbarte Hauptstege den Führungskanal bilden, in dem ein Füllstück angeordnet ist. Wenn die Hauptstege keine abgesetzte Stegspitze aufweisen, übernimmt das separate Füllstück die einseitige Abstützung des Maschenbilders.
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Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und der Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.
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Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine teilweise Seitenansicht eines Nadelbetts;
- Fig. 1b
- eine der Figur 1a entsprechende Darstellung mit zurückgezogener Nadel;
- Fig. 1c
- eine Ansicht von oben auf das Nadelbett;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer Niederhalteplatine.
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Die Figur 1a zeigt den vorderen Bereich eines Nadelbetts 100 in einer Seitenansicht. Üblicherweise weist eine Flachstrickmaschine ein weiteres, gegenüberliegendes analog ausgebildetes Nadelbett auf. Die beiden Nadelbetten sind durch einen Kammspalt KS voneinander beabstandet.
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In das Nadelbett 100 ist eine Nut 102 eingefräst, in der ein Steg 3, auch als Hauptsteg bezeichnet, angeordnet ist. Der Steg 3 bildet gemeinsam mit einem weiteren benachbarten Steg einen Führungskanal für eine Nadel 4. Im kammspaltnahen Bereich bildet eine abgesetzte Stegspitz des Stegs 3 zusammen mit der eingefrästen Nut 102 im Nadelbett 100 einen Führungskanal für eine Niederhalteplatine 1 und einen Maschenbilder 2. Die Niederhalteplatine 1 weist einen Abstützabschnitt 11 zur Abstützung des Maschenbilders 2 auf.
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Der Abstützabschnitt 11 ist unterhalb der Nadel 4 angeordnet. Insbesondere stützt der Abstützabschnitt 11 den Maschenbilder 2 in Richtung Nadelbettlängsrichtung ab. Die Nadelbettlängsrichtung verläuft hierbei senkrecht zur Zeichenebene. Der Abstützabschnitt 11 der Niederhalteplatine 1, der sich unterhalb der Nadelauflage 101 (gebildet durch den Grund des Führungskanals) befindet, ist der Kontur der Nadelbettspitze 103 bzw. Stegspitze 31 (Fig. 1c) angepasst. Insbesondere ist er deckungsgleich mit ihr. Wenn ein (Haupt-)Steg vorgesehen ist, entspricht dessen Spitze 31, insbesondere seine vordere Kontur, der Nadelbettspitze 103. Das Nadelbett 100 weist im Bereich der Nadelbettspitze 103 eine kammspaltnahe Kante 103' auf.
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In der gezeigten Darstellung befindet sich die Nadel 4 in Rückzugsbewegung in Richtung des Pfeils R, wobei der Nadelhaken 41 in dieser Position deckungsgleich mit der Maschenbildungskante 21 des Maschenbilders 2 ist. Bei einer weiteren Bewegung in Pfeilrichtung R zieht die Nadel 4 hier nicht dargestelltes Garn in den Führungskanal ein. Dieses Garn stützt sich an der Maschenbildungskante 21 ab. Durch die nach vorne ragende Kontur der Niederhalteplatine 1 wird der Maschenbilder 2 abgestützt, sodass sich der Maschenbilder 2 nur sehr begrenzt seitlich verschieben kann und während des Kulierens im Wesentlichen ortsfest angeordnet ist.
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Der Darstellung der Figur 1b kann man entnehmen, dass sich die Nadel 4 im Vergleich zur Figur 1a weiterhin in Richtung des Pfeils R bewegt hat und sich nun in einer tiefen Kulierstellung befindet.
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Die Niederhalteplatine 1 weist eine Aussparung 12 auf, damit das eingezogene Garn in diesem Bereich nicht klemmen kann und sich bis zum Maschenbilder 2 ausdehnen kann.
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Die Figur 1c zeigt eine Ansicht von oben auf den Teil des Nadelbetts 100 einer Flachstrickmaschine. Die Niederhalteplatine 1 ist auf Höhe der Nadel 4 geschnitten dargestellt. Es ist zu erkennen, dass die seitliche Abstützung des Maschenbilders 2 und der Nadel 4 durch die Niederhalteplatine 1 deckungsgleich mit der Nadelbettspitze 103 bzw. der Stegspitze 31 liegt. Dies bedeutet, dass der Maschenbilder 2 ganz vorne an der Nadelbettspitze 103 bzw. Stegspitze 31 abgestützt wird. Im Vergleich zum Stand der Technik wurde somit die Abstützung der Maschenbildungskante 21 (in dieser Ansicht nicht sichtbar) und des Nadelhakens 41 durch die Niederhalteplatine 1 in Richtung Kammspalt KS verlagert, was eine deutlich verbesserte Abstützung des Maschenbilders 2 und der Nadel 4 bewirkt. Die in Richtung Kammspalt KS vorderen Kanten 16, 103', 21' des Abstützabschnitts 11 der Niederhalteplatine 1, der Nadelbettspitze 103 bzw. Stegspitze 31 und des Maschenbilders 2 befinden sich in derselben Position, ohne Versatz senkrecht zur Nadelbettlängsrichtung (21' ist in der Ansicht nicht zu sehen). Die Niederhalteplatine 1 ist mit ihrem Abstützabschnitt 11 zwischen der Nadel 4 und dem Maschenbilder 2 angeordnet.
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Die Figur 2 zeigt eine Seitenansicht der Niederhalteplatine 1. Die Niederhalteplatine 1 weist eine Durchgangsöffnung 13 auf. Die Durchgangsöffnung 13 stellt einen Drehpunkt dar. Die Niederhalteplatine 1 kann an einem Steuerfuß 14 beaufschlagt werden und dadurch um die durch die Durchgangsöffnung 13 gebildete Schwenkachse verschwenkt werden. In der in den Figuren 1a, 1b gezeigten Stellung befindet sich die Niederhalteplatine 1 in einer sogenannten Offenstellung. Durch entsprechende Beaufschlagung am Steuerfuß 14 kann die Niederhalteplatine 1 im Uhrzeigersinn in eine geschlossene Stellung verschwenkt werden. Zu erkennen ist, dass die Niederhalteplatine 1 eine Aussparung 12 zur Aufnahme von Garn aufweist. Die Aussparung 12 befindet sich zwischen einer Nase 15 und dem Abstützabschnitt 11. Der Abstützabschnitt 11 ist somit unmittelbar benachbart zur Aussparung 12 vorgesehen. Die vordere Kante 16 des unteren Bereichs der Niederhalteplatine 1 bzw. des Abstützabschnitts 11 ist unmittelbar angrenzend an die Aussparung 12 der Form der Nadelbettspitze 103 bzw. der Stegspitze 31 nachempfunden und insbesondere bei eingebauter Niederhalteplatine 1 in ihrer Offenstellung deckungsgleich mit der Nadelbettspitze 103 bzw. Stegspritze 31.
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Beim Kulieren befindet sich die Niederhalteplatine 1 in ihrer Offenstellung.
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Die Aussparung 12 ist relativ schmal ausgebildet und bildet eine Art Kanal zur Aufnahme von Garn, wenn die Nadel 4 kuliert wird.
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Eine gedachte Linie in Verlängerung der unteren Kante 17 der Niederhalteplatine liegt unterhalb der Spitze 18 der Nase 15.