EP4727874A1 - Anleger einer bogenverarbeitenden maschine und verfahren zum betreiben eines anlegers einer bogenverarbeitenden maschine - Google Patents
Anleger einer bogenverarbeitenden maschine und verfahren zum betreiben eines anlegers einer bogenverarbeitenden maschineInfo
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- EP4727874A1 EP4727874A1 EP24728034.0A EP24728034A EP4727874A1 EP 4727874 A1 EP4727874 A1 EP 4727874A1 EP 24728034 A EP24728034 A EP 24728034A EP 4727874 A1 EP4727874 A1 EP 4727874A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Anleger (01) einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem zur Aufnahme eines Bogenstapels (07) ausgebildeten Stapeltisch (06), mindestens einem Vereinzelungsorgan (14), durch welches ein oberster jeweiliger Bogen (03) des Bogenstapels (07) in einer Vereinzelungsebene (15) erfassbar und in eine von der Vereinzelungsebene (15) vertikal beabstandete Bogenführungsebene (20) verlagerbar ist und mindestens einem Transportorgan (16), durch welches der jeweilige Bogen (03) in einer Transportrichtung (T) vom Bogenstapel (07) weg in einen sich stromabwärts anschließenden Transportpfad transportierbar ist, mit einer Blaseinrichtung (18), wobei die Blaseinrichtung (18) eine Vielzahl von Austrittsöffnungen (29) aufweist, die quer zur Transportrichtung (T) voneinander beabstandet angeordnet sind und wobei die Blaseinrichtung (18) für einen jeweiligen Bogen (03) einer Bogenfolge zur Erzeugung einer Abfolge von mehreren zueinander zeitlich versetzt beginnenden und unter den jeweiligen Bogen (03) gerichteten Blasluftstößen ausgebildet ist. Ebenfalls betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines Anlegers (01).
Description
Beschreibung
Anleger einer bogenverarbeitenden Maschine und Verfahren zum Betreiben eines Anlegers einer bogenverarbeitenden Maschine
Die Erfindung betrifft einen Anleger einer bogenverarbeitenden Maschine und ein Verfahren zum Betreiben eines Anlegers einer bogenverarbeitenden Maschine.
In bogenverarbeitenden Maschinen ist es allgemein üblich, die zur Verarbeitung vorgesehenen Bogen als Bogenstapel auf einem heb- und senkbaren Stapeltisch zu positionieren sowie von der Oberseite des Bogenstapels die Bogen zu vereinzeln und unterlappt als Schuppenstrom abzuführen. Dazu ist der Oberseite des Bogenstapels ein Bogentrenner zugeordnet, dessen Arbeitsorgane, wie zum Beispiel Trennsauger, Transportsauger oder ein Tasterfuß, im Takt der bogenverarbeitenden Maschine den jeweils obersten Bogen des Bogenstapels erfassen, vom Folgebogen trennen sowie in einer Transportrichtung fördern. Die Steuerung des das Erfassen, Trennen und Fördern der Bogen unterstützenden Blas- und/oder Saugluftstroms erfolgt mittels Ventileinheiten, die ebenfalls im Arbeitstakt der bogenverarbeitenden Maschine nachgeführt werden.
Beim Vereinzeln der Bogen vom Stapel wird der Bogen am Anleger zunächst mittels sogenannter Bläser, die kontinuierlich blasen, von allen Seiten vorgelockert. Nach dem Ansaugen durch Trennsauger und dem Vereinzeln durch Abstreifer, wird ein Trennluftstoß benötigt, der den oberen Bogen vom Stapel frei beweglich löst. Neben zahlreichen weiteren Elementen und Parametern, ist der Trennluftstoß entscheidend für die Qualität des Bogenlaufs, vor allem für Substrate deren Grammaturen weniger als einhunderfünfunddreißig Gramm pro Quadratmeter betragen. Die Richtung, die Qualität, die Quantität und die Steuerung der Trennluft beeinflussen maßgeblich den Bogenlauf und die Fortdruckleistung.
Die Steuerung der bereitgestellten Trennluft wird bei den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen hauptsächlich über Kurven gesteuerte Kolbenventile oder Drehschieber realisiert. Das benötigte Volumen der Trennluft muss so groß sein, dass ein Luftpolster unter dem gesamten zu trennenden Bogen entsteht.
Das Volumen der Trennluft, die mit dem jeweiligen Trennluftstoß unter dem jeweiligen Bogen eingetragen wird, kann durch Blasdruck und Blasdauer beeinflusst werden.
Um ein ausreichend großes Volumen der Trennluft zu erzeugen, wird bei den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen mit Nenndrücken im Bereich von 1 ,2 - 1 ,4 bar gearbeitet und der Trennluftstoß dauert noch an, wenn der Transportsauger seinen Bewegungszyklus zum Abtransport des jeweiligen Bogens beginnt. Von der Verwendung höhere Drücke wurde abgesehen, weil die Besorgnis bestand, dass sich der Bogen verformt.
Durch die DE 198 15 104 A1 ist ein Bogentrenner in Bogenanlegern zum Vereinzeln und Zuführen eines jeweils obersten Bogens eines Bogenstapels mit den obersten Bogen jeweils in dessen Förderrichtung im hinteren Bereich erfassenden und etwa senkrecht zum Bogenstapel abhebenden Trennsaugern und den von den Trennsaugern abgehobenen Bogen übernehmenden und in Förderrichtung transportierenden Transportsaugern sowie mit einem Tasterfuß, der nach dem Trennen des obersten Bogens im hinteren Bereich des Bogenstapels aufsetzt, bekannt.
Die DE 102005 054 138 A1 zeigt eine Druckmaschine zum Bedrucken von Bogen, die einen Anleger und Druckwerke umfasst. Der Anleger weist einen Trennbläser beziehungsweise einen Lockerungsbläser auf.
Aus der DE 102020 107 836 B4 ist eine bogenverarbeitende Maschine mit einem
Anleger, einer Auslage und einen oder mehreren zwischen dem Anleger und der Auslage
angeordneten Offsetdruckwerken und/oder Lackwerken bekannt. Der Anleger umfasst einen Stapelraum mit einem Stapelträger. Im Stapelraum wird die Trennung des obersten Bogens vom Bogenstapel mittels Blasluft aus Trennbläsern oder durch Blasluft aus einem Tasterfuß unterstützt.
Die DE 102011 120475 A1 offenbart einen Bogenanleger mit zwei Saugrädern. Zum Vereinzeln wird ein im Stapel oberster Bogen angehoben und zwischen den angehobenen Bogen und dem Bogenstapel in definierter Weise Trennluft geblasen. Der obere Bogen wird dadurch vom Bogenstapel getrennt und mittels der Trennluft an ein obenliegendes Saugrad angehoben.
Die DE 39 07 037 A1 offenbart eine Vorrichtung zur Bogenlängenabfrage in einer Bogendruckmaschine, bestehend aus Saugluftmessdüsen, die auf die Bogenhinterkante ausgerichtet sind und in ihrer Verbindung mit einer Saugluftquelle Schaltglieder im Stromkreis des Maschinenantriebes aufweisen und bei der ein Anleger die zu bearbeitenden Bogen an Anschlägen für die Bogenvorderkante ausrichtet und mit zeitlich versetzt beginnenden und unter den jeweiligen Bogen gerichteten Blasluftstößen einem Bogenstapel abhebt.
Die bei den bekannten Lösungen realisierten Blasluftzeiten, die sich zumeist über eine Spanne von 150 Grad bis 210 Grad eines jeweiligen Maschinentaktes, der 360 Grad umfasst, erstrecken, erregt den Bogen, bringt ihn zum Schwingen, erzeugt Wellen, Vibrationen und Unruhe. Der Bogen liegt somit nicht mehr eben, verkürzt sich zwangsläufig durch die Wellen unregelmäßig und verursacht auf dem Bändertisch eine unregelmäßige Bogenstaffel. Mit zunehmender Maschinengeschwindigkeit wird die Unterschuppung der Bogen immer ungenauer und es stehen Bogen aus der Staffel heraus. Die Folge davon sind Anlageprobleme und schließlich Stopper.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Anleger einer bogenverarbeitenden
Maschine und Verfahren zum Betreiben eines Anlegers einer bogenverarbeitenden Maschine zu schaffen.
Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung einen Anleger einer bogenverarbeitenden Maschine und ein Verfahren zum Betreiben eines Anlegers einer bogenverarbeitenden Maschine zu schaffen, die einen ruhigeren und insbesondere gleichmäßigeren Bogenlauf mit verminderter Wellenbildung ermöglichen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 20 gelöst.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die Funktionssicherheit, mit der der Anleger Bogen von einem Bogenstapel vereinzelt, erhöht wird.
Insbesondere kann die Qualität und die Gleichmäßigkeit der Unterschuppung und der Staffelbildung verbessert werden.
Nach einer Ausführungsform kann die Anströmgeschwindigkeit der aus Austrittsöffnungen ausgestoßenen Blasluft genauer eingestellt werden.
Der Vorteil einer weiteren Ausführungsform kann insbesondere auch darin bestehen, dass die Beaufschlagung mit Trennluft nicht mehr in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Produktionsbetriebes erfolgen muss.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Anlegers mit Andeutung eines in ein oder mehrere nachgeordnete Bearbeitungsaggregate führenden Transportpfades;
Fig. 2 eine detaillierte Darstellung eines Bogentrenners des Anlegers mit einer Blaseinrichtung.
Die Erfindung wird am Beispiel eines Anlegers 01 einer bogenverarbeitenden Maschine, auch als Maschine zur Bearbeitung von Substratbogen 03 oder Bogenbearbeitungsmaschine bezeichnet, beschrieben, die als Druckmaschine, insbesondere als Bogenoffsetdruckmaschine, ausgebildet sein kann.
Eine Druckmaschine, insbesondere Bogenoffsetdruckmaschine, umfasst neben dem Anleger 01 , zur Bereitstellung von z. B. bogenförmigem Substrat, insbesondere Substratbogen 03, kurz Bogen 03, mehrere im Substratpfad hintereinander angeordnete, insbesondere auf eine selbe Substratseite druckende Druckwerke, insbesondere Offsetdruckwerke und eine Produktauslage, z. B. Stapelauslage. Zusätzlich kann sie im Substratpfad noch ein oder mehrere Lackwerke umfassen. Statt mehrerer Druckwerke kann auch genau ein Druckwerk vorgesehen sein. Bestandteil der Druckmaschine kann auch eine Wendeeinrichtung sein, die den beidseitigen Druck ermöglicht, wobei alle im Substratpfad der Wendeeinrichtung vorgeordneten Druckwerke auf die eine und alle der Wendeeinrichtung im Substratpfad nachgeordneten Druckwerke auf die andere Substratseite drucken.
Die Druckwerke umfassen jeweils einen Formzylinder, welche z. B. entweder über einen Zahnradzug von einem die Mehrzahl von Druckwerken antreibenden, nicht dargestellten Hauptantrieb angetrieben werden, oder durch je einen vom Hauptantrieb mechanisch unabhängigen Antriebsmotor. Die Formzylinder wirken während des Produktionsbetriebes, der dem Druckbetrieb entspricht, mit einer oder mehreren Farbauftragwalzen eines Farbwerks und vorzugsweise mit mindestens einer
Feuchtauftragwalze eines Feuchtwerks zusammen.
Die Erfindung ist nicht auf bogenverarbeitende Maschinen, die als Druckmaschinen ausgebildet sind, beschränkt, sondern kann an allen Arten von bogenverarbeitenden Maschinen verwendet werden oder Bestandteil derselben sein.
In bevorzugter Ausführung kann die bogenverarbeitende Maschine als eine Bogen 03 mechanisch bearbeitende, z. B. prägende, schneidende oder insbesondere stanzende, Maschine mit einem oder mehreren die Bogen 03 mechanisch bearbeitenden Aggregaten, z. B. mit mindestens einem Stanz- oder Prägewerk oder einem Ausbrechwerk, ausgebildet sein.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Maschine kann diese auch in Art einer Hybridmaschine als Bogen 03 mechanisch bearbeitende Maschine mit mindestens einem Stanz- oder Prägewerk und zusätzlich mindestens einem dem Stanz- oder Prägewerk im Substrat- bzw. Transportpfad vorgeordneten Druckwerk ausgebildet sein. Die Produktauslage, z. B. Stapelauslage einer derartigen Maschine, kann auch zur Auslage von aus Bogen 03 gebildeten Gebinden ausgebildet sein.
Im Transportpfad können noch weiter Aggregate wie z. B. ein Trockner, ein Lackierwerk, ein Kalandrierwerk oder andere auf die Bogen 03 wirkende Aggregate vorgesehen sein.
Ausgangsseitig des Anlegers 01 schließt sich in einer Transportrichtung T betrachtet eine Fördereinrichtung 02, bevorzugt in Form eines Bändertischs 02, insbesondere Saugbändertisch 02, an, welche beziehungsweise welcher die zu fördernden Bogen 03 vom Anleger 01 übernimmt und gegebenenfalls über weitere Fördereinrichtungen stromabwärts einem einzigen oder ersten Werk beziehungsweise Aggregat der Maschine zuführt. Der Bändertisch 02 ist zum Beispiel als Saugbändertisch 02 ausgebildet und umfasst vorzugsweise mindestens zwei Walzen 19, von welchen lediglich eine
stromabwärts betrachtet als erste dargestellt ist, und von denen eine als Antriebswalze 19 und eine oder mehrere andere als Umlenkwalze ausgebildet ist bzw. sind. Zwischen den Walzen 19 erstreckt sich ein ein- oder mehrteiliges Tischblech 21 , welches z. B. die vielfach durchbrochene Oberseite eines Saugkastens 22 bildet. Die beiden Walzen 19 sind von mindestens einem Transportband 23 umschlungen, das wie das Tischblech 21, über das es sich erstreckt, vielfach durchbrochen ist, so dass es nicht am Tischblech 21 festgesaugt wird, wohl aber ein Bogen 03 an das Transportband 23 angesaugt wird. Im Bereich des Auflaufens von zu fördernden Bogen 03 ist oberhalb der eintrittsseitigen Walze 19 des dem Anleger 01 nachgeordneten Bändertischs 02 eine mit der Walze 19 bzw. dem Bändertisch 02 zusammenwirkende Walze 24, z. B. Taktwalze 24, vorgesehen, welche im Takt der ankommenden Bogen 03 diese gegen den Bändertisch 02 drückt.
Im Anleger 01 ist ein Stapel 07, insbesondere ein Bogenstapel 07 auf einem in einem Stapelraum 04 vorgesehenen Stapeltisch 06 aufgesetzt. Der Stapeltisch 06 ist z. B. mit Hilfe eines ersten steuerbaren Antriebs 05 heb- und senkbar, insbesondere höhenverstellbar, um den jeweils obersten Bogen 03 des Bogenstapels 07 unabhängig von der Zahl der Bogen 03 im Bogenstapel 07 auf einer festen oder nur gering veränderlichen, für die Übergabe der Bogen 03 an die sich anschließende Fördereinrichtung 02 geeigneten Höhe zu halten. In der Darstellung liegen die Bogen 03 des Bogenstapels 07 unmittelbar auf dem Stapeltisch 06, zwischen Bogenstapel 07 und Stapeltisch 06 kann sich aber auch eine Palette befinden, auf der der Bogenstapel 07 zum Stapeltisch 06 transportiert und auf ihm abgesetzt worden ist.
Auf der in Transportrichtung T weisenden Seite des Stapelraumes 04 ist eine Anschlagvorrichtung 08, z. B. ein ein- oder mehrteiliger Vorderanschlag 08, vorgesehen, dessen entgegen der Transportrichtung T gerichtete Anschlagfläche eine vertikale Ebene definiert, die den Vorderkanten, d. h. den beim Transport vorlaufenden Kanten, der Bogen 03 des Bogenstapels 07 als Anschlag dient. Diese Anschlagvorrichtung 08 reicht vertikal betrachtet nicht bis zur oberen Stapelkante, sondern wird in ihrer vertikalen Flucht
bedarfsweise durch eine Anschlagfläche einer insbesondere auch als Bogenklappe 11 bezeichneten aktiven Anlagevorrichtung 11 fortgesetzt. Die Anlagevorrichtung 11 ist hierzu zwischen einer aktiven Lage, z. B. einer angeschwenkten Lage, in welcher sie sich mit ihrer Anschlagfläche im Transportpfad eines aus dem Anleger 01 zu fördernden Bogens 03 befindet, und einer inaktiven Lage, z. B. abgeschwenkten Lage, in welcher sie den für den Transport vorgesehenen Transportpfad freigibt, verlagerbar, insbesondere verschwenkbar.
Obgleich auch andere Mechanismen vorstellbar sind, durch welche die Bogenklappe 11 zwischen den beiden genannten Lagen verlagerbar ist, ist die Bogenklappe 11 bevorzugt um eine Schwenkachse verschwenkbar im Anleger 01 gelagert. Hierzu ist beispielsweise ein z. B. als Welle 12, z. B. Klappenwelle 12, wirksames oder ausgebildetes Trageelement 12 vorgesehen, welcher bzw. welche die Bogenklappe 11 trägt.
Der Anleger 01 umfasst diverse Transportwerkzeuge 14; 16 zur Abnahme einzelner Bogen 03 vom Bogenstapel 07 und zum Transport der Bogen 03 auf oder in die dem Anleger 01 nachgeordnete Fördereinrichtung 02. Die Transportwerkzeuge 14; 16 sind vorzugsweise in einem sogenannten Bogentrenner 13 aufgenommen oder von diesem umfasst.
Die Transportwerkzeuge 14; 16 werden vorzugsweise mit separat steuerbaren Einzelantrieben angetrieben. Als Transportwerkzeug 14 ist insbesondere ein Vereinzelungsorgan 14 zum Erfassen eines jeweiligen Bogens 03 in einer Vereinzelungsebene 15 und zum Verlagern des jeweiligen Bogens 03 in eine von der Vereinzelungsebene 15 vertikal beabstandete Bogenführungsebene 20 vorgesehen. Das Vereinzelungsorgan 14 ist insbesondere als Trennsauger 14, weiter bevorzugt als Springsauger 14, ausgebildet.
Vorzugsweise wird von dem Bogentrenner 13 auch ein als Transportorgan 16,
insbesondere als Schleppsauger 16 ausgebildetes Transportwerkzeug 16 aufgenommen oder umfasst. Das Transportorgan 16 übernimmt einen jeweiligen Bogen 03 von dem Vereinzelungsorgan 14 und transportiert ihn in einer Bogenführungsebene 20 in Richtung der Fördereinrichtung 02. Das Vereinzelungsorgan 14 und/oder das Transportorgan 16 sind insbesondere von einem einzelnen oder bevorzugt von einer Vielzahl von Saugern 14; 16 gebildet.
Beispielsweise können als Vereinzelungsorgan 14 mehrere Trennsauger 14 am Bogentrenner 13 im Bereich einer in Transportrichtung T der Bogen 03 hinteren Kante des Bogenstapels 07 über demselben angeordnet und im Wesentlichen in vertikaler Richtung bewegbar sein. Die hintere Kante des Bogenstapels 07 beziehungsweise die Hinterkanten der Bogen 03 verkörpern den Beginn des Transportpfades.
Weiter sind beispielsweise als Transportorgan 16 mehrere Schleppsauger 16 vorgesehen, welche am Bogentrenner 13 in Transportrichtung T betrachtet näher zum Vorderanschlag 08 vorgesehen und in horizontaler Richtung in und entgegen der Transportrichtung T bewegbar sind. Als weiteres Werkzeug kann insbesondere als Bestandteil des Bogentrenners 13 ein sogenannter Tasterfuß 17 vorgesehen sein. Der Tasterfuß 17 ist in das Profil des Bogenstapels 07 führbar. Vorzugsweise wird der Tasterfuß 17 von einem Tasterfußgetriebe angetrieben, das den Tasterfuß 17 zwischen einer oberen und einer unteren Endlage bewegt, wobei sich der Tasterfuß 17 in der unteren Endlage im Produktionsbetrieb auf der Stapeloberseite abstützt. Zwischen den beiden Endlagen kann die Bewegung des Tasterfußes 17 neben der vertikalen auch eine horizontale Bewegungskomponente umfassen und der Tasterfuß 17 insbesondere eine Schwenkbewegung ausführen. Der Tasterfuß 17 kann auch als Blasdüse zum Aufbau eines Tragluftpolsters ausgebildet sein oder eine Blasdüse umfassen.
Der Bogentrenner 13 ist im Anleger 01 insbesondere höhenverstellbar angeordnet. Zur Realisierung der Verstellbewegung des Bogentrenners 13 ist ein zweiter steuerbarer
Antrieb 10 ausgebildet.
Insbesondere sind das mindestens eine Vereinzelungsorgan 14 und/oder das mindestens eine Transportorgan 16 und/oder die Blaseinrichtung 18 Bestandteil des Bogentrenners 13, wobei dem Bogentrenner 13 ein steuerbarer Antrieb 10 zum Heben und zum Senken des Bogentrenners 13 zugeordnet ist.
Um ein Trennen des jeweils aufgenommenen Bogens 03 vom restlichen Bogenstapel 07 zu begünstigen, können im Bereich der Oberseite das Bogenstapels 07 Lockerungsbläser 26 angeordnet sein. Die Lockerungsbläser 26 können an der rückwärtigen, d. h. von der zur Transportrichtung T entgegengesetzten Stapelseite, insbesondere der Hinterkante des Stapels 07, angerordnet sein. Zusätzlich oder alternativ zu einer Anordnung an der Hinterkante des Stapels 07 am Beginn des Transportpfades können Lockerungsbläser 26 auch auf den beiden Seiten des Bogenstapels 07 angeordnet und zur Erzeugung einer jeweils in Richtung Stapelmitte gerichteten Blasluftströmung ausgebildet sein. Die Lockerungsbläser 26 bilden insbesondere einen im Betrieb des Anlegers 01 kontinuierlichen Blasluftstrom aus.
Zusätzlich zu den Lockerungsbläsern 26 oder in Alleinstellung ist am Beginn des Transportpfades vorzugsweise im Bereich Hinterkante des Stapels 07 eine Blaseinrichtung 18 ausgebildet. Die Blaseinrichtung 18 ist vorzugsweise gestellfest angeordnet, kann aber auch höhenverstellbar gelagert sein oder mit dem Bogentrenner 13 gemeinsam höhenverstellbar ausgebildet sein.
Die Blaseinrichtung 18 weist eine Vielzahl von Austrittsöffnungen 29 auf, die quer zur Transportrichtung T voneinander beabstandet angeordnet sind.
Die Austrittsöffnungen 29 sind insbesondere Bestandteil jeweiliger Trennluftdüsen.
Die Austrittsöffnungen 29 können mit Mitteln zur wahlweisen Unterbrechung der Blasluftversorgung der Austrittsöffnungen 29 ausgebildet sein oder mit Mitteln zur wahlweisen Unterbrechung der Blasluftversorgung Zusammenwirken.
Vorzugsweise sind alle Austrittsöffnungen 29 über separate Zuleitungen mit einer insbesondere zentralen Einrichtung zur Blasluftversorgung verbunden und jeder Zuleitung ist ein Mittel zur wahlweisen Unterbrechung der Blasluftversorgung zugeordnet. Durch die jeweiligen Mittel zur wahlweisen Unterbrechung der Blasluftversorgung kann ein an der jeweiligen Austrittsöffnung 29 austretender Blasluftstrahl erzeugt werden, indem die Unterbrechung der Blasluftversorgung in der jeweiligen Zuleitung kurzzeitig aufgehoben wird. Insbesondere sind die Mittel zur Unterbrechung der Blasluftversorgung einzelner Austrittsöffnungen 29, unabhängig von anderen Austrittsöffnungen 29, vorzugsweise von einer zentralen Maschinensteuerung steuerbar. Statt einzelner Austrittsöffnungen 29 können auch Gruppen von Austrittsöffnungen 29 mit Mitteln zur Unterbrechung der Luftversorgung versehen sein oder mit diesen Zusammenwirken.
Die Austrittsöffnungen 29 können alle die gleiche Geometrie oder unterschiedliche Geometrien aufweisen. Insbesondere können die Austrittsöffnungen 29 mit ovalen Geometrien oder mit kreisförmigen Geometrien ausgebildet sein.
Im Fall der Ausbildung von Austrittsöffnungen 29 mit kreisförmigen Geometrien beträgt der Durchmesser der Austrittsöffnungen vorzugsweise jeweils weniger als sechs Millimeter. Insbesondere kann der Öffnungsquerschnitt der Austrittsöffnungen 29 jeweils dreißig Quadratmillimeter betragen oder kleiner als dreißig Quadratmillimeter sein.
Die Blaseinrichtung 18 kann impulsgesteuerte Hochdruckventile umfassen. Insbesondere können die Mittel zur wahlweisen Unterbrechung der Blasluftversorgung durch impulsgesteuerte Hochdruckventile gebildet sein. Die impulsgesteuerten Hochdruckventile sind vorzugsweise zwischen einem Drucklufterzeuger und den Austrittsöffnungen 29
angeordnet. Einem derartigen impulsgesteuerten Hochdruckventil kann dabei jeweils genau eine Austrittsöffnung 29 zugeordnet sein. Bevorzugt sind einem derartigen impulsgesteuerten Hochdruckventil mehrere Austrittsöffnungen 29 zugeordnet.
Zur Steuerung der Luftversorgung kann die Blaseinrichtung 18 auch mehrere von Kurven gesteuerte Ventile oder einen oder mehrere Drehschieber umfassen. Insbesondere können ein oder mehrere von Kurven gesteuerte Ventile oder Drehschieber zwischen einem Drucklufterzeuger und einer beziehungsweise mehreren Austrittsöffnungen 29 angeordnet sein.
Die Blaseinrichtung 18 ist für einen jeweiligen Bogen 03 einer Bogenfolge zur Erzeugung einer Abfolge von mehreren zueinander zeitlich versetzt beginnenden und unter den jeweiligen Bogen 03 gerichteten Blasluftstößen ausgebildet.
Entsprechend der Ausbildung und Anordnung der Blaseinrichtung 18 sind die Blasluftstöße zumindest annähernd in die Transportrichtung T gerichtet.
Zur Vereinzelung von Bogen 03 vom Bogenstapel 07 wird ein im Bogenstapel 07 jeweiliger oberster Bogen 03 von dem Vereinzelungsorgan 14 insbesondere durch Unterdrück in der Vereinzelungsebene 15 erfasst und anschließend in die vertikal von der Vereinzelungsebene 15 beabstandete Bogenführungsebene 20 transportiert, insbesondere angehoben. Dabei ist es ausreichend, wenn der jeweilige oberste Bogen 03 an der Seite des Bogenstapels 07, die dem sich an den Bogenstapel 07 stromabwärts anschließenden Transportpfad abgewandt ist, angehoben wird.
Die Blaseinrichtung 18 gibt für den jeweiligen aus der Vereinzelungsebene 15 transportierten Bogen 03 mehrere Blasluftstöße ab, die unter den Bogen 03 gerichtet sind. Anders formuliert, ist die Abgabe einer Abfolge von Blasluftstößen durch die Blaseinrichtung 18 derart getaktet, dass die Blaseinrichtung 18 zur Abgabe mehrerer
Blasluftstöße angesteuert wird, wenn ein jeweiliger Bogen 03 die Blaseinrichtung 18 vertikal auf seinem Weg in die Bogenführungsebene 20 passiert hat.
Ein jeweiliger Blasluftstoß einer Abfolge von Blasluftstößen unter einen jeweiligen Bogen 03 beginnt entweder insbesondere unmittelbar bevor der jeweilige Bogen 03 in der Bogenführungsebene 20 angekommen ist oder genau dann, wenn der jeweilige Bogen 03 in der Bogenführungsebene 20 angekommen oder kurz nachdem der jeweilige Bogen 03 in der Bogenführungsebene 20 angekommen ist.
Ein letzter Blasluftstoß einer Abfolge von Blasluftstößen unter einen jeweiligen Bogen 03 endet entweder im zeitlichen Abstand vor Beginn der Transportbewegung des Transportorgans 16 zum Transport des jeweiligen Bogens 03 oder wenn die Transportbewegung des Transportorgans 16 zum Transport des jeweiligen Bogens 03 beginnt.
Die gesamte Dauer der Abfolge von Blasluftstößen ist deutlich geringer als die Zeitspanne zwischen der Ankunft eines jeweiligen Bogens 03 in der Bogenführungsebene 20 und dem Beginn Transportbewegung des Transportorgans 16 zum Transport des jeweiligen Bogens 03.
Vorzugsweise ist die Blaseinrichtung 18 zur Erzeugung der zeitlich zueinander versetzten Blasluftstöße durch unterschiedliche Austrittsöffnungen 29 ausgebildet.
Insbesondere kann die Blaseinrichtung 18 für einen jeweiligen Bogen 03 zur Erzeugung einer Abfolge der Blasluftstöße aus jeweils unterschiedlichen Austrittsöffnungen 29 ausgebildet sein, bei der zuerst im Bereich der Mitte des Bogenstapels 07 angeordnete Austrittsöffnungen 29 und danach von der Mitte des Bogenstapels 07 beabstandete Austrittsöffnungen 29 jeweils einen Blasluftstoß abgeben. Bei dieser Ansteuerung bildet sich in vorteilhafter Weise eine Art Blasluftkeil, der die Bogen 03 zuverlässig trennt und
seitlich ausstreicht.
Die Blaseinrichtung 18 ist vorzugsweise zur Erzeugung von Abfolgen von Blasluftstößen im Takt der Bogenfolge ausgebildet. Der Takt wird als Winkel mit dreihundertsechzig Grad definiert, so dass jeweils nach dreihundertsechzig Grad ein neuer Takt beginnt und die im Takt bewegten Elemente des Anlegers 01 ihre Bewegungen wiederholen.
Die Dauer der einzelnen Blasluftstöße einer Abfolge kann jeweils insbesondere fünfundvierzig Grad betragen und sich dementsprechend jeweils über ein Achtel eines Taktes erstrecken.
Die Dauer der Blasluftstöße kann auch im Bereich von zwanzig bis siebzig Grad oder von dreißig bis sechzig Grad liegen.
Die Blaseinrichtung 18 kann auch für jeden Bogen 03 einer Bogenfolge zur Erzeugung von Blasluftstößen ausgebildet sein, deren Dauer für alle Bogen 03 der Bogenfolge gleich ist und die damit nicht von der Maschinengeschwindigkeit des Anlegers 01 beziehungsweise der bogenverarbeitenden Maschine abhängt.
Vorzugsweise beträgt die Dauer der Blasluftstöße in diesem Fall jeweils 25 Millisekunden oder liegt im Bereich von zehn Millisekunden bis vierzig Millisekunden.
Die Blaseinrichtung 18 kann insbesondere derart ausgebildet sein, dass im Bereich mindestens einer oder aller Austrittsöffnungen 29 der Luftdruck des jeweiligen Blasluftstoßes gleich 1 ,5 bar ist oder größer als 1 ,5 bar ist oder gleich zwei bar ist oder größer als zwei bar ist.
Dementsprechend erzeugt die zentrale Einrichtung zur Blasluftversorgung einen Luftdruck der gleich 1 ,5 bar ist oder größer als 1 ,5 bar ist oder gleich zwei bar ist oder größer als
zwei bar ist.
In vorteilhafter Weise ist die Blaseinrichtung 18 dazu ausgebildet, dass bei einer Abfolge von Blasluftstößen für einen jeweiligen Bogen 03 die jeweiligen Blasluftstöße um eine Zeit im Bereich von einer bis fünf Millisekunden zueinander versetzt beginnen.
Die von der Blaseinrichtung 18 zwischen die Bogenlagen eingeblasene Luft trennt den Bogen 03 vom Bogenstapel 07 ab und bildet unter dem Bogen 03 ein Luftkissen, auf dem der Bogen 03, angetrieben durch die Horizontalbewegung des Transportorgans 16, über die dann in die inaktive Lage verlagerte Bogenklappe 11 hinweg auf den Bändertisch 02 geschoben wird.
Insbesondere wird von der Blaseinrichtung 18 für jeden Bogen 03 einer Bogenfolge ein Blasluftstoß erzeugt, dessen Dauer und/oder dessen Strömungsgeschwindigkeit für alle Bogen 03 der Bogenfolge gleich ist.
Bezugszeichenliste
01 Anleger
02 Fördereinrichtung, Bändertisch, Saugbändertisch
03 Substratbogen, Bogen
04 Stapelraum
05 Antrieb, erster
06 Stapeltisch
07 Stapel, Bogenstapel
08 Anschlagvorrichtung, Vorderanschlag
09 -
10 Antrieb, zweiter
11 Anlagevorrichtung, Bogenklappe
12 Trageelement, Welle, Klappenwelle
13 Bogentrenner
14 Transportwerkzeug, Vereinzelungsorgan, Trennsauger, Springsauger, Sauger
15 Vereinzelungsebene
16 Transportwerkzeug, Transportorgan, Schleppsauger, Sauger
17 Tasterfuß
18 Blaseinrichtung
19 Walze, Antriebswalze
20 Bogenführungsebene
21 Tischblech
22 Saugkasten
23 Transportband
24 Walze, Taktwalze
25 -
26 Lockerungsbläser
27 -
- Austrittsöffnung Transportrichtung
Claims
1. Anleger (01) einer bogenverarbeitenden Maschine mit einem zur Aufnahme eines Bogenstapels (07) ausgebildeten Stapeltisch (06), mindestens einem Vereinzelungsorgan (14), durch welches ein oberster jeweiliger Bogen (03) des Bogenstapels (07) in einer Vereinzelungsebene (15) erfassbar und in eine von der Vereinzelungsebene (15) vertikal beabstandete Bogenführungsebene (20) verlagerbar ist und mindestens einem Transportorgan (16), durch welches der jeweilige Bogen (03) in einer Transportrichtung (T) vom Bogenstapel (07) weg in einen sich stromabwärts anschließenden Transportpfad transportierbar ist, mit einer Blaseinrichtung (18), wobei die Blaseinrichtung (18) eine Vielzahl von Austrittsöffnungen (29) aufweist, die quer zur Transportrichtung (T) voneinander beabstandet angeordnet sind und wobei die Blaseinrichtung (18) für einen jeweiligen Bogen (03) einer Bogenfolge zur Erzeugung einer Abfolge von mehreren zueinander zeitlich versetzt beginnenden und unter den jeweiligen Bogen (03) gerichteten Blasluftstößen ausgebildet ist.
2. Anleger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Blasluftstöße unter den jeweiligen Bogen (03) in Transportrichtung (T) gerichtet sind.
3. Anleger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blaseinrichtung (18) zur Erzeugung der zeitlich zueinander versetzten Blasluftstöße durch unterschiedliche Austrittsöffnungen (29) ausgebildet ist.
4. Anleger nach Anspruch 1 , 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnungen (29) in demselben Bauteil ausgebildet sind.
5. Anleger nach Anspruch 1 , 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blaseinrichtung (18) für einen jeweiligen Bogen (03) zur Erzeugung einer Abfolge
der Blasluftstöße aus jeweils unterschiedlichen Austrittsöffnungen (29) ausgebildet ist, bei denen zuerst im Bereich der Mitte des Bogenstapels (07) angeordnete Austrittsöffnungen (29) und danach von der Mitte des Bogenstapels (07) beabstandete Austrittsöffnungen (29) jeweils einen Blasluftstoß abgeben.
6. Anleger nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasluftstöße einer Abfolge für einen jeweiligen Bogen (03) um eine Zeit im Bereich von einer bis fünf Millisekunden zueinander versetzt beginnen.
7. Anleger nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der letzte Blasluftstoß einer jeweiligen Abfolge von Blasluftstößen für einen jeweiligen Bogen (03) im zeitlichen Abstand vor Beginn der Transportbewegung des Transportorgans (16) zum Transport des jeweiligen Bogens (03) endet.
8. Anleger nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der letzte Blasluftstoß einer jeweiligen Abfolge von Blasluftstößen für einen jeweiligen Bogen (03) endet, wenn die Transportbewegung des Transportorgans (16) zum Transport des jeweiligen Bogens (03) beginnt.
9. Anleger nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Blaseinrichtung (18) zur Erzeugung von Blasluftstößen im Takt der Bogenfolge ausgebildet ist, wobei jeder Takt der Bogenfolge 360 Grad umfasst und die Dauer der Blasluftstöße jeweils fünfundvierzig Grad beträgt.
10. Anleger nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Blaseinrichtung (18) zur Erzeugung von Blasluftstößen im Takt der Bogenfolge ausgebildet ist, wobei jeder Takt der Bogenfolge 360 Grad umfasst und die Dauer der Blasluftstöße jeweils im Bereich von zwanzig bis siebzig Grad liegt.
11. Anleger nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Blaseinrichtung (18) zur Erzeugung von Blasluftstößen im Takt der Bogenfolge ausgebildet ist, wobei jeder Takt der Bogenfolge 360 Grad umfasst und die Dauer der Blasluftstöße jeweils im Bereich von dreißig bis sechzig Grad liegt.
12. Anleger nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Blaseinrichtung (18) zur Erzeugung von Blasluftstößen im Takt der Bogenfolge ausgebildet ist, wobei jeder Takt der Bogenfolge 360 Grad umfasst und die Dauer eines jeweiligen Blasluftstoßes im Bereich von zehn Millisekunden bis vierzig Millisekunden liegt.
13. Anleger nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdruck der Blasluftstöße im Bereich der Austrittsöffnungen (29) gleich 1,5 bar ist oder größer als 1 ,5 bar ist.
14. Anleger nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdruck der Blasluftstöße im Bereich der Austrittsöffnungen (29) gleich zwei bar ist oder größer als zwei bar ist.
15. Anleger nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsöffnungen (29) jeweils einen Öffnungsquerschnitt aufweisen, der gleich dreißig Quadratmillimetern oder kleiner als dreißig Quadratmillimeter ist.
16. Anleger nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Blaseinrichtung (18) mehrere impulsgesteuerte Hochdruckventile umfasst.
17. Anleger nach Anspruch 1 , 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Blaseinrichtung (18) mehrere von Kurven gesteuerte Ventile oder Drehschieber umfasst.
18. Anleger nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Transportorgan (16) in Transportrichtung (T) hin- und herlaufend und zum Transportieren eines jeweiligen Bogens (03) in der Bogenführungsebene (20) ausgebildet ist.
19. Anleger nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, V oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Vereinzelungsorgan (14) und/oder das mindestens eine Transportorgan (16) und/oder die Blaseinrichtung (18) Bestandteil eines Bogentrenners (13) sind, wobei dem Bogentrenner (13) ein steuerbarer Antrieb (10) zum Heben und zum Senken des Bogentrenners (13) zugeordnet ist.
20. Verfahren zum Betreiben eines Anlegers (01) einer bogenverarbeitenden Maschine, insbesondere eines Anlegers (01) nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 oder 19, wobei für eine Bogenfolge von als Bogenstapel (07) auf einem Stapeltisch (06) aufliegenden Bogen (03) der im Bogenstapel (07) jeweils oberste Bogen (03) zumindest an der Seite des Bogenstapels (07), die einem sich an den Bogenstapel (07) stromabwärts anschließenden Transportpfad abgewandt ist, von mindestens einem Vereinzelungsorgan (14) von einer die Oberseite des Bogenstapels (07) bildenden Vereinzelungsebene (15) in eine von dieser vertikal beabstandete Bogenführungsebene (20) verlagert wird und eine Abfolge von unter den angehobenen Bogen (03) gerichteten Blasluftstößen erzeugt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 20, wobei die Abfolge mindestens zwei nach Anheben des jeweiligen Bogens (03) beginnende Blasluftstöße umfasst.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21 , wobei die Abfolge mindestens drei Blasluftstöße umfasst.
23. Verfahren nach Anspruch 20, 21 oder 22, wobei der letzte Blasluftstoß einer Abfolge von Blasluftstößen unter einen jeweiligen Bogen (03) im zeitlichen Abstand zum Beginn der Transportbewegung des Transportorgans (16) zum Transport des jeweiligen Bogens (03) endet.
24. Verfahren nach Anspruch 20, 21 oder 22, wobei der letzte Blasluftstoß einer Abfolge von Blasluftstößen unter einen jeweiligen Bogen (03) endet, wenn die Transportbewegung des Transportorgans (16) zum Transport des jeweiligen Bogens (03) beginnt.
25. Verfahren nach Anspruch 20, 21 , 22, 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer der Blasluftstöße jeweils im Bereich von zehn Millisekunden bis vierzig Millisekunden liegt.
26. Verfahren nach Anspruch 20, 21, 22, 23, 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauer der Blasluftstöße für alle Bogen (03) einer Bogenfolge gleich ist.
27. Verfahren nach Anspruch 20, 21, 22, 23, 24, 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass unter den angehobenen Bogen (03) mehrere zueinander zeitlich versetzt beginnende Blasluftstöße gerichtet werden.
28. Verfahren nach Anspruch 20, 21 , 22, 23, 24, 25, 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass unter den angehobenen Bogen (03) mehrere Blasluftstöße aus unterschiedlichen Austrittsöffnungen (29) gerichtet werden.
29. Verfahren nach Anspruch 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27 oder 28, dadurch
gekennzeichnet, dass unter den angehobenen Bogen (03) zuerst im Bereich der Mitte des Bogenstapels (07) ein erster Blasluftstoß und zeitlich versetzt zu dem ersten Blasluftstoß weitere Blasluftstöße in von der Mitte des Bogenstapels (07) beabstandete Bereiche unter den angehobenen Bogen (03) abgegeben werden.
30. Verfahren nach Anspruch 20, 21 , 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass unter den angehobenen Bogen (03) aus den gleichen oder unterschiedlichen Austrittsöffnungen (29) mehrere zueinander zeitlich versetzt beginnende Blasluftstöße gerichtet werden, wobei ein erster Blasluftstoß im zeitlichen Abstand vor Beginn der Transportbewegung des Transportorgans (16) zum Transport des jeweiligen Bogens (03) endet und ein versetzt zu oder nach dem ersten Blasluftstoß beginnender zweiter Blasluftstoß nach Beginn der Transportbewegung des Transportorgans (16) endet.
31. Verfahren nach Anspruch 20, 21 , 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass unter den angehobenen Bogen (03) aus den gleichen oder unterschiedlichen Austrittsöffnungen (29) mehrere zueinander zeitlich versetzt beginnende Blasluftstöße gerichtet werden, wobei ein erster Blasluftstoß endet, wenn die Transportbewegung des Transportorgans (16) zum Transport des jeweiligen Bogens (03) beginnt und ein versetzt zu oder nach dem ersten Blasluftstoß beginnender zweiter Blasluftstoß nach Beginn der Transportbewegung des Transportorgans (16) endet.
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