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Die Erfindung betrifft einen Schlauchbeutel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ein Verfahren zur Herstellung eines Schlauchbeutels nach Anspruch 6 und eine Maschine zur Ausführung des Herstellungsverfahrens gemäß Anspruch 11.
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Im Stand der Technik ist es bekannt Schlauchbeutel herzustellen, indem eine Folienbahn über eine Formschulter zu einem Schlauch geformt wird und anschließend die Kanten der Folienbahn mit einer Längssiegeleinheit versiegelt werden. Anschließend wird mittels einer Quersiegeleinheit eine erste seitliche Querversiegelung hergestellt, auf die mittels einer Dosiereinheit zu verpackendes Gut eingebracht wird. Oberhalb des verpackten Guts wird eine zweite Querversiegelung hergestellt. Die zweite Querversiegelung kann dabei gleichzeitig die erste Seite eines neuen Schlauchbeutels ausbilden.
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Weiter ist es bekannt, Verschließeinrichtungen wie Zipp-Verschlüsse in den Folienschlauch mit einzusiegeln, damit der Schlauchbeutel nach einem ersten Öffnen wieder verschlossen werden kann. Eine beispielhafte Ausführung für einen solchen Schlauchbeutel ist aus der Druckschrift
DE 20 2018 106 482 U1 bekannt.
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Nachteilhaft am Zipp-Verschluss-Beutel ist, dass der Zipp-Verschluss aufwendig in der Herstellung zugeführt und über die gesamte Länge an der Folie aufgesiegelt werden muss. Insbesondere im Bereich der die Seiten des Schlauchbeutels bildenden Querversiegelung besteht zudem die Problematik der unzureichenden Erwärmung der Folie bei der Herstellung der Querversiegelung, wodurch sich Leckagen in den Seiten des Schlauchbeutels bilden können. Außerdem ist der Zipp-Verschluss häufig aus einem anderen Material als der Schlauchbeutel, wodurch das Recycling der Schlauchbeutel erschwert wird oder unmöglich ist. Diese Schlauchbeutel sind daher aufwendig und somit teuer in der Herstellung.
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Weiter ist es bekannt, nach dem Öffnen eines Schlauchbeutels, diesen durch Rollen und/oder Falten und anschließenden Sicherns durch beispielsweise einen Gummi oder einer Klammer erneut zu verschließen. Eine solche Beutelklammer ist beispielsweise aus der
DE 69 303 472 T2 bekannt.
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Nachteilhaft an der Sicherung des gefalteten Schlauchbeutels mit einem Gummi oder einer Klammer ist einerseits, dass der Gummi oder die Klammer im Haushalt oder an einem sonstigen Ort in ausreichender Zahl vorrätig sein müssen, da sie in der Regel getrennt von der Verpackung verkauft und vertrieben werden. Insbesondere auf Reisen sind die Verschlusshilfen in den meisten Fällen nicht zur Hand. Ein alleiniges Falten und/oder Rollen ohne zusätzliche Sicherung verhindert das ungewollte Öffnen des Schlauchbeutels allerdings nur unzureichend.
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Es besteht daher ein großer Bedarf an einem Schlauchbeutel, der wiederverschließbar ist. Weiter sollte der Schlauchbeutel kostengünstig, sowie einfach und schnell in der Herstellung sein. Der Schlauchbeutel sollte zudem dicht sein und das Produkt nach einem Wiederverschließen sicher im Inneren halten. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Möglichkeit des möglichst weitgehenden Recycelns des Schlauchbeutels gelegt. Die Erfindung hast es sich zur Aufgabe gemacht die Nachteile des Stands der Technik zu überwinden und einen solchen Schlauchbeutel bereit zu stellen.
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Diese Aufgabe wird auf überraschend einfache aber wirkungsvolle Weise von einem Schlauchbeutel nach der Lehre des Hauptanspruchs 1, einem Verfahren zur Herstellung eines Schlauchbeutels nach Lehre des Anspruchs 6 und einer Verpackungsmaschine nach der Lehre des Anspruchs 11 gelöst.
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Erfindungsgemäß ist ein Schlauchbeutel vorgeschlagen, wobei der Schlauchbeutel eine Kopfseite und eine parallel zur Kopfseite verlaufende Bodenseite umfasst, wobei der Schlauchbeutel eine parallel zur Kopfseite und Bodenseite verlaufende erste Verbindung umfasst, wobei die erste Verbindung stoffschlüssig hergestellt ist und wobei der Schlauchbeutel mindestens zwei seitlich die Kopfseite und die Bodenseite verbindende zweite Verbindungen umfasst, wobei die zweiten Verbindungen stoffschlüssig hergestellt sind. Der Schlauchbeutel ist dadurch gekennzeichnet, dass an und/oder in der ersten Verbindung eine Lasche ausgebildet ist.
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Grundgedanke der Erfindung ist es, dass der an der Kopfseite geöffnete Schlauchbeutel durch einfaches Falten und/oder Knüllen der Kopfseite und anschließendem Einstecken der Kopfseite in die Lasche verschlossen werden kann. Die Ausbildung der Lasche kann dabei einfach und bevorzugt aus demselben Material erfolgen, aus dem der restliche Schlauchbeutel ist. Hierdurch ist eine einfache Recycelbarkeit gegeben. Zudem ist die Ausbildung einer Lasche fertigungstechnisch einfach und schnell und somit kostengünstig. Da die Lasche deutlich dünner als ein Zipp-Verschluss ausgebildet ist, ist eine zuverlässig dichtende Herstellung aller Verbindungen, insbesondere der Querverbindung, möglich.
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Der Schlauchbeutel wird ausgeformt, indem zunächst eine Folienbahn zu einem Schlauch geformt wird, wobei die Kanten der Folienbahn mit einer Verbindungseinheit, beispielsweise einer Längsverbindungseinheit, unter Ausbildung einer ersten Verbindung stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Die Folienbahn kann an den Kanten überlappend aufeinandergelegt werden, sodass die eine Seite der Folie auf die andere Seite der Folie gelegt wird. Die Kanten weisen in entgegengesetzte Richtungen. Alternativ können die Kanten in dieselbe Richtung weisen, wodurch die Kanten auf der Innenseite der Folie aufeinandergelegt werden. Bevorzugt ist die erste Verbindung, je nach Orientierung des Schlauchbeutels, eine Längsverbindung oder eine Querverbindung.
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Die stoffschlüssige erste Verbindung wird bevorzugt durch Einbringung von Wärme herbeigeführt, wobei das Material der Folie oder einer einzelnen Schicht oder einzelner Schichten der Folie zumindest teilweise geschmolzen und miteinander, insbesondere unter Druck, in Kontakt gebracht werden. Besonders bevorzugt wird die erste Verbindung durch Siegeln oder Schweißen der Folie hergestellt.
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Der Schlauchbeutel hat eine Kopfseite und eine Bodenseite, die parallel zueinander verlaufen. Die Kopfseite ist die Seite, die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch oben ist. Die Bodenseite ist der Kopfseite gegenüberliegend und daher bei bestimmungsgemäßen Gebrauch unten. Zusätzlich oder alternativ können Kopfseite und Bodenseite durch eine Bedruckung definiert werden. Im Grunde ist es beliebig, welche die Kopfseite und welche die Bodenseite ist. Bei symmetrisch aufgebauten Schlauchbeutel kann sich die Kopfseite dadurch definieren, dass diese Seite geöffnet wird. In der einfachsten Variante sind Kopfseite und Bodenseite durch einfache Faltung der Folienbahn ausgebildet. Zur Verstärkung der Faltung können sie gefalzt werden, um die Formgebung des Schlauchbeutels zu verbessern. Bevorzugt ist es denkbar, dass an der Kopfseite eine Perforierung eingebracht ist. Die Perforierung dient der leichteren Aufreißbarkeit des Schlauchbeutels an der Kopfseite. Es ist bevorzugt denkbar, dass die Kopfseite mindestens eine Ausnehmung und/oder mindestens eine Verbindungsfläche, insbesondere eine Verbindungsfläche mit einer Ausnehmung, umfasst. Die Ausnehmung und/oder die Verbindungsfläche ermöglichen es den Schlauchbeutel aufzuhängen.
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Seitlich wird der Schlauchbeutel durch zwei zweite Verbindungen begrenzt, die die Bodenseite und die Kopfseite miteinander verbinden. Die zweiten Verbindungen bilden die Seiten des Schlauchbeutels. Der Schlauchbeutel ist daher verschlossen. Die zweiten Verbindungen werden durch Zusammendrücken des Schlauchs und anschließenden stoffschlüssiges Verbinden der zusammengedrückten Abschnitte des Schlauchs gebildet. Besonders bevorzugt verlaufen die zweiten Verbindungen parallel zueinander und/oder in einem rechten Winkel zur Kopfseite und/oder zur Bodenseite. Es ist jedoch ebenfalls denkbar, dass zur optisch ausgefallenden Ausgestaltung der Schlauchbeutel die zweiten Verbindungen in einem Winkel zueinander und/oder zur Kopfseite und Bodenseite verlaufen. Bevorzugt ist die zweite Verbindung, je nach Orientierung des Schlauchbeutels, eine Querverbindung oder eine Längsverbindung. Zudem wird durch die Begriffe "erste Verbindung" und "zweite Verbindung" keine Reihenfolge in der Herstellung festgelegt. Es ist insbesondere ebenfalls denkbar, dass eine der zweiten Verbindungen oder die zweiten Verbindungen vor der ersten Verbindung hergestellt wird/werden.
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Die stoffschlüssigen zweiten Verbindungen werden bevorzugt durch Einbringung von Wärme herbeigeführt, wobei das Material der Folie oder einer einzelnen Schicht oder einzelner Schichten der Folie zumindest teilweise geschmolzen und miteinander, insbesondere unter Druck, in Kontakt gebracht werden. Besonders bevorzugt werden die zweiten Verbindungen durch Siegeln oder Schweißen der Folie hergestellt.
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Um ein Verschließen des Schlauchbeutels nach dem Öffnen zu ermöglichen umfasst der Schlauchbeutel eine an und/oder in der ersten Verbindung ausgebildete Lasche. Diese soll erfindungsgemäß die geöffnete Kopfseite des Schlauchbeutels nach einem Falten, Knüllen und/oder Rollen der Kopfseite aufnehmen und fixieren. Bevorzugt wird die Kopfseite zu einem Dreieck oder einem Trapez gefaltet und zur Seite geklappt, um das Dreieck oder das Trapez in der Lasche zu fixieren. Es hat sich gezeigt, dass das Einklemmen der Kopfseite unter der Lasche in den meisten Anwendungsfällen ausreichend Reibung aufbringt, sodass der Schlauchbeutel sich nicht öffnet. Es ist denkbar, den Verschluss durch weitere Maßnahmen, wie das Anbringen eines Klebestreifens, zusätzlich zu sichern. Erfindungsgemäß wird die Kopfseite geöffnet und mittels der Lasche fixiert, es ist jedoch alternativ denkbar, die Bodenseite auf dieselbe Art zu öffnen und zu fixieren. Bevorzugt verläuft die Lasche über mindestens 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 35 %, 40 %, 45 %, 50 %, 55 %, 60 %, 65 %, 70 %, 75 %, 80 %, 85 %, 90% oder 95 % der Breite des Schlauchbeutels und/oder maximal 95 %, 90 %, 85 %, 80 %, 75 %, 70 %, 65 %, 60 %, 55 %, 50 %, 45 %, 40 %, 35 %, 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 % und/oder 5 % der Breite des Schlauchbeutels. Weiter bevorzugt verläuft die Lasche über mindestens 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 35 %, 40 %, 45 %, 50 %, 55 %, 60 %, 65 %, 70 %, 75 %, 80 %, 85 %, 90% oder 95 % der Breite einer an anderer Stelle beschriebenen Fahne und/oder maximal 95 %, 90 %, 85 %, 80 %, 75 %, 70 %, 65 %, 60 %, 55 %, 50 %, 45 %, 40 %, 35 %, 30 %, 25 %, 20 %, 15 %, 10 % und/oder 5 % der Fahne. Besonders bevorzugt ist die Lasche endseitig beidseitig am Schlauchbeutel festgelegt.
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Bevorzugt sind die Lasche und die Folienbahn, aus der der Schlauchbeutel geformt wird, aus demselben Material hergestellt. Hierdurch kann das Recycling des Schlauchbeutels verbessert und/oder vereinfacht werden.
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Der Schlauchbeutel kann ein Blockbodenbeutel, ein Standbodenbeutel, ein Kissenbeutel, ein Flachbeutel, ein Siegelrandbeutel und/oder ein Seitenfaltbeutel sein.
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Im Grunde ist es beliebig, für welchen Einsatz der Schlauchbeutel angedacht ist. Besonders geeignet ist es für schüttbares Gut, insbesondere im Lebensmittelbereich. In diesem Bereich wird häufig ein Teil des Inhalts entnommen, während der verbleibende Rest durch Verschluss des Schlauchbeutels vor Auskippen aber auch Eindringen von Insekten geschützt werden soll. Das schüttbare Gut kann bei der Herstellung der Schlauchbeutel mit eingeschlossen werden.
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Der Begriff "Lasche" ist ein flaches, schmales Element, das zum Halten eines anderen Teils des Schlauchbeutels dient. Auf welche Art eine Lasche ausgebildet werden kann, ist an anderer Stelle beschrieben.
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Mittels des erfindungsgemäßen Schlauchbeutels ist es möglich, einen Schlauchbeute bereit zu stellen, der sowohl schnell, einfach als auch kostengünstig in der Herstellung ist, zum Schutze des Inhalts wiederverschließbar ist. Weiter kann der Schlauchbeutel gut recycelt werden und ist dicht.
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Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung, welche einzeln oder in Kombination realisierbar sind, sind in den Unteransprüchen dargestellt.
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Es ist denkbar, dass die erste Verbindung eine Fahne umfasst und dass die Lasche durch einen Einschnitt und/oder einer Perforierung in der Fahne ausgebildet ist. Eine Fahne entsteht, wenn die Längskanten der Folie bei Ausbildung des Schlauchs in die gleiche Richtung zeigend, bevorzugt mit den Längskanten, aufeinander angeordnet werden und die Folie anschließend beidseitig von einer Verbindungseinheit, bevorzugt einer Längsverbindungseinheit, zu einem Schlauch verschlossen wird. Die Fahne ist dabei zumindest im Bereich der Lasche nicht mit dem Schlauch verbunden, mindestens eine Kante der Fahne ist weiterhin mit dem Schlauchbeutel verbunden. Bevorzugt verläuft der Schnitt und/oder die Perforierung parallel zur ersten Verbindung und/oder vollständig in der Fahne. Hierdurch ist die Lasche endseitig beidseitig an dem Schlauchbeutel festgelegt. Es ist bevorzugt denkbar, dass die Fahne im Bereich der zweiten Verbindung an den Schlauch festgelegt ist. Wird eine einseitig mit einer Siegelschicht beschichtete Folie verwendet, ist es auch möglich, das Anlegen der Fahne an den Schlauch zu verhindern.
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In einer Ausgestaltung ist es denkbar, dass der Schlauchbeutel bedruckt und/oder geprägt ist und der Druck und/oder die Prägung eine parallele oberhalb der Lasche verlaufende Faltlinie und/oder mindestens eine an einer der zweiten Verbindungen und oberhalb der Lasche beginnende und Richtung der Kopfseite verlaufende Faltlinie umfasst. Bevorzugt umfasst der Druck und/oder die Prägung zwei jeweils an den zweiten Verbindungen und oberhalb der Lasche beginnende und Richtung der Mitte der Kopfseite verlaufende Faltlinien. Die Faltlinien vereinfachen bzw. verdeutlichen die angedachte Faltung des Schlauchbeutels zum Verschließen der Kopfseite. Insbesondere durch die Prägung ist die Herstellung einer sauberen Falte zum Wiederverschließen des Schlauchbeutels einfach möglich. Der Druck vereinfacht die Vermittlung der angedachten Funktion der Lasche.
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Überdies ist es denkbar, dass der Schlauchbeutel am der Kopfseite und/oder an der Bodenseite mindestens eine dritte Verbindung und/oder mindestens eine Falte umfasst. Durch die mindestens eine Falte und/oder die mindestens eine dritte Verbindung können die an anderer Stelle beschriebenen Beuteltypen hergestellt werden. Besonders bevorzugt umfasst der Schlauchbeutel mindestens zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun oder zehn kopfseitige Falten. Weiter bevorzugt umfasst der Schlauchbeutel mindestens zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun oder zehn bodenseitige Falten. Noch mehr bevorzugt umfasst der Schlauchbeutel mindestens zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun oder zehn dritte Verbindungen. Dabei ist es bevorzugt denkbar, dass an der Bodenseite insbesondere zur Erhöhung der Standfestigkeit die mindestens eine Falte eingebracht ist. Die Falte ist dabei durchgehend ausgebildet und bevorzugt durch mindestens eine dritte Verbindung, insbesondere einer Längsverbindungen, verstärkt. Insbesondere ist eine W-förmige Faltung denkbar, wobei die nach außen gerichteten Falten der Faltung durch zwei dritte Verbindungen gestärkt sind. Die Bodenseite ist in dieser Ausgestaltung die Seite, auf der der Schlauchbeutel bei bestimmungsgemäßen Gebrauch steht. Weiter ist es denkbar, dass die Bodenseite und/oder Kopfseite auf dem Fachmann bekannte Art zu einem Blockbodenbeutel gefaltet sind. Besonders bevorzugt sind zuvor eingebrachte Falten der Bodenseite und/oder der Kopfseite derart in der zweiten Verbindung integriert, dass die Faltungen sich nicht mehr entfalten können. Die dritte Verbindung verläuft bevorzugt entlang einer Falte.
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Besonders bevorzugt ist die dritte Verbindung stoffschlüssig hergestellt. Die stoffschlüssige dritte Verbindung wird weiter bevorzugt durch Einbringung von Wärme herbeigeführt, wobei das Material der Folie oder einer einzelnen Schicht oder einzelner Schichten der Folie zumindest teilweise geschmolzen und miteinander, insbesondere unter Druck, in Kontakt gebracht werden. Besonders bevorzugt wird die dritte Verbindung durch Siegeln oder Schweißen der Folie hergestellt.
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In noch einer Weiterbildung der Erfindung ist es denkbar, dass der Schlauchbeutel und/oder die Lasche aus einer Folie umfassend Polyethylen (PE), insbesondere orientierte Polyethylenfolie (OPE), Polyethylenterephthalat (PET), monoaxial orientiertem Polyethylenterephthalat (MOPET) und/oder biaxial orientiertem Polyethylenterephthalat (BOPET), Polypropylen (PP), insbesondere orientierte Polypropylenfolie (OPP), Cast Polypropylen (CPP), monoaxial Polypropylen (MOPP) und/oder biaxial orientiertem Polypropylen (BOPP), und/oder Papier, insbesondere Papier mit einer aufgebrachten Siegelschicht. Besonders bevorzugt beträgt der Gewichtsanteil von Papier mindestens 80 %, 85 %, 90 % oder 95 %. Weiter bevorzugt ist die Folie, der Schlauchbeutel und/oder die Lasche aus einem Monoverbund. Ein Monoverbund ist ein Verbundmaterial, bei dem die einzelnen Schichten aus demselben Material oder aus chemisch ähnlichen Material sind. Dies erlaubt es, Monoverbunde mit Merkmalskombinationen herzustellen, die bislang nur mittels einer Kombination unterschiedlicher Materialien erreichbar waren. Monoverbunde sind insbesondere hinsichtlich der Wiederverwertbarkeit und Entsorgbarkeit vorteilhaft und erlauben die Erreichung und Einhaltung hoher Umweltstandards. Zudem können zwischen zwei oder mehr Schichten mindestens ein nicht flüchtiger und/oder abwaschbarer Stoff zur Ausbildung einer Aromabarriere angeordnet sein. Der Anteil des Stoffes beträgt bevorzugt höchstens 5 % des Gewichtsanteils des Monoverbundes, wodurch die Recyclingfähigkeit erhalten bleibt. Weiter bevorzugt ist der Stoff ein Metall oder eine Metalllegierung, wobei die Aromabarriere durch eine Metallisierung hergestellt ist. Besonders bevorzugt ist der Stoff Ethyl-Vinyl-Alkohol (EVOH), Aluminiumoxid (ALOX) und/oder Siliziumoxid (SIOX).
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Es wird davon ausgegangen, dass die Definitionen und/oder die Ausführungen der oben genannten Begriffe für alle in dieser Beschreibung im Folgenden beschriebenen Aspekte geltend, sofern nichts anderes angegeben ist. Zudem sind Verfahrensschritte und/oder Merkmale von Verfahrensschritten, die oben im Zusammenhang mit dem Schlauchbeutel und/oder unten in Zusammenhang mit der Verpackungsmaschine beschrieben werden, ebenfalls denkbare Ausführungsformen des im Folgenden beschriebenen Verfahrens zur Herstellung des Schlauchbeutels, und Merkmale des Schlauchbeutels und/oder der Verpackungsmaschine, die im Folgenden im Zusammenhang mit dem Verfahren zur Herstellung des Schlauchbeutels beschrieben werden, sind denkbare Ausführungsmerkmale des oben beschriebenen Schlauchbeutels und/oder der unten beschriebenen Schlauchbeutelmaschine.
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Erfindungsgemäß wird weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines an anderer Stelle beschriebenen Schlauchbeutels vorgeschlagen, bei dem eine Folienbahn mittels einer Formschulter zu einem Schlauch geformt wird, wobei der Schlauch mittels einer Längsverbindungseinheit zur Ausbildung einer ersten Verbindung längs stoffschlüssig verbunden wird und wobei der Schlauch zur Ausformung eines Schlauchbeutels unter Ausbildung mindestens zweier zweiten Versbindungen zweimal mittels einer Querverbindungseinheit quer stoffschlüssig verbunden wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass an und/oder in der ersten Verbindung und/oder parallel zur ersten Verbindung eine Lasche ausgebildet wird.
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Durch dieses Verfahren lässt sich ein Schlauchbeutel mit den an anderer Stelle beschriebenen Vorteilen herstellen. Die Folienbahn kann intermittierend oder kontinuierlich vorgeschoben werden. Weiter ist es denkbar, dass die Bildung der zweiten Verbindung an zwei Schlauchbeuteln gleichzeitig erfolgt, wobei diese Schlauchbeutel durch eine Schneideeinrichtung, die unterhalb oder in der Querverbindungseinheit angeordnet sein kann, voneinander getrennt werden. Weiter ist es denkbar, dass das Verfahren einen Schritt des Befüllens des Schlauchbeutels umfasst, der nach Ausbildung der ersten und vor Ausbildung der zweiten Verbindung erfolgt. Besonders bevorzugt ist das stoffschlüssige Verbinden Siegeln und/oder Schweißen. Die Formschulter ist bevorzugt, je nach herzustellenden Beuteltyp, symmetrisch oder asymmetrisch.
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Es ist denkbar, dass das Längsverbinden unter Ausbildung einer Fahne erfolgt und dass die Fahne zur Ausbildung einer Lasche eingeschnitten und/oder perforiert wird. Der Einschnitt und/oder die Perforierung kann vor, nach und/oder während dem Längsverbinden erfolgen. Erfolgt das Einschneiden und/oder das Perforieren vor der Ausbildung der Fahne, wird die Folienbahn im Bereich, der später die Fahne bildet, beidseitig eingeschnitten und/oder perforiert.
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Überdies ist es denkbar, dass die Folie bedruckt und/oder geprägt wird und der Druck und/oder die Prägung eine parallel oberhalb der Lasche verlaufende Faltlinie und/oder mindestens eine an einer der zweiten Verbindungen beginnende und in Richtung der Kopfseite verlaufende Faltlinien umfasst. Bevorzugt umfasst die der Druck und/oder die Prägung zwei jeweils an den zweiten Verbindungen und oberhalb der Lasche beginnende und Richtung der Mitte der Kopfseite verlaufende Faltlinien. Besonders bevorzugt erfolgt die Bedruckung der Folie vor der Umformung an der symmetrischen oder asymmetrischen Formschulter. Die Prägung erfolgt ebenfalls bevorzugt vor der Umformung. Alternativ ist es denkbar, die Folie nach der Umformung zu einem Schlauch und vor der Befüllung mittels einer Prägerolle zur prägen. Weiter kann die Prägung eines an anderer Stelle beschriebene Perforierung an der Kopfseite des Schlauchbeutels umfassen. Der Druck und/oder die Prägung erleichtert bzw. verdeutlicht die angedachte Faltung des geöffneten Schlauchbeutels.
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Weiter ist es denkbar, dass die Folie und/oder der mittels einer zweiten Längsverbindungseinheit zur Ausbildung der ersten Verbindung längs verbundenen Schlauch einseitig oder beidseitig eingefaltet und/oder ein zweites Mal längs verbunden wird. Hierdurch lassen sich die an anderer Stelle beschriebenen Beuteltypen herstellen. Das einseitige oder beidseitige Einfalten erfolgt bevorzugt vor dem Querverbinden mit der Querverbindungseinheit. Das mindestens zweite Längsverbinden erfolgt bevorzugt während des ersten Längsverbinden und/oder vor dem Querverbinden.
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Überdies ist es denkbar, dass der Schlauch nach Ausbildung einer ersten der zweiten Verbindungen und vor Ausbildung einer zweiten der zweiten Verbindungen horizontal oder vertikal befüllt wird. Dies ermöglicht eine einfache, schnelle und luftdichte Verpackung für Produkte. Bevorzugt werden schüttbare Produkte, insbesondere schüttbare Lebensmittel, vertikal abgefüllt. Besonders bevorzugt werden teilbare Stückprodukte, insbesondere teilbare Stückprodukte wie beispielsweise, jedoch keinesfalls ausschließlich Käse und Gebäck, horizontal abgefüllt.
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Weiter ist es denkbar, dass das Verfahren einen Schritt "Falzen" umfasst, bei dem die Kopfseite und/oder die Bodenseite des Schlauchbeutels zur Herstellung von sauberen Faltkanten gefalzt werden.
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Weiterhin erfindungsgemäß ist eine Verpackungsmaschine vorgeschlagen zur Ausführung eines an anderer Stelle beschriebenen Verfahrens zur Herstellung von an anderer Stelle beschriebener Schlauchbeutel umfassend eine Formschulter zum Ausformen eines Schlauchs aus einer Folienbahn, einer ersten Längsverbindungseinheit zur Herstellung einer ersten Verbindung und einer Querverbindungseinheit zur Herstellung mindestens zweier zweiten Verbindungen. Die Verpackungsmaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsmaschine ein Belaschungsmittel zur Ausbildung einer an und/oder in der ersten Verbindung verlaufenen Lasche umfasst. Das Längsverbinden mit der Längsverbindungseinheit und das Querverbinden mit der Querverbindungseinheit erfolgt stoffschlüssig, bevorzugt unter der Einwirkung von Wärme und/der Druck. Besonders bevorzugt ist die Querverbindungseinheit eine Querschweißeinheit und/oder eine Quersiegeleinheit. Noch mehr bevorzugt ist die erste Längsverbindungseinheit eine Längsschwei-ßeinheit und/oder eine Längssiegeleinheit.
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Mit der Verpackungsmaschine lassen sich Schlauchbeutel mit den an anderer Stelle beschriebenen Vorteile herstellen. Die erste Längsverbindungseinheit verbindet die den Schlauchbeutel bildende Folie derart, dass diese durch die erste Verbindung zu einem Schlauch verschlossen wird. Die Querverbindungseinheit bringt die zweiten Verbindungen quer auf den Schlauch auf, sodass die entstehenden Beutel von allen Seiten geschlossen sind. Besonders bevorzugt ist die Verpackungsmaschine eine horizontale oder vertikale Form- und Füllmaschine. Die Formschulter ist bevorzugt, je nach hergestellten Beuteltyp, symmetrisch oder asymmetrisch.
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Die Begriffe "Längsverbindungseinheit" und "Querverbindungseinheit" betreffen Verbindungseinheiten, die die Folienbahn in Bezug auf die Folienbahn längs bzw. quer zur Erstellung der ersten bzw. zweiten Verbindungen verbinden.
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Der Begriff "Belaschungsmittel" betrifft eine Vorrichtung, die die Ausbildung, Anbringung und/oder Einbringung einer Lasche an dem Schlauchbeutel ermöglichen. Beispiele möglicher Ausgestaltungen werden an anderer Stelle offenbart.
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In einer Ausgestaltung ist es denkbar, dass das Belaschungsmittel ein Schneidemesser und/oder ein Perforierungsmesser ist. Besonders bevorzugt ist das Schneidemesser und/oder das Perforierungsmesser in der ersten Längsverbindungseinheit angeordnet. Weiter bevorzugt ist das Schneidemesser und/oder das Perforierungsmesser vor oder nach der ersten Längsverbindungseinheit angeordnet. Das Schneidemesser schneidet und/oder das Perforierungsmesser perforiert eine durch die erste Längsverbindungseinheit gebildete Fahne oder einen Bereich der Folie, der die Fahne bilden wird, zumindest teilweise ein, um auf diese Weise die Lasche auszubilden.
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Darüber hinaus ist es denkbar, dass die Verpackungsmaschine eine Druckeinheit zur Herstellung eines Drucks und/oder eine Prägeeinheit zur Herstellung einer Prägung umfasst. Insbesondere ist es denkbar, dass die Prägeeinheit eine Prägerolle ist. Hierdurch lassen sich die Vorteile eines an anderer Stelle beschriebenen Drucks bzw. einer an anderer Stelle beschriebenen Prägung erreichen.
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In einer Weiterbildung der Erfindung ist es denkbar, dass die Verpackungsmaschine mindestens eine Falteinheit und/oder mindestens eine zweite Längsverbindungseinheit umfasst. Mittels der mindestens einen Falteinheit ist es möglich die einseitige und/oder beidseitige Faltung zur Ausbildung der verschiedenen Beuteltypen vorzunehmen. Bevorzugt umfasst die Verpackungsmaschine mindestens zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun oder zehn Falteinheiten. Mittels der mindestens zweiten Längsverbindungseinheit können weitere Längsverbindungen zur Erhöhung der Formfestigkeit und/oder der Standfestigkeit werden. Besonders bevorzugt umfasst die Verpackungsmaschine mindestens zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun oder zehn zweite Längsverbindungseinheiten.
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Es ist denkbar, dass die Verpackungsmaschine mindestens eine vertikale oder horizontale Zuführeinheit umfasst. Mittels der Zuführeinheit können Produkte direkt in die herzustellenden Schlauchbeutel abgefüllt werden.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibungen der bevorzugten Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den Unteransprüchen. Hierbei können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder zu mehreren in Kombination miteinander verwirklicht sein. Die Erfindung ist nicht auf die Ausführungsbeispiele beschränkt. Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren schematisch dargestellt. Gleiche Bezugsziffern in den einzelnen Figuren bezeichnen gleiche oder funktionsgleiche bzw. hinsichtlich ihrer Funktion einander entsprechende Elemente.
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Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schlauchbeutel im ungeöffneten Zustand;
- Fig. 2
- den Vorgang des Öffnens des erfindungsgemäßen Schlauchbeutels;
- Fig. 3
- den Vorgang der Entnahme von Produkten aus den erfindungsgemäßen Schlauchbeutel;
- Fig. 4
- den Vorgang einer ersten Faltung des erfindungsgemäßen Schlauchbeutels;
- Fig. 5
- den Vorgang einer zweiten Faltung des erfindungsgemäßen Schlauchbeutels;
- Fig. 6
- den Vorgang einer dritten Faltung des erfindungsgemäßen Schlauchbeutels;
- Fig. 7
- den Vorgang der Vorbereitung des Verschließens des erfindungsgemäßen Schlauchbeutels;
- Fig. 8
- den Vorgang des Verschließens des erfindungsgemäßen Schlauchbeutels;
- Fig. 9
- eine erste perspektivische Ansicht eines verschlossenen erfindungsgemäßen Schlauchbeutels;
- Fig. 10
- eine zweite perspektivische Ansicht eines verschlossenen erfindungsgemäßen Schlauchbeutels;
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht eines ungeöffneten Schlauchbeutels, der als Standbodenbeutel ausgestaltet ist;
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht eines ungeöffneten Schlauchbeutels, der als Kissenbeutel ausgestaltet ist;
- Fig. 13
- ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens; und
- Fig. 14
- eine erfindungsgemäße Verpackungsmaschine.
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Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schlauchbeutels 1 im ungeöffneten Zustand. Der Schlauchbeutel 1 weist eine Kopfseite 2 und eine der Kopfseite 2 gegenüberliegende Bodenseite 3 auf. Die Bodenseite 3 ist auf bekannte Art eingefaltet, sodass der Schlauchbeutel 1 als Standbeutel ausgestaltet ist. Da der Schlauchbeutel 1 aus einer Folienbahn hergestellt worden ist, weist er eine erste Verbindung 4 auf, an der die Folienbahn längsverbunden worden ist. Seitlich sind die Kopfseite 2 und die Bodenseite 3 durch zwei als Querverbindungen ausgestaltete zweite Verbindungen 5, verbunden, die den Schlauchbeutel 1 abschließen. Der Vorgang des Längsverbinden ist dabei derart ausgeführt worden, dass die Folienbahnen jeweils mit der die Innenseite beim erfindungsgemäßen Schlauchbeutel bildenden Seite aufeinandergelegt worden sind. Auf diese Weise ist eine Fahne entstanden. In der Fahne ist ein Einschnitt 6 mittig eingebracht worden, wodurch eine Lasche 7 entstanden ist. Der Einschnitt 6 beträgt in etwa die Hälfte der Breite des Schlauchbeutels 1.
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Fig. 2 zeigt den Vorgang des Öffnens des erfindungsgemäßen Schlauchbeutels 1. Der Schlauchbeutel 1 wird an der Kopfseite 2 mit einer Schere aufgeschnitten. Es ist ebenfalls denkbar, dass der Schlauchbeutel 1 an der Kopfseite 2 eine nicht dargestellte Perforierung aufweist, die das einfache Aufreißen des Schlauchbeutels 1 ermöglicht. Ebenso kann der Schlauchbeutel 1 an der Kopfseite 2 eine Aufreißlasche aufweisen.
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Fig. 3 zeigt den Vorgang der Entnahme von Produkten aus dem Schlauchbeutel 1. Hierfür wird der Schlauchbeutel 1 zur Seite gekippt, sodass nicht dargestellte Produkte aus der geöffneten Kopfseite 2 des Schlauchbeutels 1 herausfallen können. Genauso ist es denkbar, die Produkte durch Einführen der Hand in den Schlauchbeutel 1 aus diesem zu entnehmen.
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Fig. 4 zeigt den Vorgang einer ersten Faltung des Schlauchbeutels 1. Hierfür wird an der Kopfseite 2 eine erste Ecke von der zweiten Verbindung 5 zur Mitte der Kopfseite 2 in Richtung der ersten Verbindung 4 gefaltet. Dieser Vorgang kann durch einen nicht gezeigten Aufdruck einer entsprechenden Faltlinie auf dem Schlauchbeutel 1 erklärt und/oder durch eine nichtgezeigte Prägung vereinfacht werden. Die Faltung dient dazu ein Verschließen des Schlauchbeutels 1 zu ermöglichen. Die Faltung erfolgt in einem ca. 45°-Winkel. Je nach Abstand der Lasche 7 sind steilere oder spitzere Winkel denkbar.
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Fig. 5 zeigt den Vorgang einer zweiten Faltung des Schlauchbeutels 1. Dabei wird die zweite Ecke der Kopfseite 2 beginnend von der zweiten Verbindung 5 in Richtung der ersten Verbindung 4 umgelegt. Die zweite Faltung erfolgt ebenfalls bis ca. in die Mitte der Kopfseite 2. Vorliegend erfolgt die Faltung in einem ca. 45°-Winkel. Die erste Faltung und die zweite Faltung bilden ein Trapez an der Kopfseite 2 aus.
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Fig. 6 zeigt den Vorgang einer dritten Faltung des Schlauchbeutels 1. Das durch die erste und die zweite Faltung an der Kopfseite 2 gebildete Trapez wird mit der Spitze in Richtung der Lasche 7 umgeschlagen. Diese Faltung kann ebenfalls durch einen Aufdruck erklärt und/oder durch eine Prägung vereinfacht werden.
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Fig. 7 den Vorgang der Vorbereitung des Verschließens des Schlauchbeutels 1. Die kurze Seite des durch Faltung gebildeten Trapez an der Kopfseite 2 des Schlauchbeutels 1 wird in Richtung der Lasche 7 geführt.
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Fig. 8 zeigt den Vorgang des Verschließens des Schlauchbeutels 1. Um den Schlauchbeutel 1 zu Verschließen wird die kurze Seite des Trapezes unter die Lasche 7 gezogen. Durch Reibung und Formschluss wird die Kopfseite 2 in seiner gefalteten und umgelegten Position in der Lasche 7 gehalten und es wird verhindert, dass sich der Schlauchbeutel 1 öffnet. Ein teilweises Öffnen der ersten und der zweiten Faltung in der Lasche 7 unterstützt den Verschluss des Schlauchbeutels 1 zusätzlich. Der Schlauchbeutel 1 kann jederzeit geöffnet werden, indem das Trapez aus der Lasche 7 gezogen wird. Ein erneutes Verschließen ist auf einfache Weise wie zuvor beschrieben weiterhin möglich. Neben der Trapezform ist es denkbar, die Kopfseite 2 in einer Dreiecksform zu falten, in dem die ersten beiden Faltungen sich in der Mitte der Kopfseite treffen oder teilweise überlappen. Je nach dem wo die Lasche 7 angeordnet ist, ist es ebenfalls denkbar auf eine der beiden Faltungen zu verzichten. Wenn die Lasche 7 sich über die gesamte Breite des Schlauchbeutels 1 erstreckt, ist es ebenfalls denkbar, den Verschluss ohne die ersten beiden Faltungen herbeizuführen, indem die Kopfseite 2 ohne vorherige Faltung unter die Lasche 7 geführt wird.
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Fig. 9 und Fig. 10 zeigen jeweils eine perspektivische Ansicht des verschlossenen Schlauchbeutels 1. Die Kopfseite 2 wurde durch Faltung derart in Form gebracht, dass eine Spitze durch die Lasche 7 gezogen werden konnte. Die Lasche 7 ist durch einen Einschnitt 6 in der Fahne ausgebildet. Da es sich um einen Standbodenbeutel handelt, kann der verschlossene Schlauchbeutel 1 auf der Bodenseite 3 stehen, wenn er verschlossen ist.
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Fig. 11 eine perspektivische Ansicht eines ungeöffneten Schlauchbeutels 1, der als Standbodenbeutel ausgestaltet ist. Der Schlauchbeutel 1 umfasst eine Kopfseite 2 und eine gegenüberliegende Bodenseite 3. Mittig zwischen Kopfseite 2 und Bodenseite 3 verläuft eine erste Verbindung 4, die eine Fahne umfasst. Die Fahne weist eine als Einschnitt 6 ausgestaltete Lasche 7 auf. Seitlich von der Bodenseite 3 zur Kopfseite 2 verlaufend weist der Schlauchbeutel 1 zwei zweite Verbindungen 5 auf, die den Schlauchbeutel 1 vervollständigt. An der Bodenseite 3 ist eine Faltung mit 2 nach außen und eine nach innen weisenden Falten 8 ausgebildet, die durch die zweiten Verbindungen 5 in Form gehalten wird. Zusätzlich ist jeweils eine dritte Verbindung 9 an den nach außen weisenden Falten 8 und an der Kopfseite 2 angeordnet.
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Fig. 12 eine perspektivische Ansicht eines ungeöffneten Schlauchbeutels 1, der als Kissenbeutel ausgestaltet ist. Der Schlauchbeutel 1 umfasst eine Kopfseite 2 und eine gegenüberliegende Bodenseite 3. Zwischen Kopfseite 2 und Bodenseite 3 verläuft eine erste Verbindung 4, die eine Fahne umfasst. Die Fahne weist eine als Einschnitt 6 ausgestaltete Lasche 7 auf. Der Schlauchbeutel 1 wird durch zwei jeweils seitlich am Schlauchbeutel 1 zwischen der Kopfseite 2 und der Bodenseite 3 angeordneten zweiten Verbindungen 5 vervollständigt. Der Schlauchbeutel 1 weißt an der Bodenseite 2 und an der Kopfseite 1 jeweils eine Faltung mit Falten 8 auf, die teilweise zur Ausbildung des Kissenbeutels entfaltet sind.
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Fig. 13 zeigt ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens. Das Verfahren kann auf einer erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine 10 (siehe Fig. 14) ausgeführt werden. In einem ersten Schritt 100 wird eine Folienbahn über eine Formschulter zu einem Schlauch geformt. In einem anschließenden zweiten Schritt 200 wird der Schlauch zunächst mit einem Schneidemesser an einer Kante zur Ausbildung einer Lasche eingeschnitten und anschließend mit einer ersten Längsverbindungseinheit längs stoffschlüssig verbunden, wobei eine erste Verbindung entsteht. Danach wird in einem dritten Schritt 300 eine erste Querverbindung, die eine zweite Verbindung des Schlauchbeutels ist, mittels einer Querverbindungseinheit unter Ausbildung eines Stoffschlusses hergestellt. Der Herstellungsschritt der ersten Querverbindung kann ebenfalls der Herstellungsschritt einer zweiten Querverbindung eines unmittelbar zuvor hergestellten Schlauchbeutels sein. Während und/oder nach der Herstellung der ersten Querverbindung wird der Schlauchbeutel befüllt. Abschließend wird in einem vierten Schritt 400 eine zweite Querverbindung, die ebenfalls eine zweite Verbindung des Schlauchbeutels ist, mittels der Querverbindungseinheit unter Ausbildung eines Stoffschlusses hergestellt. Der Herstellungsschritt der zweiten Querverbindung kann ebenfalls der Herstellungsschritt einer ersten Querverbindung eines unmittelbar nachfolgend hergestellten Schlauchbeutels sein. Nach und/oder während der Herstellung der Querverbindung werden die Schlauchbeutel vereinzelt.
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Fig. 14 zeigt eine Verpackungsmaschine 10, bei der eine Folienbahn 11 über eine symmetrische Formschulter 12 gezogen und zu einem Schlauch mit übereinander gelegten Kanten der Folienbahn geformt wird. Die aufeinander gelegten Kanten werden durch ein als Schneidemesser ausgestaltetes Belaschungsmittel 13 eingeschnitten und anschließend durch eine erste Längsverbindungseinheit 14 unter Ausbildung einer ersten Verbindung derart miteinander verbunden, dass die Folienbahn 11 einen Schlauch bildet. Eine Querverbindungseinheit 15 verbindet den Schlauch quer unter Ausbildung einer zweiten Verbindung, die sowohl Teil eines damit fertig gestellten Schlauchbeutels und eines sich gerade in der Herstellung befindlichen Schlauchbeutels ist. Dabei wird auch eine auf der Bodenseite durch eine Falteinheit 16 eingebrachte Faltung durch die Querverbindungseinheit 15 fixiert. Der sich gerade in der Herstellung befindliche Schlauchbeutel wird während und/oder nach der Herstellung der zweiten Verbindung mittels einer vertikalen Zuführeinheit 17 befüllt.