-
Die Erfindung betrifft einen Rütteltisch zum Rütteln von in Blattlagen vorliegendem gestapelten Gut. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Rütteltischs.
-
Rütteltische weisen in der Regel einen neigbaren Auflagetisch auf, wobei der Auflagetisch eine Auflagefläche zum Auflegen des gestapelten Guts, einen hinteren Anschlag für das aufgelegte gestapelte Gut und zumindest einen seitlichen Anschlag für das aufgelegte gestapelte Gut aufweist, wobei der Auflagetisch aus einer horizontalen Stellung in Richtung der beiden Anschläge neigbar ist. Ferner weist ein Rütteltisch typischerweise eine Rütteleinrichtung auf, die dazu eingerichtet ist den Auflagetisch in eine Rüttelbewegung zu versetzen. Durch die Neigung des Auflagetischs und die Rüttelbewegung wird erreicht, dass sich die einzelnen Blattlagen bzw. Bögen kantengenau an den Anschlägen ausrichten. Um nach dem Rütteln eine unerwünschte Verschiebung des gestapelten, ausgerichteten Guts zu verhindern, wird das gestapelte Gut in der Regel mittels einer Klemmeinrichtung zwischen dem Auflagetisch und der Klemmeinrichtung eingeklemmt und mittels eines Luftausstreichers die Luft zwischen den einzelnen Blattlagen des gestapelten Guts ausgestrichen. Der Stapel bzw. das gestapelte Gut stellt sich nach dem Entlüften als kompakter Block dar und kann in dieser Form beispielsweise einer nachfolgenden Schneidstation zugeführt werden.
-
Beim Rütteln von gestapeltem, blattförmigem Gut ist das Problem zu verzeichnen, dass einerseits die einzelnen Blätter unterschiedliche Eigenschaften aufweisen, beispielsweise aus Papier oder Folie bestehen, womit sie unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Insbesondere bei Folien können sich aneinanderliegende Blätter aufladen und haften deshalb besonders intensiv aneinander. Somit ergeben sich bereits aufgrund der Materialeigenschaften des jeweiligen Blatts unterschiedliche Anforderungen an das Rütteln des Stapels. Andererseits bemessen sich unterschiedliche Anforderungen beim Rütteln auch nach dem Gewicht des zu rüttelnden Stapels bzw. der Höhe des Stapels. Liegt ein höherer Stapel auf dem Auflagetisch auf, somit ein Stapel mit größerem Gewicht auf dem Auflagetisch auf, bedingt dies ein anderes Rüttelverhalten als bei Auflage eines weniger hohen Stapels auf dem Auflagetisch. In der Praxis wird deshalb die Drehzahl der Unwucht verändert, indem beispielsweise ein elektrischer Antrieb zum Antreiben der Unwucht in deren Drehzahl verändert wird. Dies führt zu einer Änderung der Frequenz, mit der der Auflagetisch schwingt bzw. vibriert. Ein besonderer Nachteil ist darin zu sehen, dass hierbei die Gefahr besteht, dass der Rütteltisch mit Resonanzdrehzahl betrieben wird; dies stellt einen kritischen, zu vermeidenden Betriebszustand des Rütteltischs dar.
-
In der
EP 2 724 966 A1 wird ein Verfahren zum Rütteln von gestapeltem, blattförmigem Gut mittels eines Rütteltischs sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens beschrieben. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens weist dabei einen ersten Unwuchtkörper und einen zweiten Unwuchtkörper auf. Diese sind mechanisch gekoppelt und mittels eines gemeinsamen ersten Antriebs rotierend antreibbar. Die Unwuchtkörper sind mittels eines zweiten Antriebs zwecks Verstellung der Unwucht relativ zueinander verstellbar.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Rütteltisch zu schaffen, der sich in Hinblick auf die Rüttelbewegung des Auflagetischs durch eine besonders hohe Variabilität auszeichnet, insbesondere um für unterschiedlichstes gestapeltes Gut das gewünschte Rüttelergebnis zu erhalten. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Rütteltischs anzugeben.
-
Gelöst werden diese Aufgaben durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhaft Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
-
Bei dem erfindungsgemäßen Rütteltisch handelt es sich um einen Rütteltisch zum Rütteln von in Blattlagen vorliegendem gestapelten Gut, insbesondere von gestapelten Druckbögen. Der erfindungsgemäße Rütteltisch dient insbesondere dazu, die Druckbögen des gestapelten Guts kantengenau zueinander auszurichten, um die gestapelten Druckbögen nach dem Ausrichten einer Schneideinrichtung zum Schneiden der gestapelten Druckbögen zuzuführen. Der Rütteltisch weist zumindest die folgenden Komponenten auf:
- einen neigbaren Auflagetisch, wobei der Auflagetisch eine Auflagefläche zum Auflegen des gestapelten Guts aufweist,
- eine Rütteleinrichtung, die dazu eingerichtet ist, den Auflagetisch in eine Rüttelbewegung zu versetzen, wobei die Rütteleinrichtung eine erste Unwuchteinheit aufweist, wobei die erste Unwuchteinheit eine erste Antriebswelle mit einem ersten Unwuchtelement aufweist, wobei die erste Antriebswelle um eine gemeinsame Rotationsachse rotierbar ist, wobei die erste Unwuchteinheit einen ersten Antrieb aufweist, wobei der erste Antrieb dazu eingerichtet ist, die Rotation der ersten Antriebswelle um die gemeinsame Rotationsachse anzutreiben, wobei die Rütteleinrichtung eine zweite Unwuchteinheit aufweist, wobei die zweite Unwuchteinheit eine zweite Antriebswelle mit einem zweiten Unwuchtelement aufweist, wobei die zweite Antriebswelle um die gemeinsame Rotationsachse rotierbar ist, wobei die zweite Unwuchteinheit einen zweiten Antrieb aufweist, wobei der zweite Antrieb dazu eingerichtet ist, die Rotation der zweiten Antriebswelle um die gemeinsame Rotationsachse anzutreiben, wobei die erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle mechanisch voneinander entkoppelt sind.
-
Dadurch, dass die erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle mechanisch in Hinblick auf die Rotation um die gemeinsame Rotationsachse voneinander entkoppelt sind, können erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle separat und unabhängig voneinander um die gemeinsame Rotationsachse rotieren. Mit anderen Worten sind die die erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle drehtechnisch mechanisch entkoppelt. Dies ermöglicht es, die Rüttelbewegung des Auflagetischs in weiten Bereichen anzupassen, insbesondere auch um unterschiedliche Schwingungsmuster mit dem Auflagetisch zu erreichen, die beispielsweise eine zyklische bzw. periodische Änderung der Rüttelfrequenz und/oder der Amplitude der Rüttelbewegung aufweisen können.
-
So kann beispielsweis durch eine Veränderung eines Winkelversatzes der ersten Antriebswelle zu der zweiten Antriebswelle bei identischer Drehzahl der ersten Antriebswelle und der zweiten Antriebswelle die resultierende Unwucht und somit die Amplitude der Rüttelbewegung der Rütteleinrichtung verändert werden. So ist es denkbar, dass die Unwucht der ersten Antriebswelle und die Unwucht der zweiten Antriebswelle betragsmäßig identisch sind, sodass durch eine um 180° versetzte Anordnung des ersten Unwuchtelements zu dem zweiten Unwuchtelement bei gleichsinniger Rotationsrichtung und identischer Drehzahl der ersten Antriebswelle und der zweiten Antriebswelle eine resultierende Unwucht der Rütteleinrichtung zumindest annähernd Null ist, insofern beim gleichsinnigen Rotieren der ersten Antriebswelle und der zweiten Antriebswelle mit der gleichen Drehzahl keine oder fast keine Rüttelbewegung auf den Auflagetisch übertragen wird. Durch eine Veränderung des Winkelversatzes zwischen dem ersten Unwuchtelement und dem zweiten Unwuchtelement kann somit eine resultierende Unwucht zwischen einem Minimalwert und einem Maximalwert variiert werden. Bei betragsmäßig identischen Unwuchten der ersten Antriebswelle und der zweiten Antriebswelle kann somit eine Gesamtunwucht bzw. resultierende Unwucht zwischen 0 % und 100 % einer maximal möglichen resultierenden Unwucht eingestellt werden durch Verändern des Winkelversatzes zwischen der erste Antriebswelle und der zweite Antriebswelle im Bereich von 0° bis 360°.
-
Darüber hinaus kann durch die mechanische Entkopplung der ersten Antriebswelle von der zweiten Antriebswelle eine Rüttelbewegung der Rütteleinrichtung und somit des Auflagetischs in weiten Bereichen variiert werden. So ist es beispielsweise denkbar, dass die erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle mit unterschiedlichen Drehzahlen betrieben werden. Zudem ist es denkbar, dass die erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle hinsichtlich ihrer Rotationsrichtung um die gemeinsame Rotationsachse sowohl gleichsinnig als auch gegensinnig betrieben werden können. Dadurch können unterschiedlichste Schwingungsmuster das Auflagetischs erreicht werden. Zudem ist es auch denkbar, während eines Rüttelvorgangs eine erste Drehzahl, mit der sich die erste Antriebswelle um die gemeinsame Rotationsachse dreht, zu verändern und/oder eine zweite Drehzahl, mit der sich die zweite Antriebswelle um die gemeinsame Rotationsachse dreht, zu verändern, insbesondere periodisch zu verändern.
-
Mit dem Rütteltisch ist es beispielsweise möglich, die erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle gegensinnig zu betreiben, wodurch es möglich ist, eine gerichtete Schwingung zu erreichen. In diesem Zusammenhang wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn bei gegensinniger Drehrichtung der ersten Antriebswelle und der zweiten Antriebswelle die erste Drehzahl, mit der sich die erste Antriebswelle dreht, und die zweite Drehzahl, mit der sich die zweite Antriebswelle dreht, gleich sind. Auf diese Weise kann eine gerichtete Schwingung des Auflagetischs, beispielweise eine lineare gleichgerichtete Schwingung des Auflagetischs, beispielsweise entlang der Querrichtung des Auflagetischs, erreicht werden.
-
Der erste Antrieb ist vorzugsweise dazu eingerichtet, die erste Antriebswelle in einem Drehzahlbereich von 0 U/min bis 4000 U/min zu betreiben.
-
Der zweite Antrieb ist vorzugsweise dazu eingerichtet, die zweite Antriebswelle in einem Drehzahlbereich von 0 U/min bis 4000 U/min zu betreiben.
-
Vorzugsweise weist die erste Unwuchteinheit ein erstes Getriebe auf, wobei eine erste Ausgangswelle des ersten Antriebs über das erste Getriebe mit der ersten Antriebswelle antriebsgekoppelt ist. Das erste Getriebe weist vorzugsweise eine Übersetzung von größer 1,0 auf.
-
Vorzugsweise weist die zweite Unwuchteinheit ein zweites Getriebe auf, wobei eine zweite Ausgangswelle des zweiten Antriebs über das zweite Getriebe mit der zweiten Antriebswelle antriebsgekoppelt ist. Das zweite Getriebe weist vorzugsweise eine Übersetzung von größer 1,0 auf.
-
Vorzugsweise weist der Rütteltisch einen Unterbau auf, wobei der Auflagetisch federnd, somit elastisch, in einer Aufnahme des Unterbaus gelagert ist. Dadurch ist eine Rüttelbewegung des Auflagetischs relativ zu dem Unterbau möglich bzw. der Unterbau ist schwingungstechnisch zumindest teilweise von dem Auflagetisch entkoppelt, wodurch ein Rütteln des Unterbaus beim Betreiben des Rütteltischs vermieden wird. Dadurch wird ein Wandern des Rütteltischs aufgrund der Rüttelbewegung des Auflagetischs vermieden.
-
Es wird als vorteilhaft angesehen, wenn der Auflagetisch einen hinteren Anschlag für das aufgelegte gestapelte Gut und zumindest einen seitlichen Anschlag für das aufgelegte gestapelte Gut aufweist, wobei der Auflagetisch aus einer horizontalen Stellung in Richtung von zumindest einem der beiden Anschläge neigbar ist.
-
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle in entgegengesetzte Richtungen, somit in gegensinniger Drehrichtung, um die gemeinsame Rotationsachse rotierbar sind. Dadurch ist es möglich, eine Rüttelbewegung entlang einer linearen Achse, beispielsweise entlang einer Querrichtung des Auflagetischs, zu erreichen.
-
Vorzugsweise sind die erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle ineinander verschachtelt angeordnet.
-
Um eine besonders kompakte Bauweise zu erreichen und insbesondere auch um das erste Unwuchtelement und das zweite Unwuchtelement entlang der gemeinsamen Rotationsachse besonders nah zueinander zu positionieren, wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die zweite Antriebswelle eine Hohlwelle aufweist, wobei die erste Antriebswelle die Hohlwelle entlang der gemeinsamen Rotationsachse durchsetzt.
-
Es ist durchaus denkbar, dass das erste Unwuchtelement integraler Bestandteil der zweite Antriebswelle ist und oder das zweite Unwuchtelement integraler Bestandteil der zweite Antriebswelle ist. Beispielsweise können die erste Antriebswelle und das erste Unwuchtelement in einem Bauteil verwirklicht sein, wobei dieses Bauteil monolithischen ausgebildet ist, beispielsweise in Form eines monolithischen Gussteils. Entsprechendes gilt für die zweite Antriebswelle und das zweite Unwuchtelement.
-
In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass das erste Unwuchtelement lösbar an der ersten Antriebswelle befestigt ist und/oder das zweite Unwuchtelement lösbar an der zweiten Antriebswelle befestigt ist.
-
Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn der erste Antrieb und/oder der zweite Antrieb einen elektrisch betriebenen Motor aufweisen.
-
Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn der erste Antrieb und/oder der zweite Antrieb einen Servomotor aufweisen. Servomotoren ermöglichen eine besonders genaue Regelung der Rotationsgeschwindigkeit und/oder der Winkelposition aufgrund des Servoreglers.
-
Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn sowohl der erste Antrieb als auch der zweite Antrieb jeweils einen Servomotor aufweisen. Durch diese Gestaltung können die Rotationsgeschwindigkeit und somit die Drehzahlen der ersten Antriebswelle und der zweiten Antriebswelle besonders genau eingestellt und dauerhaft gehalten werden. Durch Vorsehen einer entsprechenden Steuereinrichtung können die Rotationsgeschwindigkeiten und somit die Drehzahlen der ersten Antriebswelle und der zweiten Antriebswelle zudem besonders gut aufeinander abgestimmt werden. Bei der Verwendung von jeweils einem Servomotor für den erste Antrieb und den zweite Antrieb können dadurch besonders genau gewünschte Schwingungsmuster durch entsprechende Variationen der Drehzahlen der Servomotoren und somit der ersten Antriebswelle und der zweiten Antriebswelle gefahren werden. Dadurch lassen sich besonders gute Rüttelergebnis erzielen.
-
Zur Übertragung einer Drehbewegung des ersten Antriebs auf die erste Antriebswelle wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die erste Unwuchteinheit ein erstes Riemengetriebe aufweist, wobei der erste Antrieb und die erste Antriebswelle über das erste Riemengetriebe antriebsgekoppelt sind. Aus dem gleichen Grund wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die zweite Unwuchteinheit ein zweites Riemengetriebe aufweist, wobei der zweite Antrieb und die zweite Antriebswelle über das zweite Riemengetriebe antriebsgekoppelt sind. Ein Riemengetriebe hat den Vorteil, dass trotz einer etwaigen Schwingung bzw. eine Rüttelbewegung der jeweiligen Antriebswelle eine stabile Kopplung an den jeweiligen Antrieb gewährleistet ist, da ein Riemengetriebe derartige Schwingungsbewegungen, unter anderem über den Riemen, zumindest zum Teil aufnehmen kann. Dies wirkt sich zum einen vorteilhaft auf die Stabilität der Kopplung zwischen dem jeweiligen Antrieb und der jeweiligen Antriebswelle als auch auf die Langlebigkeit des jeweiligen Antriebs aus.
-
Es besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn das erste Riemengetriebe einen ersten Zahnriemen aufweist, wobei dieser erste Zahnriemen mit einem ersten Zahnriemenrad des ersten Antriebs kämmt, und an der ersten Antriebswelle eine erste Synchronscheibe drehfest angebracht ist, wobei der erste Zahnriemen mit der erste Synchronscheibe kämmt.
-
In Hinblick auf das zweite Riemengetriebe wird es als vorteilhaft angesehen, wenn das zweite Riemengetriebe einen zweiten Zahnriemen aufweist, wobei dieser zweite Zahnriemen mit einem zweiten Zahnriemenrad des zweiten Antriebs kämmt, und an der zweite Antriebswelle eine zweite Synchronscheibe angebracht ist, wobei der zweite Zahnriemen mit der zweiten Synchronscheibe kämmt.
-
Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die Rütteleinrichtung einen Lagerkörper mit einem ersten Lagerabschnitt und mit einem zweiten Lagerabschnitt aufweist, wobei der zweite Lagerabschnitt dem ersten Lagerabschnitt in Richtung der gemeinsam Rotationsachse gegenüberliegt, wobei die erste Antriebswelle in dem ersten Lagerabschnitt um die gemeinsam Rotationsachse drehbar gelagert ist und in dem zweiten Lagerabschnitt um die gemeinsam Rotationsachse drehbar gelagert ist.
-
Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn die erste Antriebswelle ein erstes axiales Ende aufweist und ein zweites axiales Ende aufweist, wobei das erste axiale Ende in Richtung der gemeinsamen Rotationsachse gegenüber der zweiten Antriebswelle hervorsteht und das zweite axiale Ende der ersten Antriebswelle auf der gegenüberliegenden Seite der zweiten Antriebswelle gegenüber der zweiten Antriebswelle in Richtung der gemeinsamen Rotationsachse hervorsteht.
-
Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn die erste Antriebswelle über zumindest ein Wälzlager in dem ersten Lagerabschnitt und über zumindest ein weiteres Wälzlager in dem zweiten Lagerabschnitt gelagert ist.
-
Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die zweite Antriebswelle an der ersten Antriebswelle um die gemeinsam Rotationsachse drehbar gelagert ist.
-
Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die erste Antriebswelle und die zweite Antriebswelle über zumindest ein Wälzlager aneinander drehbar gelagert sind, vorzugsweise über zumindest zwei Wälzlager aneinander drehbar gelagert sind, insbesondere über genau zwei Wälzlager aneinander drehbar gelagert sind.
-
Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn der Lagerkörper einen Befestigungsabschnitt aufweist, wobei die Rütteleinrichtung im Bereich des Befestigungsabschnitts an dem Auflagetisch befestigt ist.
-
Beispielsweise kann die Rütteleinrichtung an einer der Auflagefläche gegenüberliegenden Unterseite des Auflagetischs an dem Auflagetisch befestigt sein, insbesondere angeschraubt sein.
-
Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn die gemeinsame Rotationsachse gewinkelt, insbesondere senkrecht, zu der Auflagefläche ausgebildet ist. Eine derartige Gestaltung hat sich als besonders vorteilhaft hinsichtlich einer besonders schnellen und guten Ausrichtung des zu rüttelnden Guts erwiesen.
-
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Rütteleinrichtung eine erste Sensoreinrichtung aufweist, wobei die erste Sensoreinrichtung dazu eingerichtet ist, zu detektieren, ob sich die erste Antriebswelle in einer ersten Referenzwinkelstellung befindet, und/oder wobei die Rütteleinrichtung eine zweite Sensoreinrichtung aufweist, wobei die zweite Sensoreinrichtung dazu eingerichtet ist, zu detektieren, ob sich die zweite Antriebswelle in einer zweiten Referenzwinkelstellung befindet. Eine derartige Gestaltung ermöglicht es, vor dem Starten eines Rüttelvorgangs eine Referenzfahrt der ersten Antriebswelle und der zweiten Antriebswelle durchzuführen, um die Winkelstellung der ersten Antriebswelle, insbesondere des ersten Unwuchtelements, und/oder die Winkelstellung der zweiten Antriebswelle, insbesondere des zweiten Unwuchtelements, zu ermitteln, insbesondere um einen Winkelversatz zwischen der ersten Antriebswelle und der zweite Antriebswelle zu ermitteln und bei Bedarf einzustellen. Die genaue Kenntnis der Winkelstellung der erste Antriebswelle und der Winkelstellung der zweite Antriebswelle ist zudem von besonders hoher Relevanz, wenn ein Rüttelvorgang mit einer gerichteten Schwingung erzielt werden soll.
-
Im Zusammenhang mit der ersten Sensoreinrichtung und/oder der zweiten Sensoreinrichtung wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die erste Sensoreinrichtung einen ersten Näherungssensor aufweist, wobei der erste Näherungssensor dazu eingerichtet ist, eine Annäherung einer Fläche des ersten Unwuchtelements zu erfassen, und/oder wobei die zweite Sensoreinrichtung einen zweiten Näherungssensor aufweist, wobei der zweite Näherungssensor dazu eingerichtet ist, eine Annäherung einer Fläche des zweiten Unwuchtelements zu erfassen.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass es sich bei der jeweiligen Fläche um eine Umfangsfläche des jeweiligen Unwuchtelements handelt.
-
In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass es sich bei der Fläche des jeweiligen Unwuchtelements um eine Stirnfläche des jeweiligen Unwuchtelements handelt. Vorzugsweise ist die jeweilige Stirnfläche senkrecht zu der gemeinsamen Rotationsachse ausgebildet.
-
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das erste Unwuchtelement und/oder das zweite Unwuchtelement kreissegmentförmig ausgebildet sind.
-
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die erste Unwuchteinheit zumindest ein erstes Unwuchtwechselelement aufweist, wobei das zumindest eine erste Unwuchtwechselelement lösbar mit der ersten Antriebswelle verbunden ist, und/oder wobei die zweite Unwuchteinheit zumindest ein zweites Unwuchtwechselelement aufweist, wobei das zumindest eine zweite Unwuchtwechselelement lösbar mit der zweiten Antriebswelle verbunden ist. Durch das Vorsehen eines ersten Unwuchtwechselelements bzw. eines zweiten Unwuchtwechselelements kann eine Unwuchtmasse der ersten Antriebswelle bzw. der zweiten Antriebswelle verändert werden, indem die Rütteleinrichtung mit dem ersten Unwuchtwechselelement und oder ohne dass erste Unwuchtwechselelement betrieben wird und/oder die Rütteleinrichtung mit dem zweiten Unwuchtwechselelement oder ohne das zweite Unwuchtwechselelement betrieben wird. Durch das Verbinden des ersten Unwuchtwechselelement mit der erste Antriebswelle kann beispielsweise die Unwucht bzw. die Unwuchtmasse der ersten Antriebswelle erhöht werden. Entsprechendes gilt für das zweite Unwuchtwechselelement und die zweite Antriebswelle.
-
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein Satz von ersten Unwuchtwechselelementen vorliegt, wobei der Satz vom ersten Unwuchtwechselelementen zumindest zwei erste Unwuchtwechselelement aufweist, die sich in Hinblick auf ihre Unwucht unterscheiden. In gleicher Art und Weise kann für die zweite Antriebswelle ein zweiter Satz von zweiten Unwuchtwechselelementen vorgesehen sein.
-
Das erste Unwuchtwechselelement kann beispielsweise lösbar an dem ersten Unwuchtelement befestigt sein, insbesondere mit diesem verschraubt sein. Entsprechendes gilt für das zweite Unwuchtwechselelement und das zweite Unwuchtelement.
-
Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die Rütteleinrichtung eine Steuereinrichtung aufweist, wobei die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb anzusteuern, derart, dass die erste Antriebswelle mit einer ersten Drehzahl in einer ersten Rotationsrichtung um die gemeinsame Rotationsachse rotiert und die zweite Antriebswelle mechanisch bzw. drehtechnisch entkoppelt von der ersten Antriebswelle mit einer zweiten Drehzahl in einer zweiten Rotationsrichtung um die gemeinsame Rotationsachse rotiert.
-
Grundsätzlich ist es denkbar, während eines Rüttelvorgangs den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb derart anzusteuern, dass die erste Antriebswelle um die gemeinsame Rotationsachse rotiert und die zweite Antriebswelle nicht um die gemeinsame Rotationsachse rotiert, insofern stillsteht. Ferner ist es auch denkbar, den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb derart anzusteuern, dass die zweite Antriebswelle um die gemeinsame Rotationsachse rotiert und die erste Antriebswelle nicht um die gemeinsame Rotationsachse rotiert.
-
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb derart anzusteuern, dass die erste Drehzahl und die zweite Drehzahl unterschiedlich sind und/oder die erste Rotationsrichtung und die zweite Rotationsrichtung gegensinnig sind. Auf diese Weise ermöglicht die Steuereinrichtung unterschiedlichste Schwingungsmuster bzw. Schwingungsmodi mit der Rütteleinrichtung zu erzielen.
-
Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn zu Beginn eines Rüttelvorgangs das Anfahren des ersten Antriebs und des zweiten Antriebs bei einem Winkelversatz des ersten Unwuchtelements und des zweiten Unwuchtelements erfolgt, der zu einer minimalen Gesamtunwucht bzw. zur einer minimalen resultierenden Unwucht korrespondiert. Dadurch wird ein Verrutschen der obersten Blattlagen beim Anfahren der beiden Antriebe vermieden.
-
Ferner wird es als vorteilhaft angesehen, wenn die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb derart anzusteuern, dass ein Herunterfahren des ersten Antriebs und des zweiten Antriebs zum Ende des Rüttelvorgangs bei einem Winkelversatz des ersten Unwuchtelements und des zweiten Unwuchtelements erfolgt, der zu der minimalen Gesamtunwucht bzw. zu der minimalen resultierenden Unwucht korrespondiert. Dadurch wird ein Verrutschen der obersten Blattlagen beim Herunterfahren der Drehzahlen des erste Antriebs und des zweite Antriebs zum Ende des Rüttelvorgangs vermieden.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb derart anzusteuern, dass die erste Rotationsrichtung und die zweite Rotationsrichtung gegensinnig sind und die erste Drehzahl und die zweite Drehzahl gleich sind.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb derart anzusteuern, dass die erste Rotationsrichtung und die zweite Rotationsrichtung gegensinnig sind und eine der ersten Drehzahl und der zweiten Drehzahl größer ist als die andere, wobei die grö-βere Drehzahl der ersten Drehzahl und der zweiten Drehzahl ein ganzzahliges Vielfaches der kleineren Drehzahl der ersten Drehzahl und der zweiten Drehzahl ist. Beispielsweise kann die erste Drehzahl doppelt so groß sein wie die zweite Drehzahl.
-
In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb derart anzusteuern, dass die erste Rotationsrichtung und die zweite Rotationsrichtung gleichsinnig sind und eine der ersten Drehzahl und der zweiten Drehzahl größer ist als die andere, wobei die grö-ßere Drehzahl der ersten Drehzahl und der zweiten Drehzahl ein ganzzahliges Vielfaches der kleineren Drehzahl der ersten Drehzahl und der zweiten Drehzahl ist.
-
Beispielsweise kann die erste Drehzahl doppelt so groß sein wie die zweite Drehzahl.
-
Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, den ersten Antrieb derart anzusteuern, dass während eines Rüttelvorgangs die erste Drehzahl der ersten Antriebswelle mit einer ersten Periode zwischen einem erstem Minimalwert und einem ersten Maximalwert periodisch variiert wird, und/oder den zweiten Antrieb derart anzusteuern, dass eine zweite Drehzahl der zweiten Antriebswelle mit einer zweiten Periode zwischen einem zweiten Minimalwert und einem zweiten Maximalwert periodisch variiert wird. Auf diese Weise können Schwingungsmuster gefahren werden, insbesondere mit einer zyklischen Änderung einer Frequenz der Schwingung und/oder einer zyklischen Änderung einer Amplitude der Schwingung. Beispielsweise kann die erste Periode doppelt so groß sein wie die zweite Periode.
-
Der erste Minimalwert, der zweite Minimalwert, der erste Maxmalwert und der zweite Maximalwert sind vorzugsweise einstellbar. Dadurch kann eine Anpassung an das zu rüttelnde Gut erfolgen. Der erste Minimalwert, der zweite Minimalwert, der erste Maxmalwert und der zweite Maximalwert können beispielweise zwischen einem jeweiligen minimal möglichen Wert und einem jeweiligen maximal möglich Wert eingestellt werden. Der jeweilige minimal möglichen Wert und der jeweilige maximal möglich Wert können beispielweise aufgrund der Auslegung des ersten Antriebs und des zweiten Antriebs beschränkt sein. Ein Einstellbereich für den ersten Minimalwert kann beispielsweise von 400 U/min bis 3000 U/min betragen. Ein Einstellbereich für den ersten Maximalwert kann beispielsweise von 1000 U/min bis 5000 U/min betragen. Der erste Minimalwert kann dann beispielweise 2000 U/min betragen und der erste Maximalwert kann dann beispielsweise 4000 U/min betragen. Ein Einstellbereich für den zweiten Minimalwert kann beispielsweise von 400 U/min bis 3000 U/min betragen. Ein Einstellbereich für den zweiten Maximalwert kann beispielsweise von 1000 U/min bis 5000 U/min betragen. Der zweite Minimalwert kann dann beispielweise 3000 U/min betragen und der zweite Maximalwert kann dann beispielsweise 3500 U/min betragen.
-
Die erste Periode und die zweite Periode sind vorzugsweise einstellbar. Dadurch kann eine Anpassung an das zu rüttelnde Gut erfolgen. Die erste Periode kann vorzugsweise von 0,5 Sekunden und 20,0 Sekunden, insbesondere von 1,0 Sekunden bis 15,0 Sekunden, betragen. Die zweite Periode kann vorzugsweise von 0,5 Sekunden und 20,0 Sekunden, insbesondere von 1,0 Sekunden bis 15,0 Sekunden, betragen. Diese Periodenlängen haben sich überraschenderweise als besonders vorteilhaft erwiesen, um ein gutes Rüttelergebnis in kurzer Zeit zu erzielen.
-
Es wird als besonders vorteilhaft angesehen, die Steuereinrichtung dazu eingerichtet ist, den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb derart anzusteuern, dass die erste Drehzahl konstant ist während die zweite Drehzahl mit einer zweiten Periode zwischen einem zweiten Minimalwert und einem zweiten Maximalwert periodisch variiert wird, oder derart anzusteuern, dass die zweite Drehzahl konstant ist während die erste Drehzahl mit einer ersten Periode zwischen einem ersten Minimalwert und einem ersten Maximalwert periodisch variiert wird.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren betrifft ein Verfahren zum Betreiben des vorbeschrieben Rütteltischs, wobei während eines Rüttelvorgangs eine erste Drehzahl der ersten Antriebswelle mit einer ersten Periode zwischen einem erstem Minimalwert und einem ersten Maximalwert periodisch variiert wird und/oder eine zweite Drehzahl der zweiten Antriebswelle mit einer zweiten Periode zwischen einem zweiten Minimalwert und einem zweiten Maximalwert periodisch variiert wird.
-
Vorzugsweise ist die größere Periode der ersten Periode und der zweiten Periode ein ganzzahliges Vielfaches der kleineren Periode der ersten Periode und der zweiten Periode.
-
Die Ausführungen zu den Vorteilen und vorteilhaften Weiterbildungen des Rütteltischs gelten entsprechend für das Verfahren und umgekehrt.
-
In den nachfolgenden Figuren wird die Erfindung anhand von einem Ausführungsbeispiel näher erläutert, ohne auf dieses beschränkt zu sein. Es zeigen:
- Figur 1 eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rütteltischs in einer perspektivischen Ansicht von schräg oben,
- Figur 2 der Rütteltisch gemäß Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht von schräg unten,
- Figur 3 eine Rütteleinrichtung des Rütteltischs gemäß Figur 1 in einer isolierten Darstellung,
- Figur 4 die Rütteleinrichtung gemäß Figur 3 in einer Ansicht gemäß dem Pfeil IV in Figur 6,
- Figur 5 die Rütteleinrichtung in einer Schnittansicht gemäß der Linie V-V in Figur 4,
- Figur 6 die Rütteleinrichtung in einer Ansicht gemäß dem Pfeil VI in Figur 4,
- Figur 7 ein Zusammenhang zwischen einer resultierenden Unwucht und einem Winkelversatz von einem ersten Unwuchtelement und einem zweiten Unwuchtelement der Rütteleinrichtung in einer schematischen Darstellung,
- Figur 8a das erste und das zweite Unwuchtelement bei einem Winkelversatz von 180° in einer Draufsicht entlang einer Rotationsachse,
- Figur 8b die Anordnung gemäß Figur 8a in einer perspektivischen Ansicht,
- Figur 9a das erste Unwuchtelement und das zweite Unwuchtelement bei einem Winkelversatz von 90° in einer Draufsicht entlang der Rotationsachse,
- Figur 9b die Anordnung gemäß Figur 9a in einer perspektivischen Ansicht,
- Figur 10a das erste Unwuchtelement und das zweite Unwuchtelement bei einem Winkelversatz von 0° in einer Draufsicht entlang der Rotationsachse,
- Figur 10b die Anordnung gemäß Figur 10a in einer perspektivischen Ansicht,
- Figur 11 eine Ausführungsform eines ersten Unwuchtelements zusammen mit einem ersten Unwuchtwechselelement in einem unverbunden Zustand,
- Figur 12 die Anordnung gemäß Figur 11 in einem Zustand, in dem das erste Unwuchtwechselelement mit dem ersten Unwuchtelement verbunden ist,
- Figur 13 das erste Unwuchtelement gemäß Figur 11 zusammen mit einem Satz von unterschiedlichen ersten Unwuchtwechselelementen.
-
In den Figuren sind die Raumrichtungen, nämlich die vertikale Hochrichtung Z, die horizontale Querrichtung Y und die horizontale Längsrichtung X durch Pfeile gekennzeichnet.
-
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Rütteltisch 1 zum Rütteln von in Blattlagen vorliegenden gestapeltem Gut. Das gestapelte Gut kann aus in einer Stapelrichtung gestapelten Druckbögen gebildet sein.
-
Der Rütteltisch 1 weist einen Unterbau 2 und einen in dem Unterbau 2 gelagerten, neigbaren Auflagetisch 4 auf, wobei der Auflagetisch 4 eine Auflagefläche 5 zum Auflegen des gestapelten Guts aufweist. In den Figuren 1 und 2 ist der Auflagetisch 4 nicht geneigt, sodass die Auflagefläche 5 horizontal ausgerichtet ist.
-
Der Auflagetisch 4 weist einen hinteren Anschlag 6 und einen ersten seitlichen Anschlag 7 und einen zweiten seitlichen Anschlag 8 für das aufgelegte gestapelte Gut auf. Nachfolgend werden Bestandteile des Auflagetischs 5 unter Bezugnahme auf die Raumrichtungen näher beschrieben. Bei der nachfolgenden Beschreibung wird aus Gründen der Verständlichkeit von einer ungeneigten Stellung des Auflagetischs 4 und somit einer horizontalen Ausrichtung der Auflagefläche 5 ausgegangen.
-
Der hintere Anschlag 6 kann in der vertikalen Hochrichtung Z verfahren werden, sodass der hintere Anschlag 6 in eine abgesenkte Stellung verfahren werden kann, in der der hintere Anschlag 6 gegenüber der Auflagefläche 5 nach unten verschoben ist, somit nicht gegenüber der Auflagefläche 5 hervorsteht. In der abgesenkten Stellung des hinteren Anschlags 6 kann das gestapelte Gut in der Längsrichtung X von der Auflagefläche 5 heruntergeschoben werden. Der erste seitliche Anschlag 7 und der zweite seitliche Anschlag 8 sind jeweils von einer vertikalen Stellung in eine horizontale Stellung überführbar. In der Fig. 1 befindet sich der erste seitliche Anschlag 7 in der vertikalen Stellung und der zweite seitliche Anschlag 8 befindet sich in der horizontalen Stellung. Der hintere Anschlag 6 und der erste seitliche Anschlag 7 schließen einen rechten Winkel ein und dienen zum Ausrichten von auf der Auflagefläche 5 aufliegendem gestapelten Gut beim Rüttelvorgang.
-
Um das auf der Auflagefläche 5 aufliegende gestapelte Gut 2 auszurichten, wird der Auflagetisch 4 aus einer horizontalen Stellung, somit aus einer Position, in der die Auflagefläche 5 horizontal ausgerichtet ist, in Richtung der beiden Anschläge 6, 7 geneigt, um ein kantengenaues Ausrichten des gestapelten Guts 2 an den Anschlägen 6, 7 zu erreichen.
-
Auf der Unterseite des Auflagetischs 4 sind seitlich zwei Führungsschienen 3 für einen den Auflagetisch 4 überspannenden, U-förmigen Portalrahmen 80 angeordnet, wobei der Portalrahmen 80 parallel zu der Auflagefläche 5 in der Längsrichtung X in Richtung des hinteren Anschlags 6 verfahrbar ist und umgekehrt. In dem Portalrahmen 9 ist eine Ausstreicheinrichtung 70 in Form einer Walze gelagert, die dazu eingerichtet ist, im Anschluss an einen Rüttelvorgang die Luft aus dem gestapelten Gut 2 auszupressen. Die Ausstreicheinrichtung 70 wird zum Luftausstreichen auf das gestapelte Gurt abgesenkt und dann mittels des Portalrahmens 80 in der Längsrichtung X verfahren, um die Luft zwischen den einzelnen Blattlagen des gestapelten Guts auszustreichen.
-
An dem Auflagetisch 4 ist an einer der Auflagefläche 5 in der Hochrichtung Z gegenüberliegenden Unterseite des Auflagetischs 4 eine Rütteleinrichtung 9 angebracht, die dazu eingerichtet ist, den Auflagetisch 4 und somit die Auflagefläche 5 in eine Rüttelbewegung bzw. Vibrationsbewegung zu versetzen.
-
Die Rütteleinrichtung 9 ist in den Fig. 1 bis 6 isoliert dargestellt. Die Rütteleinrichtung 9 weist eine erste Unwuchteinheit 10 und eine zweite Unwuchteinheit 20 auf.
-
Die erste Unwuchteinheit 10 weist eine erste Antriebswelle 11 mit einem ersten Unwuchtelement 12 auf. Das erste Unwuchtelement 12 ist als Kreissegment ausgebildet und einteilig mit der ersten Antriebswelle 11 ausgebildet. Die erste Antriebswelle 11 ist um eine gemeinsame Rotationsachse D rotierbar. Zu diesem Zweck weist die erste Unwuchteinheit 10 einen ersten Antrieb 13 auf, wobei dieser erste Antrieb 13 einen Servomotor umfasst. Der erste Antrieb 13 ist dazu eingerichtet, die Rotation der ersten Antriebswelle 11 um die gemeinsame Rotationsachse D anzutreiben. Zu diesem Zweck weist die erste Unwuchteinheit 10 ein erstes Riemengetriebe auf, wobei der erste Antrieb 13 und die erste Antriebswelle 11 über das erste Riemengetriebe antriebsgekoppelt sind. Das erste Riemengetriebe weist einen ersten Zahnriemen 14 auf. Der erste Antrieb 13 weist eine erste Ausgangswelle mit einem ersten Zahnriemenrad 15 auf und an der ersten Antriebswelle 11 ist eine gezahnte erste Synchronscheibe 16 drehfest befestigt. Der erste Zahnriemen 14 kämmt mit dem ersten Zahnriemenrad 15 und mit der ersten Synchronscheibe 16 zur Übertragung der Rotation des ersten Zahnriemenrads 15 auf die erste Synchronscheibe 16 und somit auf die erste Antriebswelle 11. Vorliegend wird durch das erste Riemengetriebe eine Übersetzung von etwa 2,0 bereitgestellt, sodass die erste Antriebswelle 11 etwa mit der halben Drehzahl der ersten Ausgangswelle dreht.
-
Die zweite Unwuchteinheit 20 weist eine zweite Antriebswelle 21 mit einem zweiten Unwuchtelement 22 auf. Das zweite Unwuchtelement 22 ist als Kreissegment ausgebildet und formschlüssig an der zweiten Antriebswelle 21 befestigt. Die zweite Antriebswelle 21 ist ebenfalls um die gemeinsame Rotationsachse D rotierbar. Zu diesem Zweck weist die zweite Unwuchteinheit 20 einen zweiten Antrieb 23 auf, wobei dieser zweite Antrieb ebenfalls einen Servomotor umfasst. Der zweite Antrieb 23 ist dazu eingerichtet, die Rotation der zweiten Antriebswelle 21 um die gemeinsame Rotationsachse D anzutreiben. Zu diesem Zweck weist die zweite Unwuchteinheit 20 ein zweites Riemengetriebe auf, wobei der zweite Antrieb 23 und die zweite Antriebswelle 21 über das zweite Riemengetriebe antriebsgekoppelt sind. Das zweite Riemengetriebe weist einen zweiten Zahnriemen 24 auf. Der zweite Antrieb 23 weist eine zweite Ausgangswelle mit einem zweiten Zahnriemenrad 25 auf und an der zweiten Antriebswelle 21 ist eine gezahnte zweite Synchronscheibe 26 drehfest befestigt. Der zweite Zahnriemen 24 kämmt dabei mit dem zweiten Zahnriemenrad 25 und mit der zweiten Synchronscheibe 26 zur Übertragung der Rotation des zweiten Zahnriemenrad 25 auf die zweite Synchronscheibe 26 und somit auf die zweite Antriebswelle 21. Vorliegend wird durch das zweite Riemengetriebe eine Übersetzung von etwa 2,0 bereitgestellt, sodass die zweite Antriebswelle 21 etwa mit der halben Drehzahl der zweiten Ausgangswelle dreht.
-
Die erste Antriebswelle 11 und die zweite Antriebswelle 21 sind mechanisch voneinander entkoppelt, derart, dass die erste Antriebswelle 11 und die zweite Antriebswelle 21 unabhängig voneinander um die gemeinsame Rotationsachse D rotierbar sind. Entsprechend umgekehrt kann auch die zweite Antriebswelle 21 unabhängig von der ersten Antriebswelle 11 um die gemeinsame Rotationsachse D rotieren. Die erste Antriebswelle 11 ist somit von der zweiten Antriebswelle 21 in Hinblick auf die Rotation um die gemeinsame Rotationsachse D mechanisch entkoppelt und umgekehrt ist die zweite Antriebswelle 21 von der erste Antriebswelle 11 in Hinblick auf die Rotation um die gemeinsame Rotationsachse D entkoppelt. Dadurch ist es beispielsweise möglich, dass die erste Antriebswelle 11 und die zweite Antriebswelle 21 in entgegengesetzte Richtungen, somit gegensinnig, um die gemeinsame Rotationsachse D rotieren.
-
Die zweite Antriebswelle 21 ist als Hohlwelle ausgebildet, wobei das zweite Unwuchtelement 22 einteilig mit der Hohlwelle ausgebildet ist, wie insbesondere der Schnittansicht gemäß Fig. 5 zu entnehmen ist.
-
Die Rütteleinrichtung 9 weist einen Lagerkörper 30 auf, wobei der Lagerkörper 30 einen ersten Lagerabschnitt 31 und einen zweiten Lagerabschnitt 32 aufweist. Der zweite Lagerabschnitt 32 liegt dabei dem ersten Lagerabschnitt 31 in Richtung der gemeinsamen Rotationsachse D gegenüber. Gegenüberliegende Endabschnitte der ersten Antriebswelle 11 stehen jeweils gegenüber der zweite Antriebswelle 21 entlang der gemeinsamen Rotationsachse D hervor. Mit jeweils einem der Endabschnitte ist die erste Antriebswelle 11 in dem erste Lagerabschnitt 31 und in dem zweite Lagerabschnitt 32 gelagert. Die Lagerung ist dabei drehbar ausgeführt, wobei die drehbare Lagerung jeweils über ein Wälzlager 35 verwirklicht ist, dass in den ersten Lagerabschnitt 31 bzw. in den zweiten Lagerabschnitt 32 eingesetzt ist.
-
Die zweite Antriebswelle 21 ist an der ersten Antriebswelle 11 um die gemeinsame Rotationsachse D drehbar gelagert. Die drehbare Lagerung ist vorliegend durch zwei entlang der gemeinsamen Rotationsachse D versetzt angeordnete Wälzlager 34 verwirklicht, die in radialer Richtung zwischen einer Außenfläche der ersten Antriebswelle 11 und einer Innenfläche der zweiten Antriebswelle 21 angeordnet sind.
-
Der Lagerkörper 30 weist einen plattenförmigen Befestigungsabschnitt 33 auf, wobei die Rütteleinrichtung 9 im Bereich des Befestigungsabschnitts 33 an dem Auflagetisch 4 befestigt ist, derart, dass die gemeinsame Rotationsachse D senkrecht zu der Auflagefläche 5 verläuft.
-
Bei der in den Figuren 3 bis 6 dargestellten Rütteleinrichtung 9 sind das erste Unwuchtelement 12 und das zweite Unwuchtelement 22 im Wesentlichen identisch ausgebildet, sodass sich für die jeweilige Antriebswelle 11, 21 eine im Wesentlichen identische Unwucht ergibt.
-
Eine Veränderung eines Winkelversatzes zwischen der ersten Antriebswelle 11 und der zweiten Antriebswelle 21, auch als Phasenverschiebung bezeichnet, ermöglicht eine Einstellung der resultierenden Unwucht bzw. der Gesamtunwucht bei einer gleichsinnigen Rotation der ersten Antriebswelle 11 und der zweiten Antriebswelle 21 mit identischer Drehzahl.
-
Schematisch ist der Zusammenhang zwischen dem Winkelversatz und der resultierenden Unwucht in der Figur 7 dargestellt. Bei identischer Unwucht der ersten Antriebswelle 11 und der zweiten Antriebswelle 21 ergibt sich vorliegend bei einem Winkelversatz von 180° eine resultierende Unwucht von Null bzw. 0% einer maximalen Unwucht. Dargestellt in der Figur 7 ist ein Winkelversatz von 180°. Ein Winkelversatz von 180° ist ebenfalls in den Figuren 8a und 8b dargestellt. Bei einem Winkelversatz von 0° zwischen der ersten Antriebswelle 11 und der zweiten Antriebswelle 21 ergibt sich die maximal mögliche resultierende Unwucht bzw. eine resultierende Unwucht von 100 %. Ein Winkelversatz von 0° ist in den Figuren 10a und 10b dargestellt. Bei einem Winkelversatz von 90° ergibt sich eine resultierende Unwucht, die 50 % der maximal möglichen resultierenden Unwucht entspricht. Ein Winkelversatz von 90° ist in den Figuren 9a und 9b dargestellt.
-
Die Rütteleinrichtung 9 weist eine erste Sensoreinrichtung 41 auf, wobei die erste Sensoreinrichtung 41 dazu eingerichtet ist, zu detektieren, ob sich die erste Antriebswelle 11 in einer ersten Referenzwinkelstellung befindet. Ferner umfasst die Rütteleinrichtung 9 eine zweite Sensoreinrichtung 42, wobei die zweite Sensoreinrichtung 43 dazu eingerichtet ist, zu detektieren, ob sich die zweite Antriebswelle 21 in einer zweiten Referenzstellung befindet. Zu diesem Zweck weist die erste Sensoreinrichtung 41 einen ersten Näherungssensor 43 auf, wobei der erste Näherungssensor 43 dazu eingerichtet ist, eine Annäherung einer Umfangsfläche des ersten Unwuchtelements 12 zu erfassen. In gleicher Art und Weise weist die zweite Sensoreinrichtung 42 einen zweiten Näherungssensor 44 auf, wobei der zweite Näherungssensor 44 dazu eingerichtet ist, eine Annäherung einer Fläche des zweiten Unwuchtelements 22 zu erfassen. Zu diesem Zweck sind der erste Näherungssensor 43 und der zweite Näherungssensor 44 in Richtung der gemeinsamen Rotationsachse D ausgerichtet.
-
Die Rütteleinrichtung 9 weist eine in der Figur 6 lediglich schematisch dargestellte Steuereinrichtung 60 auf. Die Steuereinrichtung 60 ist dazu eingerichtet, den ersten Antrieb 13 und den zweiten Antrieb 23 anzusteuern. Die Ansteuerung kann dabei derart erfolgen, dass die erste Antriebswelle 11 mit einer ersten Drehzahl in einer ersten Rotationsrichtung um die gemeinsame Rotationsachse D rotiert und die zweite Antriebswelle 21 unabhängig von der ersten Antriebswelle 11 mit einer zweiten Drehzahl in einer zweiten Rotationsrichtung um die gemeinsame Rotationsachse D rotiert. Dabei ist es durchaus denkbar, dass die erste Drehzahl und die zweite Drehzahl unterschiedlich sind. Ferner ist es durchaus denkbar, dass die erste Rotationsrichtung und die zweite Rotationsrichtung unterschiedlich sind, sodass die erste Antriebswelle 11 gegensinnig zu der zweiten Antriebswelle 21 um die gemeinsame Rotationsachse D rotiert.
-
Beispielsweise kann die Steuereinrichtung 60 den ersten Antrieb 13 und den zweiten Antrieb 23 derart ansteuern, dass die erste Rotationsrichtung und die zweite Rotationsrichtung gegensinnig sind und die erste Drehzahl und die zweite Drehzahl gleich sind. Dadurch kann eine gerichtete Schwingung, beispielsweise entlang der Längsrichtung X oder entlang der Querrichtung Y erreicht werden.
-
Ferner kann die Steuereinrichtung 60 dazu eingerichtet sein, den ersten Antrieb 13 und den zweiten Antrieb 23 derart anzusteuern, dass während eines Rüttelvorgangs die erste Drehzahl der ersten Antriebswelle 11 mit einer ersten Periode zwischen einem ersten Minimalwert und einem ersten Maximalwert der Drehzahl periodisch variiert wird und eine zweite Drehzahl der zweiten Antriebswelle 21 mit einer zweiten Periode zwischen einem zweiten Minimalwert und einem zweiten Maximalwert periodisch variiert wird.
-
Der Rütteltisch 1 ermöglicht es, durch entsprechende Ansteuerung der Antriebe 13, 23 mittels der Steuereinrichtung 60 unterschiedlichste Rüttelbewegungen, insbesondere periodische Schwingungsmuster, zu verwirklichen. Zudem kann durch Einstellen des Winkelversatzes zwischen der ersten Antriebswelle 11 und der zweiten Antriebswelle 21 die resultierende Unwucht verändert bzw. angepasst werden. Diese Anpassung kann auch während eines Rüttelvorgangs erfolgen. Bei entsprechender Ansteuerung der Antriebe 13, 23 kann eine gerichtete Rüttelbewegung und/oder eine oszillierende Rüttelbewegung erreicht werden. Zudem können durch ein periodisches Variieren von zumindest einer der Drehzahlen des ersten Antriebs 11 oder des zweiten Antriebs 21 Schwingungsmuster gefahren werden, beispielweise eine Schwingungsfrequenz der Rüttelbewegung zyklisch verändert werden und/oder eine Amplitude der Rüttelbewegung zyklisch verändert werden. Insbesondere kann auch ein Durchlauf der Resonanzfrequenz des Auflagetischs 5 und/oder des Rütteltischs 1 verhindert oder zumindest ein Aufschwingen abgeschwächt werden durch geeignete Ansteuerung des ersten Antriebs 13 und des zweite Antriebs 23. Insbesondere kann bei einem Anfahren des ersten Antriebs 11 und des zweiten Antriebs 12 der Winkelversatz zwischen den Unwuchtelementen 12, 22 derart eingestellt werden, dass die resultierende Unwucht gering oder sogar Null ist.
-
Die Figur 11 zeigt eine mögliche Ausführungsform des ersten Unwuchtelements 12, das mit der ersten Antriebswelle 11 lösbar verbindbar ist, wobei an dem ersten Unwuchtelement 12 ein optionales erstes Unwuchtwechselelement 51 befestigt werden kann, wie dies schematisch in der Figur 11 gezeigt ist. Die Figur 12 zeigt das erste Unwuchtelement 12 und das erste Unwuchtwechselelement 51 in einem miteinander verbundenen Zustand. Durch das Anbringen des ersten Unwuchtwechselelements 51 an dem ersten Unwuchtelement 12 kann die Unwucht der ersten Antriebswelle 11 erhöht werden.
-
Die Figur 13 zeigt das erste Unwuchtelement 12 gemäß Figur 11 zusammen mit vier unterschiedlichen ersten Unwuchtwechselelementen 51A, 51B, 51C, 51D, die jeweils lösbar mit dem zweiten Unwuchtelement 12 verbindbar sind. Die Masse der vier unterschiedlichen ersten Unwuchtwechselelementen 51A, 51B, 51C, 51D sind dabei unterschiedlich und nehmen in der Darstellung gemäß der Figur 13 von links nach rechts zu. Durch ein Anbringen oder Austauschen der ersten Unwuchtwechselelemente 51A, 51B, 51C, 51D an dem ersten Unwuchtelement 12 kann die Unwucht der zweiten Antriebswelle 12 verändert werden. Dadurch kann eine Anpassung der Unwucht an das zu rüttelnden gestapelte Gut erfolgen, beispielweise kann die Unwucht der ersten Antriebswelle 11 vergrößert werden, wenn ein Stapelgewicht des zu rüttelnden Guts relativ groß ist.
Bezugszeichenliste
-
- 1 Rütteltisch
- 3 Führungsschienen
- 4 Auflagetisch
- 5 Auflagefläche
- 6 hintere Anschlag
- 7 erste seitliche Anschlag
- 8 zweite seitliche Anschlag
- 9 Rütteleinrichtung
- 10 erste Unwuchteinheit
- 11 erste Antriebswelle
- 12 erstes Unwuchtelement
- 13 erster Antrieb
- 14 erster Zahnriemen
- 15 erstes Zahnriemenrad
- 16 erste Synchronscheibe
- 20 zweite Unwuchteinheit
- 21 zweite Antriebswelle
- 22 zweites Unwuchtelement
- 23 zweiter Antrieb
- 24 zweiter Zahnriemen
- 25 zweites Zahnriemenrad
- 26 zweite Synchronscheibe
- 30 Lagerkörper
- 31 erste Lagerabschnitt
- 32 zweite Lagerabschnitt
- 33 Befestigungsabschnitt
- 35 Wälzlager
- 41 erste Sensoreinrichtung
- 42 zweite Sensoreinrichtung
- 43 erster Näherungssensor
- 44 zweiter Näherungssensor
- 51 erstes Unwuchtwechselelement
- 60 Steuereinrichtung
- 70 Ausstreicheinrichtung
- 80 Portalrahmen
- X Längsrichtung
- Y Querrichtung
- Z Hochrichtung