Beschreibung
Titel
Verfahren zum zumindest hochautomatisierten Fahren und zum infrastrukturgestützten Assistieren eines Kraftfahrzeugs innerhalb eines Parkplatzes
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum infrastrukturgestützten Assistieren eines Kraftfahrzeugs, ein Verfahren zum zumindest hochautomatisieren Fahren eines Kraftfahrzeugs, ein AVP-System für eine Infrastruktur, ein AVP-System für ein Kraftfahrzeug, ein Kraftfahrzeug, ein Computerprogramm und ein maschinenlesbares Speichermedium.
Die Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung 102023 122 469.7, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird
Die Abkürzung „AVP“ steht für „Automated Valet Parking“ und kann ins Deutsche mit „automatischer Parkservice“ übersetzt werden. Ein AVP-Prozess umfasst z. B. ein zumindest hochautomatisiertes Führen des AVP-Kraftfahrzeugs von einer Dropzone, auch Abgabeposition oder Drop-off-Zone genannt, zu einer Parkposition und z. B. ein zumindest hochautomatisiertes Führen des Kraftfahrzeugs von einer Parkposition zu einer Abholposition, auch Pickupzone genannt. An der Abgabeposition, also der Dropzone, gibt ein Fahrer des Kraftfahrzeugs das Kraftfahrzeug für einen AVP-Prozess ab. An einer Abholposition, also der Pickupzone, wird das Kraftfahrzeug nach einem Ende des AVP-Prozesses abgeholt. Ein AVP-Prozess startet also insbesondere an der Dropzone. Ein AVP-Prozess endet also insbesondere an der Pickupzone. Die Pickupzone kann gleich oder verschieden von der Dropzone sein.
Ein AVP-Kraftfahrzeug ist also ein Kraftfahrzeug, welches an einem AVP- Prozess teilnehmen kann.
Stand der Technik
Die Offenlegungsschrift DE 10 2012 222 562 A1 zeigt ein System für bewirtschaftete Parkflächen zur Überführung eines Fahrzeugs von einer Startposition in eine Zielposition.
Ein AVP-Prozess kann ein AVP-Prozess gemäß einem der folgenden AVP- Typen sein: AVP-Typ 1, AVP-Typ 2 und AVP-Typ 3.
AVP-Typ 1 kennzeichnet einen kraftfahrzeugzentrierten AVP-Prozess. Die Hauptverantwortung für den AVP-Prozess liegt beim Kraftfahrzeug.
AVP-Typ 2 kennzeichnet einen infrastrukturzentrierten AVP-Prozess. Die Hauptverantwortung für den AVP-Prozess liegt bei der Infrastruktur, also beim AVP-System.
AVP-Typ 3 kennzeichnet einen kraftfahrzeug-infrastruktur-geteilten AVP- Prozess. Hier wird eine Hauptverantwortung für den AVP-Prozess zwischen dem Kraftfahrzeug und dem AVP-System geteilt.
Wenn das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-2 fährt, ist vorgesehen, dass die Infrastruktur das Detektieren eines Objekts und/oder eines Ereignisses sowie ein entsprechende Reagieren auf ein detektiertes Objekt und/oder ein detektiertes Ereignis übernimmt. Hierfür sind innerhalb des Parkplatzes mehrere Umfeldsensoren angeordnet, deren Umfeldsensordaten als Basis für die Objektdetektion oder Ereignisdetektion verwendet werden.
Wenn das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-1 fährt, ist in der Regel vorgesehen, dass das Kraftfahrzeug auf Basis von eigenen Umfeldsensoren das Detektieren eines Objekts und/oder eines Ereignisses sowie ein entsprechendes Reagieren auf ein detektiertes Objekt und/oder ein detektiertes Ereignis durchführt. Mit
anderen Worten werden für das Fahren gemäß AVP-Typ-1 üblicherweise keine Umfeldsensoren des Parkplatzes benötigt.
Dennoch kann es Bereiche innerhalb des Parkplatzes geben, die komplex sind und/oder die zu Situationen führen können, die durch ein Fahren gemäß AVP- Typ-2 unter Verwendung von Umfeldsensoren des Parkplatzes einfacher zu bewältigen sind, als wenn sich das Kraftfahrzeug nur auf seine eigenen Umfeldsensoren verlässt. Solche Bereiche umfassen zum Beispiel eine Dropzone, also einen Bereich, an welcher ein Fahrer sein Kraftfahrzeug für den AVP-Prozess abstellt, oder Parkbuchten oder einen Bereich vor einem Treppenhaus oder einem Fahrstuhl, da hier mit mehr Menschen auf einmal zu rechnen ist als im übrigen Parkhaus.
Sämtliche Bereiche des Parkplatzes, also auch die Bereiche, die das Kraftfahrzeug ohne weiteres auch ohne Umfeldsensoren des Parkplatzes zumindest hochautomatisiert befahren könnte, mit Umfeldsensoren auszustatten, ist technisch aufwendig und teuer.
Es besteht daher ein Bedarf, diese Nachteile zu überwinden.
Offenbarung der Erfindung
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ist darin zu sehen, ein Konzept bereitzustellen, welches ermöglicht, dass ein Kraftfahrzeug innerhalb eines Bereichs eines Parkplatzes zumindest hochautomatisiert gemäß AVP-Typ-1 fahren kann.
Diese Aufgabe wird mittels des jeweiligen Gegenstands der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von jeweils abhängigen Unteransprüchen.
Nach einem ersten Aspekt wird ein Verfahren zum infrastrukturgestützten Assistieren eines Kraftfahrzeugs für eine zumindest hochautomatisierte Fahrt gemäß AVP-Typ-1 innerhalb eines Bereichs eines Parkplatzes bereitgestellt,
wobei AVP-Typ-1 ein kraftfahrzeugzentrierter AVP-Prozess ist, umfassend den folgenden Schritt:
Senden von Infrastrukturassistenzdaten durch ein infrastrukturseitiges AVP- System an das Kraftfahrzeug, basierend auf welchen das Kraftfahrzeug zumindest hochautomatisiert gemäß AVP-Typ-1 innerhalb des Bereichs fahren kann.
Nach einem zweiten Aspekt wird ein Verfahren zum zumindest hochautomatisierten Fahren eines Kraftfahrzeugs gemäß AVP-Typ-1 innerhalb eines Bereichs eines Parkplatzes bereitgestellt, umfassend die folgenden Schritte:
Empfangen von Infrastrukturassistenzdaten von einem infrastrukturseitigen AVP- System des Parkplatzes durch ein kraftfahrzeugseitiges AVP-System des Kraftfahrzeugs, basierend auf welchen das kraftfahrzeugseitige AVP-System das Kraftfahrzeug zumindest hochautomatisiert gemäß AVP-Typ-1 innerhalb des Bereichs fahren kann, zumindest hochautomatisiertes Fahren des Kraftfahrzeugs gemäß AVP-Typ-1 durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System innerhalb des Bereichs basierend auf den Infrastrukturassistenzdaten.
Nach einem dritten Aspekt wird ein AVP-System für eine Infrastruktur, insbesondere Parkplatz, bereitgestellt, welches eingerichtet ist, alle Schritte des Verfahrens nach dem ersten Aspekt auszuführen.
Nach einem vierten Aspekt wird ein AVP-System für ein Kraftfahrzeug bereitgestellt, wobei das AVP-System eingerichtet ist, alle Schritte des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt auszuführen.
Nach einem fünften Aspekt wird ein Kraftfahrzeug bereitgestellt, umfassend das AVP-System nach dem vierten Aspekt.
Nach einem sechsten Aspekt wird ein Computerprogramm bereitgestellt, welches Befehle umfasst, die bei Ausführung des Computerprogramms durch einen Computer diesen veranlassen, ein Verfahren gemäß dem ersten Aspekt und/oder gemäß dem zweiten Aspekt auszuführen.
Nach einem siebten Aspekt wird ein maschinenlesbares Speichermedium bereitgestellt, auf dem das Computerprogramm nach dem sechsten Aspekt gespeichert ist.
Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis und schließt diese mit ein, dass die obige Aufgabe dadurch gelöst wird, dass dem Kraftfahrzeug bzw. dem kraftfahrzeugseitigen AVP-System für die AVP-Typ-1-Fahrt innerhalb des Bereichs von der Infrastruktur, also vom infrastrukturseitigen AVP-System, Informationen, die Infrastrukturassistenzdaten, zur Verfügung gestellt werden, obwohl es diese Informationen aufgrund der kraftfahrzeugzentrierten Fahrt eigentlich nicht benötigt. Durch diese von der Infrastruktur zur Verfügung gestellten Informationen kann das kraftfahrzeugseitige AVP-System zum Fahren des Kraftfahrzeugs gemäß AVP-Typ-1 auf mehr Informationen zurückgreifen als ohne diese Informationen. Somit kann zum Beispiel ein Handlungsspielraum für die Fahrt erweitert werden. Somit kann zum Beispiel die Fahrt besonders effizient durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System geplant oder angepasst werden. Somit kann zum Beispiel eine Sicherheit für das Kraftfahrzeug und seine Umgebung erhöht werden.
Ein Bereich, innerhalb welchem das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-1 fährt, muss nicht mit Umfeldsensoren ausgestattet sein, die diesen Bereich überwachen. Der Grund liegt darin, dass AVP-Typ-1 ein kraftfahrzeugzentriertes Fahren ist. Die Verantwortung für das Fahren liegt allein beim kraftfahrzeugseitigen AVP- System. Für das Fahren verwendet das Kraftfahrzeug eigene Umfeldsensoren, die ein Umfeld des Kraftfahrzeugs erfassen. Basierend auf dieser Erfassung fährt das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-1.
Ein Bereich, innerhalb welchem das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-2 fährt, muss mit Umfeldsensoren ausgestattet sein, die diesen Bereich überwachen. Der Grund liegt darin, dass AVP-Typ-2 ein infrastrukturzentriertes Fahren ist. Die Verantwortung für das Fahren liegt allein bei der Infrastruktur, vorliegend beim infrastrukturseitigen AVP-System. Damit das Kraftfahrzeug infrastrukturzentriert gemäß AVP-Typ-2 fahren kann, müssen bestimmte Informationen (Infrastrukturassistenzdaten) von der Infrastruktur an das Kraftfahrzeug gesendet
werden. Um diese Informationen ermitteln zu können, werden Informationen über den Bereich benötigt, innerhalb welchem das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-2 fahren soll. Diese Informationen werden beispielsweise unter Verwendung von einem oder mehreren Umfeldsensoren ermittelt, die diesen Bereich überwachen. Somit weiß die Infrastruktur zum Beispiel, ob sich innerhalb des Bereichs ein potenzielles Kollisionsobjekt für das Kraftfahrzeug befindet und kann entsprechend eine Soll-Trajektorie zum Umfahren des Kollisionsobjekts für das Kraftfahrzeug ermitteln und an das Kraftfahrzeug senden.
Somit können also Bereiche des Parkplatzes mit Umfeldsensoren ausgestattet werden, die diese Bereiche überwachen, innerhalb derer das Kraftfahrzeug zumindest hochautomatisiert gemäß AVP-Typ 2 fährt. Somit können Bereiche des Parkplatzes vorgesehen sein, welche nicht mit Umfeldsensoren ausgestattet sind, also die nicht durch Umfeldsensoren des Parkplatzes überwacht werden. Dies ist nicht notwendig, da das Kraftfahrzeug innerhalb dieser Bereiche gemäß AVP-Typ 1 zumindest hochautomatisiert fahren soll.
Somit kann ein Montageaufwand für Umfeldsensoren innerhalb des Parkplatzes effizient reduziert werden verglichen mit dem Fall, gemäß welchem das Kraftfahrzeug ausschließlich gemäß AVP-Typ 2 innerhalb des Parkplatzes zumindest hochautomatisiert fährt, da hierfür das Kraftfahrzeug kraftfahrzeugexterne Umfeldsensoren benötigt.
Weiter werden so weniger Umfeldsensoren benötigt verglichen mit dem Fall, gemäß welchem das Kraftfahrzeug ausschließlich gemäß AVP-Typ 2 innerhalb des Parkplatzes zumindest hochautomatisiert fährt.
Ein Parkplatz im Sinne der Beschreibung kann auch als eine Parkfläche bezeichnet werden und dient als Abstellfläche für Fahrzeuge. Der Parkplatz bildet somit insbesondere eine zusammenhängende Fläche, die mehrere Stellplätze (bei einem Parkplatz auf privatem Grund) oder Parkstände (bei einem Parkplatz auf öffentlichem Grund) aufweist. Der Parkplatz kann nach einer Ausführungsform von einem Parkhaus umfasst sein. Insbesondere ist der Parkplatz von einer Garage umfasst.
Die Abkürzung „AVP“ steht für „Automated Valet Parking“ und kann ins Deutsche mit „automatischer Parkservice“ übersetzt werden. Ein AVP-Prozess umfasst z. B. ein zumindest hochautomatisiertes Führen des Kraftfahrzeugs von einer Dropzone, auch Abgabeposition genannt, zu einer Parkposition und z. B. ein zumindest hochautomatisiertes Führen des Kraftfahrzeugs von einer Parkposition zu einer Abholposition, auch Pickupzone genannt. An der Abgabeposition, also der Dropzone, gibt ein Fahrer des Kraftfahrzeugs das Kraftfahrzeug für einen AVP-Prozess ab. An einer Abholposition, also der Pickupzone, wird das Kraftfahrzeug nach einem Ende des AVP-Prozesses abgeholt. Ein AVP-Prozess startet also insbesondere an der Dropzone. Ein AVP- Prozess endet also insbesondere an der Pickupzone. Die Pickupzone kann gleich oder verschieden von der Dropzone sein.
Ein AVP-Kraftfahrzeug ist also ein Kraftfahrzeug, welches an einem AVP- Prozess teilnehmen kann. Wenn vorstehend und nachfolgend von Kraftfahrzeug geschrieben wird, soll stets mitgelesen werden, dass es sich hierbei um ein AVP- Kraftfahrzeug handelt, auch wenn der Begriff "AVP" nicht explizit verwendet wird.
Der AVP-Prozess wird auf Seiten der Infrastruktur unter Verwendung des oder durch das AVP-System nach dem dritten Aspekt durchgeführt und wird auf Seiten des Kraftfahrzeugs unter Verwendung des oder durch das AVP-System nach dem vierten Aspekt durchgeführt.
Ein AVP-Prozess kann ein AVP-Prozess gemäß einem der folgenden AVP- Typen sein: AVP-Typ 1, AVP-Typ 2 und AVP-Typ 3. Innerhalb eines AVP- Prozesses können aber auch die AVP-Typen wechseln. Dies bedeutet zum Beispiel, dass ein Teil eines AVP-Prozesses gemäß AVP-Typ 1 durchgeführt wird und ein weiterer Teil des AVP-Prozesses wird gemäß einem AVP-Typ 2 oder AVP-Typ 3 durchgeführt. Dies bedeutet zum Beispiel, dass ein AVP- Prozess in Teil-AVP-Prozesse unterteilt werden kann, welche jeweils gemäß einem der AVP-Typen 1 , 2 und 3 durchgeführt werden.
AVP-Typ 1 kennzeichnet einen kraftfahrzeugzentrierten AVP-Prozess. Die Hauptverantwortung für den AVP-Prozess liegt beim Kraftfahrzeug, d.h. beim kraftfahrzeugseitigen AVP-System.
AVP-Typ 2 kennzeichnet einen infrastrukturzentrierten AVP-Prozess. Die Hauptverantwortung für den AVP-Prozess liegt bei der Infrastruktur, also beim infrastrukturseitigen A P-System.
AVP-Typ 3 kennzeichnet einen kraftfahrzeug-infrastruktur-geteilten AVP- Prozess. Hier wird eine Hauptverantwortung für den AVP-Prozess zwischen dem Kraftfahrzeug, d.h. dem kraftfahrzeugseitigen AVP-System und dem infrastrukturseitigen AVP-System geteilt.
Ein AVP-Prozess umfasst die folgenden Vorgänge oder Funktionen:
1. Bestimmen einer Zielposition, welche innerhalb des Parkplatzes liegt, für das Kraftfahrzeug.
2. Planen einer Route von einer Startposition, welche vom Parkplatz umfasst ist, zu der Zielposition.
3. Detektieren eines Objekts und/oder eines Ereignisses sowie ein entsprechendes Reagieren auf ein detektiertes Objekt und/oder ein detektiertes Ereignis.
4. Lokalisieren des Kraftfahrzeugs innerhalb des Parkplatzes.
5. Berechnen einer Soll-Trajektorie für das Kraftfahrzeug basierend auf der geplanten Route.
6. Steuern einer Quer- und Längsführung des Kraftfahrzeugs basierend auf der berechneten Soll-Trajektorie.
Eine Zuordnung, welche dieser Vorgänge oder Funktionen je nach AVP-Typ vom Kraftfahrzeug, d.h. vom kraftfahrzeugseitigen AVP-System, oder vom infrastrukturseitigen AVP-System durchgeführt werden, gibt die folgende Tabelle an, wobei "I" für "Infrastruktur" steht, also für das infrastrukturseitige AVP-System und "K" für "Kraftfahrzeug", sodass "I" angibt, dass der Prozess durch das AVP-
System durchgeführt wird, und "K" angibt, dass der Prozess durch das Kraftfahrzeug durchgeführt wird:
In der vorstehenden Tabelle wird also für jede Funktion spezifisch für jeden AVP- Typ angegeben, ob die Funktion durch die Infrastruktur, also durch das infrastrukturseitige AVP-System, oder durch das Kraftfahrzeug, also durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System, durchgeführt wird. In einigen Fällen kann vorgesehen sein, dass die Funktion durch sowohl das infrastrukturseitige AVP- System als auch durch das Kraftfahrzeug ausgeführt wird.
Hinsichtlich der Objekt- und Ereignisdetektion für den AVP-Typ 1 kann optional vorgesehen sein, dass zusätzlich zum Kraftfahrzeug auch das infrastrukturseitige AVP-System der Infrastruktur diese Funktion ausführt.
Die hier beschriebenen AVP-Typen 1, 2 und 3 werden weiter ausführlich in der ISO 23374-2 beschrieben.
Das Kraftfahrzeug ist ein zumindest hochautomatisiertes Kraftfahrzeug. Ein solches Kraftfahrzeug ist für zumindest ein hochautomatisiertes Führen eingerichtet. Hochautomatisiertes Führen entspricht einem Automatisierungsgrad 3 gemäß der Definition der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).
Dass das Kraftfahrzeug zumindest für ein hochautomatisiertes Führen eingerichtet ist, umfasst sowohl den Fall, dass das Kraftfahrzeug für ein hochautomatisiertes Führen als auch für ein vollautomatisiertes Führen als auch für ein autonomes Führen eingerichtet ist. Vollautomatisiertes Führen entspricht einem Automatisierungsgrad 4 gemäß der Definition der BASt.
Hochautomatisiertes Führen bedeutet, dass für einen gewissen Zeitraum in einer spezifischen Situation (zum Beispiel: Fahren auf einer Autobahn, Fahren innerhalb eines Parkplatzes, Überholen eines Objekts, Fahren innerhalb einer Fahrspur, die durch Fahrspurmarkierungen festgelegt ist) eine Längs- und eine Querführung des Kraftfahrzeugs automatisch gesteuert werden. Ein Fahrer des Kraftfahrzeugs muss selbst nicht manuell die Längs -und Querführung des Kraftfahrzeugs steuern. Der Fahrer muss das automatische Steuern der Längsund Querführung nicht dauerhaft überwachen, um bei Bedarf manuell eingreifen zu können. Bei Bedarf wird automatisch eine Übernahmeaufforderung an den Fahrer zur Übernahme des Steuerns der Längs- und Querführung ausgegeben,
insbesondere mit einer ausreichenden Zeitreserve ausgegeben. Der Fahrer muss also potenziell in der Lage sein, das Steuern der Längs- und Querführung zu übernehmen. Grenzen des automatischen Steuerns der Quer- und Längsführung werden automatisch erkannt. Bei einem hochautomatisierten Führen ist es nicht möglich, in jeder Ausgangssituation automatisch einen risikominimalen Zustand herbeizuführen.
Die Formulierung "das Steuern der Längs- und Querführung zu übernehmen" kann auch durch die Formulierung "die Längs- und Querführung zu übernehmen" ersetzt werden.
Vollautomatisiertes Führen bedeutet, dass in einer spezifischen Situation (zum Beispiel: Fahren auf einer Autobahn, Fahren innerhalb eines Parkplatzes, Überholen eines Objekts, Fahren innerhalb einer Fahrspur, die durch Fahrspurmarkierungen festgelegt ist) eine Längs- und eine Querführung des Kraftfahrzeugs automatisch gesteuert werden. Ein Fahrer des Kraftfahrzeugs muss selbst nicht manuell die Längs -und Querführung des Kraftfahrzeugs steuern. Der Fahrer muss das automatische Steuern der Längs- und Querführung nicht überwachen, um bei Bedarf manuell eingreifen zu können. Vor einem Beenden des automatischen Steuerns der Quer- und Längsführung erfolgt automatisch eine Aufforderung an den Fahrer zur Übernahme der Fahraufgabe (Steuern der Quer- und Längsführung des Kraftfahrzeugs), insbesondere mit einer ausreichenden Zeitreserve. Sofern der Fahrer nicht die Fahraufgabe übernimmt, wird automatisch in einen risikominimalen Zustand zurückgeführt. Grenzen des automatischen Steuerns der Quer- und Längsführung werden automatisch erkannt. In allen Situationen ist es möglich, automatisch in einen risikominimalen Systemzustand zurückzuführen.
Autonomes Führen bzw. Fahren bedeutet, dass in allen Situationen und nicht nur in einer oder mehreren spezifischen Situationen, eine Längs- und eine Querführung des Kraftfahrzeugs automatisch gesteuert werden. Der Fahrer ist als Rückfallebene nicht mehr notwendig. Das Kraftfahrzeug kann somit fahrerlos fahren. Autonomes Führen entspricht einem Automatisierungsgrad 5 gemäß SAE (J3016), wobei SAE für "Society of Automotive Engineers" steht.
In einer Ausführungsform des Verfahrens nach dem ersten Aspekt ist vorgesehen, dass das Senden ein Senden von Infrastrukturassistenzdaten vor Beginn des AVP-Prozesses und/oder nach Beginn des AVP-Prozesses und während einer zumindest hochautomatisierten Fahrt des Kraftfahrzeugs innerhalb des Parkplatzes vor dem zumindest hochautomatisierten Fahren gemäß AVP-Typ-1 und/oder nach Beginn des AVP-Prozesses und im Rahmen eines Übergabeprozesses hin zum AVP-Typ-1-Fahren und/oder währen der zumindest hochautomatisierten Fahrt gemäß AVP-Typ-1 des Kraftfahrzeugs umfasst.
Dadurch wird z. B. der technische Vorteil bewirkt, dass die Infrastrukturassistenzdaten zu besonders geeigneten Zeitpunkten bzw. Zeitintervallen an das Kraftfahrzeug gesendet werden.
Jede Information hilft dem Kraftfahrzeug. Welche Information das Kraftfahrzeug dann verwendet, liegt in der Entscheidung / Verantwortung des Kraftfahrzeugs. Das bedeutet: Vorzugsweise werden die Informationen so schnell wie möglich bzw. sobald vorhanden an das Kraftfahrzeug gesendet. Beispielsweise kann das Kraftfahrzeug eine Liste ermitteln, welche Informationen es benötigt, und diese Liste an die Infrastruktur, also an das infrastrukturseitige AVP-System senden, welches basierend auf der Liste die entsprechenden Informationen ermittelt und an das Kraftfahrzeug sendet. Ein Zeitpunkt des Sendens der Informationen an das Kraftfahrzeug kann zum Beispiel von der Liste abhängen.
In einer Ausführungsform des Verfahrens nach dem ersten Aspekt ist vorgesehen, dass die Infrastrukturassistenzdaten ein oder mehrere der folgenden Informationen umfassen: digitale Karte des Bereichs, vom Kraftfahrzeug bei der zumindest hochautomatisierten Fahrt gemäß AVP-Typ-1 zu berücksichtigenden Regeln, Übergabeposition einer Übergabe vom AVP-Typ-1- Fahren zum AVP-Typ-2-Fahren, wobei AVP-Typ-2 ein infrastrukturzentrierter AVP-Prozess ist, Zielposition, insbesondere Parkbucht, für das Kraftfahrzeug innerhalb des Bereichs, Position einer Dropzone, Position einer Pickupzone, Soll- Fahrtroute innerhalb des Bereichs, Soll-Fahrschlauch innerhalb des Bereichs, Soll-Trajektorie innerhalb des Bereichs, Informationen über ein dynamisches Verhalten auf dem Parkplatz, Informationen über eines auf dem Parkplatz
stattgefundenen Ereignisses, insbesondere Unfall, eine von einer innerhalb des Parkplatzes angeordneten Verkehrsregeleinrichtung, insbesondere elektronisches Verkehrsschild oder Lichtsignalanlage, bereitgestellten Information.
Damit wird z. B. der technische Vorteil bewirkt, dass besonders geeignete Informationen an das Kraftfahrzeug gesendet werden.
Elektronische Schilder, wie zum Beispiel ein elektronisches Verkehrsschild, mit Informationsdaten sind für Kraftfahrzeuge und auch für Fahrer sinnvoll. Über ein elektronisches Schild kann zum Beispiel ein Parkplatzmanagementsystem anzeigen, wo auf dem Parkplatz etwas frei ist oder wo auf dem Parkplatz besonders viel Verkehr ist. Die Informationen, die ein solch elektronisches Schild anzeigen kann, können zum Beispiel an das Kraftfahrzeug gesendet werden.
In einer Ausführungsform des Verfahrens nach dem ersten Aspekt ist vorgesehen, dass die Informationen über ein dynamisches Verhalten auf dem Parkplatz und/oder die Informationen über eines auf dem Parkplatz stattgefundenen Ereignisses unter Verwendung von einem oder mehreren Infrastrukturumfeldsensoren des Parkplatzes durch das infrastrukturseitige AVP- System ermittelt werden und/oder von einem oder mehreren weiteren sich innerhalb des Parkplatzes befindenden Kraftfahrzeugen durch das infrastrukturseitige AVP-System empfangen werden und/oder von einem Online- Kartendienst und/oder von einer (online)-Datenquelle, insbesondere einem OEM- Backend und/oder einem Endgerät eines Menschen, welcher über sein Endgerät die Informationen gemeldet hat, durch das infrastrukturseitige AVP-System empfangen werden.
Dadurch wird z. B. der technische Vorteil bewirkt, dass die Informationen effizient ermittelt werden können.
So können z. B. Kraftfahrzeuge, welche sich innerhalb des Bereichs befinden, unter Verwendung ihrer jeweiligen Kraftfahrzeugumfeldsensorik ihr jeweiliges Umfeld erfassen und auf der Erfassung basierende Umfelddaten an das infrastrukturseitige AVP-System senden, welches diese entsprechend empfängt.
Diese Umfelddaten kann z. B. das infrastrukturseitige AVP-System an das Kraftfahrzeug als Infrastrukturassistenzdaten senden.
In einer Ausführungsform des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt ist vorgesehen, dass das Empfangen ein Empfangen von Infrastrukturassistenzdaten vor Beginn des AVP-Prozesses und/oder nach Beginn des AVP-Prozesses und während einer zumindest hochautomatisierten Fahrt des Kraftfahrzeugs innerhalb des Parkplatzes vor dem zumindest hochautomatisierten Fahren gemäß AVP-Typ-1 und/oder nach Beginn des AVP- Prozesses und im Rahmen eines Übergabeprozesses hin zum AVP-Typ-1- Fahren und/oder währen der zumindest hochautomatisierten Fahrt gemäß AVP- Typ-1 des Kraftfahrzeugs umfasst.
Dadurch wird z. B. der technische Vorteil bewirkt, dass die Infrastrukturassistenzdaten zu besonders geeigneten Zeitpunkten bzw. Zeitintervallen von kraftfahrzeugseitigen AVP-System empfangen werden.
In einer Ausführungsform des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt ist vorgesehen, dass die Infrastrukturassistenzdaten ein oder mehrere der folgenden Informationen umfassen: digitale Karte des Bereichs, vom Kraftfahrzeug bei der zumindest hochautomatisierten Fahrt gemäß AVP-Typ-1 zu berücksichtigenden Regeln, Übergabeposition einer Übergabe vom AVP-Typ-1- Fahren zum AVP-Typ-2-Fahren, wobei AVP-Typ-2 ein infrastrukturzentrierter AVP-Prozess ist, Zielposition, insbesondere Parkbucht, für das Kraftfahrzeug innerhalb des Bereichs, Position einer Dropzone, Position einer Pickupzone, Soll- Fahrtroute innerhalb des Bereichs, Soll-Fahrschlauch innerhalb des Bereichs, Soll-Trajektorie innerhalb des Bereichs, Informationen über ein dynamisches Verhalten auf dem Parkplatz, Informationen über eines auf dem Parkplatz stattgefundenen Ereignisses, insbesondere Unfall, eine von einer innerhalb des Parkplatzes angeordneten Verkehrsregeleinrichtung, insbesondere elektronisches Verkehrsschild oder Lichtsignalanlage, und/oder von einer (online)-Datenquelle, insbesondere einem OEM-Backend und/oder einem Endgerät eines Menschen, welcher über sein Endgerät die Informationen gemeldet hat, bereitgestellten Information.
Dadurch wird z. B. der technische Vorteil bewirkt, dass besonders geeignete Infrastrukturassistenzdaten empfangen werden.
In einer Ausführungsform des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt ist vorgesehen, dass basierend auf den Infrastrukturassistenzdaten eine zumindest hochautomatisierte Fahrt des Kraftfahrzeugs gemäß AVP-Typ-1 durch den Bereich durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System neu geplant oder eine bereits geplante zumindest hochautomatisierte Fahrt des Kraftfahrzeugs gemäß AVP-Typ-1 durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System angepasst wird, wobei das kraftfahrzeugseitige AVP-System das Kraftfahrzeug zumindest hochautomatisiert gemäß AVP-Typ-1 durch den Bereich basierend auf der neu geplanten Fahrt oder basierend auf der angepassten Fahrt fährt.
Dadurch wird z. B. der technische Vorteil bewirkt, dass das kraftfahrzeugseitige AVP-System das Kraftfahrzeug effizient zumindest hochautomatisiert gemäß AVP-Typ-1 innerhalb des Bereichs fahren kann.
Ausführungen, die im Zusammenhang nach dem ersten Aspekt, gemacht sind, gelten analog für Ausführungsformen des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt und umgekehrt.
An dieser Stelle wird angemerkt, dass, wenn vor- und/oder nachstehend geschrieben ist, dass das Kraftfahrzeug einen bestimmten Schritt oder bestimmte Schritte durchführt, so soll dies bedeuten, dass diese Schritte unter Verwendung des kraftfahrzeugseitigen AVP-Systems durchgeführt werden. Die Verfahrensschritte des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt werden somit durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System durchgeführt.
Entsprechend werden die Verfahrensschritte des Verfahrens nach dem ersten Aspekt unter Verwendung des infrastrukturseitigen AVP-Systems durchgeführt, insbesondere durch dieses durchgeführt.
In einer Ausführungsform umfasst das kraftfahrzeugseitige AVP-System ein Steuergerät zum zumindest hochautomatisierten Steuern einer Quer- und Längsführung des Kraftfahrzeugs.
Ausführungen, die im Zusammenhang mit dem Verfahren nach dem ersten Aspekt gemacht sind, gelten analog für das Verfahren nach dem zweiten Aspekt und umgekehrt. Dies bedeutet, dass sich die technischen Funktionalitäten und Merkmale des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt aus entsprechenden technischen Funktionalitäten des Verfahrens nach dem ersten Aspekt und umgekehrt ergeben.
Ein Senden und ein Empfangen im Sinne der Beschreibung ist zum Beispiel ein Senden und ein Empfangen über ein oder mehrere Kommunikationsnetzwerke. Ein Kommunikationsnetzwerk ist beispielsweise ein WI_AN-Netz oder ein Mobilfunknetz.
Das kraftfahrzeugseitige AVP-System ist zum Beispiel programmtechnisch eingerichtet, das Computerprogramm nach dem sechsten Aspekt auszuführen, welches Befehle umfasst, die bei Ausführung des Computerprogramms durch einen Computer diesen veranlassen, ein Verfahren gemäß dem zweiten Aspekt auszuführen.
Das infrastrukturseitige AVP-System ist zum Beispiel programmtechnisch eingerichtet, das Computerprogramm nach dem sechsten Aspekt auszuführen, welches Befehle umfasst, die bei Ausführung des Computerprogramms durch einen Computer diesen veranlassen, ein Verfahren gemäß dem ersten Aspekt auszuführen.
Das Verfahren nach dem ersten Aspekt und/oder das Verfahren nach dem zweiten Aspekt ist beziehungsweise sind zum Beispiel computerimplementierte Verfahren.
Das Kraftfahrzeug umfasst zum Beispiel einen oder mehrere Umfeldsensoren. Solche Umfeldsensoren können auch Kraftfahrzeugumfeldsensoren genannt werden. Solche Umfeldsensoren sind zum Beispiel vom kraftfahrzeugseitigen AVP-System umfasst. Eine Kraftfahrzeugumfeldsensorik umfasst zum Beispiel einen oder mehrere solcher Umfeldsensoren.
Das infrastrukturseitige AVP-System umfasst zum Beispiel einen oder mehrere Umfeldsensoren, die räumlich verteilt innerhalb des Parkplatzes angeordnet sind. Solche Umfeldsensoren können zum Beispiel als Infrastrukturumfeldsensoren bezeichnet werden. Eine Infrastrukturumfeldsensorik umfasst zum Beispiel einen oder mehrere solcher Infrastrukturumfeldsensoren.
Der Bereich, durch welchen das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-1 fährt weist zum Beispiel keine Infrastrukturumfeldsensoren auf.
Ein Umfeldsensor, also ein Kraftfahrzeugumfeldsensor oder ein Infrastrukturumfeldsensor, ist zum Beispiel einer der folgenden Umfeldsensoren: Radarsensor, Lidarsensor, Bildsensor, insbesondere Bildsensor einer Videokamera, beispielsweise Bildsensoren einer Stereovideokamera, Ultraschallsensor, Magnetfeldsensor, Infrarotsensor.
Die hier beschriebenen Ausführungsformen und Ausführungsbeispiele können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden, auch wenn dies nicht explizit beschrieben ist.
Ein Bereich, innerhalb welchem ein Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-1 zumindest hochautomatisiert fahren soll, kann auch als ein AVP-Typ-1-Bereich bezeichnet werden. Für einen solchen Bereich gibt zum Beispiel keine AVP- Infrastrukturüberwachung durch Infrastrukturumfeldsensoren.
Ein Bereich, innerhalb welchem ein Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-2 zumindest hochautomatisiert fahren soll, kann auch als ein AVP-Typ-2-Bereich bezeichnet werden. Für einen solchen Bereich gibt AVP-lnfrastrukturüberwachung durch Infrastrukturumfeldsensoren.
Eine AVP-lnfrastrukturüberwachung ist eine Überwachung durch einen oder mehrere Infrastrukturumfeldsensoren, wobei die auf der Überwachung ermittelten Überwachungsdaten für den AVP-Prozess verwendet werden.
Dies kann bedeutet, dass es innerhalb eines AVP-Typ-1-Bereichs zwar Infrastrukturumfeldsensoren geben kann. Diese werden jedoch nicht für eine
AVP-lnfrastrukturüberwachung verwendet. Ein Grund kann beispielsweise darin liegen, dass diese Infrastrukturumfeldsensoren bestimmte Sicherheitsanforderungen die eine AVP-lnfrastrukturüberwachung vorteilhafterweise erfüllen sollte bzw. kann nicht erfüllen. Solche Sicherheitsanforderungen umfassen beispielsweise eine oder mehrere bestimmte Sicherheitsstufen. Sicherheitsstufen sind beispielsweise die folgenden Sicherheitsstufen: QM, ASIL-A, ASIL-B, ASIL-C, ASIL-D, SIL-1, SIL-2, SIL-3.
Die Abkürzung „ASIL“ steht für die englischen Begriffe „Automotive Safety Integrity Level“, was ins Deutsche mit „Automotive Sicherheitsintegritätslever übersetzt werden kann. „Automotive Safety Integrity Level“ ist eine Schlüsselkomponente des Standards ISO26262. ASIL unterscheidet zwischen vier verschiedenen ASIL-Risikostufen, die mit ASIL-A, ASIL-B, ASIL-C und ASIL- D gekennzeichnet sind.
Die Abkürzung „SIL“ steht für die englischen Begriffe „Safety Integrity Level“, was ins Deutsche mit „Sicherheitsintegritätslevel“ übersetzt werden kann. „Safety Integrity Level“ ist eine Schlüsselkomponente des Standards IEC EN 61508. SIL unterscheidet zwischen vier verschiedenen SIL-Risikostufen, die mit SIL-1, SIL-2, SIL-3 und SIL-4 gekennzeichnet sind.
QM steht für „Quality Management“, was insbesondere bedeutet, dass Risiken tolerierbar sind, so dass besondere Sicherheitsanforderungen unnötig sind und lediglich Standardqualitätsanforderungen ausreichend sind.
Infrastrukturumfeldsensoren, die für eine AVP-Überwachung verwendet werden, erfüllen zum Beispiel eine höhere Sicherheitsstufe als Infrastrukturumfeldsensoren, die nicht für eine AVP-Überwachung verwendet werden, sondern beispielsweise für ein Erfassen einer Belegung eines Stellplatzes.
Ein zumindest hochautomatisiertes Fahren des Kraftfahrzeugs durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System umfasst zum Beispiel ein zumindest hochautomatisiertes Steuern einer Quer- und Längsführung des Kraftfahrzeugs durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System.
Das infrastrukturseitige AVP-System des Verfahrens nach dem ersten Aspekt ist das AVP-System für eine Infrastruktur, insbesondere Parkplatz, nach dem dritten Aspekt ist. D.h., dass das AVP-System nach dem dritten Aspekt als ein infrastrukturseitiges AVP-System bezeichnet werden kann, wenn es in einer Infrastruktur, insbesondere Parkplatz, implementiert ist.
Das kraftfahrzeugseitige AVP-System des Verfahrens nach dem zweiten Aspekt ist das AVP-System für ein Kraftfahrzeug nach dem vierten Aspekt. D.h., dass das AVP-System nach dem vierten Aspekt als ein kraftfahrzeugseitiges AVP- System bezeichnet werden kann, wenn es in einem Kraftfahrzeug implementiert ist.
Ein Verfahren im Sinne der Beschreibung wird zum Beispiel mittels des entsprechenden AVP-Systems durchgeführt.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Hierbei zeigen:
Fig. 1 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens nach dem ersten Aspekt,
Fig. 2 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens nach dem zweiten Aspekt,
Fig. 3 ein AVP-System nach dem vierten Aspekt,
Fig. 4 ein AVP-System nach dem dritten Aspekt,
Fig. 5 ein maschinenlesbares Speichermedium nach dem siebten Aspekt und
Fig. 6 einen Parkplatz.
Im Folgenden können für gleiche Merkmale gleiche Bezugszeichen verwendet werden.
Fig. 1 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum infrastrukturgestützten Assistieren eines Kraftfahrzeugs für eine zumindest hochautomatisierte Fahrt gemäß AVP-Typ-1 innerhalb eines Bereichs eines Parkplatzes, wobei AVP-Typ-1 ein kraftfahrzeugzentrierter AVP-Prozess ist, umfassend den folgenden Schritt: Senden 101 von Infrastrukturassistenzdaten durch ein infrastrukturseitiges AVP- System an das Kraftfahrzeug, basierend auf welchen das Kraftfahrzeug zumindest hochautomatisiert gemäß AVP-Typ-1 innerhalb des Bereichs fahren kann.
Fig. 2 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum zumindest hochautomatisierten Fahren eines Kraftfahrzeugs gemäß AVP-Typ-1 innerhalb eines Bereichs eines Parkplatzes, umfassend die folgenden Schritte: Empfangen 201 von Infrastrukturassistenzdaten von einem infrastrukturseitigen AVP-System des Parkplatzes durch ein kraftfahrzeugseitiges AVP-System des Kraftfahrzeugs, basierend auf welchen das kraftfahrzeugseitige AVP-System das Kraftfahrzeug zumindest hochautomatisiert gemäß AVP-Typ-1 innerhalb des Bereichs fahren kann, zumindest hochautomatisiertes Fahren 203 des Kraftfahrzeugs gemäß AVP-Typ- 1 durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System innerhalb des Bereichs basierend auf den Infrastrukturassistenzdaten.
Ein zumindest hochautomatisiertes Fahren des Kraftfahrzeugs durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System umfasst zum Beispiel ein zumindest hochautomatisiertes Steuern einer Quer- und Längsführung des Kraftfahrzeugs durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System.
Fig. 3 zeigt ein AVP-System 300 nach dem vierten Aspekt, welches von einem Kraftfahrzeug 301 nach dem fünften Aspekt umfasst ist bzw. in diesem implementiert ist.
Beispielhaft umfasst das kraftfahrzeugseitige AVP-System 300 eine Videokamera 303 umfassend einen Bildsensor 305. Die Videokamera 303 ist dachseitig am Kraftfahrzeug 301 angeordnet.
Das kraftfahrzeugseitige AVP-System 300 umfasst weiter beispielhaft einen ersten Radarsensor 307, welcher frontseitig im Kraftfahrzeug 301 angeordnet ist. Das kraftfahrzeugseitige AVP-System 300 umfasst weiter beispielhaft einen zweiten Radarsensor 309, welcher rückseitig am Kraftfahrzeug 301 angeordnet ist. Das kraftfahrzeugseitige AVP-System 300 umfasst weiter beispielhaft einen Ultraschallsensor 311, welcher seitlich am Kraftfahrzeug 301 angeordnet ist.
Somit umfasst das kraftfahrzeugseitige AVP-System 300 eine Kraftfahrzeugumfeldsensorik umfassend mehrere Umfeldsensoren: Bildsensor 305, Radarsensoren 307, 309 und Ultraschallsensor 311.
Diese Umfeldsensoren erfassen ein Umfeld des Kraftfahrzeugs und geben auf der Erfassung basierende Umfeldsensordaten an ein Steuergerät 313 des kraftfahrzeugseitigen AVP-Systems 300 aus. Das Steuergerät 313 verarbeitet diese Umfeldsensordaten, um das Kraftfahrzeug zumindest hochautomatisiert zu führen.
Das kraftfahrzeugseitige AVP-System 300 umfasst weiter eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle 315, welche eingerichtet ist, mit einem infrastrukturseitigen AVP-System (nicht gezeigt) zu kommunizieren.
Ein Kommunizieren im Sinne der Beschreibung umfasst ein Senden und ein Empfangen.
An dieser Stelle wird angemerkt, dass anstelle oder zusätzlich zu den in Fig. 3 gezeigten Umfeldsensoren mehr oder weniger und/oder andere Umfeldsensoren vorgesehen sein können.
An dieser Stelle wird angemerkt, dass anstelle oder zusätzlich zu dem in Fig. 3 gezeigten Steuergerät 313 mehrere Steuergeräte vorgesehen sein können.
In einer nicht gezeigten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das kraftfahrzeugseitige AVP-System 300 keine Kraftfahrzeugumfeldsensoren umfasst. In diesem Fall sind die Kraftfahrzeugumfeldsensoren bereits Teil des Kraftfahrzeugs 301.
Fig. 4 zeigt ein AVP-System 401 nach dem dritten Aspekt. Das AVP-System 401 ist eingerichtet, alle Schritte des Verfahrens nach dem ersten Aspekt auszuführen.
Beispielhaft umfasst das AVP-System 401 eine Videokamera 403 umfassend einen Bildsensor 405. Beispielhaft umfasst das AVP-System 401 einen Radarsensor 407.
Diese Umfeldsensoren sind räumlich verteilt innerhalb eines Parkplatzes (nicht gezeigt) angeordnet und erfassen jeweils einen Bereich des Parkplatzes. Auf der Erfassung basierende Umfeldsensordaten dieser Umfeldsensoren werden an eine Datenverarbeitungseinrichtung 409 ausgegeben, welche die Umfeldsensordaten verarbeitet und beispielsweise basierend auf diesen Infrastrukturassistenzdaten zum Assistieren eines zumindest hochautomatisierten Kraftfahrzeugs im Rahmen eines AVP-Prozesses ermittelt.
An dieser Stelle wird angemerkt, dass anstelle oder zusätzlich zu den in Fig. 4 gezeigten Umfeldsensoren mehr oder weniger und/oder andere Umfeldsensoren vorgesehen sein können.
Weiter umfasst das infrastrukturseitige AVP-System 401 eine drahtlose Kommunikationsschnittstelle 411 , welche eingerichtet ist, mit einem oder mehreren zumindest hochautomatisierten Kraftfahrzeugen, welche sich innerhalb des Parkplatzes befinden, zu kommunizieren.
Zum Beispiel umfasst das AVP-System 401 mehrere solcher drahtlosen Kommunikationsschnittstellen 411, welche räumlich verteilt innerhalb des Parkplatzes angeordnet sind, um eine ausreichende Funkabdeckung zu erzielen.
Die Datenverarbeitungseinrichtung 409 kann zum Beispiel einen oder mehrere Server umfassen, von denen zum Beispiel ein oder mehrere in einer Cloud- Infrastruktur implementiert sein können.
In einer nicht gezeigten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das AVP-System
401 keine Infrastrukturumfeldsensoren umfasst. In diesem Fall sind die Infrastrukturumfeldsensoren bereits Teil des Parkplatzes.
Der Bereich des Parkplatzes, innerhalb welchem das Kraftfahrzeug gemäß AVP- Typ-1 fahren bzw. fährt, ist insbesondere nicht mit solchen Infrastrukturumfeldsensoren ausgestattet.
Fig. 5 zeigt ein maschinenlesbares Speichermedium 501 nach dem siebten Aspekt, auf dem ein Computerprogramm 503 nach dem sechsten Aspekt gespeichert ist.
Fig. 6 zeigt einen Parkplatz.
Innerhalb des Parkplatzes 601 sind mehrere Bereiche festgelegt oder definiert, wobei innerhalb dieser Bereiche ein zumindest hochautomatisiertes Kraftfahrzeug im Rahmen eines AVP-Prozesses entweder gemäß AVP-Typ 1 oder gemäß AVP-Typ 2 fahren soll.
Im Einzelnen sind vier solcher Bereiche festgelegt: ein erster Bereich 603, ein zweiter Bereich 605, ein dritter Bereich 607 und ein vierter Bereich 609, welche jeweils nacheinander unmittelbar benachbart zueinander angeordnet sind.
Der erste Bereich 603 kennzeichnet eine Dropzone des Parkplatzes 601. An der Dropzone 603 gibt ein Fahrer seines Kraftfahrzeugs sein Kraftfahrzeug ab beziehungsweise stellt es innerhalb dieser Zone ab. Der AVP- Prozess startet an der Dropzone.
Im Rahmen des AVP-Prozesses soll beispielhaft das Kraftfahrzeug innerhalb des vierten Bereichs 609 einparken, da dieser gemäß den hier gezeigten Ausführungsbeispielen einen Stellplatz des Parkplatzes 601 kennzeichnet.
Zwischen der Dropzone und dem Stellplatz sind also ein zweiter Bereich 605 und ein dritter Bereich 607 festgelegt.
In Fig. 6 sind mehrere Videokameras 611 umfassend jeweils einen Bildsensor 613 gezeichnet. Im Einzelnen ist für jeden der in Fig. 6 gezeigten Bereiche eine solche Videokamera 611 gezeichnet. An dieser Stelle wird angemerkt, dass anstelle oder zusätzlich zur Videokamera 611 andere und/oder weitere Umfeldsensoren vorgesehen sein können.
Die gezeigten Videokameras 611 sollen symbolisieren, dass es für den entsprechenden Bereich eine Überwachung durch Infrastrukturumfeldsensoren gibt oder eben nicht. Wenn es keine solche Überwachung gibt, ist die entsprechend gezeigte Videokamera 611 mit einem „X“ mit dem Bezugszeichen 615 durchgekreuzt.
Innerhalb der Bereiche, für die keine AVP-lnfrastrukturüberwachung durch Infrastrukturumfeldsensoren vorgesehen ist, soll das Kraftfahrzeug im Rahmen des AVP-Prozesses gemäß AVP-Typ-1 fahren. Für die anderen Bereiche soll das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-2 fahren.
Für den dritten Bereich 607 gibt es keine AVP-lnfrastrukturüberwachung. Hier soll das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-1 fahren. Für die anderen Bereiche gibt es eine AVP-lnfrastrukturüberwachung. Hier soll das Kraftfahrzeug gemäß AVP- Typ-2 fahren
Das hier beschriebene Konzept sind insbesondere vor, dass durch die Infrastruktur, also durch das infrastrukturseitige AVP-System, dem Kraftfahrzeug bzw. dem kraftfahrzeugseitigen AVP-System Daten, die Infrastrukturassistenzdaten für eine zumindest hochautomatisierte Fahrt gemäß AVP-Typ-1 in einem Bereich des Parkplatzes, wo insbesondere keine AVP- Infrastrukturunterstützung zur Verfügung steht, zur Verfügung gestellt werden, basierend auf welchen, also den Daten, es seine Fahraufgabe durchführen kann.
Beispielsweise ist vorgesehen, dass das infrastrukturseitige AVP-System dem kraftfahrzeugseitigen AVP-System vor einer Einfahrt bzw. vor einem Übergang in einen AVP-Typ-1-Bereich und/oder während der Fahrt innerhalb des AVP-Typ-1- Bereichs Infrastrukturassistenzdaten zur Verfügung stellt, also solche sendet.
Infrastrukturassistenzdaten umfassen zum Beispiel eine oder mehrere der folgenden Daten bzw. Informationen:
Digitale Karte des Parkplatzes bzw. des Bereichs mit statischen Informationen des Bereichs. Dies bedeutet, dass die digitale Karte Informationen über zum Beispiel statische Objekte umfasst, welche sich innerhalb des Bereichs befinden. Solche statischen Objekte sind zum Beispiel: Mauer, Wand, Säule, allgemein Infrastrukturelement.
Regeln, die auf dem Parkplatz bzw. innerhalb des Bereichs berücksichtigt werden müssen (z.B. Geschwindigkeit, Vorfahrt, usw.). Diese Regeln können zum Beispiel von der digitalen Karte umfasst sein.
Position einer Übergabestelle zwischen dem AVP-Typ-1 -Bereich und einem unmittelbar angrenzendem AVP-Typ-2-Bereich, also einem Bereich, innerhalb welchem das Kraftfahrzeug gemäß AVP-Typ-2 fahren soll und für welchen es eine AVP-lnfrastrukturüberwachung gibt. Diese Position ist zum Beispiel von der digitalen Karte umfasst.
Zielposition, also zum Beispiel die Parkposition, beispielsweise die Parkposition einer Parkbucht, an welcher das Kraftfahrzeug parken soll. Die Zielposition kann zum Beispiel währen der Fahrt des Kraftfahrzeugs durch das infrastrukturseitige AVP-System geändert werden, wobei die neue Zielposition durch das infrastrukturseitige AVP-System an das kraftfahrzeugseitige AVP-System gesendet wird.
Eine Position, also insbesondere eine Parkposition, eine Zielposition, Position einer Übergabestelle, im Sinne der Beschreibung ist zum Beispiel von einer digitalen Karte des Parkplatzes umfasst, wird also durch eine solche Karte angezeigt.
Parkposition, beispielsweise die Parkposition einer Parkbucht, an welcher das Kraftfahrzeug parken soll. Die Parkposition kann zum Beispiel währen der Fahrt des Kraftfahrzeugs durch das infrastrukturseitige AVP-System geändert werden,
wobei die neue Parkposition durch das infrastrukturseitige AVP-System an das kraftfahrzeugseitige AVP-System gesendet wird.
Position einer Dropzone bzw. Pickupzone.
Soll- Fahrtroute innerhalb des Bereichs, also eine Route, die das Kraftfahrzeug abfahren soll.
Soll-Fahrschlauch, innerhalb welchem das Kraftfahrzeug bei seiner Fahrt durch den AVP-Typ-1 -Bereich fahren soll. Der Soll-Fahrschlauch umfasst zum Beispiel die Soll- Fahrtroute.
Soll-Trajektorie innerhalb des Bereichs. Die Soll-Trajektorie gibt zum Beispiel eine oder mehrere Geschwindigkeiten, insbesondere abhängig von einem Ort des Bereichs, und/oder eine oder mehrere maximal zulässige Beschleunigungen vor, insbesondere abhängig von einem Ort des Bereichs. Dies bedeutet, dass die Soll-Trajektorie zum Beispiel vorgibt, wo innerhalb des Bereichs welche Geschwindigkeit das Kraftfahrzeug fahren soll und/oder wo innerhalb des Bereichs welche maximal zulässige Beschleunigung das Kraftfahrzeug einzuhalten hat.
Dynamisches Verhalten auf dem Parkplatz und Ereignisse. Ein Beispiel für ein Ereignis ist ein Unfall.
Die Infrastrukturassistenzdaten können zum Beispiel unter Verwendung von einem oder mehreren Infrastrukturumfeldsensoren ermittelt werden, deren Überwachungsdaten aber nicht für einen AVP-Prozess verwendet werden, weil diese Infrastrukturumfeldsensoren zum Beispiel eine bestimmte Sicherheitsstufe nicht erfüllen. Die Infrastrukturassistenzdaten können zum Beispiel alternativ oder zusätzlich von anderen Quellen, beispielsweise anderen Kraftfahrzeugen, die sich innerhalb des Parkplatzes bzw. des Bereichs befinden und / oder von einem oder mehreren digitalen Kartendiensten durch das infrastrukturseitige AVP-System empfangen werden.
Daten von einer oder von mehreren Verkehrsregeleinrichtungen, insbesondere elektronisches Verkehrsschild, Lichtsignalanlage, die sich innerhalb des Parkplatzes befinden. Solche Daten umfassen zum Beispiel ein aktuelles und/oder zukünftiges Signalbild der Lichtsignalanlage und/oder eine durch das elektronische Verkehrsschild angezeigte Information und/oder von einer (online)- Datenquelle, insbesondere einem OEM-Backend und/oder einem Endgerät eines Menschen, welcher über sein Endgerät die Informationen gemeldet hat.
Basierend auf den übertragenden Infrastrukturassistenzdaten, insbesondere digitale Karte und/oder soll-Fahrtroute und/oder Soll-Fahrschlauch und/oder Soll- Trajektorie, wird das Kraftfahrzeug durch das kraftfahrzeugseitige AVP-System zumindest hochhautomatisiert gemäß AVP-Typ-1 innerhalb des Bereichs gefahren.
Zum Beispiel passt das kraftfahrzeugseitige AVP-System basierend auf den übertragenden Infrastrukturassistenzdaten das Verhalten des Kraftfahrzeugs und/oder eine Planung der Fahrt und/oder ein Ansteuern eines oder mehrerer Aktuatoren, insbesondere Antrieb, Bremse, Lenkung, des Kraftfahrzeugs laufend an.
Zu einem oder mehreren der folgenden Zeitpunkte bzw. Zeitintervallen können zum Beispiel die Infrastrukturassistenzdaten durch das infrastrukturseitige AVP- System an das kraftfahrzeugseitige AVP-System gesendet werden: Die Infrastrukturassistenzdaten werden zum Beispiel schon im Vorfeld des AVP Prozesses und / oder nach Beginn des AVP-Prozesses während der zumindest hochautomatisierten Fahrt, insbesondere gemäß AVP-Typ-2, des Kraftfahrzeugs innerhalb des Parkplatzes vor einem Einfahren in den AVP-Typ-1 und/oder bei einer Übergabe der Verantwortung des Fahrens von der Infrastruktur an das Kraftfahrzeug, also von dem infrastrukturseitigen AVP-System hin zum kraftfahrzeugseitigen AVP-System, und / oder während der Fahrt des Kraftfahrzeugs gemäß AVP-Typ-1 innerhalb des Bereichs.
Die Infrastrukturassistenzdaten werden zum Beispiel einmalig oder mehrfach, insbesondere zu den vorstehend genannten Zeitpunkten bzw. Zeitintervalle gesendet. Sofern infrastrukturseitig aktuellere Infrastrukturassistenzdaten
vorliegen sollten als die bereits gesendeten, ist zum Beispiel vorgesehen, dass die aktuelleren Infrastrukturassistenzdaten durch das infrastrukturseitige AVP- System an das kraftfahrzeugseitige AVP-System gesendet werden. Das infrastrukturseitige AVP-System aktualisiert beispielsweise die Infrastrukturassistenzdaten, sodass aktuellere Infrastrukturassistenzdaten als die bereits gesendeten vorliegen.