Verpackungsmaschine und Etikettiereinrichtunq
Die Erfindung betrifft eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Lebensmittelprodukten, insbesondere von Lebensmittelportionen, die eine oder mehrere von einem Lebensmittelprodukt abgetrennte Scheiben umfassen, wobei die Verpackungsmaschine eine Transporteinrichtung umfasst, die dazu ausgebildet ist, eine Materialbahn zum Herstellen von Verpackungen entlang einer Längsrichtung zu bewegen.
Solche Verpackungsmaschinen können insbesondere dazu genutzt werden, an die Verpackungsmaschine überführte Lebensmittelprodukte maschinell zu verpacken, um verkaufsfertige Verpackungen herzustellen. Dazu können Verpackungsmaschinen beispielsweise einen Teil einer Verarbeitungslinie bilden, in welcher die Lebensmittelprodukte beispielsweise zunächst von einer Aufschneidevorrichtung, insbesondere einem so genannten Hochgeschwin- digkeitsslicer, in Scheiben geschnitten und aus den abgetrennten Scheiben Lebensmittelportionen gebildet werden können, die daraufhin an die Verpackungsmaschine übergeben und von dieser verpackt werden.
Um die Lebensmittelprodukte und insbesondere derartige Lebensmittelportionen verpacken und entsprechende Verpackungen herstellen zu können, kann die Verpackungsmaschine eine Materialbahn entlang einer Längsrichtung bewegen und eine oder mehrere Arbeitsstationen aufweisen, an welcher die Materialbahn zum sukzessiven Herstellen der Verpackungen bearbeitet wird. Insbesondere kann die Verpackungsmaschine an einer Übergabestation auf oder in der Materialbahn gebildete Verpackungsplätze bereitstellen, auf oder in welche die zu verpackenden Lebensmittelprodukte gebracht werden können. Dazu kann die Verpackungsmaschine beispielsweise als eine Tiefziehverpackungsmaschine ausgebildet sein und eine der Übergabestation vorgelagerte Formstation aufweisen, welche dazu ausgebildet ist, Mulden oder Vertiefungen in die Materialbahn einzuziehen, so dass die Lebensmittelprodukte an der Übergabestation in die bereitgestellten Mulden eingesetzt und darin verpackt werden können. Die Mulden können daraufhin an einer Siegelstation durch eine von oben zugeführte obere Materialbahn verschlossen werden, um geschlossene Verpackungen zu erhalten. Zudem können in der Materialbahn hergestellten Verpackungen an einer der Siegelstation nachgelagerten Vereinzelungsstation vereinzelt werden. Ferner ist es beispielsweise auch möglich, Lebensmittelprodukte auf definierten Plätzen einer planen Materialbahn abzulegen, wobei auch
in diesem Fall geschlossene Verpackungen durch Versiegeln einer von oben zugeführten oberen Materialbahn mittels der Verpackungsmaschine herstellbar sein können.
Zusätzlich zu den bereits genannten Arbeitsstationen können Verpackungsmaschinen zudem eine Etikettierstation aufweisen, um Etiketten auf hergestellte Verpackungen anbringen und einem Verbraucher beispielsweise eine Produktsorte, ein Gewicht, ein Mindesthaltbarkeitsdatum oder sonstige die Verpackung oder das verpackte Lebensmittelprodukt betreffende Informationen mitteilen zu können. Üblicherweise wird dabei sowohl an der Oberseite als auch an der Unterseite einer Verpackung ein Etikett angebracht. Dies erfolgt zumeist, indem an einem geeigneten Platz der Verpackungsmaschine eine Etikettiereinrichtung angeschlossen und beispielsweise seitlich an der Verpackungsmaschine befestigt wird.
Jedoch gestaltet es sich bei einem Anschließen einer solchen gewissermaßen externen - bezüglich der sonstigen Funktionen einer Verpackungsmaschine speziellen und komplexen - Einheit an die Verpackungsmaschine grundsätzlich schwierig, den Betrieb der Etikettiereinrichtung und den Betrieb der Verpackungsmaschine aufeinander abzustimmen, so dass die Verwendung von Etikettiereinrichtungen zu Betriebsstörungen oder -Unterbrechungen führen kann. Zudem ist der Anschluss einer Etikettiereinrichtung an eine Verpackungsmaschine in der Regel auch konstruktiv aufwendig, da das Anschließen externer Einheiten meist einen unangemessen großen Bauraum beansprucht und sich die Etikettiereinrichtungen insbesondere seitlich in einen Raum neben der Verpackungsmaschine erstrecken können, der jedoch häufig als Durchgang für die Verpackungsmaschine bedienendes Personal benötigt wird. Insbesondere bei einer Etikettiereinrichtung kommt zudem hinzu, dass das äußere Anbringen beweglicher Elemente der Etikettiereinrichtung an die Verpackungsmaschine mit einem mangelhaften Zugriffsschutz einhergehen kann, was erneut gegebenenfalls zu Betriebsstörungen führen kann und die Gefahr von Verletzungen durch Quetschungen mit sich bringt.
Ferner stellen sich die oben genannten Schwierigkeiten im Hinblick auf Etikettiereinrichtungen insbesondere daher, da häufig sowohl eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Oberseite von Verpackungen als auch eine weitere Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten an einer Unterseite der Verpackungen vorgesehen ist, wobei die Etikettiereinrichtungen zumeist auf einander gegenüberliegenden Seiten der Verpackungsmaschine angebracht werden. Die Verpackungsmaschine bedienendes Personal muss daher stets zwischen den Seiten der Verpackungsmaschine wechseln, um Anpassungen an einer jeweiligen Etikettiereinrichtung vornehmen zu können, so dass solche Anpassungen einen hohen Zeitaufwand bedeuten und eine mangelhafte Integration oder ein fehlerhafter Betrieb von Etikettiereinrichtungen zu erheblichen Unterbrechungen des Betriebs einer Verpackungsmaschine
oder einer eine Verpackungsmaschine umfassenden Verarbeitungslinie und damit des zu erreichenden Produktdurchsatzes führen können.
Daher ist es eine Aufgabe der Erfindung, Verpackungsmaschinen sowie Etikettiereinrichtungen zu schaffen, die einen zuverlässigen Betrieb bei einer möglichst hohen Integration der Etikettiereinrichtungen in die Verpackungsmaschine und/oder in eine die Verpackungsmaschine umfassende Verarbeitungslinie ermöglichen.
Diese Aufgabe wird zunächst gelöst durch eine Verpackungsmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 .
Die Verpackungsmaschine weist eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf der Materialbahn auf, welche einen Etikettenspender und eine entlang der Längsrichtung bewegbare Anbringeinrichtung zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn aufweist, wobei der Etikettenspender dazu ausgebildet ist, anzubringende Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Darüber hinaus weist die Etikettiereinrichtung einen Antrieb auf, welcher dazu ausgebildet ist, die Anbringeinrichtung entlang der Längsrichtung zu verfahren. Der Antrieb umfasst einen Motor und ist dazu ausgebildet, die Anbringeinrichtung relativ zu dem Motor entlang der Längsrichtung zu verfahren.
Indem die Verpackungsmaschine die Etikettiereinrichtung aufweist, bildet die Etikettiereinrichtung somit eine Komponente der Verpackungsmaschine und muss nicht als zusätzliches und optional anzubringendes externes Anbauteil an die Verpackungsmaschine angebracht werden, sondern ist im Gegenteil gewissermaßen fest in die Verpackungsmaschine integriert. Diese Integration ermöglicht eine verbesserte Abstimmung zwischen dem Betrieb der Etikettiereinrichtung und dem Betrieb der weiteren Komponenten der Verpackungsmaschine, wobei die Etikettiereinrichtung zudem insbesondere durch eine Steuereinrichtung der Verpackungsmaschine und/oder eine übergeordnete Liniensteuerung einer Verarbeitungslinie ansteuerbar sein kann, welche auch die weiteren Komponenten der Verpackungsmaschine steuert. Insbesondere durch eine solche gemeinsame Ansteuerung kann eine komplexe Kommunikation zwischen verschiedenen Steuereinrichtungen vermieden werden, so dass etwa durch die zentrale Steuereinrichtung vorgegebene Taktzeiten der Verpackungsmaschine unmittelbar auch für die Etikettiereinrichtung gelten können. Darüber hinaus ermöglicht die Integration der Etikettiereinrichtung in die Verpackungsmaschine und insbesondere deren Steuerung auch, auf möglichst einfache Weise Daten an die Etikettiereinrichtung zu übermitteln, welche die Verpackungen und/oder die darin verpackten Lebensmittelprodukte betreffen, so dass etwa speziell auf ein Lebensmittelprodukt abgestimmte Informationen, beispielsweise ein Produktgewicht, an einen
Drucker der Etikettiereinrichtung übermittelt und auf einem entsprechenden Etikett aufgedruckt werden können. Insbesondere kann die Etikettiereinrichtung dazu einen Drucker aufweisen, welcher dazu ausgebildet ist, von dem Etikettenspender bereitgestellte Etiketten vor dem Übergeben an die Anbringeinrichtung zu bedrucken.
Beispielsweise kann der Etikettenspender einen Etikettenspeicher aufweisen, in welchen ein zu einer Rolle aufgewickeltes Etikettenträgerband einbringbar sein kann, auf welchem die Etiketten, insbesondere unbedruckt, bereitgestellt und/oder aufgeklebt sind. Das Etikettenträgerband kann, insbesondere über mehrere Umlenk- und/oder Tänzerrollen, zu einem Drucker der Etikettiereinrichtung geführt werden, so dass die auf dem Etikettenträgerband bereitgestellten Etiketten bedruckt werden können. Daraufhin können die Etiketten an die Anbringeinrichtung übergeben werden, wozu die Etiketten beispielsweise über eine Übergabekante geführt werden können, an welcher das Etikettenträgerband einen Knick bilden und sich die Etiketten von dem Etikettenträgerband lösen können.
Die Anbringeinrichtung kann beispielsweise ein Gehäuse aufweisen, in dessen Innenraum ein Unterdrück durch eine Unterdruckeinrichtung erzeugbar ist, um die von dem Etikettenträgerband gelösten Etiketten übernehmen zu können. Zudem kann die Anbringeinrichtung beispielsweise mehrere umlaufende und antreibbare Riemen aufweisen, um die übernommenen Etiketten quer zu der Längsrichtung der Verpackungsmaschine bewegen und in eine vorgesehene Position bringen zu können, die einer zu etikettierenden Verpackung zugeordnet ist. Um die Etiketten auf der Materialbahn anbringen zu können, kann die Anbringeinrichtung beispielsweise mehrere senkrecht zu einer Erstreckungsfläche der Etiketten bewegbare Anbringelemente, insbesondere bewegbare Stifte aufweisen, durch welche die Etiketten von dem Riemen gelöst und in Kontakt zu der Materialbahn gebracht werden können. Das Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn kann insbesondere durch Aufkleben erfolgen.
Insofern kann die Anbringeinrichtung grundsätzlich dazu ausgebildet sein, Etiketten von dem Etikettenspender zu übernehmen und quer zu der Längsrichtung auszurichten, um die Etiketten an einem vorgesehenen, insbesondere in einer sich quer zu der Längsrichtung erstecken- den Querrichtung definierten Ort auf der Materialbahn anbringen zu können. Zudem weist die Etikettiereinrichtung jedoch einen Antrieb auf, mittels dessen die Anbringeinrichtung entlang der Längsrichtung bewegbar ist, so dass ein anzubringendes Etikett auch in Längsrichtung ausgerichtet und an einer in zwei Dimensionen festgelegten Position exakt auf der Materialbahn angebracht werden kann. Darüber hinaus kann die Verpackungsmaschine insbesondere zu einem taktweisen Vorziehen der Materialbahn und zu einem Bereitstellen mehrerer in Längsrichtung zueinander beabstandeter Reihen von Verpackungen während eines Takts
ausgebildet sein, wobei die Etikettiereinrichtung dazu ausgebildet sein kann, die Verpackungen sämtlicher Reihen während einer Taktpause durch Anbringen von Etiketten zu etikettieren. Daher kann der Antrieb der Etikettiereinrichtung beispielsweise auch dazu dienen, die Anbringeinrichtung während eines solchen Anbringens von Etiketten und während der Taktpause, in welcher die Materialbahn stillsteht, von Reihe zu Reihe zu verfahren, um die Reihen von Verpackungen nacheinander etikettieren zu können.
Insbesondere kann die Verpackungsmaschine zu einem Bereitstellen eines Formats von Verpackungen ausgebildet sein, wobei das Format durch eine Matrix von in m Reihen entlang der Längsrichtung angeordneter Verpackungen und in n Spuren in Längsrichtung nebeneinanderliegender Verpackungen gebildet sein kann. Die Anbringeinrichtung kann dazu ausgebildet sein, gleichzeitig Verpackungen in den n Spuren zu etikettieren, indem eine entsprechende Anzahl von Etiketten von dem Etikettenspender übernommen und quer zu der Längsrichtung an der Anbringeinrichtung in eine entsprechende Position und/oder Spur gebracht werden kann. Während einer Taktpause können daher insbesondere nacheinander die m Reihen von Verpackungen angefahren und die in einer jeweiligen Reihe befindlichen Verpackungen gleichzeitig etikettiert werden. Bei den Parametern n und m kann es sich insbesondere um natürliche Zahlen größer oder gleich 1 handeln.
Der Antrieb zum Bewegen der Anbringeinrichtung in Längsrichtung ermöglicht es somit, die Etiketten an vorgesehene Positionen zu bringen und beispielsweise verschiedene Reihen von Verpackungen anzufahren. Zudem ermöglicht die Ausbildung des Antriebs zum Verfahren der Anbringeinrichtung relativ zu dem Motor einen verbesserten, sichereren und beschleunigten Betrieb, auch, weil weniger Masse im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen mit externen Etikettiereinrichtungen bewegt werden muss. Ein Vorteil, welcher erneut vornehmlich durch die unmittelbare Integration der Etikettiereinrichtung in die Verpackungsmaschine erreicht werden kann.
Aufgrund der externen Anbringung von Etikettiereinrichtungen an Verpackungsmaschinen im Stand der Technik werden zumeist Antriebskonzepte verfolgt, bei denen der Motor zum Bewegen der Anbringeinrichtung selbst gemeinsam mit der Anbringeinrichtung verfahren wird, die Anbringeinrichtung also nicht relativ zu dem Motor entlang der Längsrichtung verfahrbar ist. Bei der hierein offenbarten Verpackungsmaschine oder deren Etikettiereinrichtung kann der Motor hingegen während des Verfahrens der Anbringeinrichtung insbesondere unbewegt bleiben, so dass das zu bewegende Gewicht gegenüber herkömmlichen Lösungen reduziert werden kann, was beispielsweise ein schnelleres und flexibleres Verfahren der Anbringeinrichtung in Längsrichtung ermöglichen und damit gegebenenfalls Taktzeiten reduzieren kann. Zudem
können durch das reduzierte zu bewegende Gewicht etwaige Schwingungen während des Verfahrens der Anbringeinrichtung verringert und präzisere Bewegungen erreicht werden. Ferner ist die Bewegung der Anbringeinrichtung bei geringerem Gewicht weniger träge, wodurch eine flexiblere Ansteuerung der Anbringeinrichtung und beispielsweise ein Abbremsen in dem Verfahrweg der Anbringeinrichtung ermöglicht werden kann, um etwa Verletzungen durch Quetschungen oder Beschädigungen der Anbringeinrichtung vermeiden zu können.
Grundsätzlich kann vorgesehen sein, dass die Etikettiereinrichtung dazu ausgebildet ist, Etiketten auf von der Verpackungsmaschine bereitgestellten Verpackungen anzubringen, welche in der Materialbahn gebildet sind. Daher kann die Etikettiereinrichtung insbesondere nach einer Übergabestation der Verpackungsmaschine und/oder nach einer Siegelstation der Verpackungsmaschine angeordnet sein, um die verschlossenen Verpackungen zu etikettieren. Zudem kann die Etikettiereinrichtung zu einem Etikettieren der Verpackungen an einer Oberseite und/oder an einer Unterseite ausgebildet sein. Bei der erwähnten Materialbahn kann es sich daher insbesondere um eine von oben zugeführte obere Materialbahn, welche die Verpackungen verschließt, und/oder um eine von unten zugeführte untere Materialbahn handeln, auf welcher die Lebensmittelprodukte aufliegen. Die Materialbahn kann beispielsweise als Folienbahn, Papierbahn oder Materialbahn organischen Materials ausgebildet sein.
Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung sowie den Figuren erläutert.
Bei einigen Ausführungsformen kann der Motor als Servomotor ausgebildet sein.
Ein Servomotor zum Verfahren der Anbringeinrichtung kann einen grundsätzlich beliebig ausgebildeten Elektromotor mit einem Rotor, beispielsweise einem Gleichstrommotor, einem Asynchronmotor oder einem Synchronmotor, aufweisen und umfasst insbesondere eine Messeinrichtung, welche es ermöglicht, jederzeit die genaue Position und/oder die Drehstellung und/oder den Drehwinkel des Rotors zu bestimmen. Dabei kann diese Positionsmessung beispielsweise über einen Drehgeber erfolgen, wozu insbesondere ein Resolver, ein Inkrementaldrehgeber oder ein Attributdrehgeber vorgesehen sein kann.
Ferner kann der Servomotor insbesondere ein Bestandteil eines Servoantriebs zum Verfahren der Anbringeinrichtung sein, als welcher der erwähnte Antrieb somit ausgebildet sein kann. Der Servoantrieb kann insbesondere den Servomotor und den Servoumrichter mit Leistungselektronik und -regelung umfassen. Ein solcher Servomotor kann daher ein exaktes Verfahren der Anbringeinrichtung und Positionieren der Etiketten in Längsrichtung ermöglichen, wobei
der Servomotor insbesondere positionsgeregelt, momentengeregelt und/oder geschwindigkeitsgeregelt sein kann.
Bei einigen Ausführungsformen kann sich der Motor ferner entlang der Längsrichtung erstrecken. Der Motor kann daher insbesondere quer zu der Längsrichtung schmal ausgebildet sein, um beispielsweise seitlich an einem Rahmen der Verpackungsmaschine angebracht werden zu können (beispielsweise mit einem angeflanschten Winkelgetriebe), ohne dass dies mit einer Einschränkung der Zugriffsmöglichkeiten ins Gehäuse im Bereich von Arbeitsstationen oder einer Verbreiterung der Verpackungsmaschine einhergeht. Alternativ dazu kann sich der Motor bei einigen Ausführungsformen in vertikaler Richtung erstrecken und dazu ausgebildet sein, eine Motorwelle um eine vertikale Motorachse anzutreiben. Auch dies kann eine schmale Ausbildung des Motors in Querrichtung ermöglichen, wobei eine um eine vertikale Motorachse drehende Motorwelle zudem ein einfaches Antreiben eines in einer horizontalen Ebene umlaufenden Riemens zum Antreiben der Anbringeinrichtung ermöglichen kann, wie nachstehend noch erläutert ist.
Der Motor kann bei einigen Ausführungsformen an einem Rahmen der Verpackungsmaschine ortsfest gehalten sein.
Insbesondere kann die Verpackungsmaschine einen Rahmen aufweisen, über weichen jeweilige Arbeitsstationen der Verpackungsmaschine, beispielsweise eine Formstation, eine Siegelstation und/oder eine Trennstation, am Boden abgestützt sind. Indem der Motor an dem Rahmen der Verpackungsmaschine ortsfest gehalten sein kann, kann die Anbringeinrichtung somit relativ zu der Abstützung des Motors an dem Rahmen verfahrbar sein. Insbesondere kann der Motor seitlich an dem Rahmen der Verpackungsmaschine gehalten sein.
Die Anbringeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen zum Verfahren entlang der Längsrichtung durch eine Führungseinrichtung geführt sein, wobei die Führungseinrichtung an dem Rahmen der Verpackungsmaschine angeordnet sein kann.
Insbesondere kann die Führungseinrichtung zudem an dem Rahmen abgestützt sein, so dass auch die Anbringeinrichtung und/oder die Etikettiereinrichtung über die Führungseinrichtung an dem Rahmen der Verpackungsmaschine abgestützt sein kann. Die Führungseinrichtung kann dazu ausgebildet sein, die Anbringeinrichtung entlang des Rahmens der Verpackungsmaschine zu führen, so dass das Verfahren der Anbringeinrichtung exakt entlang der Erstreckungsrichtung der Verpackungsmaschine und deren Rahmens - also in Längsrichtung - erfolgen
kann, ohne dass eine langwierige Ausrichtung der Etikettiereinrichtung entlang dieser Längsrichtung während eines Anbaus einer externen Etikettiereinrichtung erfolgen muss.
Die Führungseinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen eine sich in Längsrichtung erstreckende Führungsstange aufweisen, auf welcher ein durch den Motor verfahrbarer Schlitten geführt sein kann, mit welchem die Anbringeinrichtung verbunden ist. Erneut ermöglicht es eine solche Führungsstange mit einem Schlitten, die Bewegung der Anbringeinrichtung auf einfache Weise auf die Längsrichtung der Verpackungsmaschine auszurichten.
Die Führungsstange kann bei einigen Ausführungsformen an einem sich in Längsrichtung erstreckenden seitlichen Holm des Rahmens der Verpackungsmaschine angeordnet sein.
Der Holm des Rahmens kann insbesondere seitlich außen an der Verpackungsmaschine angeordnet sein und sich als ein Längsträger zum Abstützen von Komponenten der Verpackungsmaschine in Längsrichtung erstrecken. Zudem kann der Holm bei einigen Ausführungsformen eine Verkleidung aufweisen und/oder an dem Holm kann eine Verkleidung der Verpackungsmaschine, beispielsweise aus Blechen, abgestützt sein. Insbesondere kann an dem Holm ein durch die Verkleidung begrenzter Innenraum ausgebildet sein, durch welchen beispielsweise Kabel zur Versorgung von Komponenten der Verpackungsmaschine mit elektrischer Energie führbar und vor einem Zugriff oder vor Beschädigungen geschützt sein können. Im Rahmen der vorliegenden Offenbarung wird der an dem Holm oder einem Längsträger des Rahmens der Verpackungsmaschine abgestützte Teil einer Verkleidung der Verpackungsmaschine, insbesondere einer Seitenverkleidung, als Teil des Holms verstanden, so dass insbesondere ein durch eine Verkleidung begrenzter Innenraum, welcher sich in Längsrichtung im Bereich eines Längsträgers eines Rahmens einer Verpackungsmaschine erstreckt und/oder in Richtung der Materialbahn durch den Längsträger oder Holm begrenzt ist, in der vorliegenden Offenbarung auch als Innenraum des Holms bezeichnet werden kann.
Indem die Führungsstange an dem Holm des Rahmens der Verpackungsmaschine angeordnet sein kann, kann die Führungsstange zunächst zuverlässig an dem Rahmen der Verpackungsmaschine abgestützt sein, um auch die Anbringeinrichtung an dem Rahmen abstützen zu können. Zudem kann die Führungsstange dadurch seitlich beabstandet zu der Materialbahn, jedoch durch die Anbringung an dem Rahmen der Verpackungsmaschine in möglichst unmittelbarer Nähe zu der Materialbahn angeordnet werden. Dies kann eine kompakte Integration der Etikettiereinrichtung und insbesondere der Anbringeinrichtung in die Verpackungsmaschine ermöglichen.
Der Holm kann bei einigen Ausführungsformen an einer Oberseite eine Freistellung aufweisen, in welcher die Führungsstange angeordnet ist. Insbesondere kann die Freistellung an einer Oberseite der bereits erwähnten Verkleidung der Verpackungsmaschine bzw. des Holms ausgebildet sein.
Indem der Holm eine solche Freistellung zum Anordnen der Führungsstange aufweisen kann, kann der entlang der Führungsstange geführte Schlitten an der Oberseite des Holms zugänglich sein, um insbesondere die Anbringeinrichtung abstützen zu können. Ferner kann der Holm und/oder die Verkleidung an der Oberseite - insbesondere im Arbeitsbereich der Etikettiereinrichtung - abgesehen von dieser Freistellung im Wesentlichen geschlossen sein, um beispielsweise einen Zugriffsschutz für weitere, in einem von der Verkleidung und/oder dem Holm umschlossenen Innenraum geführte Komponenten und/oder Kabel zu bilden.
Die Anbringeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen oberhalb der Freistellung mit dem Schlitten verbunden sein.
Beispielsweise kann die Anbringeinrichtung vertikal in Flucht zu der Materialbahn angeordnet sein, um Etiketten auf bereitgestellten Verpackungen anbringen zu können. Um eine solche Anordnung zu ermöglichen, kann an der Oberseite des insbesondere an dem seitlichen Rahmen an der Führungsstange geführten Schlittens beispielsweise ein Verbindungselement, etwa eine Verbindungsstrebe, abgestützt sein, durch welches der Abstand zwischen der Anbringeinrichtung und dem Rahmen der Verpackungsmaschine in Querrichtung überbrückbar und über welches die Anbringeinrichtung an dem Schlitten abstützbar sein kann.
Insbesondere kann eine solche Verbindung der Anbringeinrichtung bei einer Etikettiereinrichtung vorgesehen sein, welche dazu ausgebildet ist, bereitgestellte Verpackungen an einer Oberseite zu etikettieren, und bei welcher die Anbringeinrichtung oberhalb der Materialbahn positioniert ist. Ebenso kann eine solche Anbringung der Anbringeinrichtung jedoch auch bei Etikettiereinrichtungen vorgesehen sein, welche dazu ausgebildet sind, bereitgestellte Verpackungen an einer Unterseite zu etikettieren, und bei welchen die Anbringeinrichtung unterhalb der Materialbahn positioniert ist. Bei derartigen Etikettiereinrichtungen kann die unterhalb der Materialbahn positionierte Anbringeinrichtung insbesondere durch ein ausgehend von der Anbringeinrichtung seitlich außen an dem Holm vorbeigeführtes und an der Oberseite zu dem Schlitten zurückgeführtes Verbindungselement an der Oberseite mit dem Schlitten verbunden sein.
Der Motor kann bei einigen Ausführungsformen in einem Innenraum des Holms angeordnet sein. Insbesondere kann der Motor in einem Innenraum angeordnet sein, welcher durch eine an dem Holm angeordnete Verkleidung gebildet und/oder begrenzt ist. Insbesondere kann der Motor zumindest im Wesentlichen umfänglich von dem Holm und/oder der Verkleidung umgeben sein, um dadurch zuverlässig vor einem Zugriff geschützt werden zu können. Alternativ dazu kann beispielsweise auch vorgesehen sein, den Motor in eine vertikale Strebe eines Rahmens der Verpackungsmaschine zu integrieren, insbesondere bei vertikaler Ausrichtung des Motors.
Der Motor kann bei einigen Ausführungsformen durch ein Koppelelement, insbesondere einen Riemen, mit dem Schlitten verbunden und dazu ausgebildet sein, den Schlitten durch Antreiben des Koppelelements zu bewegen. Ein solches Koppelelement, insbesondere ein Riemen und/oder Zahnriemen, kann somit ermöglichen, von dem Motor generierte Antriebsleistung auf den Schlitten zu übertragen und den Schlitten relativ zu dem feststehenden Motor zu bewegen, um auch die Anbringeinrichtung relativ zu dem Motor in Längsrichtung verfahren zu können.
Das Koppelelement kann bei einigen Ausführungsformen als umlaufender Riemen ausgebildet sein. Insbesondere kann der Riemen unterbrochen sein und jeweilige Enden des Riemens können an dem Schlitten befestigt, insbesondere angeklemmt, sein, so dass der Schlitten die Unterbrechung des Riemens gewissermaßen überbrücken kann.
Der Riemen kann ferner insbesondere als Zahnriemen ausgebildet sein und/oder das Koppelelement kann entlang der Längsrichtung der Verpackungsmaschine umlaufen. Insbesondere kann das Koppelelement über zwei um eine vertikale Drehachse drehbare Umlenkrollen geführt sein. Zudem kann der Motor bei einigen Ausführungsformen über eine Zahnscheibe mit dem Koppelelement und/oder einer Umlenkrolle verbunden sein, um das Koppelelement und darüber den Schlitten sowie die Anbringeinrichtung antreiben zu können. Auch dies kann eine schmale Ausbildung des Antriebs für die Anbringeinrichtung ermöglichen, um den Antrieb konstruktiv möglichst einfach in die Verpackungsmaschine integrieren zu können.
Das Koppelelement kann bei einigen Ausführungsformen in einem Innenraum des Holms geführt sein. Insbesondere kann das Koppelelement in einem Innenraum geführt sein, welcher durch eine an dem Holm angeordnete Verkleidung gebildet ist. Insofern kann auch das Koppelelement und insbesondere ein umlaufender Riemen gegen einen äußeren Zugriff geschützt und vollständig und kompakt in die Verpackungsmaschine integriert sein, ohne etwa außen auf die Verpackungsmaschine aufgesetzt werden zu müssen.
Die Führungsstange kann bei einigen Ausführungsformen an einer Antriebsseite der Etikettiereinrichtung an der Verpackungsmaschine angeordnet sein, wobei die Führungseinrichtung bei solchen Ausführungsformen eine weitere Führungsstange aufweisen kann, welche sich entlang der Längsrichtung erstreckt und an einer der Antriebsseite entgegengesetzten Stützseite an der Verpackungsmaschine angeordnet ist. Zudem kann die Anbringeinrichtung an der Stützseite über einen entlang der weiteren Führungsstange bewegbaren weiteren Schlitten abgestützt sein.
Die Führungsstange und die weitere Führungsstange können somit quer zu der Längsrichtung voneinander beabstandet sein, um eine beidseitige Abstützung der die Materialbahn überbrückenden Anbringeinrichtung über jeweilige Schlitten zu ermöglichen. Insbesondere kann eine von dem Motor des Antriebs entfaltete Kraft zum Bewegen der Anbringeinrichtung zunächst auf den an der Führungsstange angeordneten Schlitten und von diesem auf die Anbringeinrichtung übertragen werden, welche die Kraft wiederum auf den an der weiteren Führungsstange angeordneten Schlitten übertragen kann, der daher lediglich passiv mitbewegbar sein und insofern der Führung der Anbringeinrichtung, nicht jedoch zwangsläufig deren Antrieb dienen kann. Es ist jedoch auch möglich, dass die Etikettiereinrichtung einen weiteren Motor zum Antreiben des an der weiteren Führungsstange angeordneten Schlittens aufweist.
Bei einigen Ausführungsformen kann der Motor an der Antriebsseite angeordnet sein. Insofern können bei einigen Ausführungsformen die aktiven Komponenten des Antriebs, insbesondere der Motor, ein Koppelelement und der an der Führungsstange geführte Schlitten, an der Antriebsseite angeordnet sein.
Die weitere Führungsstange kann bei einigen Ausführungsformen an dem Rahmen der Verpackungsmaschine abgestützt sein. Insofern kann auch die Anbringeinrichtung beidseitig an dem Rahmen der Verpackungsmaschine abgestützt und die Gewichtskraft der Anbringeinrichtung auf den Rahmen der Verpackungsmaschine ableitbar sein.
Der Rahmen der Verpackungsmaschine kann bei einigen Ausführungsformen an der Antriebsseite und an der Stützseite einen jeweiligen sich entlang der Längsrichtung erstreckenden äußeren Holm aufweisen und die Verpackungsmaschine kann eine Kettenführung zum Bewegen der Materialbahn umfassen. Ferner kann die Führungsstange an dem an der Antriebsseite angeordneten Holm angeordnet sein und die weitere Führungsstange kann zwischen der Kettenführung und dem an der Stützseite angeordneten Holm angeordnet sein. Die Kettenführung
kann insbesondere Teil der Transporteinrichtung der Verpackungsmaschine und dazu vorgesehen sein, die Materialbahn entlang der Längsrichtung zu bewegen.
Durch eine derartige Anordnung kann somit der an der Stützseite der Etikettiereinrichtung angeordnete Holm freigehalten werden, um daran beispielsweise eine Führungseinrichtung einer weiteren Etikettiereinrichtung abstützen zu können, deren weitere Führungsstange wiederum auf der entgegengesetzten Seite zwischen der Kettenführung und dem dort angeordneten Holm angebracht sein kann. Insofern können die beiden Etikettiereinrichtungen gewissermaßen gespiegelt an dem Rahmen der Verpackungsmaschine abgestützt sein. Insbesondere kann dies ermöglichen, eine erste Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten an einer Oberseite der bereitgestellten Verpackungen und eine zweite Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten an einer Unterseite der bereitgestellten Verpackungen an der Verpackungsmaschine anzuordnen bzw. in die Verpackungsmaschine zu integrieren.
Die weitere Führungsstange kann bei einigen Ausführungsformen oberhalb der Führungsstange angeordnet sein. Bei anderen Ausführungsformen kann die weitere Führungsstange unterhalb der Führungsstange angeordnet sein.
Insbesondere kann es bei einer Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Oberseite bereitgestellter Verpackungen vorgesehen sein, dass die weitere Führungsstange oberhalb der Führungsstange angeordnet ist. Durch eine solche Anordnung der weiteren Führungsstange kann insbesondere auch die Anbringeinrichtung oberhalb der Materialbahn positioniert werden.
Bei Etikettiereinrichtungen, die dazu vorgesehen sind, Etiketten an einer Unterseite der bereitgestellten Verpackungen anzubringen, kann die weitere Führungsstange hingegen insbesondere unterhalb der Führungsstange angeordnet ist, wobei auch die Anbringeinrichtung unterhalb der Materialbahn positioniert sein kann.
Der Antrieb kann bei einigen Ausführungsformen zumindest im Wesentlichen unterhalb einer Ebene angeordnet sein, in welcher die Materialbahn geführt ist.
Insbesondere können der Motor und ein Koppelelement, über welches der Motor mit einem Schlitten zum Bewegen der Anbringeinrichtung verbunden ist, vollständig unterhalb der genannten Ebene angeordnet sein. Zudem kann bei einigen Ausführungsformen auch die erwähnte Führungsstange unterhalb dieser Ebene angeordnet sein. Auch ein mit der Anbringeinrichtung verbundener Schlitten kann bei einigen Ausführungsformen unterhalb der genannten
Ebene angeordnet sein, wobei der Schlitten jedoch bei anderen Ausführungsformen, bei welchen der Antrieb zumindest im Wesentlichen unterhalb dieser Ebene angeordnet ist, auch geringfügig über die Ebene hinausragen kann. Insbesondere kann jedoch ein Großteil der beweglichen Elemente des Antriebs unter einem Oberkanten-Niveau einer Verkleidung der Verpackungsmaschine, insbesondere einer an dem erwähnten Holm angeordneten Verkleidung, angeordnet und/oder von einem Abschnitt einer Verkleidung der Verpackungsmaschine und/oder des Holms überdeckt sein. Erneut kann dies insbesondere einem Zugriffsschutz und dadurch dem Vermeiden von Verletzungen oder Unterbrechungen des Betriebs dienen.
Bei einigen Ausführungsformen kann der Etikettenspender durch den Antrieb gemeinsam mit der Anbringeinrichtung entlang der Längsrichtung bewegbar sein. Insbesondere kann bei einigen Ausführungsformen die gesamte Etikettiereinrichtung durch den Antrieb entlang der Längsrichtung bewegbar sein. Ein solches gemeinsames Bewegen des Etikettenspenders und der Anbringeinrichtung kann insbesondere ein stets gleichbleibendes Übergeben der Etiketten an die Anbringeinrichtung unabhängig von deren Position in Längsrichtung ermöglichen.
Die Anbringeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen oberhalb der Materialbahn angeordnet und dazu ausgebildet sein, Etiketten an einer Oberseite der Materialbahn auf der Materialbahn anzubringen. Eine Etikettiereinrichtung mit einer solchen Anbringeinrichtung kann daher insbesondere auch als Oberbahner bezeichnet werden und/oder insbesondere dazu ausgebildet sein, Etiketten an einer Oberseite bereitgestellter Verpackungen anzubringen.
Ferner kann die Anbringeinrichtung bei einigen Ausführungsformen unterhalb der Materialbahn angeordnet und dazu ausgebildet sein, Etiketten an einer Unterseite der Materialbahn auf der Materialbahn anzubringen. Eine Etikettiereinrichtung mit einer solchen Anbringeinrichtung kann auch als Unterbahner bezeichnet werden und/oder insbesondere dazu ausgebildet sein, Etiketten an einer Unterseite bereitgestellter Verpackungen anzubringen.
Die Verpackungsmaschine kann bei einigen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, die Materialbahn taktweise zu bewegen und in jedem Takt ein Format von mehreren in der Materialbahn gebildeten Verpackungen für eine Taktpause bereitzustellen, wobei das Format eine Matrix von in n parallel zu der Längsrichtung angeordneten Spuren und m quer, insbesondere senkrecht, zu der Längsrichtung angeordneten Reihen umfassen kann. Die Anbringeinrichtung kann bei solchen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, gleichzeitig n quer, insbesondere senkrecht, zu der Längsrichtung angeordnete Verpackungen zu etikettieren, wobei der Antrieb dazu ausgebildet sein kann, die Anbringeinrichtung während der Taktpause nacheinander zu den m Reihen zum Etikettieren der jeweiligen n Verpackungen zu bewegen.
Bei solchen Ausführungsformen kann die Anbringeinrichtung daher insbesondere dazu ausgebildet sein, n Etiketten gemeinsam aufzunehmen, um diese gleichzeitig auf die n in einer jeweiligen Reihe angeordneten Verpackungen anbringen zu können. Insofern kann die Anbringeinrichtung also dazu ausgebildet sein, gleichzeitig eine Reihe von Verpackungen zu etikettieren. Nach dem Etikettieren einer Reihe kann der Antrieb dazu genutzt werden, die Anbringeinrichtung zu der darauffolgenden Reihe von Verpackungen zu verfahren, wobei während des Verfahrens oder nach dem Verfahren weitere Etiketten von dem Etikettenspender an die Anbringeinrichtung übergeben werden können, welche die Anbringeinrichtung daraufhin in der angefahrenen Reihe anbringen kann.
Bei den Variablen m und n kann es sich insbesondere um natürliche Zahlen größer oder gleich 1 handeln. Beispielsweise kann die Verpackungsmaschine dazu ausgebildet sein, ein Format aus drei Reihen und drei Spuren und/oder ein Format aus drei Reihen und vier Spuren und/oder ein Format aus vier Reihen und drei Spuren während eines Takts bereitzustellen. Grundsätzlich sind auch andere Formate möglich, wobei sich die Formate beispielsweise nach dem jeweiligen zu verpackenden Lebensmittelprodukt richten können. Die Verpackungsmaschine kann ferner bei einigen Ausführungsformen umrüstbar sein, um verschiedene Formate bereitstellen zu können, wobei durch die Integration der Etikettiereinrichtung in die Verpackungsmaschine auch der Betrieb der Etikettiereinrichtung auf einfache Weise an eine solche Formatänderung, beispielsweise durch eine entsprechende Einstellung an einer gemeinsamen Steuereinrichtung, angepasst werden kann.
Die Verpackungsmaschine kann bei einigen Ausführungsformen eine erste Etikettiereinrichtung und eine zweite Etikettiereinrichtung aufweisen, wobei die Anbringeinrichtung der ersten Etikettiereinrichtung oberhalb der Materialbahn angeordnet und dazu ausgebildet sein kann, Etiketten auf einer Oberseite der Materialbahn, insbesondere einer Oberseite einer oberen Materialbahn, anzubringen, wobei die Anbringeinrichtung der zweiten Etikettiereinrichtung unterhalb der Materialbahn angeordnet und dazu ausgebildet sein kann, Etiketten auf einer Unterseite der Materialbahn, insbesondere einer Unterseite einer unteren Materialbahn, anzubringen.
Insbesondere kann die Verpackungsmaschine bei solchen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, eine untere Materialbahn, auf welche die Lebensmittelprodukte aufbringbar sind, und eine obere Materialbahn, durch welche die Lebensmittelprodukte umfassende Verpackungen verschließbar sind, entlang der Längsrichtung zu bewegen. Die Anbringeinrichtung der erste Etikettiereinrichtung kann dazu ausgebildet sein, Etiketten auf der oberen Materialbahn anzu-
bringen, und die Anbringeinrichtung der zweiten Etikettiereinrichtung kann dazu ausgebildet sein, Etiketten auf der unteren Materialbahn anzubringen.
Bei einer derartigen Verpackungsmaschine können die bereitgestellten Verpackungen daher sowohl an der Oberseite als auch an der Unterseite etikettiert werden, um beidseitig Informationen über das verpackte Lebensmittelprodukt bereitstellen zu können. Wie bereits erläutert, können die erste Etikettiereinrichtung und die zweite Etikettiereinrichtung insbesondere gewissermaßen gespiegelt an der Verpackungsmaschine angeordnet sein und sowohl die erste Etikettiereinrichtung als auch die zweite Etikettiereinrichtung können eines oder mehrere der vorstehend erläuterten Merkmale der Etikettiereinrichtung aufweisen.
Bei einigen Ausführungsformen können die erste Etikettiereinrichtung und die zweite Etikettiereinrichtung einen jeweiligen Antrieb mit einem Motor zum Verfahren der jeweiligen Anbringeinrichtung aufweisen, wobei der Motor des Antriebs der ersten Etikettiereinrichtung an einer ersten Seite der Verpackungsmaschine ortsfest an einem Rahmen der Verpackungsmaschine gehalten sein kann und wobei der Motor des Antriebs der zweiten Etikettiereinrichtung an einer der ersten Seite der Verpackungsmaschine entgegengesetzten zweiten Seite der Verpackungsmaschine ortsfest an dem Rahmen gehalten sein kann.
Insbesondere können die beiden Etikettiereinrichtungen somit einander entgegengesetzt und/oder gewissermaßen gespiegelt zueinander angeordnet sein, so dass etwa die vorstehend bereits erwähnte Antriebsseite der ersten Etikettiereinrichtung die Stützseite der zweite Etikettiereinrichtung bilden kann, und umgekehrt.
Die Erfindung betrifft zudem eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Materialbahn, welche zum Herstellen von Verpackungen für Lebensmittelprodukte von einer Verpackungsmaschine entlang einer Längsrichtung bewegt wird, insbesondere eine Etikettiereinrichtung einer Verpackungsmaschine der vorstehend beschriebenen Art. Die Etikettiereinrichtung weist einen Etikettenspender und eine entlang der Längsrichtung bewegbare Anbringeinrichtung zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn auf, wobei der Etikettenspender dazu ausgebildet ist, anzubringende Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Ferner weist die Etikettiereinrichtung einen Antrieb auf, welcher dazu ausgebildet ist, die Anbringeinrichtung entlang der Längsrichtung zu bewegen, wobei der Antrieb einen Motor umfasst und dazu ausgebildet ist, die Anbringeinrichtung relativ zu dem Motor entlang der Längsrichtung zu verfahren.
Wie bereits erläutert, ermöglicht die Ausbildung der Etikettiereinrichtung mit einem derartigen Antrieb insbesondere, die Anbringeinrichtung zu verfahren, ohne dass der Motor bewegt werden muss. Dies kann, wie erläutert, aufgrund des reduzierten zu bewegenden Gewichts ein einfacheres, schnelleres und besser zu kontrollierendes Verfahren der Anbringeinrichtung sowie eine verbesserte Integration der Etikettiereinrichtung in die Verpackungsmaschine ermöglichen, indem der Motor etwa an einem Rahmen der Verpackungsmaschine abgestützt und/oder in einem Innenraum eines seitlichen Holms des Rahmens angeordnet werden kann.
Die beschriebene Etikettiereinrichtung kann insbesondere eines oder mehrere der weiteren Merkmale aufweisen, die vorstehend im Zusammenhang mit der in eine Verpackungsmaschine integrierten Etikettiereinrichtung erläutert wurden. Insbesondere kann der Motor daher als Servomotor ausgebildet sein und/oder der Antrieb kann einen Riemen aufweisen, welcher über den Motor angetrieben und mit einem Schlitten verbunden ist, auf welchem die Anbringeinrichtung abgestützt ist. Auch eine Ausbildung der Etikettiereinrichtung mit Führungsstangen und/oder weiteren Führungsstangen, die beispielsweise in eine Verkleidung und/oder einen Holm einer Verpackungsmaschine einsetzbar sind, können vorgesehen sein.
Die Erfindung betrifft ferner eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Materialbahn, welche zum Herstellen von Verpackungen für Lebensmittelprodukte von einer Verpackungsmaschine entlang einer Längsrichtung bewegt wird, insbesondere eine Etikettiereinrichtung gemäß einer der vorstehend offenbarten Ausführungsformen. Die Etikettiereinrichtung weist einen Etikettenspender zum Bereitstellen der Etiketten und eine Anbringeinrichtung zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn auf und der Etikettenspender ist dazu ausgebildet, anzubringende Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Zudem weist der Etikettenspender einen Etikettenspeicher auf, in welchen ein zu einer Rolle aufgerolltes Etikettenträgerband einsetzbar ist, auf welchem die an die Anbringeinrichtung zu übergebenden Etiketten bereitgestellt sind. Der Etikettenspeicher ist dabei in eine erste Position und in eine sich von der ersten Position unterscheidende zweite Position bewegbar sowie dazu ausgebildet, die Etiketten sowohl bei in der ersten Position positioniertem Etikettenspeicher als auch bei in der zweiten Position positioniertem Etikettenspeicher an die Anbringeinrichtung zu übergeben.
Die Etikettiereinrichtung gemäß diesem Aspekt umfasst somit einen Etikettenspeicher für eine Rolle, welcher zwei Betriebsstellungen - die erste Position und die zweite Position - aufweist. Auch bei herkömmlichen Etikettiereinrichtungen kann eine solche Bewegbarkeit des Etikettenspeicher grundsätzlich vorgesehen sein, um beispielsweise in einer besser zugänglichen Position einen Wechsel der Rolle zu ermöglichen, wenn etwa ein Etikettenträgerband aufgebraucht
wurde oder andersartige Etiketten benötigt werden. Jedoch war es bislang bei solchen Etikettiereinrichtung stets erforderlich, den Etikettenspeicher von einer derartigen Wechselposition zunächst wieder in eine sich davon unterscheidende Arbeitsposition zu bewegen, da ausschließlich in der Arbeitsposition ein Übergeben von Etiketten an die Anbringeinrichtung erfolgen konnte.
Eine solche Notwendigkeit des Bewegens des Etikettenspeichers zum Wechseln der Rolle oder zum Übergeben von Etiketten an die Anbringeinrichtung kann jedoch zu ungewünschten Störungen und Unterbrechungen im Betrieb der Verpackungsmaschine führen, wenn etwa nach einem Rollenwechsel das Bewegen des Etikettenspeichers in die Arbeitsposition vergessen wird. Diese Problematik kann zudem noch dadurch erschwert werden, dass bei Verpackungsmaschinen, die eine Etikettiereinrichtung zum Etikettieren bereitgestellter Verpackungen an der Oberseite und eine weitere Etikettiereinrichtung zum Etikettieren der Verpackungen an einer Unterseite aufweisen, die jeweiligen Etikettenspender zumeist an entgegengesetzten Seiten der Verpackungsmaschine angeordnet sind, so dass zum Bedienen einer jeweiligen Etikettiereinrichtung zwischen den Seiten der Verpackungsmaschine gewechselt werden muss. Das Beheben eines Fehlers an einer der Etikettiereinrichtungen - etwa eine falsche Positionierung des Etikettenspeichers oder ein Wechsel von Drucker-Verbrauchsmaterial - kann daher gegebenenfalls einen Wechsel der Seite der Verpackungsmaschine erfordern, was mit einem unerwünscht hohen Zeitverlust einhergeht. Es ist somit grundsätzlich eine möglichst einfache und fehlersichere Handhabung der Etikettiereinrichtungen anzustreben.
Indem der Etikettenspender der vorstehend erläuterten Etikettiereinrichtung jedoch dazu ausgebildet ist, die Etiketten sowohl in der ersten Position als auch in der zweiten Position des Etikettenspeichers an die Anbringeinrichtung zu übergeben, kann dieser Problematik begegnet werden. Hinsichtlich des Betriebs der Etikettiereinrichtung können die erste Position und die zweite Position somit als gleichwertig verstanden werden und der Betrieb der Etikettiereinrichtung kann unabhängig von der Position des Etikettenspeichers erfolgen. Hierdurch kann beispielsweise ein Rollenwechsel in einer für eine die Etikettiereinrichtung bedienende Person möglichst komfortablen Position des Etikettenspeichers erfolgen und beispielsweise während einer Schicht unverändert bleiben, ohne dass der Etikettenspeicher zum Betrieb der Etikettiereinrichtung und/oder für einen darauffolgenden Rollenwechsel bewegt werden muss.
Beispielsweise kann der Etikettenspeicher einen Dorn aufweisen, auf welchen die Rolle aufsteckbar sein kann.
Die Rolle kann bei einigen Ausführungsformen sowohl in der ersten Position des Etikettenspenders als auch in der zweiten Position des Etikettenspenders gegen eine neue Rolle aufgerollten Etikettenträgerbands auswechselbar sein. Insofern können die erste Position und die zweite Position bei solchen Ausführungsformen vollkommen gleichwertig sein, indem in jeder der beiden Positionen die volle Funktionalität des Etikettenspenders verfügbar sein kann.
Bei einigen Ausführungsformen kann der Etikettenspender in der ersten Position höher als in der zweiten Position angeordnet sein. Insbesondere kann es die erste Position daher ermöglichen, den Etikettenspender möglichst außerhalb eines seitlichen Bereichs einer Verpackungsmaschine anzuordnen, in welchem sich die Etikettiereinrichtung oder die Verpackungsmaschine bedienende Personen bewegen müssen. Zudem kann die erste Position einen komfortablen Rollenwechsel für relativ große Personen ermöglichen.
Die erste Position und die zweite Position können bei einigen Ausführungsformen jeweilige Endpositionen bezüglich einer Bewegbarkeit des Etikettenspenders darstellen, welcher zwischen der ersten Position und der zweiten Position bewegbar sein kann.
Ferner kann der Etikettenspender bei einigen dieser Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, die Etiketten in jeder Position des Etikettenspeichers zwischen der ersten Position und der zweiten Position an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Bei solchen Ausführungsformen kann eine die Etikettiereinrichtung bedienende Person somit eine für diese Person geeignete Position des Etikettenspeichers zwischen der ersten Position und der zweiten Position wählen, um beispielsweise Rollen komfortabel wechseln zu können, ohne die Position während des Betriebs verändern zu müssen.
Bei einigen Ausführungsformen können zudem Stufen zwischen der ersten Position und der zweiten Position vorgesehen sein, welche jeweilige Zwischenpositionen definieren, in welchen die Etiketten an die Anbringeinrichtung übergebbar sind. Beispielsweise kann der Etikettenspeicher in solchen Zwischenpositionen einrasten.
Der Etikettenspeicher kann bei einigen Ausführungsformen in der zweiten Position in horizontaler Richtung weiter von der Anbringeinrichtung entfernt sein als in der ersten Position. Insbesondere kann der Etikettenspeicher daher in der zweiten Position weiter in einen Raum seitlich der Etikettiereinrichtung oder einer Verpackungsmaschine hineinragen.
Grundsätzlich kann die zweite Position daher ein komfortables Wechseln der Rolle ermöglichen, indem dieser Wechsel beabstandet zu der Verpackungsmaschine und/oder in einer im
Vergleich zu der ersten Position niedrigeren Position erfolgen kann. In Abhängigkeit von den jeweiligen Gegebenheiten - beispielsweise bei einem ausreichenden Platz an der Seite der Verpackungsmaschine - muss es jedoch nicht erforderlich sein, den Etikettenspeicher aus dieser komfortablen Wechselposition herauszubewegen, um den Betrieb der Verpackungsmaschine nicht zu stören. In einer solchen Situation ermöglicht die Etikettiereinrichtung es daher, den Etikettenspeicher in der komfortabel zugänglichen zweiten Position zu belassen, während die Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten betrieben wird.
Der Etikettenspeicher kann bei einigen Ausführungsformen zwischen der ersten Position und der zweiten Position verschwenkbar sein, insbesondere um eine horizontale Schwenkachse.
Der Etikettenspender kann bei einigen Ausführungsformen einen schwenkbaren Halterarm aufweisen, wobei der Etikettenspender durch Schwenken des Haltearms zwischen der ersten Position und der zweiten Position bewegbar sein kann. Insbesondere kann der Etikettenspender an einem Ende des Haltearms angeordnet sein. Zudem kann der Haltearm bei einigen Ausführungsformen einen Griff zum Bewegen des Etikettenspeichers aufweisen.
Das Etikettenträgerband kann bei einigen Ausführungsformen über mehrere Umlenk- und/oder Tänzerrollen zu der Anbringeinrichtung führbar sein. Insbesondere kann es eine Führung des Etikettenträgerbands über solche Umlenk- und/oder Tänzerrollen ermöglichen, Unterschiede in der Bandführung bei einer Positionierung des Etikettenspeichers in der ersten Position oder einer Positionierung des Etikettenspeichers in der zweiten Position auszugleichen, um eine kontrollierte Übergabe an die Anbringeinrichtung in jeder der Positionen erreichen zu können. Zudem kann die Etikettiereinrichtung bei einigen Ausführungsformen einen Drucker zum Bedrucken von auf dem Etikettenträgerband bereitgestellten Etiketten aufweisen, wobei die Führung über Umlenk- und/oder Tänzerrollen beispielsweise auch unabhängig von der Position des Etikettenspeichers eine korrekte Positionierung der auf dem Etikettenträgerband geführten Etiketten und/oder eine korrekte Spannung des Etikettenträgerbands im Bereich des Druckers sicherstellen kann.
Die Erfindung betrifft zudem eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Lebensmittelprodukten, insbesondere von Lebensmittelportionen, die eine oder mehrere von einem Lebensmittelprodukt abgetrennten Scheiben umfassen, welche eine Transporteinrichtung umfasst, die dazu ausgebildet ist, eine Materialbahn zum Herstellen von Verpackungen entlang einer Längsrichtung zu bewegen, und welche eine Etikettiereinrichtung aufweist, bei welcher ein Etikettenspeicher, wie vorstehend offenbart, zwischen einer ersten Position und einer sich davon unterscheidenden zweiten Position bewegbar und dazu ausgebildet ist, in beiden Posi-
tionen Etiketten an eine Anbringeinrichtung zu übergeben. Die Anbringeinrichtung der Etikettiereinrichtung der Verpackungsmaschine kann zudem insbesondere entlang der Längsrichtung verfahrbar sein.
Die Erfindung betrifft auch eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Materialbahn, welche zum Herstellen von Verpackungen für Lebensmittelprodukte von einer Verpackungsmaschine entlang einer Längsrichtung bewegt wird, wobei es sich bei dieser Etikettiereinrichtung insbesondere um eine Etikettiereinrichtung der vorstehend offenbarten Art, welche einen Antrieb zum Bewegen einer Anbringeinrichtung relativ zu einem Motor des Antriebs aufweist, und/oder um eine Etikettiereinrichtung der vorstehend offenbarten Art, bei welcher ein Etikettenspeicher in zwei Positionen angeordnet und Etiketten in beiden Positionen an die Anbringeinrichtung übergeben werden können, handeln kann. Die Etikettiereinrichtung gemäß diesem Aspekt weist ferner einen Etikettenspender zum Bereitstellen von Etiketten und eine Anbringeinrichtung zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn auf, wobei der Etikettenspender dazu ausgebildet ist, die Etiketten auf einem Etikettenträgerband bereitzustellen und die bereitgestellten Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Die Anbringeinrichtung weist eine Unterdruckeinrichtung auf, welche dazu ausgebildet ist, einen Unterdrück in einem Innenraum der Anbringeinrichtung zum Ansaugen der bereitgestellten Etiketten an eine Arbeitsseite der Anbringeinrichtung zu erzeugen, wobei die Unterdruckeinrichtung zudem dazu ausgebildet ist, eine Stärke des in dem Innenraum erzeugten Unterdrucks räumlich und/oder zeitlich zu variieren.
Wie eingangs bereits erläutert wurde, kann bei einer Etikettiereinrichtung vorgesehen sein, Etiketten auf einem Etikettenträgerband bereitzustellen und durch den Etikettenspender über eine Übergabekante zu führen, um die Etiketten von dem Etikettenträgerband zu lösen und an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Damit die von dem Etikettenträgerband gelösten Etiketten sicher von der Anbringeinrichtung übernommen werden können, kann in einem Innenraum der Anbringeinrichtung, der insbesondere von einem Gehäuse begrenzt sein kann, ein Unterdrück erzeugt werden, so dass die Etiketten an die Anbringeinrichtung und insbesondere deren Arbeitsseite angesaugt und dadurch stabilisiert werden können. Daraufhin können die Etiketten beispielsweise mittels der Anbringeinrichtung quer zu der Längsrichtung, entlang welcher die Verpackungsmaschine die Materialbahn bewegt, in eine jeweilige Position gebracht werden, von welcher die Etiketten auf der Materialbahn und insbesondere auf bereitgestellten Verpackungen angebracht werden können. Insbesondere bei einer Anbringeinrichtung, welche dazu ausgebildet ist, die Etiketten von oben auf die Materialbahn anzubringen, können die Etiketten durch dieses Ansaugen somit gewissermaßen über Kopf an eine jeweilige Position bewegt werden, von welcher ausgehend die Etiketten dann abgesenkt und auf die Material-
bahn aufgebracht werden. Bei einer die bereitgestellten Verpackungen von unten etikettierenden Anbringeinrichtung kann durch den erzeugten Unterdrück ebenfalls eine stabile Positionierung und ein stabiler Transport der übernommenen Etiketten erreicht werden.
Herkömmlicherweise wird bei derartigen Anbringeinrichtungen durch ein Gebläse oder eine Saugeinrichtung an einer Außenwand eines Gehäuses ein gleichbleibender Unterdrück erzeugt, um die genannten Funktionen bereitstellen zu können.
Indem die Unterdruckeinrichtung der hier beschriebenen Etikettiereinrichtung jedoch dazu ausgebildet ist, eine Stärke des in dem Innenraum erzeugten Unterdrucks räumlich und/oder zeitlich zu variieren, kann der erzeugte Unterdrück gezielt an bestimmte Betriebssituationen, an bestimmte Abschnitte der Anbringeinrichtung oder an eine jeweilige Art von Etiketten angepasst werden, um eine flexiblere und verbesserte Nutzung der Etikettiereinrichtung erreichen zu können.
Beispielsweise kann die Unterdruckeinrichtung eines oder mehrere Gebläse aufweisen, um den Unterdrück in dem Innenraum zu erzeugen. Ferner kann die Etikettiereinrichtung eine Steuereinrichtung für die Unterdruckeinrichtung aufweisen, welche dazu ausgebildet sein kann, eine Stärke der von den Gebläsen erzeugten Luftströme und dadurch den in dem Innenraum herrschenden Unterdrück variieren zu können. Dies kann es beispielsweise ermöglichen, den Unterdrück bei einem Übernehmen von Etiketten zu erhöhen und bei einer Abgabe der Etiketten bzw. einem Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn gezielt zu verringern, um dieses Anbringen zu erleichtern. Ferner kann vorgesehen sein, eine größere Anzahl von Gebläsen oder Saugeinrichtungen und/oder stärkere Gebläse oder Saugeinrichtungen an einen Übernahmeabschnitt der Anbringeinrichtung anzuordnen, in welchem die Etiketten von dem Etikettenspender übernommen werden, um eine zuverlässige Übernahme der Etiketten erreichen und/oder das Lösen der Etiketten von dem Etikettenträgerband unterstützen zu können. Zudem kann eine Variation der Stärke des erzeugten Unterdrucks, insbesondere eine räumliche Variation, durch in dem Innenraum positionierte Leitelemente zum Leiten eines von der Unterdruckeinrichtung generierten Luftstroms erreicht werden, wie nachstehend noch näher erläutert ist.
Bei einigen Ausführungsformen kann der Etikettenspender dazu ausgebildet sein, das Etikettenträgerband zum Übergeben der Etiketten an die Anbringeinrichtung über eine Übergabekante zu führen, wobei die Etiketten durch das Führen des Etikettenträgerbands über die Übergabekante von dem Etikettenträgerband lösbar sein können. Insbesondere kann das Etikettenträgerband an der Übergabekante über einen scharfen Knick geführt werden, so dass
sich die Etiketten aufgrund ihrer Steifigkeit von dem Etikettenträgerband lösen können. Die Anbringeinrichtung kann sich insbesondere unmittelbar an die Übergabekante anschließen, um die gelösten Etiketten übernehmen zu können.
Die Unterdruckeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen zumindest ein Gebläse aufweisen, dessen Saugseite in dem Innenraum der Anbringeinrichtung liegt und dessen Druckseite außerhalb des Innenraums der Anbringeinrichtung liegt. Ein solches Gebläse kann daher als Saugeinrichtung bezüglich des Innenraums der Anbringeinrichtung wirken. Ferner kann das Gebläse insbesondere einen Ventilator an einer Außenwand eines Gehäuses der Anbringeinrichtung aufweisen, welcher dazu ausgebildet ist, einen aus dem Gehäuse heraus gerichteten Luftstrom zu erzeugen. Zudem kann die Unterdruckeinrichtung bei einigen Ausführungsformen mehrere derartige Gebläse, beispielsweise zwei Gebläse, aufweisen.
In dem Innenraum der Anbringeinrichtung und/oder in einem Bereich der Saugseite des Gebläses kann bei einigen Ausführungsformen zumindest ein Leitelement zum gezielten Leiten eines von dem Gebläse in dem Innenraum generierten Luftstroms angeordnet sein.
Insbesondere kann ein solches Leiten des Luftstroms dazu benutzt werden, den in dem Innenraum der Anbringeinrichtung erzeugten Unterdrück lokal gezielt zu erhöhen, indem beispielsweise der von einem Gebläse erzeugte Luftstrom gezielt in einen bestimmten Abschnitt der Anbringeinrichtung und insbesondere den bereits erwähnten Übernahmeabschnitt zum Übernehmen der Etiketten von dem Etikettenspender geleitet wird. Darüber hinaus kann durch ein solches Leitelement beispielsweise erreicht werden, dass ein Luftstrom innerhalb des Innenraums an der Arbeitsseite der Anbringeinrichtung zumindest im Wesentlichen senkrecht zu einer Erstreckungsebene der Arbeitsseite ausgerichtet ist, um die Etiketten senkrecht zu der Arbeitsseite ansaugen und dadurch stabil an der Anbringeinrichtung führen zu können.
Das Leitelement und/oder zumindest ein Teil davon kann bei einigen Ausführungsformen bewegbar sein.
Beispielsweise kann ein solches bewegbares Leitelement als eine Klappe, ein schwenkbarer Ansaugstutzen und/oder -schlauch oder eine wahlweise zu öffnende oder zu verschließende Nebenluftöffnung ausgebildet sein. Ein solches bewegbares Leitelement kann insbesondere zumindest voreinstellbar und/oder justierbar sein, um ein Leiten des von dem Gebläse erzeugten Luftstroms vor dem Betriebsbeginn festlegen zu können. Bei einigen Ausführungsformen ist jedoch auch möglich, das wenigstens eine Leitelement während des Betriebs zu verstellen, um durch Bewegen des Leitelements sowohl eine räumliche als auch eine zeitliche Variation
des Unterdrucks erreichen zu können, insbesondere in Abhängigkeit von und/oder einhergehend mit einem jeweiligen aktuellen Betriebszustand der Etikettiereinrichtung und/oder der Anbringeinrichtung. Beispielsweise kann eine Steuereinrichtung der Etikettiereinrichtung dazu ausgebildet sein, das wenigstens eine Leitelement zu bewegen.
Das Leitelement kann bei einigen Ausführungsformen dazu angeordnet sein, einen von dem Gebläse erzeugten Luftstrom derart umzulenken, dass der Luftstrom an der Arbeitsseite der Anbringeinrichtung im Wesentlichen senkrecht zu einer Erstreckungsfläche der Etiketten ausgerichtet ist. Wie bereits erläutert, kann eine solche Umlenkung des Luftstroms ein stabiles Halten der Etiketten an der Arbeitsseite der Anbringeinrichtung ermöglichen, indem die Etiketten durch eine senkrecht zu deren Erstreckungsfläche ausgerichtete Kraft an der Arbeitsseite gehalten werden können.
Bei einigen Ausführungsformen kann der Innenraum durch das Leitelement in zumindest zwei Kammern unterteilt sein, wobei sich die Stärke des von der Unterdruckeinrichtung in den Kammern erzeugten Unterdrucks unterscheiden kann. Insbesondere kann der Innenraum der Anbringeinrichtung durch ein derartiges Leitelement in Kammern oder Zonen eingeteilt werden, wobei sich der jeweilige Unterdrück in den Kammern oder Zonen beispielsweise in Abhängigkeit von Gebläsepositionen an dem Gehäuse der Anbringeinrichtung und/oder in Abhängigkeit von einer jeweiligen Größe der Kammern unterscheiden kann. Insbesondere können derartige Kammern auch als Schächte bezeichnet werden.
Beispielsweise kann die Unterdruckeinrichtung bei einigen Ausführungsformen zwei Gebläse aufweisen, die an einer Außenseite eines Gehäuses der Anbringeinrichtung angeordnet sind, wobei das Leitelement den Innenraum der Anbringeinrichtung in eine relativ größere und eine relativ kleinere Kammer unterteilen kann, wobei jede der Kammern einem jeweiligen Gebläse zugeordnet sein kann. Hierdurch kann erreicht werden, dass bei einem Betrieb der Gebläse mit gleicher Stärke in der relativ kleineren Kammer ein größerer Unterdrück als in der relativ größeren Kammer erzeugt wird, da in der relativ kleineren Kammer lediglich eine geringere Fläche an der Arbeitsseite durch das Gebläse zu beaufschlagen ist. Um eine solche Unterteilung in Kammern zu ermöglichen, kann das Leitelement beispielsweise als ein Wandelement oder Trennelement ausgebildet sein. Ferner können bei einigen Ausführungsformen auch mehrere solcher Leitelemente vorgesehen sein und/oder der Innenraum des Anbringelements kann in mehr als zwei Kammern unterteilt sein. Darüber hinaus kann das Leitelement beispielsweise als Blende ausgebildet sein, zum Beispiel als Lochblende und/oder als Lochblech, um einen von dem Gebläse erzeugten Luftstrom beeinflussen und diesem beispielsweise lokal einen Widerstand entgegensetzen zu können.
Die Etikettiereinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen eine Steuereinrichtung aufweisen, welche dazu ausgebildet ist, die Unterdruckeinrichtung zum Verändern der Stärke des erzeugten Unterdrucks anzusteuern.
Insbesondere kann eine solche Steuereinrichtung es ermöglichen, den Unterdrück zeitlich zu variieren, indem beispielsweise die Stärke des Unterdrucks während eines Übernehmens von Etiketten von dem Etikettenspender erhöht und danach während eines Anbringens der Etiketten auf der Materialbahn verringert wird. Durch eine solche zeitliche Steuerung können beispielsweise Verbesserungen hinsichtlich einer exakten Anbringung der Etiketten auf den Verpackungen erreicht werden.
Ferner kann die Steuereinrichtung bei einige Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, die Unterdruckeinrichtung in Abhängigkeit von einer Art und/oder Größe der Etiketten zu steuern. Beispielsweise kann es vorgesehen sein, die Unterdruckeinrichtung zu einem Erzeugen eines stärkeren Unterdrucks anzusteuern, wenn relativ große und daher schwere Etiketten auf der Materialbahn angebracht werden sollen und daher von dem Etikettenspender bereitgestellt werden, wohingegen die Stärke des erzeugen Unterdrucks bei einer Übernahme relativ leichter Etiketten beispielsweise verringert werden kann.
Die Unterdruckeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen mehrere Gebläse zum Erzeugen des Unterdrucks aufweisen und die Steuereinrichtung kann dazu ausgebildet sein, die Gebläse individuell zum Verändern eines von dem jeweiligen Gebläse erzeugten Luftstroms anzusteuern. Auch durch eine solche Ansteuerung kann der in dem Innenraum herrschende Unterdrück räumlich und/oder zeitlich variiert werden. Die erläuterte Ansteuerung der jeweiligen Gebläse kann insbesondere auch durch ein Ein- und Ausschalten der Gebläse erfolgen, so dass die Gebläse bei solchen Ausführungsformen nicht zwangsläufig zum Erzeugen variabler Luftströme, jedoch zumindest zum variablen Ein- und Ausschalten ausgebildet sein können. Bei anderen Ausführungsformen kann jedoch auch eine variable Einstellung der Gebläse hinsichtlich der jeweiligen Stärke des erzeugten Luftstroms vorgesehen sein.
Die Steuereinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, die Unterdruckeinrichtung bei einem Übernehmen von Etiketten zu einem Erhöhen der Stärke des Unterdrucks und/oder bei einem Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn zu einem Verringern der Stärke des Unterdrucks anzusteuern. Wie bereits erläutert, kann dies beispielsweise durch Anschalten eines Gebläses bei einem Übernehmen der Etiketten und/oder Abschalten des Gebläses bei oder nach einem Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn erfolgen.
Die Unterdruckeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, in einem der Übergabekante zugewandten Übernahmeabschnitt der Anbringeinrichtung einen verstärkten Unterdrück zu erzeugen. Insbesondere kann die Unterdruckeinrichtung dazu ausgebildet sein, einen lokal auf den Übernahmeabschnitt gerichteten, sich über die volle Etikettenbreite, Etikettenträgerbandbreite und/oder Übergabekantenbreite erstreckenden Luftstrom zu generieren, um an dem Übernahmeabschnitt einen verstärkten Unterdrück zu erzeugen. Ferner kann die Unterdruckeinrichtung bei einigen Ausführungsformen ein unmittelbar an dem Übernahmeabschnitt angeordnetes Gebläse zum Erzeugen eines Unterdrucks aufweisen, um durch ein möglichst nahes Saugen an den zu übernehmenden und/oder gerade übernommenen Etiketten eine zuverlässige Übernahme der Etiketten von dem Etikettenspender erreichen zu können.
Die Unterdruckeinrichtung kann daher bei einigen Ausführungsformen zumindest ein in dem Übernahmeabschnitt angeordnetes Gebläse zum Erzeugen des verstärkten Unterdrucks aufweisen. Insbesondere können in dem Übernahmeabschnitt bei einigen Ausführungsformen zwei solcher Gebläse angeordnet sein, um nahe an den übernommenen Etiketten und über die volle Etikettenbreite, Etikettenträgerbandbreite oder Übergabekantenbreite einen Saugstrom zum Ansaugen der Etiketten erzeugen zu können.
In dem Innenraum der Anbringeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen ein Trennelement angeordnet sein, welches einen Luftaustausch zwischen dem Übernahmeabschnitt und einem sich an den Übernahmeabschnitt anschließenden Anbringabschnitt der Anbringeinrichtung unterbindet. Insofern kann der Innenraum der Anbringeinrichtung bei solchen Ausführungsformen in zwei Kammern oder Druckzonen eingeteilt sein, um gezielt einen jeweiligen Unterdrück in dem Übernahmeabschnitt und in dem Anbringabschnitt erzeugen zu können. Das in dem Übernahmeabschnitt angeordnete Gebläse kann ferner insbesondere unmittelbar oberhalb der zu übernehmenden Etiketten und/oder an einer Unterseite eines Gehäuses der Anbringeinrichtung angeordnet sein, wohingegen in dem Anbringabschnitt angeordnete Gebläse insbesondere an einer Außenwand und/oder einem Dachabschnitt eines Gehäuses der Anbringeinrichtung angeordnet sein können.
In dem Anbringabschnitt kann bei einigen Ausführungsformen zumindest ein weiteres Gebläse zum Erzeugen eines Unterdrucks angeordnet sein. Insbesondere kann dieses Gebläse als Hauptgebläse verstanden werden, welches dazu vorgesehen sein kann, großflächig und/oder verhältnismäßig weit entfernt von den Etiketten einen Luftstrom zum Erzeugen eines Unterdrucks zu erzeugen. Beispielsweise kann ein solches Gebläse an einem Dachabschnitt eines
Gehäuses der Anbringeinrichtung angeordnet sein. Herkömmliche Ausführungsformen von Etikettiereinrichtungen können daher ausschließlich solche Gebläse an einer Außenseite eines Gehäuses der Anbringeinrichtung aufweisen.
Die Anbringeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen mehrere im Wesentlichen senkrecht zu einer Erstreckungsfläche der übernommenen Etiketten verfahrbare Anbringelemente aufweisen, wobei die übernommenen Etiketten durch Bewegen der Anbringelemente auf der Materialbahn anbringbar sein können, und wobei die Anbringelemente in dem Innenraum der Anbringeinrichtung angeordnet sein können.
Insbesondere können solche Anbringelemente als Stifte oder Bleche im Wesentlichen vertikal verfahrbar sein und/oder insbesondere an dem bereits erwähnten Anbringabschnitt angeordnet sein. Die Anbringelemente können zudem insbesondere nachgiebig ausgebildet sein, um beispielsweise bei einem Andrücken der Etiketten auf Materialbahn nachgeben und den bei dem Andrücken entfalteten Druck auf die Materialbahn begrenzen zu können. Dazu können die Anbringelemente beispielsweise federnd ausgeführt, federnd gelagert und/oder über Federn an einem Antrieb zum Verfahren der Anbringelemente abgestützt sein.
Die Anbringeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen mehrere quer zu der Längsrichtung bewegbare Riemen zum Bewegen der übernommenen Etiketten aufweisen, wobei die Anbringelemente dazu ausgebildet sein können, zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn zwischen nebeneinanderliegenden, zueinander beabstandeten Riemen hindurchzugreifen. Insbesondere können die Riemen somit quer zu der Längsrichtung bewegbar sein, entlang welcher die Verpackungsmaschine die Materialbahn bewegt, um die Etiketten quer zu dieser Längsrichtung positionieren zu können.
Bei einigen Ausführungsformen kann zudem vorgesehen sein, dass die Unterdruckeinrichtung zumindest ein Gebläse aufweist, dessen Saugseite innerhalb des Innenraums der Anbringeinrichtung und dessen Druckseite außerhalb des Innenraums der Anbringeinrichtung liegt, wobei die Druckseite des Gebläses mit einem Abschnitt des Innenraums verbunden sein kann, um an diesem Abschnitt den von der Unterdruckeinrichtung erzeugten Unterdrück zu beeinflussen. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der von dem Gebläse erzeugte, aus dem Innenraum herausführende Luftstrom gezielt an einer Außenseite eines Gehäuses der Anbringeinrichtung entlang und an einer Gehäuseöffnung vorbeigeführt wird. Dies kann es möglichen, durch den Venturi-Effekt Luft aus dem Innenraum herauszusaugen und dadurch den Unterdrück lokal zu erhöhen. Insbesondere kann eine solche Verbindung von der Druckseite eines Gebläses daher zu einer Gehäuseöffnung im Bereich des erwähnten Übernahmeab-
Schnitts vorgesehen sein, um gezielt den Unterdrück im Bereich des Übernahmeabschnitts erhöhen zu können. Durch eine solche Nutzung auch der Druckseite des Gebläses zum Erzeugen eines Unterdrucks kann die Effizienz der Unterdruckeinrichtung erhöht werden. Die Verbindung zwischen der Druckseite und der Gehäuseöffnung kann beispielsweise durch einen Schlauch herstellbar sein.
Die Erfindung betrifft auch eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Lebensmittelprodukten, insbesondere von Lebensmittelportionen, die eine oder mehrere von einem Lebensmittelprodukt abgetrennte Scheiben umfassen, welche eine Transporteinrichtung umfasst, die dazu ausgebildet ist, eine Materialbahn zum Herstellen von Verpackungen entlang einer Längsrichtung zu bewegen, und welche eine Etikettiereinrichtung der vorstehend offenbarten Art mit einer Unterdruckeinrichtung zum Erzeugen eines variablen Unterdrucks in einem Innenraum einer Anbringeinrichtung aufweist.
Zudem betrifft die Erfindung eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Materialbahn, welche zum Herstellen von Verpackungen für Lebensmittelprodukte von einer Verpackungsmaschine entlang einer Längsrichtung bewegt wird. Die Etikettiereinrichtung kann insbesondere nach einer der vorstehend erläuterten Ausführungsformen ausgebildet sein, also beispielsweise mit einem feststehenden Motor eines Antriebs zum Verfahren einer Anbringeinrichtung, mit einem in zwei Positionen bewegbaren Etikettenspeicher bei voller Funktionalität der Etikettiereinrichtung unabhängig von der Position des Etikettenspeichers und/oder mit einer Unterdruckeinrichtung zum Erzeugen eines variablen Unterdrucks in einem Innenraum einer Anbringeinrichtung.
Die Etikettiereinrichtung weist einen Etikettenspender zum Bereitstellen von Etiketten und eine Anbringeinrichtung zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn auf, wobei der Etikettenspender dazu ausgebildet ist, anzubringende Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Die Anbringeinrichtung weist mehrere in einem Gehäuse angeordnete Anbringelemente auf, welche im Wesentlichen senkrecht zu einer Erstreckungsfläche der von dem Etikettenspender übergebenen Etiketten verfahrbar sind, wobei die Etiketten durch Bewegen der Anbringelemente von der Anbringeinrichtung lösbar und auf der Materialbahn anbringbar sind. Zudem weist die Anbringeinrichtung einen Antrieb zum Bewegen der Anbringelemente auf, wobei dieser Antrieb einen Servomotor umfasst.
Insbesondere kann es sich bei der Bewegung der Anbringelemente um eine Bewegung in vertikaler Richtung handeln, um die Etiketten von der Anbringeinrichtung lösen und auf die Anbringelemente aufbringen zu können. Indem die Bewegung der Anbringelemente dabei mittels
eines Servomotors erfolgt, kann ein exaktes Verfahren der Anbringelemente erreicht werden und beispielsweise eine Positionsregelung oder eine Momentenregelung erfolgen, um etwa eine Kraft, mit der die Anbringelemente die Etiketten an der Materialbahn andrücken, variieren und so flexibel auf verschiedene Etiketten- und/oder Materialbahntypen reagieren zu können.
Der Servomotor kann bei einigen Ausführungsformen an einer Außenseite des Gehäuses der Anbringeinrichtung angeordnet sein. Insofern kann der Servomotor außerhalb des Gehäuses angeordnet sein, um keinen Bauraum in dem Innenraum des Gehäuses, in welchem die Anbringelemente angeordnet sind, beanspruchen zu müssen. Der Servomotor kann jedoch über ein in das Gehäuse hineinführendes Koppelelement mit den Anbringelementen verbunden sein und/oder eine Motorwelle des Servomotors kann in das Gehäuse hineinragen, um die in dem Innenraum angeordneten Anbringelemente antreiben zu können.
Die Anbringelemente können bei einigen Ausführungsformen an einem Schlitten angeordnet sein, wobei der Schlitten auf zumindest einer in dem Gehäuse angeordneten Führungsstange geführt und durch den Servomotor antreibbar sein kann.
Insbesondere können in dem Gehäuse zwei Führungsstangen angeordnet sein, um den Schlitten und darüber die Anbringelemente stabil während des Bewegens zum Anbringen der Etiketten zu führen. Wie bereits erläutert, kann es sich bei der Bewegung der Anbringelemente insbesondere um eine vertikale Bewegung handeln, so dass sich auch die Führungsstangen in vertikaler Richtung erstrecken können.
Der außen an dem Gehäuse angeordnete Motor kann bei einigen Ausführungsformen über ein Getriebe mit dem Schlitten verbunden sein. Dieses Getriebe kann insbesondere einen durch den Motor antreibbaren Riemen und/oder Zahnriemen umfassen. Der Riemen kann dabei insbesondere innerhalb des Gehäuses oder außerhalb des Gehäuses, welches den Innenraum der Anbringeinrichtung begrenzt, angeordnet sein. Ferner kann der Riemen insbesondere durch eine sich in das Gehäuse hinein erstreckende Motorwelle des Servomotors und/oder eine mit der Motorwelle verbundene Zahnscheibe antreibbar sein.
Die Anbringeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen mehrere quer zu der Längsrichtung bewegbare Riemen zum Bewegen der Etiketten aufweisen, wobei die Anbringelemente dazu ausgebildet sein können, zwischen nebeneinanderliegenden, zueinander versetzten Riemen hindurchzugreifen.
Zudem können die Anbringelemente an mehreren, in Längsrichtung parallel zueinander versetzten Blechen angeordnet und mit diesen durch eine jeweilige Rastverbindung verbunden sein, wobei zum Ausbilden der Rastverbindung insbesondere eine jeweilige Kontur im Bereich von den Anbringelementen zugewandten Stirnseiten der Bleche einer jeweiligen Kontur der Anbringelemente zugeordnet sein kann, welche an einem den Blechen zugewandten Abschnitt des jeweiligen Anbringelements angeordnet ist. Die Bleche können ferner an dem Schlitten befestigt und durch diesen verfahrbar sein. Zudem können die Bleche derart angeordnet sein, dass jeweilige an den Blechen angebrachte Anbringelemente zwischen jeweiligen nebeneinanderliegenden Riemen hindurchgreifen können. An jedem der Bleche kann bei solchen Ausführungsformen zudem eine jeweilige Mehrzahl von in Querrichtung zueinander versetzten Anbringelementen angeordnet sein, um quer zu der Längsrichtung der Verpackungsmaschine zueinander versetzte Etiketten gleichzeitig auf der Materialbahn anbringen zu können.
Die Erfindung betrifft ferner eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Materialbahn, welche zum Herstellen von Verpackungen für Lebensmittelprodukte von einer Verpackungsmaschine entlang einer Längsrichtung bewegt wird. Auch diese Etikettiereinrichtung kann insbesondere gemäß einer der vorstehend offenbarten Ausführungsformen ausgebildet sein, also beispielsweise einen feststehenden Motor zum Bewegen einer Anbringeinrichtung in Längsrichtung, einen in zwei gleichwertigen Positionen positionierbaren Etikettenspeicher, eine Unterdruckeinrichtung zum Erzeugen eines variablen Unterdrucks in einem Innenraum einer Anbringeinrichtung und/oder eine Anbringeinrichtung mit einem außen an einem Gehäuse angesetzten Servomotor zum Verfahren von Anbringelementen aufweisen.
Die Etikettiereinrichtung weist einen Etikettenspender zum Bereitstellen der
Etiketten und eine Anbringeinrichtung zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn auf, wobei der Etikettenspeicher dazu ausgebildet ist, anzubringende Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Die Anbringeinrichtung weist mehrere quer zu der Längsrichtung bewegbare Riemen zum Bewegen der Etiketten und einen Antrieb zum Bewegen der Riemen auf, wobei der Antrieb einen Servomotor umfasst.
Erneut ermöglicht die Ausbildung des Antriebs mit einem Servomotor, die Riemen zum Bewegen der Etiketten exakt zu steuern und/oder zu regeln, um eine präzise Positionierung der Etiketten zu ermöglichen.
Der Servomotor kann bei einigen Ausführungsformen in einem Gehäuse der Anbringeinrichtung angeordnet sein. Insbesondere kann der Antrieb dabei in einem Gehäuse der Anbringein-
richtung angeordnet sein, in welchem sich auch die vorstehend bereits erwähnten Anbringelemente zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn befinden können.
Der Servomotor kann bei einigen Ausführungsformen an einem Endabschnitt des Gehäuses angeordnet sein, welcher einem Übernahmeabschnitt der Anbringeinrichtung entgegengesetzt ist, an welchem die von dem Etikettenspender bereitgestellten Etiketten an die Anbringeinrichtung übergebbar sind. Insofern kann der Servomotor zum Antreiben der Riemen derart in dem Gehäuse angeordnet sein, dass der Servomotor keinen Bauraum im Bereich des Übernahmeabschnitts in Anspruch nimmt. Dieser Bauraum bleibt vielmehr von dem Servomotor und/oder dem Antrieb frei und kann daher beispielswiese zum Anbringen zusätzlicher Gebläse zum Erzeugen eines gezielt erhöhten Unterdrucks an dem Übernahmeabschnitt genutzt werden.
Der Servomotor kann bei einigen Ausführungsformen über einen Zahnriemen mit einer die Riemen antreibenden Welle verbunden sein. Hierdurch kann der Servomotor beabstandet zu der Welle angeordnet werden, um den Servomotor flexibel unter Berücksichtigung der jeweiligen Platzverhältnisse in dem Innenraum der Anbringeinrichtung bzw. deren Gehäuses anordnen zu können.
Bei einigen Ausführungsformen kann der Servomotor in Längsrichtung ausgerichtet sein. Wie erläutert, bezieht sich die Längsrichtung im Rahmen der vorliegenden Offenbarung allgemein auf die Verpackungsmaschine und bezeichnet die Richtung, entlang welcher die Materialbahn von der Verpackungsmaschine bewegt wird. Bezogen auf die Anbringeinrichtung selbst kann die hier erwähnte Längsrichtung daher einer Querrichtung der Anbringeinrichtung entsprechen, da die Anbringeinrichtung gegebenenfalls eine größte Erstreckung quer zu der Längsrichtung der Verpackungsmaschine aufweisen kann, um die Verpackungsmaschine und insbesondere die Materialbahn in Querrichtung (bezüglich der Verpackungsmaschine) überbrücken zu können. Eine derartige Anordnung des Servomotors ermöglicht es, den Servomotor mit geringem Platzbedarf in Querrichtung (bezogen auf die Verpackungsmaschine) anzuordnen, um eine schmale Ausbildung der Anbringeinrichtung erreichen und verhindern zu können, dass die Anbringeinrichtung seitlich, insbesondere weit, über einen Rahmen der Verpackungsmaschine hinaus ragt.
Die Welle zum Antreiben der Riemen kann bei einigen Ausführungsformen parallel zu dem Servomotor und/oder einer Motorwelle des Servomotors ausgerichtet sein. Der Servomotor kann dazu ausgebildet sein, den Zahnriemen über ein Zahnscheibe anzutreiben und/oder der Zahnriemen kann an einem Ende der Welle zum Antreiben der Riemen mit der Welle verbunden sein. Ein derartiger Antrieb kann auf einfache Weise realisiert werden.
In dem Gehäuse können bei einigen Ausführungsformen ferner mehrere Anbringelemente angeordnet sein, welche im Wesentlichen senkrecht zu einer Erstreckungsfläche der von dem Etikettenspender übergebenen Etiketten verfahrbar sind, wobei die Etiketten durch, insbesondere vertikales, Bewegen der Anbringelemente von der Anbringeinrichtung lösbar und an der Materialbahn anbringbar sein können.
Die Erfindung betrifft ferner eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Lebensmittelprodukten, insbesondere von Lebensmittelportionen, die ein oder mehrere von einem Lebensmittelprodukt abgetrennte Scheiben umfassen, welche eine Transporteinrichtung aufweist, die dazu ausgebildet ist, eine Materialbahn zum Herstellen von Verpackungen entlang einer Längsrichtung zu bewegen. Ferner umfasst die Verpackungsmaschine eine Etikettiereinrichtung der vorstehend erläuterten Art, bei welcher ein Servomotor zum Bewegen von Anbringelementen einer Anbringeinrichtung und/oder einen Servomotor zum Bewegen von Riemen der Anbringeinrichtung zum Bewegen der Etiketten vorgesehen ist.
Zudem betrifft die Erfindung eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Lebensmittelprodukten, insbesondere von Lebensmittelportionen, die ein oder mehrere von einem Lebensmittelprodukt abgetrennte Scheiben umfasst, welche eine Transporteinrichtung aufweist, die dazu ausgebildet ist, eine Materialbahn zum Herstellen von Verpackungen entlang einer Längsrichtung zu bewegen, und welche eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf der Materialbahn aufweist. Die Etikettiereinrichtung kann dabei insbesondere nach einer der vorstehend offenbarten Ausführungsformen ausgebildet sein, also beispielsweise einen feststehenden Motor zum Antreiben einer Anbringeinrichtung, einen in zwei gleichwertigen Positionen positionierbaren Etikettenspeicher, eine Unterdruckeinrichtung zum Erzeugen eines variablen Unterdrucks in einem Innenraum der Anbringeinrichtung und/oder eine Anbringeinrichtung mit einem Servomotor zum Bewegen von Anbringelementen und/oder von die Etiketten bewegenden Riemen aufweisen.
Die Etikettiereinrichtung weist ferner einen Etikettenspender und eine Anbringeinrichtung zum Anbringen von sich in einem Arbeitsbereich der Anbringeinrichtung befindenden Etiketten auf der Materialbahn auf, wobei der Etikettenspender dazu ausgebildet ist, anzubringende Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Die Anbringeinrichtung ist dazu ausgebildet, von dem Etikettenspender empfangene Etiketten wahlweise auf der Materialbahn anzubringen oder an ein Aussortierelement zu übergeben.
Beispielsweise kann die Anbringeinrichtung dazu ausgebildet sein, die empfangenen Etiketten wahlweise auf der Materialbahn oder auf dem Aussortierelement anzubringen und somit entweder auf der Materialbahn oder auf dem Aussortierelement anzubringen, insbesondere aufzukleben. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Anbringeinrichtung dazu ausgebildet ist, auch als Fehletiketten bezeichnete fehlerhafte Etiketten auf dem Aussortierelement anzubringen oder an das Aussortierelement zu übergeben, so dass solche fehlerhaften Etiketten nicht auf der Verpackung angebracht werden.
Bei herkömmlichen Verpackungsmaschinen werden sämtliche von dem Etikettenspender an die Anbringeinrichtung übergebene Etiketten auf der Materialbahn und insbesondere auf jeweiligen Verpackungen angebracht, so dass fehlerhaft etikettierte Verpackungen vollständig aussortiert werden müssen, nachdem die Etiketten beispielsweise im Zuge einer Endkontrolle als fehlerhaft erkannt wurden. Dies geht jedoch ersichtlich mit einem unerwünscht hohen Materialverbrauch und Produktausschuss einher. Ferner können Fehldrucke allenfalls manuell mit einem kurzen Vorschubimpuls per Hand vom Bedienpersonal an der Anbringeinrichtung abgesammelt werden.
Indem die Anbringeinrichtung gemäß der hier erläuterten Etikettiereinrichtung hingegen dazu ausgebildet ist, Etiketten wahlweise auf einem Aussortierelement anzubringen bzw. an das Aussortierelement zu übergeben, können insbesondere solche fehlerhaften Etiketten gar nicht erst auf einer Verpackung angebracht, sondern bereits zuvor aussortiert werden. Hierdurch können der Materialverbrauch der Verpackungsmaschine und insbesondere ein Ausschuss von an sich verkaufsfähigen Verpackungen reduziert werden.
Das Aussortierelement kann bei einigen Ausführungsformen stationär an der Verpackungsmaschine und insbesondere die Materialbahn quer zu der Längsrichtung überbrückend angeordnet sein. Ferner kann die Anbringeinrichtung bei solchen Ausführungsformen zu dem Aussortierelement verfahrbar sein.
Insbesondere kann dieses Verfahren der Anbringeinrichtung durch einen Antrieb erfolgen, mittels dessen die Anbringeinrichtung in Längsrichtung verfahrbar ist. Ein solches Verfahren kann es ermöglichen, die Anbringeinrichtung wahlweise in Flucht zu der Materialbahn oder in Flucht zu dem Aussortierelement anzuordnen, um die Etiketten wahlweise auf der Materialbahn oder dem Aussortierelement anbringen und dadurch insbesondere fehlerhafte Etiketten aussortieren zu können.
Das Aussortierelement kann sich bei solchen Ausführungsformen zudem insbesondere flach und/oder mit geringem Abstand zu der Materialbahn erstrecken, so dass das Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn einerseits oder dem Aussortierelement andererseits in nahezu identischer Weise und durch eine nahezu identische Bewegung von Anbringelementen zum Anbringen der Etiketten erfolgen kann. Wie bereits erläutert, können die Anbringelemente darüber hinaus insbesondere federbelastet und/oder nachgebend abgestützt sein, um einen geringfügigen Unterschied bezüglich der zum jeweiligen Anbringen der Etiketten zurückzulegenden Strecken ausgleichen zu können, wenn die Etiketten auf der Materialbahn oder dem Aussortierelement angebracht werden. Zudem kann ein unmittelbar oberhalb der Materialbahn angebrachtes Aussortierelement auf einfache Weise von Komponenten der Verpackungsmaschine in Längsrichtung überfahren werden, ohne dass die Komponente dazu an- oder abgehoben werden muss.
Das Aussortierelement kann bei einigen Ausführungsformen ferner an der Verpackungsmaschine abgestützt und wahlweise in den Arbeitsbereich der Anbringeinrichtung bewegbar sein. Ein solches Aussortierelement kann beispielsweise als Schieber oder als einschwenkbares Blech ausgebildet sein.
Bei einigen Ausführungsformen kann das Aussortierelement auch sich in Längsrichtung erstreckend an einer Außenseite der Verpackungsmaschine angeordnet sein. Insofern kann das Aussortierelement gewissermaßen an einem Rand des Arbeitsbereichs der Anbringeinrichtung an der Verpackungsmaschine angeordnet sein, wobei die Position am Rand des Arbeitsbereichs der Anbringeinrichtung lediglich zum Übergeben von Etiketten an das Aussortierelement angefahren werden kann. Daher können beispielsweise fehlerhafte Etiketten von der Anbringeinrichtung in den äußersten Bereich des Arbeitsbereichs der Anbringeinrichtung verfahren werden, der insbesondere einem Übernahmeabschnitt zum Übernehmen der Etiketten entgegengesetzt sein kann, um solche fehlerhaften Etiketten an das Aussortierelement übergeben zu können.
Das Aussortierelement kann bei einigen Ausführungsformen zudem eine an der Verpackungsmaschine abgestützte, aufwickelbare Aussortierbahn, insbesondere eine Folie, umfassen. Insbesondere kann eine solche Aussortierbahn und/oder Folie zwischen der Materialbahn, in welcher die Verpackungen hergestellt werden, und der Anbringeinrichtung und/oder auf einer Unterlage oder Auflagefläche als Gegendruckelement verlaufen, um Etiketten wahlweise auf einem solchen Aussortierelement anbringen zu können. Die Aussortierbahn kann beispielsweise nach einem Anbringen von Etiketten sukzessive abgezogen oder aufgerollt
werden, um stets eine freie Fläche zum Anbringen von Etiketten, insbesondere von Fehletiketten, bereitstellen zu können.
Das Aussortierelement kann bei einigen Ausführungsformen an der Anbringeinrichtung abgestützt und wahlweise in den Arbeitsbereich der Anbringeinrichtung bewegbar sein. Bei solchen Ausführungsformen kann das Aussortierelement insbesondere mit der Anbringeinrichtung mitbewegbar sein, so dass die Anbringeinrichtung nicht erst zu dem Aussortierelement verfahren werden muss, um Etiketten an das Aussortierelement übergeben zu können. Vielmehr kann das mitgeführte Aussortierelement wahlweise in den Arbeitsbereich der Anbringeinrichtung hinein bewegt werden.
Das Aussortierelement kann bei einigen Ausführungsformen in den Arbeitsbereich schiebbar, klappbar und/oder schwenkbar sein. Beispielsweise kann das Aussortierelement pneumatisch antreibbar sein, um wahlweise in den Arbeitsbereich der Anbringeinrichtung geführt werden zu können.
Das Aussortierelement kann bei einigen Ausführungsformen lamellenartig ausgebildet sein, wobei das Aussortierelement insbesondere ausgehend von einer Anordnung an einer Außenseite eines Gehäuses der Anbringeinrichtung in den Arbeitsbereich bewegbar sein kann; und/oder wobei das Aussortierelement insbesondere ausgehend von einer vertikalen Ausrichtung an einer Außenseite der Anbringeinrichtung in eine horizontale Ausrichtung bei einer Anordnung in dem Arbeitsbereich bewegbar sein kann.
Um ein solches lamellenartiges Aussortierelement in den Arbeitsbereich bewegen zu können, können an der Anbringeinrichtung und insbesondere deren Gehäuse beispielsweise Schienen zur Führung der Lamellen angeordnet sein. Diese Schienen können sich beispielsweise an einer Außenseite und einer Unterseite (insbesondere bei einem Oberbahner) oder einer Oberseite der Anbringeinrichtung (insbesondere bei einem Unterbahner) erstrecken, so dass das lamellenartige Aussortierelement von einer passiven Stellung an der Außenseite der Anbringeinrichtung in eine aktive Position in dem Arbeitsbereich bewegbar sein kann.
Die Verpackungsmaschine kann bei einigen Ausführungsformen eine Überwachungseinrich- tung zum Überprüfen der an die Anbringeinrichtung übergebenen Etiketten und eine Steuereinrichtung aufweisen, wobei die Steuereinrichtung dazu ausgebildet sein kann, die Anbringeinrichtung in Abhängigkeit von einem Signal der Überwachungseinrichtung zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn oder zum Übergeben der Etiketten an das Aussortierelement anzusteuern.
Die Überwachungseinrichtung kann beispielsweise dazu ausgebildet sein, Fehletiketten zu erkennen, woraufhin die Steuereinrichtung dazu ausgebildet sein kann, solche Fehletiketten an das Aussortierelement zu übergeben. Dazu kann die Überwachungseinrichtung beispielsweise dazu ausgebildet sein, die Etiketten vor dem Übergeben an die Anbringeinrichtung und/oder nach dem Übergeben an die Anbringeinrichtung, jedoch vor dem Aufbringen auf der Materialbahn, zu überprüfen.
Insbesondere kann die Steuereinrichtung dazu ausgebildet sein, die Anbringeinrichtung zum Anbringen der Etiketten auf bereitgestellten Verpackungen anzusteuern oder die Anbringeinrichtung zunächst in Flucht zu dem Aussortierelement, beispielsweise einem fest an der Verpackungsmaschine gehaltenen Aussortierelement, zu bringen, um die Etiketten an das Aussortierelement zu übergeben. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, ein an der Anbringeinrichtung gehaltenes Aussortierelement wahlweise in den Arbeitsbereich der Anbringeinrichtung zu bewegen, um dadurch ein Übergeben eines Etiketts, insbesondere Fehletiketts, an das Aussortierelement zu erreichen.
Die Steuereinrichtung kann ferner insbesondere eine Komponente einer Steuereinrichtung der Verpackungsmaschine und/oder eine Steuereinrichtung einer gesamten Verarbeitungslinie sein, die insbesondere eine Aufschneidevorrichtung zum Aufschneiden von Lebensmittelprodukten in Scheiben und die Verpackungsmaschine umfassen kann. Insofern kann es sich bei der Steuereinrichtung insbesondere nicht um eine gesonderte Steuereinrichtung der Etikettiereinrichtung handeln, sondern die Steuereinrichtung der Etikettiereinrichtung kann in die Steuerung der Verpackungsmaschine und/oder einer Verarbeitungslinie integriert sein. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich, eine derartige Steuereinrichtung als gesonderte Steuereinrichtung der Etikettiereinrichtung vorzusehen. Die Steuereinrichtung kann beispielsweise eine CPU und/oder einen Mikroprozessor sowie geeignete Software umfassen, um Befehle zum Ansteuern von Komponente der Verpackungsmaschine generieren und aussenden zu können. Ferner kann die Steuereinrichtung eine Bedieneinrichtung zur Entgegennahme von Befehlen und/oder zum Anzeigen von Informationen aufweisen, beispielsweise einen Touchscreen.
Die Überwachungseinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen zumindest eine Kamera und eine Bildauswerteeinrichtung aufweisen, wobei die Kamera dazu ausgebildet sein kann, Überprüfungsbilder von Etiketten vor dem Anbringen auf der Materialbahn aufzunehmen, wobei die Bildauswerteeinrichtung dazu ausgebildet sein kann, fehlerhafte Etiketten anhand der Überprüfungsbilder zu identifizieren. Die Steuereinrichtung kann dazu ausgebildet sein, die
Anbringeinrichtung zum Anbringen der fehlerhaften Etiketten auf dem Aussortierelement anzusteuern.
Beispielsweise kann es vorgesehen sein, der Bildauswerteeinrichtung Referenzbilder oder Vergleichsbilder korrekter Etiketten, beispielsweise in einem auslesbaren, nicht-flüchtigen Speicher, zur Verfügung zu stellen, so dass die Bildauswerteeinrichtung dazu ausgebildet sein kann, fehlerhafte Etiketten durch einen Vergleich der Überprüfungsbilder mit den Referenzbildern zu identifizieren. Beispielsweise können fehlerhafte Etiketten einen Knick aufweisen, durch den eine aufgedruckte Information unlesbar wird. Ferner können fehlerhafte Etiketten beispielsweise einen schlecht lesbaren, etwa einen verschmierten oder unvollständigen Druck aufweisen. Durch eine solche Überwachungseinrichtung können somit fehlerhafte Etiketten automatisch erkannt werden und durch eine entsprechende Ansteuerung der Anbringeinrichtung an das Aussortierelement übergeben werden, um das Aufbringen fehlerhaften Etiketten auf der Materialbahn oder bereitgestellten Verpackungen zu vermeiden.
Die Steuereinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, die Übergabe von fehlerhaften Etiketten an die Anbringeinrichtung zu unterbinden und/oder zu verzögern.
Beispielsweise kann die Steuereinrichtung dazu ausgebildet sein, Etiketten aus einem von dem Etikettenspender bereitgestellten Etikettenstrom so lange an die Anbringeinrichtung zu übergeben, bis als nächstes Etikett ein fehlerhaftes Etikett zu übergeben wäre. Daraufhin kann die Steuereinrichtung das Übergeben von Etiketten an die Anbringeinrichtung stoppen, um die Anbringeinrichtung zu einem Anbringen der bereits übergebenen Etiketten auf zugeordneten, bereitgestellten Verpackungen anzusteuern. Nachdem die Etiketten angebracht wurden, kann die Steuereinrichtung dazu ausgebildet sein, das fehlerhafte Etikett an die Anbringeinrichtung zu übergeben und die Anbringeinrichtung zu einem Übergeben dieses fehlerhaften Etiketts an das Aussortierelement anzusteuern. Darauffolgend können wiederum korrekte Etiketten aus dem von dem Etikettenspender bereitgestellten Etikettenstrom an die Anbringeinrichtung übergeben werden, bis das nächste fehlerhafte Etikett erkannt wird.
Insbesondere kann die Anbringeinrichtung dazu ausgebildet sein, gleichzeitig mehrere, in parallelen Spuren bzw. in einer Reihe bereitgestellte Verpackungen zu etikettieren. In einem solchen Fall kann die Steuereinrichtung dazu ausgebildet sein, den Etikettenspender nach einem Aussortieren eines fehlerhaften Etiketts zum Übergeben lediglich einer Anzahl korrekter Etiketten an die Anbringeinrichtung anzusteuern, welche einer Anzahl zuvor in der bereitgestellten Reihe nicht etikettierter Verpackungen entspricht. Die Anbringeinrichtung kann dazu ausgebil-
det sein, die übernommenen Etiketten auf den noch nicht etikettierten Verpackungen der Reihe anzubringen, insbesondere in Ansprechen auf einen entsprechenden Befehl der Steuereinrichtung. Daraufhin können wiederum korrekte Etiketten in einer der Anzahl von Spuren entsprechenden Anzahl an die Anbringeinrichtung übergeben werden, um wiederum gleichzeitig eine vollständige Reihe von Verpackungen etikettieren zu können. Hierdurch kann - bei lediglich geringem Zeitverlust - ein fehlerhaftes Etikettieren von Verpackungen mit der Notwendigkeit, solche Verpackungen auszusortieren, vermieden werden, wobei ausschließlich das fehlerhafte Etikett aussortiert werden muss.
Bei anderen Ausführungsformen kann hingegen vorgesehen sein, bei einem Erkennen eines fehlerhaften Etiketts das fehlerhafte Etikett unmittelbar an die Anbringeinrichtung zu übergeben und sämtliche sich bis dahin an der Anbringeinrichtung befindenden Etiketten an das Aussortierelement zu übergeben. Ferner kann vorgesehen sein, stets eine der Anzahl an Verpackungen in einer Reihe entsprechende Anzahl von Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben und eine gesamte Reihe von Etiketten an das Aussortierelement zu übergeben, wenn eines der übernommenen Etiketten fehlerhaft ist. Auch bei solchen Ausführungsformen kann ein fehlerhaftes Etikettieren von Verpackungen vermieden werden.
Die Kamera kann bei einigen Ausführungsformen an der Anbringeinrichtung angebracht und/oder gemeinsam mit der Anbringeinrichtung verfahrbar sein. Insofern kann die Überwa- chungseinrichtung bei einigen Ausführungsformen Teil der Etikettiereinrichtung und/oder der Anbringeinrichtung sein. Die erwähnte Bildauswerteeinrichtung kann insbesondere Teil der Steuereinrichtung und/oder eine Softwarekomponente der Steuereinrichtung sein.
Die Erfindung betrifft ferner eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Materialbahn, welche zum Herstellen von Verpackungen für Lebensmittelprodukte von einer Verpackungsmaschine entlang einer Längsrichtung bewegt wird. Die Etikettiereinrichtung kann insbesondere gemäß einer der vorstehend erläuterten Ausführungsformen ausgebildet sein und beispielsweise einen feststehenden Motor zum Verfahren einer Anbringeinrichtung, einen in zwei gleichwertigen Positionen positionierbaren Etikettenspeicher, eine Unterdruckeinrichtung zum Erzeugen eines variablen Unterdrucks in einem Innenraum der Anbringeinrichtung und/oder eine Etikettiereinrichtung mit einem Servomotor zum Antreiben von Anbringelementen und/oder Riemen einer Anbringeinrichtung aufweisen.
Die Etikettiereinrichtung weist einen Etikettenspender zum Bereitstellen der Etiketten und eine Anbringeinrichtung zum Anbringen von sich in einem Arbeitsbereich der Anbringeinrichtung befindenden Etiketten auf der Materialbahn auf, wobei der Etikettenspender dazu ausgebildet
ist, anzubringende Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Die Anbringeinrichtung ist ferner dazu ausgebildet, von dem Etikettenspender empfangene Etiketten wahlweise auf der Materialbahn oder auf einem Aussortierelement anzubringen.
Das Aussortierelement kann bei einigen Ausführungsformen an der Anbringeinrichtung abgestützt und wahlweise in den Arbeitsbereich der Anbringeinrichtung bewegbar sein. Insofern kann das Aussortierelement Teil der Etikettiereinrichtung und/oder der Anbringeinrichtung sein.
Das Aussortierelement kann bei einigen Ausführungsformen in den Arbeitsbereich schiebbar, klappbar und/oder schwenkbar sein, wobei ein Antrieb des Aussortierelements bei solchen Ausführungsformen beispielsweise pneumatisch erfolgen kann.
Ferner kann das Aussortierelement bei einigen Ausführungsform lamellenartig ausgebildet sein. Bei solchen Ausführungsformen kann das Aussortierelement insbesondere ausgehend von einer Anordnung an einer Außenseite eines Gehäuses der Anbringeinrichtung in den Arbeitsbereich bewegbar sein und/oder das Aussortierelement kann insbesondere ausgehend von einer vertikalen Ausrichtung in eine horizontale Ausrichtung bei einer Anordnung in dem Arbeitsbereich bewegbar sein. Zudem kann die Anbringeinrichtung bei solchen Ausführungsformen Schienen zum Führen von Lamellen des lamellenartig ausgebildeten Aussortierelements aufweisen.
Die Etikettiereinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen eine Überwachungseinrichtung zum Überprüfen der an die Anbringeinrichtung übergebenen und/oder zu übergebenden Etiketten aufweisen. Insbesondere kann die Überwachungseinrichtung dazu ausgebildet sein, die Etiketten vor einem Übergeben an die Anbringeinrichtung oder nach einem Übergeben an die Anbringeinrichtung, jedoch vor einem Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn, zu überprüfen. Zudem kann die Überwachungseinrichtung dazu ausgebildet sein, fehlerhafte Etiketten zu erfassen.
Die Überwachungseinrichtung kann zumindest eine Kamera und eine Bildauswerteeinrichtung aufweisen, wobei die Kamera dazu ausgebildet sein kann, Überprüfungsbilder von den Etiketten vor dem Anbringen auf der Materialbahn aufzunehmen, wobei die Bildauswerteeinrichtung dazu ausgebildet sein kann, fehlerhafte Etiketten anhand der Überprüfungsbilder zu identifizieren. Insbesondere kann die Kamera dabei an der Anbringeinrichtung angeordnet und/oder gemeinsam mit der Anbringeinrichtung verfahrbar sein.
Die Bildauswerteeinrichtung kann insbesondere eine Komponente einer Steuereinrichtung der Etikettiereinrichtung und/oder einer Verpackungsmaschine sein, in welche die Etikettiereinrichtung integriert ist. Wie bereits erläutert, kann die Bildauswerteeinrichtung insbesondere dazu ausgebildet sein, die Überprüfungsbilder mit zuvor erstellten Referenzbildern oder Vergleichsbildern korrekter Etiketten zu vergleichen, um fehlerhafte Etiketten identifizieren zu können.
Die Steuereinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, bei Feststellen einer Folge von fehlerhaften Etiketten eine Störmeldung zu erzeugen. Insofern kann die Steuereinrichtung dazu ausgebildet sein, ein für eine die Etikettiereinrichtung bedienende Person wahrnehmbares Signal zu erzeugen, wenn eine Folge von fehlerhaften Etiketten festgestellt wird, beispielsweise ein akustisch oder optisch wahrnehmbares Signal. Eine Folge von fehlerhaften Etiketten kann insbesondere darauf hinweisen, dass die auf dem Etikettenträgerband bereitgestellten Etiketten grundsätzlich fehlerhaft sind, so dass das Etikettenträgerband gewechselt und beispielsweise eine neue Rolle Etikettenträgerbands in einen Etikettenspeicher des Etikettenspenders eingesetzt werden sollte. Zudem kann eine Folge von fehlerhaften Etiketten beispielsweise auf eine Störung an einem die Etiketten bedruckenden Drucker hinweisen, so dass die Einstellungen des Druckers überprüft oder das Druckerzubehör ausgetauscht werden sollte. Das Signal kann bei einigen Ausführungsformen auch eine Information bezüglich einer zu überprüfenden Komponente der Etikettiereinrichtung und/oder eine Handlungsanweisung umfassen, die beispielsweise an der Steuereinrichtung anzeigbar sein kann.
Eine solche Steuereinrichtung, die zum Erzeugen einer Störmeldung bei Feststellen einer Folge von fehlerhaften Etiketten ausgebildet ist, kann insbesondere auch bei Ausführungsformen der vorstehend erläuterten Verpackungsmaschine vorgesehen sein.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben einer Verpackungsmaschine, insbesondere einer Verpackungsmaschine mit einer Etikettiereinrichtung, deren Anbringeinrichtung zu einem wahlweisen Anbringen von Etiketten auf einer Materialbahn oder einem Aussortierelement ausgebildet ist. Bei dem Verfahren wird eine Materialbahn von der Verpackungsmaschine entlang einer Längsrichtung bewegt und es werden Verpackungen aus der Materialbahn hergestellt. Zudem werden bei dem Verfahren auf die Verpackungen aufzubringende Etiketten an eine Anbringeinrichtung einer Etikettiereinrichtung übergeben und die Etiketten werden durch die Anbringeinrichtung auf den Verpackungen angebracht. Ferner werden fehlerhafte Etiketten von der Etikettiereinrichtung an ein Aussortierelement übergeben. Insbesondere werden fehlerhafte Etiketten somit nicht auf den Verpackungen angebracht.
Wie vorstehend bereits erläutert, können fehlerhafte Etiketten insbesondere auf dem Aussortierelement angebracht werden. Hierdurch kann verhindert werden, dass Verpackungen fehlerhaft etikettiert werden und daher vollständig aussortiert werden müssen.
Insbesondere kann bei dem Verfahren vorgesehen sein, dass Lebensmittelprodukte und/oder Lebensmittelportionen mit einer oder mehreren von einem Lebensmittelprodukt abgetrennten Scheiben in die Verpackungen eingebracht und verpackt werden. Beispielsweise können die Verpackungen hergestellt werden, indem von der Verpackungsmaschine Mulden in eine untere Materialbahn eingezogen werden, die daraufhin - nach dem Einbringen einer Lebensmittelportion oder eines Lebensmittelprodukts - durch eine von oben zugeführte obere Materialbahn verschlossen werden. Zudem können die Verpackungen an einer Oberseite und/oder einer Unterseite etikettiert werden. Alternativ zu einem Verpacken in Mulden kann auch vorgesehen sein, die Lebensmittelprodukte der Lebensmittelportionen auf einer flachen unteren Materialbahn abzulegen, um die abgelegten Lebensmittelprodukte daraufhin durch eine von oben zugeführte obere Materialbahn zu bedecken und geschlossene Verpackungen herzustellen. Ferner kann vorgesehen sein, die Verpackungen nach dem Etikettieren zu vereinzeln, um einzelne verkaufsfertige Verpackungen erhalten zu können.
Die anzubringenden Etiketten können bei einigen Ausführungsformen durch eine Überwa- chungseinrichtung überprüft werden. Insbesondere können fehlerhafte Etiketten durch diese Überprüfung automatisch erkannt und das Übergeben der fehlerhaften Etiketten an das Aussortierelement kann automatisch angesteuert werden.
Bei einigen Ausführungsformen können mehrere quer, insbesondere senkrecht, zu der Längsrichtung nebeneinanderliegende Verpackungen gleichzeitig durch Anbringen eines jeweiligen Etiketts mittels der Anbringeinrichtung der Etikettiereinrichtung etikettiert werden, wobei nach Übergeben eines fehlerhaften Etiketts die an die Anbringeinrichtung übergebenen Etiketten auf dem Aussortierelement angebracht werden können und/oder an das Aussortierelement übergeben werden können.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, sämtliche an die Anbringeinrichtung übergebenen Etiketten an das Aussortierelement zu übergeben und insbesondere auf dem Aussortierelement anzubringen, sobald ein fehlerhaftes Etikett an die Anbringeinrichtung übergeben wurde. Ferner kann vorgesehen sein, stets - also auch nach dem Übergeben eines fehlerhaften Etiketts - eine der Anzahl an quer zu der Längsrichtung nebeneinanderliegenden Verpackungen entsprechende Anzahl von Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben und infolge eines Übergebens eines fehlerhaften Etiketts eine solche vollständige Anzahl von Etiketten an das
Aussortierelement zu übergeben. Ebenfalls kann jedoch vorgesehen sein, das Übergeben von Etiketten vor dem Übergeben eines fehlerhaften Etiketts anzuhalten und die bis dahin an die Anbringeinrichtung übergebenen Etiketten auf Verpackungen anzubringen, um daraufhin das fehlerhafte Etikett an die Anbringeinrichtung zu übergeben und zu dem Aussortierelement zu überführen, woraufhin Etiketten auf bis dahin nicht etikettierte Verpackungen in der bereitgestellten Reihe nebeneinanderliegender Verpackungen angebracht werden können.
Bei einigen Ausführungsformen können mehrere quer, insbesondere senkrecht, zu der Längsrichtung nebeneinanderliegende Verpackungen gleichzeitig durch Anbringen eines jeweiligen Etiketts mittels der Anbringeinrichtung der Etikettiereinrichtung etikettiert werden. Bei solchen Ausführungsformen kann bei einem Erkennen eines fehlerhaften Etiketts in einem von einem Etikettenspender bereitgestellten Etikettenstrom folgendes Verfahren durchgeführt werden: das vor dem fehlerhaften Etikett an die Anbringeinrichtung zu übergebende Etikett kann an die Anbringeinrichtung übergeben werden, das Übergeben der Etiketten an die Anbringeinrichtung kann gestoppt werden, die an die Anbringeinrichtung übergebenen Etiketten können auf zugeordneten Verpackungen angebracht werden, das fehlerhafte Etikett kann an die Anbringeinrichtung übergeben und an das Aussortierelement übergeben, insbesondere auf dem Aussortierelement angebracht, werden, eine der Anzahl der mehreren Verpackungen, auf welchen noch kein Etikett angebracht ist, entsprechende Anzahl an Etiketten und/oder eine Anzahl von Etiketten bis zu einem nächsten fehlerhaften Etikett in dem Etikettenstrom kann an die Anbringeinrichtung übergeben werden, und die übergebenen Etiketten können auf den noch nicht etikettierten Verpackungen der mehreren Verpackungen angebracht werden.
Insofern kann bei solchen Ausführungsformen der Etikettenstrom kurzzeitig unterbrochen werden, um lediglich das fehlerhafte Etikett aussortieren zu können und ein Anbringen dieses fehlerhaften Etiketts auf einer Verpackung zu vermeiden, um daraufhin die in einer Reihe von Verpackungen verbleibenden Verpackungen zu etikettieren.
Bei solchen Ausführungsformen kann die Verpackungsmaschine dazu ausgebildet sein, mehrere quer, insbesondere senkrecht, zu der Längsrichtung nebeneinanderliegende Verpackungen gleichzeitig und insbesondere während einer Taktpause bereitzustellen. Insbesondere kann die Verpackungsmaschine dazu ausgebildet sein, ein Format von Verpackungen für eine Taktpause bereitzustellen.
Die Anbringeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen zum Übergeben des fehlerhaften Etiketts an das Aussortierelement zu dem Aussortierelement verfahren werden oder das Aussortierelement kann zum Übernehmen des fehlerhaften Etiketts in einen Arbeitsbereich der Anbringeinrichtung bewegt werden. Beispielsweise kann das Aussortierelement daher an der Verpackungsmaschine oder an der Anbringeinrichtung abgestützt sein.
Ferner kann bei einigen Ausführungsformen bei einem Erkennen mehrerer aufeinanderfolgender fehlerhafter Etiketten eine Störmeldung erzeugt werden.
Die Erfindung betrifft ferner eine Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Materialbahn, welche zum Herstellen von Verpackungen für Lebensmittelprodukte von einer Verpackungsmaschine entlang einer Längsrichtung bewegt wird. Die Etikettiereinrichtung kann insbesondere gemäß einer der vorstehend erläuterten Ausführungsformen ausgebildet sein und beispielsweise einen feststehenden Motor zum Verfahren einer Anbringeinrichtung, einen in zwei gleichwertigen Positionen positionierbaren Etikettenspeicher, eine Unterdruckeinrichtung zum Erzeugen eines variablen Unterdrucks in einem Innenraum einer Anbringeinrichtung und/oder einen Servomotor zum Antreiben von Anbringelementen und/oder Riemen einer Anbringeinrichtung aufweisen. Ferner kann die Etikettiereinrichtung insbesondere eine Anbringeinrichtung aufweisen, welche dazu ausgebildet ist, von einem Etikettenspender empfangene Etiketten wahlweise auf der Materialbahn oder auf einem Aussortierelement anzubringen.
Die Etikettiereinrichtung weist gemäß diesem Aspekt einen Etikettenspender zum Bereitstellen von Etiketten und eine Anbringeinrichtung zum Anbringen der Etiketten auf der Materialbahn auf, wobei der Etikettenspender dazu ausgebildet ist, anzubringende Etiketten an die Anbringeinrichtung zu übergeben. Zudem weist die Etikettiereinrichtung jedoch eine Ausschleuseeinrichtung auf, welche dazu ausgebildet ist, die Übergabe eines auszuschleusenden Etiketts an die Anbringeinrichtung wahlweise zu verhindern.
Insofern kann bei der Etikettiereinrichtung gemäß diesem Aspekt der Erfindung - alternativ oder zusätzlich zu der Möglichkeit, ein fehlerhaftes Etikett an ein Aussortierelement zu übergeben - insbesondere vorgesehen sein, auszuschleusende Etiketten gar nicht erst an die Anbringeinrichtung zu übergeben, sondern bereits zuvor mittels der Ausschleuseeinrichtung auszuschleusen. Insbesondere können auszuschleusende Etiketten dazu auf einem Etikettenträgerband, auf welchem die Etiketten bereitgestellt sind, belassen und nicht von dem Etikettenträgerband gelöst werden, wie nachstehend noch näher erläutert ist.
Bei auszuschleusenden Etiketten kann es sich insbesondere um fehlerhafte Etiketten (auch als Fehletiketten bezeichnet) handeln, die beispielsweise einen fehlerhaften oder schlecht lesbaren Druck oder einen Knick aufweisen können. Indem insbesondere solche fehlerhaften Etiketten ausgeschleust werden können, kann effizient verhindert werden, dass Verpackungen fehlerhaft etikettiert und daher vollständige Verpackungen aussortiert werden müssen. Vielmehr kann durch den Einsatz der Ausschleuseeinrichtung erreicht werden, dass lediglich korrekte Etiketten als auf der Materialbahn anzubringende Etiketten an die Anbringeinrichtung übergeben werden, so dass auch der Materialausschuss beim Betrieb der Etikettiereinrichtung insbesondere auf das Etikettenträgerband sowie daran verbleibende fehlerhafte Etiketten reduziert werden kann, ohne dass ganze, insbesondere gefüllte Verpackungen aussortiert werden müssen oder eine - unter Umständen ebenfalls nachträglich zu entsorgende - Aussortierfläche bereitgestellt werden muss.
Wie bereits erläutert, kann die Etikettiereinrichtung und/oder eine Verpackungsmaschine, welche die Etikettiereinrichtung umfasst, insbesondere eine Überwachungseinrichtung aufweisen, um fehlerhafte und/oder auszuschleusende Etiketten identifizieren zu können. Beispielsweise kann durch eine solche Überwachungseinrichtung ein Etikettenstrom von an einem Etikettenträgerband bereitgestellten Etiketten überwacht werden, um bei einem Erfassen eines fehlerhaften Etiketts das jeweilige Etikett als auszuschleusendes Etikett zu ermitteln und eine Übergabe des Etiketts an die Anbringeinrichtung zu verhindern. Ein solches Erfassen kann insbesondere wie vorstehend bereits erläutert mittels einer Kamera erfolgen, welche die Etiketten des Etikettenstroms abbildet und die erzeugten Abbildungen einer Bildauswerteeinrichtung als Überprüfungsbilder zur Verfügung stellt. Die Bildauswerteeinrichtung kann die Überprüfungsbilder sodann insbesondere mit Referenzbildern oder Vergleichsbildern ordnungsgemäßer und/oder anzubringender Etiketten vergleichen, um fehlerhafte und daher auszuschleusende Etiketten erfassen zu können.
Bei einigen Ausführungsformen kann die Ausschleuseeinrichtung zwischen einer passiven Stellung und einer Ausschleusestellung bewegbar sein, wobei die anzubringenden Etiketten in der passiven Stellung der Ausschleuseeinrichtung an die Anbringeinrichtung übergebbar sein können und wobei die Übergabe des auszuschleusenden Etiketts durch Bewegen der Ausschleuseeinrichtung in die Ausschleusestellung verhinderbar sein kann.
Insbesondere können die Etiketten daher bei in der passiven Stellung positionierter Ausschleuseeinrichtung gewissermaßen unbeeinträchtigt und/oder ohne Wechselwirkung mit der Ausschleuseeinrichtung an die Anbringeinrichtung übergebbar sein, wobei dieses Übergeben bei in der passiven Stellung positionierter Ausschleuseeinrichtung insbesondere wie bei her-
kömmlichen Etikettiereinrichtungen erfolgen kann, indem ein Etikettenträgerband über eine Übergabekante geführt wird und die Etiketten dadurch von dem Etikettenträgerband gelöst werden. Durch Bewegen der Ausschleuseeinrichtung in die Ausschleusestellung kann hingegen ein Übergeben des auszuschleusenden Etiketts, gegebenenfalls jedoch auch einer Folge auszuschleusender Etiketten, an die Anbringeinrichtung verhindert werden, so dass auch ein Anbringen des auszuschleusenden und beispielsweise fehlerhaften Etiketts auf der Materialbahn verhindern werden kann. Insbesondere kann dies durch ein Verhindern eines Lösens des auszuschleusenden Etiketts von dem Etikettenträgerband erfolgen.
Insbesondere kann die Ausschleuseeinrichtung zum Verhindern des Übergebens eines auszuschleusenden Etiketts an die Anbringeinrichtung eine Vorderkante des auszuschleusenden Etiketts beaufschlagen, umlenken und führen, um die Vorderkante des Etiketts im Bereich der Übergabekante oder einer Umlenkung an der Übergabekante möglichst eng an einem Trägermaterial zu fixieren, auf dem das Etikett bereitgestellt ist.
Die Ausschleuseeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen von der passiven Stellung in die Ausschleusestellung schwenkbar, klappbar und/oder translatorisch verschiebbar sein. Insofern kann bei einigen Ausführungsformen insbesondere eine Positionierung der Ausschleuseeinrichtung im Raum veränderbar sein, um die Ausschleuseeinrichtung zwischen der passiven Stellung und der Ausschleusestellung bewegen zu können.
Alternativ oder zusätzlich kann bei einigen Ausführungsformen zum Bewegen der Ausschleuseeinrichtung von der passiven Stellung in die Ausschleusestellung ferner eine Form der Ausschleuseeinrichtung veränderbar sein. Beispielsweise kann eine in der passiven Stellung zu dem auszuschleusenden Etikett und/oder einem Etikettenträgerband, auf welchem das auszuschleusende Etikett angebracht ist, beabstandete Ausschleuseeinrichtung durch Verändern einer Form der Ausschleuseeinrichtung in Kontakt zu dem auszuschleusenden Etikett und/oder dem Etikettenträgerband bringbar sein. Dies kann beispielsweise durch Ausbilden der Ausschleuseeinrichtung als eine aufblasbare Ausschleuseeinrichtung erfolgen, um durch Aufblasen der Ausschleuseeinrichtung oder eines Ausschleuseelements der Ausschleuseeinrichtung einen Abstand zwischen der Ausschleuseeinrichtung und dem auszuschleusenden Etikett und/oder dem Etikettenträgerband überbrücken und die Ausschleuseeinrichtung in Kontakt zu dem auszuschleusenden Etikett und/oder dem Etikettenträgerband bringen zu können. Insofern kann eine verformbare Ausschleuseeinrichtung in der passiven Stellung insbesondere einen größeren Abstand zu dem auszuschleusenden Etikett als in der Ausschleusestellung aufweisen, ohne dass sich jedoch bei einem Bewegen der Ausschleuseeinrichtung zwischen
der passiven Stellung und der Ausschleusestellung zwangsläufig eine Position eines Schwerpunkts der Ausschleuseeinrichtung ändern muss.
Zudem kann die Ausschleuseeinrichtung bei einigen Ausführungsformen durch eine Kombination der vorstehend erläuterten Bewegungen (Schwenken, Klappen, Verschieben) aus der passiven Stellung in die Ausschleusestellung bringbar sein, indem die Ausschleuseeinrichtung beispielsweise zunächst von der passiven Stellung ausgehend translatorisch verschoben werden kann, um daraufhin in die endgültige Ausschleusestellung geschwenkt oder geklappt zu werden.
Allgemein kann die Ausschleuseeinrichtung durch Bewegen in die Ausschleusestellung bei einigen Ausführungsformen in Wirkkontakt, insbesondere in direkten mechanischen Kontakt, zu dem auszuschleusenden Etikett und/oder einem Etikettenträgerband bringbar sein, um die Übergabe des auszuschleusenden Etiketts an die Anbringeinrichtung zu verhindern.
Um die Ausschleuseeinrichtung zwischen der passiven Stellung und der Ausschleusestellung bewegen zu können, kann die Etikettiereinrichtung beispielsweise einen Antrieb umfassen, wobei ein solcher Antrieb beispielsweise einen Elektromotor und/oder Servomotor oder einen Pneumatikantrieb umfassen kann. Zudem kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Ausschleuseeinrichtung in Richtung der Ausschleusestellung vorgespannt ist, beispielsweise durch eine Feder, um durch Freigeben für eine Bewegung in die Ausschleusestellung unmittelbar in die Ausschleusestellung gelangen zu können. Bei solchen Ausführungsformen kann die Etikettiereinrichtung insbesondere einen Antrieb, beispielsweise mit einem Elektromotor und/oder Servomotor oder einem Pneumatikantrieb, aufweisen, um die Ausschleuseeinrichtung entgegen der Vorspannung in die passive Stellung drängen zu können und die Übergabe der anzubringenden Etiketten an die Anbringeinrichtung zu ermöglichen.
Zur Veränderung der Form der Ausschleuseeinrichtung kann die Etikettiereinrichtung beispielsweise eine Drucklufteinrichtung aufweisen, um die Ausschleuseeinrichtung und/oder ein Ausschleuseelement aufblasen und insbesondere in Kontakt zu dem auszuschleusenden Etikett bringen zu können. Allgemein kann eine Veränderung einer Form der Ausschleuseeinrichtung zum Überführen der Ausschleuseeinrichtung in die Ausschleusestellung jedoch insbesondere ein Ausdehnen der Ausschleuseeinrichtung umfassen, wobei ein solches Ausdehnen beispielsweise durch die erwähnte Drucklufteinrichtung, jedoch auch durch geeignete Antriebe erfolgen kann, welche dazu ausgebildet sind, Abschnitte der Ausschleuseeinrichtung anzutreiben und dadurch relativ zueinander zu bewegen. Zudem kann die Ausschleuseeinrichtung bei
einigen Ausführungsformen in der Ausschleusestellung ein größeres Volumen als in der passiven Stellung einschließen.
Der Etikettenspender kann bei einigen Ausführungsformen einen Etikettenspeicher aufweisen, in welchen ein zu einer Rolle aufgerolltes Etikettenträgerband einsetzbar ist, auf welchem die an die Anbringeinrichtung zu übergebenden Etiketten (sowie auch das letztlich auszuschleusende Etikett) bereitgestellt sind. Der Etikettenspender kann dazu ausgebildet sein, das Etikettenträgerband zum Übergeben der Etiketten an die Anbringeinrichtung über eine Übergabekante zu führen und dadurch von dem Etikettenträgerband zu lösen. Die Ausschleuseeinrichtung kann bei solchen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, ein Lösen des auszuschleusenden Etiketts von dem Etikettenträgerband in der Ausschleusestellung zu verhindern.
Insbesondere kann die Ausschleuseeinrichtung bei solchen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, mit der Übergabekante zusammenzuwirken, um eine Übergabe des auszuschleusenden Etiketts an die Anbringeinrichtung zu verhindern. Daher kann das auszuschleusende Etikett auf dem Etikettenträgerband bei in der Ausschleusestellung positionierter Ausschleuseeinrichtung beispielsweise entlang der Übergabekante und insbesondere um die Übergabekante herum führbar sein, ohne sich von dem Etikettenträgerband zu lösen. Das auszuschleusende Etikett kann somit bei solchen Ausführungsformen insbesondere auch nach dem Passieren der Übergabekante noch an dem Etikettenträgerband angeordnet sein, sofern die Ausschleuseeinrichtung bei dem Passieren der Übergabekante in der Ausschleusestellung positioniert war.
Wie bereits erwähnt, kann das Lösen des auszuschleusenden Etiketts von dem Etikettenträgerband insbesondere verhinderbar sein, indem die Ausschleuseeinrichtung dazu ausgebildet sein kann, in der Ausschleusestellung eine Vorderkante eines auszuschleusenden Etiketts an dem Etikettenträgerband zu fixieren.
Allgemein können sich insbesondere Vorderkanten der anzubringenden Etiketten als freie Etikettenenden zunächst tangential zu einem um die Übergabekante geführten Etikettenträgerband von dem Etikettenträgerband lösen, woraufhin sich an die Vorderkante anschließende Teile des Etiketts bei dem Bewegen über die Übergabekante an die bereits gelöste Vorderkante anschließen und von dem Etikettenträgerband lösen können. Wird hingegen die Vorderkante im Bereich der Übergabekante fixiert, so dass sich die Vorderkante des Etiketts auch nach dem Passieren der Übergabekante noch an dem Etikettenträgerband befindet, kann ein Teil des Etiketts, welcher sich an die Vorderkante anschließt, nicht durch Führen um die Übergabekante von dem Etikettenträgerband gelöst werden, da kein in Richtung der Übergabekante
weisendes freies Etikettenende mehr über die Übergabekante bewegt wird. Vielmehr ist das Etikett in diesem Fall während des weiteren Bewegens um die Übergabekante herum stets an einem bereits um die Übergabekante herum geführten Abschnitt noch an dem Etikettenträgerband gehalten. Daher kann es ausreichend sein, das auszuschleusende Etikett an der Vorderkante zu fixieren, wobei die Ausschleuseeinrichtung im Betrieb insbesondere bereits wieder in die passive Stellung überführt werden kann, sobald die Vorderkante des Etiketts (und gegebenenfalls ein festgelegter weiterer Teil des auszuschleusenden Etiketts, nicht jedoch zwangsläufig das gesamte Etikett) die Übergabekante passiert hat.
Die passive Stellung kann bei einigen Ausführungsformen einer oberen Position entsprechen und die Ausschleuseeinrichtung kann von oberhalb der Übergabekante in die Ausschleusestellung bewegbar sein. Alternativ dazu kann die passive Stellung bei einigen Ausführungsformen einer unteren Position entsprechen und die Ausschleuseeinrichtung kann von unterhalb der Übergabekante in die Ausschleusestellung bewegbar sein.
Ferner kann - sowohl ausgehend von einer passiven Stellung als obere Position als auch ausgehend von einer passiven Stellung als untere Position - die Ausschleuseeinrichtung in der passiven Stellung bei einigen Ausführungsformen seitlich beabstandet zu der Übergabekante positioniert und durch eine seitliche Bewegung auf die Übergabekante zu in die Ausschleusestellung bewegbar sein, insbesondere in Kombination mit einer nach unten oder nach oben gerichteten Bewegung. Zudem kann die passive Stellung auch ausschließlich einer seitlichen Position der Ausschleuseeinrichtung entsprechen und die Ausschleuseeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen durch eine seitliche, insbesondere horizontale, Bewegung auf die Übergabekante zu in die Ausschleusestellung überführbar sein.
Die Ausschleuseeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen eine Umlenkkontur aufweisen, welche dazu ausgebildet ist, das auszuschleusende Etikett an der Übergabekante auf dem Etikettenträgerband zu halten. Insbesondere kann die Umlenkkontur dazu ausgebildet sein, das Etikett an der Übergabekante derart auf dem Etikettenträgerband zu halten, dass das Etikett auf dem Etikettenträgerband um die Übergabekante herum führbar ist. Zudem kann die Umlenkkontur insbesondere dazu ausgebildet sein, das auszuschleusende Etikett an der Übergabekante auf dem Etikettenträgerband zu halten, wenn die Ausschleuseeinrichtung sich in der Ausschleusestellung befindet. Hingegen kann die Umlenkkontur in der passiven Stellung der Ausschleuseeinrichtung insbesondere beabstandet zu dem auszuschleusenden Etikett und/oder der Übergabekante angeordnet sein, um ein Übergeben der anzubringenden Etiketten an die Anbringeinrichtung zu ermöglichen.
Eine derartige Umlenkkontur kann insbesondere auch als eine Leitkulisse bezeichnet werden, durch welche das auszuschleusende Etikett gewissermaßen um die Übergabekante herumgeleitet werden kann, so dass sich das auszuschleusende Etikett auch nach dem Passieren der Übergabekante noch auf dem Etikettenträgerband befinden und ein Lösen des auszuschleusenden Etiketts von dem Etikettenträgerband verhindert werden kann. Beispielsweise kann die Umlenkkontur dazu eine einer Bahn des Etikettenträgerbands um die Übergabekante herum entsprechende Kontur aufweisen, so dass das auszuschleusende Etikett an der Übergabekante durch das Etikettenträgerband einerseits und die Umlenkkontur andererseits beidseitig eingegrenzt und durch die Umlenkkontur gegen ein Lösen von dem Etikettenträgerband - insbesondere gegen eine Bewegung senkrecht oder tangential zu der Bahn des Etikettenträgerbands - gesperrt sein kann.
Insbesondere kann die Umlenkkontur bei einigen Ausführungsformen im Bereich der Übergabekante wirksam sein, wohingegen das auszuschleusende Etikett nach dem Passieren der Übergabekante ausschließlich durch das Etikettenträgerband weiterführbar sein kann. Eine Bahn des Etikettenträgerbands kann insbesondere lediglich an der Übergabekante einen ausreichend spitzen Knick bilden, dass sich die Etiketten von dem Etikettenträgerband lösen können. Abgesehen von der Übergabekante kann das Etikettenträgerband hingegen stets mit einer Bahnkrümmung geführt sein, welche dazu ausreicht, dass auf dem Etikettenträgerband aufgeklebte Etiketten sich nicht aufgrund der Krümmung der Bahn des Etikettenträgerbands von dem Etikettenträgerband lösen, so dass ein Stützen der auszuschleusenden Etiketten, insbesondere an einer Etiketten-Vorderkante, im Bereich der Übergabekante ausreichend sein kann.
Die Umlenkkontur kann bei einigen Ausführungsformen durch Bewegen der Ausschleuseeinrichtung in die Ausschleusestellung in Kontakt zu dem um die Übergabekante bewegten Etikettenträgerband und/oder zu dem um die Übergabekante bewegten auszuschleusenden Etikett bringbar sein. Wie bereits erläutert, kann durch einen solchen und insbesondere direkt mechanischen Kontakt ein Lösen des auszuschleusenden Etiketts von dem Etikettenträgerband verhindert werden, da eine Bewegung des auszuschleusenden Etiketts von dem Etikettenträgerband weg durch die das Etikett kontaktierende Umlenkkontur blockiert werden kann.
Die Ausschleuseeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, an der Übergabekante einen Druck auf das auszuschleusende Element zu entfalten, um ein Lösen des auszuschleusenden Etiketts von dem Etikettenträgerband zu verhindern. Insbesondere kann ein solcher Druck entfaltbar sein, indem die Ausschleuseeinrichtung in Kontakt zu dem
um die Übergabekante bewegten auszuschleusenden Etikett bringbar sein kann, wenn die Ausschleuseeinrichtung in die Ausschleusestellung bewegt wird.
Die Ausschleuseeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen zum Entfalten des Drucks ein Druckelement und insbesondere eine Andrückrolle umfassen, wobei das Druckelement insbesondere pneumatisch auslenkbar und/oder in Richtung der Übergabekante vorgespannt sein kann. Ferner kann das Druckelement beispielsweise elastisch verformbar sein, um einen Druck auf das auszuschleusende Etikett ausüben, jedoch gewisse Toleranzen zulassen zu können.
Beispielsweise kann die Ausschleuseeinrichtung ein Druckelement aufweisen, welches unmittelbar in Richtung der Übergabekante ausfahrbar sein kann, um das auszuschleusende Element an der Übergabekante gegen das Etikettenträgerband zu drücken und damit ein Lösen des auszuschleusenden Etiketts von dem Etikettenträgerband zu verhindern. Jedoch kann ein solches Druckelement beispielsweise auch in Kombination mit der vorstehend erwähnten Umlenkkontur vorgesehen sein, wobei das Druckelement beispielsweise dazu ausgebildet sein kann, unmittelbar an der Übergabekante einen Druck auf das auszuschleusende Etikett auszuüben. Alternativ dazu kann das Druckelement beispielsweise dazu angeordnet sein, stromabwärts der Übergabekante einen Druck auf das auszuschleusende Etikett zu entfalten, um das auszuschleusende Etikett während des Bewegens um die Übergabekante herum zu stabilisieren. Insbesondere kann das Druckelement dazu derart angeordnet sein, dass das Druckelement einen Druck auf einen stromabwärtigen Abschnitt eines auszuschleusenden Etiketts ausüben kann, während ein stromaufwärtiger Abschnitt des auszuschleusenden Etiketts die Übergabekante noch nicht passiert hat.
Insbesondere kann bei einigen Ausführungsformen daher die erwähnte Umlenkkontur ein zusätzliches Druckelement umfassen, welches beispielsweise federvorgespannt und/oder durch einen Antrieb bewegbar sein kann, um einen Druck auf das auszuschleusende Etikett ausüben zu können.
Eine Ausbildung des Druckelements als Andrückrolle kann ferner insbesondere eine Bewegung des Etikettenträgerbands entlang der vorgesehenen Bahn ungehindert zulassen, jedoch eine Bewegung des auszuschleusenden Etiketts senkrecht oder tangential zu dieser Bahn zum Lösen von dem Etikettenträgerband verhindern. Insbesondere kann die Andrückrolle daher relativ zu dem Etikettenträgerband drehbar sein, wenn sich die Andrückrolle in Kontakt zu dem Etikettenträgerband befindet.
Alternativ oder zusätzlich kann die Ausschleuseeinrichtung bei einigen Ausführungsformen eine Drucklufteinrichtung zum Entfalten des Drucks aufweisen, welche dazu ausgebildet ist, einen auf das auszuschleusende Etikett gerichteten Druckluftstrom zu erzeugen. Insbesondere kann der Druckluftstrom steuerbar sein, um lediglich dann einen Druckluftstrom erzeugen zu können, wenn ein auszuschleusendes Etikett um die Übergabekante herum geführt wird, andernfalls jedoch eine Übergabe von Etiketten an die Anbringeinrichtung zu ermöglichen und keine das Lösen der Etiketten von dem Etikettenträgerband beeinträchtigende Druckluftströmung zu erzeugen.
Die Ausschleuseeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, zum Verhindern der Übergabe des auszuschleusenden Etiketts eine Bahn des Etikettenträgerbands um die Übergabekante herum zu verändern, insbesondere eine Krümmung der Bahn an der Übergabekante zu verringern.
Bei in der passiven Stellung positionierter Ausschleuseeinrichtung kann das Etikettenträgerband an der Übergabekante insbesondere um eine spitze Kante herum führbar sein, so dass die Bahn des Etikettenträgerbands an der Übergabekante grundsätzlich einen spitzen Knick oder eine starke Bahnkrümmung aufweisen kann. Insbesondere aufgrund einer solchen Bahnführung um einen Knick können sich auf dem Etikettenträgerband bereitgestellte Etiketten von dem Etikettenträgerband lösen, um daraufhin von der Anbringeinrichtung entgegengenommen zu werden.
Indem die Ausschleuseeinrichtung bei einigen Ausführungsformen jedoch dazu ausgebildet sein kann, die Bahn des Etikettenträgerbands im Bereich der Übergabekante zu verändern, kann eine Führung des Etikettenträgerbands um einen solchen spitzen Knick verhindert und insbesondere eine Krümmung der Bahn des Etikettenträgerbands im Bereich der Übergabekante verringert werden, um dadurch eine notwendige Bedingung zum Lösen eines Etiketts - die starke Krümmung der Bahn an der Übergabekante - gewissermaßen außer Kraft zu setzen.
Beispielsweise kann dazu vorgesehen sein, dass die Ausschleuseeinrichtung eine von der Übergabekante betrachtet stromabwärtige Umlenkung für das Etikettenträgerband umfasst und dazu ausgebildet ist, die stromabwärtige Umlenkung derart zu verschieben, dass eine Krümmung der Bahn des Etikettenträgerbands an der Übergabekante verringert wird. Insbesondere kann die Ausschleuseeinrichtung dazu ausgebildet sein, eine solche stromabwärtige Umlenkung entlang einer Richtung zu verschieben, entlang welcher das Etikettenträgerband vor dem Erreichen der Übergabekante bewegbar ist, um dadurch einen Richtungswechsel,
den das Etikettenträgerband an der Übergabekante erfährt, abzuschwächen oder kontinuierlicher zu gestalten.
Ferner kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Ausschleuseeinrichtung dazu ausgebildet ist, eine Umlenkung, über welche das Etikettenträgerband an der Übergabekante führbar ist, zu vergrößern, um dadurch einen Radius der Bahn des Etikettenträgerbands an der Übergabekante zu vergrößern bzw. die Krümmung der Bahn an der Übergabekante zu verringern.
Die Ausschleuseeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen ein aufblasbares Ausschleuseelement aufweisen, wobei die Bahn des Etikettenträgerbands durch Aufblasen des aufblasbaren Ausschleuseelements veränderbar und das Etikettenträgerband entlang des aufgeblasenen Ausschleuseelements bewegbar sein kann. Insbesondere kann die Ausschleuseeinrichtung bei solchen Ausführungsformen durch Aufblasen des Ausschleuseelements aus der passiven Stellung in die Ausschleusestellung bewegbar sein.
Das aufblasbare Ausschleuseelement kann durch das Aufblasen insbesondere in Kontakt zu dem Etikettenträgerband bringbar sein, um das Etikettenträgerband im aufgeblasenen Zustand abschnittsweise führen und dadurch die Bahn des Etikettenträgerbands beeinflussen zu können. Ferner kann vorgesehen sein, dass das Etikettenträgerband auch bei nicht aufgeblasenem Ausschleuseelement bereits über das Ausschleuseelement geführt ist, wobei jedoch durch eine Ausdehnung des Ausschleuseelements infolge eines Aufblasens die Bahn des Etikettenträgerbands veränderbar sein kann.
Das aufblasbare Ausschleuseelement kann bei einigen Ausführungsformen bezüglich der Bahn des Etikettenträgerbands stromabwärts der Übergabekante angeordnet sein. Alternativ dazu kann das aufblasbare Ausschleuseelement bei einigen Ausführungsformen in die Übergabekante integriert sein.
Beispielsweise kann das aufblasbare Ausschleuseelement als eine Umlenkung des Etikettenträgerbands an der Übergabekante fungieren, so dass eine Dimension des Ausschleuseelements unmittelbar eine Bahn des Etikettenträgerbands an der Umlenkkante bestimmen kann. Durch Aufblasen eines solchen Ausschleuseelements kann beispielsweise ein Radius der Umlenkung, um welche das Etikettenträgerband an der Übergabekante geführt ist, vergrößert werden, um dadurch eine Krümmung der Bahn des Etikettenträgerbands an der Übergabekante verringern und ein Lösen des auszuschleusenden Etiketts von dem Etikettenträgerband verhindern zu können. Ferner kann durch ein stromabwärts der Übergabekante angeordnetes Ausschleuseelement eine relative Ausrichtung zwischen einer relativ zu der Übergabekante
stromabwärtigen Umlenkung des Etikettenträgerbands und der Übergabekante veränderbar sein, um eine Krümmung der Bahn des Etikettenträgerbands entlang der Übergabekante verringern und ein Lösen des auszuschleusenden Etiketts verhindern zu können. Dazu kann die stromabwärtige Umlenkung durch Aufblasen des Ausschleuseelements beispielsweise verschiebbar und/oder ausdehnbar sein, wobei das Ausschleuseelement insbesondere auch die stromabwärtige Umlenkung bilden kann.
Die Ausschleuseeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen zum Verändern der Bahn ein wahlweise in Kontakt zu dem Etikettenträgerband bringbares Umlenkelement, insbesondere eine Umlenkrolle, aufweisen. Beispielsweise kann ein solches Umlenkelement durch einen Antrieb verschiebbar sein, um in Kontakt zu dem Etikettenträgerband gebracht werden zu können.
Bei einigen Ausführungsformen kann der Etikettenspender zumindest ein Ausgleichselement, insbesondere eine Wippe, eine Andrückrolle und/oder eine Tänzerrolle, aufweisen, welches dazu ausgebildet ist, eine Bahn des Etikettenträgerbands stromabwärts der Übergabekante der Veränderung der Bahn des Etikettenträgerbands um die Übergabekante herum anzupassen. Insbesondere kann ein solches Ausgleichselement eine Umlenkung für das Etikettenträgerband stromabwärts der Übergabekante bilden und passiv gelagert sein, um eine Veränderung der Bahn des Etikettenträgerbands durch eine Bewegung der Ausschleuseeinrichtung aus der passiven Stellung in die Ausschleusestellung zulassen und eine durch die Bahnveränderung entstehende Spannung in dem Etikettenträgerband ausgleichen zu können. Bei einem darauffolgenden Bewegen der Ausschleuseeinrichtung in die passive Stellung kann das Ausgleichselement hingegen ebenfalls wieder in die Ausgangsstellung zurück gelangen, um die ursprüngliche Bahnführung wiederherstellen zu können. Dazu kann das Ausgleichselement insbesondere in diese Ausgangsstellung vorgespannt sein.
Die Ausschleuseeinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen an der Anbringeinrichtung angeordnet sein. Alternativ dazu kann bei einigen Ausführungsformen der Etikettenspender die Ausschleuseeinrichtung umfassen. Eine an der Anbringeinrichtung angeordnete Ausschleuseeinrichtung kann insbesondere gemeinsam mit der Anbringeinrichtung verfahrbar sein.
Die Etikettiereinrichtung kann bei einigen Ausführungsformen eine Überwachungseinrichtung zum Überwachen der an die Anbringeinrichtung zu übergebenden Etiketten und eine Steuereinrichtung aufweisen, wobei die Überwachungseinrichtung dazu ausgebildet sein kann, das auszuschleusende Etikett zu identifizieren. Zudem kann die Steuereinrichtung bei solchen
Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, die Ausschleuseeinrichtung in Abhängigkeit von einem Signal der Überwachungseinrichtung zum Verhindern der Übergabe des auszuschleusenden Etiketts anzusteuern. Insbesondere kann die Überwachungseinrichtung dazu ausgebildet sein, Fehletiketten als auszuschleusende Etiketten zu identifizieren und ein entsprechendes Signal auszusenden, wobei die Steuereinrichtung in Ansprechen auf ein solches Signal die Ausschleuseeinrichtung zum Verhindern der Übergabe des auszuschleusenden Etiketts ansteuern kann, insbesondere durch Bewegen der Ausschleuseeinrichtung in die Ausschleusestellung.
Die Überwachungseinrichtung kann insbesondere wie vorstehend bereits im Zusammenhang mit einer Etikettiereinrichtung mit Aussortierelement erläutert ausgebildet sein und beispielsweise zumindest eine Kamera sowie eine Bildauswerteeinrichtung aufweisen, wobei die Kamera dazu ausgebildet sein kann, Überprüfungsbilder von den Etiketten vor dem Anbringen auf der Materialbahn aufzunehmen. Die Bildauswerteeinrichtung wiederum kann dazu ausgebildet sein, fehlerhafte Etiketten anhand der Überprüfungsbilder zu identifizieren, und die Ausschleuseeinrichtung kann dazu ausgebildet sein, die fehlerhaften Etiketten als auszuschleusende Etiketten auszuschleusen.
Ferner kann die Kamera insbesondere an der Anbringeinrichtung angeordnet und/oder gemeinsam mit der Anbringeinrichtung verfahrbar sein.
Die Steuereinrichtung kann zudem bei einigen Ausführungsformen dazu ausgebildet sein, bei Feststellen einer Folge von fehlerhaften und/oder auszuschleusenden Etiketten eine Störmeldung zu erzeugen.
Zudem betrifft die Erfindung eine Verpackungsmaschine zum Verpacken von Lebensmittelprodukten, insbesondere von Lebensmittelportionen, die eine oder mehrere von einem Lebensmittelprodukt abgetrennte Scheiben umfassen, wobei die Verpackungsmaschine eine Transporteinrichtung umfasst, welche dazu ausgebildet ist, eine Materialbahn zum Herstellen von Verpackungen entlang einer Längsrichtung zu bewegen. Ferner umfasst die Verpackungsmaschine eine Etikettiereinrichtung der vorstehend erläuterten Art mit einer Ausschleuseeinrichtung zum Ausschleusen von auszuschleusenden Etiketten.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betreiben einer Verpackungsmaschine, insbesondere der vorstehend erwähnten Verpackungsmaschine mit einer Etikettiereinrichtung, die eine Ausschleuseeinrichtung aufweist, wobei bei dem Verfahren:
eine Materialbahn von der Verpackungsmaschine entlang einer Längsrichtung bewegt wird, aus der Materialbahn Verpackungen hergestellt werden, auf die Verpackungen aufzubringende Etiketten an eine Anbringeinrichtung einer Etikettiereinrichtung übergeben werden und die Etiketten durch die Anbringeinrichtung auf den Verpackungen angebracht werden, wobei jedoch eine Übergabe von fehlerhaften Etiketten an die Anbringeinrichtung durch eine Ausschleuseeinrichtung der Etikettiereinrichtung verhindert wird.
Insofern kann bei dem Verfahren verhindert werden, dass fehlerhafte Etiketten an die Anbringeinrichtung übergeben werden, so dass die fehlerhaften Etiketten auch nicht auf der Materialbahn aufgebracht werden, sondern beispielsweise gemeinsam mit einem aufgebrauchten Etikettenträgerband, auf welchem sich die fehlerhaften Etiketten nach wie vor befinden können, entsorgt werden können.
Bei einigen Ausführungsformen dieses Verfahrens kann vorgesehen sein, dass die anzubringenden Etiketten durch eine Überwachungseinrichtung überprüft werden. Insbesondere kann die Überwachungseinrichtung dazu ausgebildet sein, die fehlerhaften Etiketten zu erkennen, und eine Steuereinrichtung der Verpackungsmaschine kann dazu ausgebildet sein, die Ausschleuseeinrichtung in Abhängigkeit von einem Signal der Überwachungseinrichtung zum Ausschleusen der fehlerhaften Etiketten bzw. zum Verhindern des Übergebens der fehlerhaften Etiketten an die Anbringeinrichtung anzusteuern.
Eine Rückstellung der Ausschleuseeinrichtung von der Ausschleusestellung in die passive Stellung, so dass das nächste Etikett zum Anbringen an die Anbringeinrichtung übergeben werden kann, kann bei einigen Ausführungsformen insbesondere sofort nach dem Passieren eines auszuschleusenden Etiketts an der Übergabekante erfolgen. Zum Erreichen hoher Geschwindigkeiten im Betrieb kann die Rückstellung sogar schon während des Ablenkens eines auszuschleusenden Etiketts an der Übergabekante erfolgen, also während ein Teil des auszuschleusenden Etiketts sich noch an der Übergabekante befindet. Vorzugsweise kann die Rückstellung erfolgen, sobald das auszuschleusende Etikett die Übergabekante zu einem zumindest hälftigen Teil und/oder weitgehend passiert hat, weil dann ein Ablösen des hinteren Etiketten-Endes von der Trägerbahn nicht mehr möglich oder für das Ausschleusen dieses Etiketts zumindest nicht mehr schädlich ist.
Allgemein kann die Ausschleuseeinrichtung daher bei einigen Ausführungsformen nach dem Ausschleusen des auszuschleusenden Etiketts wieder in die passive Stellung bewegbar sein.
Insbesondere kann die Ausschleuseeinrichtung jedoch bereits in die passive Stellung bewegbar sein, während sich ein Teil des auszuschleusenden Etiketts noch im Bereich einer Übergabekante befindet, sofern eine Vorderkante des auszuschleusenden Etiketts die Übergabekante bereits passiert hat.
Grundsätzlich kann bei sämtlichen der hier offenbarten Ausführungsformen einer Etikettiereinrichtung vorgesehen sein, dass die jeweilige Etikettiereinrichtung einen Drucker zum Bedrucken der Etiketten aufweist. Zudem können die Etiketten insbesondere auf der Materialbahn aufklebbar sein. Ferner kann es sich bei jeder der offenbarten Etikettiereinrichtungen grundsätzlich um einen Oberbahner oder um einen Unterbahner handeln, also um eine Etikettiereinrichtung, die zu einem Etikettieren von Verpackungen an einer Oberseite oder zu einem Etikettieren von Verpackungen an einer Unterseite ausgebildet ist.
Die hier offenbarten Verpackungsmaschinen können insbesondere als Tiefziehverpackungsmaschinen ausgebildet sein. Ferner können die Verpackungsmaschine insbesondere dazu ausgebildet sein, eine untere Materialbahn und eine obere Materialbahn entlang der Längsrichtung zu bewegen, wobei die Etikettiereinrichtungen dazu ausgebildet sein können, Etiketten auf der oberen Materialbahn und/oder der unteren Materialbahn anzubringen. Bei der von der Verpackungsmaschine bewegten Materialbahn kann es sich insbesondere um eine Folie, eine Papierbahn oder eine Materialbahn aus organischen Materialien handeln.
Die Erfindung wird im Folgenden rein beispielhaft anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Verpackungsmaschine zum Verpacken von Lebensmittelprodukten,
Fig. 2A und 2B eine jeweilige schematische Darstellung einer Etikettiereinrichtung der Verpackungsmaschine, wobei die in Fig. 2A gezeigte Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Oberseite einer auf einer Verpackungsmaschine bewegten Materialbahn ausgebildet ist und wobei die in Fig. 2B gezeigte Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf einer Unterseite einer von der Verpackungsmaschine bewegten Materialbahn ausgebildet ist,
Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf die Verpackungsmaschine und die
Etikettiereinrichtung,
Fig. 4A bis 4C eine perspektivische Ansicht sowie zwei Frontalansichten auf einen Abschnitt der Verpackungsmaschine, in welchem zwei Etikettiereinrichtungen zum Anbringen von Etiketten auf eine von der Verpackungsmaschine bewegte Materialbahn angeordnet sind,
Fig. 5A und 5B eine jeweilige perspektivische Seitenansicht auf die Verpackungsmaschine zur Veranschaulichung eines Antriebs zum Verfahren einer jeweiligen Anbringeinrichtung der Etikettiereinrichtungen entlang einer Längsrichtung der Verpackungsmaschine,
Fig. 6A und 6B eine jeweilige perspektivische Ansicht der entlang der Längsrichtung verfahrbaren Anbringeinrichtung der Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf der Oberseite der Materialbahn bzw. der Etikettiereinrichtung zum Anbringen von Etiketten auf der Unterseite der Materialbahn,
Fig. 7 eine perspektivische Frontalansicht auf die Anbringeinrichtung bei transparent dargestelltem Gehäuse,
Fig. 8A und 8B eine jeweilige schematische Darstellung einer Anbringeinrichtung einer Etikettiereinrichtung mit einer zum Erzeugen eines variablen Unterdrucks in einem Innenraum der Anbringeinrichtung ausgebildeten Unterdruckeinrichtung,
Fig. 9A und 9B eine perspektivische Seitenansicht und eine perspektivische Rückansicht auf die Anbringeinrichtung bei transparent dargestelltem Gehäuse zur Veranschaulichung eines Antriebs von Anbringelementen zum Anbringen von Etiketten auf der Materialbahn,
Fig. 10 eine perspektivische Vorderansicht auf die Anbringeinrichtung bei transparent dargestelltem Gehäuse zur Veranschaulichung eines Antriebs zum Antreiben mehrerer Riemen, mittels derer Etiketten quer zu der Längsrichtung bewegbar sind,
Fig. 1 1 eine schematische Draufsicht auf eine Verpackungsmaschine mit einer
Etikettiereinrichtung, deren Anbringeinrichtung zum wahlweisen Übergeben von Etiketten an ein Aussortierelement ausgebildet ist,
Fig. 12A und 12B eine jeweilige schematische Ansicht einer Anbringeinrichtung einer Etikettiereinrichtung mit integriertem Aussortierelement,
Fig. 13A bis 13C schematische Darstellungen der Anbringeinrichtung zur Veranschaulichung eines Verfahrens, bei welchem ein Fehletikett an ein Aussortierelement der Anbringeinrichtung übergeben und korrekte Etiketten auf von der Verpackungsmaschine bereitgestellte Verpackungen angebracht werden,
Fig. 14A und 14B eine jeweilige schematische Darstellung einer Etikettiereinrichtung mit einer Ausschleuseeinrichtung, welche dazu ausgebildet ist, ein Übergeben von auszuschleusenden Etiketten an eine Anbringeinrichtung der Etikettiereinrichtung wahlweise zu verhindern, wobei die Ausschleuseeinrichtung in einer passiven Stellung bzw. in einer Ausschleusestellung gezeigt ist,
Fig. 15A und 15B eine jeweilige schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Etikettiereinrichtung mit einer Ausschleuseeinrichtung bei in der passiven Stellung positionierter Ausschleuseeinrichtung bzw. bei in der Ausschleusestellung positionierter Ausschleuseeinrichtung,
Fig. 16A und 16B eine jeweilige schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Etikettiereinrichtung mit einer Ausschleuseeinrichtung, welche ein aufblasbares Ausschleuseelement aufweist, mittels dessen eine Bahn eines Etikettenträgerbands veränderbar ist,
Fig. 17A und 17B eine jeweilige schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Etikettiereinrichtung mit einer Ausschleuseeinrichtung, welche ein bewegbares Umlenkelement aufweist, mittels dessen eine Bahn eines Etikettenträgerbands veränderbar ist, und
Fig. 18A und 18B eine jeweilige schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Etikettiereinrichtung mit einer Ausschleuseeinrichtung bei in
der passiven Stellung positionierter Ausschleuseeinrichtung bzw. bei in der Ausschleusestellung positionierter Ausschleuseeinrichtung, wobei die Ausschleuseeinrichtung eine Drucklufteinrichtung zum Erzeugen einer Druckluftströmung aufweist.
Fig. 1 zeigt schematisch eine in einer Längsrichtung L arbeitende Verpackungsmaschine M, die ein Maschinengestell 247 umfasst. An einem linken Seitenrahmen und an einem rechten Seitenrahmen des Maschinengestells 247 ist jeweils eine hier nur schematisch am stromaufwärts gelegenen Ende der Maschine dargestellte Transportkette 227 geführt. Die beiden Transportketten 227 bilden gemeinsam eine Transporteinrichtung 227 für eine von einer Vorratsrolle 223a abgezogene unteren Materialbahn 223, so dass die Transporteinrichtung 227 dazu ausgebildet ist, die untere Materialbahn 223 entlang der Längsrichtung L zu bewegen.
Die Verpackungsmaschine M umfasst eine Mehrzahl von in Längsrichtung L aufeinander folgenden Arbeitsstationen, nämlich eine auch als Tiefzieher oder Thermoformer bezeichnete Formstation 21 1 , eine Einbringstation 213 für zu verpackende Lebensmittelprodukte 210, eine Zufuhrstation 214 für eine von einer Vorratsrolle 25a abgezogene obere Materialbahn 225, eine Etikettierstation 216, eine Quertrennstation 217 sowie eine Längstrennstation 219.
Bei den zu verpackenden Lebensmittelprodukten 210 handelt es sich bei der veranschaulichten Ausführungsform insbesondere um Lebensmittelportionen, die jeweils mehrere Scheiben umfassen, welche zuvor mittels einer Aufschneidevorrichtung (nicht dargestellt) von einem laib- oder riegelförmigen Lebensmittel wie z.B. Wurst, Käse, Schinken oder Fleisch abgetrennt wurden. Der Slicer und die Verpackungsmaschine M können eine durchgehende Verarbeitungslinie bilden.
Den Betrieb der Verpackungsmaschine M einschließlich der erwähnten Arbeitsstationen steuert eine zentrale Steuereinrichtung 241 . Diese kann auch den Slicer steuern oder mit einer Steuereinrichtung des Slicers verbunden sein. Zudem ist die Verpackungsmaschine M mit einer Bedieneinrichtung 245 versehen, die z.B. einen Touchscreen umfasst, an welchem einem Bediener alle erforderlichen Informationen angezeigt werden können und der Bediener alle notwendigen Einstellungen vor und während des Betriebs der Verpackungsmaschine M vornehmen kann.
Aufbau und Funktionsweise der genannten Arbeitsstationen sind dem Fachmann grundsätzlich bekannt, sodass hierauf nicht im Detail eingegangen wird.
Jedoch ist darauf zu verweisen, dass beispielsweise die Formstation 211 ein Oberwerkzeug 211a und ein Unterwerkzeug 211b aufweist, mittels derer jeweils in einem Tiefziehprozess in der unteren Materialbahn 223 auch als Mulden bezeichnete Vertiefungen 229 ausgebildet werden. In diese Vertiefungen 229 werden an der Einbringstation 213 die erwähnten Portionen 210 eingelegt. Die Einbringstation 213 umfasst hier einen sogenannten Einleger, von dem zwei Endlosförderbänder 213a, 213b dargestellt sind. Alternativ oder zusätzlich kann die Einbringstation 213 einen hier ebenfalls schematisch dargestellten Roboter 250 umfassen, z.B. in Form eines sogenannten "Picker", der als Delta-Roboter mit einem Greifer, der zwei jeweils eine Portion 210 gemeinsam haltende Schaufeln umfasst, ausgebildet sein kann. Derartige Roboter und deren Einsatz bei der Handhabung von Lebensmitteln, insbesondere beim Einlegen von Portionen in Vertiefungen 229 von Verpackungen, sind dem Fachmann grundsätzlich bekannt, weshalb hier weitergehende Ausführungen nicht erforderlich sind.
Anschließend werden die mit den gefüllten Vertiefungen 229 versehene untere Materialbahn 223 und die obere Materialbahn 225 der Siegelstation 215 zugeführt, die ein Oberwerkzeug 215a und ein Unterwerkzeug 215b umfasst. Mittels dieser Werkzeuge 215a, 215b werden die Materialbahnen 223 und 225 miteinander verbunden. Hierdurch werden die Vertiefungen 229 und somit die von den Materialbahnen gebildeten Verpackungen 221 verschlossen. In Fig. 1 sind quer zur Längsrichtung L verlaufende, auch als Siegelnähte bezeichnete Siegelstellen 243 schematisch angedeutet.
Im Anschluss an die Siegelstation 215 hängen die Verpackungen 221 noch zusammen, müssen also noch vereinzelt werden. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Verpackungen 221 vor dem Vereinzeln an der Etikettierstation 216 mit Etiketten versehen.
Stromabwärts der Trennstationen 217, 219 können weitere Förderbänder und/oder Arbeitsstationen vorgesehen sein, beispielsweise eine Waage zur Gewichtskontrolle der Verpackungen 21.
Anwendungen können sich z.B. hinsichtlich der Art der zu verpackenden Produkte 210, der Größe/Form der Vertiefungen 229 in Längs- und/oder Querrichtung oder hinsichtlich eines Formatsatzes voneinander unterscheiden. So kann z.B. pro Arbeitstakt der Verpackungsmaschine ein Format oder Formatsatz von 3 x 4 (3 in Querrichtung und 4 in Längsrichtung) Vertiefungen 229 oder andersartigen Produktaufnahmen in der Formstation 211 gebildet werden, an der Einbringstation 213 ein Formatsatz von 3 x 4 entsprechend angeordneten Produkten 210 in einen jeweiligen Formatsatz von Vertiefungen 221 eingebracht werden, und an der Sie-
gelstation 215 ein jeweiliger Formatsatz von 3 x 4 mit Produkten 210 gefüllten Vertiefungen
229 verschlossen werden. Analoges gilt für die Etikettierstation 216 (vgl. auch Fig. 3).
Grundsätzlich kann ein beliebig dimensionierter n x m Formatsatz gebildet werden, insbesondere mit n >= 2 und m >= 1 .
Die Fig. 2A veranschaulicht das grundsätzliche Prinzip einer ersten Etikettiereinrichtung 11 der Etikettierstation 216 der Verpackungsmaschine M, welche dazu ausgebildet ist, Etiketten 13 auf einer Oberseite O der von der Verpackungsmaschine M bereitgestellten Verpackungen 221 bzw. auf der Oberseite O der oberen Materialbahn 225 anzubringen.
Die Etikettiereinrichtung 11 umfasst einen Etikettenspender 19, welcher dazu ausgebildet ist, Etiketten 13 bereitzustellen und an eine Anbringeinrichtung 23 zu übergeben, welche wiederum dazu ausgebildet ist, übernommene Etiketten 13 auf den Verpackungen 221 bzw. der oberen Materialbahn 225 anzubringen. Der Etikettenspender 19 weist dazu einen Etikettenspeicher 69 auf, in welchen eine Rolle 91 aufgewickelten Etikettenträgerbands 71 eingesetzt ist, wobei auf dem Etikettenträgerband 71 mehrere Etiketten 13 aufgebracht und insbesondere aufgeklebt sind. Das Etikettenträgerband 71 wird von der Rolle 91 abgezogen und über mehrere Umlenk- und/oder Tänzerrollen 75 zu einem Drucker 21 der Etikettiereinrichtung 11 geführt, von welchem die Etiketten 13 bedruckt werden können, um beispielsweise Informationen auf den Etiketten 13 anbringen zu können, die ein in der zu etikettierenden Verpackung 221 verpacktes Lebensmittelprodukt 210 betreffen.
Nachdem die Etiketten 13 von dem Drucker 21 bedruckt wurden, wird das Etikettenträgerband 71 über eine Übergabekante 89 geführt, so dass das Etikettenträgerband 71 geknickt und die Etiketten 13 von dem Etikettenträgerband 71 gelöst werden können. Durch das Lösen der Etiketten 13 von dem Etikettenträgerband 71 werden die Etiketten 13 an die Anbringeinrichtung 23 übergeben, welche mehrere entlang einer Richtung R umlaufende Riemen 117 aufweist, um die empfangenen Etiketten 13 entlang einer quer zu der Längsrichtung L ausgerichteten Querrichtung Q bewegen und über jeweiligen zu etikettierenden Verpackungen 17 positionieren zu können (vgl. auch Fig. 9A bis 10 sowie Fig. 13A bis 13C).
Um die Etiketten 13 von dem Etikettenspender 19 übernehmen und entgegen der Schwerkraft halten zu können, weist die Anbringeinrichtung 23 eine Unterdruckeinrichtung 77 auf, welche dazu ausgebildet ist, einen Unterdrück in einem Innenraum 87 der Anbringeinrichtung 23 und insbesondere einem Gehäuse 129 der Anbringeinrichtung 23 zu erzeugen, wodurch die übernommenen Etiketten 13 an eine Arbeitsseite 103 der Anbringeinrichtung 23 angesaugt werden
können. Zum Erzeugen des Unterdrucks in dem Innenraum 87 umfasst die Unterdruckeinrichtung 77 zwei Gebläse 79, deren jeweiligen Saugseite 83 in dem Innenraum 87 der Anbringeinrichtung 73 liegt, wohingegen die jeweilige Druckseite 85 der Gebläse 79 außerhalb des Gehäuses 129 und des Innenraums 87 liegt.
Durch das Umlaufen der Riemen 117 entlang der Richtung R können die übernommenen Etiketten 13 insbesondere in einen Arbeitsbereich 149 der Anbringeinrichtung 23 bewegt werden, wobei in dem Arbeitsbereich 149 mehrere in vertikaler Richtung C verfahrbare Anbringelemente 115 angeordnet sind, welche zwischen nebeneinanderliegenden, zueinander beabstandeten Riemen 117 hindurchgreifen können, um die Etiketten 13 von den Riemen 117 lösen und auf einer Oberseite O einer bereitgestellten Verpackung 221 oder 17 anbringen zu können (vgl. auch Fig. 9A bis 10 sowie Fig. 13A bis 13C). Um die Anbringelemente 115, die insbesondere als Stifte ausgebildet sein können, verfahren zu können, sind die Anbringelemente 115 gemeinsam an einem in vertikaler Richtung C verfahrbaren Schlitten 131 gehalten. Durch Herabfahren des Schlittens 131 können daher sämtliche sich in dem Arbeitsbereich 149 der Anbringeinrichtung 23 befindende Etiketten 13 auf einer von der Verpackungsmaschine M bereitgestellten Materialbahn 15 oder 225 angebracht werden.
Fig. 2B zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Etikettiereinrichtung 11 ' der Verpackungsmaschine M oder deren Etikettierstation 216, welche dazu ausgebildet ist, Etiketten 13 an einer Unterseite U einer bereitgestellten Materialbahn 15, insbesondere der unteren Materialbahn 223, und/oder der Unterseite U der Verpackungen 221 oder 17 anzubringen. Die zweite Etikettiereinrichtung 11 ' ist dabei grundsätzlich nach demselben Prinzip wie die anhand von Fig. 2A veranschaulichte Etikettiereinrichtung 11 ausgebildet, wobei jedoch das Anbringen der Etiketten 13 an der Unterseite U eine gewissermaßen gespiegelte Anordnung bedingt. Daher ist der Etikettenspeicher 69 der Etikettiereinrichtung 11 an einer ersten Seite 65 der Verpackungsmaschine M angeordnet, wohingegen der Etikettenspeicher 69 der zweiten Etikettiereinrichtung 11' an einer der ersten Seite 65 entgegengesetzten zweiten Seite 67 der Verpackungsmaschine M angeordnet ist. Zudem ist in Fig. 2B schematisch veranschaulicht, dass das Etikettenträgerband 71 nach der Übergabe der Etiketten 13 an der Übergabekante 89 zu einer Abführrolle 93 aufgewickelt werden kann.
Auch bei der Etikettiereinrichtung 11' werden die Etiketten 13 somit über eine Übergabekante 89 geführt und an eine Anbringeinrichtung 23 übergeben, in deren Innenraum 87 durch zwei Gebläse 79 einer Unterdruckeinrichtung 77 ein Unterdrück zum Stabilisieren der mittels mehrerer zueinander versetzter Riemen 117 in Querrichtung Q in einen Arbeitsbereich 149 der Anbringeinrichtung 23 bewegten Etiketten 13 erzeugt wird. Insbesondere können an der Eti-
kettierstation 216 der Verpackungsmaschine M die beiden Etikettiereinrichtungen 11 und 11' angeordnet sein, um die bereitgestellten Verpackungen 221 sowohl an der Oberseite O als auch an der Unterseite U mit einem jeweiligen Etikett 13 versehen zu können. Bei der zum Anbringen von Etiketten 13 an der Unterseite U vorgesehenen Etikettiereinrichtung 11' können die Anbringelemente 115 insbesondere durch eine Aufwärtsbewegung des Schlittens 131 in vertikaler Richtung C von der Anbringeinrichtung 23 gelöst und an der Unterseite U an den bereitgestellten Verpackungen 221 bzw. der unteren Materialbahn 223 angebracht werden.
Fig. 3 veranschaulicht ferner in einer schematischen Draufsicht auf die Verpackungsmaschine M, dass die Verpackungsmaschine M, wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 erwähnt, dazu ausgebildet sein kann, taktweise zu arbeiten und in einem jeweiligen Takt ein Format 59 von Verpackungen 17 bereitzustellen, wobei das Format hier beispielhaft Verpackungen 17 umfasst, die in drei parallel zu der Längsrichtung L ausgerichteten Spuren 63 und in vier in Querrichtung Q ausgerichteten Reihen 61 angeordnet sind. Beispielhaft ist also gezeigt, dass die Verpackungsmaschine M in jedem Takt zwölf Verpackungen 17 bereitstellt, welche in einer 3 (Spuren 63) X 4 (Reihen 61) Matrix angeordnet sind, die das Format 59 bestimmt.
Ferner können die Etikettiereinrichtung 11 und 11' dazu ausgebildet sein, während einer Taktpause, also bei stillstehender Materialbahn 15, die in dem Format 59 bereitgestellten Verpackungen 17 vollständig durch Anbringen jeweiliger Etiketten 13 auf den Verpackungen 17 zu etikettieren. Dazu kann zunächst vorgesehen sein, dass der Etikettenspender 19 dazu ausgebildet ist, eine der Anzahl an Spuren 63 entsprechende Anzahl von Etiketten 13 an die Anbringeinrichtung 23 zu übergeben, welche sodann durch Antreiben der Riemen 117 in jeweilige den Verpackungen 17 zugeordnete Positionen in Querrichtung Q verfahren werden können. Daraufhin kann durch Bewegen der Anbringelemente 115 eine vollständige Reihe 61 von Verpackungen 17 mit einem jeweiligen Etikett 13 versehen werden.
Nachdem eine Reihe von Verpackungen 17 etikettiert wurde, kann die Anbringeinrichtung 23 durch einen Antrieb 25 in Längsrichtung L zu der nächsten Reihe 61 von Verpackungen 17 verfahren werden, wobei während dieses Verfahrens oder nach dem Verfahren weitere Etiketten 13 von dem Etikettenspender 19 an die Anbringeinrichtung 23 übergeben werden können, die dann nach dem Erreichen der nächsten Reihe 61 auf den in dieser Reihe 61 angeordneten Verpackungen 17 angebracht werden können. Auf diese Weise können während der Taktpause sämtliche Reihen 61 angefahren und die jeweiligen Verpackungen 17 etikettiert werden, woraufhin die Verpackungsmaschine M die Materialbahn 15 in einem nächsten Takt bewegen und ein darauffolgendes Format 59 an die Etikettierstation 216 bringen kann.
Herkömmlicherweise werden Etikettiereinrichtungen von Verpackungsmaschinen als zusätzliche und bezüglich der Verpackungsmaschine als extern zu verstehende Einrichtungen gewissermaßen an der Verpackungsmaschine angedockt und als gesonderte Einheiten betrieben, die auf den Betrieb der Verpackungsmaschine abgestimmt werden müssen. Diese Abstimmung gestaltet sich jedoch häufig schwierig und die Anbringung der Etikettiereinrichtungen aufwendig, wobei eine mangelhafte Abstimmung zwischen der Verpackungsmaschine und der Etikettiereinrichtung insbesondere zu unerwünscht häufigen Betriebsunterbrechungen führen kann.
Die Fig. 4A bis 6B veranschaulichen daher eine Ausführungsform einer Verpackungsmaschine M, bei welcher die Etikettiereinrichtungen 11 und 11', also eine Etikettiereinrichtung 11 zum Anbringen von Etiketten 13 auf der Oberseite O und eine Etikettiereinrichtung 11' zum Anbringen von Etiketten 13 auf der Unterseite U einer von der Verpackungsmaschine M bewegten Materialbahn 15, integraler Bestandteil der Verpackungsmaschine M sind und bei welcher insbesondere ein Antrieb 25 oder 25' zum Verfahren der jeweiligen Anbringeinrichtung 23 oder 23‘ in Längsrichtung L konstruktiv in einen Rahmen 29 der Verpackungsmaschine M integriert ist.
In den Fig. 4A bis 4C ist auf der linken Seite die zum Anbringen von Etiketten 13 auf der Oberseite O ausgebildete Etikettiereinrichtung 11 gezeigt, wohingegen die zum Anbringen von Etiketten 13 auf der Unterseite U vorgesehene zweite Etikettiereinrichtung 11 ' auf der rechten Seite dargestellt ist. Die in den Figuren linke Seite entspricht daher der ersten Seite 65 der Verpackungsmaschine M und die in den Figuren rechte Seite der zweiten Seite 67 der Verpackungsmaschine M.
Die Etikettiereinrichtungen 11 und 11 ' dieser Ausführungsform basieren grundsätzlich auf dem vorstehend anhand von den Fig. 2A und 2B erläuterten Prinzip und weisen einen jeweiligen Etikettenspender 19 oder 19‘ auf, welcher dazu ausgebildet ist, Etiketten 13 bereitzustellen und an eine jeweilige Anbringeinrichtung 23 oder 23‘ zu übergeben. Zudem weisen beide Etikettiereinrichtungen 11 und 11 ' einen jeweiligen Drucker 21 oder 21 ‘ auf. Das in den Fig. 4A bis 4C nicht gezeigte Etikettenträgerband 71 wird auch bei dieser Ausführungsform über mehrere Umlenk- und/oder Tänzerrollen 75 von einem Etikettenspeicher 69 bzw. einer Rolle 91 zu der Anbringeinrichtung 23 oder 23‘ geführt.
Um, wie vorstehend in Zusammenhang mit Fig. 3 erläutert, die Anbringeinrichtung 23 in Längsrichtung L verfahren zu können, weist die Etikettiereinrichtung 11 einen Antrieb 25 mit einem Motor 27 auf. Wie beispielsweise aus den Fig. 5A und insbesondere 6A hervorgeht, ist
der Motor 27 an dem Rahmen 29 der Verpackungsmaschine M ortsfest gehalten und der Antrieb 25 dazu ausgebildet, die Anbringeinrichtung 23 relativ zu dem Motor 27 zu verfahren. Insbesondere ist der Motor 27 dabei außen an dem Rahmen 29 an einem äußeren Holm 37 des Rahmens 29 gehalten. Zudem ist der Motor 27 in einem Innenraum des Holms 37 bzw. einer an dem Holm 37 angeordneten Verkleidung 43 angeordnet und dadurch vor einem Zugriff geschützt (vgl. hierzu auch die Fig. 4A bis 4C, in den Fig. 5A bis 6B ist die seitliche Verkleidung zur besseren Veranschaulichung der Anordnung des Motors 27 ausgeblendet).
Insbesondere ist der Motor 27 als Servomotor ausgebildet und in einer vertikalen Ausrichtung an dem Holm 37 angeordnet, um über eine Zahnscheibe 53 ein ebenfalls in den Innenraum 45 der Verkleidung 43 angeordnetes Koppelelement 47, welches insbesondere als ein Zahnriemen 49 ausgebildet ist, anzutreiben. Das Koppelelement 47 ist unterbrochen und jeweilige Enden des Koppelelements 47 sind über Klemmelemente 51 mit einem Schlitten 35 verbunden, an welchem die Anbringeinrichtung 23 über ein Verbindungselement 41 abgestützt ist. Durch Versetzen des Zahnriemens 49 in eine Umlaufbewegung kann daher der Schlitten 35 und darüber die Anbringeinrichtung 23 in Längsrichtung L bewegt werden.
Ferner ist der Schlitten 35 auf einer Führungsstange 33 einer Führungseinrichtung 31 der Etikettiereinrichtung 11 geführt, welche sich in Längsrichtung L erstreckt und ebenfalls an dem Rahmen 29 der Verpackungsmaschine M abgestützt ist. Insbesondere weist die Verkleidung 43 bzw. der Holm 37 an der Oberseite O eine Freistellung 39 auf, in welcher die Führungsstange 33 angeordnet ist, so dass das Verbindungselement 41 von oben auf dem Schlitten 35 angesetzt sein kann, um den Schlitten 35 mit der Anbringeinrichtung 23 zu verbinden. Zudem kann die Führungsstange 33 auf diese Weise unmittelbar in die Verkleidung 43 bzw. den Rahmen 29 der Verpackungsmaschine M integriert sein.
Um ferner eine zuverlässige und stabile Abstützung der Anbringeinrichtung 23 zu erreichen, weist die Führungseinrichtung 31 auf einer der Führungsstange 23 in Querrichtung Q entgegengesetzten Seite der Verpackungsmaschine M, der zweiten Seite 67, eine weitere Führungsstange 55 auf, auf welcher die Anbringeinrichtung 23 über einen weiteren, entlang der weiteren Führungsstange 55 bewegbaren Schlitten 56 abgestützt ist. Der auf der weiteren Führungsstange 55 angeordnete Schlitten 56 dient dabei lediglich der Abstützung der Anbringeinrichtung 23 und wird von der Anbringeinrichtung 23 letztlich während einer Bewegung mitgenommen. Wie etwa aus Fig. 4A und 4B hervorgeht, ist auch die weitere Führungsstange 55 an dem Rahmen 29 der Verpackungsmaschine M abgestützt, wobei jedoch die weitere Führungsstange 55 zwischen einer Kettenführung 57 zum Bewegen der Materialbahn 15 und einem an der zweiten Seite 67 angeordneten Holm 37' des Rahmens 29 angeordnet ist, wohin-
gegen die Führungsstange 33 an der ersten Seite 65 der Verpackungsmaschine M unmittelbar an dem Holm 37 bzw. der Verkleidung 43 angeordnet ist. Dies ermöglicht, wie nachstehend noch näher erläutert ist, eine gewissermaßen gespiegelte Anordnung der zweiten Etikettiereinrichtung 11' bzw. deren Anbringeinrichtung 23 , um auch Etiketten 13 an der Unterseite U der bereitgestellten Materialbahn 15 anbringen zu können.
Die Führungseinrichtung 31 der Etikettiereinrichtung 11 weist somit eine Antriebsseite A, an welcher der Motor 27 zum Antreiben des Schlittens 31 angeordnet ist, sowie eine Stützseite S auf, an welcher die weitere Führungsstange 55 angeordnet ist. Die Antriebsseite A der ersten Etikettiereinrichtung 11 entspricht daher der ersten Seite 65 der Verpackungsmaschine M und die Stützseite S der ersten Etikettiereinrichtung 11 entspricht der zweiten Seite 67 der Verpackungsmaschine M.
Die zweite Etikettiereinrichtung 11' weist ebenfalls einen Antrieb 25' zum Bewegen der Anbringeinrichtung 23‘ entlang der Längsrichtung L auf, welcher gleichermaßen in den Rahmen 29 der Verpackungsmaschine M integriert ist. Dies geht insbesondere aus Fig. 5B und 6B hervor.
Wie insbesondere Fig. 6B zeigt, weist auch der Antrieb 25‘ zum Bewegen der Anbringeinrichtung 23‘ der zweiten Etikettiereinrichtung 11' einen Motor 27‘ auf, welcher an dem Holm 37' abgestützt und in einem Innenraum 45 des Holms 37' oder einer diesem Holm 37' zugeordneten Verkleidung 43 angeordnet ist. Der Motor 27‘, welcher ebenfalls als Servomotor ausgebildet sein kann, treibt erneut über eine Zahnscheibe 53‘ ein Koppelelement 47‘ bzw. einen Zahnriemen 49‘ an, um darüber einen Schlitten 35' bewegen zu können. Der Schlitten 35' ist wiederum auf einer Führungsstange 33' einer Führungseinrichtung 31 ' geführt, welche sich in Längsrichtung L erstreckt und in einer Freistellung 39 an der Oberseite O des Holms 37' bzw. der Verkleidung 43 angeordnet ist. Ein Verbindungselement 41 ‘ greift auch bei der Etikettiereinrichtung 11' von der Oberseite O an dem von dort zugänglichen Schlitten 35' an, um die unterhalb der Materialbahn 15 und insbesondere unterhalb des Schlittens 35' geführte Anbringeinrichtung 23‘ mit dem Schlitten 35' verbinden und die Anbringeinrichtung 23‘ somit gemeinsam mit dem Schlitten 35' verfahren zu können. Dazu erstreckt sich das Verbindungselement 41 ‘ der zweiten Etikettiereinrichtung 11 ‘ ausgehend von dem Schlitten 35‘ seitlich nach außen bis über den Rand des Rahmens 29 heraus und von dort nach unten, um sich unterhalb des Holms 37‘ zu der Anbringeinrichtung 23‘ der zweiten Etikettiereinrichtung 11 ‘ zu erstrecken. Wiederum ist die Anbringeinrichtung 23‘ auf einer der Führungsstange 31 ‘ entgegengesetzten Seite der Verpackungsmaschine M durch eine weitere Führungsstange 55' abgestützt, auf welcher ein gemeinsam mit der Anbringeinrichtung 23‘ verfahrbarer Schlitten 56' geführt ist.
Auch die Etikettiereinrichtung 11 ' weist eine Antriebsseite A' auf, an welcher der Motor 27‘ angeordnet ist, sowie eine Stützseite S', an welcher die weitere Führungsstange 55' angeordnet ist. Wie jedoch beispielsweise aus den Fig. 4A bis 4C hervorgeht, sind die Antriebsseite A' und die Stützseite S' bei einer Anbringung der Etikettiereinrichtungen 11 und 11 ' an der Verpackungsmaschine M gewissermaßen gegenüber der Antriebsseite A und der Stützseite S der Etikettiereinrichtung 11 vertauscht, so dass die Antriebsseite A' der zweiten Etikettiereinrichtung 1 1 ' an der zweiten Seite 67 der Verpackungsmaschine M und die Stützseite S' der zweiten Etikettiereinrichtung 1 1 ' an der ersten Seite 65 der Verpackungsmaschine M angeordnet ist. Wie ferner insbesondere aus Fig. 4B hervorgeht, ist auch bei der zweiten Etikettiereinrichtung 1 1 ' die Führungsstange 33‘ unmittelbar an dem Holm 37' angeordnet, wohingegen die weitere Führungsstange 55' zwischen dem Holm 37 und der Kettenführung 57 angeordnet ist, so dass sich eine gewissermaßen gespiegelte Anordnung der Antriebe 25 und 25‘ für die Anbringeinrichtungen 23 und 23‘ ergibt.
Indem somit die Anbringeinrichtung 23 und 23‘ der Etikettiereinrichtung 11 und 1 1 ' relativ zu dem jeweiligen Motor 27 oder 27‘ verfahrbar ist, muss der jeweilige Motor 27 oder 27‘ bei dem Verfahren der Anbringeinrichtungen 23 und 23‘ nicht mitgeführt werden, was ein schnelleres Verfahren der Anbringeinrichtungen 23 und 23‘ ermöglicht. Die Integration der Antriebe 27 und 27‘ in den Rahmen 29 der Verpackungsmaschine M ermöglicht zudem einen Zugriffsschutz und eine feste Anordnung der Etikettiereinrichtung 11 und 1 1 ' innerhalb der Verpackungsmaschine M. Ferner wird etwa aus den Fig. 4A und 4B ersichtlich, dass die bewegbaren Komponenten der Antriebe 27 und 27‘ im Wesentlichen durch die Verkleidung 43 bedeckt und dadurch vor einem Zugriff geschützt sind. Darüber hinaus sind die Antriebe 27 und 27‘ der Etikettiereinrichtung 11 und 1 1 ' im Wesentlichen unterhalb einer Ebene E angeordnet, in welcher die Materialbahn 15 durch die Kettenführung 57 geführt ist.
Ferner sind zusätzlich zu den Anbringeinrichtungen 23 und 23‘ ist auch die jeweiligen Etikettenspender 19 und 19‘ der Etikettiereinrichtungen 1 1 und 1 1 ' über das jeweilige Verbindungselement 41 oder 41 ‘ mit dem jeweiligen Schlitten 35 oder 35' verbunden, so dass die Antriebe 27 und 27‘ der Etikettiereinrichtungen 1 1 und 1 1 ' dazu ausgebildet sind, die jeweiligen Etikettenspender 19 in Längsrichtung L und insbesondere relativ zu dem jeweiligen Motor 27 oder 27‘ zu verfahren. Dies kann insbesondere ein geordnetes Übergeben von Etiketten 13 an die Anbringeinrichtung 23 oder 23‘ in jeder Position der Anbringeinrichtung 23 oder 23‘ bezüglich der Längsrichtung L ermöglichen.
Darüber hinaus veranschaulicht Fig. 4C, dass der jeweilige Etikettenspeicher 69 der Etikettenspender 19 oder 19‘ der Etikettiereinrichtungen 11 und 1 1 ‘, in welchen die Rolle 91 eingesetzt
ist, zwischen einer ersten Position P1 und einer zweiten Position P2 bewegbar ist. Dazu ist die Rolle 91 an einem Haltearm 73 gehalten, welcher über einen Griff 74 verschwenkbar ist, um den Etikettenspeicher 69 zwischen der ersten Position P1 und der zweiten Position P2 zu bewegen.
Insbesondere ist der Etikettenspeicher 69 dabei in der Position P1 höher als in der zweiten Position P2 angeordnet, wohingegen der Etikettenspeicher 69 in der zweiten Position P2 in horizontaler Richtung weiter von der Anbringeinrichtung 23 und dem Rahmen 29 der Verpackungsmaschine M beabstandet ist und in horizontaler Richtung weiter seitlich in den Raum hineinragt.
Grundsätzlich kann die zweite Position P2 dazu vorgesehen sein, die Rolle 91 möglichst komfortabel zu wechseln, wohingegen durch Bewegen des Etikettenspeichers 69 in die erste Position P1 der Raum seitlich von der Verpackungsmaschine M möglichst freigehalten werden kann. Herkömmlicherweise ist es erforderlich, den Etikettenspeicher 69 stets in die erste Position P1 zu bewegen, um Etiketten 13 an die Anbringeinrichtung 23 oder 23‘ zu übergeben und die Etikettiereinrichtungen 1 1 und 1 1 ‘ betreiben zu können.
Bei Ausführungsformen der hierin offenbarten Etikettiereinrichtungen 11 und 1 1 ' ist es hingegen vorgesehen, dass der Etikettenspender 19 oder 19‘ dazu ausgebildet ist, Etiketten 13 sowohl in der ersten Position P1 als auch in der zweiten Position P2 an die Anbringeinrichtung 23 oder 23‘ zu übergeben, wobei dazu insbesondere ein Ausgleich der geänderten Führung des Etikettenträgerbands 71 durch die Umlenk- und/oder Tänzerrollen 75 erfolgen kann. Insbesondere kann hierdurch eine flexible Handhabung der Etikettiereinrichtungen 11 und 11 ' erreicht werden, da eine die Etikettiereinrichtungen 11 und 11 ' bedienende Person nicht zwischen den Positionen P1 und P2 wechseln muss, um bestimmte Aufgaben wahrnehmen zu können, sondern eine jeweilige bevorzugte Position P1 oder P2 wählen kann, in welcher die Etikettiereinrichtung 11 oder 11 ' betrieben wird. Zudem kann bei einigen Ausführungsformen auch vorgesehen sein, dass der Etikettenspender 19 oder 19‘ dazu ausgebildet ist, Etiketten 13 an die Anbringeinrichtung 23 zu übergeben, wenn der Etikettenspeicher 69 in einer beliebigen Position zwischen der ersten Position P1 und der zweiten Position P2 angeordnet ist, die insbesondere jeweilige Endpositionen bezüglich der Bewegbarkeit der Etikettenspeicher 69 darstellen können.
Fig. 7 zeigt ferner eine perspektivische Ansicht der Anbringeinrichtung 23 der ersten Etikettiereinrichtung 1 1 , wobei ein Gehäuse 129 der Anbringeinrichtung 23 transparent dargestellt ist. Die Anbringeinrichtung 23‘ ist grundsätzlich identisch aufgebaut, so dass die nachstehenden
Erläuterungen in gleicher Weise für die Anbringeinrichtung 23‘ der zweiten Etikettiereinrichtung 11 ‘ gelten.
Wie Fig. 7 zeigt, weist die Anbringeinrichtung 23 mehrere zueinander versetzte Riemen 117 zum Transportieren von Etiketten 13 in Querrichtung Q auf, welche sodann mittels durch nebeneinanderliegende, zueinander beabstandete Riemen 117 hindurchgreifende Anbringelemente 115 auf der Materialbahn angebracht werden können. Die Anbringelemente sind dabei durch jeweilige Rastverbindungen 121 an zueinander in Längsrichtung L der Verpackungsmaschine M versetzten Blechen 119 angeordnet, welche gemeinsam durch einen über Führungsstangen 133 geführten Schlitten 131 in vertikaler Richtung C verfahrbar sind.
Zudem weist die Anbringeinrichtung 23 die bereits erwähnte Unterdruckeinrichtung 77 auf, wobei die Unterdruckeinrichtung 77 insbesondere zwei Gebläse 79 umfasst, welche an einer Außenseite 127 des Gehäuses 129 angeordnet und dazu ausgebildet sind, einen Unterdrück U in einem Anbringabschnitt 113 des Anbringelements 123 zu erzeugen, in welchem die Anbringelemente 115 angeordnet sind. Insbesondere sind die Gebläse 79 dabei dazu vorgesehen, relativ großflächig einen Unterdrück an dem Anbringabschnitt 113 zu erzeugen und daher verhältnismäßig weit von den Riemen 117 und den dort transportierten Etiketten 13 an einem Dachabschnitt des Gehäuses 127 angeordnet.
Ferner weist die Unterdruckeinrichtung 77 bei der gezeigten Ausführungsform jedoch zwei weitere Gebläse 81 auf, welche unmittelbar in der Nähe der Riemen 117 in einem Übernahmeabschnitt 111 der Anbringeinrichtung 23 angeordnet sind, in welchem die Etiketten 13 von dem Etikettenspender 19 übernommen werden. Der Übernahmeabschnitt 111 ist durch ein Trennelement 99, welches sich in dem Innenraum 87 des Gehäuses 129 erstreckt, von dem Anbringabschnitt 113 getrennt, so dass ein etwaiger Luftstrom zwischen dem Übernahmeabschnitt 111 und dem Anbringabschnitt 113 unterbunden ist. Insofern teilt das Trennelement 99 das Gehäuse 129 in zwei Kammern 105 und 107, wobei die Kammer 105 den Übernahmeabschnitt 111 und die Kammer 107 den Anbringabschnitt 113 umfasst.
Indem die Unterdruckeinrichtung 77 gesonderte Gebläse 81 für den Übernahmeabschnitt 111 aufweist, ist die Unterdruckeinrichtung 77 dazu ausgebildet, die Stärke des in dem Innenraum 87 der Anbringeinrichtung 23 erzeugten Unterdrucks räumlich zu variieren und insbesondere im Bereich des Übernahmeabschnitts 111 zu erhöhen, um eine sichere Übernahme der Etiketten von dem Etikettenspender 19 zu erreichen. In dem Anbringabschnitt 113 kann hingegen durch die Gebläse 79 ein großflächiger, jedoch im Vergleich zu dem Unterdrück in dem Übernahmeabschnitt 111 weniger starker Unterdrück erzeugt werden. Darüber hinaus kann eine in
Fig. 7 nicht gezeigte Steuereinrichtung 109 beispielsweise dazu ausgebildet sein, die Gebläse 79 und/oder 81 individuell anzusteuern, um einen von dem jeweiligen Gebläse 79 oder 81 entfalteten Luftstrom und dadurch den von dem jeweiligen Gebläse 79 oder 81 generierten Unterdrück zu beeinflussen (vgl. auch Fig. 8A und 8B). Bei der Steuereinrichtung 109 kann es sich insbesondere um eine Komponente der Steuereinrichtung 241 der Verpackungsmaschine M handeln.
Die Fig. 8A und 8B veranschaulichen weitere Ausführungsformen einer Anbringeinrichtung 23 mit einer Unterdruckeinrichtung 77, welche zum Erzeugen eines variablen Unterdrucks in dem Innenraum 87 der Anbringeinrichtung 23 ausgebildet ist.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8A ist ein als Trennelement 99 wirkendes Leitelement 95 vorgesehen, welches den Innenraum 87 der Anbringeinrichtung 23 bzw. deren Gehäuses 129 in zwei Kammern 105 und 107 unterteilt. Die Anbringeinrichtung 23 weist lediglich die beiden Gebläse 79 an der Außenseite 127 des Gehäuses 129 auf, wobei jedoch aufgrund der unterschiedlichen Größe der Kammern 105 und 107 in dem der Kammer 105 zugeordneten Übernahmeabschnitt 11 1 ein stärkerer Unterdrück als in dem der Kammer 107 zugeordneten Anbringabschnitt 1 13 erzeugt werden kann. Ferner kann auch vorgesehen sein, dass das Leitelement 95 bewegbar ist, insbesondere durch die Steuereinrichtung 109, um den Unterdrück weiter variieren zu können.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 8B sind mit den Gebläsen 79 jeweilige als Leitelemente 95 wirkende Ansaugstutzen 97 verbunden, welche ebenfalls insbesondere bewegbar sein können. Durch diese Ansaugstutzen 97 kann ein von den Gebläsen 79 entfalteter Luftstrom insbesondere in der Mitte des Innenraums 87 der Anbringeinrichtung 23 derart gelenkt werden, dass der Luftstrom B senkrecht zu einer Erstreckungsfläche 101 ausgerichtet ist, entlang welcher sich die übernommenen Etiketten 13 erstrecken. Insbesondere kann dadurch ein stabiles Ansaugen erreicht werden. Beispielsweise können die Ansaugstutzen 97 vor einem Betriebsstart einstellbar und/oder justierbar sein, wobei alternativ oder zusätzlich dazu auch vorgesehen sein kann, dass die Ansaugstutzen 97, mithin die Leitelemente 95 der gezeigten Ausführungsform, während des Betriebs durch die Steuereinrichtung 109 bewegbar sind.
Grundsätzlich kann die Steuereinrichtung 109 auch dazu ausgebildet sein, die Gebläse 79 individuell anzusteuern, um beispielsweise den Unterdrück bei einem Übernehmen von Etiketten 13 erhöhen und bei einem Anbringen von Etiketten 13 auf der Materialbahn 15 verringern zu können. Dies kann beispielsweise durch ein gezieltes Anpassen einer Stärke der von den
Gebläsen 79 und/oder 81 entfalteten Luftströme als auch durch ein An- oder Ausschalten der
Gebläse 79 und/oder 81 erfolgen.
Die Fig. 9A und 9B veranschaulichen darüber hinaus einen Antrieb 123 zum Bewegen der Anbringelemente 115 entlang der vertikalen Richtung C. Wie Fig. 9A zeigt, weist dieser Antrieb 123 einen an einer Außenseite 127 des Gehäuses 129 abgestützten Servomotor 125 auf, wobei Fig. 9B veranschaulicht, dass dieser Servomotor 125 einen in dem Innenraum 87 des Gehäuses 129 angeordneten Riemen 135 antreibt, wozu sich eine Motorwelle des Servomotors 125 in den Innenraum 87 hinein erstreckt. Mittels des Riemens 135 kann wiederum der in dem Innenraum 87 angeordnete Schlitten 131 in vertikaler Richtung C verfahren werden, an welchem die Anbringelemente 115 abgestützt sind. Somit können die Anbringelemente 115 verfahren werden, ohne dass Bauraum in dem Innenraum 87 für den Servomotor 127 bereitgestellt werden muss.
Fig. 10 veranschaulicht ferner einen Antrieb 135 zum Antreiben der Riemen 117 der Anbringeinrichtung 23, durch welche empfangene Etiketten 13 in Querrichtung Q transportiert werden können. Auch dieser Antrieb 135 weist einen Servomotor 137 auf, wobei der Servomotor 137 jedoch in dem Innenraum 87 des Gehäuses 129 der Anbringeinrichtung 23 angeordnet ist. Der Servomotor 137 erstreckt sich dabei entlang der Längsrichtung L, entlang welcher die Verpackungsmaschine M die Materialbahn 15 bewegt, so dass eine bezüglich der Querrichtung Q schmale Ausbildung und Anordnung des Servomotors 137 erreicht werden kann. Der Servomotor 137 treibt über eine Zahnscheibe 145 einen Zahnriemen 141 an, welcher wiederum mit einer Welle 143 zum Antreiben der Riemen 117 verbunden ist. Insofern kann eine kompakte und einfache Gestaltung des Antriebs 135 erreicht werden, wobei sowohl der Servomotor 125 als auch der Servomotor 137 eine exakte Ansteuerung und/oder Regelung der Bewegungen der Anbringelemente 115 und/oder der Riemen 117 ermöglichen.
Fig. 11 veranschaulicht wiederum in einer schematischen Draufsicht eine Ausführungsform einer Verpackungsmaschine M und einer Etikettiereinrichtung 11 , deren Anbringeinrichtung 23 dazu ausgebildet ist, von einem Etikettenspender 19 empfangene Etiketten 13 wahlweise auf einer Materialbahn 15 anzubringen oder an ein Aussortierelement 147 zu übergeben. Bei der gezeigten Ausführungsform ist das Aussortierelement 147 die Materialbahn 15 überbrückend an dem Rahmen 29 der Verpackungsmaschine M abgestützt, wobei die Anbringeinrichtung 23 durch den Antrieb 25 wahlweise in den Bereich des Aussortierelement 147 verfahrbar sein kann, um Etiketten 13 auf dem Aussortierelement 147 anbringen zu können. Insbesondere kann das Aussortierelement 147 flach ausgebildet und in unmittelbarer Nähe zu der Materialbahn 15 angebracht sein kann, so dass das Anbringen der Etiketten 13 auf dem Aussortie-
relement 147 nahezu identisch zu dem Anbringen der Etiketten 13 auf der Materialbahn 15 erfolgen kann und geringfügige Unterschiede in der von den Anbringelementen 115 zurückzulegenden Strecke durch eine nachgebende, insbesondere federnde, Anbringung der Anbringelemente 1 15 an dem Schlitten 131 oder den Blechen 1 19 ausgeglichen werden können.
Beispielsweise kann es vorgesehen sein, etwaige fehlerhaften Etiketten 157 (vgl. Fig. 13A bis 13C) auf dem Aussortierelement 147 anzubringen, um ein Anbringen fehlerhafter Etiketten 157 auf Verpackungen 17, die zu einem Ausschuss der Verpackung 17 führen müssen, zu vermeiden. Sofern daher festgestellt wird, dass ein fehlerhaftes Etikett 157 an die Anbringeinrichtung 23 übergeben wurde, kann die Anbringeinrichtung 23 in Längsrichtung L zu dem Aussortierelement 147 verfahren werden. Insbesondere kann die Verpackungsmaschine M und/oder die Etikettiereinrichtung 11 dazu eine Überwachungseinrichtung 115 aufweisen, welche dazu ausgebildet ist, fehlerhafte Etiketten 157 zu erkennen, wie nachstehend noch erläutert ist. Auch hierbei kann ein solches Aussortieren von Fehletiketten sowohl bei der Etikettiereinrichtung 11 als auch bei der Etikettiereinrichtung 11 ‘ in grundsätzlich gleicher Umsetzung vorgesehen sein.
Fig. 12A und 12B veranschaulichen eine Ausführungsform einer Etikettiereinrichtung 1 1 , welche eine Anbringeinrichtung 23 mit integriertem Aussortierelement 147 aufweist. Wie Fig. 12A zeigt, kann das Aussortierelement 147 grundsätzlich außerhalb des Arbeitsbereichs 149 der Anbringeinrichtung 23 angeordnet sein, so dass die Anbringeinrichtung 23 empfangene Etiketten 13 auf der Materialbahn 15 anbringen kann. Soll jedoch ein Etikett 13 an das Aussortierelement 147 übergeben werden, kann das Aussortierelement 147, wie Fig. 12B zeigt, in den Arbeitsbereich 149 der Anbringeinrichtung 23 hineinbewegt werden, so dass ein Etikett 13 von der Anbringeinrichtung 23 auf dem Aussortierelement 147 angebracht werden kann. Das Aussortierelement 147 kann dazu beispielsweise klappbar, schwenkbar, schiebbar oder lamellenartig ausgebildet und rollbar sein, wobei eine Betätigung des Aussortierelements 147 beispielsweise pneumatisch und/oder durch einen dazu vorgesehenen Elektromotor erfolgen kann. Insbesondere kann das Aussortierelement 147 durch eine Steuereinrichtung 109 der Etikettiereinrichtung 11 und/oder der Verpackungsmaschine M ansteuerbar sein.
Die Fig. 13A bis 13C veranschaulichen ferner ein mögliches Verfahren, welches bei einem Erfassen eines Fehletiketts 157 durchgeführt werden kann. Die gezeigte Ausführungsform der Etikettiereinrichtung 11 umfasst dazu zunächst die bereits erwähnte Überwachungseinrichtung 151 , welche eine Kamera 153 umfasst, die an der Anbringeinrichtung 23 angebracht und gemeinsam mit der Anbringeinrichtung 23 verfahrbar ist. Zudem umfasst die Überwachungseinrichtung 51 eine Bildauswerteeinrichtung 155 als Teil der Steuereinrichtung 109, welche zu einem Auswerten von von der Kamera 153 erzeugten Bildern der zu übergebenden Etiketten
13 ausgebildet ist. Die Kamera 153 kann dazu ausgebildet sein, von dem Etikettenspender 19 zu der Anbringeinrichtung 23 bewegte Etiketten 13 aufzunehmen und Überwachungsbilder zu erzeugen, wobei die Bildauswerteeinrichtung 155 dazu ausgebildet sein kann, die erzeugten Überwachungsbilder mit Referenzbildern oder Vergleichsbildern von korrekten Etiketten 13 zu vergleichen, die in der Bildauswerteeinrichtung 155 hinterlegt sein können, um durch diesen Vergleich ein Fehletikett 157 identifizieren zu können.
Wie Fig. 13A veranschaulicht, können Etiketten 13 aus einem von dem Etikettenspender 19 erzeugten Etikettenstrom 159 so lange an die Anbringeinrichtung 23 übergeben werden, bis das Fehletikett 157 an die Anbringeinrichtung 23 zu übergeben wäre. Daraufhin kann das Übergeben des Fehletiketts 157 verzögert werden und die Anbringeinrichtung kann die Etiketten 13 in Querrichtung Q zu jeweiligen Verpackungen 17, die in einer Reihe 61 bereitgestellt sind, bewegen und auf den Verpackungen 17 anbringen (vgl. auch Fig. 13B).
Nachdem die übernommenen Etiketten 13 auf den Verpackungen 17 angebracht wurden, kann das Fehletikett 157 an die Anbringeinrichtung 23 übergeben werden. Zudem kann das Aussortierelement 147 in den Arbeitsbereich 149 der Anbringeinrichtung 23 gebracht werden, woraufhin die Anbringeinrichtung 23 durch Bewegen der Anbringelemente 1 15 das Fehletikett 157 an das Aussortierelement 147 übergeben und insbesondere auf dem Aussortierelement 147 anbringen kann. Alternativ dazu kann die Anbringeinrichtung 23 beispielsweise bei entsprechenden Ausführungsformen, beispielsweise der in Fig. 1 1 veranschaulichten Ausführungsform, auch zu einem an der Verpackungsmaschine M abgestützten Aussortierelement 147 verfahren werden, um das Fehletikett 157 dort zu übergeben.
Nach dem Übergeben des Fehletiketts 157 kann das Aussortierelement 147 wieder aus dem Arbeitsbereich 149 herausbewegt werden und es können zwei weitere Etiketten 13 an die Anbringeinrichtung 23 übergeben werden, um diese daraufhin auf den verbleibenden zwei Verpackungen 17 in der Reihe 61 anbringen zu können. Nachdem auf diese Weise das Fehletikett 157 aussortiert und die Reihe 61 vollständig etikettiert wurde, kann wiederum eine der Anzahl an Verpackungen 17 pro Reihe 61 entsprechende Anzahl von Etiketten 13 an die Anbringeinrichtung 23 übergeben werden, bis das nächste Fehletikett 157 erkannt und das vorstehend erläuterte Vorgehen wiederholt werden kann. Auf diese Weise können bei lediglich geringem Zeitverlust einzelne Fehletiketten 157 aussortiert und ein Anbringen von Fehletiketten 157 auf Verpackungen 17 vermieden werden.
Die Fig. 14A und 14B veranschaulichen eine weitere Ausführungsform einer Etikettiereinrichtung 1 1 , die beispielsweise bei einer Verpackungsmaschine M gemäß einer der vorstehend
erläuterten Ausführungsformen eingesetzt werden oder einen Teil einer solchen Verpackungsmaschine M bilden kann. Wie Fig. 14A zeigt, ist auch bei dieser Ausführungsform der Etikettiereinrichtung 11 ein Etikettenspender 19 vorgesehen, weicher einen Etikettenspeicher 69 aufweist, in dem ein zu einer Rolle 91 aufgewickeltes Etikettenträgerband 71 angeordnet ist. Auf dem Etikettenträgerband 71 sind Etiketten 13 aufgebracht und der Etikettenspender 19 ist dazu ausgebildet, die Etiketten 13 an eine Anbringeinrichtung 23 zu übergeben. Die Anbringeinrichtung 23 ist, wie ebenfalls bereits vorstehend erläutert wurde, dazu ausgebildet, die von dem Etikettenspender 19 übernommenen Etiketten 13 auf der bereitgestellten, in Fig. 14A nicht gezeigten Materialbahn anzubringen. Hierzu sind erneut mehrere in vertikaler Richtung C bewegbare Anbringelemente 115 an der Anbringeinrichtung 23 vorgesehen, welche zwischen Riemen 117 zum Bewegen der Etiketten 13 hindurchgreifen, um die Etiketten 13 von den Riemen 117 lösen und auf der Materialbahn aufbringen zu können.
Im Unterschied zu den vorherstehend erläuterten Ausführungsformen ist bei der anhand der Fig. 14A und 14B veranschaulichten Etikettiereinrichtung 11 ferner eine Ausschleuseeinrichtung 161 vorgesehen, welche dazu ausgebildet ist, die Übergabe eines auszuschleusenden Etiketts 158 an die Anbringeinrichtung 23 wahlweise zu verhindern.
Gemäß der anhand der Fig. 14A und 14B veranschaulichten Ausführungsform weist die Ausschleuseeinrichtung 161 dazu eine Umlenkkontur 163 auf, welche durch einen Antriebsarm 181 mit der Anbringeinrichtung 23 verbunden ist, so dass die Anbringeinrichtung 23 die Ausschleuseeinrichtung 161 bei der gezeigten Ausführungsform umfasst. In Fig. 14A ist die Ausschleuseeinrichtung 161 in einer passiven Stellung Y gezeigt, in welcher die Ausschleuseeinrichtung 161 nicht in Wirkkontakt mit dem Etikettenträgerband 71 steht, so dass Etiketten 13 in der vorstehend erläuterten Form durch Führen über eine Übergabekante 89 von dem Etikettenträgerband 71 gelöst und an die Anbringeinrichtung 23 übergeben werden können, um daraufhin auf der Materialbahn angebracht zu werden.
Wie Fig. 14B zeigt, ist die Ausschleuseeinrichtung 161 bzw. die Umlenkkontur 163 jedoch in eine Ausschleusestellung Y' bewegbar, in welcher die Umlenkkontur 163 im Bereich der Übergabekante 89, an welcher die auf der Materialbahn anzubringenden Etiketten 13 von dem Etikettenträgerband 71 gelöst werden, in Kontakt zu einem auszuschleusenden Etikett 158 gelangt. Durch diesen Kontakt ist das auszuschleusende Etikett 158 gewissermaßen zwischen dem Etikettenträgerband 71 und der Umlenkkontur 163 gefangen, so dass ein Lösen des Etiketts 158 von dem Etikettenträgerband 71 verhindert und das auszuschleusende Etikett 158 nicht an die Anbringeinrichtung 23 übergeben, sondern ausgeschleust werden kann. Dazu kann das auszuschleusende Etikett 158 insbesondere auf dem Etikettenträgerband 71 um die
Umlenkkante 89 herum geführt werden und sich daher auch stromabwärts der Übergabekante 89 noch an dem Etikettenträgerband 71 befinden, um beispielsweise nach einem Aufbrauchen des Etikettenträgerbands 71 gemeinsam mit dem Etikettenträgerband 71 entsorgt werden zu können.
Insbesondere kann vorgesehen sein, die vorstehend bereits erwähnten Fehletiketten 157 als auszuschleusende Etiketten 158 zu identifizieren und daher nicht an die Anbringeinrichtung 23 zu übergeben, so dass die Fehletiketten 157 insbesondere auszuschleusende Etiketten 148 bilden können. Daher kann auch bei der anhand der Fig. 14A und 14B sowie bei den nachstehend anhand der Fig. 15A bis 18B erläuterten Ausführungsformen eine in diesen Figuren nicht gezeigte, jedoch insbesondere vorstehend in Zusammenhang mit den Fig. 13A und 13C erläuterte Überwachungseinrichtung 151 mit einer Kamera 153 und einer Bildauswerteeinrichtung 155 vorgesehen sein, um Fehletiketten 157 bzw. auszuschleusende Etiketten 158 zu erfassen. Ferner kann eine Steuereinrichtung 109 der anhand der Fig. 14A bis 18B veranschaulichten Etikettiereinrichtungen 11 ebenfalls dazu ausgebildet sein, die Ausschleuseeinrichtung 161 in Abhängigkeit von einem Signal der Überwachungseinrichtung 151 anzusteuern und insbesondere aus der passiven Stellung Y in die Ausschleusestellung Y' zu bewegen, um eine Übergabe von Fehletiketten 157 oder auszuschleusenden Etiketten 158 an die Anbringeinrichtung 23 zu verhindern (vgl. auch zu der Steuereinrichtung 109 insbesondere die Fig. 13A bis 13C).
Wie aus der Zusammenschau der Fig. 14A und 14B hervorgeht, kann die Anbringeinrichtung 161 bei der dort veranschaulichten Ausführungsform von oberhalb der Übergabekante 89 aus der passiven Stellung Y in die Ausschleusestellung Y' bewegt werden. Insbesondere kann die Ausschleuseeinrichtung 161 durch eine kombinierte Schwenk- und Ausfahrbewegung des Antriebsarms 181 in die Ausschleusestellung Y' überführbar sein.
Bei einer weiteren Ausführungsform gemäß Fig. 15A ist hingegen vorgesehen, dass die passive Stellung Y eine untere Position ist, so dass, wie Fig. 14B veranschaulicht, die Ausschleuseeinrichtung 161 mit der Umlenkkontur 163 von unterhalb der Übergabekante 89 aus der passiven Stellung Y in die Ausschleusestellung Y' bewegbar sein kann. Bei der dort gezeigten Ausführungsform ist zudem ein durch eine Feder 167 in Richtung des Etikettenträgerbands 71 vorgespanntes Druckelement 165 vorgesehen, welches dazu ausgebildet ist, in der Ausschleusestellung Y' einen Druck auf das auszuschleusende Etikett 158 zu entfalten, wie Fig. 15B zeigt. Insbesondere ist das Druckelement 165 dabei derart angeordnet, dass das Druckelement 165 einen Druck auf einen stromabwärtigen Teil des auszuschleusenden Etiketts 158 entfaltet, während sich das auszuschleusende Etikett 158 teilweise noch stromaufwärts
der Übergabekante 89 befindet. Ferner kann das Druckelement 165 insbesondere als eine Andrückrolle ausgebildet sein.
Alternativ zu einem derartigen vorgespannten Druckelement 165 kann gemäß der anhand der Fig. 18A und 18B veranschaulichten Ausführungsform auch vorgesehen sein, dass die Ausschleuseeinrichtung 161 und insbesondere die Umlenkkontur 163 eine Drucklufteinrichtung 169 aufweist, welche dazu ausgebildet ist, in der Ausschleusestellung Y' eine Druckluftströmung auf das auszuschleusende Etikett 158 zu erzeugen, um dadurch das auszuschleusende Etikett 158 an das Etikettenträgerband 71 anzudrücken und ein Lösen des auszuschleusenden Etiketts 158 von dem Etikettenträgerband 71 zu verhindern. Der Fachmann versteht, dass ein derartiges Druckelement 165 oder eine Drucklufteinrichtung 169 auch bei einer in der passiven Stellung Y oberhalb der Übergabekante 89 positionierten Ausschleuseeinrichtung 161 bzw. in Verbindung mit Umlenkkonturen 163 derart angeordneter Ausschleuseeinrichtungen 161 vorgesehen sein kann.
Die Fig. 16A und 16B veranschaulichten eine weitere Ausführungsform einer Etikettiereinrichtung 1 1 mit einer Ausschleuseeinrichtung 161 , wobei diese Ausschleuseeinrichtung 161 dazu ausgebildet ist, zum Verhindern einer Übergabe eines auszuschleusenden Etiketts 158 eine Bahn 173 zu verändern, entlang welcher das Etikettenträgerband 71 führbar ist. Wie aus den Fig. 16A und 16B hervorgeht, umfasst die Ausschleuseeinrichtung 161 dazu ein aufblasbares Ausschleuseelement 175, welches eine Umlenkung für das Etikettenträgerband 71 an der Übergabekante 89 bildet. Durch Aufblasen des aufblasbaren Elements 175 kann eine Krümmung K der Bahn 173 des Etikettenträgerbands 71 an der Übergabekante 89 verringert bzw. einer Radius der Bahn 173 an der Umlenkkante 89 vergrößert werden, so dass das Etikettenträgerband 71 an der Übergabekante 89 in der Ausschleusestellung Y' gewissermaßen über eine weniger spitze Kante geführt wird und das auszuschleusende Etikett 158 sich daher nicht von dem Etikettenträgerband 71 löst. Um die Veränderung der Bahn 173 zu ermöglichen, ist zudem ein Ausgleichselement 179 vorgesehen, welches beispielsweise als eine Tänzerrolle ausgebildet sein kann.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 17A ist vorgesehen, dass die Ausschleuseeinrichtung 161 ein Umlenkelement 177 umfasst und dazu ausgebildet ist, durch Bewegen des Umlenkelements 177 eine Bahn 173 des Etikettenträgerbands 71 zu verändern. Auch durch eine solche Bewegung des Umlenkelements 177 kann eine Krümmung K der Bahn 173 im Bereich der Übergabekante 89 verringert werden, um dadurch ein Lösen des auszuschleusenden Etiketts 158 von dem Etikettenträgerband 71 zu verhindern.
Grundsätzlich kann bei sämtlichen der veranschaulichten Ausschleuseeinrichtungen 161 vorgesehen sein, dass die jeweilige Ausschleuseeinrichtung 161 durch einen pneumatischen Antrieb und/oder einen Elektromotor in die Ausschleusestellung Y' und/oder in die passive Stellung Y bewegbar ist. Zudem kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Ausschleuseein- richtung 161 in die Ausschleusestellung Y' vorgespannt ist und durch einen Antrieb entgegen der Vorspannung wahlweise in die passive Stellung Y bewegt und dort gehalten werden kann, um ein Übergeben der Etiketten 13 an die Anbringeinrichtung 23 zu ermöglichen.
Bezuqszeichenliste
11 erste Etikettiereinrichtung
11 ‘ zweite Etikettiereinrichtung
13 Etikett
15 Materialbahn
17 Verpackung
19 Etikettenspender 19‘ Etikettenspender 21 Drucker
23 Anbringeinrichtung
23‘ Anbringeinrichtung
25 Antrieb für die Anbringeinrichtung
25‘ Antrieb für die Anbringeinrichtung
27 Motor 27‘ Motor 29 Rahmen
31 Führungseinrichtung
31 ‘ Führungseinrichtung
33 Führungsstange
33‘ Führungsstange
35 Schlitten
35‘ Schlitten
37 Holm
37‘ Holm
39 Freistellung
41 Verbindungselement
41 ‘ Verbindungselement
43 Verkleidung
45 Innenraum der Verkleidung
47 Koppelelement 47‘ Koppelelement 49 Riemen
49‘ Riemen
51 Klemmelement
51 ‘ Klemmelement
53 Zahnscheibe
53‘ Zahnscheibe
55 weitere Führungsstange 55‘ weitere Führungsstange 56 Schlitten
56‘ Schlitten
57 Kettenführung
59 Format
61 Reihe
63 Spur
65 erste Seite
67 zweite Seite
69 Etikettenspeicher
71 Etikettenträgerband
73 Haltearm
74 Griff
75 Umlenk- und/oder Tänzerrolle
77 Unterdruckeinrichtung 79 Gebläse 81 Gebläse
83 Saugseite
85 Druckseite
87 Innenraum der Anbringeinrichtung
89 Übergabekante
91 Rolle
93 Abführrolle
95 Leitelement
97 Ansaugstutzen
99 Trennelement
101 Erstreckungsfläche
103 Arbeitsseite
105 Kammer
107 Kammer
109 Steuereinrichtung
111 Übernahmeabschnitt
113 Anbringabschnitt
115 Anbringelement
117 Riemen zum Bewegen der Etiketten
119 Blech
121 Rastverbindung
123 Antrieb für die Anbringelemente
125 Servomotor
127 Außenseite
129 Gehäuse
131 Schlitten
133 Führungsstange
135 Riemen
135 Antrieb für die Riemen der Anbringeinrichtung
137 Servomotor
139 Endabschnitt
141 Zahnriemen
143 Welle
145 Zahnscheibe
147 Aussortierelement
149 Arbeitsbereich
151 Überwachungseinrichtung
153 Kamera
155 Bildauswerteeinrichtung
157 Fehletikett
158 auszuschleusendes Etikett
159 Etikettenstrom
161 Ausschleuseeinrichtung
163 Umlenkkontur
165 Druckelement
167 Feder
169 Drucklufteinrichtung
171 Druckluftstrom
173 Bahn
175 Ausschleuseelement
177 Umlenkelement
179 Ausgleichselement
181 Antriebsarm
210 Lebensmittelprodukt
211 Formstation
211a Oberwerkzeug der Formstation
211b Unterwerkzeug der Formstation
213 Einbringstation
213A Förderband
213B Förderband
214 Zufuhrstation
215 Siegelstation
215a Oberteil der Siegelstation
215b Unterteil der Siegelstation
216 Etikettierstation
217 Trennstation (Querrichtung)
219 Trennstation (Längsrichtung)
221 Verpackung
223 untere Materialbahn
223A Vorratsrolle
225 obere Materialbahn
225a Vorratsrolle
227 T ransporteinrichtung (T ransportkette für untere Materialbahn)
229 Vertiefung
241 Steuereinrichtung
243 Siegelnaht
245 Bedieneinheit
247 Maschinengestell
250 Roboter
A Antriebsseite
A‘ Antriebsseite
B Luftstrom
C vertikale Richtung
E Ebene der Materialbahn
K Krümmung
L Längsrichtung
M Verpackungsmaschine
O Oberseite
P1 erste Position
P2 zweite Position
Q Querrichtung
R Richtung
S Stützseite
S‘ Stützseite
U Unterseite
Y passive Stellung
Y‘ Ausschleusestellung