Kopplungsvorrichtung für einen Adapter für ein Vial, Adapter für ein Vial, Set umfassend einen derartigen Adapter und System umfassend einen derartigen Adapter
Die Erfindung betrifft eine Kopplungvorrichtung für einen Adapter für ein Vial für eine medizinische Flüssigkeit, einen derartigen Adapter, ein Set umfassend einen derartigen Adapter und ein System umfassend einen derartigen Adapter.
Zu therapeutischen Zwecken werden in der Human- und Veterinärmedizin Injektionen, Infusionen und andere Maßnahmen zur Verabreichung einer medizinischen Flüssigkeit durchgeführt. Beispielsweise kann im Zuge einer Injektion eine wirkstoffhaltige Flüssigkeit in die Blutbahn eines Patienten eingebracht werden. Dabei wird die zu verabreichende Flüssigkeit häufig mit einer Injektionsspritze einem sogenannten Vial entnommen. Ein Vial ist ein Flüssigkeitsbehältnis, dessen Öffnung typischerweise mit einem Septum oder einem Injektionsstopfen, der mit der Injektionsnadel durchstochen werden kann, verschlossen ist. Daher werden Vials teilweise auch als "Durchstech-Injektionsfläschen" oder auch nur als "Injektionsfläschen" bezeichnet. Auch die Bezeichnungen 'Ampulle", "Phiole" etc. werden für Vials benutzt, wenn die Verwechslung mit anderen Arten von Ampullen und Phiolen ausgeschlossen ist.
Das Flüssigkeitsbehältnis eines Vials besteht beispielsweise aus Glas oder Kunststoff. Sein Fassungsvermögen kann beispielsweise eine Einzeldosis oder mehrere Einzeldosen der zu verabreichenden Flüssigkeit enthalten.
Vials werden auch mit trockenen Substanz gefüllt, da einige Arzneistoffe in gelöstem Zustand nicht ausreichend stabil sind. Die trockene Substanz wird vor der Injektion in einem in das Vial eingebrachten Lösungsmittel (z.B. Wasser oder Kochsalzlösung)
gelöst. Die Lösung wird anschließend in der oben beschriebenen Weise dem Vial entnommen.
Vials finden auch im Laboratorium, insbesondere im Bereich der Biotechnologie, vielfältige Anwendung bei der Manipulation von Flüssigkeiten.
Alternativ zu der beschriebenen Vorgehensweise, mit der Injektionsnadel durch das Septum oder den Stopfen zu stechen und eine Injektionsdosis der Flüssigkeit mittels der mit der Injektionsnadel verbundenen Injektionsspritze aus dem Vial zu entnehmen, kann ein Adapter für das Vial verwendet werden. Durch das Anschließen des Adapters an das Vial wird eine Fluidverbindung zum Inneren des Vials hergestellt, beispielsweise, indem ein Hohldorn o.ä. durch das Septum sticht.
Der Adapter weist einen Fluidanschluss auf, der mit dem Hohldorn in Fluidverbindung steht und über den Flüssigkeit aus dem Vial entnommen oder dem Vial Flüssigkeit zugeführt werden kann. Bei dem Fluidanschluss kann es sich beispielsweise um einen Anschluss für eine Steckverbindung handeln, beispielsweise um einen Anschluss für eine Luer-Verbindung. Dabei weist der Anschluss bevorzugt einen weiblichen Luer- Konus auf, da Injektionsspritzen und andere Vorrichtungen zum Entnehmen der Flüssigkeit typischerweise über einen männlichen Luer-Konus verfügen. Der Luer- Anschluss kann vom Typ "Luer-Slip" oder vom Typ "Luer-Lock" sein. Bei dem Fluidanschluss kann es sich beispielsweise auch um einen Anschluss handeln, der eine andere Art von Kopplungselement aufweist.
Der Adapter kann demnach als Überleitvorrichtung für eine medizinische Flüssigkeit betrachtet werden. Beispielsweise kann es sich beim Adapter um eine Überleitvorrichtung gemäß der Norm ISO 22413:2010 handeln.
Die Verwendung eines Adapters hat einige entscheidende Vorteile. Wenn die Entnahme von Flüssigkeit aus dem Vial oder die Zugabe von Flüssigkeit in das Vial mittels einer mit einer Injektionsnadel versehenen Injektionsspritze erfolgt, muss das Septum des Vials nicht eigens durchstochen werden. Das Durchstechen des Septums des Vials ist fehleranfällig, insbesondere wird es häufig nicht im richtigen Winkel
durchgeführt, und geht mit einem Risiko für Stichverletzungen einher. Die Verwendung eines Adapters ist in diesem Zusammenhang insbesondere dann vorteilhaft, wenn das Septum ohne den Adapter mehrmals durchstochen werden müsste.
Ferner kann der Fluidanschluss so ausgebildet sein, dass das Verbinden mit einer Injektionsspritze oder einer sonstigen Vorrichtung zum Entnehmen oder Zugeben von Flüssigkeit einfacher, weniger fehleranfällig und weniger verletzungsgefährlich ist als das Durchstechen eines Septums mittels einer Nadel. Dazu kann der Fluidanschluss beispielsweise als Steck-Anschluss ausgebildet sein, etwa als weiblicher Luer- Anschluss.
Ferner kann der Fluidanschluss so ausgebildet sein, dass die Verbindung mit einer Injektionsspritze oder einer sonstigen Vorrichtung zum Entnehmen oder Zugeben von Flüssigkeit sicherer ist als die Verbindung über eine in ein Septum gesteckte Nadel, die ohne Weiteres unbeabsichtigt wieder herausgezogen werden könnte. Dazu kann der Fluidanschluss beispielsweise mit kraft- und/oder formschlüssigen Haltemitteln ausgestattet werden.
Ferner bietet der Adapter die Möglichkeit, ein für die jeweilige Anwendung spezielles Anschlusselement bereitzustellen. Beispielsweise muss bei manchen Arzneistoffen eine Kontamination der Umgebung vermieden werden, weil der Kontakt des medizinischen Personals oder anderer Personen riskant ist. Dies ist beispielsweise bei manchen Zytostatika der Fall, die karzinogen oder mutagen sind. Die Handhabung solcher Arzneistoffe erfolgt daher bevorzugt in geschlossenen Systemen mittels sogenannter "Closed System Transfer Devices" (CSTD). Der Adapter kann eine dafür geeignete Anschlussstruktur aufweisen.
Eine weitere Anwendung, bei der die Verwendung eines Adapters vorteilhaft oder sogar erforderich ist, ist der Flüssigkeitstransfer zwischen einem Vial und einer Fluidvorrichtung, beispielsweise einem anderen Flüssigkeitsbehälter, beispielsweise einem Behälter für eine Infusionslösung. Es kann in solchen Fällen besonders vorteilhaft sein, wenn ein für die Fluidvorrichtung geeigneter oder speziell
ausgebildeter Adapter als Zubehör geimeinsam mit der Fluidvorrichtung gehandelt wird.
Im Stand der Technik sind derartige Adapter bekannt, welche irreversibel mit den Vials verbunden werden können. Unter einer "irreversiblen Verbindung" wird eine Verbindung zweier Gegenstände verstanden, die nicht gelöst werden kann, wenigstens nicht ohne hohe Kräfte anzuwenden bzw. einen der Gegenstände zu beschädigen oder zu zerstören.
Jeder dieser Adapter ist für eine bestimmte Größe der Vials ausgelegt und kann nur mit Vials dieser Größe verwendet werden. Vials entsprechen typischerweise den Normen ISO 8362-1 und ISO 8536-1. Der Durchmesser des Halses der Vials der verschiedenen Größen beträgt 13 mm, 20 mm, 28 mm und 32 mm (jeweils innerhalb bestimmter Toleranzen), wobei von den beiden größten der genannten Durchmesser einer in Europa gebräuchlich ist (32 mm) und der andere beispielsweise in den USA (28 mm).
Eine Schwierigkeit, die sich im Zusammenhang mit der Verwendung von Vial- Adaptern ergibt, besteht darin, dass für die jeweilige Größe immer der passende Adapter zur Hand sein muss.
Des Weiteren besteht die Gefahr von Verwechslungen.
Da in einem Krankenhaus oder einer vergleichbaren Einrichtung Vials verschiedener Größen verwendet werden, müssen verschiedene einzelne Artikel (sogenannten "Stock Keeping Units") im Lager bevorratet, inventarisiert und bei Bedarf nachbestellt werden. Daraus ergeben sich ein hoher Verwaltungsaufwand und ein großer Platzbedarf. Um dieses Problem zu lösen, werden auch in einer gemeinsamen Verpackung verpackte Sets von Adaptern für verschiedene Größen angeboten. Der Nachteil an dieser Vorgehensweise ist, dass zu einem Zeitpunkt meist nur ein Adapter einer bestimmten Größe benötigt wird. Die anderen Adapter müssen dann ungenutzt als Abfall entsorgt werden, was ökonomisch und ökologisch ungünstig ist.
Im Markt ist auch ein Adapter für 20 mm-Vials bekannt, der mit einem zusätzlichen Steck-Ring geliefert wird, der mit dem Hals eines 13 mm-Vials verbunden werden kann, um es für den 20 mm-Adapter geeignet zu machen. Bei dem Ring handelt es sich aber wiederum um ein zusätzliches Bauteil, welches ungenutzt als Abfall entsorgt wird, wenn der Adapter mit einem 20 mm-Vial verwendet wird. Außerdem ist die Verwendung des Rings fehleranfällig und zeitaufwendig.
Die bekannten Adapter können zudem nicht für Vials verwendet werden, deren Größe von den genannten Normgrößen abweicht.
Ausgehend von der obengenannten Situation besteht eine Aufgabe der Erfindung darin, eine Kopplungsvorrichtung für einen Adapter für ein Vial für eine medizinische Flüssigkeit bereitzustellen, mit der der Adapter verbessert, insbesondere universeller einsetzbar gemacht werden kann.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Kopplungsvorrichtung für einen Adapter für ein Vial für eine medizinische Flüssigkeit gemäß Anspruch 1 , einen Adapter für ein Vial für eine medizinische Flüssigkeit gemäß Anspruch 12, ein Set gemäß Anspruch 14 und ein System gemäß Anspruch 15. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich insbesondere aus den Unteransprüchen. Dabei können die in Unteransprüchen und nachfolgender Beschreibung des Gegenstands zu einem unabhängigen Anspruch angeführten Merkmale auch zur vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstands zu einem anderen unabhängigen Anspruch verwendet werden.
Bei der erfindungsgemäßen Kopplungsvorrichtung handelt es sich um eine Kopplungsvorrichtung für einen Adapter für ein Vial für eine medizinische Flüssigkeit. Die Kopplungsvorrichtung ist bestimmt, den Adapter mit dem Vial zu verbinden. Die Kopplungsvorrichtung weist eine elastische Struktur zum Anpassen des Adapters an unterschiedliche Größen des Vials auf.
Typischerweise umfasst ein Adapter neben einer Kopplungsvorrichtung, welche ausgebildet ist, das Vial mit dem Adapter zu verbinden, zumindest folgende weitere Vorrichtungen:
einen Vial-Anschluss, welcher ausgebildet ist, eine Fluidverbindung zwischen einem Innenraum des mit dem Adapter verbundenen Vials und dem Adapter bereitzustellen, und einen Fluidanschluss, welcher ausgebildet ist, eine Fluidverbindung zwischen einer Fluidvorrichtung und dem Adapter bereitzustellen, sodass eine Fluidverbindung zwischen dem Innenraum des mit dem Adapter verbundenen Vials und der Fluidvorrichtung bereitgestellt ist.
Die Kopplungsvorrichtung weist eine elastische Struktur zum Anpassen der Kopplungsvorrichtung und damit des Adapters insgesamt an unterschiedliche Größen des Vials auf.
Bevorzugt umfasst die Kopplungsvorrichtung einen Grundkörper, welcher eine Öffnung zur Aufnahme des Vials, insbesondere eines Abschnitts des Halses des Vials, aufweist. Die elastische Struktur ist beispielsweise mit dem Grundkörper verbunden oder einstückig mit diesem gebildet.
Das Anpassen an die Größe des Vials erfolgt bevorzugt durch eine von der Größe des jeweiligen Vials abhängige Verformung oder Auslenkung der elastischen Struktur oder eines Teils der elastischen Struktur. Die Verformung oder Auslenkung ist in diesem Fall bei Verbindung mit einem größeren Vial stärker als bei Verbindung mit einem kleineren Vial.
Da Vials typischerweise einen runden Querschnitt aufweisen, ist die Größe des Vials, an die die Anpassung durch die elastische Struktur erfolgt, bevorzugt der Durchmesser des Halses des Vials.
Typischerweise kann die Anpassung nur in einem bestimmten Bereich der Größe des Vials erfolgen, d.h. Vials einer kleinstmöglichen Größe (beispielsweise Halsdurchmesser d = dmin) und Vials einer größtmöglichen Größe (beispielsweise Halsdurchmesser d = dmax) sowie Vials mit einer Größe dazwischen (beispielsweise Halsdurchmesser d : dmin — d — dmax ) können mit dem Adapter verbunden werden.
Bevorzugt beträgt die Breite des Bereichs (beispielsweise dmax — dmin ) mindestens mindestens 12%, mehr bevorzugt mindestens 25%, noch mehr bevorzugt mindestens 50% der kleinstmöglichen Größe (beispielsweise dmax > 1 ,12 x dmin bzw. dmax > 1 ,25 x dmin bzw. dmax > 1 ,50 x dmin). Alternativ beträgt die Breite des Bereichs bevorzugt mindestens 2 mm, mehr bevorzugt mindestens 3 mm, noch mehr bevorzugt mindestens 6 mm (beispielsweise dmax — 2 mm + dmin bzw. dmax 3 mm + dmin bzw. dmax =2 6 mm + dmin).
Mit dem Ausdruck, demzufolge es sich bei dem Adapter um einen 'Adapter für ein Vial" handelt, wird insbesondere zum Ausdruck gebracht, dass der Adapter bestimmt ist, mit einem Vial verbunden zu werden.
Mit dem Ausdruck, demzufolge es sich bei dem Vial um ein "Vial für eine medizinische Flüssigkeit" handelt, wird insbesondere zum Ausdruck gebracht, dass das Vial eine medizinische Flüssigkeit (Wasser, wässrige Lösung, medizinische Probe etc.) enthält oder dass in ihm eine medizinische Flüssigkeit aufnehmbar ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Adapter handelt es sich um einen Adapter für ein Vial für eine medizinische Flüssigkeit, umfassend:
- eine erfindungsgemäße Kopplungsvorrichtung,
- einen Vial-Anschluss, welcher ausgebildet ist, eine Fluidverbindung zwischen einem Innenraum des mit dem Adapter verbundenen Vials und dem Adapter bereitzustellen, und
- einen Fluidanschluss, welcher ausgebildet ist, eine Fluidverbindung zwischen einer Fluidvorrichtung und dem Adapter bereitzustellen, sodass eine Fluidverbindung zwischen dem Innenraum des mit dem Adapter verbundenen Vials und der Fluidvorrichtung bereitgestellt ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Set handelt es sich um ein Set umfassend: einen ersten erfindungsgemäßen Adapter und einen zweiten Adapter für ein Vial für eine medizinische Flüssigkeit,
wobei der erste und der zweite Adapter für unterschiedliche Größen bzw. Größenbereiche der Vials ausgebildet sind, wobei bevorzugt auch der zweite Adapter ein Adapter gemäß einem der vorstehenden Ansprüche ist und die unterschiedlichen Größen des Vials, an die die Kopplungsvorrichtung des ersten Adapters anpassbar ist, von den unterschiedlichen Größen des Vials, an die die Kopplungsvorrichtung des zweiten Adapters anpassbar ist, zumindest teilweise verschieden sind.
Bei dem erfindungsgemäßen System handelt es sich um ein System umfassend: einen erfindungsgemäßen Adapter und eine Fluidvorrichtung, bevorzugt ein Behälter für eine medizinische Flüssigkeit, mehr bevorzugt ein Behälter mit einer medizinischen Flüssigkeit.
Das Vial und die Fluidvorrichtung (z.B. eine Injektionsspritze) werden im Kontext dieser Patentanmeldung nicht als Teil des Adapters oder gar als Teil der Kopplungsvorrichtung betrachtet.
Weitere Merkmale, Zweckmäßigkeiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand von exemplarischen Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungsfiguren beschrieben.
Soweit Richtungen und Orientierungen im Zusammenhang mit der Kopplungsvorrichtung oder dem Adapter in dieser Patentanmeldung als "oben" und "unten" bezeichnet werden, beziehen sich diese Angaben auf die Betriebsstellung des mit einem Vial verbundenen Adapters, bei dem die Richtung vom Boden zum Hals des Vials die Richtung von unten nach oben oder die senkrechte Richtung ist. Eine seitliche oder horizontale Richtung ist eine Richtung quer dazu.
Fig. 1 bis Fig. 4 zeigen Teilbereiche des Längsschnitts von typischen Vials mit den Größen (Halsdurchmesser) 13, 20, 28 und 32 mm mit Bemaßungen in Millimetern.
Fig. 5 zeigt einen Adapter mit einer Kopplungsvorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, welche mit einem Vial einer ersten Größe verbunden ist, im Längsschnitt in einer ersten seitlichen Richtung betrachtet.
Fig. 6 zeigt den Adapter mit der Kopplungsvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, welche mit dem Vial der ersten Größe verbunden ist, in einer perspektivischen Ansicht in einer zweiten seitlichen Richtung, die zu der ersten seitlichen Richtung gemäß Fig. 5 um 90° versetzt ist.
Fig. 7 zeigt die Kopplungsvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht von schräg oben.
Fig. 8 zeigt die Kopplungsvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht von schräg unten.
Fig. 9 zeigt die Kopplungsvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht in seitlicher Richtung.
Fig. 10 zeigt die Kopplungsvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht von oben.
Fig. 11 A bis Fig. 11 C zeigen in Gegenüberstellung die in Fig. 5 dargestellte Situation (Fig. 11 A), den Adapter mit der Kopplungsvorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung, welche mit einem Vial einer größeren Größe als in Fig. 5 verbunden ist (Fig. 11 C) sowie eine Überlagerung des Zustands des Adapters von Fig. 11 A und des Vials von Fig. 11 C.
Fig. 12 A und Fig. 12 B zeigen zwei Adapter mit Kopplungsvorrichtungen gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel, die mit Vials unterschiedlicher Größe verbunden sind.
Fig. 13 zeigt eine Kopplungsvorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Ansicht von oben.
Fig. 14 zeigt eine Kopplungsvorrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer perspektivischen Ansicht von schräg oben.
Fig. 15 zeigt die Kopplungsvorrichtung gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung und ein Vial in einer perspektivischen Ansicht von der Seite.
Fig. 16 A und Fig. 16 B zeigen in Gegenüberstellung den Adapter mit der Kopplungsvorrichtung gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung, welche mit einem kleineren Vial (Fig. 16 A) bzw. einem größeren Vial (Fig. 16 B) verbunden ist, jeweils als Querschnitt durch die Kopplungsvorrichtung und als Längsschnitt.
Fig. 17 A und Fig. 17 B zeigen Querschnittsdarstellungen der Kopplungsvorrichtung gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel in zwei verschieden Größen.
Fig. 18 A und Fig. 18 B zeigen perspektivische Ansichten der Kopplungsvorrichtung gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel in zwei verschieden Größen von schräg oben.
Fig. 19 zeigt einen Adapter mit einer Kopplungsvorrichtung gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung, die mit einem Vial verbunden ist, in perspektivischer Ansicht von der Seite.
Fig. 20 A und Fig. 20 B zeigen Längsschnittsdarstellungen des Adapters mit der Kopplungsvorrichtung gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel, die mit Vials in zwei verschieden Größen verbunden ist.
In Fig. 1 bis Fig. 4 sind die Größenverhältnisse typischer Vials, insbesondere solcher entsprechend der Norm ISO 8362-1 oder der Norm ISO 8536-1 , sowie die typischen Fertigungstoleranzen angegeben.
Wenn im Kontext dieser Patentanmeldung von einem Vial einer bestimmten Größe, beispielsweise einem "13 mm-Vial" bzw. gleichbedeutend "Vial mit 13 mm Durchmesser" oder "Vial mit 13 mm Halsdurchmesser" oder "Vial mit der Größe
13 mm" oder analogen Bezeichnungen die Rede ist, wird damit ein Vial mit der angegebenen Nenngröße bezeichnet, wobei Toleranzen der in den Figuren 1 bis 4 gezeigten Größenordnung auftreten können.
In den Figuren 5 und 6 ist ein Adapter 1 mit einer Kopplungsvorichtung 11 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Der gesamte in den Figuren 5 und 6 dargestellte Gegenstand kann somit auch als Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Adapters aufgefasst werden.
Die Kopplungsvorrichtung 11 bzw. der Adapter 1 ist dabei in einem Betriebszustand, in dem der Adapter 1 mit einem Vial 2 mit kreisförmigem Querschnitt verbunden ist, dargestellt. Das Vial 2 ist kein Bestandteil des Adapters 1 . Das Vial 2 weist einen Behälterkörper 21 mit einem Behälterboden 22 auf. Das Vial 2 weist ferner einen Hals 23 auf. Der Hals 23 weist einen oberen Halsabschnitt 231 , der den oberen Abschluss des Vials 2 bildet, und eine Verjüngung 232 mit einem geringeren Durchmesser als der obere Halsabschnitt 231 auf. Wenn in dieser Patentanmeldung vom "Durchmesser des Halses" oder vom "Durchmesser des Vials" die Rede ist, ist damit der Durchmesser des oberen Randabschnitts 231 bezeichnet. Der Durchmesser des Behälterkörpers 21 kann vom Durchmesser des oberen Halsabschnitts 231 abweichen. Zumindest im oberen Halsabschnitt 231 ist ein Septum 24 vorgesehen, welches das Vial 2 dicht verschließt. Zur Befestigung des Septums 24 kann eine Befestigungsstruktur vorgesehen sein, beispielsweise in Form eines Metallrings, der formschlüssig um den oberen Halsabschnitt 231 gelegt ist und eine Öffnung für ein Instrument zum Durchstechen des Septums aufweist. Alternativ zu einem Septum 24 kann das Vial 2 auch mit einem Injektionsstopfen (in den Figuren 5 und 6 nicht dargestellt) verschlossen sein. Alternativ sind weitere durchstechbare Verschlüsse möglich. Der Verschluss muss nicht notwendigerweise dicht verschließen, wenn ein Instrument, mit dem er zürn Herstellen einer Fluidverbindung durchstochen worden ist, wieder herausgezogen wird. Dies ist insbesondere dann nicht erforderlich, wenn der Adapter 1 so ausgebildet ist, dass er mit dem Vial 2 irreversibel verbunden wird, d.h. nur unter Anwendung hoher Kraft und/oder nur durch Zerstörung des Adapters 1 oder des Vials 2 wieder vom Vial 2 gelöst werden kann.
Im ersten Ausführungsbeispiel ist die Kopplungsvorrichtung 11 ausgebildet, mit einem Vial 2 mit kreisförmigen Querschnitt verbunden zu werden. Es sind Vials mit anderem Querschnitt, beispielsweise mit einem ovalen Querschnitt, zumindest vorstellbar. Entsprechend ist die Kopplungsvorrichtung 11 gemäß weiteren, nicht in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen ausgebildet, mit Vials verbunden zu werden, die einen nicht kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
In den Figuren 7 bis 10 ist die Kopplungsvorrichtung 11 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung in verschiedenen Ansichten im Detail dargestellt.
In Fig. 7 ist zudem eine optionale Verbindungsfläche 3 zum Verbinden der Kopplungsvorrichtung 11 mit den weiteren Bestandteilen des Adapters 1 , bevorzugt durch Ultraschall-Schweißen, gezeigt. Die Verbindungsfläche 3 weist optionale Energieleitelemente 31 zur Vereinfachung des Ultraschall-Schweißens auf.
Die Kopplungsvorrichtung 11 umfasst Schnapphaken 111 als Einraststruktur, welche beim Verbinden des Vials 2 mit der Kopplungsvorrichtung 11 bzw. dem Adapter 1 am Vial 2 einrastet, indem die Schnapphaken 111 beim Anbringen des Adapters 1 am Vial 2 am oberen Abschnitt 231 des Halses 23 des Vials 2 gleiten, bis sie bis zur Verjüngung 232 weitergeschoben worden sind. Die Schnapphaken 111 rasten dann in der Verjüngung ein. Diese Situation ist in Fig. 5 dargestellt. Die Schnapphaken können alternativ als "Rasthaken" o.ä. bezeichnet werden.
Bevorzugt rastet die Einraststruktur irreversibel am Vial ein. Alternativ kann die Einraststruktur so ausgebildet werden, dass sie wieder gelöst werden kann, beispielsweise durch Anwendung einer Lösekraft oder durch Betätigen eines Löseelements, durch das die Einrastung aufgehoben werden kann.
In anderen, nicht in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispielen ist nur ein Schnapphaken vorgesehen. In wieder anderen, nicht in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispielen sind mehr als zwei Schnapphaken 111 vorgesehen. Zwei oder drei Schnapphaken haben sich aber als guter Kompromiss zwischen Komplexität der Gestaltung und Festigkeit der Einrastverbindung erwiesen.
In anderen, nicht in den Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispielen wird die Einraststruktur alternativ oder zusätzlich zu dem mindestens einen Schnapphaken durch andere Strukturen bereitgestellt, beispielsweise durch mindestens eine Schnappnase ("Rastnase") oder mindestens eine Rastwulst.
Die Einraststruktur bzw. der elastischen Bestandteil derselben stellt ein bevorzugtes Beispiel eines elastischen Elements dar, welches nachfolgend auch als "zweites elastisches Element" bezeichnet wird. Das zweite elastische Element ist mit einem weiteren elastischen Element (nachfolgend auch "erstes elastisches Element") verbunden und bildet gemeinsam mit diesem die elastische Struktur zum Anpassen der Kopplungsvorrichtung 11 an unterschiedliche Größen des Vials 2.
Durch die Verbindung des ersten elastischen Elements und des zweiten elastischen Elements, d.h. durch die Kopplung zweier elastischer Elemente, wird eine vorteilhafte Struktur bereitgestellt, mit der insbesondere einerseist eine Anpassung an unterschiedliche Größen des Vials möglich ist und mit der andererseits über einen weiten Bereich unterschiedlicher Größen des Vials ein sicheres Halten des Vials möglich ist. Inbesondere kann das zweite elastische Element bei verschiedenen Auslenkungen des ersten elastischen Elements (d.h. bei verschiedenen Größen des Vials) seine Funktion unverändert erfüllen. Dabei ist weiter bevorzugt die Richtung der Verformung des ersten elastischen Elements zum Anpassen an unterschiedliche Vialgrößen von der Richtung der Verformung des zweiten elastischen Elements verschieden.
Die Schnapphaken 111 oder anderen Einraststrukturen sind optional über jeweils einen Kragarm 112 mit dem weiter unten im Detail beschriebenen ersten elastischen Element 113 verbunden (so dargestellt in den Figuren 7 und 8). Der Kragarm 112 kann elastisch sein und somit zur elastischen Wirkung des ersten elastischen Elements 113 und/oder des zweiten elastischen Elements 111 beitragen. Alternativ sind die Schnapphaken 111 oder anderen Einraststrukturen direkt an jeweils einem ersten elastischen Element 113 angeordnet (so dargestellt in den Figuren 6 und 9).
Die Funktion des ersten elastischen Elements 113 bzw. der ersten elastischen Elemente 113 ist in den Figuren 11 A bis 11 C dargestellt.
Fig. 11 A entspricht der in Fig. 5 dargestellten Situation, in der die Schnapphaken 111 in der Verjüngung 232 des Vials 2, welches einen bestimmten Durchmesser aufweist, einrasten.
Fig. 11 B entspricht keiner real auftretenden Situation, sondern dient nur der Verdeutlichung der Funktion der ersten elastischen Elemente 113. Der in Fig. 11 B dargestellte Adapter 1 befindet sich im gleichen Zustand wie der in Fig. 11 A dargestellte Adapter 1 . Allerdings weist der Hals 23 des in Fig. 11 B dargestellten Vials 2 einen größeren Durchmesser auf. Der Hals 23 kann demnach nicht in die Kopplungsvorrichtung eingeführt werden. Dies ist in Fig. 11 B durch die real nicht mögliche Überschneidung der Schnapphaken 111 mit Bereichen des Vials 2 dargestellt. Dieses Problem tritt bei den konventionellen Adaptern auf, wenn das Vial zu groß ist, um mit dem Adapter verbunden werden zu können.
Erfindungsgemäß verformen sich hingegen beim Einführen eines größeren Vial- Halses 23 die ersten elastischen Elemente 113 (bzw. das erste elastische Element 113, falls nur eines vorgesehen ist) so, dass der größere Vial-Hals 23 eingeführt werden kann und die Schnapphaken 111 in der Verjüngung 232 einrasten. Diese Situation ist in Fig. 11 C dargestellt. Die Kraftkomponenten, die zur Verformung der ersten elastischen Elemente 113 führen, sind in Fig. 11 B durch waagrechte Pfeile symbolisiert. Die Kraftkomponenten, die zur Verformung der Schnapphaken 111 beim Verbinden von Adapter 1 und Vial 2 führen und somit die zweiten elastischen Elemtente verformen, sind in Fig. 11 B durch schräge Pfeile symbolisiert. Diese Kräfte können auf die Bestandteile der Kopplungsvorrichtung 11 übertragen werden, indem die Schnapphaken 111 beim Einführen des Vials 2 in die Kopplungsvorrichtung 11 am oberen Abschnitt 231 des Halses 23 des Vials 2 gleiten.
Insbesondere in den Figuren 6 bis 9 ist gezeigt, wie die ersten elastischen Elemente
113 konkret ausgebildet sein können. Die Kopplungsvorrichtung 11 weist eine Wand
114 auf, in deren Inneres der Hals 23 des Vials 2 einzuführen ist. In der Wand 114
sind Ausnehmungen 115 vorgesehen, sodass verbleibende Wandabschnitte die ersten elastischen Elemente 113 und optional die Kragarme 112 bilden. In der in den Figuren 6 bis 9 dargestellten Konfiguration stellen diese Wandabschnitte gekrümmte Flachfedern dar. In anderen, nicht in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen ist das mindestens eine erste elastische Element auf andere Weise ausgebildet, beispielsweise als auf die Wand oder den Grundkörper der Kopplungsvorrichtung 11 angesetzte Elemente.
Die Anzahl der Ausnehmungen 115 (eine oder mehrere) und deren Form werden so gewählt, dass die ersten elastischen Elemente 113 die gewünschten elastischen Eigenschaften aufweisen.
Im ersten Ausführungsbeispiel sind zwei oder drei federnde Elemente miteinander gekoppelt: Die Schnapphaken 111 , optional die Kargarme 112 und die ersten elastischen Elemente 113. Die Federkonstanten sind so gewählt bzw. aufeinander abgestimmt, dass die einzelnen Federelemente ihre beschriebene Funktion erfüllen können. Die erfindungsgemäße Anpassbarkeit an unterschiedliche Größen des Vials wäre im Ausführungsbeispiel ohne die ersten elastischen Elemente 113 nicht realisierbar.
In alternativen Ausführungsbeispielen, die im Übrigen analog aufgebaut sind wie das erste Ausführungsbeispiel, weisen die Schnapphaken 111 und die optionalen Kragarme 112 eine wesentlich höhere Federkonstante auf als die ersten elastischen Elemente 113, oder die Schnapphaken 111 und die optionalen Kragarme 112 sind nicht als Federelemente ausgeführt, d.h. sie werden von den bei Verwendung des Adapters 1 auftretenden Kräften im Wesentlichen nicht ausgelenkt bzw. verformt. In diesem Fall wird die für das Einrasten der Schnapphaken 111 erforderliche Federwirkung zumindest zu einem wesentlichen Anteil von den ersten elastischen Elementen 113 bereitgestellt. Im letzgenannten Fall wir die elastische Struktur demnach nur von ersten elastischen Elementen 113 gebildet, da keine zweiten elastischen Elemente vorhanden sind.
Auf die beschriebene Weise wird die Anpassung der Kopplungsvorrichtung 11 und damit des Adapters 1 an Vials 2 mit verschiedenen Halsdurchmessern erreicht. Der Bereich der verschiedenen Halsdurchmesser, an die eine Anpassung möglich ist, kann dabei alle üblichen Halsdurchmesser (typischerweise 13 bis 32 mm) umfassen. Dies hat den Vorteil, dass ein Adapter 1 für alle gängigen Vials 2 verwendet werden kann.
Es ist aber auch möglich, die Anpassbarkeit nur für einen kleineren Bereich von Halsdurchmessern bereitzustellen, beispielsweise so, dass ein Adapter 1 für die Halsdurchmesser von 13 bis 20 mm geeignet ist, während für größere Halsdurchmesser mindestens ein weiterer Adapter erforderlich ist, der wiederum an verschiedene Halsdurchmesser anpassbar sein kann. Dies kann mehrere Gründe haben: Zum einen wäre ein Adapter, der so breit ist, dass er auch mit einem Vial mit dem Halsdurchmesser 28 mm oder gar 32 mm verbunden werden kann, als Adapter für ein Vial mit einem Halsdurchmesser von 13 mm relativ sperrig. Zum anderen sind in ein und demselben Arbeitsräumlichkeiten oft nur Vials mit zwei verschiedenen Halsdurchmessern in Verwendung, sodass eine Anpassbarkeit an weitere Vials gar nicht benötigt wird. Zudem sind die Anforderungen an die elastischen Elemente umso größer, je breiter der Bereich ist, in dem eine Anpassbarkeit möglich ist.
Ein weiterer Grund besteht darin, dass der obere Abschnitt 231 im Fall von größeren Vials 2 in der Regel höher ist als im Fall von kleineren Vials 2. Aus den in den Figuren 1 bis 4 angegebenen Bemaßungen ist ersichtlich, dass der obere Abschnitt 231 von gebräuchlichen (insbesondere normgemäßen) Vials 2 mit einem Halsdurchmesser von 13 und 20 mm eine Höhe 3,6 bis 3,8 mm (gemeinsam als Höhe h1 bezeichnet) aufweisen, während der obere Abschnitt 231 von gebräuchlichen (insbesondere normgemäßen) Vials 2 mit einem Halsdurchmesser von 28 und 32 mm eine Höhe von 5 mm (h2) bzw. 7 mm (h3) aufweisen. Um das Restvolumen an Flüssigkeit, die dem Vial 2 nicht ohne Weiteres entnommen werden kann, möglichst gering zu halten, sollte die Spitze des Vial-Anschlusses nur so weit in das Innere des Vials 2 ragen wie nötig, da ein in das Innere des Vials 2 hineinragender Hohldom oder eine vergleichbare Stechvorrichtung in der Stellung des Vials 2, in der der Boden 22 nach oben weist und in der dem Vial 2 Flüssigkeit entnommen wird, wie ein Überlaufrohr wirkt, das ein
Entnehmen von Flüssigkeit nur bis zu einem Flüssigkeitsspiegel auf Höhe der Öffnung der Spitze gestattet. Aufgrund der Unterschiede der Höhen h1 , h2 und h3 sollten die Hohldorne oder vergleichbaren Stechvorroichtungen je nach Halsdurchmesser des Vials 2 unterschiedlich lang ausgeführt werden. Dieser Zusammenhang ist in Fig. 12 dargestellt. Außerdem kann es sinnvoll sein, wenn der Fluidkanal im Hohldorn oder der vergleichbaren Stechvorrichtung ein größeres Lumen aufweist, wenn das Vial größer ist und daher einen größeren Halsdurchmesser aufweist, weil einem größeren Vial typischerweise mehr Flüssigkeit entnommen wird.
Vor diesem Hintergrund kann es sich als vorteilhaft erwiesen, zumindest den Adapter des ersten Ausführungsbeispiels in mehreren Größen anzubieten, wobei eine erste Größe mit einem kürzeren Hohldom für Vials mit einem Halsdurchmesser von beispielsweise 13 bis 20 mm geeignet ist, während eine oder mehrere weitere Größen mit einem längeren Hohldorn für größere Vials (z.B. 28 und/oder 32 mm) geeignet sind.
In Fig. 13 ist die Kopplungsvorrichtung 11 gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die Kopplungsvorrichtung 11 weist drei Schnapphaken 111 und dementsprechend drei erste elastische Elemente 113 auf; im Übrigen ist der Aufbau analog zum ersten Ausführungsbeispiel.
In Fig. 14 ist die Kopplungsvorrichtung 11' für einen Adapter 1' gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt.
Komponenten, die eine zu entsprechenden Komponenten gemäß erstem und zweiten Ausführungsbeispiel analoge Funktion haben, sind mit demselben Bezugszeichen gekennzeichnet, welches mit einem Hochkomma (') versehen ist.
Die Kopplungsvorrichtung 11' weist eine Wand 114' auf, welche eine Öffnung umgibt, in der der Hals 23 des Vials 2 aufgenommen ist, wenn der Adapter T mit dem Vial 2 verbunden ist. Die Wand 114' muss nicht wie in Fig. 14 dargestellt eine geschlossene Mantelfläche aufweisen, sie kann beispielsweise auch Ausnehmungen aufweisen oder aus einzelnen Stützen o.ä. bestehen.
An die Wand 114' ist mindestens ein elastischer Arm 116' angeformt. In der in Fig. 14 gezeigten konkreten Konfiguration sind drei elastische Arme 116' vorgesehen, es können aber alternativ auch weniger oder mehr als drei elastische Arme 116' vorgesehen sein. Die elastischen Arme 116' federn in radialer Richtung, d.h. sie werden ausgelenkt, wenn Kräfte mit einer radialen Komponente in Richtung zur Wand auf die Arme 116' einwirken. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, dass die elastischen Arme 116' als Flachfedern ausgebildet sind, die sich nicht bzw. nicht nur in radialer Richtung erstrecken. In der in Fig. 14 gezeigten konkreten Konfiguration sind die elastischen Arme 116' als gekrümmte Flachfedern ausgebildet. Alternativ sind auch gerade elastische Arme möglich.
Die elastischen Arme 116' stellen eine elastische Struktur bereit. Ein elastischer Arm 116' kann optional in einem ersten Abschnitt ein erstes elastisches Element 116a' und in einem zweiten Abschnitt 116b' ein zweites elastisches Element 116b' ausbilden.
Die Breite oder Höhe der elastischen Arme 116', d.h. ihre Abmessung in senkrechter Richtung, ist so gewählt, dass die elastischen Arme 116' in der Verjüngung 232 des Halses 23 des Vials 2 einrasten können. In anderen Worten dienen die obere Schmalseite 117' und die untere Schmalseite 118' der elastischen Arme 116' als Einraststruktur. Die untere Schmalseite 118' ist dabei bevorzugt so geformt, dass der elastische Arm 116' beim Einführen des Halses 23 des Vials 2 an dessen oberen Abschnitt 231 gleitet und radial nach außen gedrückt wird, sodass das Vial 2 und der Adapter T so relativ zueinander bewegt werden können, dass der elastische Arm 116' schließlich einrastet.
In Fig. 15 sind die Kopplungsvorrichtung 11' gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung und ein Vial in einer perspektivischen Ansicht von der Seite dargestellt. Die relative Bewegung zum Verbinden von Adapter T und Vial 2 ist durch einen Pfeil gekennzeichnet. Der in der Ansicht vordere Teil der Wand 114' ist in Fig. 15 nicht dargestellt, sodass die elastischen Arme 116' sichtbar sind. Dabei ist die für das Gleiten am oberen Abschnitt 231 des Halses 23 des Vials 2 ausgebildete untere Schmalseite 118' beispielhaft so geformt, dass ein Bereich des elastischen Arms 116'
eine zum Inneren der Kopplungsvorrichtung 11' hin abnehmende Breite aufweist, d.h. der elastische Arm 116' weist eine sich zum freien Ende des elastischen Arms 116' verjüngende Form auf.
In Fig. 16 A ist ein Adapter 1' mit einer Kopplungsvorrichtung 11' gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel in einem Zustand, in dem er mit einem Vial 2 einer ersten Größe verbunden ist, dargestellt. In der rechten Darstellung der Fig. 16 A ist zu erkennen, dass die elastischen Arme 116' in der Verjüngung 232 des Halses 23 des Vials 2 eingerastet sind. Der Vial-Anschuss 12 stellt eine Fluidverbindung zum Inneren des Vials dar, indem er dessen Verschluss (in der Figur beispielhaft als Injektionsstopfen dargestellt) durchdringt. In der linken Darstellung der Fig. 16 A ist die Kopplungsvorrichtung 11' im Querschnitt dargestellt, wobei die konzentrischen Kreise den Durchmesser des oberen Abschnitts 231 (äußerer Kreis), den kleinsten Durchmesser in der Verjüngung 232 (mittlerer Kreis) und die Öffnung des Vials (kleiner Kreis) symbolisieren.
In Fig. 16 B ist derselbe Adapter 1' in einem Zustand, in dem er mit einem Vial 2 einer zweiten Größe verbunden ist, dargestellt. Das Vial der zweiten Größe weist dabei einen größeren Halsdurchmesser auf. Im Vergleich zu Fig. 16 A ist erkennbar, dass die elastischen Arme 116', die wiederum in der Verjüngung 232 einrasten, stärker ausgelenkt bzw. verformt sind.
Auf die beschriebene Weise wird die Anpassung der Kopplungsvorrichtung 11' und damit des Adapters 1' an Vials 2 mit verschiedenen Halsdurchmessern erreicht. Der Bereich der verschiedenen Halsdurchmesser, an die eine Anpassung möglich ist, kann dabei alle üblichen Halsdurchmesser (typischerweise 13 bis 32 mm) umfassen. Dies hat den Vorteil, dass ein Adapter 1' für alle Vials verwendet werden kann.
Es ist aber wie zum ersten Ausführungsbespiel beschreiben auch möglich, die Anpassbarkeit nur für einen kleineren Bereich von Halsdurchmessern bereitzustellen, beispielsweise so, dass ein Adapter 1' für die Halsdurchmesser von 13 bis 20 mm geeignet ist, während für größere Halsdurchmesser mindestens ein weiterer Adapter
erforderlich ist, der wiederum an verschiedene Halsdurchmesser anpassbar sein kann.
Beispielhaft sind in Fig. 17 A und 17 B zwei Größen der Kopplungsvorrichtung 11' im Querschnitt gezeigt, wobei die in Fig. 17 A dargestellte Größe für Vials 2 mit einem Halsdurchmesser von 13 bis 20 mm und die in Fig. 17 B dargestellte Größe für Vials 2 mit einem Halsdurchmesser von 28 bis 32 mm geeignet ist. Diese Durchmesser sind in den Figuren 17 A und 17 B in Form konzentrischer Kreise eingezeichnet. Die in den Figuren 17 A und 17 B dargestellte Kopplungsvorrichtung 11' ist nicht mit einem Vial 2 verbunden, sodass sich die die Arme 116' in ihrer Ruhelage befinden.
Wie zum ersten Ausführungsbeispiel beschrieben, kann es zur Verringerung des Restvolumens zweckmäßig sein, für kleinere Vials 2 (z.B. 13 bis 20 mm) und größere Vials 2 (z.B. 28 bis 32 mm) verschiedene Ausgestaltungen der Kopplungsvorrichtung 11' des Adapters 1' bereitzustellen, um zu verhindern, dass der Hohldorn 12 oder eine entsprechende Stechvorrichtung im Fall kleinerer Vials 2 weiter in dessen Inneres ragt als erforderlich. Dies wird beispielsweise dadurch erreicht, dass bei gleicher Länge des Hohldoms 12 die Höhe h4, h5 des Bereichs der Wand 114', der oberhalb der elastischen Arme 116' liegt, im Fall einer Kopplungsvorrichtung 11' für kleinere Vials 2 geringer (h4) gewählt wird als im Fall eines Adapters 1' für größere Vials 2 (h5). Dies ist in Form der Gegenüberstellung der Figuren 18 A und 18 B gezeigt.
In Fig. 19 ist ein Adapter 1 " mit einer Kopplungsvorrichtung 11 " gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt.
Komponenten, die eine zu entsprechenden Komponenten gemäß erstem, zweiten und drittem Ausführungsbeispiel analoge Funktion haben, sind mit demselben Bezugszeichen gekennzeichnet, welches mit einem Doppelhochkomma (") versehen ist.
Die Kopplungsvorrichtung 11" gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel weist Schnapphaken 111" auf, welche am freien Ende von Kragarmen 112" angeordnet sind. Die Kragarme 112" stellen dabei die elastische Struktur zum Anpassen der
Kopplungsvorrichtung 11" an unterschiedliche Größen des Vials bereit, d.h. sie sind entsprechend elastisch verformbar. Ein Kragarm 112" kann optional in einem ersten Abschnitt ein erstes elastisches Element und in einem zweiten Abschnitt ein zweites elastisches Element ausbilden.
In Fig. 20 A ist der Adapter 1 ' in einem Zustand, in dem er mit einem Vial 2 einer ersten Größe verbunden ist, dargestellt. In Fig. 20 B ist derselbe Adapter 1 ' in einem Zustand, in dem er mit einem Vial 2 einer zweiten Größe verbunden ist, dargestellt. Das Vial 2 der zweiten Größe weist dabei einen größeren Halsdurchmesser auf. Im Vergleich zu Fig. 20 A ist erkennbar, dass die elastischen Arme Kragarme 112" stärker ausgelenkt bzw. verformt sind.
Auf die beschriebene Weise wird die Anpassung der Kopplungsvorrichtung 11" und damit des Adapters 1" an Vials 2 mit verschiedenen Halsdurchmessern erreicht. Der Bereich der verschiedenen Halsdurchmesser, an die eine Anpassung möglich ist, kann dabei alle üblichen Halsdurchmesser (typischerweise 13 bis 32 mm) umfassen. Dies hat den Vorteil, dass ein Adapter 1" für alle Vials verwendet werden kann.
Es ist aber wie zum ersten und dritten Ausführungsbespiel beschreiben auch möglich, die Anpassbarkeit nur für einen kleineren Bereich von Halsdurchmessern bereitzustellen, beispielsweise so, dass ein Adapter 1" für die Halsdurchmesser von 13 bis 20 mm geeignet ist, während für größere Halsdurchmesser mindestens ein weiterer Adapter erforderlich ist, der wiederum an verschiedene Halsdurchmesser anpassbar sein kann.
In den Figuren 19, 20 A und 20 B ist beispielhaft eine Kopplungsvorrichtung 11" mit fünf Kragarmen 112" dargestellt. Es können aber auch mehr oder weniger als fünf Kragarme 112" vorgesehen sein.
Mit den verschiedenen Ausführungsbeispielen der erfindungsgemäßen Kopplungsvorrichtung ergeben sich verschiedene Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Adapters 1 , 1 ', 1".
Der Adapter 1 , T, 1" gemäß den obenstehend dargestellten Ausführungsbeispielen weist einen Hohldorn 12 als Vial-Anschluss auf. Der Hohldom 12 dient dazu, mit seiner Spitze 121 durch das Septum 24 (oder durch einen alternativen durchstechbaren Vial-Verschluss) gestochen zu werden, sodass die an der Spitze 121 gelegene Öffnung des im Inneren des Hohldorns 12 angeordneten Fluidkanals in das Innere des Vials 2 ragt.
Es ist möglich, dass der Hohldorn 12 einen oder mehrere weitere Fluidkanäle aufweist. Ein weiterer Fluidkanal kann beispielsweise der Belüftung des Vials 2 zum Druckausgleich bei der Entnahme von Flüssigkeit dienen.
Der Adapter 1 , T, 1 " weist ferner einen Fluidanschluss 13 auf, welcher ausgebildet ist, eine Fluidverbindung zwischen einer Fluidvorrichtung (nicht Bestandteil des Adapters 1 , 1 ', 1" und in den Figuren nicht dargestellt) und dem Adapter 1 , 1 ', 1" bereitzustellen, sodass eine Fluidverbindung zwischen dem Innenraum des mit dem Adapter 1 , 1 ', 1" verbundenen Vials 2 und der Fluidvorrichtung bereitgestellt ist.
Der Fluidanschluss 13 weist mindestens einen Port 131 auf, der mit dem Vial- Anschluss 12 in Fluidverbindung steht, sodass ein Fluid, beispielsweise eine Flüssigkeit, aus dem Inneren des Vials 2 zum Port 131 fließen kann. Ein Port 131 stellt eine Anschlussstelle für eine Fluidvorrichtung bereit, um eine Fluidverbindung zwischen dem Innenraum des mit dem Adapter 1 , 1 ', 1" verbundenen Vials 2 und der Fluidvorrichtung bereitzustellen. Mittels der Fluidvorrichtung kann dem Inneren des Vials 2 Fluid entnommen oder zugeführt werden. Als Fluidvorrichtung kann beispielsweise fungieren: eine Injektionsspritze ohne aufgesetzte Injektionsnadel, eine Injektionsspritze mit aufgesetzter Injektionsnadel, ein anderes Fluidbehältnis, ein Schlauchanschluss etc.
In den in den Figuren 5, 6, 16 und 19 gezeigten Ausführungsbeispielen weist der Fluidanschluss 13 einen Port 131 auf, nämlich einen Port 131 in Form eines weiblichen Luer-Konus.
In anderen, nicht in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen weist der Fluidanschluss 13 mehr als einen Port auf.
Optional kann der Fluidanschluss 13 eine Druckausgleichsvorrichtung 132 aufweisen, die in den Figuren 5 und 6 gezeigt ist. Dabei ist die Druckausgleichsvorrichtung 132 bevorzugt so ausgebildet, dass keine möglicherweise schädlichen Substanzen durch die Druckausgleichsvorrichtung 132 aus dem Fluidsystem in die Umgebung gelangen können. Dies ist beispielsweise durch eine Filtervorrichtung realisiert.
Optional kann der Fluidanschluss 13 einen Flüssigkeitsfilter 122 und/oder einen Belüftungsfilter 133 aufweisen, wie in den Figuren 5 und 6 gezeigt ist.
Der Adapter 1 , T, 1" kann neben den genannten Komponenten noch weitere Komponenten umfassen, beispielsweise eine Abdeckung für einen Port 131 des Fluidanschlusses 13.
In den in den Figuren 5, 6, 16 und 19 gezeigten Ausführungsbeispielen sind der Vial- Anschluss 12 und der Fluidanschluss 13 miteinander verbunden, beispielsweise durch Kleben und/oder Schweißen, insbesondere Ultraschall-Schweißen. In anderen Ausführungsbeispielen sind der Vial-Anschluss 12 und der Fluidanschluss 13 einstückig gebildet.
Der Vial-Anschluss 12 und der Fluidanschluss 13 können beispielsweise gemeinsam in Form eines Entnahmespikes ausgebildet sein. Ein typischer Entnahmespike für ein medizinisches Fluidtransfersystem zum Entnehmen medizinischer Flüssigkeiten aus medizinischen Behältern wie Vials weist üblicherweise einen Hohldorn zum Durchstechen eines Septums oder Stopfens auf, der einen Flüssigkeitskanal und einen Belüftungskanal umfasst. Der Belüftungskanal kann dabei in einen optionalen Belüftungsfilter münden. Der Flüssigkeitskanal kann dabei in einen optionalen Flüssigkeitsfilter münden. Ein Beispiel eines bevorzugten Entnahmespikes ist in EP 1 192 927 A2 beschrieben und gezeigt.
In den in den Figuren 5, 6, 16 und 19 gezeigten Ausführungsbeispielen sind die Kopplungsvorrichtung 11 und die Einheit aus Vial-Anschluss 12 und Fluidanschluss 13 miteinander verbunden, beispielsweise durch Kleben und/oder Schweißen, insbesondere Ultraschall-Schweißen.
In anderen, nicht in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen ist die Kopplungsvorrichtung 11 einstückig mit dem Vial-Anschlusses 12 oder dem Fluidanschluss 13 gebildet und die dritte der genannten Komponenten ist damit verbunden, beispielsweise durch Kleben und/oder Schweißen, insbesondere Ultraschall-Schweißen.
In anderen, nicht in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispielen sind alle drei Komponenten, also Kopplungsvorrichtung 11 , Vial-Anschlusses 12 und Fluidanschluss 13 einstückig gebildet.
Bevorzugt umfassen die Bestandteile des Adapters der oben beschriebenen und weiterer Ausführungsbeispiele einen Kunststoff, mehr bevorzugt sind sie im Wesentlichen oder zur Gänze aus Kunststoff gefertigt.
Insbesondere bevorzugt ist es dabei, dass die Kopplungsvorrichtung 11 , 11', 11" Kunststoff umfasst, vorzugsweise im Wesentlichen oder zur Gänze aus Kunststoff gefertigt ist, da auf diese Weise die geforderten elastischen Eigenschaften auf einfache Weise bereitgestellt werden können.
Es ist dabei ferner bevorzugt, dass zumindest die Kopplungsvorrichtung 11 als einstückiges Element hergestellt ist, weiter bevorzugt durch Spritzgießen eines Kunststoffmatenals.
In den oben beschriebenen und weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung ist die Kopplungsvorrichtung 11 , 11', 11" bevorzugt so ausgebildet, dass der Adapter mit einem Vial 2 entsprechend der Norm ISO 8362-1 oder der Norm ISO 8536-1 verbunden werden werden kann.
Dabei ist die Kopplungsvorrichtung 11 , 11', 11" durch die elastische Struktur weiter bevorzugt an mindestens zwei der aus der aus 13 mm, 20 mm, 28 mm und 32 mm gebildeten Gruppe verschiedener Durchmesser des Vials anpassbar, insbesondere an die Durchmesser 13 mm und 20 mm oder an die Durchmesser 28 mm und 32 mm.
In den oben beschriebenen und weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung ist die Kopplungsvorrichtung ausgebildet, den Adapter irreversibel mit dem Vial zu verbinden.
Die Anpassung kann dabei erfindungsgemäß vorzugsweise kontinuierlich erfolgen, d.h. die Kopplungsvorrichtung ist nicht nur für Vials mit den konkret genannten Durchmessern geeignet, sondern für alle Durchmesser eines Bereichs, der die konkret genannten Werte enthält, beispielsweise 10 mm bis 35 mm oder 10 mm bis 23 mm oder 27 mm bis 33 mm.
Das erfindungsgemäße Set umfasst einen ersten Adapter gemäß einem oben beschriebenen oder einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung und einen zweiten Adapter für ein Vial für eine medizinische Flüssigkeit.
Der erste und der zweite Adapter sind für unterschiedliche Größen bzw. Größenbereiche der Vials ausgebildet, d.h. der zweite Adapter ist zumindest auch für Vial-Größen geeignet, an die die Kopplungsvorrichtung des ersten Adapters nicht angepasst werden kann.
Bevorzugt ist auch der zweite Adapter ein Adapter gemäß einem oben beschriebenen oder einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die unterschiedlichen Größen des Vials, an die die Kopplungsvorrichtung des zweiten Adapters in diesem Fall anpassbar ist, sind zumindest teilweise von den unterschiedlichen Größen des Vials, an die die Kopplungsvorrichtung des ersten Adapters anpassbar ist, verschieden.
Das erfindungsgemäße System umfasst einen Adapter gemäß einem oben beschriebenen oder einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung oder ein
erfindungsgemäßes Set mit mehreren Adaptern sowie eine Fluidvorrichtung. Das erfindungsgemäße System bietet beispielsweise den Vorteil, dass zu einer Fluidvorrichtung, beispielsweise einer Injektionsspritze, ein für diese geeigneter Adapter bereitgestellt wird, der für Vials verschiedener Größen verwendet werden kann.