Dichtprofil und Trockenbauwand
Die Erfindung betrifft ein Dichtprofil für eine Randfuge, die zwischen einem Boden und einer angrenzenden Beplankung einer Trockenbauwand gebildet ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Trockenbauwand mit einem derartigen Dichtprofil.
Randfugen, insbesondere Bodenfugen, werden ausgeführt, um eine Schallentkopplung der Trockenbauwand von angrenzenden Wänden, Decken oder Böden, insbesondere Fußböden, sicherzustellen.
Die Wandflächen der Trockenbauwände werden durch Beplankungsteile wie Gipsplatten gebildet, die häufig vor Feuchtigkeit geschützt werden müssen. Die Randfugen bilden daher auch eine Barriere, die die Beplankungsteile vor aufsteigender Nässe beispielsweise bei einem Rohrbruch schützt.
Die Randfugen werden üblicherweise mit einer Dichtmasse ausgespritzt, um einen Schall- und Brandschutzfunktion bereitzustellen sowie die Fuge gegen Luft und Gerüche abzudichten.
Dichtmassen haben den Nachteil, dass die Applikation zeitaufwändig sowie wenig ergonomisch ist. Ferner können Dichtmassen in der Regel nur bei Temperaturen von mindestens 5 °C zuverlässig verwendet werden und der Untergrund muss trocken sein. Auch die Inspektion ist nicht einfach, da beispielsweise die Einbautiefe nicht zerstörungsfrei überprüft werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Dichtprofil für eine Randfuge einer Trockenbauwand bereitzustellen, die eine einfache Montage des Dichtprofils und eine wirkungsvolle Abdichtung der Randfuge gewährleistet.
Zur Lösung der Aufgabe ist ein Dichtprofil für eine Randfuge vorgesehen, die zwischen einem Boden und einer angrenzenden Beplankung einer Trockenbauwand gebildet ist. Das Dichtprofil umfasst einen Grundkörper zum Abdichten der Randfuge, der einen plankennahen oberen Abschnitt mit einer Oberseite, die eine Auflage für die Beplankung bildet, und einen
entgegengesetzten Bodenabschnitt hat, und einen seitlichen zum Grundkörper verlaufenden Befestigungsabschnitt zur Befestigung des Dichtprofils an einer seitlichen Halteschiene der Trockenbauwand, demur überden Bodenabschnitt mit dem Grundkörper fest verbunden ist. Der Grundkörper hat dabei eine dem Befestigungsabschnitt unmittelbar gegenüberliegende Seitenfläche, die nicht mit dem gegenüberliegenden Bereich des Befestigungsabschnitts verbunden ist. Im Sinne der Erfindung ist die seitliche Halteschiene eine am Boden verlaufende Halteschiene der Trockenbauwand, die seitlich zum Dichtprofil bzw. benachbart zur Randfuge verläuft.
Es wurde erfindungsgemäß erkannt, dass mit einem derart gestalteten Dichtprofil Randfugen mit unterschiedlichen Fugenbreiten besonders zuverlässig abdichtet werden können. Insbesondere bei einer top-down Installation, d.h. einer Installation der Trockenbauwand, bei der die Beplankung in mehreren Teilen von der Decke schrittweise nach unten zum Boden montiert wird, kann die Fugenbreite der Bodenfugen von einem festgelegten Standardwert stark abweichen. Indem der obere Abschnitt des Grundkörpers seitlich nicht am Befestigungsabschnitt befestigt oder mit diesem fest verbunden ist, kann der obere Abschnitt besonders stark in vertikaler Richtung elastisch verformt bzw. zusammengedrückt werden. Hierdurch passt sich das Dichtprofil im eingebauten Zustand über einen besonders großen vertikalen Bereich an die Fugenbreite der Randfuge an und dichtet diese somit wirkungsvoll ab. Der Befestigungsabschnitt gewährleistet ferner eine definierte und zuverlässige Befestigung des Dichtprofils an der Halteschiene, so dass die Montage mit geringem Aufwand erfolgen kann.
Es kann hierbei vorgesehen sein, dass der obere Abschnitt ausschließlich mit dem Bodenabschnitt fest verbunden ist. Aufgrund dieser Gestaltung sind die anderen Seiten des oberen Abschnitts frei, d.h. nicht an einem anderen Abschnitt des Dichtprofils befestigt, wodurch der obere Abschnitt mit besonders geringem Widerstand vertikal elastisch verformt werden kann. Insbesondere wird der obere Abschnitt dabei nicht wesentlich von seitlich benachbarten Abschnitten behindert.
Gemäß einer Ausführungsform bildet der Befestigungsabschnitt einen Dichtsteg, der im montierten Zustand eine seitliche Anlagefläche für die Beplankung ist und dazu eingerichtet ist, einen Spalt zwischen der Halteschiene der Trockenbauwand und der Beplankung abzudichten. Auf diese Weise stellt das
Dichtprofil eine besonders wirkungsvolle Abdichtung der Randfuge bereit. Der Dichtsteg trennt dabei die Beplankung von dem schmalen Zwischenraum, der zwischen der Halteschiene und dem Befestigungsabschnitt im montierten Zustand gebildet ist, so dass die Beplankung zuverlässig gegen Nässe geschützt ist, selbst wenn diese aufgrund des Kapillareffekts in dem Zwischenraum aufsteigen sollte.
Hierbei kann vorgesehen sein, dass sich der Dichtsteg im nicht montierten und unbelasteten Zustand vertikal über das Niveau der Oberseite des oberen Abschnitts hinaus erstreckt. Somit ist der Dichtsteg besonders lang in vertikaler Richtung ausgeführt und gewährleistet, dass die Beplankung trotz Kapillareffekt zuverlässig vor im Zwischenraum aufsteigender Nässe geschützt ist.
In einer alternativen Ausführungsform endet der Dichtsteg im nicht montierten und unbelasteten Zustand auf Höhe der Oberseite des oberen Abschnitts. Somit schließt der Dichtsteg plan mit der Oberseite des oberen Abschnitts ab und bildet zusammen mit diesem eine ebene Seite des Dichtprofils. Diese Gestaltung bietet Vorteile bei der Weiterverarbeitung und der Verpackung des Dichtprofils sowie in der Logistik.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Grundkörper oder der obere Abschnitt ein Hohlprofil mit zumindest einem Hohlraum. Auf diese Weise kann der Grundkörper besonders flexibel gestaltet sein, so dass sich das Dichtprofil wirkungsvoll an unterschiedliche Fugenbreiten anpasst.
Das Dichtprofil kann ein an dem Befestigungsabschnitt angebrachtes Befestigungselement aufweisen, wodurch die Montage weiter vereinfacht wird.
In einer Ausführungsform ist der Bodenabschnitt mit dem oberen Abschnitt einstückig ausgebildet. Aufgrund dieser integralen Gestaltung ist der Grundkörper mit geringem Aufwand herstellbar und gewährleistet besonders zuverlässig eine wirkungsvolle Abdichtung der Randfuge.
Ferner kann vorgesehen sein, dass der Bodenabschnitt einstückig in den Befestigungsabschnitt übergeht, so dass diese beiden Abschnitte besonders definiert und stabil zueinander ausgebildet sein können.
In einer weiteren Ausführungsform sind der Befestigungsabschnitt und der Grundkörper insgesamt einteilig ausgebildet. Insbesondere ist dabei der obere
Abschnitt vom Befestigungsabschnitt durch einen Einschnitt oder Spalt getrennt. Auf diese Weise ist das Dichtprofil besonders effizient herstellbar.
In einer alternativen Ausführungsform ist der Befestigungsabschnitt aus einem anderen Material als der obere Abschnitt und/oder der Bodenabschnitt ausgebildet, wodurch die Abschnitte entsprechend unterschiedlichen Anforderungen ausgebildet sein können, insbesondere in Bezug auf Festigkeit und Elastizität.
Hierbei kann der Befestigungsabschnitt einstückig zusammen mit dem Bodenabschnitt ausgebildet sein und mit diesem zusammen einen L-förmigen Querschnitt bilden. Ferner ist hierbei auf dem Bodenabschnitt der obere Abschnitt befestigt. Aufgrund des L-förmigen Querschnitts bilden der Befestigungsabschnitt mit dem Bodenabschnitt einen Winkel, der zuverlässig eine definierte Ausrichtung des Dichtprofils in der Randfuge sicherstellt.
Ferner kann der obere Abschnitt vom Befestigungsabschnitt durch einen Spalt getrennt sein. Der Spalt stellt hierbei Raum bereit, in den sich der obere Abschnitt beim Verformen ausdehnen und somit wirkungsvoller an die Fugenbreite der Randfuge anpassen kann.
Gemäß einer Ausführungsform ist der obere Abschnitt aus einem offenzelligen Schaumstoff gebildet, der besonders flexibel ist.
Zusätzlich oder alternativ kann der Bodenabschnitt und/oder der Befestigungsabschnitt aus einem Kunststoff oder einem geschlossenzelligen Schaumstoff gebildet sein, um eine hohe Festigkeit und/oder Widerstandsfähigkeit bereitzustellen.
Erfindungsgemäß ist zur Lösung der oben genannten Aufgabe auch eine Trockenbauwand mit einem erfindungsgemäßen Dichtprofil, einer Halteschiene und einer Beplankung vorgesehen, die eine Wandfläche der Trockenbauwand bildet. Die Beplankung liegt hierbei mit ihrer Umfangsseite an der Auflage des oberen Abschnitts an.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung sowie aus den beigefügten Zeichnungen. In diesen zeigen:
- Figur 1 in einer schematischen Schnittdarstellung eine erfindungsgemäße Trockenbauwand mit einem erfindungsgemäßen Dichtprofil im montierten Zustand,
- Figur 2 in einer schematischen Schnittdarstellung das Dichtprofil aus
Figur 1 im nicht montierten Zustand,
- Figuren 3 bis 5 jeweils in einer schematischen Schnittdarstellung weitere Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Dichtprofilen im nicht montierten Zustand, und
- Figuren 6 und 7 jeweils in einer schematischen Schnittdarstellung weitere Ausführungsformen von Dichtprofilen im nicht montierten Zustand, die nicht unter den Schutz der Ansprüche fallen, aber eine eigene Erfindung darstellen.
In Figur 1 ist eine Trockenbauwand 10 mit einer Beplankung 12 (Gipswand) und einer Halteschiene 14, die Teil einer Ständerkonstruktion der Trockenbauwand 10 ist, im Querschnitt gezeigt.
Im vorliegenden Fall ist die Halteschiene 14 ein Bodenprofil, das auf dem Boden 8 fest verankert ist, beispielsweise mittels Dübel.
Die Beplankung 12 ist beabstandet vom Boden 8 an der Ständerkonstruktion angebracht, wodurch eine Randfuge 16 in Form einer Bodenfuge zwischen einer Umfangsseite 18 der Beplankung 12 und dem Boden 8 gebildet ist.
Um die Randfuge 16 abzudichten, weist die Trockenbauwand 10 ferner ein Dichtprofil 20 auf, dessen Aufbau nachfolgend anhand der Figuren 1 und 2 beschrieben ist. Die Figur 1 zeigt hierbei das Dichtprofil 20 im montierten Zustand, wenn die Beplankung 12 auf dem Dichtprofil 20 lastet bzw. dieses in vertikaler Richtung V komprimiert, während die Figur 2 das Dichtprofil 20 im nicht montierten und unbelasteten Zustand zeigt.
Das Dichtprofil 20 hat einen Grundkörper 22, der einen Dichtabschnitt zwischen der Umfangsseite 18 der Beplankung 12 und dem Boden 8 bildet, und einen Befestigungsabschnitt 24, der zwischen dem Grundkörper 22 und der Halteschiene 14 angeordnet ist.
Der Grundkörper 22 hat einen dem Boden 8 zugewandten Bodenabschnitt 26 und einen der Beplankung 12 zugewandten oberen Abschnitt 28.
Der obere Abschnitt 28 hat eine entgegengesetzt zum Bodenabschnitt 26 angeordnete Oberseite 30, an der die Beplankung 12 im montierten Zustand mit der Umfangsseite 18 anliegt, einen dem Bodenabschnitt 26 zugewandte Unterseite 32, über die der obere Abschnitt 28 mit dem Bodenabschnitt 26 fest verbunden ist, eine Seitenfläche 34, die dem Befestigungsabschnitt 24 gegenüberliegt, sowie eine zur Seitenfläche 34 entgegengesetzte Außenseite 36.
Die Seitenfläche 34 ist in der dargestellten Ausführungsform durch einen vertikalen Spalt 38 vom Befestigungsabschnitt 24 getrennt.
In einer alternativen Ausführungsform kann der obere Abschnitt 28 am Befestigungsabschnitt 24 anliegen.
Jedoch ist in allen Ausführungsformen die Seitenfläche 34 von dem ihr gegenüberliegenden Bereich des Befestigungsabschnitts 24 getrennt bzw. nicht fest mit diesem verbunden.
Hierbei erstreckt sich die Seitenfläche 34 über die gesamte vertikale Höhe des oberen Abschnitts sowie über mehr als 80% der vertikalen Höhe des Grundkörpers 22.
Grundsätzlich kann sich die Seitenfläche 34 über einen beliebigen Anteil der vertikalen Höhe des Grundkörpers 22 erstrecken, insbesondere über mehr als 50%.
Der Bodenabschnitt 26 erstreckt sich in horizontaler Richtung H bis zum Befestigungsabschnitt 24 sowie über die gesamte Unterseite 32 des oberen Abschnitts 28, so dass der obere Abschnitt 28 ausschließlich über seine Unterseite 32 sowie nur am Bodenabschnitt 26 befestigt ist. Somit sind die Oberseite 30, die Seitenfläche 34 und die Außenseite 36 frei, d.h. mit keinem anderen Teil des Dichtprofils 20 fest verbunden.
Der Befestigungsabschnitt 24 ist in der dargestellten Ausführungsform mit dem Bodenabschnitt 26 einstückig zu einem L-förmigen Profil ausgebildet.
Der Befestigungsabschnitt 24 und der Bodenabschnitt 26 bestehen hierbei aus einem Kunststoff, beispielsweise EPDM, PVC, Moosgummi, thermoplastisches Elastomer oder Silikon.
In einer alternativen Ausführungsform kann der Befestigungsabschnitt 24 und/oder der Bodenabschnitt 26 aus einem geschlossenzelligem Schaumstoff gebildet sein.
Der obere Abschnitt 28 besteht aus einem offenzelligen Schaumstoff, beispielsweise einem Schaumstoff auf PE, XPE oder EPDM Basis.
Das Dichtprofil 20 ist in einer Ausführungsform ein extrudiertes Profil, das mittels 2-Komponenten-Extrusion hergestellt ist.
Selbstverständlich können der Befestigungsabschnitt 24, der Bodenabschnitt 26 und der obere Abschnitt 28 jeweils aus einem beliebigen Material gebildet sein.
Grundsätzlich kann der Bodenabschnitt 26 mit dem Befestigungsabschnitt 24 und/oder dem oberen Abschnitt 28 einstückig ausgebildet sein.
Zur Befestigung des Dichtprofils 20 an der Halteschiene 14, weist das Dichtprofil 20 ein Befestigungselement 40 auf, das am Befestigungsabschnitt 24 auf der dem Grundkörper 22 entgegengesetzten Seite angebracht ist.
Das Befestigungselement 40 ist beispielsweise ein doppelseitiges Klebeband mit Abdeckpapier, das den Klebstoffstreifen des Klebebands bis zur Montage schützt und vor der Montage abgezogen wird.
Der Grundkörper 22 ist somit über den Befestigungsabschnitt 24 an der Halteschiene 14 befestigt.
Der Befestigungsabschnitt 24 erstreckt sich in vertikaler Richtung V bis zu einem vom Boden abgewandten Ende 42, das im nicht montierten Zustand (siehe Figur 2) auf derselben vertikalen Höhe endet wie die Oberseite 30 des oberen Abschnitts 28.
Im montierten Zustand (siehe Figur 1) bildet der Befestigungsabschnitt 24 einen Dichtsteg 44, der sich in vertikaler Richtung V in einen Spalt 46 erstreckt, der zwischen der Halteschiene 14 und dem an die Umfangsseite 18 angrenzenden Rand 48 der innenliegenden Stirnseite 50 der Beplankung 12 gebildet ist.
Die Beplankung 12 liegt hierbei über ihren Rand 48 an dem Dichtsteg 44 an, wodurch der Spalt 46 abgedichtet ist.
Ferner schützt der Dichtsteg 44 die Beplankung 12 vor Nässe, die in dem Zwischenraum 52 zwischen dem Befestigungsabschnitt 24 und der Halteschiene 14 aufgrund von Kapillareffekten aufsteigen könnte, wenn der Boden 8 beispielsweise mit einem Wasserfilm bedeckt ist.
Um die Randfuge 16 mit dem Dichtprofil 20 zuverlässig abzudichten, wird bei der Montage der Trockenbauwand 10 das Dichtprofil 20 mittels des Befestigungselements 40 an der Halteschiene 14 befestigt, die vorzugsweise vor diesem Schritt am Boden 8 verankert wird.
Das Dichtprofil 20 ist so gestaltet, dass es die Montage von vertikalen Ständern der Ständerkonstruktion der Trockenbauwand 10 nicht behindert. Das bedeutet, dass die vertikalen Ständer gegebenenfalls auch installiert werden können, nachdem das Dichtprofil 20 an der Halteschiene 14 angebracht wurde. Generell wird jedoch das Dichtprofil 20 nach der Befestigung der vertikalen Ständer an der Halteschiene angebracht.
Nun wird die Beplankung 12 mit ihrer Umfangsseite 18 auf die Oberseite 30 des oberen Abschnitts 28 aufgestellt, so dass der Rand 48 der Stirnseite 50 am Dichtsteg 44 anliegt und der Grundkörper 22 gegen den Boden 8 gedrückt wird und anschließend an der Ständerkonstruktion befestigt.
Optional kann die Beplankung 12, bevor sie an der Ständerkonstruktion befestigt wird, über einen Hebel, auch „Kicker“ genannt, angehoben werden, der zwischen dem Boden 8 und dem Bodenabschnitt 26 des Dichtprofils 20 angesetzt wird.
Auf diese Weise wird die Beplankung 12 zusammen mit dem Grundkörper 22 angehoben, so dass die Beplankung 12 auf einer vorgesehenen Höhe befestigt werden kann, insbesondere bei einer top-down Montage der Trockenbauwand 10.
Der Bodenabschnitt 26 bildet dabei den Angriffspunkt für den Hebel und ist vorzugsweise entsprechend robust ausgebildet, um den vergleichsweise weichen oberen Abschnitt 28 zu schützen.
Dadurch, dass der obere Abschnitt 28 an der Seitenfläche 34 und der Außenseite 36 nicht befestigt ist, ist der obere Abschnitt 28 in vertikaler Richtung V besonders gut elastisch verformbar, wodurch seine vertikale Höhe über einen besonders großen Bereich variieren kann, je nach Belastung.
Auf diese Weise dichtet das Dichtprofil 20 die Randfuge 16 zuverlässig ab, solange die Fugenbreite innerhalb des vergleichsweise breiten Bereichs liegt, für den das Dichtprofil 20 vorgesehen ist.
Der Bereich, für den das Dichtprofil 20 vorgesehen ist, beträgt dabei insbesondere %“ (0,635cm) bis %“ (1 ,905cm). Das bedeutet, der Grundkörper 22 ist dazu eingerichtet, Fugenbreiten von %“ (0,635cm) bis %“ (1 ,905cm) zuverlässig abzudichten und weist hierzu beispielsweise eine vertikale Höhe von mindestens 2cm auf.
Indem die Beplankung 12 bei der Montage auf das Dichtprofil 20 abgestellt wird, gewährleistet ferner das Gewicht der Beplankung 12, dass der Grundkörper 22 dicht am Boden 8 anliegt.
Somit können mittels des Dichtprofils 20 Randfugen 16 besonders wirkungsvoll abgedichtet werden, selbst wenn die Fugenbreite nicht auf einen kleinen Bereich begrenzt ist, wie dies beispielsweise bei einer top-down Montage der Fall ist.
Anhand der Figur 3 wird nun ein Dichtprofil 20 gemäß einer weiteren Ausführungsform beschrieben. Für die Bauteile, die von der obigen Ausführungsform bekannt sind, werden dieselben Bezugszeichen verwendet und es wird insoweit auf die vorangegangenen Erläuterungen verwiesen.
Im Unterschied zur in der Figur 2 gezeigten Ausführungsform erstreckt sich der Dichtsteg 44 im unbelasteten Zustand des Dichtprofils 20 in vertikaler Richtung V über die Oberseite 30 des oberen Abschnitts 28 hinaus. Das heißt, das Ende 42 endet auf einer vertikalen Höhe, die über der Oberseite 30 des oberen Abschnitts 28 liegt.
Anhand der Figur 4 wird nun ein Dichtprofil 20 gemäß einer weiteren Ausführungsform beschrieben. Für die Bauteile, die von der obigen Ausführungsform bekannt sind, werden dieselben Bezugszeichen verwendet und es wird insoweit auf die vorangegangenen Erläuterungen verwiesen.
lm Unterschied zur in der Figur 2 gezeigten Ausführungsform ist der Bodenabschnitt 26 mit dem oberen Abschnitt 28 anstelle des Befestigungsabschnitts 24 einstückig ausgebildet und besteht entsprechend aus dem gleichen Material wie der obere Abschnitt 28.
Der Grundkörper 22 ist über den Bodenabschnitt 26 an dem Befestigungsabschnitt 24 angebracht, beispielsweise durch Anspritzen oder mittels einer Klebstoffverbindung.
Ferner ist der Grundkörper 22 in dieser Ausführungsform als Hohlprofil mit einem Hohlraum 54 gestaltet, wodurch das Dichtprofil 20 materialeffizient hergestellt werden kann und der Grundkörper 22 besonders flexibel ist.
Der Hohlraum 54 ist hierbei im oberen Abschnitt 28 angeordnet.
Selbstverständlich kann der Hohlraum 54 in einer alternativen Ausführungsform zusätzlich oder alternativ im Bodenabschnitt 26 angeordnet sein.
Ferner kann der Grundkörper 22 ein Hohlprofil mit mehreren Hohlräumen 54 sein.
Anhand der Figur 5 wird nun ein Dichtprofil 20 gemäß einer weiteren Ausführungsform beschrieben. Für die Bauteile, die von der obigen Ausführungsform bekannt sind, werden dieselben Bezugszeichen verwendet und es wird insoweit auf die vorangegangenen Erläuterungen verwiesen.
Im Unterschied zur in der Figur 3 gezeigten Ausführungsform ist der Bodenabschnitt 26 sowohl mit dem oberen Abschnitt 28 als auch dem Befestigungsabschnitts 24 einstückig ausgebildet.
Hierbei besteht der Befestigungsabschnitts 24 und der Bodenabschnitt 26 aus dem gleichen Material wie der obere Abschnitt 28.
Ferner weist das Dichtprofil 20 keinen vertikalen Spalt 38 zwischen dem oberen Abschnitt 28 und dem Befestigungsabschnitt 24 auf, sondern der obere Abschnitt 28 ist vom Befestigungsabschnitt 24 durch einen vertikalen Einschnitt 56 getrennt. Somit liegt die Seitenfläche 34 zwar an dem Befestigungsabschnitt 24 an, jedoch sind der obere Abschnitt 28 und der Befestigungsabschnitt 24 nicht unmittelbar
miteinander fest verbunden, so dass der obere Abschnitt 28 in vertikaler Richtung unabhängig vom Befestigungsabschnitt 24 verformbar ist.
Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass das Dichtprofil 20 mit besonders geringem Aufwand herstellbar ist.
Anhand der Figur 6 wird nun ein Dichtprofil 20 gemäß einer weiteren Ausführungsform beschrieben. Für die Bauteile, die von der obigen Ausführungsform bekannt sind, werden dieselben Bezugszeichen verwendet und es wird insoweit auf die vorangegangenen Erläuterungen verwiesen.
Im Unterschied zur in der Figur 3 gezeigten Ausführungsform ist der Befestigungsabschnitts 24 mit dem oberen Abschnitt 28 anstelle des Bodenabschnitt 26 einstückig ausgebildet und besteht entsprechend aus dem gleichen Material wie der obere Abschnitt 28. Die Ausführungsform kann gegebenenfalls auch mit einem vertikalen Spalt 38 versehen sein (nicht gezeigt in Figur 6).
Der Bodenabschnitt 26 hat ferner einen Querschnitt mit einem bogenförmigen Abschnitt 58, der sich zum oberen Abschnitt 28 wölbt und somit eine bodenseitige Rille 60 bildet, die einen definierten Angriffspunkt für einen Hebel bei der Montage bereitstellt.
In einer alternativen Ausführungsform kann der obere Abschnitt 28 analog zur in der Figur 5 gezeigten Ausführungsform vom Befestigungsabschnitt 24 zumindest abschnittsweise durch einen vertikalen Einschnitt 56 getrennt sein.
Anhand der Figur 7 wird nun ein Dichtprofil 20 gemäß einer weiteren Ausführungsform beschrieben. Für die Bauteile, die von der obigen Ausführungsform bekannt sind, werden dieselben Bezugszeichen verwendet und es wird insoweit auf die vorangegangenen Erläuterungen verwiesen.
Im Unterschied zur in der Figur 5 gezeigten Ausführungsform erstreckt sich der Befestigungsabschnitts 24 in vertikaler Richtung V nicht bis auf die Höhe der Oberseite 30 des oberen Abschnitts 28 bzw. darüber hinaus, sondern endet bereits auf etwa der halben Höhe des Grundkörpers 22.
Somit weist das Dichtprofil 20 anstelle eines Dichtstegs 44 eine Ausnehmung 62 auf, durch die das Dichtprofil 20 halteschienenseitig bzw. befestigungsseitig ein
Stufenprofil aufweist. Mit anderen Worten bildet der Befestigungsabschnitt 24 halteschienenseitig einen Fortsatz, der sich vom Grundkörper 22, insbesondere vom Bodenabschnitt 26, in horizontaler Richtung H sowie bodenseitig weg erstreckt. Im montierten Zustand ist hierdurch der Zwischenraum 52 auf vertikaler Höhe der Ausnehmung 62 in horizontaler Richtung breiter ausgebildet als auf Höhe des Befestigungsabschnitts 24, so dass der Kapillareffekt auf Höhe der Ausnehmung 62 deutlich reduziert ist. Auf diese Weise ist die Beplankung 12 zuverlässig vor Nässe geschützt, die in dem Zwischenraum 52 aufsteigt. In einer alternativen Ausführungsform kann der obere Abschnitt 28 analog zur in der Figur 5 gezeigten Ausführungsform vom Befestigungsabschnitt 24 zumindest abschnittsweise durch einen vertikalen Einschnitt 56 getrennt sein.
Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsformen beschränkt. Insbesondere können einzelne Merkmale einer Ausführungsform beliebig mit Merkmalen anderer Ausführungsformen kombiniert werden, insbesondere unabhängig von den anderen Merkmalen der entsprechenden Ausführungsformen.