Beschreibung
Aktuator und Verwendung eines Aktuators
Die Erfindung betrifft einen Aktuator, einen Antrieb oder allgemein eine antriebstechnische Baueinheit - im Folgenden zusammenfassend als Aktuator bezeichnet - sowie eine Verwen dung eines Aktuators.
Aktuatoren sind für sich genommen an sich bekannt. Ein Aktua tor setzt ein elektrisches oder elektronisches Signal in eine mechanische Bewegung um und beeinflusst damit ein technisches System oder einen technischen Prozess. Aktuatoren werden auch bei der Gebäudeautomation eingesetzt. Im Kontext der hier vorgeschlagenen Neuerung beeinflusst ein Aktuator zum Bei spiel eine Stellung einer Lüfter- oder Brandschutzklappe, ei ne Position einer Verschattungseinrichtung, eine Stellung von Rauch- oder Wärmeabzügen, eine Stellung eines Ventils für Wasser- oder Gasanwendungen, eine Stellung automatisch öffen barer Fenster oder Oberlichter und so weiter.
Bei heutigen Aktuatoren, insbesondere in der Gebäudeautomati on verwendeten Aktuatoren, ist es üblich, zusätzliche Module zum Beispiel an einem Rohr, insbesondere einem Rohr mit einer Lüfterklappe, oder an nahegelegenen (in Relation zum Anbrin gungsort des Aktuators nahegelegen) Wand- oder Deckenab schnitten anzubringen. Dies ist erst am Montageort, also ei ner jeweiligen Baustelle, möglich. Erst dann/erst dort ist auch eine Verdrahtung zwischen dem Aktuator und dem oder je dem zusätzlichen Modul möglich/sinnvoll . Dies erhöht die Mon tagedauer und eine Suche nach eventuellen Verdrahtungsfehlern ist erst am Montageort möglich. Vermeidbar sind solche Nach teile bisher nur durch eine Integration der Funktion solcher Module in den Aktuator selbst. Dies hat Auswirkungen auf die Baugröße des Aktuators und eine Vergrößerung der Baugröße ist oftmals ungünstig und erschwert die Anbringung des Aktuators. Zudem unterbricht eine solche Funktionsintegration eine oft mals gewünschte Modularität, bei der mit einem Aktuator genau
die erforderlichen Module kombiniert werden können, die auch tatsächlich notwendig sind.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Möglichkeit zur einfachen Anbringung zusätzlicher Module in räumlicher Nähe zu dem Aktuator anzugeben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mittels eines Aktuators, welcher in üblicher Art und Weise ein Gehäuse umfasst, dadurch gelöst, dass das Gehäuse neben einem Flächenab schnitt, welcher zur Anbringung des Aktuators an einer Monta gefläche bestimmt ist (Montageflächengehäuseabschnitt) , zu mindest ein Profil in zumindest einer Oberfläche des Gehäuses aufweist, wobei das oder jedes Profil zur Anbringung einer im Folgenden kurz als Profilschiene bezeichneten Standardprofil schiene bestimmt ist. Die Anbringung der Profilschiene in dem Profil erfolgt in Form einer für sich genommen grundsätzlich an sich bekannten formschlüssigen Aufnahme der Profilschiene in dem Profil/durch das Profil. Das oder jedes Profil zur An bringung/Aufnahme einer Profilschiene ist ein im Folgenden kurz als Profilschienenaufnahmeprofil bezeichnetes Standard profilschienenaufnahmeprofil. Dieses trägt/hält/ fixiert eine an diesem angebrachte Profilschiene; dieses trägt/ält/eine von diesem aufgenommene Profilschiene.
Allgemein gilt bezüglich der bei der Beschreibung der gegen ständlichen Neuerung verwendeten Terminologie, dass eine von dem oder einem Profilschienenaufnahmeprofil aufgenommene Pro filschiene durch diese Aufnahme an dem Profilschienenaufnah meprofil angebracht wird/ist. Insoweit sind die Begriffe „Aufnahme" und „Anbringung" sowie ähnliche Begriffe, wie zum Beispiel „aufnehmen" und „anbringen" und dergleichen, synonym und dies ist bei der weiteren Beschreibung stets mitzulesen.
Geräte, welche mit einer Profilschiene, zum Beispiel einer Hutschiene, verbindbar sind, sind an sich bekannt. Bekannt sind vor allem Geräte, welche an einer Profilschiene aufrast bar sind, wie dies zum Beispiel aus der DE 27 45 531 Al be-
kannt ist. Beispiele für solche Geräte sind Sicherungsautoma ten, Schütze, Motorschutzschalter, Reihenklemmen und so wei ter, aber auch komplexere Geräte wie Umrichter, speicherpro grammierbare Steuerungen und dergleichen. Solche Geräte sind dafür bestimmt, an einer Profilschiene angebracht zu werden. Üblicherweise werden solche Geräte dabei auf die Profilschie ne aufgerastet. Die Profilschiene selbst ist dafür zuvor an einer Montageplatte eines Schaltschranks oder dergleichen an gebracht worden.
Bei der hier vorgeschlagenen Neuerung sind demgegenüber die Verhältnisse umgekehrt. Hier ist es der Aktuator, der dafür bestimmt ist, mittels des zumindest einen Schienenaufnahme profils eine Profilschiene aufzunehmen; an dem Aktuator ist mittels des zumindest einen Schienenaufnahmeprofils eine Pro filschiene anbringbar und bei einer Verwendung eines Aktua tors der hier vorgeschlagenen Art wird an dem Aktuator eine Profilschiene angebracht oder an dem Aktuator werden mehrere Profilschienen angebracht. Die oder jede an dem Aktuator an gebrachte Profilschiene ist dabei nicht anderweitig fixiert und der Aktuator, genauer dessen Gehäuse, fungiert als allei niger Träger der jeweiligen Profilschiene.
Davon unabhängig ist, dass der Aktuator an einer dafür vorge sehenen Montagefläche anbringbar ist und zum Betrieb an einer solchen Montagefläche angebracht wird. Dafür weist der Aktua tor, genauer dessen Gehäuse, den oben bereits erwähnten und zur Unterscheidung als Montageflächengehäuseabschnitt be- zeichneten Gehäuseoberflächenabschnitt auf. Als Montageflä chengehäuseabschnitt fungiert zum Beispiel ein ebener Ab schnitt in der Oberfläche des Aktuatorgehäuses, wenn die zur Anbringung des Aktuators bestimmte Montagefläche selbst eben oder zumindest stückweise eben ist.
Die hier vorgeschlagene Neuerung ist in ihrer allgemeinsten Form entweder dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator in seinem Gehäuse zusätzlich zu dem Montageflächengehäuseab schnitt zumindest ein Profil zur Anbringung an und zur insbe-
sondere formschlüssigen Aufnahme einer Profilschiene in zu mindest einer Oberfläche des Gehäuses aufweist oder dass der Aktuator in seinem Gehäuse zumindest ein Profil zur Anbrin gung an und zur insbesondere formschlüssigen Aufnahme einer Profilschiene in zumindest zwei verschiedenen Oberflächen des Gehäuses aufweist.
Bei der ersten Variante (Montageflächengehäuseabschnitt plus zumindest ein Profil zur Aufnahme einer Profilschiene) ist der Aktuator mittels des Montageflächengehäuseabschnitts an einem Betriebsort anbringbar und mittels des zumindest einen Profils zur Anbringung und zur Aufnahme einer Profilschiene ist zumindest eine Profilschiene am Aktuator, nämlich an des sen Gehäuse, anbringbar. Der Montageflächengehäuseabschnitt kann zum Beispiel ein ebener Oberflächenabschnitt des Gehäu ses sein, aber genauso ein übliches Rastprofil zum Aufrasten an einer Profilschiene umfassen. Bekannte elektrische Geräte wie zum Beispiel Schütze, Motorschutzschalter und dergleichen weisen genau ein Rastprofil zum Aufrasten an einer Profil schiene - also im weitesten Sinne einen Montageflächengehäu seabschnitt - auf (wie dies in der DE 27 45 531 Al gezeigt ist) , aber keinen Montageflächengehäuseabschnitt und zusätz lich zu dem Montageflächengehäuseabschnitt zumindest ein Pro fil oder zumindest ein weiteres Profil zur Anbringung und zur Aufnahme einer Profilschiene.
Bei der zweiten Variante (zumindest ein Profil zur Aufnahme einer Profilschiene in unterschiedlichen Gehäuseoberflächen) ist der Aktuator mittels eines der zumindest zwei Profile an einem Betriebsort an einer dortigen Profilschiene anbringbar und mittels des zumindest einen weiteren Profils ist eine Profilschiene am Aktuator, nämlich an dessen Gehäuse, an bringbar. Diejenige Gehäuseoberfläche, die das Profil auf weist, mit dem der Aktuator am Betriebsort an einer dortigen Profilschiene anbringbar ist, ist der Montageflächengehäuse abschnitt. Bekannte elektrische Geräte wie zum Beispiel
Schütze, Motorschutzschalter und dergleichen weisen genau ei nen solchen Montageflächengehäuseabschnitt auf, aber keinen
Montageflächengehäuseabschnitt und zusätzlich zu dem Montage flächengehäuseabschnitt zumindest ein weiteres Profil zur An bringung und zur Aufnahme einer Profilschiene.
Die beiden Varianten gemeinsame Eigenschaft und das verbin dende technische Merkmal ist zumindest ein Profil zur Anbrin gung und zur insbesondere formschlüssigen Aufnahme einer Pro filschiene, wobei der Aktuator alleiniger Träger einer an diesem Profil angebrachten Profilschiene ist. Bei beiden Va rianten ist mittels der zumindest einen am Aktuatorgehäuse anbringbaren Profilschiene oder mittels der zumindest einen zusätzlich am Aktuatorgehäuse anbringbaren Profilschiene ein Anbringen von zusätzlichen Geräten, Bauteilen, Modulen und dergleichen in räumlicher Nähe zu dem Aktuator möglich.
Mit anderen Worten lässt sich der hier vorgeschlagene Aktua tor wie folgt beschreiben: Der Aktuator weist (in grundsätz lich an sich bekannter Art und Weise) ein Gehäuse auf. Das Gehäuse weist in seiner Oberfläche zumindest einen Flächenab schnitt auf, der zur Anbringung des Aktuators an einer Monta gefläche bestimmt ist. Dieser Flächenabschnitt wird zur Un terscheidung und entsprechend seiner Funktion als Montageflä chengehäuseabschnitt bezeichnet. Das Gehäuse weist darüber hinaus in seiner Oberfläche zumindest ein Schienenaufnahme profil auf. Das Schienenaufnahmeprofil ist zur Aufnahme einer Standardprofilschiene, also zur Anbringung einer Standardpro filschiene an dem Schienenaufnahmeprofil und damit an der Ge häuseoberfläche des Aktuators bestimmt. Der oder jeder Monta geflächengehäuseabschnitt einerseits und das oder jedes
Schienenaufnahmeprofil sind unabhängig voneinander. Diese Un abhängigkeit bedeutet, dass bei einem Aktuator mit genau ei nem Montageflächengehäuseabschnitt sowie genau einem Schie nenaufnahmeprofil der Montageflächengehäuseabschnitt zur An bringung des Aktuators an einer Montagefläche verwendbar ist, auch wenn am Schienenaufnahmeprofil eine Standardprofilschie ne angebracht ist oder wird und umgekehrt. Der Montageflä chengehäuseabschnitt ist also unabhängig vom Schienenaufnah meprofil und das Schienenaufnahmeprofil ist unabhängig vom
Montageflächengehäuseabschnitt gemäß der jeweiligen Bestim mung verwendbar. Bei mehr als genau einem Schienenaufnahme profil gilt dies entsprechend. Der Montageflächengehäuseab schnitt ist dann unabhängig von jedem Schienenaufnahmeprofil und jedes Schienenaufnahmeprofil ist unabhängig vom Montage flächengehäuseabschnitt gemäß der jeweiligen Bestimmung ver wendbar .
Vorteilhafte Ausgestaltungen der hier vorgeschlagenen Neue rung sind Gegenstand der Unteransprüche. Dabei verwendete Rückbeziehungen innerhalb der Ansprüche weisen auf die weite re Ausbildung des Gegenstandes des in Bezug genommenen An spruchs durch die Merkmale des jeweiligen abhängigen An spruchs hin. Sie sind nicht als ein Verzicht auf die Erzie lung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale oder Merkmalskombinationen eines abhängigen An spruchs zu verstehen. Des Weiteren ist im Hinblick auf eine Auslegung der Ansprüche sowie der Beschreibung bei einer nä heren Konkretisierung eines Merkmals in einem abhängigen An spruch davon auszugehen, dass eine derartige Beschränkung in den jeweils vorangehenden Ansprüchen sowie einer allgemeine ren Ausführungsform der gegenständlichen Vorrichtung nicht vorhanden ist. Jede Bezugnahme in der Beschreibung auf Aspek te abhängiger Ansprüche ist demnach auch ohne speziellen Hin weis ausdrücklich als Beschreibung optionaler Merkmale zu le sen .
Bei einer Ausführungsform der hier vorgeschlagenen Neuerung weist der Aktuator in seinem Gehäuse zumindest ein Profil zur Anbringung und zur insbesondere formschlüssigen Aufnahme ei ner Profilschiene entweder in einer ersten Raumrichtung oder alternativ in einer zweiten Raumrichtung auf. Diese Möglich keit einer Orientierung einer am Aktuator angebrachten Pro filschiene in unterschiedliche Raumrichtungen erhöht die Fle xibilität beim Anbringen zusätzlicher Module in räumlicher Nähe zu dem Aktuator erheblich.
Optional ist das zumindest eine Profil zur alternativen An bringung/Aufnahme einer Profilschiene in zumindest zwei Raum richtungen ein Profil, welches die Profilschiene in jeder Raumrichtung in derselben Ebene aufnimmt (ein Profil, an wel chem die Profilschiene in jeder Raumrichtung in derselben Ebene anbringbar ist/angebracht wird) . Der Abstand einer am Aktuator angebrachten Profilschiene bleibt damit unabhängig von der gewählten Raumrichtung immer gleich. Des Weiteren kann zum Beispiel ein Oberflächenabschnitt des Aktuatorgehäu ses als Anlagefläche für eine mittels des Profils am Aktuator angebrachte Profilschiene dienen.
Optional weist der Aktuator in seinem Gehäuse jeweils zumin dest ein Profil zur Anbringung und zur insbesondere form schlüssigen Aufnahme einer Profilschiene auf mehreren Seiten flächen auf. Profile auf mehreren Seitenflächen erlauben die gleichzeitige oder alternative Verwendung mehrerer Profile.
Bei einer besonderen Ausführungsform weist der Aktuator in seinem Gehäuse umlaufend auf aneinander angrenzenden Seiten flächen jeweils zumindest ein Profil zur Anbringung und ins besondere formschlüssigen Aufnahme einer Profilschiene auf. Dann umfasst das Aktuatorgehäuse zumindest vier Profile, näm lich jeweils zumindest ein Profil auf oder in der Frontseite, der anschließenden Seitenfläche, der daran anschließenden Rückseite und der wiederum daran anschließenden (anderen) Seitenfläche. Je nach den Platzverhältnissen am Anbringungs-/ Betriebsort des Aktuators kann eines der Profile zum Anbrin gen einer Profilschiene ausgewählt werden und soweit notwen dig kann an mehr als einem Profil eine Profilschiene ange bracht werden.
Vorteilhaft, aber grundsätzlich optional, weist das oder je des Profil zumindest zwei einander zugewandte und als Haken (starre Haken oder federnde Haken) fungierende Profilrandele mente auf. Durch die Hakenform ist eine sichere und belastba re Anbringung einer Profilschiene am Aktuator möglich. Mit-
tels zumindest zweier einander zugewandter Haken kann eine Profilschiene beidseitig eingefasst werden.
Bei einer speziellen Ausführungsform weist jeder Haken zumin dest einen Hinterschnitt auf und innerhalb eines Profils ist ein Haken einem anderen Haken zugewandt, indem dessen Hinter schnitt in Richtung auf den anderen Haken offen ist. Der Hin terschnitt in jedem Haken fungiert als Aufnahme, insbesondere als formschlüssige Aufnahme, für einen Abschnitt einer am Ak tuator anzubringenden Profilschiene und zusammen mit dem Hin terschnitt in dem jeweils anderen Haken ergibt sich eine si chere Halterung der Profilschiene. Der Abstand der Haken und damit der Abstand der Hinterschnitte in den Haken ist dabei auf die Breite der Profilschiene abgestellt.
Insgesamt ist die hier vorgeschlagene Neuerung auch die Ver wendung eines Aktuators der hier und im Folgenden beschriebe nen Art als alleiniger Träger einer Profilschiene und als Mittel zur Anbringung zumindest eines weiteren Moduls in räumlicher Nähe zu dem Aktuator.
Die Anordnung von zusätzlichen Bauteilen, Geräten, Zusatzmo dulen oder externen Boxen in räumlicher Nähe zu einem Aktua tor mittels einer an dem Aktuator angebrachten Profilschiene bietet eine flexible Lösung sowohl in der Vorinstallation als auch auf der Baustelle. Die im hier und im Folgenden einzeln oder zusammen als Modul bzw. Module bezeichneten Bauteile, Geräte, Zusatzmodule, Interfaces, Schnittstellen, externe Bo xen oder dergleichen können in einer gewünschten Richtung an geordnet werden und somit kann den Platzverhältnissen am An bringungsort optimal Rechnung getragen werden. Der Aktuator kann bereits ab Werk, aber jedenfalls vor einer Montage an einem jeweiligen Betriebsort, mit dem oder jedem weiteren Mo dul vorverkabelt werden und die oder jede resultierende elektrisch leitende Verbindung kann ab Werk oder vor einer Montage an einem jeweiligen Betriebsort geprüft werden. Am Betriebsort kann die Position oder Anordnung eines Moduls noch flexibel angepasst werden, ohne dass dafür die Verkabe-
lung entfernt werden muss. Wird erst auf der Baustelle er kannt, dass eine zuvor vorgesehene Anordnung eines Moduls o- der mehrerer Module ungünstig oder nicht optimal ist, wird die Profilschiene entweder zusammen mit dem oder jedem vor verkabelten Modul umgesteckt oder die Profilschiene wird um gesteckt und das oder jedes vorverkabelte Modul wird wieder an der Profilschiene angebracht. Der Aktuator, genauer das Gehäuse des Aktuators, bleibt immer der Träger der Profil schiene oder mehrerer Profilschienen und damit kann die oben beschriebene Flexibilität unabhängig von der Situation am je weiligen Betriebsort gewährleistet werden, weil zum Beispiel keine Abhängigkeit von verfügbaren Wandflächen oder derglei chen besteht. Die Verwendbarkeit von Profilschienen in Form von Standardprofilschienen erlaubt einen Rückgriff auf ein bewährtes System zum Anbringen eines Moduls an einer Profil schiene und eine Verwendbarkeit bereits bestehender Teile.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Einander entsprechende Gegen stände oder Elemente sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Das oder jedes Ausführungsbeispiel ist nicht als Einschrän kung der Erfindung zu verstehen. Vielmehr sind im Rahmen der vorliegenden Offenbarung durchaus auch Ergänzungen und Modi fikationen möglich, insbesondere solche, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung mit den im allgemeinen oder speziellen Beschreibungsteil be schriebenen sowie in den Ansprüchen und/oder der Zeichnung enthaltenen Merkmalen oder Verfahrensschritten für den Fach mann im Hinblick auf die Lösung der Aufgabe entnehmbar sind und durch kombinierbare Merkmale zu einem neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten oder Verfahrensschrittfol gen führen.
Es zeigen
FIG 1 einen Antrieb (Aktuator) für eine Lüfterklappe mit einer am Aktuator angebrachten Hutschiene,
FIG 2 bis
FIG 5 unterschiedliche Ansichten des Aktuators aus FIG 1,
FIG 6 den Aktuator aus FIG 1 mit der am Aktuator ange
brachten Hutschiene in einer an einem Rohr mit ei ner Lüfterklappe angebrachten Konfiguration, wobei an der Hutschiene in räumlicher Nähe zu dem Aktua tor zusätzliche Module angebracht sind,
FIG 7 das Rohr aus FIG 6 mit einer zur Anbringung des Ak tuators bestimmten Montagefläche und
FIG 8 ein anderes Lüftungselement mit einer zur Anbrin gung des Aktuators bestimmten Montagefläche.
Die Darstellung in FIG 1 zeigt als Beispiel für einen Aktua tor 10 der hier im Vordergrund stehenden Art eine als Antrieb für eine Lüfterklappe 12 (FIG 6, FIG 7, FIG 8) oder derglei chen fungierende Vorrichtung. Mit dem Aktuator 10, genauer mit einem Gehäuse 14 des Aktuators 10, ist lösbar eine Pro filschiene 16, insbesondere eine Standardprofilschiene 16, verbindbar/kombinierbar. Bei der gezeigten Situation ist die Profilschiene 16 lösbar mit dem Aktuatorgehäuse 14 verbun den/kombiniert. Als Profilschiene 16 ist beispielhaft eine sogenannte Hutschiene 16 gezeigt. Grundsätzlich sind Profil schienen 16 mit einem beliebigen Profil verwendbar, zum Bei spiel Profilschienen 16 mit einem sogenannten G-Profil oder einem C-Profil.
Profilschienen 16 sind an sich bekannt. Grundsätzlich kommen alle bekannten Formen von Profilschienen 16 für die hier vor geschlagene Neuerung in Frage. Andere in der Fachterminologie geläufige Bezeichnungen für eine Profilschiene 16 lauten Tragschiene oder Montageschiene. Hier und im Folgenden wird im Interesse einer besseren Lesbarkeit der Beschreibung
stellvertretend für alle anderen möglichen Bezeichnungen der Begriff Profilschiene 16 verwendet. Dabei sind jeweils auch die Begriffe Tragschiene und Montageschiene mitzulesen. Die Begriffe Profilschiene 16 sowie Tragschiene oder Montage schiene bezeichnen dasselbe. Eine Profilschiene 16 ist in grundsätzlich an sich bekannter Art und Weise zur Befestigung von elektrischen oder elektronischen Modulen an der Profil schiene 16, nämlich an dem Profil der Profilschiene 16, be stimmt .
Zum Anbringen einer Profilschiene 16 am Aktuator 10 (am Aktu atorgehäuse 14) ist ein im Folgenden als Profilschienenauf nahmeprofil 20 oder kurz als Schienenaufnahmeprofil 20 be- zeichnetes Profil in der Oberfläche des Aktuatorgehäuses 14 bestimmt. Das Aktuatorgehäuse 14 weist zumindest ein solches Profil 20 mit zumindest zwei im Folgenden kurz als Haken 22 bezeichneten Profilrandelementen auf, indem dieses bzw. diese zum Beispiel in das Gehäuse 14 (in die Gehäuseoberfläche) eingeformt ist bzw. sind, insbesondere einstückig in die Ge häuseoberfläche eingeformt ist bzw. sind.
Zum Anbringen des Aktuators 10 in einer zum Beispiel zum Dre hen einer Lüfterklappe 12 geeigneten Art und Weise an einer Montagefläche 24 (FIG 6, FIG 7, FIG 8) weist das Aktuatorge häuse 14 in an sich bekannter Art und Weise einen Gehäuse oberflächenabschnitt auf, der im Folgenden zur Unterscheidung als Montageflächengehäuseabschnitt 26 bezeichnet wird. Über die Montagefläche 24 ragt zum Beispiel eine Achse einer Lüf terklappe 12 hinaus und diese Achse wird beim Anbringen des Aktuators 10 an der Montagefläche 24 durch das Gehäuse 14 des Aktuators 10 hindurchgeführt oder in das Gehäuse 14 des Aktu ators 10 eingeführt. Die Achse der Lüfterklappe 12 ist mit tels des Aktuators 10 drehbar und entsprechend ist eine Stel lung der Lüfterklappe 12 mittels des Aktuators 10 beeinfluss bar. Im an der Montagefläche 24 angebrachten Zustand liegt der Aktuator 10 mit dem Montageflächengehäuseabschnitt 26 des Aktuatorgehäuses 10 an der Montagefläche 24 an. Der Montage flächengehäuseabschnitt 26 ist bei der gezeigten Ausführungs-
form in grundsätzlich optionaler Art und Weise unabhängig von jedem Schienenaufnahmeprofil 20, indem es keine räumlichen Überschneidungen zwischen dem Montageflächengehäuseabschnitt 26 und einem Schienenaufnahmeprofil 20 gibt. Mit anderen Wor ten: Der Montageflächengehäuseabschnitt 26 ist von dem oder jedem Schienenaufnahmeprofil 20 beabstandet.
Das Schienenaufnahmeprofil 20 ist auf das jeweilige Profil der aufzunehmenden Profilschiene 16 abgestellt. Für den Fall einer Profilschiene 16 in Form einer Hutschiene 16 wird dies nachfolgend beispielhaft erläutert: Das Hutprofil einer Hut schiene 16 umfasst bekanntlich einen ebenen Mittelabschnitt 30 und zwei seitliche Fahnen 32 in einer von der Ebene des Mittelabschnitts 30 beabstandeten und zu der Ebene des Mit telabschnitts 30 parallelen Ebene. Ein zur Aufnahme einer Hutschiene 16 bestimmtes Schienenaufnahmeprofil 20 umfasst als Profilrandelemente zumindest zwei einander zugewandte Ha ken 22 (Haken 22 mit einander zugewandten starren oder fe dernden Nasen) . Als Öffnung des oder jedes Hakens 22 - im Folgenden selbst kurz als Haken 22 bezeichnet - fungiert da bei ein Hinterschnitt 34 (in den Figuren nur einzelne be zeichnet) in einem sich auf einem ansonsten ebenen Oberflä chenabschnitt des Gehäuses 14 erhebenden Profilrandelement (das Profilrandelement ist eine Erhebung auf dem ansonsten ebenen Oberflächenabschnitt des Gehäuses 14 und umfasst den Haken 22/den Hinterschnitt 34) .
Der Abstand der einander zugewandten Haken 22 entspricht der Breite einer Hutschiene 16 (oder allgemein der Breite einer Profilschiene 16) und jeder Haken 22 ist zur Aufnahme jeweils einer der beiden seitlichen Fahnen 32 der Hutschiene 16 be stimmt. Die Hutschiene 16 wird mit dem Schienenaufnahmeprofil 20 verbunden (am Schienenaufnahmeprofil 20 angebracht) , indem die seitlichen Fahnen 32 der Hutschiene 16 in oder unter die einander zugewandten Haken 22 geschoben werden (in die einan der zugewandten Hinterschnitte 34) . Das Anbringen der Hut schiene 16 oder jeder anderen Profilschiene 16 am Schienen aufnahmeprofil 20 erfolgt bei starren Haken 22 (Haken mit
starren Nasen) durch eine translatorische Relativbewegung von Hutschiene 16 (Profilschiene 16) und Aktuator 10. Bei federn den Haken 22 (Haken mit federnden und oder elastisch bewegli chen Nasen) kann das Anbringen der Hutschiene 16 oder jeder anderen Profilschiene 16 am Schienenaufnahmeprofil 20 eben falls durch eine translatorische Relativbewegung von Hut schiene 16 (Profilschiene 16) und Aktuator 10 erfolgen. Zu sätzlich ist bei federnden Haken 22 auch ein Aufrasten der Hutschiene 16 (Profilschiene 16) am Aktuator 10 möglich.
In der Darstellung in FIG 1 sind bei der gewählten Perspekti ve zwei Oberflächen (Frontseite, rechte Seitenfläche) des Ak tuatorgehäuses 14 mit Schienenaufnahmeprofilen 20 sichtbar. Tatsächlich umfasst das beispielhaft gezeigte Aktuatorgehäuse 14 in grundsätzlich optionaler Art und Weise vier Oberflächen mit Schienenaufnahmeprofilen 20, nämlich auch Schienenaufnah meprofile 20 in den nicht sichtbaren Oberflächen (Rückseite, linke Seitenfläche) . Die Schienenaufnahmeprofile 20 in der Frontseite und in der Rückseite einerseits sowie die Schie nenaufnahmeprofile 20 in der linken Seitenfläche und der rechten Seitenfläche andererseits sind bei der gezeigten Aus führungsform gleich. Dies ist optional. Grundsätzlich können alle Schienenaufnahmeprofile 20 gleich oder zwei oder drei Schienenaufnahmeprofile 20, insbesondere jeweils zwei Schie nenaufnahmeprofile 20, zum Beispiel zwei Schienenaufnahmepro file 20 in einander gegenüberliegenden Oberflächen, gleich sein. Genauso können alle Schienenaufnahmeprofile 20 unter schiedlich sein, zum Beispiel zum Zwecke einer Aufnahmemög lichkeit für Profilschienen 16 mit unterschiedlichen Profi len .
Die Darstellung in FIG 2 zeigt das Gehäuse 14 des Aktuators 10 in FIG 1 in einer isometrischen Darstellung. Die bei der für die Darstellung gewählten Orientierung und Perspektive sichtbaren Oberflächen des Aktuatorgehäuses 14 sind die
Frontseite und eine Seitenfläche (linke Seitenfläche) . In diesen Oberflächen sind deren jeweilige Schienenaufnahmepro file 20 und deren Haken 22 erkennbar. Die Darstellung in
FIG 3 zeigt das Gehäuse 14 des Aktuators 10 in FIG 2 in einer Draufsicht. Hier ist das Schienenaufnahmeprofil 20 in der Frontseite erkennbar. Des Weiteren sind die Haken 22 der Schienenaufnahmeprofile 20 in der linken und rechten Seiten fläche erkennbar. Die Darstellung in FIG 4 zeigt eine Seiten fläche des Gehäuses 14 des Aktuators 10 in FIG 2. Hier ist das Schienenaufnahmeprofil 20 in der rechten Seitenfläche er kennbar. Des Weiteren sind die Haken 22 der Schienenaufnahme profile 20 in der Front- und Rückseite erkennbar. Die Dar stellung in FIG 5 zeigt einen Schnitt durch das Gehäuse 14 des Aktuators 10 in FIG 2 entlang der in FIG 3 gezeigten Schnittlinie (V-V) . In den Darstellungen in FIG 2 bis FIG 5 sind im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit mitunter nur einzelne Haken 22 und nur einzelne Hinterschnitte 34 mit den entsprechenden Bezugsziffern bezeichnet.
Im Folgenden wird das Schienenaufnahmeprofil 20 in der Front seite näher betrachtet: Dort umfasst das Schienenaufnahmepro fil 20 vier jeweils als Haken (Profilrandelemente) 22 fungie rende Erhebungen auf der ansonsten ebenen Oberfläche. Die Be zeichnung der Position der Haken 22 mit „links", „rechts", „unten" und „oben" bezieht sich auf die in FIG 2 und FIG 3 gezeigte Orientierung. Bei einer konkreten Einbaulage, die von dieser gezeigten Orientierung abweicht, ergeben sich ent sprechende andere Positionen der Haken 22. Dies ist bei einer Interpretation der hier vorgelegten Beschreibung jeweils zu berücksichtigen .
Zwei Haken 22 (links unten und rechts unten) erheben sich einzeln auf der ansonsten ebenen Gehäuseoberfläche. Zwei wei tere Haken 22 (rechts oben, links oben) gehen in einen größer dimensionierten Gehäuseabschnitt über, wobei dies bei der ge zeigten Ausführungsform im Wesentlichen einer gefälligen op tischen Anmutung des Gehäuses 14 geschuldet ist und anstelle solcher Haken 22 auch einzelne Haken 22 wie links unten und rechts unten möglich sind. Der Übergang in den größer dimen sionierten Gehäuseabschnitt ist für die Aufnahme einer Pro filschiene 16 ohne Belang und damit optional. Auf den Über-
gang wird hier nur hingewiesen, damit alle im Rahmen der hier vorgelegten Beschreibung als Haken 22 bezeichneten Erhebungen auf der Gehäuseoberfläche leicht identifizierbar sind.
Jeder Haken 22 des Schienenaufnahmeprofils 20 auf der Front seite ist mit seinem Hinterschnitt 34 genau zwei weiteren Ha ken 22 zugewandt. Der Haken 22 links unten ist einerseits dem Haken 22 rechts unten und andererseits dem Haken 22 links oben zugewandt. Soweit der Haken 22 links unten dem Haken 22 rechts unten zugewandt ist, weist er einen in Richtung auf den Haken 22 rechts unten offenen Hinterschnitt 34 auf. So weit der Haken 22 links unten dem Haken 22 links oben zuge wandt ist, weist er einen in Richtung auf den Haken 22 links oben offenen Hinterschnitt 34 auf. Für alle anderen Haken 22 auf der Frontseite gilt dasselbe entsprechend. Der Hinter schnitt 34 macht die Erhebung auf der Oberfläche des Aktua torgehäuses 14 zu einem hakenförmigen Halteelement mit einer Nase oberhalb des Hinterschnitts 34 und deshalb wird hier der Begriff Haken 22 verwendet. Der Hinterschnitt 34 eines Hakens 22 nimmt einen Abschnitt der Profilschiene 16 auf (zum Bei spiel eine seitliche Fahne 32 einer Hutschiene 16) und der Hinterschnitt 34 des gegenüberliegenden Hakens 22 nimmt einen anderen Abschnitt derselben Profilschiene 16 auf (zum Bei spiel die andere seitliche Fahne 32 der Hutschiene 16) . Die von den beiden einander zugewandten Haken 22 und den dortigen Hinterschnitten 34 aufgenommenen Abschnitte der Profilschiene 16 liegen einander quer zur Längsachse der Profilschiene 16 oder zumindest im Wesentlichen quer zur Längsachse der Pro filschiene 16 gegenüber.
Die Aufnahme in dem Hinterschnitt 34 oder durch den Hinter schnitt 34 ist bevorzugt zumindest einseitig, insbesondere beidseitig eine formschlüssige Aufnahme. Indem eine Profil schiene 16 von den Hinterschnitten 34 zumindest zweier gegen überliegender Haken 22 aufgenommen ist, ist die Profilschiene 16 am Schienenaufnahmeprofil 20 angebracht und dort an den Haken 22 eingehakt.
Das Schienenaufnahmeprofil 20 in der Frontseite umfasst je weils zwei paarig einander zugewandte Haken 22. Ein erstes Haken-Paar sind der Haken 22 links unten und der Haken 22 links oben. Ein zweites Haken-Paar sind der Haken 22 rechts unten und der Haken 22 rechts oben. Diese beiden auf der Oberfläche der Frontseite des Gehäuses 14 voneinander beab- standeten Haken-Paare sind dafür bestimmt, zusammen eine an dem Schienenaufnahmeprofil 20 angebrachte Profilschiene 16 zu tragen. Die beiden Haken-Paare und deren Abstand voneinander gewährleisten eine ausreichende Unterstützung einer am Schie nenaufnahmeprofil 20 angebrachten und dabei seitlich über das Aktuatorgehäuse 14 hinausragenden Profilschiene 16. Eine in dieser Weise mit dem Schienenaufnahmeprofil 20 in der Front seite (oder der Rückseite) des Aktuatorgehäuses 14 verbundene Profilschiene 16 ist bei der in FIG 2 und FIG 3 gezeigten Orientierung des Aktuatorgehäuses 14 horizontal ausgerichtet. Der insoweit wirksame Abstand der Haken-Paare voneinander entspricht in etwa der Breite des Aktuatorgehäuses 14 im Be reich des Schienenaufnahmeprofils 20.
Beim Verbinden einer Profilschiene 16 in dieser Ausrichtung (horizontale Ausrichtung) mit dem Schienenaufnahmeprofil 20 in der Frontseite (oder der Rückseite) wird die Profilschiene 16 zunächst zum Beispiel unter die beiden linken Haken 22 (Haken links unten, Haken links oben) geschoben und dann wei tergeschoben, bis die Profilschiene 16 schließlich mit den beiden rechten Haken 22 (Haken rechts unten, Haken rechts oben) in Kontakt kommt und dann durch Weiterschieben auch un ter diese Haken 22 geschoben wird. Bei einem Anbringen der Profilschiene 16 in horizontaler Ausrichtung „von der anderen Seite" gilt dasselbe entsprechend. Dann wird die Profilschie ne 16 zunächst unter die rechten Haken 22 und anschließend unter die linken Haken 22 geschoben.
Das Schienenaufnahmeprofil 20 in den Seitenflächen umfasst genau zwei einander zugewandte Haken 22, wobei einer der bei den Haken 22 (unterer Haken 22) durch eine einzelne Erhebung auf der ansonsten ebenen Oberfläche der Seitenfläche gebildet
ist und der andere Haken 22 (oberer Haken 22) - wie dies oben für die entsprechenden Haken 22 auf der Frontseite beschrie ben wurde - in einen größer dimensionierten Gehäuseabschnitt übergeht. Die beiden Haken 22 dieses Schienenaufnahmeprofils 20 sind einander zugewandt, weil in jedem Haken 22 dessen Hinterschnitt 34 in Richtung auf den jeweils anderen Haken 22 weist und in Richtung auf den jeweils anderen Haken 22 offen ist. Zwischen die beiden einander zugewandten Haken 22 des Schienenaufnahmeprofils 20 in der Seitenfläche und in deren Hinterschnitte 34 kann eine Profilschiene 16 geschoben werden und diese ist bei der in FIG 2 und FIG 3 gezeigten Orientie rung des Aktuatorgehäuses 14 horizontal ausgerichtet (in Be zug auf die Orientierung in FIG 3 normal zur Blattebene) . Ei ne ausreichende Unterstützung einer an diesem Schienenaufnah meprofil 20 angebrachten und dabei seitlich über das Aktua torgehäuse 14 hinausragenden Profilschiene 16 ist dabei dadurch gewährleistet, dass die Haken 22 entlang der Längser streckung einer am Schienenaufnahmeprofil 20 angebrachten Profilschiene 16 länger sind als die einzelnen Haken 22 auf der Frontseite. Die insoweit wirksame Länge der Haken 22 ent spricht in etwa der Breite des Aktuatorgehäuses 14 im Bereich des Schienenaufnahmeprofils 20 in der Seitenfläche.
Neben diesen Möglichkeiten zur Anbringung einer Profilschiene 16 an einem Schienenaufnahmeprofil 20 in einer horizontalen Ausrichtung besteht im Schienenaufnahmeprofil 20 auf der Frontseite (oder der Rückseite) auch noch eine Möglichkeit zur Anbringung einer Profilschiene 16 in einer vertikalen Ausrichtung. Dafür sind die paarig einander zugewandten Haken 22 voneinander beabstandet. Der Abstand zwischen den beiden unteren Haken 22 und der Abstand (derselbe Abstand) zwischen den beiden oberen Haken 22 erlaubt - genauso wie der Abstand zwischen den beiden linken Haken 22 und der Abstand (derselbe Abstand) zwischen den beiden rechten Haken 22 - das Einführen einer Profilschiene 16 zwischen diese Haken 22. Beim Verbin den einer Profilschiene 16 in dieser Ausrichtung (vertikale Ausrichtung) mit dem Schienenaufnahmeprofil 20 in der Front seite wird die Profilschiene 16 zunächst unter die beiden un-
teren Haken 22 (Haken links unten, Haken rechts unten) ge schoben und dann weitergeschoben, bis die Profilschiene 16 schließlich mit den beiden oberen Haken 22 (Haken links oben, Haken rechts oben) in Kontakt kommt und dann durch Weiter schieben auch unter diese Haken 22 geschoben wird.
Bei einer Ausführungsform des Schienenaufnahmeprofils 20, welches alternativ eine Anbringung einer Profilschiene 16 in einer ersten Raumrichtung, also zum Beispiel in einer hori zontalen Ausrichtung, oder einer zweiten Raumrichtung, also zum Beispiel einer vertikalen Ausrichtung, erlaubt - wie dies bei dem beispielhaft gezeigten Aktuatorgehäuse 14 bezüglich des dortigen Schienenaufnahmeprofils 20 auf der Front- oder Rückseite der Fall ist -, sind die Position der Haken 22 und der Abstand der jeweils einander zugewandten Hanken 22 durch die Breite der aufzunehmenden Profilschiene 16 bestimmt: Die oberen Haken 22 (Haken links oben, Haken rechts oben) sind von den unteren Haken 22 (Haken links unten, Haken rechts un ten) genau so weit entfernt, dass mittels dieser Haken 22 ei ne Halterung einer Profilschiene 16 in einer horizontalen Ausrichtung möglich ist. Genauso sind die linken Haken 22 (Haken links unten, Haken links oben) von den rechten Haken 22 (Haken rechts unten, Haken rechts oben) genau so weit ent fernt, dass mittels dieser Haken 22 eine Halterung einer Pro filschiene 16 in einer vertikalen Ausrichtung möglich ist.
Gegenstand der hier vorgeschlagenen Neuerung ist auch ein (nicht gezeigtes) Schienenaufnahmeprofil 20 in zumindest ei ner Oberfläche des Aktuatorgehäuses 14, welches zur Aufnahme einer Profilschiene 16 mit einem ersten Profil in einer ers ten Raumrichtung und zur Aufnahme einer Profilschiene 16 mit einem unterschiedlichen zweiten Profil in einer zweiten Raum richtung bestimmt ist.
Bei einer Ausführungsform des Schienenaufnahmeprofils 20, welches alternativ eine Anbringung einer Profilschiene 16 in einer horizontalen Ausrichtung oder einer vertikalen Ausrich tung erlaubt, besteht die Besonderheit darin, dass jeder ein-
zelne Haken 22 Hinterschnitte 34 aufweist, welche in zwei un terschiedliche Richtungen weisen, nämlich in zwei zueinander rechtwinklige Richtungen. Alternativ zu solchen Haken 22 mit in zwei Raumrichtungen offenen Hinterschnitten 34 sind ein zelne Haken 22 mit jeweils genau einem in eine Raumrichtung offenen Hinterschnitt 34. Mischformen innerhalb eines Schie nenaufnahmeprofils 20, also Haken 22 mit mehreren Hinter schnitten 34 und mehrere Haken 22 mit jeweils einem einzelnen Hinterschnitt 34, sind ebenfalls möglich und gehören damit als optionale Ausführungsformen zur hier vorgeschlagenen Neu erung .
Bei der gezeigten Ausführungsform des Aktuators 10 erlaubt des Schienenaufnahmeprofil 20 in der Frontseite und in der Rückseite eine Anbringung einer Profilschiene 16 in einer ho rizontalen und in einer vertikalen Ausrichtung, also gewis sermaßen in x-Richtung und in y-Richtung. Das Schienenaufnah meprofil 20 in jeder Seitenfläche erlaubt eine Anbringung ei ner Profilschiene 16 in einer dazu senkrechten Ausrichtung, also gewissermaßen in z-Richtung. Damit ist an dem Gehäuse 14 des Aktuators 10 das Anbringen einer Profilschiene 16 in drei verschiedenen Raumrichtungen möglich. Es sind auch gleichzei tig mehrere Profilschienen 16 in unterschiedlichen Raumrich tungen anbringbar. Schließlich sind auch gleichzeitig mehrere Profilschienen 16 in gleichen Raumrichtungen anbringbar.
Bei der gezeigten Ausführungsform und den dortigen Schienen aufnahmeprofilen 20 besteht die Besonderheit darin, dass die als Haken 22 fungierenden Hinterschnitte 34 in den Profilran delementen 22 einseitig durch die Oberfläche des Aktuatorge häuses 14 begrenzt sind. Eine Profilschiene 16 in Form einer Hutschiene 16 liegt damit mit deren seitlichen Fahnen 32 an der Oberfläche des Aktuatorgehäuses 14 an, nämlich am Aktua torgehäuse 14 im Bereich des Schienenaufnahmeprofils 20 (die „Innenseite" des Hutprofils ist der Oberfläche des Aktuator gehäuses 14 zugewandt) . Damit ergibt sich auch, dass das Schienenaufnahmeprofil 20 in der Frontseite (oder in der Rückseite), welches eine Anbringung einer Profilschiene 16 in
einer ersten Raumrichtung und alternativ eine Anbringung ei ner Profilschiene 16 in einer zweiten Raumrichtung erlaubt, ein Schienenaufnahmeprofil 20 zur alternativen Aufnahme einer Profilschiene 16 in zumindest zwei Raumrichtungen und in der selben Ebene ist. Eine horizontal angebrachte Profilschiene 16 ist mit der Oberfläche des Aktuatorgehäuses 14 in Kontakt und genauso ist eine alternativ vertikal angebrachte Profil schiene 16 mit der Oberfläche des Aktuatorgehäuses 14 in Kon takt. Indem jede an dem Schienenaufnahmeprofil 20 anbringbare Profilschiene 16 jeweils mit der Oberfläche des Aktuatorge häuses 14 in Kontakt ist, ist eine Aufnahme in derselben Ebe ne gegeben.
Die Darstellung in FIG 6 zeigt eine beispielhafte Anwendungs möglichkeit der hier vorgeschlagenen Neuerung. In einem Rohr, zum Beispiel einem Lüftungsrohr, befindet sich eine Lüfter klappe 12. Außen am Rohr ist an einer Montagefläche 24 ein Aktuator 10 angebracht. Bei dem Aktuator 10 handelt es sich um einen Aktuator 10 wie in den FIGen 1 bis 5 gezeigt. Am Ak tuator 10, nämlich am Aktuatorgehäuse 14 und einem der dorti gen Schienenaufnahmeprofile 20, ist eine Hutschiene 16 ange bracht. Nur der Aktuator 10 trägt diese Hutschiene 16. Die Hutschiene 16 ragt seitlich über das Aktuatorgehäuse 14 hin aus. Dort sind an der Hutschiene 16 weitere Module 40 ange bracht. Als dort angebrachte Module 40 kommen zum Beispiel Module 40 (oder zumindest ein Modul 40) in Betracht, welche den Betrieb des Aktuators 10 bestimmen und/oder überwachen.
In der Darstellung in FIG 7 ist das Rohr aus FIG 6 mit der dortigen Montagefläche 24 einzeln gezeigt. In der Darstellung in FIG 8 ist ein anderes Lüftungselement mit einer mittels eines Aktuators 10 antreibbaren Lüfterklappe 12 sowie einer Montagefläche 24 zur Anbringung eines Aktuators 10 gezeigt.
Obwohl die Erfindung im Detail durch das Ausführungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch das oder die offenbarten Beispiele eingeschränkt
und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Einzelne im Vordergrund stehende Aspekte der hier eingereich- ten Beschreibung lassen sich damit kurz wie folgt zusammen fassen: Angegeben werden ein Aktuator 10 und eine Verwendung eines Aktuators 10. Der Aktuator 10 umfasst in üblicher Art und Weise ein Gehäuse 14. Das Gehäuse 14 weist zumindest ein als Schienenaufnahmeprofil 20 fungierendes Profil in zumin- dest einer Oberfläche des Gehäuses 14 auf. Das Schienenauf nahmeprofil 20 ist zur Aufnahme, insbesondere zur formschlüs sigen Aufnahme, einer Profilschiene 16 bestimmt. Die hier vorgeschlagene Neuerung ist - in allgemeinen Worten - ein Ak tuator 10 mit einer integrierten Schnittstelle zur Aufnah- me/Anbringung von Profilschienen 16 und an einer mittels der Schnittstelle mit dem Aktuator 10 kombinierten Profilschiene 16 sind Module 40 für modulare Zusatzfunktionen anbringbar. Als integrierte Schnittstelle fungiert das oder jedes Schie nenaufnahmeprofil 20. Als Profilschiene 16 kommt grundsätz- lieh jede Standard-Montageschiene (DIN-Schiene) in Betracht.