EP3333336B1 - Konsolanker - Google Patents

Konsolanker

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EP3333336B1
EP3333336B1 EP16002633.2A EP16002633A EP3333336B1 EP 3333336 B1 EP3333336 B1 EP 3333336B1 EP 16002633 A EP16002633 A EP 16002633A EP 3333336 B1 EP3333336 B1 EP 3333336B1
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EP
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cantilever
console
console anchor
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anchor
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Torsten Knobloch
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Leviat GmbH
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E04—BUILDING
    • E04F—FINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F13/00—Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings
    • E04F13/07—Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings composed of covering or lining elements; Sub-structures therefor; Fastening means therefor
    • E04F13/08—Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings composed of covering or lining elements; Sub-structures therefor; Fastening means therefor composed of a plurality of similar covering or lining elements
    • E04F13/0801—Separate fastening elements
    • E04F13/0832—Separate fastening elements without load-supporting elongated furring elements between wall and covering elements
    • E04F13/0857—Supporting consoles, e.g. adjustable only in a direction parallel to the wall

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Connection Of Plates (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Konsolanker der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.
  • Es ist bekannt, Konsolanker zur Verblendung von Gebäudefassaden mit Vormauerschalen oder Verblendungen einzusetzen. Die Vormauerschale, beispielsweise Sichtmauerwerk, liegt auf einem Auflagerelement des Konsolankers auf. Ein solcher Konsolanker ist beispielsweise aus der DE 92 05 464 U1 bekannt. Über derartige Konsolanker muss das vergleichsweise hohe Gewicht der Vormauerschale oder Verblendung abgefangen und in die Tragwand eingeleitet werden.
  • Zur Wärmedämmung von Gebäuden ist es bekannt, zwischen der Vormauerschale und der Tragwand Dämmmaterial anzuordnen. Der Ausleger des Konsolankers ragt dabei durch das Dämmmaterial und bildet dabei eine Wärmebrücke.
  • Weitere Konsolanker, die für das Tragen einer Vormauerschale oder Verblendung vorgesehen sind, sind aus der DE 10 2016 100 739 A1 und der EP 2 937 492 A1 bekannt. Der Konsolanker zur Befestigung einer Klinkerwand aus der DE 10 2016 100 739 A1 weist zur Wärmedämmung zwischen Ankerbolzen und Auflagerplatte ein Übergangsstück aus Kunststoff auf.
  • Zur Fixierung von Außenverkleidungen ist beispielsweise aus der DE 10 2007 021 431 A1 bekannt, Träger vorzusehen, die sich zwischen dem Bauwerk und der Außenverkleidung befinden. Die Außenverkleidung dient dazu, zwischen der Außenverkleidung und der Tragwand angeordnetes Dämmmaterial wettersicher abzuschließen. Derartige Außenverkleidungen sind üblicherweise als Platten ausgebildet, die unmittelbar an den Trägern festgeschraubt werden. Das über die Träger zu übertragende Gewicht ist vergleichsweise klein, so dass die Träger beispielsweise aus Holz oder Kunststoffschaum hergestellt sein können.
  • Derartige Träger zur Fixierung von Außenverkleidungen sind auch aus den Druckschriften DE 10 2007 021 431 A1 , DE 10 2013 200 211 A1 , EP 2 918 746 A2 , EP 2 180 115 A1 und EP 2 857 609 A1 bekannt. Sie zeigen Kragelemente zum Verbinden von Fassadenplatten mit einer Tragwand. Die Kragelemente sind zumindest teilweise aus Kunststoff.
  • In der DE 20 2007 003 903 U1 wird ein Verankerungssystem für Verblendschalen von Gebäuden beansprucht, bei dem zahlreiche Komponenten des Verankerungssystems genannt sind und mindestens eine aus einem thermisch schlecht leitenden Werkstoff, beispielsweise einem Polymer, besteht. Im Ausführungsbeispiel ist die Gestaltung der Komponenten wandseitige Hülsenscheibe, schraubenkopfseitige Hülsenscheibe und Druckplatte oder Druckleiste aus thermisch schlecht leitendem Werkstoff ausführbar offenbart.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Konsolanker der gattungsgemäßen Art zu schaffen, der bei einfachem Aufbau eine geringe Wärmeübertragung zwischen einer Vormauerschale und einer Tragwand bewirkt.
  • Diese Aufgabe wird durch einen Konsolanker mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Es hat sich überraschend gezeigt, dass auch bei einem Konsolanker zur Auflagerung einer Vormauerschale oder Verblendung eine teilweise Gestaltung aus Kunststoff zur Verringerung der Wärmeübertragung möglich ist. Dabei ist vorgesehen, dass der Ausleger aus Kunststoff besteht. Vorzugsweise sind das Auflagerelement und der Konsolkopf separat von dem Ausleger ausgebildet. Dadurch ist es möglich, den Ausleger aus einem anderen Material auszubilden als den Konsolkopf und/oder das Druckelement. Außerdem ist es möglich, Konsolköpfe und/oder Auflagerelemente unterschiedlicher Bauform an Auslegern einer Bauform zu fixieren. Dadurch kann mit wenigen unterschiedlichen Einzelteilen eine gute Anpassung auf den Einbaufall erfolgen.
  • Der Ausleger ist vollständig aus Kunststoff, insbesondere aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff. Dadurch kann der benötigte Querschnitt des Auslegers und damit die Wärmeübertragung trotz der vergleichsweise hohen über den Ausleger zu übertragenden Kräfte vergleichsweise gering gehalten werden.
  • Zur Verringerung der Wärmeübertragung zwischen Vormauerschale und Tragwerk ist vorteilhaft vorgesehen, dass der Ausleger eine durchgehende Öffnung besitzt. Die durchgehende Öffnung ist bevorzugt in dem Bereich zwischen Tragwand und Vormauerschale angeordnet, in dem auch das Dämmmaterial anzuordnen ist. Die Öffnung wird vorteilhaft von einer Druckstrebe und einer Zugstrebe des Auslegers begrenzt. Es hat sich gezeigt, dass für die Kraftübertragung über einen Konsolanker die Zugstrebe und die Druckstrebe wesentlich sind. Bevorzugt verläuft die Druckstrebe in Einbaulage näherungsweise horizontal und kragt senkrecht zur Tragwand aus. Die Zugstrebe verläuft vorteilhaft schräg zur Horizontalen und fällt in besonders vorteilhafter Gestaltung von dem Konsolkopf in Richtung auf das Auflagerelement ab. Der Ausleger besitzt dadurch näherungsweise eine dreieckige Form. Die Öffnungsfläche der Öffnung entspricht vorteilhaft mindestens 20 %, insbesondere mindestens 30 % der Gesamtfläche des Auslegers. Sowohl die Öffnungsfläche als auch die Gesamtfläche sind dabei in einer Ansicht senkrecht auf eine Kragebene des Auslegers gemessen. Die Gesamtfläche ist die von der Außenkontur des Auslegers umschlossene Fläche. Durch eine vergleichsweise große Öffnungsfläche bezogen auf die Gesamtfläche des Auslegers wird eine hohe Reduzierung der Wärmeübertragung von der Vormauerschale auf das Tragwerk erreicht.
  • Der Konsolanker besitzt erfindungsgemäß ein Druckelement, das zur Druckübertragung von Konsolanker auf die Tragwand dient. Vorteilhaft ist das Druckelement zumindest teilweise, insbesondere vollständig aus Kunststoff. Dadurch wird die Wärmeübertragung vom Konsolanker auf die Tragwand weiter verringert. In bevorzugter Gestaltung ist der Kunststoff ein glasfaserverstärkter Kunststoff. Im Bereich des Konsolkopfs sind bevorzugt zur Höhenjustierung weitere Elemente vorgesehen, die zwischen dem Konsolanker und der Tragwand angeordnet sind. Dadurch liegt der Konsolanker nicht unmittelbar an der Tragwand an. Bei Gestaltung des Druckelements aus Kunststoff kann sowohl am Konsolanker als auch am Druckelement eine geringe Wärmeübertragung von der Tragwand in den Konsolanker erzielt werden. Vorteilhaft besitzt das Druckelement eine der Tragwand zugewandte Anlagefläche zur Anlage an der Tragwand. Die Anlagefläche erstreckt sich vorteilhaft in einer Ebene parallel zur Tragwand. Am Druckelement ist der Konsolanker vorteilhaft nicht an der Tragwand festgeschraubt, sondern liegt lediglich flächig mit der Anlagefläche an der Tragwand an. Das Druckelement ist in bevorzugter Gestaltung einteilig ausgebildet und unmittelbar, also ohne Zwischenlage weiterer Bauteile, mit dem Ausleger verbunden. Das Druckelement kann insbesondere am Ausleger angeklebt sein. Bevorzugt bestehen Ausleger und Druckelement aus dem gleichen Material, so dass eine Klebverbindung einfach möglich ist.
  • An dem Auflagerelement liegt die Vormauerschale oder Verblendung auf. Vorteilhaft besitzt das Auflagerelement eine Auflagerplatte oder einen Auflagerwinkel zur Abstützung der Vormauerschale. Über einen Auflagerwinkel kann zusätzlich eine Positionierung der Vormauerschale in Richtung senkrecht auf die Tragwand erreicht werden. Ein Winkelabschnitt des Auflagerwinkels bildet dabei vorteilhaft einen Anschlag für die Elemente der Vormauerschale. Zur Abstützung der Vormauerschale oder Verblendung nach unten besitzt das Auflagerelement eine Auflagerfläche, die sich in Einbaulage des Konsolankers in horizontaler Richtung erstreckt. Die Vormauerschale ist vorteilhaft auf die Auflagerfläche aufgesetzt und nicht mit dem Konsolanker verschraubt.
  • Ein einfacher Aufbau des Konsolankers ergibt sich, wenn der Konsolkopf den Ausleger umgreift. In bevorzugter Gestaltung umgreift der Ausleger das Auflagerelement. Dabei besitzt der Ausleger vorteilhaft an seiner dem Auflagerelement zugewandten Stirnseite einen Schlitz, in den das Auflagerelement ragt. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das Auflagerelement den Ausleger umgreift. Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Ausleger sowohl am Konsolkopf als auch am Auflagerelement einen Schlitz besitzt, in den der Konsolkopf bzw. das Auflagerelement eingreift. Die Befestigung des Auslegers mit dem Konsolkopf und/oder dem Auflagerelement erfolgt vorteilhaft über Schraub- und/oder Nietverbindungen. Alternativ können auch Klebverbindungen vorgesehen sein. Auch eine andere Art der Verbindung und Befestigung kann vorteilhaft sein.
  • Der Konsolanker besitzt vorteilhaft ein Befestigungselement zur Befestigung des Konsolkopfes an der Tragwand. Das Befestigungselement ist in Einbaulage des Konsolankers bevorzugt in einem vertikalen Abstand zum Auflagerelement angeordnet. Dabei liegt das Befestigungselement insbesondere höher als das Auflagerelement. Durch diese Anordnung ist eine vorteilhafte Anordnung einer Zugstrebe zwischen Konsolkopf und Auflagerelement möglich, über die die Gewichtskraft der Vormauerschale oder Verblendung mindestens teilweise abgefangen wird. Vorteilhaft liegt der Konsolkopf in Einbaulage in einem vertikalen Abstand zum Druckelement. Das Druckelement und das Auflagerelement können sich in Einbaulage vorteilhaft etwa auf der gleichen Höhe erstrecken.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
  • Fig. 1
    eine schematische Seitenansicht eines Konsolankers an einer Tragwand mit schematisch gezeigter, daran angeordneter Vormauerschale,
    Fig. 2
    eine schematische Schnittdarstellung auf Höhe der Linie II-II in Fig. 1,
    Fig. 3
    eine schematische Schnittdarstellung entlang der Linie III-III in Fig. 1,
    Fig. 4
    eine schematische Darstellung eines Konsolkopfes des Konsolankers,
    Fig. 5 und Fig. 6
    schematische Seitenansichten von Ausführungsbeispielen von Auflagerelementen für den Konsolanker 1.
  • Fig. 1 zeigt einen Konsolanker 1 in Seitenansicht. In Fig. 1 sind schematisch auch eine Tragwand 6, an der der Konsolanker 1 festgelegt ist, sowie eine Vormauerschale oder Verblendung 3 gezeigt. Der Konsolanker 1 besitzt einen Konsolanker 4, mit dem der Konsolanker 1 an der Tragwand 2 festgelegt ist. Hierzu ist ein Befestigungselement 14, im Ausführungsbeispiel eine Schraube vorgesehen. Das Befestigungselement 14 ist in der Tragwand 2 fixiert und durchragt den Konsolkopf 4. Der Kopf des Befestigungselements 14 stützt sich dabei über ein Unterlegblech 18 am Konsolkopf 4 ab. Zur Justierung der Lage des Konsolkopfes 4 in senkrechter Richtung ist eine Schräglochplatte 20 vorgesehen, die auch in Fig. 4 gezeigt ist. Wie Fig. 4 zeigt, besitzt die Schräglochplatte 20 ein Langloch 28 sowie einen Rand 21. Der Rand 21 verläuft in Einbaulage horizontal und ragt in Ausnehmungen 19 an der der Tragwand 2 zugewandten Seite des Konsolkopfes 4. Das Langloch 28 verläuft schräg zum Rand 21, so dass durch seitliches Verschieben der Schräglochplatte 20 eine Justage der vertikalen Position des Konsolankers 4 gegenüber der Tragwand 2 möglich ist. Wie Fig. 1 zeigt, sind mehrere Ausnehmungen 19 vorgesehen, so dass ein Justage über einen weiten Höhenbereich möglich ist. Angaben zur horizontalen oder vertikalen Richtung oder Lage beziehen sich dabei vorliegend durchgängig auf die vorgesehene Einbaulage des Konsolankers 1.
  • Am Konsolkopf 4 ist ein Ausleger 5 festgelegt. Der Ausleger 5 verbindet den Konsolkopf 4 mit einem Auflagerelement 6. Der Ausleger 5 erstreckt sich im Raum zwischen der Tragwand 2 und der Vormauerschale 3. Der Ausleger 9 besteht mindestens teilweise aus Kunststoff. Im Ausführungsbeispiel besteht der Ausleger 5 vollständig aus Kunststoff. Bevorzugt ist der Kunststoff ein glasfaserverstärkter Kunststoff. Der Ausleger 5 besitzt näherungsweise die Form eines rechtwinkligen Dreiecks, dessen spitze Ecken abgeschnitten sind. Der eine Schenkel des rechtwinkligen Dreiecks ist dabei vertikal an der Tragwand 2 angeordnet und der zweite Schenkel etwa horizontal und erstreckt sich von der Tragwand 2 zum Auflagerelement 6. Der Ausleger 5 besitzt eine Öffnung 8, die sich in einer horizontalen, parallel zur Tragwand 2 ausgerichteten Richtung durch den gesamten Ausleger 5 erstreckt. In Fig. 1 sind schematisch die Gesamtfläche G des Auslegers 5 sowie die Öffnungsfläche F der Öffnung 8 mit gestrichelter Linie gezeigt. Die gestrichelten Linien sind dabei zur besseren Darstellung jeweils innerhalb der entsprechenden Kontur von Ausleger 5 bzw. Öffnung 8 gezeigt, deren Fläche betrachtet wird. Die Öffnungsfläche F der Öffnung 8 beträgt vorteilhaft mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 % der Gesamtfläche G des Auslegers 5.
  • Die Öffnung 8 trennt eine Druckstrebe 9 und eine Zugstrebe 10 voneinander. Die Druckstrebe 9 verläuft etwa horizontal am unteren Rand der Öffnung 8 und verbindet das Auflagerelement 6 mit einem Druckelement 7. Die Druckstrebe 9 bildet den unteren Schenkel des rechtwinkligen Dreiecks. Das Druckelement 7 besitzt eine der Tragwand 2 zugewandte Anlagefläche 11, mit der das Druckelement 7 an der Tragwand 2 anliegt. Der Ausleger 5 stützt sich über das Druckelement 7 an der Tragwand 2 ab.
  • Die Zugstrebe 10 verläuft schräg zur Horizontalen und erstreckt sich vom Auflagerelement 6 in Richtung auf den Konsolkopf 4. Über die Zugstrebe 10 werden überwiegend die von der Vormauerschale 3 in das Auflagerelement 6 eingeleiteten Zugkräfte aufgenommen, während die Druckstrebe 9 überwiegend von der Vormauerschale 3 aufgebrachte Druckkräfte über das Druckelement 7 in die Tragwand 2 einleitet. An der der Tragwand 2 zugewandten Seite sind die Druckstrebe 9 und die Zugstrebe 10 über eine Vertikalstrebe 33 verbunden, die parallel und mit Abstand zur Tragwand 2 verläuft. Die Vertikalstrebe 33 bildet den vertikalen Schenkel des rechtwinkligen Dreiecks.
  • Das Auflagerelement 6 umfasst im Ausführungsbeispiel eine Auflagerplatte 24, an der eine Auflagerfläche 16 ausgebildet ist. Die Auflagerplatte 24 ist etwa horizontal ausgerichtet. Auf der Auflagerfläche 16 ist die Vormauerschale 3 aufgelagert. In Einbaulage ist die Auflagerfläche 16 die Oberseite der Auflagerplatte 24. Die Auflagerplatte 24 ist über eine Befestigungsplatte 25 des Auflagerelements 6 mit dem Ausleger 5 verbunden. Die Befestigungsplatte 25 ist vertikal ausgerichtet und im Ausführungsbeispiel an der Auflagerplatte 24 festgeschweißt.
  • Wie in Fig. 1 schematisch dargestellt, ragt die Befestigungsplatte 25 zwischen Elemente der Vormauerschale 3. Die Befestigungsplatte 25 ist dabei in horizontaler Richtung zwischen den einzelnen Elementen, beispielsweise einzelnen Steinen der Vormauerschale 3 angeordnet. Die Auflagerplatte 24 ragt zwischen übereinander liegende Elemente der Vormauerschale 3. Befestigungselemente zur Fixierung der Vormauerschale 3 an dem Auflagerelement 6 wie beispielsweise Schrauben oder dergleichen sind vorteilhaft nicht vorgesehen.
  • In Fig. 1 sind auch die Abmessungen des Konsolankers 1 im Einzelnen gezeigt. Die Vormauerschale 3 ist in einem horizontalen Abstand a zur Tragwand 2 angeordnet. Der Abstand a ist mindestens teilweise vom Ausleger 5 überbrückt. Wie Fig. 1 zeigt, besitzt der Ausleger 5 eine senkrecht zur Tragwand 2 gemessene Breite e, die vorteilhaft mindestens 70 %, insbesondere mindestens 80 % des Abstands a beträgt. Das Auflagerelement 6 ist in Einbaulage tiefer angeordnet als der Konsolkopf 4. Das Auflagerelement 6 und das Befestigungselement 14 besitzen einen vertikal gemessenen Abstand b zueinander, der vorteilhaft mindestens 60 %, bevorzugt mindestens 80 % der Breite e entspricht. Das Befestigungselement 14 besitzt eine Längsmittelachse 17. Die Längsmittelachse 17 besitzt zur Auflagerfläche 16 einen vertikal gemessenen Abstand h, der vorteilhaft größer als die Breite e ist. Vorteilhaft beträgt der Abstand h mindestens das 1,2fache, bevorzugt mindestens das 1,4fache der Breite e. Wie Fig. 1 auch zeigt, ist das Druckelement 7 tiefer angeordnet als der Konsolkopf 4. Das Druckelement 7 besitzt zum Konsolkopf 4 einen vertikal gemessenen Abstand c, der vorteilhaft das 0,7fache bis 1,3fache der Breite e beträgt. Das Druckelement 7 besitzt zur Längsmittelachse 17 einen Abstand d, der ebenfalls in vertikaler Richtung gemessen ist. Der Abstand d beträgt vorteilhaft mindestens das 0,8fache der Breite e. Vorteilhaft beträgt der vertikale Abstand d das 0,9fache bis 1,5fache der Breite e.
  • Im Ausführungsbeispiel ist das Auflagerelement 6 über Niete 22 mit dem Ausleger 5 verbunden. Wie Fig. 2 zeigt, kragt der Ausleger 5 in einer Kragebene 15 aus. Die Kragebene 15 ist die Mittelebene des Auslegers 5 und erstreckt sich in Einbaulage in vertikaler Richtung und senkrecht zur Tragwand 2. An seiner dem Auflagerelement 6 zugewandten Stirnseite 23 besitzt der Ausleger 5 einen Schlitz 13, der sich in vertikaler Richtung erstreckt. Im Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Schlitz 13 über die gesamte Höhe des Auflagerelements 6. Der Schlitz 13 ist von zwei Seitenabschnitten 12 des Auslegers 5 begrenzt. Die Befestigungsplatte 25 ragt in den Schlitz 13 zwischen die Seitenabschnitte 12. Dadurch ist die Befestigungsplatte 25 vom Ausleger 5 umgriffen. In Fig. 2 ist auch ein Niet 22 schematisch gezeigt. Anstelle von Nieten 22 können auch Befestigungsschrauben oder dergleichen zur Fixierung des Auflagerelements 6 am Ausleger 5 vorgesehen sein. Alternativ kann das Auflagerelement 6 auch am Ausleger 5 festgeklebt sein.
  • Fig. 2 zeigt auch die Erstreckung des Auslegers 5 in Seitenrichtung der Tragwand 2, also senkrecht zur Kragebene 15. Der Ausleger 5 besitzt eine Dicke k, die vergleichsweise groß ist. Die Dicke k beträgt vorteilhaft mindestens 10 %, insbesondere mindestens 15 % der Breite e. Die Darstellung in Fig. 2 ist dabei nicht maßstäblich, sondern lediglich schematisch.
  • Zur Fixierung des Konsolkopfs 4 am Ausleger 5 sind am Konsolkopf 4 Seitenplatten 26 fixiert, insbesondere festgeschweißt. Die Seitenplatten 26 verlaufen vom Konsolkopf 4 in vertikaler Richtung entlang der Vertikalstrebe 33 und umgreifen diese beidseitig, wie Fig. 3 zeigt. Die Fixierung der Seitenplatten 26 am Ausleger 5 erfolgt im Ausführungsbeispiel über Niete 27. Im Ausführungsbeispiel sind drei Niete 27 und zwei Niete 22 vorgesehen. Anstelle der Niete 27 können auch andere Befestigungsmittel, beispielsweise Schrauben, vorgesehen sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Konsolkopf 4 unmittelbar oder über Seitenplatten 26 oder andere Verbindungsbauteile am Ausleger 5 festgeklebt ist.
  • Es kann auch vorgesehen sein, dass der Ausleger 5 einen Schlitz zur Aufnahme einer am Konsolkopf 4 fixierten Platte aufweist. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Auflagerelement 6 Seitenplatten besitzt, die den Ausleger 5 umgreifen. Auch andere Arten der Fixierung können vorteilhaft sein.
  • Die Fig. 5 und 6 zeigen Ausführungsbeispiele für Auflagerelemente 6. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 besitzt das Auflagerelement 6 einen Auflagerwinkel 30, der an der Befestigungsplatte 25 fixiert ist. Im Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Auflagerwinkel 30 an der Befestigungsplatte 25 festgeschweißt ist. Der Auflagerwinkel 30 besitzt einen hochstehenden, vorteilhaft vertikal und parallel zur Tragwand 2 verlaufenden Schenkel 34, der bevorzugt als Anschlag für die Vormauerschale 3 dient. Dadurch wird die Montage und Ausrichtung der Vormauerschale 3 am Konsolanker 1 vereinfacht. Der Schenkel 34 kann dabei in einen Schlitz der Befestigungsplatte 25 ragen. Alternativ kann der Schenkel 34 einen Schlitz besitzen, durch den die Befestigungsplatte 25 ragt. Zur Befestigung am Ausleger 5 besitzt die Befestigungsplatte 25 Befestigungsöffnungen 29. Entsprechende Befestigungsöffnungen sind vorteilhaft auch bei der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Befestigungsplatte 25 vorgesehen.
  • Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Auflagerplatte 24 vorgesehen, die sich horizontal erstreckt und die die Auflagerfläche 16 bildet. Die Auflagerplatte 24 ist über eine Verbindungsplatte 31 mit der Befestigungsplatte 25 verbunden. Die Befestigungsplatte 25 besitzt eine Unterkante 32, die im Einbauzustand dem Boden zugewandt liegt und die zur Auflagerfläche 16 einen Abstand i besitzt. Der Abstand i kann für den jeweiligen Einbauzustand geeignet gewählt werden.
  • Vorteilhaft sind mehrere Auflagerelemente für einen Ausleger 5 vorgesehen, die wahlweise am Ausleger 5 fixiert werden können, so dass sich eine einfache Anpassung auf den Einbauzustand ergibt. Die Auflagerelemente 6 bestehen vorzugsweise aus Metall, insbesondere aus Stahl. Auch der Konsolkopf 4 und die Seitenplatten 26 sind vorteilhaft aus Metall, insbesondere aus Stahl. Am Ausleger 5 können vorteilhaft auch unterschiedliche Formen von Konsolköpfen 4 fixiert werden.
  • Die Figuren zeigen unterschiedliche Ausführungsbeispiele, die in beliebigen Kombinationen und Unterkombinationen miteinander kombiniert werden können, um weitere vorteilhafte Gestaltungen zu erhalten, solange sie in den Anwendungsbereich der anhängenden Ansprüche fallen.

Claims (11)

  1. Konsolanker zur Verbindung mit einer Tragwand (2) und zur Auflagerung einer Vormauerschale oder Verblendung (3) in einem Abstand (a) zur Tragwand (2), wobei der Konsolanker (1) einen Konsolkopf (4) zur Befestigung des Konsolankers (1) an der Tragwand (2), einen Ausleger (5), ein Auflagerelement (6) zur Abstützung der Vormauerschale oder Verblendung (3) und ein Druckelement (7) zur Druckübertragung vom Konsolanker (1) auf die Tragwand (2) umfasst, wobei das Auflagerelement (6) und das Druckelement (7) am Ausleger (5) festgelegt sind, wobei das Auflagerelement (6) eine Auflagerfläche (16) zur Auflagerung der Vormauerschale oder Verblendung (3) umfasst, die sich in Einbaulage des Konsolankers (1) in horizontaler Richtung erstreckt, wobei der Ausleger (5) eine in Einbaulage des Konsolankers (1) senkrecht zur Tragwand (2) gemessene Breite (e) besitzt, wobei das Druckelement (7) zum Konsolkopf (4) einen in Einbaulage des Konsolankers (1) vertikal gemessenen Abstand (c) besitzt,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (c) zwischen dem Druckelement (7) und dem Konsolkopf (4) das 0,7fache bis 1,3fache der Breite (e) des Auslegers (5) beträgt, dass der Ausleger (5) vollständig aus Kunststoff ist, und dass am Konsolkopf (4) Seitenplatten (26) festgelegt sind, die den Ausleger (5) umgreifen.
  2. Konsolanker nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein glasfaserverstärkter Kunststoff ist.
  3. Konsolanker nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (5) eine durchgehende Öffnung (8) aufweist.
  4. Konsolanker nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (8) von einer Druckstrebe (9) und einer Zugstrebe (10) des Auslegers (5) begrenzt ist.
  5. Konsolanker nach Anspruch 3 oder 4,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (5) in Ansicht senkrecht auf eine Kragebene (15) des Auslegers (5) eine Gesamtfläche (G) besitzt, die von der Außenkontur des Auslegers (5) umschlossen ist, dass die Öffnung (8) in Ansicht senkrecht auf die Kragebene (15) eine Öffnungsfläche (F) besitzt, und dass die Öffnungsfläche (F) mindestens 20% der Gesamtfläche (G) entspricht.
  6. Konsolanker nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (7) zumindest teilweise insbesondere vollständig aus Kunststoff ist, wobei der Kunststoff insbesondere ein glasfaserverstärkter Kunststoff ist.
  7. Konsolanker nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (7) eine der Tragwand (2) zugewandte Anlagefläche (11) zur Anlage an der Tragwand (2) besitzt, die sich in einer Ebene parallel zur Tragwand (2) erstreckt.
  8. Konsolanker nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (7) einteilig ausgebildet und unmittelbar mit dem Ausleger (5) verbunden ist.
  9. Konsolanker nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Auflagerelement (6) eine Auflagerplatte (24) oder einen Auflagerwinkel (30) zur Abstützung der Vormauerschale oder der Verblendung (3) umfasst.
  10. Konsolanker nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Ausleger (5) das Auflagerelement (6) umgreift, wobei der Ausleger (5) insbesondere an seiner dem Auflagerelement (6) zugewandten Stirnseite (16) einen Schlitz (13) aufweist, in den das Auflagerelement (6) ragt.
  11. Konsolanker nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Konsolanker (1) ein Befestigungselement (14) zur Befestigung des Konsolkopfes (4) an der Tragwand (2) umfasst, und dass das Befestigungselement (14) in der Einbaulage des Konsolankers (1) in einem vertikalen Abstand (b) zum Auflagerelement (6) angeordnet ist.
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