Kanalverschlussmittel für einen Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes, Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes sowie Kühlgerät
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kanalverschlussmittel für einen Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes, insbesondere eines NoFrost Kühlgerätes, einen Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes sowie ein Kühlgerät, insbesondere ein NoFrost Kühlgerät.
Bei einem Kühlgerät der genannten Art wird die Luft mittels einem Umluftsystem im Kühlraum einem Verdampfer, der insbesondere außerhalb des eigentlichen Kühlraums ange- ordnet ist, zugeführt. An dem Verdampfer bildet sich Eis. Der Verdampfer taut regelmäßig ab, wobei das Abtauwasser über einen Abtauwasserkanal in eine Verdunstungsschale abgeführt wird. Um ein Einströmen von Umgebungsluft über den Abtauwasserkanal in den Kühlraum bzw. im Falle eines Nofrost-Geräts in den Verdampferraum zu verhindern, ist in den Abtauwasserkanal z. B. ein Siphon integriert.
Nachteilig ist, dass insbesondere bereits vor Inbetriebnahme des Kühlgerätes bzw. bis zu dem Zeitpunkt bis der Siphon mit Wasser gefüllt ist, Umgebungsluft und -Feuchtigkeit durch den Abtauwasserkanal in den Kühlraum bzw. zum Verdampfer strömen und den Verdampfer vereisen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Zuströmen von Umgebungsluft durch einen Abtauwasserkanal zu einem Verdampfer eines Kühlgerätes zu verhindern, insbesondere bis der Wassersiphon mit Tauwasser gefüllt ist und seine Funktion wahrnimmt.
Die Aufgabe wird gelöst mit einem Kanalverschlussmittel für einen Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes, insbesondere eines NoFrost Kühlgerätes, wobei das Kanalverschlussmittel wasserlöslich ist.
Ein Kühlgerät im Sinne der Erfindung ist insbesondere automatisch abtaubar und bei- spielsweise ein Kühlschrank, ein Gefrierschrank oder Kühl- Gefrierkombination oder eine Gefriertruhe. Ein NoFrost Kühlgerät im Sinne der Erfindung ist ein Kühlgerät, bei welchem der Verdampfer außerhalb des Kühlfaches in einem Verdampferfach angeordnet, und die Kühlluft über Kühlluftkanäle anhand eines Ventilators zwischen Verdampferfach und Kühl-
fächern umgewälzt wird. Der Verdampfer eines solchen Kühlgeräts ist durch eine Abtauheizung abtaubar.
Der Abtauwasserkanal des Kühlgerätes transportiert im Kühlgerät insbesondere am Verdampfer entstehendes Abtauwasser nach außerhalb des Kühlgerätes, so dass das Ab- tauwasser außerhalb des Kühlgerätes, insbesondere unter Ausnutzung der Abwärme eines Kompressors, verdampfen kann. Der Abtauwasserkanal ist beispielsweise ein Rohr, ein Schlauch oder eine Rinne und mündet vorzugsweise in eine Verdunstungsschale, welche vorteilhaft über den Kompressor angeordnet ist.
Um ein Einströmen von Umgebungsluft über den Abtauwasserkanal in den Kühlraum bzw. im Falle eines NoFrost Gerätes in den Verdampferraum zu verhindern, ist in den Abtauwasserkanal bevorzugt ein Siphon integriert, der sich mit Abtauwasser füllt und dann den Eintritt von Umgebungsluft in den Kühlraum bzw. bei NoFrost Geräten in den Verdampferraum verhindert.
Ein erfindungsgemäßes Kanalverschlussmittel löst sich durch den Kontakt mit Wasser auf, insbesondere durch den Kontakt mit Abtauwasser eines Kühlgerätes. Es dichtet den Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes daher zeitweise ab, so dass keine Umgebungsluft und -Feuchtigkeit den Abtauwasserkanal durchströmen kann, und zwar solange, bis es sich durch den Kontakt mit Wasser auflöst. Mit dem Kanalverschlussmittel ist der Abtauwasserkanal daher zumindest zeitweise verschließbar.
Das Kanalverschlussmittel ist bevorzugt als Folie, insbesondere als Stärkefolie, ausgebildet. Alternativ kann die Folie jedes beliebige andere wasserlösliche Material enthalten, z. B. organische Materialien wie Saccharose und Polysaccharose, oder anorganische Materialien wie z. B. NaCI oder andere Salze. Die Folie braucht nicht gänzlich aus dem wasserlöslichem Material zu bestehen, es muss lediglich gewährleistet sein, dass das Kanalverschlussmittel bei Kontakt mit Wasser für dieses durchlässig wird. Denkbar wäre also auch eine Netz- oder Gewebestruktur, deren Maschen mit einem wasserlöslichen Material verschlossen sind. Es ist also denkbar, wenn auch nicht bevorzugt, dass Rückstände der Folie in dem Abtauwasserkanal verbleiben, sofern diese das Abfließen des Abtauwassers nicht behindern.
Es eignen sich aber auch beliebig andere Kanalverschlussmittel, mit denen der Abtauwasserkanal zeitweise verschließbar ist. Beispielsweise eignen sich ein Pfropfen oder eine Platte, deren Geometrie an den Querschnitt des Abtauwasserkanals so angepasst ist, dass der Abtauwasserkanal mit ihnen verschließbar ist und die aus einem beliebigen wasserlöslichen Material gefertigt sind. Geeignet sind beispielsweise die oben genannten organischen oder anorganischen wasserlöslichen Materialien wie z. B. Stärke und Salz. Ein derartiger Pfropfen ist vorzugsweise formschlüssig oder kraftschlüssig in einem Abschnitt des Abtauwassers gehalten, indem er an seinem Umfang dichtend an der Kanalinnenwand anliegt.
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist der Pfropfen als Tab ausgebildet, beispielsweise als Tablette oder Pille, die zumindest im Wesentlichen aus einem wasserlöslichen organischen oder anorganischen Material hergestellt ist. Der Tab hat bevorzugt eine an den Querschnitt des Abtauwasserkanals angepasste Umfangsform, besonders bevorzugt ist er abgerundet, z. B. etwa kugelförmig oder ellipsoid, oder ring- oder platten- förmig.
Gemäß einer anderen Ausführungsform ist der Pfropfen als Gas gefüllte Blase ausgebildet, deren Außenhaut von einer wasserlöslichen Folie gebildet ist. Die wasserlösliche Folie kann aus den oben genannten Materialien gefertigt sein, z. B. Stärke. Das Gas ist vorzugsweise Luft oder Stickstoff. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass die Blase sich an verschiedene Querschnittsformen von Abtauwasserkanälen anpassen kann und leicht in diesen eingebracht und darin form- oder insbesondere reibschlüssig gehalten sein kann.
Sollte das sich auflösende Material des Kanalverschlussmittels Rückstände im Abtauwasser hinterlassen, die ein biologisches Wachstum in der Verdunstungsschale, in der das Abtauwasser gesammelt wird, hervorrufen können, kann als Gegenmaßnahme im Bereich der Verdunstung des Abtauwassers eine biologisches Wachstum hemmende Substanz platziert werden, wie z. B. Salz oder andere geeignete Chemikalien wie kationische Ten- side oder dergleichen. Die Substanz, die biologisches Wachstum verhindert, kann ferner ein Biozid, insbesondere ein Bakterizid oder Fungizid sein. Beispielsweise kann diese Substanz in einem Päckchen oder als Tablette in der Tauwasserschale befestigt sein, sodass die Substanz bei Kontakt mit dem Abtauwasser beigesetzt wird.
Besonders vorteilhaft ist es jedoch, eine Substanz, die das biologische Wachstum im Abtauwasser verhindert, in das Kanalverschlussmittel zu integrieren.
Da das Kanalverschlussmittel die Substanz umfasst, wird die Substanz erst aktiviert, wenn das biologische Wachstum aufgrund des sich auflösenden Kanalverschlussmittels tatsächlich verhindert werden muss. Das Kanalverschlussmittel umfasst die Substanz beispielsweise in Tablettenform, wobei die Tabletten beispielsweise im Kanalverschlussmittel eingeschweißt sind, oder sie ist in jedweder anderen Form im Kanalverschlussmittel integriert. Ist das Kanalverschlussmittel ein Tab, ist die biologisches Wachstum hemmen- de Substanz vorzugsweise gemeinsam mit dem wasserlöslichen Material zu einer Tablette gepresst.
Das Kanalverschlussmittel kann auch einen Compositeaufbau aufweisen, wobei beispielsweise die Substanz einen Teil des Kanalverschlussmittels bildet.
Alternativ kann die Substanz getrennt vom Kanalverschlussmittel im Abtauwasserkanal vorgesehen sein, beispielsweise in Fließrichtung des Abtauwassers vor und/oder hinter dem Kanalverschlussmittel. Ferner kann die Substanz auch das Kanalverschlussmittel bilden, oder sie ist ein zusätzliches den Abtauwasserkanal zeitweise verschließendes Kanalverschlussmittel.
Die Aufgabe wird weiterhin gelöst mit einem Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes, wobei der Abtauwasserkanal ein erfindungsgemäßes Kanalverschlussmittel zum Verschließen des Abtauwasserkanals umfasst. Ein solcher Abtauwasserkanal ist mit dem Kanalver- Schlussmittel verschlossen, bis dieses mit Wasser in Kontakt gerät und sich dadurch auflöst. Sobald sich das Kanalverschlussmittel auflöst, kann der Abtauwasserkanal vom Abtauwasser durchflössen werden und dieses nach außerhalb des Kühlgerätes abfließen.
Bevorzugt ist das Kanalverschlussmittel im Abtauwasserkanal im Wesentlichen quer zur Fließrichtung des Abtauwassers angeordnet. Dabei ist die Außengeometrie des Kanalverschlussmittels im Wesentlichen kongruent der Innengeometrie des Abtauwasserkanals, so dass das Kanalverschlussmittel den Abtauwasserkanal zuverlässig abdichtet, solange es sich nicht durch den Kontakt mit Wasser auflöst. Die Größe des benötigten Kanalver-
Schlussmittels ist daher im Wesentlichen durch die Größe des Abtauwasserkanals bestimmt, so dass das Kanalverschlussmittel klein und kostengünstig gestaltbar ist. Es kommen beliebige Querschnitte für den Abtauwasserkanal in Betracht, bevorzugt sind jedoch ein runder, viereckiger oder ovaler Querschnitt.
Vorzugsweise umfasst der Abtauwasserkanal einen Siphon. Besonders bevorzugt ist das Kanalverschlussmittel in Fließrichtung des Abtauwassers hinter dem Siphon angeordnet. Beim Enteisen des Verdampfers des Kühlgerätes wird daher zuerst der Siphon mit Abtauwasser gefüllt. Erst danach gerät das Kanalverschlussmittel in Kontakt mit dem Wasser und löst sich auf. Da der Siphon bereits mit Abtauwasser gefüllt ist, kann auch nach dem Auflösen des Kanalverschlussmittels keine Umgebungsluft mehr durch den Abtauwasserkanal zum Verdampfer fließen. Besonders bevorzugt ist das Kanalverschlussmittel so im Abtauwasserkanal angeordnet, dass es sich vollständig auflöst, beispielsweise indem es entlang seiner gesamten dem Wasser zugewandten Fläche mit dem Wasser in Kontakt gerät.
Weiterhin bevorzugt ist die Substanz zur Verhinderung des biologischen Wachstums insbesondere zusätzlich in Fließrichtung des Abtauwassers vor dem Siphon angeordnet, damit sie auch auf das im Siphon gehaltene Wasser wirkt. Die Substanz kann beispielsweise in Tablettenform oder in jedweder anderen Form im Abtauwasserkanal angeordnet sein, beispielsweise als Salz, Gel oder Flüssigkeit. Alternativ oder zusätzlich kann das Kanalverschlussmittel ebenfalls die Substanz umfassen.
Der Siphon kann z. B. als Röhrensiphon ausgebildet sein, also ein U-förmiges Rohr aufweisen, dessen untere Biegung stets mit Tauwasser gefüllt bleibt und damit den Eintritt von Umgebungsluft in den Verdampferraum verhindert. Diese Ausbildung ist besonders einfach in der Herstellung.
Alternativ kann der Siphon auch als Flaschen-, Tassen-, Tauchwand- oder Glockensiphon ausgebildet sein. Besonders bevorzugt ist eine Anordnung, bei der das Rohr des Abtau- wasserkanals von oben in ein tassenförmiges Behältnis mündet, wobei die Auslassöffnung des Abtauwasserkanals möglichst weit unterhalb des Tassenrandes angeordnet ist, sodass das sich in der Tasse ansammelnde Abtauwasser die Auslassöffnung verschließt. Eine derartige Konfiguration wird Tassen- oder Flaschensiphon genannt. Besonders be-
vorzugt ist die Tasse in der Verdunstungsschale angeordnet, sodass das Tauwasser von der Tasse direkt in diese fließt.
Gemäß der bevorzugten Ausführungsform ist oberhalb des Siphons eine Abdeckung angeordnet, die zwar das Überlaufen von Wasser erlaubt, jedoch das Austrocknen des Si- phons bzw. der Tasse verlangsamt.
Das Kanalverschlussmittel kann an verschiedenen Positionen und auf verschiedene Weise in den Abtauwasserkanal eingebracht sein, von denen im Folgenden einige bevorzugte Ausführungsformen dargestellt werden:
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist das Kanalverschlussmittel als eine über das Auslassende des Abtauwasserkanals gezogene wasserlösliche Folie ausgebildet. Dort kann die Folie fixiert werden, indem die Stirnseite am Auslassende des Rohres angefeuchtet wird, und die Folie daraufhin an die Stirnseite gepresst wird.
Gemäß einer zweiten bevorzugten Ausführungsform ist das Kanalverschlussmittel als eine wasserlösliche Folie in einem Kanalabschnittsstück ausgebildet, welches als separates Bauteil einen Teil des Abtauwasserkanals bildet. Der Abtauwasserkanal ist also nicht einstückig, sondern weist ein separates Kanalabschnittsstück auf, z. B. ein Rohrstück, das z. B. am Auslass des Abtauwasserkanals an diesen angesetzt wird, oder das zwischen den Abtauwasserauslass des Kühlgeräts und den Abtauwasserkanal eingesetzt wird. In dieses Kanalabschnittsstück ist die wasserlösliche Folie bereits integriert, wobei es auch hier über eine Stirnseite des Kanalabschnittsstücks gezogen sein kann. Diese Lösung hat den Vorteil, dass der Abtauwasserkanal auf herkömmliche Weise hergestellt werden kann.
Gemäß einer dritten Ausführungsform ist das Kanalverschlussmittel als ein Pfropfen ausgebildet, der in einen schlauch- oder rohrförmigen Abschnitt des Abtauwasserkanals eingebracht ist. Um den Pfropfen hier reibschlüssig im Abtauwasserkanal zu halten, ist es vorteilhaft, wenn der schlauch- oder kanalförmige Abschnitt zumindest leicht elastisch ist, sodass z. B. ein kugelförmiger Tab oder eine mit Gas gefüllte Blase in ihn eingedrückt werden kann.
Gemäß einer vierten Ausführungsform ist das Kanalverschlussmittel vorzugsweise als ein Pfropfen in einem Kanalabschnittsstück ausgebildet, welches als separates Bauteil einen Teil des Abtauwasserkanals bildet. Diese Lösung hat den Vorteil, dass das Kanalabschnittsstück beispielsweise eine ringförmige Aufnahme für das Kanalverschlussmittel aufweisen kann, welches somit formschlüssig und daher besonders fest in dem Kanalab- schnittsstück gehalten ist. Das Kanalabschnittsstück selbst kann auf die gleiche Weise am Auslass- oder Einlassende des Abtauwasserkanals angeordnet sein, wie oben mit Bezug auf das Kanalabschnittsstück mit integrierter wasserlöslicher Folie beschrieben.
Gemäß einer fünften bevorzugten Ausführungsform ist das Kanalverschlussmittel als ein mit zumindest einer Durchflussöffnung versehener Pfropfen im Abtauwasserkanal ausgebildet, wobei die zumindest eine Durchflussöffnung mit einer wasserlöslichen Folie verschlossen ist. Hier kann das Kanalverschlussmittel z. B. als gelöcherter Ring ausgebildet sein, der in den Abtauwasserkanal eingesetzt ist. Denkbar ist jedoch auch ein kugelartiger Pfropfen, sofern dieser zumindest eine entsprechende Durchflussöffnung aufweist.
Im Fall eines Tassensiphons kann der Pfropfen auch nach Art eines Dichtrings zwischen das Auslassende des Abtauwasserkanals und der Innenwand der Tasse angeordnet sein.
Die Aufgabe wird weiterhin gelöst mit einem Kühlgerät, insbesondere einem NoFrost Kühlgerät, wobei das Kühlgerät einen erfindungsgemäßen Abtauwasserkanal umfasst. Bei einem solchen Kühlgerät kann auch vor dem ersten Abtauen des Verdampfers keine Umgebungsluft und auch keine Feuchtigkeit durch den Abtauwasserkanal zum Verdampfer strömen.
Im Folgenden wird die Erfindung durch Figuren beschrieben. Die Figuren sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Abtauwasserkanal eines
Kühlgerätes.
Fig. 2 zeigt schematisch einen Abtauwasserkanal eines Kühlgerätes sowie einen an den Abtauwasserkanal angeschlossenen Verdampfer.
Fig. 3 zeigt schematisch eine auf der Rückseite eines Kühlgeräts angeordnete
Anordnung aus Abtauwasserkanal, Verdunstungsschale und Verdichter im Querschnitt, mit einem Kanalverschlussmittel gemäß der o. g. ersten Ausführungsform.
Fig. 4 zeigt schematisch eine auf der Rückseite eines Kühlgeräts angeordnete
Anordnung aus Abtauwasserkanal, Verdunstungsschale und Verdichter im Querschnitt, mit einem Kanalverschlussmittel gemäß der o. g. zweiten Ausführungsform.
Fig. 5 zeigt schematisch eine auf der Rückseite eines Kühlgeräts angeordnete
Anordnung aus Abtauwasserkanal, Verdunstungsschale und Verdichter im Querschnitt, mit einem Kanalverschlussmittel gemäß der o. g. dritten Ausführungsform.
Fig. 6 zeigt eine Anordnung auf der Rückwand eines Kühlgeräts mit Abtauwasserkanal und Verdunstungsschale im Querschnitt, mit einem Kanalverschlussmittel gemäß der o. g. vierten Ausführungsform.
Fig. 7 zeigt eine Anordnung auf der Rückwand eines Kühlgeräts mit Abtauwas- serkanal und Verdunstungsschale im Querschnitt, mit einem Kanalverschlussmittel gemäß der o. g. fünften Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt aus einem Abtauwasserkanal 2 eines Kühlgerätes. In einem insbesondere separaten Rohrteil 3 des Abwasserkanals 2 ist ein Kanalver- Schlussmittel 1 angeordnet, dass den Abtauwasserkanal 2 gegen Eindringen von Umgebungsluft und -Feuchtigkeit verschließt, bis es in Kontakt mit Wasser gerät und sich auflöst. Das Kanalverschlussmittel 1 umfasst eine das biologische Wachstum verhindernde Substanz 4, hier in Tablettenform, die in das Kanalverschlussmittel 1 integriert. Wenn das Kanalverschlussmittel 1 im Kontakt mit Tauwasser gerät, löst sich auch die Tablette 4 auf, sodass die das biologische Wachstum verhindernde Substanz gemeinsam mit den Rückständen des Kanalverschlussmittels 1 in die Verdunstungsschale gespült wird, wo sie verhindert, dass die Rückstände zum Nährboden für Bakterien oder dergleichen werden. Die Pfeile zeigen schematisch die Fließrichtung F des Abtauwassers. Der Abtauwasser-
kanal 2 weist einen im Wesentlichen ovalen Querschnitt auf, so dass auch das Kanalverschlussmittel 1 einen ovalen Querschnitt aufweist und der Außenumfang des Kanalverschlussmittels 1 entspricht dem Innenumfang des Abtauwasserkanals 2. Daher dichtet das Kanalverschlussmittel 1 den Abtauwasserkanal 2 vor gegen die Fließrichtung F in den Abtauwasserkanal einströmende Umgebungsluft und -Feuchtigkeit ab, so dass keine Umgebungsluft oder -Feuchtigkeit durch den Abtauwasserkanal 2 gegen die Fließrichtung F zum Verdampfer 6 (s. Fig. 2) strömen und diesen vereisen kann.
Fig. 2 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform eines Abtauwasserkanals 2 eines Kühlgerätes sowie einen Verdampfer 6, an den der Abtauwasserkanal 2 angeschlossen ist. Ein solcher Verdampfer 6 ist beispielsweise an der innenraumseitigen Rückwand eines Kühlgerätes, beispielsweise eines Kühl- oder Gefrierschranks oder einer Kühltruhe, angeordnet oder beispielsweise unterhalb der Fächer oder Schubladen eines Kühl- oder Gefrierschranks. Insbesondere ist der Verdampfer 6 bei einem NoFrost Gerät in einem separat beheizbaren Verdampferraum des Kühlgerätes angeordnet. Im Betrieb des Kühl- gerätes vereist die am Verdampfer 6 kondensierte Feuchtigkeit aus dem Kühlgerätinnen- raum. Durch zeitweiliges Aufwärmen des Verdampfers 6 taut die Feuchtigkeit ab und fließt als Abtauwasser durch den Abtauwasserkanal 2 in Fließrichtung F in eine Verdunstungsschale außerhalb des Kühlgerätes. Der Abtauwasserkanal 2 weist einen U- förmigen Siphon 5 auf. In Fließrichtung F des Abtauwassers hinter dem Siphon 5 ist das Kanalverschlussmittel 1 angeordnet, so dass es erst nach Auffüllen des Siphons 5 mit dem Abtauwasser in Kontakt gerät und sich auflöst. Daher kann zu keiner Zeit Umgebungsluft oder -Feuchtigkeit durch den Abtauwasserkanal 2 gegen die Fließrichtung F zum Verdampfer 6 strömen und diesen vereisen. Außerdem ist im Siphon eine Tablette mit einer das biologische Wachstum verhindernden Substanz 4 angeordnet.
In Fig. 3 ist schematisch die isolierte Wand 7 eines Kühlgeräts dargestellt. In dem Kühlgerät wird beim Abtauen des Verdampfers Tauwasser in der Abtauwasserführung 8 gesammelt und durch einen Durchlass 9 aus dem Kühlgerät abgeführt. Das Abtauwasser fließt dann durch einen als Rohr oder Schlauch ausgebildeten Abwasserkanal 2, der ei- nen U-förmigen Siphon 5 aufweist. Am Auslassende 12 des Abtauwasserkanals mündet dieser in eine Verdunstungsschale 10, welche zumindest teilweise oberhalb eines Verdichters 1 1 angeordnet ist, um dessen Abwärme zum Verdunsten des Tauwassers zu nutzen.
Gemäß der ersten Ausführungsform ist das Kanalverschlussmittel als wasserlösliche Folie 1 a ausgebildet, welche über die Stirnseite des Rohres am Auslassende 12 des Abtauwasserkanals gezogen ist.
Fig. 4 zeigt eine ähnliche Anordnung wie die Fig. 3, wobei das Kanalverschlussmittel hier als Folie 1 b in ein separates Kanalabschnittsstück 3a integriert ist, welches zwischen den Siphon 5 und ein Endrohrstück 14 des Abtauwasserkanals eingesetzt ist. Das Kanalabschnittsstück 3a kann insbesondere auf das Rohr des Siphons und das Rohrstück 14 aufgesteckt oder an diese angeschraubt oder angeklebt sein.
Gemäß der dritten Ausführungsform, die in Fig. 5 dargestellt ist, ist das Kanalverschlussmittel als Pfropfen in Form eines rundlichen Tabs 1c ausgebildet. Der Tab 1 c ist auf einfache Weise vom Auslassende 12 des Abtauwasserkanals in diesen eingeschoben und reibschlüssig in diesem gehalten.
Alternativ kann ein Pfropfen oder Tab 1 d auch - wie ebenfalls in Fig. 5 gezeigt - gemäß der vierten Ausführungsform in ein separates Kanalabschnittsstück 3b eingesetzt sein. Das in Fig. 5 gezeigte Kanalabschnittsstück 3b ist in Fließrichtung vor dem Siphon 5 angeordnet. Dies hat zwar den Nachteil, dass der Pfropfen 1 d sich u. U. bereits auflöst, be- vor der Siphon mit Wasser gefüllt ist. Dafür wirkt sich vorteilig aus, dass ein eventuell in dem Pfropfen enthaltenes Biozid oder Salz in das im Siphon zurückgehaltene Wasser gelangt und dort biologisches Wachstum verhindert.
Fig. 6 zeigt eine Anordnung, bei der der Abtauwasserkanal 2 mit einem Tassensiphon 15 versehen ist. Auch hier ist eine Abtauwasserführung 8 durch einen Durchlass 9 in der Geräteisolation 7 geführt. Daran schließt sich ein Abtauwasserkanal 2 an, der an seinem Auslassende 16 nach unten in einen tassenartigen Behälter 17 mündet. Die Tasse 17 ist in einer Verdunstungsschale 10 angeordnet und nach oben mit einer Kappe 18 bedeckt, die den Siphon 15 vor dem Austrocknen schützt.
Gemäß Fig. 6 ist das Kanalverschlussmittel wiederum als Pfropfen 1d ausgebildet, der hier jedoch in einem separaten Kanalabschnittsstück 3b eingesetzt ist, welches eine ring-
förmige Aufnahme für den Pfropfen 1d aufweist. Das Kanalabschnittsstück 3b ist zwischen die Abtauwasserführung 8 und den Abtauwasserkanal 2 geschaltet.
In Fig. 7 ist eine Anordnung des Kanalverschlussmittels gemäß der fünften Ausführungsform dargestellt. Hier ist zwischen das Auslassende 16 des Abtauwasserkanals 2 und die Tasse 17 des Siphons 15 ein ringförmiger Pfropfen 1e eingesetzt, der jedoch mit zumindest einer Durchlassöffnung 19 versehen ist. Diese ist zunächst mit einer wasserlöslichen Folie verschlossen, die sich jedoch beim ersten Kontakt mit Abtauwasser auflöst.
Alternativ kann anstelle des ringförmigen Pfropfens 1 e mit Durchlassöffnungen auch ein ringförmiger Pfropfen 1f ohne Durchlassöffnungen vorgesehen sein, der sich als Ganzes in Wasser löst.
Es versteht sich, dass die in Verbindung mit einem Röhrensiphon gezeigten Ausführungsformen des Kanalverschlussmittels auch bei einem Tassensiphon anwendbar sind und umgekehrt.
Bezugszeichenliste
I Kanalverschlussmittel
1 a — 1f verschiedene Ausführungsformen des Kanalverschlussmittels 2 Abtauwasserkanal
3 Rohrteil des Abtauwasserkanals
4 Substanz zur Verhinderung des biologischen Wachstums
5 Siphon
6 Verdampfer 7 Geräteisolation
8 Abtauwasserführung
9 Durchlass durch die Geräteisolation
10 Verdunstungsschale
I 1 Verdichter 12 Auslassende des Abtauwasserkanals
15 Tassensiphon
16 Auslassende des Abtauwasserkanals
17 tassenförmige Behälter
18 Abdeckung 19 Durchlassöffnung
F Fließrichtung des Abtauwassers