Verbrennungssystem insbesondere für eine Gasturbine
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verbrennungssystem, insbesondere ein Verbrennungssystem für eine Gasturbine mit einer Brennkammer und wenigstens einem Düsenrohr, welches mit einer Düsenaustrittsöffnung in die Brennkammer mündet.
In jüngster Zeit werden so genannte Strahlflammen (jet fla- mes) als Alternative zu Drallflammen (swirl flames) in Verbrennungssystemen für Gasturbinenanlagen diskutiert. In Strahlflammen wird ein Brennstofffluid oder ein Gemisch aus Brennstofffluid und Luft mittels eines Düsenrohres als Strahl in die Brennkammer eingebracht. Strahlflammen ermöglichen Stickoxidemissionen (NOx-Emissionen) , die so niedrig sind wie bei vorgemischten Drallflammen, während sie gleichzeitig die Verteilung der Wärmefreisetzung über einen im Vergleich zu den vorgemischten Drallflammen größeren Bereich in der Brennkammer ermöglichen. Infolge der Wärmefreisetzung über einen größeren Bereich eröffnen Strahlflammen ein Potential zum Vermindern thermoakustisch induzierter Schwingungen. Weiterhin ermöglichen Strahlflammen das Verbrennen sehr unterschiedlicher Brennstofffluide, was eine hohe Flexibilität des Verbrennungssystems sicherstellt. Eine hohe Flexibilität ist eines der Hauptziele moderner Verbrennungssysteme.
Die Stabilisierung einer Strahlflamme bleibt jedoch weiterhin eine nicht vollständig gelöste Aufgabe. Bisher werden Strahlflammen hautsächlich durch die Mitführung von heißen Reaktionsgasen aus einer äußeren Rezirkulationszone der Brennkammer stabilisiert. Die Mitführung der heißen Reaktionsgase wurde bisher verbessert, indem die Strahlgeschwindigkeit erhöht und die Geometrie der Verbrennungsanordnung geeignet eingestellt worden sind. Das Einstellen der Geometrie erfolgt in der Regel durch Herstellen eines speziellen Verhältnisses zwischen dem Durchmesser der Brennkammer und dem Durchmesser der in die Brennkammer mündenden Düsenöffnung des Düsenrohres. Die
Flammenstabilität kann jedoch insbesondere im Hinblick auf unterschiedliche Betriebspunkte von Gasturbinenanlagen oder bei Verwendung von Brennstoffen mit hohem Wasserstoffgehalt, welche zu einer hohen Verbrennungsgeschwindigkeit führen, trotz allem noch unbefriedigend sein.
Demgegenüber ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen vorteilhaften Brenner für Strahlflammen und eine vorteilhafte Verbrennungssystem für Strahlflammen zur Verfügung zu stellen.
Diese Aufgabe wird durch einen Brenner nach Anspruch 1 bzw. durch ein Verbrennungssystem nach Anspruch 12 gelöst. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
Ein erfindungsgemäßer Brenner, der insbesondere als Brenner für eine Gasturbine ausgestaltet sein kann, umfasst wenigstens ein Düsenrohr sowie eine mit dem Düsenrohr in Verbindung stehende Brennstofffluidzufuhrleitung zum Zuführen eines
Brennstofffluids in das Düsenrohr und ggf. zusätzlich eine mit dem Düsenrohr in Verbindung stehende Luftzufuhrleitung zum Zuführen von Verbrennungsluft in das Düsenrohr. Das Düsenrohr weist eine Düsenaustrittsöffnung auf und ist zum Ein- düsen eines Strahls aus Brennstofffluid oder aus einem Gemisch aus Luft und Brennstofffluid in eine Brennkammer ausgestaltet. Das Düsenrohr weist im Bereich der Düsenaustrittsöffnung zur Öffnungsmitte hin vorstehende Elemente auf. Die zur Öffnungsmitte hin vorstehenden Elemente führen im ausge- tretenen Strahl so zu einer Erhöhung der turbulenten Fluktuationen im Bereich der Grenzfläche zwischen dem Strahl und den rezirkulierten Verbrennungsabgasen, was wiederum das Mitreißen der Verbrennungsabgase verstärkt. Als Konsequenz hiervon wird die Stabilität der Flamme erhöht.
In einer ersten Realisierung der Erfindung sind die vorstehenden Elemente durch einen bis zur Düsenaustrittsöffnung reichenden Düsenrohrabschnitt mit gewellter Innenumfangsflä-
che gebildet. Diese Realisierung führt zu einer Vergrößerung der Oberfläche des aus der Düsenöffnung austretenden Strahls. Da die Zahl der turbulenten Fluktuationen von der Größe der Grenzfläche zwischen dem Strahl und den heißen Reaktionsga- sen, d.h. den Verbrennungsgasen, in der Rezirkulationszone abhängt, ist in dieser Realisierung die Verstärkung der Wirbelbildung im Wesentlichen auf die vergrößerte Strahloberfläche zurückzuführen.
Die gewellte Innenumfangsflache an der Düsenaustrittsöffnung kann insbesondere derart ausgestaltet sein, dass sie eine maximale Auslenkung A um einen mittleren Öffnungsradius R der Düsenaustrittsöffnung aufweist und das Verhältnis der Auslenkung zum mittleren Öffnungsradius durch die Beziehung
gegeben ist.
Die gewellte Innenumfangsflache kann insbesondere die Form einer sich über den Umfang der Düsenaustrittsöffnung erstreckenden Sinuswelle aufweisen. Aber auch andere im weitesten Sinne gewellte Formen, wie etwa Sägezahnformen, sind möglich.
In einer Weiterbildung des Brenners mit der gewellten Innenumfangsflache weist das Düsenrohr einen von der Düsenöffnung entfernten Düsenrohrabschnitt und einen Übergangsabschnitt auf. Der Übergangsabschnitt stellt einen Übergang von dem Düsenrohrabschnitt mit runden Öffnungsquerschnitt zu dem Düsen- rohrabschnitt mit der gewellten Innenumfangsflache dar. Die maximale Amplitude der gewellten Innenumfangsflache wird unmittelbar an der Düsenaustrittsöffnung erreicht. Das Verhältnis der Länge Lτ des Übergangsbereiches zur maximalen Amplitude A ist durch die Formel
KL/2A<5
gegeben. Im durch die Formel gegebenen Verhältnis der Länge des Übergangsbereiches zur maximalen Amplitude lassen sich besonders vorteilhafte Resultate für die Flammenstabilität erzielen .
In einer alternativen Realisierung des Brenners sind die vorstehenden Elemente durch im Bereich der Düsenaustrittsöffnung an der Innenumfangsflache des Düsenrohres angeordnete Flügel, die insbesondere Deltaflügel sein können, gebildet. Deltaflü- gel weisen die Form eines Dreiecks auf und besitzen im Verhältnis zu ihrer Länge und Tiefe eine relativ geringe Profildicke. Die Flügel, insbesondere die Deltaflügel führen zu einer verstärkten Wirbelbildung im Bereich der Flügelkanten. Im Unterschied zur ersten Realisierung wird die verstärkte Wir- belbildung nicht erst durch die vergrößerte Strahloberfläche induziert, sondern liegt bereits beim Austritt des Strahls aus der Düsenaustrittsöffnung vor.
Die Flügel stehen an der Düsenaustrittsöffnung über die Stre- cke S von der Innenumfangsflache aus, welche an der Düsenöffnung kreisförmig mit einem Öffnungsdurchmesser D ausgebildet ist, in die Düsenöffnung vor. Das Verhältnis der Strecke S zum Öffnungsdurchmesser D ist durch die Beziehung
gegeben. Die Verhältnisse, welche der angegebenen Beziehung genügen, führen zu besonders guten Ergebnissen beim Stabilisieren der Strahlflamme.
In einer besonderen Ausgestaltung der Realisierung mit Flügeln im Bereich der Düsenaustrittsöffnung sind die Flügel um einen Winkel α bezüglich der Radialrichtung der Düsenaustrittsöffnung geneigt. Der Winkel α kann hierbei insbesondere im Bereich 65°< α <85° liegen. Die geneigten Flügel, insbesondere solche mit Neigungswinkeln im angegebenen Bereich, führen zu einer besonders vorteilhaften Wirbelbildung im O-
berflächenbereich des aus der Düsenaustrittsöffnung austretenden Fluidstrahls . Dies führt insbesondere dann zu guten Ergebnissen für die Flammenstabilität, wenn das Verhältnis der Strecke S zum Öffnungsdurchmesser D der Düsenaustritts- Öffnung der weiter oben angegebenen Beziehung genügt.
Erfindungsgemäß wird außerdem ein Verbrennungssystem mit einer Brennkammer und einem Brenner zur Verfügung gestellt. Der Brenner umfasst wenigstens ein Düsenrohr sowie eine mit dem Düsenrohr in Verbindung stehende Brennstofffluidzufuhrleitung zum Zuführen eines Brennstofffluids in das Düsenrohr und ggf. zusätzlich eine mit dem Düsenrohr in Verbindung stehende Luftzufuhrleitung zum Zuführen von Verbrennungsluft in das Düsenrohr. Das Düsenrohr weist eine in die Brennkammer mün- dende Düsenaustrittsöffnung auf und ist zum Eindüsen eines Strahls aus Brennstofffluid oder einem Gemisch aus Luft und Brennstofffluid in die Brennkammer ausgestaltet. In dem erfindungsgemäßen Verbrennungssystem steht das Düsenrohr in die Brennkammer vor. Insbesondere kann das Düsenrohr einen Öff- nungsdurchmesser D aufweisen und über eine Länge L in die
Brennkammer vorstehen, wobei das Verhältnis der Länge L zum Öffnungsdurchmesser D durch die Beziehung
0,3 < L/D < 3
gegeben ist. Das Vorstehen des Düsenrohres in die Brennkammer erhöht den Effekt, den das Mitreißen von heißen Verbrennungsabgasen der Rezirkulationszone auf den Strahl ausübt, weil die Düsenaustrittsöffnung nähr an die Rezirkulationszone her- angeführt oder gar in diese hineingeführt ist.
Das in die Brennkammer vorstehende Düsenrohr kann insbesondere im Bereich der Düsenaustrittsöffnung mit zur Öffnungsmitte hin vorstehenden Elementen, wie sie mit Bezug auf den erfin- dungsgemäßen Brenner beschrieben worden sind, ausgestattet sein. Mit anderen Worten, der Brenner kann insbesondere ein erfindungsgemäßer Brenner sein.
Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren.
Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Verbrennungssystem mit einem Brenner und einer Brennkammer in einer schematisierten, geschnittenen Seitenansicht.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die Düsenaustrittsöffnung des Brenners aus Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine alternative Ausgestaltung des Brenners im Verbrennungssystem aus Fig. 1 in einer geschnittenen, schematisierten Seitenansicht.
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf die Düsenausrittsöffnung der alternativen Ausgestaltung des Brenners.
Fig. 5 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Verbrennungssystem mit einem Brenner und einer Brennkammer in einer schematisierten, geschnittenen Seitenansicht.
Ein Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Verbrennungssystem ist in einer stark schematisierten Darstellung in Fig. 1 gezeigt. Die Figur stellt einen Schnitt durch die Längsachse des Verbrennungssystems dar und zeigt einen Bren- ner 1 und eine Brennkammer 3.
Der Brenner ist zum Erzeugen einer Strahlflamme (jet flame) 5 ausgebildet. Er umfasst ein Düsenrohr 7, welches im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit einer Brennstoffzufuhrleitung 9 und einer Luftzufuhrleitung 11 in Verbindung steht. Das ü- ber die Brennstoffzufuhrleitung 9 zugeführte Brennstofffluid, beispielsweise Gas (etwa Erdgas) oder Öl (etwa Heizöl) , wird in einem Mischer 13 gemischt und dem Düsenrohr 7 zugeführt.
Über eine Düsenaustrittsöffnung 15 wird das vorgemischte Luft/Brennstoffgemisch in die Brennkammer 3 eingedüst, um die Strahlflamme 5 zu bilden. Üblicherweise steht der Durchmesser der Düsenaustrittsöffnung mit der Abmessung der Brennkammer- Öffnung W im Verhältnis 1 < W/D < 4.
Im äußeren Bereich der Brennkammer 3 bildet sich bei vorliegender Strahlflamme 5 eine Rezirkulationszone 6 aus, in welcher heiße Verbrennungsabgase im radial äußeren Bereich der Brennkammer 3 in Richtung auf den Brenner 7 zurückströmen und im stromauf gelegenen Bereich der Brennkammer 3 in ihrer Bewegungsrichtung in Richtung auf den radial inneren Bereich der Brennkammer abgelenkt werden. Zwischen dem rezirkulierten Abgas 17 und der Umfangsflache des Luft/Brennstoffgemisches in der Strahlflamme 5 treten Scherkräfte auf, welche das rezirkulierte Abgas 17 in Strömungsrichtung F des Luft/Brennstoffgemisches mitreißen. Aufgrund dieses Mitreißeffektes wird die Strahlflamme 5 in der Brennkammer 3 stabilisiert. Für den Mitreißeffekt sind in erster Linie turbulen- te Fluktuationen in der Umfangsflache der Strahlflamme 5 verantwortlich .
Das Düsenrohr 7 des Brenners 1 weist im Bereich der Düsenaustrittsöffnung 15 eine gewellte Rohrwand 19 auf. Im vorliegen- den Ausführungsbeispiel ist die Wellung dadurch realisiert, dass die Rohrwand 19 die Form einer um einen mittleren Rohrradius R mit einer Amplitude A oszillierenden stehenden Sinuswelle aufweist. Die Wellung kann jedoch auch Einarbeiten einer in Umfangsrichtung des Düsenrohres sinusförmigen Kontur in seine Innenwandung realisiert sein. Die Wellung braucht aber nicht zwingend Sinusform aufzuweisen. Andere Formen, wie etwa Sägezahnformen, sind möglich.
Die Amplitude A der Wellung weist an der Düsenaustrittsöff- nung 15 ihren maximalen Wert auf. Sie verringert sich zu stromaufwärts gelegenen Rohrabschnitten hin, bis schließlich ein Rohrabschnitt 21 erreicht ist, in dem das Rohr einen kreisförmigen Querschnitt aufweist. Der Übergangsbereich, in
dem die Amplitude von ihrem Maximalwert A auf Null abnimmt, besitzt in Axialrichtung des Düsenrohres 7 eine Länge Lτ . Das Verhältnis der Länge Lτ des Übergangsbereiches zur maximalen Amplitude A ist durch die Beziehung
gegeben .
Aufgrund der Wellung des Düsenrohres 7 im Bereich Düsenaustrittsöffnung 15 ist die Oberfläche des aus der Düsenaustrittsöffnung 15 austretenden Strahls aus
Luft/Brennstoffgemisch im Vergleich zu einem aus einer Düsenaustrittsöffnung mit rundem Querschnitt und dem Radius R aus- tretenden Strahl aus Luft/Brennstoffgemisch vergrößert. Die Vergrößerung der Oberfläche des Strahls führt zu mehr turbulenten Fluktuationen und somit zu einer Verstärkung des beschriebenen Mitreißeffektes. Besonders vorteilhaft lässt sich der Mitreißeffekt verstärken, wenn das Verhältnis der Auslen- kung A der Wellung zum mittleren Radius R der Düsenaustrittsöffnung durch die Beziehung
gegeben ist. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass Fig. 2 lediglich beispielhaft und schematisch für die Form der Wellung steht. Insbesondere kann die Zahl der Wellenberge und Wellentäler auch kleiner oder größer sein, als dies in Fig. 2 dargestellt ist.
Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsvariante für das Düsenrohr des erfindungsgemäßen Brenners. Die Figur zeigt das Düsenrohr 107 gemäß der zweiten Variante in einem schematischen Schnitt entlang seiner zentralen Längsachse. Im Unterschied zum Düsenrohr 7 des ersten Ausführungsbeispiels weist das Düsenrohr 107 des zweiten Ausführungsbeispiels im Bereich der Düsenaustrittsöffnung 115 keine Wellung auf. Stattdessen sind
im Bereich der Innenumfangsflache der Düsenaustrittsöffnung 115 Deltaflügel 119 angeordnet. Die Deltaflügel 119 ragen über die Strecke S in die Düsenaustrittsöffnung 115 hinein. Das Verhältnis der Strecke S zum Durchmesser D der Düsenaustrittsöffnung 115 ist hierbei insbesondere durch die Beziehung
gegeben. Außerdem sind die Deltaflügel 119 im vorliegenden
Ausführungsbeispiel um einen Winkel α im Bereich zwischen 65° und 85° gegen die Radialrichtung im Düsenrohr 107 geneigt. Es sind aber auch Ausführungsformen ohne Neigung möglich.
An den Kanten der im Bereich der Düsenauslassöffnung 115 angeordneten Deltaflügel 119 erfolgt eine Wirbelbildung, die sich in der Oberfläche des aus der Düsenaustrittsöffnung 115 austretenden Strahls fortsetzt. Die Wirbel erhöhen die turbulenten Fluktuationen im Grenzbereich zwischen dem Strahl und dem rezirkulierten Abgas, sodass der Mitreißeffekt verstärkt wird .
Ein weiteres Ausführungsbeispiel für das erfindungsgemäße Verbrennungssystem ist in Fig. 5 dargestellt. Die Figur stellt das Verbrennungssystem in einem Schnitt entlang seiner Längsachse dar und zeigt einen Brenner 201 und eine Brennkammer 203.
Der Brenner umfasst ein Düsenrohr 207, eine Brennstoffzufuhr- leitung 209 und eine Luftzufuhrleitung 211 sowie einen Mischer 213, der dem Düsenrohr 207 vorgeschaltet ist und in den die Brennstoffzufuhrleitung 209 und die Luftzufuhrleitung 211 münden. Im Unterschied zum Brenner im ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verbrennungssystems weist das Dü- senrohr 207 weder eine Wellung noch Deltaflügel im Bereich seiner Düsenaustrittsöffnung 215 auf. Es sei an dieser Stelle aber erwähnt, dass der Brenner auch im zweiten Ausführungs-
beispiel des Verbrennungssystems mit einer Wellung oder mit Deltaflügeln im Bereich seiner Düsenaustrittsöffnung 215 ausgestattet sein kann.
Im Unterschied zu dem in Fig. 1 dargestellten Verbrennungssystem ragt das Düsenrohr 207 in dem in Fig. 5 dargestellten Verbrennungssystem um die Strecke L in die Brennkammer 203 hinein. Die Strecke L, um die das Düsenrohr 207 in die Brennkammer 203 hineinragt, steht mit dem Öffnungsdurchmesser D des Düsenaustrittsöffnung vorzugsweise in einer Beziehung, die durch
0,3 < L/D < 3
gegeben ist. Aufgrund des Hineinragens in die Brennkammer 203 kann die Düsenaustrittsöffnung 215 näher an die Rezirkulati- onszone in der Brennkammer herangeführt werden, sodass bereits kurz nach dem Austritt des Strahls 205 aus der Düsenaustrittsöffnung 215 der Mitreißeffekt eintritt. Der Mitreiß- effekt kann daher die Strahlflamme 205 weitestgehend über ihre gesamte Länge stabilisieren.
Mit Hilfe der Erfindung wird der Mitreißeffekt für die heißen Gase in der äußeren Rezirkulationszone erhöht. Zudem gewähr- leisten die erhöhten turbulenten Fluktuationen einen gleichmäßige Verbrennung mit niedrigen akustischen Amplituden, sodass das Auftreten von Verbrennungsschwingungen unterdrückt wird. Eine Optimierung der Stabilität der Strahlflamme kann durch Kombinieren der in den Figuren 1 bis 4 dargstellten Brenner mit dem in Fig. 5 dargestellten Verbrennungssystem herbeigeführt werden.