Rollung von stabförmigen Rauchartikelgruppen
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umrollen eines Verbin- dungsblättchens um eine stabförmige Rauchartikelgruppe, insbesondere Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppe, in einem zwischen einem Rollförderer und einer Gegenrollfläche ausgebildeten Rollkanal, wobei das Verbindungsblättchen mittels des Rollförderers zugefördert wird, sowie eine Einrichtung zum Umrollen eines Verbindungsblättchens um eine stabförmige Rauchartikelgruppe, insbesondere Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppe, mit ei- nem eine Rollfläche aufweisenden Rollförderer und einer Gegenrollfläche, die einen Rollkanal bilden und relativ zueinander bewegbar sind, wobei die Rauchartikelgruppe auf einem Förderer und das Verbindungsblättchen auf dem Rollförderer dem Rollkanal zugefördert werden,
Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Schneidtrommel einer Belageinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie mit Auflageflä-
chen für Verbindungsblättchen auf der Umfangsfläche der Trommel, wobei die Auflageflächen von Nuten unterbrochen sind. Ferner betrifft die Erfindung eine Belageinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie sowie eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine.
In Filteransetzmaschinen wird zwischen geschnittenen und längsaxial beabstandeten Tabakstöcken jeweils ein Filterstopfen bzw. Mundstück, insbesondere doppelter Länge, eingelegt, wobei an- schließend ein beleimtes Verbindungsblättchen an eine zusammengestellte Rauchartikelgruppe mit den Rauchartikelkomponenten Tabakstock, Filterstopfen und Tabakstock angeheftet wird.
Verfahren und Vorrichtungen der vorstehend bezeichneten Art die- nen insbesondere zur Konfektionierung von auf einer Filteransetzmaschine queraxial geförderten Filterzigaretten. Deren Leistung bezüglich der pro Zeiteinheit hergestellten und ausgestoßenen Artikel hat sich im Laufe der Zeit immer wieder sprunghaft erhöht bzw. musste der gestiegenen Leistungsfähigkeit der vorgeschalteten Zi- garettenstrangmaschine angepasst werden.
Im Dokument DE-C-39 18 137 (entspricht US-5,054,346) ist ein Belagpapieraggregat in einer Filteransetzmaschine beschrieben. Hierbei wird das beleimte Belagpapier als endloser Belagpapierstreifen zugeführt und mittels einer Schneidvorrichtung in Einzelblättchen bzw. Verbindungsblättchen geschnitten. Nach dem Schnitt werden diese Verbindungsblättchen durch Beabstandung vereinzelt und auf die Fördergeschwindigkeit der Rauchartikel gebracht. Im Anschluss an das Schneiden und Vereinzeln (Auseinanderziehen) werden die nunmehr entstandenen Belagpapierblättchen von der Saugwalze festgehalten und mit einer gleich bleibenden Geschwindigkeit transportiert, die oberhalb der Papierlaufgeschwindigkeit des endlosen
Belagpapierstreifens liegt.
Vorrichtungen zum Rollen von stabförmigen Gegenständen sind aus dem Stand der Technik bekannt. So zeigt beispielsweise DE 37 02 915 C2 (entspricht US 4,825,882) eine Vorrichtung, die zum Herumwickeln von beleimten Verbindungsblättchen um die Stoßstellen von aus stabförmigen Tabakartikeln und Filterstopfen oder Mundstücken gebildeten Gruppen dient. Bei dieser Vorrichtung sind ein eine Rollfläche aufweisender Rollförderer und eine zugeordnete ortsfeste Gegenrollfläche vorgesehen, wobei Rollfläche und Gegen- rollfläche zum Umrollen der Gruppen mit den Verbindungsblättchen einen Rollkanal bilden und relativ zueinander bewegbar sind. Bei dieser bekannten Vorrichtung sind der ortsfesten Gegenrollfläche vor dem Einlauf der Gruppen in den Rollkanal bewegte Stege zuge- ordnet, welche unter reibschlüssigem Erfassen der Gruppen der
Bewegungsrichtung der Rollfläche des Rollförderers mit geringerer Geschwindigkeit folgen. Dadurch erhalten die Artikel eine negative Beschleunigung, so dass sie bereits vor ihrem Eintritt in den Rollkanal in Rollung versetzt werden. Diese Vorbeschleunigung führt zu einer Reduzierung der auf die Gegenstände beim Eintritt in den
Rollkanal wirkenden negativen Beschleunigung und damit zu größerer Schonung der zu rollenden stabförmigen Gegenstände.
Eine weitere Vorrichtung zum Rollen von stabförmigen Gegenstän- den ist aus EP 0 687 424 B1 (entspricht US 5,577,518) bekannt. In dieser Druckschrift ist eine Vorrichtung offenbart, bei der umlaufende, in ihrer Geschwindigkeit gesteuerte Teilrollflächen mit jeweils einer Startleiste versehen sind, die mit einer ortsfesten Rollfläche ohne Startleiste zusammenwirken. Bei dieser Vorrichtung wird durch Nachführen der gesteuerten Teilrollflächen mit den zu rollenden
Gegenständen noch vor dem Rollkanal versucht, die oben erwähn-
ten nachteiligen Effekte zu vermeiden. Trotz der Nachfϋhrung der Startleisten ist auch hier eine kräftige Beschleunigung der stabför- migen Gegenstände vor dem Eintritt der stabförmigen Gegenstände in den Rollkanal erforderlich. Für die Nachführung der Startleisten wird außerdem eine sehr komplizierte und aufwendige Mechanik benötigt.
Darüber hinaus sind in DE 25 51 081 A1 und DE 2 254 971 gattungsgemäße Einrichtungen zum Umrollen eines Verbindungsblätt- chens um eine stabförmige Rauchartikelgruppe, insbesondere Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppe, mit einem eine Rollfläche aufweisenden Rollförderer und einer Gegenrollfläche, die einen Rollkanal bilden und relativ zueinander bewegbar sind, offenbart.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Einleitung des Rollvorgangs bei der Überführung der stabförmigen Artikel in den Rollkanal sowie die Umrol- lung im Rollkanal zu verbessern, wobei die stabförmigen Artikel auf schonende Weise von einem Belagpapierblättchen bei einer mög- liehst hohen Transportgeschwindigkeit umwickelt werden.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einem Verfahren zum Umrollen eines Verbindungsblättchens um eine stabförmige Rauchartikelgruppe, insbesondere Tabakstock-Fiiterstopfen-Tabakstock-Gruppe, in ei- nem zwischen einem Rollförderer und einer Gegenrollfläche ausgebildeten Rollkanal, wobei das Verbindungsblättchen mittels des Rollförderers zugefördert wird, dadurch, dass die Artikelgruppe bei Eintritt in den Rollkanal unter Kraftschluss und/oder Formschluss in Rotation versetzt wird, wobei für den Kraftschluss und/oder Form- Schluss auf dem Rollförderer ein Nutenstempel in eine Nut zwischen zwei Auflageflächen für die Verbindungsblättchen eingebracht wird
oder ist, nachfolgend das Verbindungsblättchen an die im Rollkanal rotierende Artikelgruppe angeheftet wird und die Artikelgruppe vom Verbindungsblättchen umwickelt wird.
Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, dass die noch nicht verbundenen Rauchartikelgruppen beim Eintritt in den Rollkanal zusätzlich zur bisherigen translatorischen Geschwindigkeitskomponente eine weitere rotatorische Geschwindigkeitskomponente erfahren, so dass die Rauchartikelkomponenten beim Eintritt eine (zusätzli- che) rotatorische Beschleunigung erfahren.
Gemäß dem Stand der Technik werden bei Eintritt in den Rollkanal die Rauchartikelkomponenten, an denen bereits ein Verbindungsblättchen angeheftet ist, in ihrer translatorischen Bewegung abge- bremst, wodurch gemäß dem Energieerhaltungssatz der Verlust an translatorischer Energie als rotatorische Energie der Artikelkomponentengruppen erhalten bleibt.
Demgegenüber ist gemäß der Erfindung vorgesehen, dass die Arti- kelgruppe bei Eintritt in den Rollkanal unter Kraftschluss und/oder
Formschluss mit dem Rollförderer und der Gegenrollfläche eine rotatorische Beschleunigung erfährt, wobei die Rauchartikelgruppen ohne Verbindungsblättchen in den Rollkanal eingeführt werden.
Ferner werden hierzu für den auszubildenden Kraftschluss und/oder
Formschluss auf dem Rollförderer Nutenstempel in die Nut bzw. Nuten zwischen den benachbarten Auflageflächen für die Verbindungsblättchen eingebracht, wobei auf den Auflageflächen vor Eintritt in den Rollkanal Verbindungsblättchen angeordnet werden. Der Rollförderer ist beispielsweise als Schneidtrommel einer Belageinrichtung ausgebildet, wobei Auflageflächen auf der Umfangsfläche vorgesehen sind, die von Nuten unterbrochen werden.
Darüber hinaus verfügt der Rollförderer über bewegliche Nutenstempel, die in die Nuten eingebracht werden, um beispielsweise bei Eintritt einer Artikelgruppe in den Rollkanal einen Formschluss und/oder Kraftschluss der Artikelgruppe zwischen dem Rollförderer und der Gegenrollfläche zu erzielen. In einer Alternative sind die beweglichen Nutenstempel in den Nuten angeordnet, so dass sie im Zusammenwirken mit den Auflageflächen eine in Wesentlichen geschlossene sowie gerundete Umfangsfläche des Rollförderers bzw. der Schneidtrommel bilden. Während der Förderung der Artikelgruppe im Rollkanal bilden die Auflageflächen zusammen mit den in die Nuten eingebrachten Nutenstempeln eine im Wesentlichen geschlossene Umfangsfläche des Rollförderers, wodurch eine kontinuierliche Umwicklung der Artikelgruppen gewährleistet ist.
Darüber hinaus ist beim Eintritt der Rauchartikelgruppen kein Stegrad oder dergleichen am Eingang des Rollkanals vorgesehen, um die entsprechende Artikelgruppe in Rotation zu versetzen. Die rotatorische Beschleunigung erfolgt somit unter Kraftschluss und/oder Formschluss der Rauchartikelgruppe mit dem Rollförderer und der
Gegenrollfläche.
Erst nach Einbringen der Artikelgruppen in den Rollkanal und Auslösen der Rotationsbewegung wird das Verbindungsblättchen an die Artikelgruppe angebracht, so dass im Rollkanal das Verbindungsblättchen die Artikelgruppe vollständig umwickelt. Das Verbindungsblättchen wird daher mittels des Rollförderers zugefördert und/oder an die Artikelgruppe angeheftet. Am Ende des Rollkanals werden die umwickelten Artikelgruppen von einem nachfolgenden Förderer entnommen. Insgesamt ergibt sich hierdurch eine schonende Rollung der zu umwickelnden Artikelgruppen.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Artikelgruppe im Rollkanal mit einer Transportgeschwindigkeit gefördert, die ungefähr der Transportgeschwindigkeit der Artikelgruppe vor Eintritt in den Rollkanal entspricht. Dies wird durch die erfindungsgemäße rotato- rische Beschleunigung der Artikelgruppe bei Eintritt in den Rollkanal gewährleistet. Insbesondere werden die Artikelgruppen im Rollkanal mit einem queraxialen Abstand bzw. Teilungsabstand gefördert, da im Wesentlichen dem queraxialen Abstand der Artikelgruppen vor Eintritt in den Rollkanal entspricht.
Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn der Kraftschluss und/oder der Formschluss der Artikelgruppe durch den Rollförderer und der Gegenrollfläche eines Rollklotzes erzeugt wird, wobei der Rollklotz bzw. die Gegenrollfläche ortsfest sind.
Eine bevorzugte Weiterbildung des Verfahrens zeichnet sich dadurch aus, dass die Umfangsfläche des Rollförderers im Bereich des Rollkanals im Wesentlichen geschlossen ausgebildet wird, wodurch eine Umwicklung der Artikelgruppe mit dem Verbindungsblätt- chen erreicht wird.
Bevorzugterweise geben die Nutenstempel nach ihrer Förderung im Bereich des Rollkanals die Nuten, insbesondere im Bereich einer Messerwalze einer Belageinrichtung, frei. Um die Verbindungsblätt- chen von einem Belagpapierstreifen zu schneiden, werden nach der
Förderung im Bereich des Rollkanals die Nutenstempel aus den Nuten zurückgezogen, so dass in die Nuten die Messer einer Messerwalze eingreifen. Dadurch wird ein an dem Rollförderer bzw. der Schneidtrommel angelegter Belagpapierstreifen in Verbindungs- blättchen einer vorbestimmten Länge geschnitten. Im Anschluss werden die Nutenstempel während der Förderung von der Messerwalze zum Eintrittsbereich des Rollkanals in die Nuten eingebracht,
so dass bei Eintritt einer Artikelgruppe in den Rollkanal ein Form- schluss und/oder Kraftschluss mittels der Nutenstempel erzielt wird.
Weiterhin wird die Aufgabe gelöst durch eine Einrichtung zum Um- rollen eines Verbindungsblättchens um eine stabförmige Rauchartikelgruppe, insbesondere Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock- Gruppe, mit einem eine Rollfläche aufweisenden Rollförderer und einer Gegenrollfläche, die einen Rollkanal bilden und relativ zueinander bewegbar sind, wobei die Rauchartikelgruppe auf einem För- derer und das Verbindungsblättchen auf dem Rollförderer dem Rollkanal zugefördert werden, die dadurch weitergebildet wird, dass bei Eintritt der Artikelgruppe in den Rollkanal ein Kraftschluss und/oder Formschluss der Artikelgruppe derart ausgebildet ist, dass die Artikelgruppe in Rotation versetzt wird, wobei der Rollförderer auf der Umfangsfläche Auflageflächen für die Verbindungsblättchen und
Nuten aufweist, in die zur Bildung des Kraftschlusses und/oder Formschlusses Nutenstempel einbringbar oder angeordnet sind, und das Verbindungsblättchen an die im Rollkanal rotierende Artikelgruppe anheftbar ist bzw. angeheftet wird.
Hierzu ist vorgesehen, dass der Kraftschluss und/oder Formschluss der Artikelgruppe durch den Rollförderer und der Gegenrollfläche des Rollklotzes erzeugt wird, so dass die Artikelgruppe beim Eintritt in den Rollkanal eine rotatorische Beschleunigung erfährt.
Weiterhin ist vorteilhafterweise die Gegenrollfläche ortsfest.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Rolleinrichtung wird vorgeschlagen, dass der Rollförderer als Belagpapierzufuhr- und Schneidtrommel ausgebildet ist, so dass die Schneidtrommel gleichzeitig mehrere Funktionen erfüllt. Auf der Schneidtrommel werden Belagpapierstreifen in Verbindungsblättchen im Zusam-
menwirken mit einer Messerwalze geschnitten. Danach werden die geschnittenen Verbindungsblättchen auf den Auflageflächen der Schneidtrommel zu einer Artikelgruppe im Rollkanal transportiert, wobei die Schneidtrommel im Bereich der Gegenrollfläche eines Rollklotzes oder dergleichen als Rollförderer für die Artikelgruppen ausgebildet ist.
Ferner ist die Oberfläche der Nutenstempel, die in die Nuten eingebracht werden, glatt oder profiliert, insbesondere genutet, um einen Kraftschluss bzw. Formschluss der Artikelgruppe beim Eintritt in den
Rollkanal zu bewirken.
Außerdem sind vorteilhafterweise Bewegungsmittel, insbesondere Hebel, zur Bewegung der Nutenstempel vorgesehen, so dass die Nutenstempel in die Nuten bewegt werden und in einem bestimmten
Förderbereich der Trommel aus den Nuten entfernt werden und in die Nuten die Messer einer Messerwalze eingreifen.
Dazu ist vorgesehen, dass im Eingriffsbereich einer Messerwalze einer Belageinrichtung zum Schneiden eines zugeförderten Belagpapierstreifens in Verbindungsblättchen die Nutenstempel die Nuten freigeben.
Vorteilhafterweise sind die Nuten durch die Nutenstempel im Be- reich des Rollkanals geschlossen, so dass eine im Wesentlichen geschlossene Umfangsfläche im Bereich des Rollkanals erzielt wird.
Darüber hinaus wird die Aufgabe gelöst durch eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschi- ne, die mit einer voranstehend beschriebenen Einrichtung ausgestattet ist. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die obigen Ausführungen ausdrücklich verwiesen.
Zur Lösung der Aufgabe wird ferner bei einer Schneidtrommel einer Belageinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie mit Auflageflächen für Verbindungsblättchen auf der Umfangsfläche der Trommel, wobei die Auflageflächen von Nuten unterbrochen sind, vorgeschlagen, dass Nutenstempel für die Nuten vorgesehen sind. Bei der Schneidtrommel handelt es sich im Allgemeinen um eine Fördertrommel der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei Auflageflächen für geschnittene Verbindungsblättchen und zwischen den Auflage- flächen Nuten auf dem Umfang der Trommel vorgesehen sind.
Insbesondere sind die Nutenstempel in die Nuten einbringbar oder in den Nuten angeordnet, wenn ein Form- und/oder Kraftschluss zum Auslösen der Rotationsbewegung der Artikelgruppe am Einlass des Rollkanals erreicht wird.
In die Nuten werden gemäß der Erfindung die Nutenstempel aus dem Trommelinneren bewegt. In einer alternativen Weiterbildung können die Auflageflächen auch zur Aufnahme von stabförmigen Artikeln oder dergleichen ausgebildet sein, wobei die Auflageflächen durch Nuten beabstandet sind.
Die erfindungsgemäße Schneidtrommel bewirkt, dass im Zusammenwirken mit einer Gegenrollfläche zur Ausbildung eines Rollka- nals bei Eintritt einer Artikelgruppe in den Rollkanal die Artikel unter
Kraftschluss und/oder Formschluss eine zusätzliche rotatorische Beschleunigung zur translatorischen Bewegung erhält, wodurch eine schonende Umrollung eines Verbindungsblättchens nach Anheften des Verbindungsblättchens an die Artikelgruppe im Rollkanal erreicht wird.
Insbesondere ist die Oberfläche der Nutenstempel glatt oder profi-
liert, insbesondere genutet.
Um eine vorbestimmte Steuerung und Bewegung der Nutenstempel in die bzw. aus den Nuten zu erreichen, sind BewegungsmitteJ, ins- besondere Hebel, zur Bewegung der Nutenstempel vorgesehen.
Während einer Drehung des Rollförderers bzw. der Schneidtrommel werden die Nutenstempel in den Nuten auf der Umfangsfläche gehalten. Im Bereich der Messerwalze der Belageinrichtung greifen die Messer in die Nuten hinein. Nach der Messerwalze nehmen die Nutenstempel wieder in ihre Arbeitsposition ein, um eine im Wesentlichen geschlossene Umfangsfläche der Schneidtrommel zu bilden.
Insbesondere geben die Nutenstempel die Nuten im Eingriffsbereich einer Messertrommel der Belageinrichtung zum Schneiden eines zugeförderten Belagpapierstreifens an die Schneidtrommel in Ver- bindungsblättchen frei.
Außerdem wird die Schneidtrommel dadurch weitergebildet, dass im Bereich eines Rollkanals, der von der Schneidtrommel im Zusammenwirken mit einer, vorzugsweise ortsfesten, Gegenrollfläche gebildet wird, die Nutenstempel die Nuten schließen, so dass eine teilweise geschlossene Umfangsfläche im Bereich des Rollkanals ausgebildet ist.
Des Weiteren wird die Aufgabe gelöst durch eine Beiageinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie oder eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Filteransetzmaschine, die mit einer vorangehend beschriebenen Schneidtrommel bzw. Förder- trommel versehen ist.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
exemplarisch und ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens unter Bezugnahme auf die beigefügten schematischen Zeichnungen beschrieben, auf die im Übrigen bezüglich der Offenbarung alier im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich wird. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht einer Trommelanordnung einer Filteransetzmaschine zur Umwicklung von Rauchartikelkompo- nentengruppen mit einem Verbindungsblättchen im Ausschnitt;
Fig. 2 eine vergrößerte Teilansicht der Trommelanordnung aus Fig. 1 ;
Fig. 3 eine Trommelanordnung einer Filteransetzmaschine zur
Umwicklung von Rauchartikelgruppen mit einem Verbindungsblättchen im Ausschnitt;
Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht der Trommelanordnung aus Fig. 3 und
Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung einer Schneidtrommel aus
Fig. 3.
In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern bezeichnet, so dass von einer entsprechenden erneuten Vorstellung jeweils abgesehen wird.
In Fig. 1 ist eine Trommelanordnung 10 einer schematisch bezeichneten Filteransetzmaschine FA im Ausschnitt gezeigt. Die Trommelanordnung 10 verfügt über eine Fördertrommel 12, die von einer
nicht dargestellten Fördertrommel Rauchartikelgruppen 30 aufnimmt. Die Rauchartikelgruppen 30 bestehen aus einer Zusammenstellung von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen.
Gemäß dem bekannten Herstellungsprozess werden an der Filteransetzmaschine zwischen längsaxial beabstandeten Tabakstockpaaren einfacher Länge jeweils ein Filterstopfen doppelter Länge eingelegt und zu Tabakstock-Filterstopfen-Tabakstock-Gruppen ge- bildet.
Die Rauchartikelgruppen 30 werden von der Fördertrommel 12 zu einem ortsfesten Rollklotz 14 gefördert, so dass die Rauchartikelgruppen 30 in einen Rollkanal 15 eingebracht werden. Der Rollkanal 15 wird gebildet aus einer als Rollförderer genuteten Schneidtrommel 16 und dem Rollklotz 14.
Der Rollklotz 14 verfügt über eine Lauffläche 141 , die den Rollkanal 15 begrenzt und auf der die Artikel 30 unter Rotation sich abrollen. Am Ende des Rollkanals 15 ist eine Entnahmetrommel 18 angeordnet, auf der mit einem Belagpapierblättchen versehene und umwickelte Rauchartikelgruppen 30 gefördert werden.
Die Schneidtrommel 16 ist als Belagpapierzufuhrtrommel ausgebil- det und ist Teil einer Belageinrichtung der Filteransetzmaschine FA.
Ein von einer (hier nicht dargestellten) Belagpapierbobine abgezogener Belagpapierstreifen 22, der von einer Beleimvorrichtung beleimt wird, wird zu der Schneidtrommel 16 geführt und von den Messern einer an der Schneidtrommel 16 angeordneten Messer- trommel 20 in Verbindungsblättchen 32 zerschnitten. Weitere Details zur Schneidtrommel und Messerwalze sind in DE 39 18 137 C2 beschrieben, die vollumfänglich in die Offenbarung der vorliegenden
Patentanmeldung aufgenommen ist.
Die abgetrennten Verbindungsblättchen 32 werden dann auf der Schneidtrommel 16 weitergefördert und im Rollkanal 15 an die Rauchartikelgruppen 30 angeheftet, so dass die an die Rauchartikel
30 angehefteten Verbindungsblättchen 32 um die Rauchartikelgruppen 30 jeweils herumgewickelt werden.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt der Trommelanordnung 10 in einer vergrößerten Darstellung. Die Schneidtrommel 16 verfügt auf ihrer
Umfangsfläche über Auflageflächen 161 , auf denen die geschnittenen Verbindungsblättchen 32 aufliegen und gefördert werden. Auf der Umfangsfläche ist zwischen zwei Auflageflächen 161 jeweils eine Nut 162 ausgebildet. In die Nuten 162 werden auf dem Förder- weg von der Messertrommel 20 zum Rollkanal 15 Nutenstempel 163 bewegt. Die glatten Nutenstempel 163 bilden zusammen mit den segmenthaften Auflageflächen 161 im Bereich des Rollklotzes 14 eine im Wesentlichen geschlossene Umfangsfläche der Schneidtrommel 16 aus, um den Rollprozess der Artikelgruppen 30 im RoII- kanal auszuführen.
In Fig. 2 ist der Eintritt einer Rauchartikelgruppe 30 in den Rollkanal 15 dargestellt. Die entsprechende Rauchartikelgruppe 30 wird am Eintritt des Rollkanals 15 zwischen der Vorderkante der Lauffläche 141 und der Vorderkante des gegenüber angeordneten und sich vorbei bewegenden Nutenstempels 163 formschlüssig gehalten, wobei die Artikelgruppe 30 keinen Kontakt zu den Belagpapierblätt- chen 32 auf der vorauseilenden Auflagefläche 161 hat. Beim Eintritt der Rauchartikelgruppe 30 in den Rollkanal 15 besteht ein linien- förmiger Kontakt zwischen der Rauchartikelgruppe 30 und der Rollfläche 141. Überdies besteht auch ein linienförmiger Kontakt zwischen der Rauchartikelgruppe 30 und dem entsprechenden zuge-
ordneten Nutenstempel 163, so dass die in den Rollkanal 15 eintretende Rauchartikelgruppe 30 linienförmig zwischen der Rollfläche 141 und dem Nutenstempel 163 nach Art eines Kraftschlusses geklemmt bzw. begrenzt oder gehalten werden kann.
Der Berührungspunkt der Artikelgruppe 30 mit der Vorderkante des Nutenstempels 163 liegt auf einem größeren Radius als die Auflagefläche 161 des vorauseilenden Belagpapiers 32. Es erfolgt daher keine Berührung der Rauchartikelgruppe 30 mit dem davor liegen- den Verbindungsblättchen 32. Durch den Formschluss der Rauchartikelgruppe 30 mit der Lauffläche 141 am Eintritt des Rollkanals 15 und dem Nutenstempel 163 bzw. der Schneidtrommel 16 wird unter fortwährender Drehung der Schneidtrommel 16 die Rauchartikelgruppe 30 rotatorisch beschleunigt.
Während des Anrollvorgangs werden die Nutenstempel 163 sofort d.h. schlagartig unter fortwährender Drehbewegung der Schneid- trommel 16 zurückbewegt, und zwar auf den Radius des Verbin- dungsblättchens 32 bzw. der vorauseilenden Auflagefläche 161 , so dass die Nut 162 bzw. Lücke zwischen den Auflageflächen 161 im
Rollkanal 15 geschlossen ist. Um die Nutenstempel 163 entsprechend in die oder aus den Nuten 162 zu bewegen, sind Hebelarme 164 (vgl. Fig. 5) im Innern der Schneidtrommel 16 für die Nutenstempel 163 vorgesehen.
Aufgrund der größeren Rotationsgeschwindigkeit der Schneidtrommel 16 werden die Verbindungsblättchen 32 über die in den Rollkanal 15 eingebrachten Rauchartikelgruppen 30 angeheftet, wobei die Verbindungsblättchen 32 unter fortlaufender Rotation der Rauchar- tikelgruppen 30 sich um die Rauchartikelgruppen 30 herumwickeln.
Fig. 3 entspricht im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel in Fig.
1 , wobei im Unterschied zum Ausführungsbeispiel aus Fig. 1 die Nutenstempel 163 nicht durch die Oberfläche der Schneidtrommel 16 hindurchtreten und somit bündig mit den Auflageflächen 162 abschließen. Der Kraftschluss wird durch die profilierte Oberfläche der Nutenstempel 163 erzeugt. Hierbei berühren sich die in den Rollkanal 15 eintretende Rauchartikelgruppe 30 und der Anfang der Rollfläche 141 nach Art eines linienförmigen Kontakts. Weiterhin bestehen auch zwischen der Rauchartikelgruppe 30 und der profilierten bzw. gezahnten Oberfläche des Nutenstempeis 163 ein oder mehre- re linienförmige Kontakte, je nachdem wieviele äußere Kontaktflächen oder Zähne die Oberfläche des Nutenstempels 163 aufweist.
Eine detaillierte Ansicht von Fig. 3 ist in Fig. 4 dargestellt, wobei der Berührungspunkt des Nutenstempels 163 im Bereich des Rollkanals 15 auf dem gleichen Radius wie die Auflageflächen 161 mit dem
Belagpapier 32 liegt. Die Nutenstempel 163 in Fig. 4 haben eine genutete Oberfläche, so dass beim Eintritt der Rauchartikelgruppe 30 in den Rollkanal ein Kraftschluss zwischen der Vorderkante der Lauffläche 141 und dem am Rollkanaleingang vorbei geförderten Nutenstempel 163 entsteht, so dass die Rauchartikelgruppen 30 in dem Rollkanal 15 eine rotatorische Beschleunigung erfahren. Dadurch, dass die Oberfläche der Nutenstempel 163 auf dem gleichen Radius wie die Auflagenflächen 161 liegen, ist sichergestellt, dass keine Berührung der Rauchartikelgruppen 30 mit dem davor liegen- den bzw. davor transportierten Verbindungsblättchen 32 erfolgt.
Während der Bewegung der Schneidtrommel 16 bleiben die Nutenstempel 163 im Verlauf des gesamten Rollkanals 15 auf dem Auflageradius der Verbindungsblättchen 32 bzw. der Auflageflächen und halten damit die Lücke bzw. die Nuten 162 im Rollkanal 15 geschlossen.
Fig. 5 zeigt eine vergrößerte Darstellung der Schneidtrommel 16 aus Fig. 3. Die Nutenstempel 163 sind an verschwenkbaren Hebelarmen 164 angeordnet, so dass durch die Bewegung der Hebelarme 164 die Nutenstempel 163 in die Nuten 162 bewegt werden bzw. durch Herausbewegen der Nutenstempel 163 aus den Nuten 162 die Nuten 162 freigeben.
Während der Rotation der Schneidtrommel 16 werden die Nutenstempel 163 im Förderbereich I des Rollkanals 15 auf dem glei- chen Radius wie die Auflagenflächen 161 gefördert, so dass im Förderbereich I die Umfangsfläche der Schneidtrommel 16 im Wesentlichen geschlossen ist. Da im Rollkanal 15 die Verbindungsblättchen 32 an die im Rollkanal geförderten und rotierenden Artikelgruppen angeheftet werden, sind im nachfolgenden Förderbereich Il die Auf- lagenflächen 161 frei von Verbindungsblättchen.
Im Förderbereich Il werden die Nutenstempel 163 nach innen verschwenkt, so dass auf dem Förderweg der Auflageflächen 161 zur Messerwalze 20 die Nuten 162 von dem Nutenstempel 163 freige- geben werden. Im Eingriffsbereich der Messerwalze 20 und im Förderbereich III greifen die Messer der Messerwalze 20 in die Nuten 162 ein und zerschneiden den zugeförderten Belagpapierstreifen 22 in Verbindungsblättchen 32, die auf den Auflageflächen 161 aufliegen. Die Nutenstempel 163 bleiben in diesem Förderbereich III in ihrer zurückgefahrenen Position.
Im Anschluss werden im vierten Förderbereich IV die Nuten 162 durch Einbringen der Nutenstempel 163 wieder geschlossen, so dass die Nutenstempel 163 im Eintrittsbereich des Rollkanals 15 die Artikelgruppen 30 formschlüssig und/oder kraftschlüssig ergreifen, wodurch die entsprechenden Rauchartikelgruppen 30 zusätzlich mit einer Rotationsbewegung versehen werden.
Bezuαszeichenliste
10 Trommelanordnung
12 Fördertrommel
14 Rollklotz
15 Rollkanal
16 Schneidtrommel
18 Entnahmetrommel
20 Messertrommel
22 Belagpapierstreifen
30 Rauchartikelgruppe
32 Verbindungsblättchen
141 Lauffläche
161 Auflagefläche
162 Nut
163 Nutenstempel
164 Hebelarm
I Förderbereich
Il Förderbereich
IiI Förderbereich
IV Förderbereich
FA Filteransetzmaschine